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Mittwoch, 28. August 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Black Belt Karate

- Magnum 45

- Deadly Manor

- SS Hell Camp (komplett überarbeitet)

Neukauf









Manchester United Season Review 2018/2019
Bin halt Fan - auch wenn United seit Jahren nur noch ein mittelmässiger Club ist. DVD war lange vorbestellt.

Gomorrha Staffel 4
Deutsche DVD der Mafia-Serie. Mochte die ersten drei Staffeln sehr. DVD war lange vorbestellt. 

Invincible Super Chan
UK-VHS des Taiwan Eastern / Wuxia. Film, der schräg editiert sein soll, soll als UK VHS eine der besten (legalen) Fassungen sein, trotz Zensur (alle anderen Fassungen sind, zum Teil unterschiedlich, ebenfalls zensiert). Die Qualität soll besser sein als bei den DVDs (nur VHS Kopien) und dem VHS aus Holland. Wurde mir vom Kumpel empfohlen. Einer von wenigen Käufen für Monat September. Interessantes Nebendetail: Film soll angeblich ein 131er Titel sein...Von einem Sammler auf FB abgekauft. 

SS Hell Camp Review




SS Hell Camp

Story:

Italien am Ende des 2. Weltkrieges: in einer abgelegenen Einheit wird am Supermenschen experimentiert. Ein solches «Biest» (Salvatore Baccaro) wird in einem Käfig gehalten, regelmässig werden an ihn wehrlose Frauen «verfüttert». Unter der Einheit der strengen und tödlichen Dr. Ellen Kratsch (Macha Magall) werden Gefangene gequält, gefoltert und für Experimente missbraucht. Doch der Krieg ist bald vorbei, Rebellen tun sich zusammen und greifen die Hochburg der Nazis an…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Ilsa: She Wolf of the SS (plus den zwei Fortsetzungen und dem inoffiziellen dritten Teil durch Jess Franco) war es nur eine Frage der Zeit, bis die Ital. Filmemacher viele billige Nachzügler drehten, um das Thema bis zur Grenze des Geschmacklosen auszukosten (Ausnahmen bildeten Filme wie Salon Kitty, Die 120 Tage von Sodom, Der Nachtportier).

Es folgten Titel wie: Achtung! The Dessert Tigers, SS Experiment Love Camp (den es bereits von 88 Films in England auf Blu-Ray gibt), Deported Women of the SS Special Section (für mich der beste Filme dieser Art – mit John Steiner und von Rino Di Silvestro), Private House of the SS Girls (Bruno Mattei), Gestapo's Last Orgy (auch einer der besseren Titel), SS Camp 5: Women's Hell, Women's Camp 119 (Bruno Mattei zum Zweiten – sicher sein besserer Titel zu dem Genre) oder Holocaust 2 (sehr dürftig).

SS Hell Camp gehört sicher zu den weniger sehenswerten aber nicht minder weniger bekannten «Schock-Titeln». Qualitativ sehe ich einige der oben genannten Filme (Deported Women of the SS Special Section, Gestapo's Last Orgy, Women's Camp 119) klar über SS Hell Camp. Das Problem von Luigi Batzellas Film (er drehte Film übrigens mit einem Pseudonym) ist, dass er einfach zu billig ist und zu wenig Schauwerte bietet.

Es gibt viele Längen und gerade die Action- und Kriegsszenen, die nun Mal viel Platz einnehmen, sind total billig, unblutig und stammen, zumindest laut dem Bookelt zur US-DVD, aus anderen Filmen des Regisseurs. Es wird kaum eine gradlinige, echte Story erzählt. Was der Film vor allem bietet ist dies: Längen!

Für einen Trash-Film gibt es zu wenig zu lachen, zu wenig amüsante Szenen, zu wenig Trash. Der Monstermann im Käfig, der den Frauen Schamhaare «zupft» und diese frisst, ist z.B. ein solcher Moment. Es hätte jedoch mehr gebraucht. Erotik gibt es gar nicht. Dass es anders geht, beweisen andere Filme dieser Art (Deported Women of the SS Special Section). Trotz Nacktszenen gibt es nichts Erotisches zu sehen und auf gängige WIP (Women in Prison) Klischees, Inhalten und Regeln wird, trotz provozieren (die Nazi-Braut und ihre zwei Nazi-Scherginnen als rechte Hand) kein gebrauch gemacht (also keine Lesben- wie auch keine Dusch-Szenen).

Der Schockfaktor will sich, aufgrund vom Trash, dem kleinen Budget und den Längen, auch nicht wirklich einstellen. Dafür wird zu wenig Deutsch gesprochen («nur die Fräulein», «schnell», «Heil Hitler»), nach einem packenden Intro (mit bildschirmgrossem Hakenkreuz) folgen harmloses Füllmaterial. Da helfen auch paar derbere Folterszenen (ca. fünf Minuten nach knapp einer Stunde) nichts. SS Hell Camp ist kein Kracher des Genres und nur Fans des sonderbaren Exploitation-Sub-genres zu empfehlen!

