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Samstag, 2. September 2017

Update

02.09.17 - Neue Reviews

- King of Gambler

- Elle

- Fritz the Cat

- Asian Connection (Archiv Review)

King of Gambler Review



King of Gambler

Story:

Eine jap. Spielerin (Michiko Nishiwaki) verliert an ihre US Gegnerin einen Haufen Geld. Um es zurück zu erlangen, geht sie einen Pakt mit den Triaden ein. Der Trick gelingt – sie gewinnt in einem erneuten Spiel die Summe zurück. Dies kann die US Spielerin nicht auf sich sitzen lassen und richtet an einer Hochzeit ein Blutbad an mit blutigen Rachefolgen seitens der Triaden…

Meine Meinung:

Dieser durchschnittlich Gamble Film, der im Fahrwasser von God of Gamblers erschien und nicht mit King Gambler (von den Shaw Brothers mit Star Chen Kuan-Tai) verwechselt werden sollte, ist kein Must See Titel.

Da jedoch gekauft, bleibt er auch in der Sammlung. Aber ein 2. Mal würde ich mir den Film nicht kaufen. Die Gamble Szenen sind reiner Durchschnitt und dem Film fehlt es an Stiel und sympathischen Figuren. Die Gamble Szenen beherrschen vor allem die 1. Hälfte des Filmes, in welcher er auch zu Längen kommt.

Die 2. Hälfte wechselt dann weg vom Gamble Film und mitten ins Heroic Bloodshed Genre – Leichenberge entstehen nach diversen Massakern und vielen blutigen Shoot-Outs, welche bis zum Ende andauern. Diese actionreiche Hälfte rettet den Film davor, aus der Sammlung zu fliegen.

Die Darsteller waren nur durchschnittlich. Tommy Wong Kwong-Leung (Rebel from China) hat nur eine Minirolle und vor allem Alex Man, Roy Chiao und Lung Fong sind nun wahrlich nicht die Namen, an welchen ich gross Freude habe. Vor allem Alex Man ist mir in den meisten Rollen nicht sympathisch. Nur Michiko Nishiwaki fällt ein wenig positiv aus dem Rahmen – sie, welche in Jackie Chans My Lucky Stars ihren ersten Aufritt im Hong King Kino bot und danach in einer Reihe von Actionfilmen zu sehen war (In the Line of Duty III, The Outlaw Brothers etc.).

Das und wie gesagt die Actionszenen retten den Film in den Durchschnitt – so dass die VCD in meiner Sammlung verweilt! Wenn man billig an den Film kommt – warum nicht – aber viel Geld sollte man sich diesen durchschnittlichen Mix aus Gamble- und Actionfilm (95% blutige Shoot-Outs, NIX Martial Arts) nicht kosten lassen…

Infos:

HK 1990

R: Johnny Kong

D: Alex Man, Roy Chiao, Michiko Nishiwaki, Tommy Wong Kwong-Leung, Lam Wai, Kathy Chow

Laufzeit der HK VCD: 91:48 Min.

Gesehen am: 10.08.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2017) und es scheint auch keine Ausgabe zu geben (Stand: Aug. 2017). Mir lag die HK VCD vor = durchschnittliche Qualität, O-Ton, englische UT, Uncut.

Elle Review



Elle

Story:

Michèle (Isabelle Huppert), eine erfolgreiche aber auch knallharte Power- und Geschäftsfrau, wird in ihrem zu Hause überfallen und vergewaltigt. Sie geht nicht zur Polizei und managt ihr Leben weiterhin so, als wäre nichts passiert. Der Täter belästigt sie jedoch weiterhin und sie versucht, die Identität des Mannes herauszufinden und bereitet sich auf ein weiteres Treffen vor (Pfefferspray, Waffen etc.)…

Meine Meinung:

Elle, der mich inhaltlich leicht an Era el cielo erinnerte, hat mir sehr gut gefallen. Thriller-Drama von Paul Verhoeven, dem Regisseur von solch namhaften Werken wie Spetters, Flesh + Blood, RoboCop oder Total Recall.

