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Donnerstag, 2. Juli 2026

Fist of the Double K

Fist of the Double K

Story:

Offizier Ren Ke-Qiang (Henry Yu Yang) wird beauftragt, in einem kleinen Dörfchen Gangsterboss Long (Huang Tsung-Hsun) zu verhaften. Doch dieser und seine Männer (u.a. Fong Yau, San Kuai) sind bis auf die Zähne bewaffnet und terrorisieren die Bewohner (u.a. Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi) der Ortschaft…

Meine Meinung:

Aka Fist to Fist. Vor kurzem sah ich mir Kung Fu Stars an. Nun wollte ich noch den zweiten Film im Set, hier als Fist of the Double K betitelt, ansehen. Gesagt, getan. Bei Fist of the Double K handelt es sich nicht um einen Film von John Woo. Zumindest führte er nicht Regie. Er fungierte jedoch als Assistant Director. Regie führte der mir total unbekannte Jimmy L. Pascual. Die Kampfszenen spendierten Yuen Woo-Ping (Tiger Cage) sowie der Yuen Clan (Shaolin Drunkard). In Gastauftritten sind spätere Stars wie Yuen Wah (Swordsman) zu sehen. Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) spielt eine Nebenrolle.

Mir hat Fist of the Double K gut gefallen. Besser als Kung Fu Stars. Zudem fand ich den Film besser als erwartet. Die Produktion aus Taiwan erzählt eine unkomplizierte Story. Der Plot ist mit vielen Kampfszenen bestückt. Auf Humor und Klamauk wird total verzichtet. Im Gegenteil: die Bösewichte sind fies und schrecken auch vor versuchter Vergewaltigung einer Blinden nicht zurück. Zudem wartet der Film mit einem hohen Bodycount auf, die Schläge und Tritte sind hart in die Kampf-Choreographie integriert und auch das ein oder andere blutige Detail darf nicht fehlen.

Vor allem gegen Ende dreht der Film in der Hinsicht auf. Vom Gewaltgrad und wie die Kampfszenen inszeniert sind, hat mich der Film an harte Basher à la Tough Guy (auch Yuen Woo-Ping Action Director) oder die 70er Jahre Eastern von Jimmy Wang Yu erinnert. Und das meine ich positiv. Durch den Verzicht auf Humor wird sogar der schlechte englische Dub erträglicher. Henry Yu Yang (The Bloody Fists) gibt einen tollen Helden ab und was die Bösewichte angehen, hatte ich vor allem an Fressen wie Fong Yau (The Awaken Punch) und San Kuai (Killer in the Dark) grosse Freude.

Fazit: Wer harte Basher mag, sollte sich Fist of the Double K nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Chu Ba

HK (je nach Quelle), Taiwan 1973

R: Jimmy L. Pascual

D: Henry Yu Yang, Huang Tsung-Hsun, Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi, Fong Yau, San Kuai, Simon Yuen, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Wah

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Ground-Zero vor. Mir ist unbekannt, ob die Fassung zensiert oder verändert ist. In den Gewaltmomenten habe ich keine sichtbare Zensur wahrgenommen. Die Bildqualität ist gut und hat Charme. Nur Englischer Dub. Der Dub ist nicht gut, da der Film aber auf Klamauk verzichtet, ist die Synchro erträglicher als üblich. In Deutschland gibt es den Film von filmArt sogar auf DVD (Titel: Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache). In einem besseren Bildformat, mit zwei deutschen Synchros und sogar O-Ton Mandarin (leider ohne Untertitel). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Juli 2026).

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Montag, 5. Januar 2026

The Miracle Fighters

The Miracle Fighters

Story:

Sorcerer Bat (Yuen Shun-Yi) will den Tod von Kao Hsiung (Eddy Ko) und will zudem durch den jungen Prinzen an die Macht kommen. Kao Hsiung nimmt daraufhin den jungen Prinzen als Geisel, um entkommen zu können. Auf seiner Flucht stirbt der junge Prinz. Viele Jahre später gelingt es Sorcerer Bat und seinen Leuten (u.a. Brandy Yuen Jan-Yeung, Tino Wong Cheung) Kao Hsiung zu finden. Dieser lebt inzwischen mit Shu Gut (Yuen Yat-Choh) zusammen. Sorcerer Bat will an Shu Gut ran um diesen als Prinz auszugeben. Als Kao Hsiung getötet wird gelingt Shu Gut die Flucht. Er flüchtet zu einem alten Mann (Leung Kar-Yan) und einer alten Frau (Yuen Cheung-Yan), von welchen er im magischen Martial Arts unterrichtet wird. Am Ende kommt es an einem Turnier zum Duell gegen Sorcerer Bat…