PS: Und Macha Magall (Quellen sagen sie kommt aus Deutschland, andere sagen sie kommt aus Belgien…) ist definitiv keine Dyanne Thorne!

Infos:

O: La Bestia in calore

Italien 1977

R: Luigi Batzella

D: Macha Magall, Gino Turini, Edilio Kim, Xiro Papas, Salvatore Baccaro, Giuseppe Castellano

Laufzeit der US-DVD: 88:16 Min.

Gesehen am: März 2003 / Review überarbeitet: 13.06.19

Fassungen: Mir liegen zwei DVDs vor. Die US-DVD von Shriek Show (Booklet, Englisch Dubbed, Uncut, sehr gute Bildqualität) und die DVD aus Japan von The Klock Worx (Ital. O-Ton, nix Englisch, Geschlechtsteile durch Fogging Zensur bearbeitet). Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2019). Erscheint noch dieses Jahr von Severin Films in den USA auf Blu-Ray (Uncut, Englisch Dubbed, kein O-Ton Ital.) unter dem Titel The Beast in Heat, Region Free und mit exklusiven Extras wie Interviews und eine neue Doku zum Genre in Spielfilmlänge, u.a. mit Beteiligung von Dyanne Thorne. Nachtrag 28.08.19: die US-DVD soll minim zensiert sein (Handlung, Dialoge, Frame-Cuts, keine Gewalt).

Deadly Manor Review




Deadly Manor

Story:

Jugendliche nehmen einen Anhalter mit. Da sie vor dem Eindunkeln nicht am Zielort ankommen, übernachten sie in einem scheinbar verlassenen Anwesen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Deadly Manor ist ein spanischer 1990er Slasher vom inzwischen toten Symptoms Regisseur José Ramón Larraz und trotz Herstellungsland Spanien wirkt der Film vor allem sehr amerikanisch und auch alles andere als originell. Eine 100%ig faire Meinung kann ich nicht abgeben, da die Fassung, welche ich sah, eine grottenschlechte, viel zu dunkle Bildqualität hatte, so dass man in sehr vielen Szenen gar nichts erkannt hat.

Der Film ist kein Highlight aber ich mag Slasher-Streifen und in einer qualitativ besseren Fassung würde ich Deadly Manor definitiv nochmals eine Chance geben. Wer gerne US-Slasher mag, kann sich bedenkenlos an den Film wagen. Der Film hat einen lahmen Beginn, wie andere Slasher z.T. auch. Die der scheinbar verlassenen Hütte gibt es diverse Anzeichen, die Unheil ankünden (auch nicht neu), doch die Teens denken gar nicht daran, das Weite zu suchen.

Nebst paar Nacktszenen (Brüste) geht im letzten Viertel das Meucheln los, welches man jedoch zu 90% gar nie erkennt, da so dunkel. Das ist schade, da der Film dann bis zum Ende an Fahrt gewinnt und mit einem netten Finale inklusive Überraschung hinter den Mauern (à la Two Evil Eyes) aufwartet und einer originellen Tötungsszene im Auto inklusive Zeitlupeneinsatz. Die wenigen, erkennbaren Make-Up Masken und Effekte sind ordentlich geraten.

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen – jedoch nicht als griechische DVD!

Infos:

O: Deadly Manor

Spanien 1990

R: José Ramón Larraz

D: Jennifer Delora, Claudia Franjul, Liz Hitchler, Mark Irish, Jerry Kernion, Kathleen Patane

Laufzeit der griechischen DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 12.06.19

Fassungen: Mir lag die DVD aus Griechenland von Arcadia Digital vor = Papphülle als Hülle, Uncut, Englischer Ton, nicht feste griechische Subs. Leider ist die Bildqualität sehr schlecht und dunkel, so dass in vielen Szenen NICHTS zu erkennen ist, was das Schauen stark negativ beeinträchtigt. Alternativen: VHS aus den USA und Südkorea. Eine dt. Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2019).

Magnum 45 Review




Magnum 45

Story:

Eine mysteriöse Mordserie hält die Stadt in Atem. Bei den Opfern werden Seiten aus dem Märchen «Der Struwwelpeter» gefunden. Polizist Lomenzo (Michele Placido) ermittelt…

Meine Meinung:

Magnum 45, so der deutsche und etwas irreführende Titel, hat mir gut gefallen. Es handelt sich um einen Mix aus Krimi (Giallo) und Poliziotteschi. Es handelt sich um eine Frage nach dem Mörder und dem Motiv. Ich mag solche simplen Inhalte und vor allem der Zeitgeist des Filmes und wie Italien und die Figuren in den Filmen der Zeit dargestellt werden (politisch noch schön unkorrekt, es wird geraucht was das Zeug hält, Frauen werden wie Unterwäsche gewechselt).

