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Donnerstag, 27. August 2026

Messenger of Death

Messenger of Death

Story:

Eine Mormonenfamilie wird ermordet. Reporter Garret Smith (Charles Bronson) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Bei Messenger of Death handelt es sich um eine weitere Zusammenarbeit zwischen J. Lee Thompson und Star Charles Bronson (Death Wish, Death Hunt, Das Gesetz bin ich) und um eine The Cannon Group Produktion. Beide haben u.a. zusammen Ein Mann wie Dynamit, The White Buffalo oder Death Wish 4 gedreht. Mit dabei war auch erneut Gene Davis bekannt aus Ein Mann wie Dynamit. Hier spielt er jedoch nur eine kleine Nebenrolle. Die Hauptfigur ist Charles Bronson, der diesmal einen Reporter verkörpert.

Heute war ich Wandern und abends wollte ich mir, zum Entspannten, einen anspruchslosen Film ansehen. Einen Film, dessen Sprache ich verstehe und ich war zu müde, um wirklich Untertitel zu lesen. Also entschied ich mich für einen Film mit Charles Bronson und suchte mir Messenger of Death aus. Den sah ich nur einmal vor elf Jahren. Ich wusste nichts mehr über den Film. Messenger of Death ist solide, aber gehört definitiv nicht zu den Krachern in Charles Bronsons Karriere. Dafür gab es zu wenig Action, war die Action und das Finale zu unspektakulär, der Plot zu klischeehaft und mag ich Charles Bronson lieber als Cop oder Vigilanten statt als Reporter.

Als Reporter war er mir fast zu unbesiegbar, was leicht unrealistisch anmutet und auch keinerlei Spannung aufkommen lässt. Das Ende war doch etwas unglaubwürdig. Abgesehen davon ist der Film ansonsten solide. Ich wurde mehr oder weniger, wie erhofft, anspruchslos unterhalten. Die Kleinstadtstimmung war okay und die wenigen Actionszenen solide. Das Highlight war der kurze Kampf im WC, das Massaker zu Beginn und der Crash und die Explosion mit dem Auto und LKW. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sehen. Mit einer Laufzeit von nur knapp 88 Min. ist der Streifen kurzweilig. Charles Bronson macht seinen Job sehr solide. Der Rest des Cast spielt leider eher uninteressante Figuren.

Fazit: Nur für Hardcore-Charles Bronson Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Messenger of Death

USA 1988

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Trish Van Devere, Laurence Luckinbill, Daniel Benzali, Marilyn Hassett, Charles Dierkop, Jeff Corey, John Ireland

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-DVD vor, die inhaltsgleich mit der deutschen DVD zu sein scheint. Es wäre auch eine deutsche Tonspur an Bord. Ich sah mir den Film im O-Ton mit englischen Subs an. Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Den Film gibt es inzwischen auch von diversen Labels in Deutschland auf Blu-Ray (als Das Gesetz ist der Tod).

Montag, 17. August 2026

Curse II: The Bite

Curse II: The Bite

Story:

Lisa (Jill Schoelen) und Clarks (J. Eddie Peck) Road-Trip wird zum Höllentrip, als Clark von einer Schlange gebissen und sich danach zu verändern beginnt…

Meine Meinung:

Curse II: The Bite ist die, wie es scheint, nicht offizielle «Fortsetzung» von The Curse aus dem Jahr 1987 (H.P. Lovecraft Story), für dessen Effekte sich Lucio Fulci auszeichnete (und er hat den Film mit produziert.). Eigentlich fast eine internationale Produktion. So verhält es sich auch mit Curse II: The Bite, dessen Herstellungsländer Italien, Japan, Holland sowie USA lauten. Regie führte Italiener Frederico Prosperi, der u.a. Wild Beasts produziert hat. Auch ein Horrorfilm mit Tieren. Ovidio G. Assonitis (Piranha II: The Spawning) hat den Film produziert. Zudem wurde der Film auch mit Geldern aus Japan finanziert.

Apropos Japan: Spezialeffekte-Künstler Screaming Mad George, der für Filme wie Faust: Love of the Damned, Predator, A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master, Bride of Re-Animator, Dentist II, The Guyver oder Necronomicon die Effekte und Make-Up Masken und Monster kreierte, war auch in Curse II: The Bite für die Effekte zuständig. Heute wurde bekannt, dass Screaming Mad George, bereits im Feb. dieses Jahres, verstorben ist. Ihm zu Ehren kam es zur Neusichtung von Curse II: The Bite. Vergleiche mit dem Vorgänger kann ich aktuell keine mehr anbringen.

