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Montag, 19. Februar 2018

Update 19.02.18

19.02.18 - Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- Aenigma (komplett überarbeitet)

- Hell or High Water

- Satanic Crystals

- Detour (Archiv Review)

Neukauf 19.02.18













Gorath
Japanische Laserdisc des in Deutschland unter dem Titel Ufos zerstlören die Erde bekannten Filmes. Gäbe es auch Uncut mit O-Ton und Subs in Deutschand auf DVD, aber konnte mich bei der schicken Laserdisc (ohne Subs) nicht zurückhalten. Die Inhaltsangabe zum Film hört sich auf jeden Fall selbst erklärend an. Recht günstig auf Ebay von einem Japaner erworben, war etwas länger als einen Monat unterwegs.

Deadly Silver Angels
Taiwanesischer Film von 1981. Sehr selten. US-Fassungen zensiert und/oder im Vollbild und/oder beinhalten nur die IFD Version (Extra Material reingeschnitten, Handlung zensiert). Das jap. VHS ist in Englisch, dafür scheinbabr Uncut und nicht im Vollbild. Das VHS war teuer. Von einem japanischen Dealer für 130 USD gekauft. Für den gleichen Preis hätte ich auch eine VHS aus Südkorea gefunden (jedoch wäre noch Porto dazugekommen). Ob diese aber noch zur Verfügung stand wusste ich nicht. Dieses wäre sogar in Chinesisch gewesen mit koreanischen Subs - ABER ohne englische Sprache / Subs und nur im grauenhaften Vollbild (Pics welche ich sah sahen alles andere als gut aus).

Detour Review

NIFFF 2016 Spezial


Detour

Story:

Sohn Harper gibt seinem Stiefvater die Schuld am schweren Autounfall seiner Mutter, die nun im Koma liegt. In einer Nacht voller Alkohol und Hass fasst sich Harper ein Ziel: seinen Stiefvater zu töten! Er findet zwei Verbündete und erstellt einen Plan. Am nächsten Tag kann sich Harper, nun wieder klardenkend, an kaum etwas erinnern. Doch der Mordplan ist nun bereits in der Durchführungsphase. Doch nichts kommt so wie geplant...

Meine Meinung:

Christopher Smith dürfte Horrorfans bekannt sein: Creep (nach wie vor für mich seit bester Film) stellte ein tolles Regiedebüt dar, Severance stellte den typischen britischen Fun-Splatter dar, Triangle erhielt international gute Kritiken und Black Death war schon an vergangenen NIFFF zu sehen.

Und nun kommt mit Detour sein neuster Film ans NIFFF - jedoch gibts einen Genrewechsel. Weg vom Horror ins Thriller/Road-Movie. Und das Ganze ist solide und okay, aber absolut nichts Besonderes oder Originelles. Hat man alles irgendwie schon Mal irgendwo besser gesehen. Da helfen auch die Twists, Rückblenden und Split Screen Spielereien nichts.

Der Film ist solide, kann man gut schauen. Die Laufzeit geht mehr oder wenig ohne grössere Längen vorbei, die Darsteller machen ihren Job sehr gut. Auch technisch ist der Film gut gemacht. Gibts nichts zu motzen.

Mir selbst ist halt das Horrorgenre lieber, daher würde ich Detour auch ganz unten auf der Christopher Smith Watchlist einordnen - und sicher kein Film für meine Sammlung oder für ein Fantasy Film Fest. Aber okay und solide - war kurzweilig aber nichts Originelles…

Infos:

O: Detour

UK, Südafrika 2016

R: Christopher Smith

D: Tye Sheridan, Bel Powley, Stephen Moyer

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Englisch. Nachtrag 19.02.18: In Deutschland von Eurovideo auf Blu Ray erschienen (auch mit O-Ton und dt. Subs) unter dem Titel «To Kill a Man - Kein Weg zurück».

Satanic Crystals Review



Satanic Crystals

Story:

Terry (Leung Kar-Yan) ist hinter einem Schatz her. Im Dschungel kämpfen er und mehrere Gangsterbanden um den Schatz. Zudem muss Terry seine Freundin (Daan Gwai-Chi) retten, welche von den Gangstern (Cheng Kei-Ying, George Nicholas) entführt wurde…

Meine Meinung:

Satanic Crystals ist ein kurzweiliger und billiger Mix aus Trash, Action- und Abenteuer/Dschungelfilm. Der Film ist kurzweilig und die Story ist nur Nebensache und teilweise auch wirr. Was den Trash-Streifen auszeichnet ist der hohe Anteil an Action und der immense Bodycount! Auf einige harte Stunts und Blut wird zudem auch nicht verzichtet.