Sein letzter Film den ich kenne und schätze war Black Book – seinen letzten Film Steekspel habe ich ausgelassen da wenig Interesse (FSK 12 Drama, Kurzfilm). Mit Elle geht er zwar ruhigere Wege, aber die Handschrift von Verhoeven sieht man dem Film und vor allem den Figuren zu jeder Sekunde an.

Der Film lebt von der Story aber vor allem von den Figuren, welche alle bis zu den Nebenrollen perfekt besetzt sind und glaubhaft agieren und überzeugen. Dass Verhalten einiger Figuren ist sonderbar und irgendwie fehlt es an positiven Charakteren – alle haben irgendwie ihre Macken, Dreck am Stecken oder sind unsympathisch – was die Story interessant und teilweise auch spannend macht.

Vor allem Isabelle Huppert als Miststück Michèle war eine Wucht und es ist wenig verwunderlich, dass dies sogar eine Oscar Nomination zur Folge hatte. Teilweise regt der Film nebst Spannung und Staunen auch zum Schmunzeln an – jedoch muss man schon schwarzen Humor mögen, um Elle als amüsant zu empfinden.

Fazit: Wer die Filme von Verhoeven mag, kann sich Elle gut ansehen! Verhoeven geht es ruhiger an und trotzdem ist seine Handschrift unverkennbar = sehenswert!

Infos:

O: Elle

Belgien, Deutschland, Frankreich 2016

R: Paul Verhoeven

D: Isabelle Huppert, Alice Isaaz, Christian Berkel, Virginie Efira, Anne Consigny

Laufzeit der CH DVD: Ca. 124 Min.

Gesehen am: 09.08.17

Fassungen: Mir lag die DVD aus der Schweiz vor = Uncut, O-Ton, dt. Subs. Sehr gute Bild- und Tonqualität.

Fritz the Cat Review



Fritz the Cat

Story:

New York in den 60ern: Der Animationsfilm erzählt die wilden Abenteuer von Fritz, der Katze. Abenteuer heissen in diesem Fall: Sex, Drogen, Aufstand…

Meine Meinung:

Ich dachte immer bei Fritz the Cat handelt es sich um einen Animationsfilm aus Deutschland – falsch gedacht. Der Film stammt aus den USA und ist dann auch zahmer als gedacht und verliert sich dann zunehmend in sozialkritischen Tönen (Rassenkonflikte etc.). Die erste Filmhälfte fand ich unterhaltsamer, als es vor allem um den Spass ging (Drogen, Sex, philosophieren). Die 2. Hälfte (Rassenkonflikte, Terrorgruppe die am Ende Kraftwerk sprengen will etc.) fand ich schwächer.

Es gab sogar Längen, obwohl der Film eine kurze Laufzeit geniesst. Eventuell ist der Film für Menschen aus New York und aus den 60ern interessanter, da Themen behandelt werden, welche dazumal für Aufregung sorgten.

In Sachen Sex und Drogen ist der Film für heutige Verhältnisse jedoch relativ zahm. Die Dialoge regen aber zum Schmunzeln an und die deutsche Synchronisation ist gut gelungen. Die Animationen fand ich auch klasse, vor allem weil alle Menschen als Tiere dargestellt werden – und zwar unterschiedliche Tiere und die Charakterzüge und Mimik sind wunderbar animiert worden (gerade in den Drogen- und Sexszenen).

Fazit: Kein Highlight, aber kann man gut einmal schauen. Aber sicher kein Film für die Sammlung…

Infos:

O: Fritz the Cat

USA 1972

R: Ralph Bakshi

D: Skip Hinnant, Ralph Bakshi

Laufzeit der dt. DVD: 73:06 Min.