Curse II: The Bite ist solide, aber kein Kracher. Der Film erzählt eine simple Story, die teilweise Motive des Backwood- wie auch Tierhorrorfilmes aufzeigt. Der Film nahm sich für meinen Geschmack etwas zu viel Zeit mit dem Plot. Etwas mehr Effekte und Horror wären schon am Anfang und Mittelteil wünschenswert gewesen. Die Musik empfand ich teilweise als etwas unspektakulär und billig. Die wenigen Effekte, die am Anfang und Mitte des Filmes präsentiert werden, waren auch etwas zu simpel und zu wenig abwechslungsreich. Zudem war der schmutzige Verband eklig und es gab einige eklige Szenen (als Clark damit während der Autofahrt zwischen den Beinen seiner Partnerin rumfummelt).

Dafür wird der Fan im Finale mit hervorragenden Effekten belohnt, die ich so nicht mehr in Erinnerung hatte. Verwandlungsszenen, Verfolgungsjagden, Ekel-Szenen, Fake- und echte Schlangen und teilweise hatte der Film HK-Black-Magic-Horror-Vibes, wenn Clark z.B. Baby-Schlangen erbricht. Es gibt einige herrlich fiese und widerwärtige Szenen. Vor allem wer Angst vor Schlangen hat, dem dürften einige dieser Sequenzen in Schockstarre versetzen. Toll. Es lohnt sich also, zu warten. Der Fan wird im Finale mit sehenswerten Effekten belohnt. Starke Arbeit von Screaming Mad George. Beim Cast hat vor allem Jill Schoelen gefallen, die Erfahrungen im Genre vorzuweisen hat (Chiller, The Stepfather, Cutting Class, The Phantom of the Opera, Popcorn).

Fazit: Tolles Finale!

Gefolgt von: Panga

Infos:

O: Curse II: The Bite

Italien, Japan, Niederlande, USA 1989

R: Frederico Prosperi

D: Jill Schoelen, J. Eddie Peck, Jamie Farr, Savina Gersak, Marianne Muellerleile, Bo Svenson

Laufzeit der US-DVD: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-DVD von MGM/20th Century Fox. Beide «The Curse» Filme auf einer Flipper-DVD. Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität (Vollbild). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (UK, US). In Deutschland bisher nur auf DVD (The Bite). In Deutsch oder Englisch ohne Subs.

Mittwoch, 3. Juni 2026

The Attic

The Attic

Story:

Louise (Carrie Snodgress) arbeitet als Bibliothekarin und soll bald durch eine jüngere Angestellte ersetzt werden. Louise ist eine Einzelgängerin und trinkt. Sie hat kein einfaches Leben und lebt zusammen mit ihrem strengen und tyrannischen Vater (Ray Milland), der im Rollstuhl sitzt und von Louise gepflegt wird. Nach und nach driftet Louise in den Wahnsinn ab, als sie nachts mit Männern verkehrt, versucht, auf der Arbeit freundschaftliche Kontakte zu knüpfen, sich zu suizidieren versucht (oder Mord- und Gewaltfantasien gegen den Vater hegt) und eines Tages einen Affen kauft und mit nach Hause nimmt…

Meine Meinung:

The Attic schaute ich mir heute an, weil ich die DVD danach aussortieren wollte. Ich habe schon erwartet, dass The Attic kein Film für meine Sammlung werden würde. So war es auch. Die DVD kaufte ich in der Vergangenheit schliesslich auch wegen dem Film mit Klaus Kinski, der im Set enthalten ist (Crawlspace). Da mir der aber überraschenderweise auch nicht mehr wirklich gefällt, fliegt die Disc nun aus der Sammlung.

Was The Attic angeht dachte ich zuerst, dass es sich um einen alten Film aus dem Jahr 1945 handelt. Dass der Film aus dem Jahr 1980 ist, erfuhr ich erst kurz vor der Sichtung, als ich zum Film Infos einholte. Das war mir recht. Denn Filme aus den 40ern entsprechen nun Mal nicht meinem Filmgeschmack. The Attic ist kein Kracher, aber für eine einmalige Sichtung okay. Ich wusste eigentlich praktisch nichts vom Plot. Auf dem Cover sah ich das Affen-Spielzeug, welches an The Monkey erinnert. Aber mir war bewusst, dass es wohl kein Tierhorrorfilm werden würde.