Meine Meinung:

The Miracle Fighters ist der Auftakt in eine fantastische, originelle, fantasievolle, irrwitzige und innovative Film-Reihe, die Humor, Martial Arts und magische Inhalte miteinander verbindet. Dahinter steht der Yuen-Clan (Six Directions of Boxing, Heroes Among Heroes, The Champions). Diese nahmen auf dem Regiestuhl Platz, haben die spektakulären Kampfszenen choreographiert und haben im Film auch mitgespielt. Das gilt auch für die sehenswerten Fortsetzungen, von denen vor allen die ersten beiden dem ersten Film in Sachen Originalität und Unterhaltungswert in nichts nachstehen.

The Miracle Fighters, in dem Yuen Woo-Ping (Tough Guy, Magnificent Butcher, Wing Chun) Regie führte, wurde zu Ehren von Yuen Cheung-Yan (The Buddhist Fist, The Big Deal, Drunken Tai Chi) angesehen. Dieses Multitalent starb Anfang 2026. Er spielt hier eine Frau. Etwas, was er u.a. auch in der Fortsetzung tat. Er ist einer der Brüder von Yuen Woo-Ping. Er spielte in unzähligen Filmen mit (A Heroic Fight, Lucky Diamond), war für die Action-Choreographie zuständig (Madam City Hunter, Deadly Dream Woman) oder führte selbst Regie (Live Hard, Funny Ghost).

Ich sah The Miracle Fighters seit ca. 15 Jahren nicht mehr. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Der Mix aus Fantasy, Zaubereien und Kung Fu macht unglaublich viel Spass. Vor allem die ganzen Gimmicks, welche in die Kampfchoreographie integriert wurde, hat unglaublich viel Freude und Spass bereitet. Es gibt so viele sehenswerte und bizarre Highlights, dass es schwer fällt zu sagen, welches die Beste-Szene war. Der Film steigert in der Hinsicht sein Tempo immer mehr und mehr. Das Finale, in dem Yuen Yat-Choh ein Turnier beschreitet und am Ende Bösewicht Sorcerer Bat gegenübersteht, ist ebenso ein Spektakel seinesgleichen, welches einfach nur unterhält und toll anzusehen ist.

Der ganze Cast um Yuen Cheung-Yan (RIP), Yuen Yat-Choh (Dreadnaught, In the Line of Duty 4, Challenge of the Gamesters), Eddy Ko (Challenge the Invincible, Sleeping Fist, The Postman Fights Back), Yuen Shun-Yi (Tiger Cage III, Two Toothless Tigers, Snake in the Eagle's Shadow), Leung Kar-Yan (Kaum zu erkennen) oder Brandy Yuen Jan-Yeung (Doppel-Rolle) überzeugen in ihren Rollen. Es ist dem Cast und der Qualität ihrer Arbeit anzusehen, dass diese bereits öfters zusammen vor und hinter der Kamera standen. Der Film wirkt wie ein Familientreffen (ist der Yuen Clan natürlich auch) und ebnete danach weiteren ähnlich gelagerten Filmen den Weg.

Fazit: Ein doch in meinen Augen unterschätzter und zu wenig wertgeschätzter Film!

Gefolgt von: Shaolin Drunkard

Infos:

O: Kei Moon Dun Gaap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Yuen Shun-Yi, Eddy Ko, Yuen Yat-Choh, Leung Kar-Yan, Yuen Cheung-Yan, Brandy Yuen Jan-Yeung, Tino Wong Cheung

Laufzeit der HK-DVD: 96:00 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: 05.01.26

Fassungen: Mir lag die Code Free HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Schuber, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs, Uncut. In den USA gibt es den Film von Eureka inzwischen auf Blu-Ray: Uncut, O-Ton, englische Subs, restauriert und mit exklusiven Extras. Ggf. werde ich über ein Upgrade nachdenken. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2026).