Und was mir nebst John Steiner (Das Verfahren ist eingestellt, vergessen Sie’s!) als Bösewicht (Nebenrolle) sehr gefiel: ein junger «Kommissar Cattani» sprich der Allein gegen die Mafia Star Michele Placido spielt die Hauptrolle als ermittelnder Cop mit Schnauz. Was gibt’s Schöneres? An seiner Seite sind wechselhaft diverse weibliche Frauen zu sehen. In Erinnerung bleibt, auch nicht unwichtig für die Story, Corinne Cléry, Franco Neros Filmfrau in dem grandiosen, Wenn Du krepierst - lebe ich.

Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig, Michele Placido und seine Dialoge (vor allem jene mit seinem Kommissar Kollegen) regen mehr als einmal zum Schmunzeln an und gut gespielt ist das ganze auch. In Erinnerung bleiben, u.a. in Flashbacks, auch sonderbare Zeichentrick-Animationen (dort tauscht dann John Steiner auch endlich Mal auf). Eli Wallach als zwielichtiger Privatdetektiv agiert sehr solide. Der Soundtrack ist jedoch unauffällig.

Das einzige Manko, welches der Film inhaltlich hat, ist folgendes: es folgt ein Twist auf den anderen, der der Zuschauer kaum voraussehen kann und diese findet Lomenzo problemlos alleine heraus. Quasi Stück für Stück kommt ihm die Lösung in den Sinn – einfach so. Das bremst die Spannung und sorgt nicht gerade für Suspense – auch wirkt die von Michele Placido gespielte Figur unantastbar, so dass man hier, im Gegensatz zur seiner in Erinnerung bleibenden Rolle in Allein gegen die Mafia, nie Angst um ihn haben muss, dass ihm ein Haar gekrümmt wird.

Fazit: Kein Highlight, aber durch und durch okay und solide! Vor allem für Krimi- und Michele Placido-Fans absolut zu empfehlen!

Infos:

O: E tanta paura

Italien 1976

R: Paolo Cavara

D: Michele Placido, Corinne Cléry, John Steiner, Eli Wallach

Laufzeit der Ital. DVD: 91:03 Min.

Gesehen am: 12.06.19

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Raro Video vor = gute Bild- und Tonqualität, Ital. / Englischer Ton mit englischen Subs, Uncut. Gab es lange in D nur zensiert auf VHS. Der Film wird nun in D am 24.06.19 als Mediabook in Deutsch/Englisch/Ital. mit Subs und Uncut von Cineploit Records erscheinen (DVD und Blu-Ray). Titel: Magnum 45.

Black Belt Karate Review




Black Belt Karate

Story:

Landjunge reist in die Stadt, um Verwandte zu treffen. Doch diese sind nicht mehr vor Ort. Er arbeitet zunächst in diversen Jobs (Fahrer, Restaurant) bis er in einem Karate-Club arbeitet und nur ein Traum hat: selbst zum Kämpfer zu werden. Die Liebe zu einem Mädchen, rivalisierende Gangs und böse Meister (Lo Lieh als Yamaguchi) erschweren die Mission…

Meine Meinung:

Debüt von Billy Chong, dem indonesischen Martial Arts Star in diesem indonesischen (HK-Co-Produktion?) Kung Fu bzw. Karate-Film. Aber Vorsicht: Billy Chong spielt NICHT die Hauptrolle – entgegen vieler Inhaltsangaben! Er spielt den Sohn des Meisters, und nicht das Landei. Am Ende kämpft auch nicht er im Finale gegen Lo Lieh, sondern Bruce Leung Siu-Lung (glaube ich jedenfalls).

Die ganzen Figuren auseinander zu halten, fiel mir nämlich schwer. Es gibt unzählige Karate Kämpfer im Film, die ähnlich aussehen und alle gleich gekleidet sind. Dazu kommt, dass es unzählige Trainings- und Kampfszenen gibt. Daher war es für mich schwer, Billy Chong immer von anderen Darstellern zu unterscheiden, da ich in Sachen Billy Chong noch ein Greenhorn bin (kenne nur folgende Filme: Mad Mission 5, Kung Fu from Beyond the Grave und Die Depesche des Todes) und er gar nicht die Hauptfigur spielt.

Wer gerne klassische Martial Arts mag, allen voran Karate Kämpfe im Stil von Sonny Chiba und Co., dem sei der Film mit Billy Chong, Bruce Leung und Ex-Shaw Brothers Legende Lo Lieh (natürlich als Bösewicht Yamaguchi) uneingeschränkt zu empfehlen! Originalität sollte man beim Plot allerdings nicht erwarten…

Infos:

O: Karate Sabuk Hitam

Hong Kong, Indonesien 1977 (laut einigen Datenbanken nur als reine HK oder Produktion aus Indonesien gelistet)

R: Suen A-Foo, Wisjnu Mouradhy (je nach Datenbank anderer Regisseur)

D: Larry Lee Gam-Kwan, Bruce Leung Siu-Lung, Billy Chong Chuen-Lei, Lo Lieh

Laufzeit der US-DVD: 95:51 Min.