Dennoch kommen einige unheimliche Affen vor (Plüschtiere- und Spielzeuge). Und leider später auch ein echter Affe. Ich mag Affen nicht. Ich finde die irgendwie eklig, ich weiss auch nicht warum. Der Film ist eigentlich ein Drama. Ein Vater, der Betreuung und Unterstützung braucht, da im Rollstuhl sitzend (wobei er das, so wie es scheint, vergangenen Taten der Tochter zu verdanken hat), gleichzeitig aber ein absoluter Tyrann ist, der seine Tochter für sich beansprucht, kontrolliert und herabwürdigt. Sie hat diverse Traumata, trinkt und ist suizidgefährdet. Co-Abhängigkeit. Der Film ist stark gespielt. Ray Milland als Vater ist solide und Carrie Snodgress spielt das sogar exzellent. Das Ende ist sehr gemein…

Infos:

O: The Attic

USA 1980

R: George Edwards

D: Carrie Snodgress, Ray Milland, Ruth Cox, Rosemary Murphy, Frances Bay

Laufzeit der US-DVD: 100:36 Min.

Gesehen am: 02.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD vor (Midnite Movies Double Feature). Auf dieser befindet sich auch noch Crawlspace. Zu The Attic = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. In Deutschland zensiert auf VHS, Uncut auf DVD. Titel: 13 Stufen zum Terror. Label: Eyecatcher Movies. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 22. März 2026

Lone Wolf McQuade

Lone Wolf McQuade

Story:

Texas Ranger McQuade (Chuck Norris) muss sich neuerdings mit einem Partner (Robert Beltran) rumschlagen und nimmt den Kampf gegen eine Gangsterbande (u.a. David Carradine) auf. Seine Freundin (Barbara Carrera) sowie seine Tochter (Dana Kimmell) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Lone Wolf McQuade ist ein US-Actionfilm der auch als Vorläufer der ca. zehn Jahre später realisierten Kult-TV-Serie Walker, Texas Ranger angesehen wird. Die Serie kenne ich (noch) nicht, aber Chuck Norris (The Delta Force, Slaughter in San Francisco, Invasion USA, The Way of the Dragon, Code of Silence, Hero and the Terror, The Expendables 2) spielt einen ähnlichen Charakter wie später in der Serie. Der Anfang der 80er Jahre Actionfilm wurde u.a. von Chuck Norris Bruder Aaron produziert und wurde zu Ehren von Chuck Norris, der überraschend am 19.03.26 starb, angesehen und aufgefrischt (die einzige Sichtung erfolgte im Jahr 2012).

Ich wusste mit Ausnahme der Bösewichts-Rolle von David Carradine (Kill Bill: Vol. 1 + 2, Sundown - The Vampire in Retreat, Sonny Boy, Dead & Breakfast) nichts mehr über den Film. Daher freute ich mich auf die Neusichtung. Diese hat der Film von Steve Carver bestanden. Es handelt sich um die zweite Zusammenarbeit zwischen Steve Carver und Chuck Norris. 1981 drehte sie zusammen Der Gigant (= Wunschliste). Lone Wolf McQuade ist der fast perfekte Film für Chuck Norris und voll auf seinen Star zugeschnitten. McQuade wird von Beginn an schon fast gottgleich dargestellt. McQuades Heldenstatus sorgt für viel Schmunzeln. Fans von Chuck Norris werden daher voll auf ihre Kosten kommen.

Der Film hat mich bestens unterhalten. Zwar sind die Inhalte jeweils ähnlich, 08/15 und austauschbar, auf der anderen Seite werden solche Filmklischees und Stereotypen von den Fans auch genauso erwartet und (auch heute noch zurecht) abgefeiert. Der Film unterhält durch tolle Sprüche, eine gewisse Komik die, wie bereits erwähnt, zum Schmunzeln einlädt, und starke Action-Szenen, die abwechslungsreich inszeniert sind. Es wird geschossen, explodiert und gekämpft. Das einzige, kleine Manko, welches ich dem Film ankreiden kann, sind die blutleeren Schiessereien. Das war auffällig. Auf der anderen Seite handelt es sich auch nicht um einen R-Rated-Streifen. Und David Carradine gibt einen überzeugenden Bösewicht ab.