Samstag, 6. Dezember 2025

Die Panthertatze - Sein gefährlichster Auftrag

Die Panthertatze - Sein gefährlichster Auftrag

Story:

Bruce Lee stirbt unerwartet. Eine Managerin (Mary Hon Ma-Lee) sieht in Taxifahrer Lee Tien-Yee (Bruce Li) einen potenziellen Bruce Lee Nachfolger und heuert ihn an. Er wird vermarktet, auch international, sehr zum Leidwesen von Lees Freundin (Chow Lai-Kuen). Lee wird von Meister Chow (Ku Feng) ausgebildet und für nächste (Film)Projekte vorbereitet. Als die Konkurrenz davon erfährt, versucht diese, Lee auszuschalten…

Meine Meinung:

Aka Dynamo. Der Film war mir, vor allem durch seinen englischen Titel und das Artwork der US-Blu-Ray, schon in Vergangenheit aufgefallen. Ich wusste bis gestern nicht, dass ich den Film bereits Zuhause hatte. Als deutsche Fassung Die Panthertatze - Sein gefährlichster Auftrag. Die Panthertatze - Sein gefährlichster Auftrag ist ein sehenswerter Bruceploitation-Film, der vor allem durch die überdurchschnittlich guten Kampfszenen (Choreographie), die 70er Jahre Stimmung und den Verzicht auf Klamauk zu gefallen weiss.

Zudem hat die deutsche Fassung zwei eigene Vorteile. Zum einen ist der Film mit der Laufzeit von nur 81 Minuten sehr kurzweilig. Die Fassung wurde dazumal in Handlung/Dialoge um gut zehn Minuten erleichtert. Anhand des Schnittberichtes (auf Schnittberichte.com) sind das in der Tat Szenen, die kein Mensch braucht. Der Film legt daher in der deutschen Fassung wert auf rasante Actionszenen, was positiv ist. Weiterhin ist die deutsche Synchronisation mehr als gelungen. Hervorragende Sprecher. Exzellente Arbeit, die den Film positiv aufwertet. Die Synchro ist dem englischen Dub haushoch überlegen.

Der Plot ist wie immer dünn. Dank den Straffungen in der deutschen Fassung gibt es aber kaum Längen. Die Kampf-Choreographie ist phasenweise qualitativ gelungener und spektakulärer als in manch anderem Bruceploitation-Film (überrascht nicht, den Yuen Cheung-Yan vom Yuen-Clan war dafür verantwortlich). Bruce Li (Die Bruce Lee Story) macht das sehr gut. Ebenso stark war Shaw Brothers Legende Ku Feng (Killer Clans) als dessen Meister. Er hat eine grandiose deutsche Stimme erhalten. Ansonsten sind bekannte Namen nur in kleinen Rollen als Gangster zu sehen. Namen wie Chiang Tao (The Savage 5), Jang Il-Shik (Hard Bastard) oder Lee Hoi-Sang (Fists and Guts) inklusive viele Gweilos (Bobby Canavarro und Co.).

Fazit: Bruceploitation-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bu Ze Shou Duan

HK 1978

R: Hua Shan

D: Mary Hon Ma-Lee, Bruce Li, Chow Lai-Kuen, Ku Feng, Peter Chan Lung, Chiang Tao, Jang Il-Shik, Lee Hoi-Sang, Bobby Canavarro, George Yirikian, James Griffith

Laufzeit der deutschen DVD: 81:25 Min.

Gesehen am: 23.09.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Picture Lake/SchröderMedia (Asia Line Vol. 18) vor. Der Film liegt in der deutschen Fassung (in Handlung zensiert, Widescreen, grandiose deutsche Synchro die dem Englischen Dub vorzuziehen ist, gute Bildqualität) und einer englischen Fassung (Uncut, nur Englisch, keine Subs, Widescreen) vor. Letztere gibt es in den USA auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 10. März 2024

The Buddhist Fist

The Buddhist Fist

Story:

Si Ming (Tsui Siu-Ming) wird eines Verbrechens beschuldigt, welches er nicht begangen hat. Sein Schulfreund Shang (Yuen Shun-Yi) beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und begibt sich in Gefahr, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird…

Meine Meinung:

Ich habe mir The Buddhist Fist im Originalton Kantonesisch ohne Subs angesehen, da die Disc keine Untertitel bietet. Ich habe mich über den Plot im Voraus informiert: zwei Schulkinder sind Freunde und helfen sich gegenseitig. Später eröffnet einer einen Barber-Strore und der andere wird Mönch. Der, der den Barber-Store führt, ist die Hauptperson. Der Mönch kommt deutlich weniger vor. Am Ende stehen sich beide als Feinde gegenüber.

