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Dienstag, 9. Oktober 2018

Street Trash Review

Horroktober 2018 Spezial


Street Trash

Story:

Unter Obdachlosen bricht das Grauen und der Tod herein, als sich herausstellt, dass Schnaps-Flaschen, die in Umlauf geraten sind, die Konsumenten schmelzen lassen. Die Polizei beginnt zu ermitteln. Dies wird allerdings erschwert, da die Obdachlosen wenig auf die Polizei geben und sich z.T. gegeneinander bekämpfen…

Meine Meinung:

Street Trash ist der Klassiker der «Melt movies» - eine Bezeichnung, die sich der Indie verdient hat! Immerhin gibt es hier gleich mehrere sehenswerte Szenen zu sehen, in denen Menschen schmelzen! Mir sind andere Filme bewusst, die auch sehenswerte Schmelz-Effekte bieten, aber meist nur ein Effekt pro Film (meist, wenn das Opfer oder der Bösewicht schmelzen).

Da kommen mir spontan Freddy Krügers Abgang in A Nightmare on Elm Street Part 2, die bizarren Screaming Mad George Effekte in Society, der Vampir-Tod in From Dusk Till Dawn, die vielen Sterbeszenen aus Der Blob, Actionfilme wie RoboCop, Julian Sands Abgang in Warlock: The Armageddon, der Arzt-Tod in der 2. Episode des Episodenhorrors H.P. Lovecraft's: Necronomicon (Arzt schmilzt wegen Feuer), der Säure-Tod durch Monster in Die Fliege 2, die Sterbeszene aus Howling IV (tolle Steve Johnson Effekte) oder Fright Night (Im Finale gibt es einen wunderbaren Schmelzeffekt) in den Sinn! Dann gäbe es noch andere Filme, die, wie Street Trash, solche Szenen in den Vordergrund stellen (Der Planet Saturn läßt schön grüßen oder Body Melt – beide aber noch nie gesehen).

Street Trash bietet sensationelle Effekte, die ihresgleichen suchen! Nur schon deshalb lohnt sich der Film – vorausgesetzt man steht auf Horrorfilme, Obskures und Schräges und man kennt keine Berührungsängste, was billige Independent-Produktionen angehen. Sonst ist man im Fall von Street Trash im falschen Film. Wer Effekte sehen will, muss mit Ausnahme von zwei Effekt-Sequenzen jedoch bis ins Finale warten – die Mehrheit der abgefahrenen, originellen und sehenswerten Sequenzen finden im Finale statt.

Dies kann hier und da für Längen sorgen. Doch es gibt einige Nebenplots und wahnwitzige Einfälle, so dass man trotzdem gut unterhalten wird – Obdachlose die sich verfolgen (der Boss der Obdachlosen, der mit Gewalt den Schrottplatz regiert, ist ein ehemaliger Vietnam-Soldat), ein harter Cop der auf seinen Widersacher «erbricht» (sehr eklige Szene, völlig unerwartet), ein Mafia Boss der am Ende das bekommt was er verdient (gegen den grosskotzigen Türvorsteher – köstliche Szenen während dem Abspann – also nicht sofort ausschalten wenn Film zu Ende). Und unvergessen: die Verfolgungsjagd, zum Teil in Zeitlupe gefilmt über den Schrottplatz, in welcher einem abgeschnittenen Penis hinterhergejagt wird! Die Darsteller machen für einen solchen Film alles rictig – sind mit viel Hingabe und Herz dabei!

Fazit: Fans des schlechten Geschmacks greifen hier definitiv zu! Die Effekte sind exzellent und stehen im krassen Gegensatz zum Budget des Filmes!

Infos:

O: Street Trash

USA 1987

R: J. Michael Muro

D: Mike Lackey, Vic Noto, Bill Chepil, Mark Sferrazza, Jane Arakawa, Nicole Potter, Pat Ryan

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 08.10.18

Laufzeit der US-DVD: 100:59 Min.

Fassungen: Nach der Dragon bzw. franz. DVD lag mir nun die US-DVD von Synapse Films vor = noch bessere Bild- und Tonqualität, auf einer zweiten Disc viele Extras, Uncut, O-Ton aber keine Subs vorhanden. War bei Veröffentlichung die bis dato beste Scheibe weltweit. Weitere Alternativen, die inzwischen veröffentlicht wurden: DVD aus England von Arrow Video (auch ohne englische Subs), Blu-Ray aus England von 88 Films (mit englischen Subs), US-Blu Ray von Synapse Films (mit englischen Subs). In Deutschland von diversen Labels Uncut auf DVD zu haben, wobei wegen der bessere Bildqualität die Ausländischen Vös (Synapse oder 88 Films) bevorzugt werden sollten!