Fazit: Must See Titel für Chuck Norris Fans!

Infos:

O: Lone Wolf McQuade

USA 1983

R: Steve Carver

D: Chuck Norris, David Carradine, Barbara Carrera, Leon Isaac Kennedy, Robert Beltran, L.Q. Jones, Dana Kimmell, R.G. Armstrong, Daniel Frishman

Laufzeit der US-Blu-Ray: 107:11 Min.

Gesehen am: Nov. 2012 / Neusichtung am: 22.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von MGM/20th Century Fox vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst O-Ton (und unzähligen Untertiteloptionen) gibt es u.a. auch die deutsche Tonspur. Den Film gibt es in der Form auch in Deutschland auf Blu-Ray (dürfte 1:1 inhaltsgleich sein).

Montag, 9. März 2026

Ein Mann wie Dynamit

Ein Mann wie Dynamit

Story:

Warren Stacey (Gene Davis) ist ein irrer Frauenmörder. Die zwei Cops Leo Kessler und Paul McAnn (Charles Bronson, Andrew Stevens) kommen ihm auf die Schliche, doch durch einen Behördenfehler (Bronson hat Beweise gefälscht) kommt Warren frei und bedroht Bronsons Tochter Laurie (Lisa Eilbacher). Bronson wird vom Dienst suspendiert und macht es sich zum Ziel, Warren zu schnappen…

Meine Meinung:

Ein Mann wie Dynamit ist eine weitere The Cannon Group, Charles Bronson (Death Wish, Das Gesetz bin ich, Rivalen unter roter Sonne, Spiel mir das Lied vom Tod) und J. Lee Thompson (Death Wish 4, The White Buffalo) Zusammenarbeit. Ein Mann wie Dynamit ist in meinen Augen einer der besten und unterhaltsamen Filme mit Charles Bronson. Der Film geht diesmal Wege eines Slasher-Films vermischt mit Krimi- und Selbstjustiz-Motiven. Inspiriert wurde der Film von den Taten von Ted Bundy sowie Richard Speck.

Ich genoss jede Minute dieses Filmes. Das Katz- und Mausspiel zwischen Charles Bronson und Gene Davis ist ein vergnügliches Szenario. Dass Gene Davis der Mörder ist, daraus wird kein Geheimnis gemacht und Bronson kommt ihm relativ schnell auf die Schliche. Der Film bietet viel Exploitation und Sleaze. Die Morde sind blutig und es gibt viel nackte Haus zu sehen, sowohl von den Opfern wie auch vom Täter. Gene Davis tötet im Film nackt. Die Darbietung und das Overacting von Gene Davis und die Konfrontationen und Dialoge zwischen ihm und Charles Bronson (die Verhöre) laden zum Schmunzeln ein.

Gene Davis hat mich in seiner Rolle und von der Optik her an Mark Cheng erinnert, der auch oft in Hong Kong Psychopathen darstellte (Raped by an Angel, A Taste of Killing and Romance). Er spielte später erneut an der Seite von Charles Bronson (Messenger of Death). Lisa Eilbacher (Beverly Hills Cop) spielt die Tochter von Charles Bronson. Sie macht das sehr souverän. Wilford Brimley (The Thing) spielt Charles Bronsons Boss. Er hat mich in anderen Rollen und Filmen genervt (Harte Ziele). Charles Bronsons Partner wird von Andrew Stevens gespielt, der sich in Bronsons Tochter verguckt und umgekehrt. Auch er stand schon mit Charles Bronson vor der Kamera (in Death Hunt).

Die Action-Szenen bestehen hier mehr aus Morden oder der Jagd nach Opfern. J. Lee Thompson war auch im Horrorgenre tätig (er führte im kultigen Happy Birthday to Me Regie). Daher überrascht es nicht, dass er die Slasher-Parts wunderbar inszeniert hat. Im Finale, wenn Gene Davis ins Frauenstundenheim einbricht und dort mehrere junge Frauen verzweifelt und verängstigt um ihr Leben kämpfen, dann ist das eine wunderbar intensive, stimmungsvolle und höchst spannende Szene, in die J. Lee Thompson seine ganze Horrorerfahrung einfliessen lässt plus die Verschmelzung von Fiktion und Realität (siehe Ted Bundy und Richard Speck Taten).