Warum das so ist und wie die Bösewichte das hinbekommen haben, kann ich aufgrund fehlender Subs nicht sagen. Falls ihr euch auch dazu entscheidet, den Film im O-Ton zu schauen, macht es Sinn, sich zuvor über die Darsteller und den Plot zu informieren. Der Film von Yuen Woo-Ping (Hero Among Heroes) bietet in den Hauptrollen seinen Yuen Clan - da kenne ich fast jedes Gesicht aus dem ein oder anderen Familienfilm der Zeit. Wer Böse und wer Gut ist, sieht man den Figuren auch an. Warum nun Person A gegen Person B kämpft, ist meiner Meinung nach zweitrangig.

Yuen Shun-Yi spielt den Helden und Barber-Bedienstete. Ihn kennt man z.B. aus Drunken Tai Chi oder Shaolin Drunkard. Sein Gegenüber, der Mönch (nur grosse eine Nebenrolle würde ich sagen), wird von Tsui Siu-Ming (Mirage) gespielt. In etlichen Nebenrollen sind Mitglieder des Yuen Clans zu sehen: Simon Yuen (Crystal Fist), Yuen Yat-Choh (Postman Strikes Back), Brandy Yuen Jan-Yeung (Dreadnought) oder Yuen Cheung-Yan (A Heroic Fight). Die meisten Gesichter kannte ich aus Dreadnought, Drunken Tai Chi oder den Miracle Fighters Filmen (The Miracle Fighters, Shaolin Drunkard, Taoism Drunkard).

Simon Yuen verstarb während den Dreharbeiten und wurde quasi durch Fan Mei-Sheng ersetzt (wie schon in The Magnificent Butcher). In einer Nebenrolle ist noch Addy Sung Gam-Loi (Die Todesrächer von Bruce Lee) zu sehen. Die Kampfszenen stammen vom Yuen Clan und ich muss sagen, dass The Buddhist Fist in der Tat wohl einer der Top 5 Filme des Yuen Clan und von Regisseur Yuen Woo-Ping in dessen langen Karrieren darstellt. Die Anzahl Kampfdemonstrationen sind der Wahnsinn und die Choreographie ist einfach nur spektakulär und unglaublich. Von der ersten Sekunde ein Genuss auf aller höchstem Niveau! Ich kam aus dem Staunen kaum mehr heraus. 

Wie Gegenstände in die Kämpfe und die Choreographie integriert wurden, ist einfach nur innovativ. Es gibt etliche Kämpfe und jeder darf mehrfach ran - diesen fähigen Personen in Sachen Kung Fu zuzusehen, macht einfach höllisch viel Spass! Der Humor ist typisch übertrieben wie auch das Overacting und Aussehen der Figuren - mich störte es wenig, in vielen Reviews kostet das dem Film aber viele Punkte. In Englisch dürfte der Humor deutlich weniger unterhaltsam sein, aufgrund des Englischen Dubs.

Fazit: Eine der besten und spektakulärsten Filme/Arbeiten des Yuen Clan inklusive Yuen Woo-Ping!

Infos:

O: Fat Jeung Lo Hon Kuen

HK 1980

R: Yuen Woo-Ping, Tsui Siu-Ming

D: Tsui Siu-Ming, Yuen Shun-Yi, Simon Yuen, Yuen Yat-Choh, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Cheung-Yan, Addy Sung Gam-Loi, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tai Seng vor = Widescreen, O-Ton ohne Subs (Englischer Ton ist auch auf der Disc), Uncut, Code Free Disc, sehr gute Bild- und Tonqualität. Eine Fassung mit O-Ton und englischen Subs, eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Montag, 29. Mai 2023

The Champions

The Champions

Story:

 

Lee Tung (Yuen Biao) flieht nach Empfehlung seines verkrüppelten Vaters (Eddy Ko) vom Lande in die Grossstadt. Dort kommt er durch Zufall ins Fussball-Team von King (Dick Wei). Einem Star und Playboy mit grosser Klappe, der jedoch auch Spiele verliert um Wetten zu gewinnen. Etwas, was Lee Tung missfällt. Dieser schliesst sich zusammen mit seinem Kumpel Suen (Cheung Kwok-Keung) einer anderen Fussball-Mannschaft an und gemeinsam sagen sie King und seinem Team den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