Gesehen am: 12.06.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Crash Cinema vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bildqualität. Bzw. O-Tons scheint Indonesisch zu sein (gibt Online Versionen). Chinesisch daher auch nur Gedubbed (wobei Lo Lieh z.B. in der indonesischen Fassung sicher auch «nur» gedubbed ist). Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2019).

Freitag, 23. August 2019

Update

Neue Reviews

 

 

- Matrix

- The Woman from Hell

- Aatank

- Shaolin Vs. Ninja (komplett überarbeitet)

Shaolin Vs. Ninja Reviews




Shaolin Vs. Ninja

Story:

Im von Japanern besetzen China: Ninjas provozieren die friedlichen Shaolin Kämpfer (u.a. Alexander Lo Rei, William Yen), bis diese einwilligen, ein Turnier zu veranstalten, um die Kampftechniken und Kräfte jeweiliger Kämpfer zu messen. Dies, nachdem etliche Pläne der Japaner fehl schlugen…

Meine Meinung:

Als ich 2013 den Film das erste Mal sah, kannte ich mich in dem Genre noch weniger gut aus. So war mir z.B. Star Alexander Lo Rei noch kein Begriff (siehe mein altes Review). Heute mag und sammle ich fast alles von ihm, sofern man Fassungen dazu überhaupt findet. Er war der Mann, wenn es um taiwanesische Ninja-Filme ging. Er hat in einer Vielzahl von grandiosen Ninja (oder Shaolin) Filmen mitgewirkt:

Ninja Vs Shaolin Guards (für mich einer seiner besten, absoluter Kracher), Shaolin Temple Against Lama (erst vor kurzem das erste Mal, Dank LD-Kauf, im O-Ton genossen), Shaolin Chastity Kung Fu, Ninja Kids (steht noch auf der Wunschliste), Shaolin Vs. Lama (Dank Fan-Project von meinem Korea-Dealer vor kurzem auch in einer ansehnlichen Fassung genossen), The Super Ninja (sein US-Kumpel Eugene Thomas spielt auch mit), Ninja Hunter (auch mit bösen Japanern), Mafia Vs. Ninja (was für ein Kracher!!!), Ninja in USA (erneut Zusammenarbeit mit Eugene Thomas), Ninja - The Final Duel (steht auch noch auf der Wunschliste - Alice Tseng soll sogar nackt gegen Gegner kämpfen), Ninja, the Battalion (vielleicht der einzige, der nicht wirklich toll ist da aus diversen Filmen zusammengesetzter Film), Ninja Condors (erneut mit Eugene Thomas).

Shaolin Vs. Ninja passt sich oben genannten Filmen nahtlos an! Die wenig originelle Story (China unter japanischer Besetzung, böse Japaner, Shaolin Kloster wird angegriffen etc.) stört dabei überhaupt nicht. Auch nicht, dass der Film nur wenig Budget hatte (und somit viele Aussenaufnahmen). Dass die Japaner klischeehaft und übertrieben dargestellt werden, in ihrer Rolle als Bösewicht, störte mich auch nicht. Dieses Klischee (böse Ausländer) sah man so viel im asiatischen Kino (Ip Man, Fearless, Once Upon a Time in China, Fist of Legend, Fist of Fury…), dass es schon fast normal erscheint.

Was wichtig ist, sind Kampf- und Trainingsszenen. Und davon gibt es in Shaolin Vs. Ninja eine Menge zu sehen – akrobatische, spektakuläre Kampf- und Trainingsszenen und echte Duelle mit oder ohne Waffen. Da zeigen die Akteure, dass sie echten Martial Arts Background haben. Die Kampfszenen rocken derbe. Ausnahme stellt nur das Finale dar (Massenkämpfe – unübersichtlich = Nachteil). Alexander Lo Rei spielt übrigens eine grosse Nebenrolle, aber nicht die Hauptrolle aber definitiv mehr als ein Cameo. Einen echten Hauptdarsteller gibt es gar nicht – auch andere Figuren, die mind. so oft wie Lo Rei auftauchen, spielen nur Nebenrollen. Bekannt ist u.a. noch William Yen (quasi Alexander Lo Reis Schüler in Shaolin Vs. Lama).