Fazit: Must See Titel für jeden Charles Bronson Fan!

Infos:

O: 10 to Midnight

USA 1983

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Andrew Stevens, Gene Davis, Lisa Eilbacher, Katrina Parish, Shawn Schepps, Wilford Brimley

Laufzeit der deutschen DVD: 98:02 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: 09.03.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs (ich schaute in Englisch mit englischen Subs). Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray (von Wicked-Vision Media).

Mittwoch, 24. September 2025

Crawlspace

Crawlspace

Story:

Ein Psychopath (Klaus Kinski), fasziniert vom Tod und eine dunkle Vergangenheit habend, spioniert, entführt und tötet Hausbewohner…

Meine Meinung:

Crawlspace wurde zu Ehren von Sergio Salvati angesehen. Es ist unendlich viele Jahre her, seit ich den Film zuletzt gesehen habe (irgendwann vor 2006). Sergio Salvati starb vor einigen Tagen (17.09.25). Wer war Sergio Salvati? Ein Italienischer Kameramann, der vor allem für seine Zusammenarbeiten mit Lucio Fulci bekannt wurde. Er machte sich dank Kultklassiklern wie The Beyond, Zombi 2, City of the Living Dead oder The House by the Cemetery einen Namen und dank ihm gab es diese schaurig-stimmungsvollen Bilder in den oben genannten Filmen zu sehen. Er fing diese ein.

Leider kommt sein Talent hier nur beschränkt zum Einsatz. Die Settings (Schächte und Mietwohnungen) sind limitiert und eintönig. Die Arbeit von ihm ist solide, aber mehr nicht. Kein Vergleich zu seinen Ital. Arbeiten. Dasselbe gilt für die (wenigen) Effekte, die von John Carl Buechler (Friday the 13th Part VII: The New Blood, To Die For, Prison) und seinem Team realisiert wurde. David Schmoeller, der Regisseur, hat vor allem für Full Moon Features Filme gedreht (das Studio von Charles Band). Crawlspace ist hingegen keine Full Moon Features Produktion, auch wenn Charles Band als Produzent zur Seite stand.

Ich nehme stark an, dass das grösste Budget für Klaus Kinski (Creature, I Am Sartana, Your Angel of Death, Leichen pflastern seinen Weg) «geopfert wurde». Die Dreharbeiten mit ihm sollen schwierig gewesen sein (überrascht das jemanden?). Hat der Film die Neusichtung bestanden? Leider nicht wirklich. Der Film ist nicht wirklich gut. Völlig uninteressante Charaktere, spannungsarme und klischeebeladene Story, billig wirkende Musik und auch das Schauspiel der Figuren haut nicht vom Hocker. Kinski wirkt lustlos und gelangweilt (nur bei seiner Heil Gunther Szene musste ich Schmunzeln). Gegen Ende dreht der Film zwar auf, dann ist es aber schon zu spät.

Fazit: Mittelmässig! Besser Sleep Tight, der ein ähnliches Thema beinhaltet, schauen!

Infos:

O: Crawlspace

USA 1986

R: David Schmoeller

D: Klaus Kinski, Talia Balsam, Barbara Whinnery, Carole Francis, Tane McClure

Laufzeit der US-DVD: 80:19 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 21.09.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Double Feature mit The Attic, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs vorhanden. Gibt es inzwischen auch on Deutsch Uncut (früher als Killerhaus aber auf Blu-Ray inzwischen mit dem Originaltitel) und auf Blu-Ray (interessant ist, dass weder die Blu-Ray aus den USA, England noch Deutschland Untertitel zum Hauptfilm bietet).