The Champions ist eine frühe 80er Jahre HK-Produktion von Brandy Yuen Jan-Yeung (In the Line of Duty III) dessen Actionsequenzen der Yuen Clan besorgte und dafür an den HK-Film-Awards auch für die beste Action-Choreographie nominiert wurde! Der Film ist in meinen Augen ein skurriler und herrlich amüsanter Film, da Fussball-Kung-Fu-Komödie! Da spricht alle Welt von Stephen Chows Shaolin Soccer, dabei gibt es seit den 80ern eine viel bessern Film mit Kung Fu und Fussball-Szenen!

 

Zudem mag ich den Film, da Yuen Biao (Dreadnought, Above the Law) Hauptrolle. Er musste sich oft in Filmen zurücknehmen, da er sich Rollen mit seinen "Brüdern" Sammo Hung (The Millionaires' Express) oder Jackie Chan (Dragon Fist) teilte. Nicht so hier. Zusammen mit Cheung Kwok-Keung (Chatter Street Killer) und Dick Wei (Visa to Hell) macht er in den Hauptrollen viel Spass. In Nebenrollen sind Namen wie Eddy Ko (Sleeping Fist) und eine junge Moon Lee (Iron Angels) zu sehen.

 

Der Film beginnt wie eine typische Old-School Kung Fu Komödie und präsentiert den etwas naiven Jungen vom Lande, den es in die Grossstadt zieht. Ein gerne gesehenes Sujet (z.B. Der kleine Dicke mit dem Superschlag). Das Intro/Vorspann, wo i.d.R. Kampf-Demos gezeigt werden, zeigen Yuen Biao und Cheung Kwok-Keung mit dem Fussball. Hier wird bereits angedeutet, was später im Verlauf folgen sollte.

 

Yuen Biao gibt dabei den Helden, Dick Wei spielt gekonnt den Fiesling und Bösewicht. Die Fussball-Szenen sind amüsant und spektakulär choreographiert und gefilmt worden. In den Fussball-Szenen kommt auch definitiv Kung Fu (versteckt) zum Einsatz. Besonders das Finale ist in der Hinsicht sehr spektakulär. Zeitlupen-Aufnahmen verdeutlichen dies. Es gibt ausser Fussball-Kung-Fu-Szenen auch immer Mal wieder kleine "normale" Kung-Fu-Szenen.

 

Zum Beispiel als Yuen Biao, nachdem er nach Einwechslung zwei Tore schoss, in der Kabine verprügelt wird und flieht. Oder als er nachts auf der Strasse überfallen wird. Da gibt es sogar 1-2 brutalere Szenen (Kopfwunde, verbrennender Mann). Und nebst Finale ist folgende Szene das Highlight für mich: als Yuen Biao und Cheung Kwok-Keung im Club/der Disco Dick Wei aufmischen, provozieren und es zu einer amüsanten Tango-Kampfszene kommt! Herrlich amüsante und spassige Szene!

 

Es scheint unterschiedliche Versionen zu geben, was die für den Film gesungenen Lieder angehen. Auf Youtube gibt es ein von Yuen Biao selbst in Englischer Sprache gesungenes Lied ("The Champions"), welches zumindest auf meiner DVD nicht zu hören ist (egal ob ich in Canto oder Mandarin schaue). Nach gewisser Recherche kann ich sagen, dass das von ihm gesungene Lied in einer Canto Fassung mit jap. Subs (jap. VHS?) zu hören ist. Gut möglich das exklusiv für den japanischen Markt bestimmt, da Yuen Biao dort ein gefragter Star war.

 

Fazit: Spassige und unterhaltsame Fussball-Kung-Fu-Komödie, die ich jedem Yuen Biao Fan nur empfehlen kann!

 

Infos:

 

O: Boh Ang

 

HK 1983

 

R: Brandy Yuen Jan-Yeung

 

D: Yuen Biao, Dick Wei, Cheung Kwok-Keung, Eddy Ko, Moon Lee

 

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 94 Min.