Zwar ist die Kampfchoreographie der Kampfszenen nicht speziell beeindruckend (meist nur kurze Kampfszenen = Gegner wegtreten/schlagen) doch die Abwechslung aus Stunts, Martial Arts, Blut, Shoot-Outs, Verfolgungsjagden und Explosionen und der Wechsel der Settings ist schon eine tolle Sache! Leider sind gerade die Szenen im Dschungel / Höhlen sehr dunkel, was daran liegt, da Low-Budget Produktion und scheint bei allen Fassungen so zu sein (heller wäre deutlich besser gewesen).

Im Dschungel kommen sogar mehrfach Tierhorrorszenen zum Einsatz (Löwe, Schlange, Krokodile) und ein Stamm von halbnackten Amazonen jagen dem Schatz im Dschungel ebenfalls hinterher – diese sind bis an die Zähne mit Messern und Macheten bewaffnet und sorgen auch für den immer steigenden Bodycount.

Den Film kann man nicht ernst nehmen. «Beardy» Leung Kar-Yan, der auch für die Shaw Brothers auftrat, spielt die Hauptrolle. Er macht dies souverän, kann aber sein Martial Arts Können, wie er es in anderen Filmen tat (z.B. One Arm Chivalry Fights Against One Arm Chivalry, Sleeping Fist, Demon Strike, The Victim, Shanghai 13), nicht unter Beweis stellen.

In weiteren Kurzrollen sind einige bekannte Gesichter zu sehen: Ng Man-Tat (der Mann der erwürgt wird), Stuart Ong (dem Gangster dem zuerst ein Zahn gezogen und danach erschossen wird) und Shing Fui-Ong (Schlägerei in Kneipe zu Beginn des Filmes). Leider sind die Bösewichte des Filmes wenig charismatisch und auch keine bekannten Namen – dementsprechend enttäuschend kommt das Finale daher (Leung Kar-Yan Vs. Cheng Kei-Ying). Auch die paar Gweilos sind mir nicht bekannt. Sind auf alle Fälle nicht die üblichen Verdächtigen, auf welche man sonst gerne zugegriffen hat.

Wer Filme wie The Seventh Curse oder The Stone Age Warriors mag (die sind beide aber um einige Klasse besser, hatten deutlich mehr Budget und bekanntere Stars an Bord), kann sich den Trash-Streifen Satanic Crystals auch gut ansehen – man sollte einfach nicht zu viel erwarten!

Infos:

O: Duet Bo Lung Foo Dau

HK 1989

R: Cheng Kei-Ying

D: Leung Kar-Yan, Cheng Kei-Ying, George Nicholas, Daan Gwai-Chi, Shing Fui-On, Ng Man Tat, Stuart Ong

Laufzeit der HK LD: 84:24 Min.

Gesehen am: 06.01.18

Fassungen: Es scheint keine Uncut Ausgabe im O-Ton und mit Subs zu geben und auch keine DVD mit O-Ton und Subs (Stand: Jan. 2018). Mir lag die HK LD von Octopus Video vor = in einer Sexszene zensiert (fällt nicht auf), ansonsten Uncut, durchschnittliche Bildqualität (teilweise zu dunkel, scheint aber alle Master zu betreffend – halt Low Budget Film), O-Ton, englische Subs. US VHS = Dito. Dt. DVD von Astro = Uncut, aber Bildqualität soll nicht der Bringer sein, zudem nur Deutsch / Englisch d.h. ohne O-Ton.

Hell or High Water Review



Hell or High Water

Story:

Die zwei Brüder Tanner (Ben Foster) und Toby (Chris Pine) überfallen diverse Banken. Der kurz vor dem Ruhestand stehende Texas Ranger Hamilton (Jeff Bridges) macht es sich zur Aufgabe, die Brüder zu schnappen…

Meine Meinung:

Hell or High Water wurde mir vom Kollegen empfohlen, welchen den im Kino gesehen hat. Der Film von den Drehbuchautoren von Sicario hat mir gut gefallen. Der Film lebt von der Story, den Bildern/Stimmung und den Figuren, denen genug Tiefe verliehen wird, so dass man auch an ihrem Schicksal, Motiven und Taten interessiert ist und diese z.T. ggf. nachvollziehen kann. Die Figuren wirken durch und durch menschlich – sowohl die zwei Brüder wie auch der alte Texas Ranger und sein Partner.