Sonntag, 6. Juli 2025

Species II

Species II

Story:

Astronauten (Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr), die auf dem Mars waren, infizieren sich mit einer ausserirdischen Lebensform. Mit tödlichen Folgen. Press Lenox (Michael Madsen) soll sich dem Alien-Problem annehmen…

Meine Meinung:

Michael Madsen, ein Liebling von Quentin Tarantino und in dessen Reservoir Dogs, Kill Bill: Vol. 1 & 2, The Hateful Eight und Once Upon a Time… in Hollywood zu sehen, verstarb überraschend und noch zu jung an einem Herzinfarkt. Für Filmsichtungen, um ihm zu Ehren, kamen diverse Filme in die Auswahl. Filme wie Species, Species II, Sin City, BloodRayne, Tooth and Nail oder Hell Ride. Da ich aufgrund von Arbeit und NIFFF kaum Zeit habe (plus andere Todesfälle), entschied ich mich für nur einen Film und zwar Species II.

Den hatte ich nämlich als gelungen und als besten Teil der Species Reihe in Erinnerung. Der ist auch am meisten mit Nostalgie verbunden. Den ersten Teil sah ich erst deutlich später und fand ich unbewusst immer überbewertet. Der könnte, wie auch die weiteren Fortsetzungen nach dem 2. Teil, nach Neusichtungen aus der Sammlung fliegen. Auch Natasha Henstridge empfinde ich als überbewertet. Weniger mein Typ Frau. Und ja, das Frauenbild in Species II ist bewusst so gewählt: sexualisiert! Der Mix aus Sex und Gewalt ist höher als im Vorgänger.

Auch heute finde ich es erstaunlich, dass der Film in Deutschland dazumal eine FSK16 Freigabe erhalten hat. Da sind doch mehrere blutige, fiese und schleimige Effekte zu sehen. Und immer eine Mischung aus Sex und Gewalt. Teilweise erinnern einige Momente gar an Tentakel-Sex-Momente aus Adult Animes (oder an The Thing). Ich mochte die Effekte auch heute noch. Die Splatter-, Verwandlungs- und Alien-Masken und Effekte-Arbeiten sind grosses Kino von Steve Johnson (The Dentist, Necronomicon: Book of Dead, Night Angel).

Der Film gefällt mir auch heute noch, auch wenn der Plot wirklich sehr doof ist, das Frauenbild schlecht dargestellt wird und einige wenige CGI-Effekte schlecht gealtert sind. Zwar wirken auch die Alien-Kämpfe im Finale etwas angestaubt, aber die haben mir aktuell besser als früher gefallen, da einfach tolle, aufwändige und sehenswerte Effekte-Kreationen. Ich mochte Michael Madsen, Mykelti Williamson (The Delta Force), Justin Lazard oder James Cromwell (spielte auch in der grandiosen Serie Six Feet Under mit) in ihren Rollen. Perfekte 90er Jahre Unterhaltung.

Fazit: Der beste Teil der Reihe!

Gefolgt von: Species III

Infos:

USA 1998

R: Peter Medak

D: Michael Madsen, Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr, Marg Helgenberger, Natasha Henstridge, James Cromwell

Laufzeit der deutschen DVD: 89:13 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: 05.07.25

Fassungen: Mir lag die deutscher DVD von MGM vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist jedoch gelungen), sehr gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 30. März 2025

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Story:

Zehn Jahre nach Terminator 2 - Tag der Abrechnung:

John Conner (Nick Stahl) und sein ehemaliger Jugendflirt Kate Brewster (Claire Danes) werden von einem neuen Terminator (Kristanna Loken) attackiert. Doch auch ein neues Modell der alten Terminator Serie (Arnold Schwarzenegger) kehrt in die Vergangenheit zurück, um die beiden zu beschützen…

Meine Meinung:

Es gibt Film-Reihen, auf dessen Fortsetzungen hätte verzichtet werden können. So auch auf Terminator 3 - Rebellion der Maschinen. Den Film, den ich, glaube ich, nur im Kino sah, konnte mich nicht mehr überzeugen. Der Film hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Filmsammlung. Der Film ist, vor allem im Vergleich mit den Vorgängern (Teile 1 + 2) eine Schande und leider wirklich nur ein lieb- und seelenloses 08/15 Kommerz-Filmchen aus Hollywood, welches sich z.B. von heutigem Marvel-Mainstream Schund nicht zu unterscheiden scheint. Schade!

Störte mich schon leicht im 2. Teil die Harmlosigkeit und der vor allem im Director’s Cut der zusätzlich gezeigte Humor, so haben es die Filmemacher im dritten Teil deutlich übertrieben. Der Humor und die Sprüche, gerade von einer Legende wie Arnold Schwarzenegger, sind peinlich, unlustig, unpassend, schlecht und unangebracht. Schon der Beginn des Filmes, in welcher Arnie an einer Ladies Night eine Bar betritt, um Kleidung zu finden, was zum Fremdschämen wie auch der lächerliche Gastauftritt von Earl Boen.