 

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 22.04.23

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea von Saerom / Megastar vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in HK inzwischen auch auf Blu-Ray. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2023):

Sonntag, 16. April 2023

Two Toothless Tigers



Two Toothless Tigers 

Story:

 

Zwei Brüder (u.a. Lee Hoi-Sang) sind im Besitz einer Schatzkarte. Sie sind zerstritten. Chung (Chung Fat) plant eine Intrige, um in den Besitz der Schatzkarten zu kommen. Dazu täuscht er den Kellner Chin (Yuen Shun-Yi) und den Auftragsmörder Johnny (Johnny Wang Lung-Wei)…

 

Meine Meinung:

 

Two Toothless Tigers ist eine typische Ende der 70er Jahre/Anfang der 80er Jahre Kung Fu Komödie mit Sammo Hung im klassischen Setting. Und trotz des grossen Stars ist der Film bis heute selten. Es gibt einige Bootlegs. Praktisch alle sind in Englisch und viele Master in einer schlechten, massiv zu dunkeln Bildqualität. Warum ausgerechnet dieser Film mit Sammo Hung so wenig veröffentlicht und wenig bekannt ist, ist schade! Und dass, obwohl auch von Sammo Hung produziert.

 

Two Toothless Tigers hat mir, zumindest was die Kung Fu Szenen angehen, ausgezeichnet gefallen. Schwächer war der wirre Plot, hier und da Längen und Klamauk, welcher nicht immer zündet. Doch die Action und Kung Fu Szenen sind in der Tat absolut sehenswert und qualitativ auch besser als in manch anderer ähnlichen Produktion. Doch immerhin versuchte man sich Mal an einem anderen Inhalt. Also keine Rachegeschichte oder keine Schüler-Student Story. Sondern Schatzsuche und Intrigen vermischt mit Kung Fu. Da kommt einem doch glatt The Treasure Hunters von den Shaw Brothers in den Sinn…

 

Apropos The Treasure Hunters: in diesem hat Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club) absolut überzeugt. Und das Beste: der Shaw Brothers Star darf auch in Two Toothless Tigers mitmischen und ausserhalb des Shaw Universums zeigen, was er draufhat. Und nur schon wegen seinen Kampfszenen lohnt Two Toothless Tigers. Eine Wucht, was er zeigt! Ein Genuss! Und: er spielt eine Art Bösewicht. Dies nebst Chung Fat (Shadow Cop), der auch einige tolle Kampf-Szenen spendiert bekommt. Die Kampfszenen sind, egal von wem, in jeder Szene toll, rasant und spektakulär anzusehen.

 

Die Choreographie besorgten u.a. Sammo Hung (Der kleine Dicke mit dem Superschlag), Yuen Biao (A Kid from Tibet) und Lam Ching-Ying (Magnificent Butcher). Sammo Hung spielt mehr eine grössere Nebenrolle. Er taucht auch Mal für längere Zeit ab. Lam Ching-Ying ist in einer kurzen Rolle zu sehen, wie auch Wu Ma (Just Heroes). Yuen Shun-Yi, Bruder von Yuen Woo-Ping, zeigt auch viel von seinem Können. Jedoch hat er als Tollpatsch wenig Charisma. Tai Bo (Drug Tiger) ist auch noch in einer Nebenrolle zu sehen. Und auch sonst sind, gerade in Kurzauftritten, einige bekannte Gesichter zu sehen.

 

Die Produktionsfirma hat später noch andere Filme wie Spooky, Spooky, Pedicab Driver, Encounter of the Spooky Kind II, Pantyhose Hero, License to Steal, Slickers Vs Killers oder Don't Give a Damn veröffentlicht. Praktisch alles Titel mit Beteiligung von Sammo Hung und von den meisten davon gibt’s noch keine zufriedenstellenden Fassungen sprich nur LDs, VHS oder VCDs. Schade! Da sind doch einige Kracher dabei! Daumen drücken, dass davon später Mal was auf Blu-Ray erscheinen wird! Und dasselbe darf auch gerne für Two Toothless Tigers gehofft werden!

 

Fazit: Old School Kung Fu Fans können zugreifen, da superbe Kampfszenen, toller Cast und starke Choreographie!  

 

Infos:

 

O: Lat A Liu Foo

 

HK 1980

 

R: Ricky Lau

 

D: Yuen Shun-Yi, Sammo Hung, Chung Fat, Tai Bo, Lam Ching-Ying, Ka Lee, Wu Ma, Johnny Wang Lung-Wei, Fung Ging-Man, Meg Lam Kin-Ming, Lee Hoi-Sang

 

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 94 Min.