Fazit: Alles Fans von klassischen Kung Fu und Alexander Lo Rei uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Yu Ren Zhe

Taiwan 1983

R: Robert Tai

D: Alexander Lo Rei, William Yen, Alan Chui Chung-San, Chang Chi-Ping, Yi Yuan

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Nov. 2013 / Review überarbeitet am: 11.06.19

Fassungen: Mir lag früher nur die US-DVD von Videoasia vor (enthalten in der «Shaolin Vs.» Box zusammen mit Shaolin Vs. Wu Tang, Shaolin Vs. Lama und Shaolin Vs. Tai Chi). Zur US-DVD = in Handlung und Gewalt zensiert, durchschnittliche bis schlechte Bildqualität, nur englische Dubbed. Neu liegen mir vor: die VHS aus Südkorea von Oasis und das VHS aus China. Vorteil der zwei VHS: O-Ton, englische Subs. Die China VHS hat eine etwas blassere und schlechtere Bildqualität als die VHS aus Südkorea, dafür mehr Bildinformation an den Seiten (und somit weniger beschnittene englische Subs). In Deutschland nur auf VHS und DVD zu haben (nur Deutsch und/oder Englisch Dubbed, k.A. ob Cut oder Uncut).

Aatank Review




Aatank

Story:

Ein Hai terrorisiert die Küstenregion. Doch nicht nur das: Gangster Alphonso macht den Helden das Leben zusätzlich schwer, indem er Warnungen wegen dem Hai ignoriert und er es auf Perlen, die es an der Küste gibt, abgesehen hat…

Meine Meinung:

Auf Aatank, eine indische Jaws Variante, wurde ich durch einen Filmkollegen aufmerksam. Just for Fun habe ich mir den Film auf Youtube angesehen. Der Film kommt natürlich nicht ans grosse Vorbild heran, aber man sollte auch gar nicht vergleichen.

Was indische Filme angehen, bin ich ein Greenhorn. Aber dieses Rip-off empfand ich schon als amüsant – da gäbe es noch paar andere (Papi Gudia ist z.B. die indische Child’s Play Variante und werde ich mir sicher später auch noch ansehen) die mich interessieren, vor allem aber ältere Filme.

Tierhorrorfilme mag ich – was sollte da schon gross schief gehen? Ausserdem sah ich bereits Szenen und die Effekte in einem kurzen Filmausschnitt, sehr charmant, entsprachen genau meinem Geschmack. Den Film fand ich im Grossen und Ganzen amüsant, aber es gibt auch kritische Punkte. Der Film bietet eine Rahmenhandlung (um Gangster Alphonso und die Perlen) und diese hätte man zugunsten von mehr Hai-Szenen straffen können.

Der Hai taucht erst nach 50 Minuten auf und es gibt insgesamt nur ca. vier Szenen mit dem Hai – das ist etwas schade. Die letzten 20 Minuten, in denen oft Jaws 1:1 kopiert wird, wird dann nur noch dem Hai gewidmet. Allerdings geht am Ende alles Schlag auf Schlag ohne Stimmungsaufbau, was etwas schade war. In Sachen Aufwand und Einfallsreichtum, gerade im Finale, braucht man sich aber nicht beschweren - dass haben die Inder drauf.

Alle Szenen mit dem Hai und den liebevollen Effekten sind die klaren Highlights des Filmes. Das Finale war stark. Die Darsteller waren okay. Zum Teil gibt es Klamauk und Slapstick, was man vom asiatischen Kino aber schon kennt. Mit was der Zuschauer hier rechnen muss, immerhin handelt es sich um einen Bollywood Film, sind viele Gesang- und Tanzeinlagen. Davon gibt es ca. fünf Stück zu sehen würde ich sagen – haben aber irgendwie nicht gestört. Hat gepasst.

Aatank ist ein exotischer, amüsanter Tierhorrorfilm und teilweise frecher Jaws Verschnitt, den man sich gut einmal ansehen kann!

Infos:

O: Aatank

Indien 1996 (gestartet wurde jedoch schon Mitte der 80er Jahre)

R: Prem Lalwani, Desh Mukherjee

D: Nafisa Ali, Dharmendra, Girish Karnad, Amjad Khan, Kader Khan

Laufzeit der Originalversion: 113:46 Min.

Gesehen am: 10.06.19

Fassungen: Ich sah den Film auf Youtube = Uncut, O-Ton, keine Subs, gute Bildqualität. Ist in Indien in diversen VCD und mind. einer DVD-Fassung veröffentlicht worden (Uncut, O-Ton, keine englischen Subs). Es gibt keine offizielle Fassung mit englischen Subs und in D ist der Film auch nicht erschienen (Stand: Juni 2019).

The Woman from Hell Review






The Woman from Hell

Story:

Ga Lun wird vom Pech verfolgt: dutzende tote Hühner bei einer Hühnerfarm inklusive einer ermordeten Angestellten, später wird er fast von der Strasse gedrängt, wenig später wird er ohnmächtig geschlagen, sein Sohn bei einem Unfall beinahe verletzt etc. Es scheint, als greife sein Pech auf seine Freundin und seine Ex-Frau (Shih Szu, Elsa Yang Hui-Shan) über. Derweil beginnt die Polizei (Chen Hung-Lieh, Lung Fei) zu ermitteln…

Meine Meinung:

Interessanter und unbekannter 80er Jahre Horrorfilm aus Taiwan, der eine Krimigeschichte erzählt die teilweise Giallo-Elemente und auch auf leicht exotische und übernatürliche Phänomene zurückgreift. Der Film hat mir gefallen, was besser als erwartet. Jammerschade, dass es davon wohl nie eine vernünftige Fassung in Sachen Bildformat- und Qualität geben wird. Schade (mehr dazu unter Fassungen).