Durch den Plot ist Spannung garantiert – bis auf das letzte Viertel. Ab dann weiss der geübte Zuschauer, auf was das Ende rausläuft. Trotzdem: stark gespielt, aufgelockert durch trockenen Humor und flotte Sprüche, sympathische Figuren (der alte Texas Ranger, die verrückte Kellnerin im Steak Restaurant), realistische Action, Drama und Tiefgang und wunderschöne Drehorte (gedreht wurde nicht in Texas selbst, sondern an den angrenzenden Bundesstaat New Mexico).

Fazit: unbedingt ansehen! Schöner Film, der perfekte Unterhaltung garantiert!

Infos:

O: Hell or High Water

USA 2016

R: David Mackenzie

D: Ben Foster, Chris Pine, Jeff Bridges

Laufzeit der CH Blu Ray: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 05.01.18

Fassungen: Mir lag die Blu Ray aus der Schweiz vor (von Ascot Elite) = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und dt. Subs vorhanden.

Aenigma Review



Aenigma

Story:

Kathy wurde von Mitschülerinnen des St. Mary College bei einem Streich übel verletzt und liegt im Koma. Per Telepathie kontrolliert Kathy die Gedanken und Handlungen der neuen Mitschülerin Eva, welche sie als Rachewerkzeug benutzt…

Meine Meinung:

1987 hatte Lucio Fulci (Verdammt zu leben – verdammt zu sterben), der oft auch Godfather Of Gore bezeichnet wird, seine besten Zeiten als Regisseur bereits hinter sich. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Der New York Ripper, The Beyond, The House by the Cemetery, City of the Living Dead oder Zombi 2. Geheimtipps und/oder weniger bekannt waren Contraband, Don’t Torture a Duckling, Nackt über Leichen oder A Lizard in a Woman's Skin. Nach Aenigma kamen durchschnittliche Werke wie Demonia, Zombie III, The House of Clocks oder Touch of Death.

Aenigma würde ich in die letzte Kategorie zähneln. Durchschnitt, aber noch schaubar. Der Film wirkt sehr amerikanisch. Motive eines US-Slasher sind auszumachen und grosse Vorbilder, die kopiert wurden, waren u.a. Carrie und Patrick Still Lives in denen auch via Gedankenkraft und/oder aus dem Koma heraus gerächt und getötet wird. So auch in Aenigma.

Der Film hat zunächst Längen, was aber gut zu einem Slasher passt. Die Figuren sind okay bis durchschnittlich. Nackte Haut gibt es kaum zu sehen. Der Zuschauer muss geduldig sein – erst die 2. Filmhälfte wird besser und bietet dem Fan dann doch einige sehr stimmungsvolle Visionen und alptraumhafte Settings und Bilder – wo man als Zuschauer oft nicht weiss, ob das Gezeigte Realität oder Einbildung seitens der Opfer ist. Für eine 15er Freigabe in England ist der Film überaus blutig ausgefallen und eines der Highlights war u.a. die Szene, in der das Gemälde blutet oder die herrlich-eklige Schnecken-Szene (Hut ab an die mutige Darstellerin). Was die einzelnen Racheakte angeht, kann man Fulci und seinen Drehbuchautoren nichts vorwerfen: fantasievoll und originell.

Daher: Trotz einiger Negativpunkte noch gut schaubar. Durchschnittlicher Film, den man sich zumindest als Lucio Fulci Fan gut ansehen kann. Man sollte jedoch die Erwartungen klein halten, da Fulci nicht mehr das Niveau erreicht, mit welchem er zuvor die Fans beglückte.

Infos:

O: Aenigma

Italien 1987

R: Lucio Fulci

D: Jared Martin, Lara Lamberti, Ulli Reinthaler, Sophie d'Aulan, Jennifer Naud

Laufzeit der UK Blu Ray: 89:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit. 2. Sichtung: 05.01.18

Fassungen: Mir lag für die 2. Sichtung die UK Blu Ray von 88 Films vor = Uncut (und das ab 15 Jahren), sehr gute Bild- und Tonqualität (Englisch, Ital. mit englischen Subs), Wendecover, exklusive Extras (Doku über Fulci in Spielfilmlänge). Damit hat meine alte US-DVD (nur Englisch Dubbed, zudem auch zensiert) ausgedient. In Deutschland bisher nur auf DVD erhältlich von diversen Labels (Uncut, teilweise auch in Ital. aber ohne Subs).