 

Gesehen am: 26.03.23

 

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Video Movies vor = Uncut (?), gute (vor allem helle) Bild- und Tonqualität, Englisch Dubbed mit indonesischen Subs. Eine O-Ton Fassung mit Subs, eine deutsche Fassung oder eine VCD/LD/DVD/Blu-Ray sind mir nicht bekannt (Stand: März 2023). Nachtrag: Eine O-Ton Fassung gibt es in Südkorea (VHS).

Donnerstag, 15. Dezember 2022

A Heroic Fight Review

A Heroic Fight

Story:

Gangsterboss Duh will aus dem Geschäft aussteigen und die Macht seinem Sohn abgeben, sehr zur Missgunst seiner rechten Hand Wey (Dick Wei). Dazu lässt Duh seinen Tod vortäuschen, indem er eine Special Effects und Stunt-Crew (Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu) anheuert, welche die «Tötung» inszenieren. Doch Wey und Co. (Chang Shan, Yang Hsiung) kommen hinter das Geheimnis und sagen der Special Effects und Stunt-Crew den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

Als ich A Heroic Fight vor elf Jahren das erste Mal sah, war mir die Taiwanesin Lin Hsiao-Lu scheinbar noch unbekannt. A Heroic Fight war wohl der erste Film von ihr, den ich sah. Inzwischen habe ich etliche Filme von ihr gesehen und hab daran grosse Freude - man denke nur an Fantasy-Filme wie Kung-Fu Wonder Child, The Child of Peach, Magic of Spell, Strange Tales of Ghosts, Magic Warriors, King of the Children (= Hello Dracula 4), You Xia Er, Dragon Kid, Haunted House Elf, The Twelve Fairies oder Iceman Cometh.

 

A Heroic Fight stellt daher eine willkommene Abwechslung dar, da modernes Setting und kein Fantasy-Genre. Damit reiht sich der Film in andere Werke wie Kung Fu Student, Emergency Police Lady, Thunder Cops II, Horrible High Heels, The War Dogs, The Magic Amethyst oder The Dignified Killers ein. A Heroic Fight von Regisseur Chiu Chung-Hing (Hello Dracula) ist ein Mitte der 80er Jahre Mix aus Action, Stunts, Film-in-Film-Szenen und Komödie. Der Film war ein Erfolg, so dass Regisseur Chiu Chung-Hing auch noch in späteren Filmen mit Lin Hsiao-Lu als Regisseur tätig war.

 


Der Film erzählt einen originellen, abwechslungsreichen und fantasievollen Plot. Dabei sitzt nicht jeder Joke, aber der Mix aus Stunts, Action und Gimmicks à la James Bond machen viel Spass! Der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt! Yuen Cheung-Yan (Drunken Tai Chi), vom legendären Yuen Clan, macht wie Lin Hsiao-Lu, welche wieder Mal eine Tomboy spielt, eine gute Figur. Ebenso HK-Star und Ex-Kickboxer Dick Wei (Shanghai Police), der selbstverständlich einen Bösewicht mimt. 

 

 

Was mir an den Action-Szenen auch gefiel waren die Film-in-Film-Szenen, Gimmicks und Kostüme. Lin Hsiao-Lu schlüpft hier schon gefühlt dreimal in andere Rollen - als Kämpferin gegen Monsterwesen à la The Child of Peach und als sie später die Attentäterin spielt, erinnerte mich ihr Outfit an jenes von Yukari Oshima aus Kung-Fu Wonder Child und/oder ihre Prinzessinnen Darstellung aus Dragon Kid. Nicht nur dass: einige der Bösewichte um Dick Wei entsprangen, was deren Aussehen angehen, auch aus anderen Filmen: 

 

Yang Hsiung, der den Gangster mit der Hakenhand spielt, erinnert an den Gangster mit derselben Waffe aus Dragon Kid und Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan kopiert Chung Fats Outfit aus dem ein Jahr zuvor in Hong Kong veröffentlichten Police Assassins. Auch die Musik ist teilweise gestohlen (A Nightmare on Elm Street). Jedoch immer nur ganz kurz, so dass für ungeübte Ohren nicht ersichtlich. Und der Hauptplot erinnert, wohl auch nicht ganz zufällig, an den US-Film F/X - Murder by Illusion.