Der Story kann man, dank den englischen Subs von meinem Kumpel C.F., sehr gut folgen. Es ist eigentlich wirklich eine wenig komplizierte Story mit je zwei Paaren, einem Kind, mysteriösen Tätern und Hintermännern, paar Angestellten der Firma und den zwei Cops. Einige Gesichter kennt man aus dem HK-Kino: Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel) ist ein unverkennbares Gesicht welches in Shaw Brothers Streifen oft Bösewichte spielte. Der 2. Polizist und bekanntes Gesicht wird von Lung Fei (The 72 Desperate Rebels) gespielt.

In Sachen Shaw Brothers kennt man auch die weibliche Hauptdarstellerin Shih Szu (The Naval Commandos) während die andere weibliche Hauptdarstellerin von der bekannten Taiwanesin Elsa Yang Hui-Shan (The Nude Body Case in Tokyo, The Challenge of the Lady Ninja) gespielt wird. Die Story fand ich spannend, einzelne Szenen (die aus einem Giallo stammen könnten) sehr stimmungsvoll. Die Exotik am Ende mit leicht übernatürlichem Touch am Ende gefiel mir auch.

Für Fans von Elsa Yang Hui-Shan auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem für jene, welche sie Mal in einem ernsten, stimmungsvollen und düsteren Krimi/Horrorfilm sehen möchten!

Infos:

Taiwan 1981

O: Di Yu Lai De Nü Ren

R: Chester Wong Chung-Gwong

D: Shih Szu, Elsa Yang Hui-Shan, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Lung Fei

Laufzeit der DVD-R: Ca.

Gesehen am: 10.06.19

Fassungen: Mir lag eine DVD-R vor, welche ich von einem deutschen Kollegen erhalten habe. Besonderheit: dieser hat diese s/s englisch untertitelt. Ob die Fassung Uncut ist, kann ich nicht sagen. O-Ton vorhanden. Die Bildqualität ist mehr schlecht als recht aber bessere Alternativen scheint es nicht zu geben (und auch keine deutsche Fassung – Stand: Juni 2019).

Matrix Review





Matrix

Story:

Hacker Neo (Keanu Reeves) erfährt dank Morpheus (Laurence Fishburne) dass er in der Matrix lebt – einer Scheinwelt, welche durch Künstliche Intelligenz erzeugt wurde, um die Menschen zu blenden und im Zaun zu halten. Neo gelingt es, in die reale Welt vorzudringen. Dort beginnt er mit dem Training, um es gegen die Maschinen und allen voran den tödlichen Agenten (u.a. Hugo Weaving) zu bestehen. Morpheus hält Neo für den Ausserwählten, dem es gelingen wird, die Menschheit zu retten…

Meine Meinung:

Matrix ist eine Jugenderinnerung. Den Film sah ich damals im Kino. Dazumal guckte ich noch mehr Mainstream-Filme und kannte mich in der Filmwelt kaum aus. Ich war noch grün hinter den Ohren. Der Film stand all die Jahre auf meiner Wunschliste, wurde aber nie gekauft, da es nie ein Problem sein würde, eine Disc vom Film zu bekommen. Da hatten andere, seltene Filme/Fassungen Vorrang.

Nun habe ich Matrix als Tauschhandel bekommen und konnte in meine Jugendzeit zurück eintauchen – in Erinnerung hatte ich den Film als gut, während mir die Fortsetzungen beide nicht gefallen haben. Mein Filmgeschmack hat sich verändert, eher weg vom Mainstream, Kenntnisse nahmen zu (als ich Matrix z.B. damals im Kino sah, wusste ich nicht, dass Yuen Woo-Ping der Choreograph war).

Matrix mag ich auch heute noch – wobei es nur ein mögen ist. Auch bedingt durch Nostalgie. Ein Highlight ist der Film nicht. Matrix wartet mit einer interessanten Story auf, die nebst Action- auch Sience Fiction und Endzeit-Elemente bietet. Die philosophische Frage nach dem Ausserwählten geht aber spätestens ab Teil zwei (und ohne echte Antworten in Teil drei) gehörig auf den Sack.

Die Darsteller waren nicht alle gut. Vor allem Nebenfiguren und Kanonenfutter waren 08/15 Klischees ohne jegliche Tiefe. Keanu Reeves gefiel mir in der Rolle – mehr, als er es in heutigen Actionrollen tut. Laurence Fishburne war passend, Carrie-Anne Moss finde ich mehr als unattraktiv und am besten fand ich Hugo Weaving und dessen Dialoge als Agent Smith.