Gesehen am: 08.08.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = kein Wendecover, nur Deutscher Ton, gute Bildqualität, trotz Uncut Hinweis zensiert. Uncut wäre z.B. die US DVD. Hingegen hat die dt. DVD klar die bessere Bildqualität und das bessere Bildformat (bei US DVD fehlt oben und unten viel Bildmaterial und Bildqualität ist weniger scharf). Die Fassung ist trotzdem gut schaubar, die wenigen Schnitte sind verschmerzbar. Uncut, O-Ton und Vollbild würde die UK DVD bieten (Arrow Video).

Asian Connection Review



Asian Connection

Story:

Die Cops Lee (Danny Lee) und Mike (Michael Chow Man-Kin) vermasseln einen Deal - Gangster und Geld entkommen. Als Strafe reisen die Cops zu einem vermeintlich einfachen Auftrag nach Taiwan, Taipei. Doch wer läuft ihnen dort über den Weg?!: der in Hong Kong entkommende Gangster...

Meine Meinung:

Asian Connection hat zu Recht gute Kritiken erhalten. Der Film ist ein Actionkrimi und qualitativ besser als manch anderer seiner Sorte. Das liegt vor allem an einer spannenden, wendungsreichen Geschichte, dem "exotischen" Dreh- und Schauplatz Taiwans (Taipei) und daran, dass die Hauptfiguren besser charakterisiert werden als üblich.

Man geht etwas mehr in die Tiefe was diese sympathisch macht und damit fiebert man automatisch mit ihnen mit. Denn wir wissen: im Hong Kong Kino ist immer alles möglich, was Haupt- Nebenfiguren und/oder Heldenschicksale angehen - da muss es nicht zwingend ein Happy End geben oder dass jeder der Guten überlebt.

Taiwan als Schauplatz kommt dem Film zu Gute - sorgt für Abwechslung. So wird auch in der Originalfassung Kantonesisch, Mandarin sowie Englisch gesprochen was das Gezeigte realer wirken lässt. Die Darsteller machen eine gute Figur, auch wenn der Humor zum leichten Overacting neigt - vor allem bei den Cops (dem Taiwanesen und vor allem Danny Lee).

Doch diesen Humor ist man aus dem Genre ja schon gewöhnt, so dass es nicht negativ wirkt. Danny Lee zeigt jedoch, dass er ein wechselhafter Darsteller ist. So kann er auch dramatisch und ernst agieren, und nicht nur als Clown.

Die Actionszenen sind toll, realistisch und abwechslungsreich (Verfolgungsjagd, blutige Shoot-Outs) in Szene gesetzt. Man hat es nicht übertrieben, da der Film mehr ein Mix aus Action und Thriller ist und kein reiner Actionfilm.

Der Film war erfolgreich, so dass im selben Jahr noch eine Fortsetzung folgte (die sogar noch besser sein soll). Man darf gespannt sein, denn schon Asian Connection war ein toller, sehenswerter und unterhaltsamer Film.

Nachtrag zur Fortsetzung: Gefolgt von City Cop!

Infos:

O: Dak Ging Gap Sin Fung

HK 1995

R: David Lam, Yuen Tak

D: Danny Lee, Michael Chow Man-Kin, Jean Wang, Chan Chung-Yung, Blackie Ko Shou-Liang, Jack Kao

Laufzeit der HK LD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 18.07.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016). Mir lag die Laserdisc aus HK vor = Auf zwei Discs gespeichert, O-Ton (Kantonesisch, Mandarin und Englisch werden gesprochen) mit englischen UT (eher unüblich beim Label Star), gute Bildqualität, bis auf einer Szene beim Kopfschuss Uncut (Szene war trotzdem sehr blutig und Cut würde man nicht bemerken, wenn man nicht wüsste, dass zwei Sek. fehlen). Scheinbar ist nur die franz. DVD Uncut (jedoch keine englischen UT). Auf DVD mind. in Taiwan erschienen (auch hier wohl mit dem Kopfschuss Cut).