Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 11. Januar 2024

Teenage Yakuza Review

Japanuary 2024

Teenage Yakuza

Story:

Yoshio (Toshio Sugiyama) und Jiro (Tamio Kawachi) sind gute Freunde und wohnen in einem kleinen Dorf. Beide träumen vom Studieren. Dies ändert sich, als sich die Yakuza im Dorf breit macht. Yoshio und Jiro kämpfen dagegen an mit der Folge, dass Yoshio verkrüppelt und sein Vater totgefahren wird. Yoshio schliesst sich daraufhin selbst der Yakuza an, welche Jiro noch immer zu bekämpfen versucht…

Meine Meinung:

Teenage Yakuza ist der bisher beste Film der 1. Disc der UK-Edition «Seijun Suzuki: The Early Years, Vol. 1 - Seijun Rising: The Youth Movies» und hat mir klar besser gefallen als The Boy Who Came Back und The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass. Ich mochte die 50er Jahre Stimmung, die Kleinstadt-Atmosphäre, in welcher jeder jeden kennt, die schicken Schwarzweiss-Bilder und den dramatischen Plot um Freundschaft, den Aufstieg in der Yakuza und was das für negative Folgen mit sich bringt. Ganz leicht hat mich das an spätere Heroic Bloodshed Filme aus Hong Kong erinnert.

Der Film hat eine angenehme Laufzeit von nur ca. 71 Minuten. Somit gibt es keine Längen. Die Figuren werden authentisch dargestellt und die Schicksale der Figuren sind dem Zuschauer nicht gleichgültig. Somit ist eine Spannung vorhanden und der Plot fesselt. Wo steuert dieser hin? Wird es am Ende ein Happy End geben? Das Einzige, was ich kritisieren kann, ist das Ende. Das ging dann zu schnell, Schlag auf Schlag und wie es dazu kam, wurde dann gar nicht gezeigt.

Der Cast aus dazumal vielen Jungdarstellern der Toei-Schmiede haben ihre Sache gut gemacht. Toshio Sugiyama (Story of a Prostitute, Savage Wolf Pack) und Tamio Kawachi (Gozu, Gappa, the Triphibian Monster) spielen die zwei Freunde, Asao Sano (Kagero-za, Fighting Elegy) der Nudelverkäufer und die Sängerin Midori Tashiro dessen Tochter, die auf Jiro abfährt und ihn «cool findet», da er sich gegen die Yakuza auflehnt. Midori Tashiro war ein Jugendidol und in der Zeit, vor allem in Liebesfilmen und Dramen, gern gesehen.

Die wenigen Action-Momente, paar Schlägereien, sind unspektakulär in Szene gesetzt. Einige Kämpfe sogar sehr dilettantisch und theatralisch. Hauptaugenmerk liegt weniger auf der Action und den Yakuza-Inhalten, sondern mehr an der Tatsache, was das Auftauchen der Yakuza für die Gemeinschaft bedeutet. Ebenso für jene, die sich dafür und dagegen stellen und wie auch ihr Umfeld ggf. daran leidet. Und wie Freundschaften zerstört werden können. Die Musik passt zum Setting: Balladen und Rock ’n’ Roll dominieren das Geschehen.

Fazit: Nicht uninteressantes Jugenddrama und Frühwerk von Seijun Suzuki (Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!, Zigeunerweisen, Youth of the Beast, Branded to Kill, Tokyo Drifter oder Yumeji)!

Infos:

O: Hai tîn yakuza

Japan 1962

R: Seijun Suzuki

D: Toshio Sugiyama, Tamio Kawachi, Midori Tashiro, Asao Sano

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 71 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die UK-Box von Arrow Video namens Seijun Suzuki: The Early Years, Vol. 1 - Seijun Rising: The Youth Movies vor. Nebst Teenage Yakuza sind folgende Filme im Set enthalten (DVD und Blu-Ray): The Boy Who Came Back, The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass, The Incorrigible und Born Under Crossed Stars. Alle Uncut, restauriert, im O-Ton und mit englischen Subs inklusive Wendecovern. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).