Die Effekte schwanken zwischen sehr gut und billig (fliegende Trinity in der ersten Actionszene), die Actionszenen sind, Yuen Woo-Ping hin oder her, nichts Besonderes. Kein Vergleich zum asiatischen Kino. Das lag natürlich auch an den westlichen Darstellern, dem vielen Einsatz von Wire-Work und vielen sichtbaren digitalen CGI-Spielereien in den Action-Szenen die heute eigentlich nicht mehr vom Hocker hauen – das Gegenteil ist der Fall: sie wirken billig (à la The One und Co.). Da Matrix jedoch eine Jugenderinnerung ist, kann ich mich anpassen. Hätte ich den Film heute das erste Mal gesehen, wäre mein Fazit sicherlich härter ausgefallen.

Fazit: Lohnt sich für Mainstream-Fans – im Gegensatz zu den Fortsetzungen. Falls ein vierter Teil kommen sollte, würde ich verzichten...

Gefolgt von: Matrix Reloaded

Infos:

O: The Matrix

USA 1999

R: Lilly Wachowski, Lana Wachowski

D: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Gloria Foster, Joe Pantoliano

Laufzeit der dt. DVD: 130:46 Min.

Gesehen am: Im Kino bei Aufführung

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor (plus die franz. = beide vom Kumpel in einem Tauschhandel bekommen) = Uncut, Deutsch/O-Ton mit diversen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 18. August 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

- Neuer Neukauf



- Fist of Legend (komplett überarbeitet)

- Timecop

- Mécanix

- Once Upon a Time in Hollywood

Once Upon a Time in Hollywood Review





Once Upon a Time in Hollywood

Story:

Hollywood, Los Angeles 1969:

Schauspieler Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) steht inmitten einer Sinnkrise, was seine Karriere angeht. Zusammen mit seinem treuen Freund und Stuntman Cliff Booth (Brad Pitt) versucht er, diese Zeit zu meistern, so gut es geht. Zu gerne wäre er so bekannt, wie seine Nachbarn Sharon Tate (Margot Robbie) und deren Ehemann und Regisseur Roman Polanski (Rafal Zawierucha). Marvin Schwarz (Al Pacino), bekennender Rick Dalton Fan, verschafft ihm Kontakte nach Italien, damit er dort seine Karriere mit Italo Western in Sergio Corbucci Filmen neu lancieren kann. Derweil wächst in L.A. die Kommune von Charles Manson (Damon Herriman) und dessen Familie (Margaret Qualley, Austin Butler, Mikey Madison u.a.) zur echten Bedrohung an…

Meine Meinung:

Obwohl mir die letzten zwei Filme (u.a.  The Hateful 8) von Quentin Tarantino weniger zusagten (beide okay für einmalige Sichtungen) und ich nicht jeden Film von ihm mag (z.B. Kill Bill oder Jackie Brown) zieht es mich doch immer wieder ins Kino, wenn seine neuen Filme dort zu sehen sind. Auf Once Upon a Time in Hollywood war ich gespannt – vor allem wegen dem Charles Manson Setting und der Frage, was Tarantino daraus machen würde (nach dem fiktiven Abgang von Adolf Hitler in Inglourious Basterds traut man Tarantino in dieser Lage alles zu = Spannung ist vorhanden).

Um falsche Erwartungen zu verhindern: Charles Manson und seine Family spielen nur eine Nebenrolle (Manson ist z.B. nur einmal zu sehen). Dem sollte man sich bewusst sein. Hintergründe zur schrecklichen Tragödie, welche sich mit der Manson Family und Sharon Tate abspielten, zu kennen, ist jedoch von Vorteil. Somit wird in zwei Szenen Spannung garantiert (Ranch und Finale) – mehr soll an der Stelle aber nicht verraten werden bzw. es geht Tarantino mehr um «1969» als um die Manson Morde.

Man sollte den Film und Inhalt einfach geniessen. Der Film ist sehr ruhig für Tarantino Verhältnisse, sehr zahm und auch oft lustig. Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden wurde es zu keiner Sekunde langweilig. Ich mochte den Film – der Cast war super und optisch war der Film ein Genuss – wunderschön gefilmt und das 1969er Hollywood kam sehr gut zur Geltung. Man meint wirklich, sich in dieser Zeitspanne zu befinden (die Hippies kommen allgemein sehr schlecht weg im Film).

Tarantino bleibt sich treu (auch seinem Fussfetisch) – es wird fleissig zitiert und Hommagen an seine (Film)Vorbilder gesponnen, viele Film-im-Film Elemente kommen ebenso vor wie Plakate und Anschriften im Hintergrund – es gibt Huldigungen für den Italo-Western (Antonio Margheriti, Sergio Corbucci), ans Poliziotteschi-Genre (inklusive DiCaprio mit Auto-Stunt), ein Tora! Tora! Tora! Plakat, Fake-Italo-Western Plakate und Stars, welche echte Darsteller spielen (Bruce Lee, Steve McQueen, Sharon Tate, Roman Polanski) sind zu sehen = Liebeserklärung von Quentin Tarantino an Hollywood!