 

Fazit: Spassig, actionreich, fantasievoll, abwechslungsreich & unterhaltsam!  

 

Infos:

 

O: Yong chuang jiang hu

 

Taiwan 1986

 

R: Chiu Chung-Hing


D: Dick Wei, Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu, Chang Shan, Yang Hsiung

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:11 Min.

 

1. Sichtung am: Okt 2011 / Neusichtung am: 23.11.22

 

Fassungen: Mir lag die Code-Free DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Schade, dass andere Filme mit Lin Hsiao-Lu nicht auch von dem Label in Hong Kong veröffentlicht wurden. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2022).

Sonntag, 25. Juli 2021

The Six Directions Boxing Review

The Six Directions Boxing

Story:

 

Captain Sheng Peng (David Chiang) und indirekt auch seine Angehörigen (Nancy Yen Nan-See, Simon Yuen Siu-Tin) jagen Waffenschmuggler und Gangster (Lung Tien-Hsiang, Paul Chun Pui)

 

Meine Meinung:

 

Nach The Kung Fu Cook, einem eher mittelmässigen Kung Fu Film, musste am heutigen Filmtag noch ein besserer Film in dieser Kategorie ran. Diesen fand ich in dem 1980er Film The Six Directions Boxing aus Taiwan. In allen Belangen besser als The Kung Fu Cook.

 

Der Film überzeugt zum einen Dank dem Cast, zum anderen an der Anzahl und Qualität der Kampf- und Trainingsszenen. Es ist immer schön, Shaw Brothers Stars ausserhalb Shaw Brothers Streifen zu sehen. David Chiang (The Loot) spielt hier den coolen Captain der Polizei, der nicht nur intelligent, sondern auch nahezu unbesiegbar und vor allem nicht bestechlich ist.

 

Er nimmt den Kampf gegen die Bösewichte auf. Diese gefallen auch und werden von Lung Tien-Hsiang (ihn fand ich in den Kampfszenen fast am besten) und Paul Chun gespielt. Vor allem von Paul Chun war ich überrascht. Er, der in modernen HK-Filmen mitspielt (z.B. Royal Warriors), von ihm wusste ich nicht, dass er in Kung Fu Filmen mitwirkte (auch am Kämpfen und dann noch als Bösewicht).

 

Beide gefallen! Die Qualität die Kampfszenen und der Choreographie sind toll. Dies überrascht nicht, da der Yuen Clan dafür verantwortlich war und auch in vielen Nebenrollen zu sehen ist – u.a. Corey Yuen (Police Assassins) und vor allem Simon Yuen Siu-Tin (Iron Bridge Kung-Fu, Crystal Fist), der kurz vor dem Finale auch David Chiang noch paar «Griffe» beibringt. Yueh Hua (In the Line of Duty III) = Cameo-Auftritt im Finale (mit Kampfszene).

 

Ansonsten gibt es als David Chiangs Freundin Nancy Yen Nan-See (Born Invincible) in einer Nebenrolle zu sehen, es gibt es typischen Klamauk (unter anderem spielen auch Tiere wie Schlangen, Hunde und ein Affe mit, wobei der Affe und Hund sogar namentlich im Vorspann erwähnt werden!) zu sehen und David Chiangs Haare wuchsen nach (da er in einer Rolle zuvor einen glatzköpfigen Mönch darstellte), weshalb er meist mit Kopfbedeckung zu sehen ist. Er gibt alles in allem eine starke Performance ab!

 

Fazit: Jedem Old School Kung Fu Film und David Chiang Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Liu He Ba Fa

 

Taiwan 1980

 

R: Hsu Tien-Yung

 

D: David Chiang, Nancy Yen Nan-See, Simon Yuen Siu-Tin, Lung Tien-Hsiang, Paul Chun Pui, Yueh Hua, Corey Yuen

 

Laufzeit der holländischen VHS: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 03.04.21

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland unter dem Titel Het Levensgevaarlijke Ultimatum vor = Vollbild, gute Bildqualität, mässiger englischer Dub, Uncut. Alternativen: VHS aus England, US-DVD von Tai Seng. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und mir ist auch keine O-Ton mit englischen Subs Fassung bekannt (Stand: April 2021).