Jede Rolle ist perfekt besetz – der Cast ist wunderbar: Leonardo DiCaprio und Brad Pitt haben beide Tarantino Erfahrungen (Inglourious Basterds, Django Unchained) und beide sind eine Wucht – sie allein tragen den Film. Margot Robbie als Sharon Tate war ebenso eine Wucht! Daneben sind noch zu sehen (meist in Neben- oder Kurzauftritten): Al Pacino, Emile Hirsch (An Evening with Beverly Luff Linn, The Autopsy of Jane Doe), Harley Quinn Smith (Yoga Hosers), Danielle Harris (Halloween 2), Clu Gulager (Return of the Living Dead), Rebecca Gayheart (Düstere Legenden), Kurt Russell (Death Proof), Zoë Bell (Raze) oder Michael Madsen (Kill: Bill)…

Fazit: Jedem Tarantino Fan zu empfehlen – Kino zum Geniessen!

Infos:

O: Once Upon a Time in Hollywood

USA, UK, China 2019

R: Quentin Tarantino

D: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Rafal Zawierucha, Al Pacino, Margot Robbie, Damon Herriman, Margaret Qualley, Austin Butler, Mikey Madison, Emile Hirsch, Dakota Fanning, Luke Perry, Harley Quinn Smith, Danielle Harris, Clu Gulager, Rebecca Gayheart, Kurt Russell, Zoë Bell, Michael Madsen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 161 Min.

Gesehen am: 16.08.19

Fassungen: Gesehen im Schweizer Kino Uncut ab 16/14 im O-Ton mit deutsch Subs. In Deutschland soll der Film Mitte Januar 2020 auf DVD und Blu-Ray erscheinen.

Mécanix Review




Mécanix

Story:

Die Welt wird von (maschinenähnlichen) Kreaturen beherrscht. Die Menschen dienen diesen nur als Sklaven. Doch die Monster fürchten sich vor dem Embryo, welches die Menschheit retten könnte…

Meine Meinung:

Mécanix war ein Geschenk und ein Film, von dem ich zuvor nie was hörte. Es handelt sich um einen kanadischen Arthouse Animations-Film aus dem Jahre 2003. Regie führt der mir unbekannte Rémy M. Larochelle, der zumindest laut imdb keine anderen filmischen Arbeiten als Regisseur vorzuweisen hat.

Mécanix war eines von vier Geschenken meines Südkorea-Dealers – denn dieser war früher, als er noch in Kanada lebte, auch im DVD-Label-Geschäft tätig. Er hat jedoch nur vier DVDs veröffentlicht und einer der vier Titel war Mécanix, der mich auch am meisten angesprochen hat. Schon nur die Bilder auf dem Cover sahen interessant aus, Online Reviews bestätigten mir diesen Eindruck.

Es gibt sehenswerte Arthouse Filme (z.B. Tetsuo: The Iron Man), es gibt schlechte Arthouse Filme (z.B. Begotten). Mécanix fällt in die Kategorie gut. Der Film bietet kaum eine Geschichte. Man sollte mehr das Endzeit-Szenario, die sonderbare Stimmung, die tollen Settings und die liebevollen Monster/Maschinen-Effekte (auch Stop-Motion Effekte) geniessen statt nach einer gross logischen Geschichte Ausschau zu halten.

Es gibt Visionen, alptraumhafte Blech-Horror-Szenarios und sogar Operationen – der Kreativität der Monster/Maschinenwelt scheinen keine Grenzen gesetzt. Für echte Menschen hat es kaum Platz – es agieren nur zwei Darsteller in dem Film. Der Film läuft mit 70 Minuten vielleicht einen Tick zu lang. Das Ganze wäre eventuell als Kurzfilm besser aufgehoben gewesen, da es inhaltlich nicht sonderlich viel Abwechslung gibt und Ermüdungserscheinungen auftauchen können.

Dennoch: wer Arthouse-Filme mag, kann sich diesen unbekannten Geheimtipp bedenkenlos ansehen!

Infos:

O: Mécanix

Kanada 2003

R: Rémy M. Larochelle

D: Stéphane Bilodeau, Julianne Côté

Laufzeit der kanadischen DVD: Ca. 70 Min.

Gesehen am: Anfang Juni 2019

Fassungen: Mir lag die DVD aus Kanada von Crippled Brothers (= ehemaliges Ein Mann Label von meinem jetzigen Korea-Dealer) vor = O-Ton, englische Subs (Film hat kaum Dialoge), Uncut, Trailer und Bildergalerie als Bonus. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2019).