Der Cast war grösstenteils auch nicht wirklich toll. Sogar Arnold Schwarzenegger wird von einem schwachen Drehbuch, seinem Alter und vor allem den miesen Dialogen im Stich gelassen. Kristanna Loken kann nie das Charisma eines Robert Patrick entflammen und ihre Dialoge sind ebenfalls lächerlich. Am schlimmsten war ausgerechnet Nick Stahl als John Conner. Eine absolute Fehlbesetzung. Dröhnt sich zu, trinkt, in Selbstmitleid zerfressen. Welch Klischees. Und dann unglaublich schlecht und unglaubwürdig gespielt…

Es gibt nur zwei Dinge, die nicht schlecht waren. Die Action am Anfang war sehenswert. Damit meine ich vor allem die längere Verfolgungsjagd auf der Strasse. Da ging unglaublich viel kaputt, es gibt Crashs, diverse Explosionen. Das hat Spass gemacht. Das war cool. Und die zweite Tatsache ist, dass der Film, egal wie ungut der ist, er ist nicht langweilig. Der Schund unterhält, legt ein hohes Tempo an den Tag und in den 104 Minuten Laufzeit wird es eigentlich nie langweilig. Das macht den Film nicht besser, aber erträglicher.

Fazit: Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht!

Gefolgt von: Terminator - Die Erlösung

Infos:

O: Terminator 3: Rise of the Machines

USA, Deutschland, Grossbritannien 2003

R: Jonathan Mostow

D: Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Arnold Schwarzenegger, Earl Boen

Laufzeit der deutschen DVD: 104:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 18.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar = Deutsche DVD-Box mit den Teilen 1-3 plus jeweils eine Bonus-Disc. Zu Teil 3: Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Ich habe den Film auf Englisch mit Untertiteln gesehen.

Mittwoch, 26. März 2025

Terminator

Terminator

Story:

Ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), eine autonome Killermaschine, wird in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter des Feindes (Linda Hamilton), noch bevor dieser geboren wird, zu töten und damit die Zukunft zu ändern. Kyle Reese (Michael Biehn) wird ebenfalls in die Vergangenheit geschickt. Er soll den Terminator aufhalten und die Mutter beschützen…

Meine Meinung:

Nachdem James Camerons Spielfilmdebüt Piranha II: The Spawning zum kommerziellen Desaster wurde (dennoch für mich persönlich eine seiner besten Arbeiten), drehte James Cameron zwei Jahre später Terminator. Der Film wurde zu einem bahnbrechenden Hit und machte James Cameron wie auch den damals noch wenig bekannten Darsteller, Österreicher Arnold Schwarzenegger (Running Man, Commando, Red Heat), über Nacht zum Star. Unzählige, jedoch mehrheitlich unnötige Fortsetzungen, waren die Folge. Davor drehte James Cameron weitere Hits wie Aliens oder True Lies. Ein Mann, der wenig Filme drehte, aber praktisch alles war kommerziell erfolgreich. Terminator sah ich erstmals in meiner Kind- oder Jugendzeit. Der Film ist also mit nostalgischen Gefühlen verbunden.

In den letzten Wochen sah ich vor allem viele meiner ungesehenen Filme. Nach sechs Nächten auf Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich Lust, Terminator zu schauen. Den sah ich in den letzten Jahren immer auf Englisch (DVD aus Japan). Ich hatte aber Lust, den auf Deutsch zu schauen und muss nach der Neusichtung sagen, dass die deutsche Synchronisation absolut gelungen ist. Es war eine Wohltat, den Sci-Fi Klassiker aufzufrischen und anzusehen. Die Sichtung hat unglaublich viel Spass gemacht und Emotionen geweckt. In meinen Augen ist Terminator einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger, der natürlich perfekt in diese Rolle passt.

Terminator erzählt eine simple aber unterhaltsame, spannende, technisch stark in Szene gesetzt und düstere Sci-Fi-Story. Der Plot ist quasi eine lange Verfolgungsjagd. Mensch gegen Killermaschine. Mit Themen wie der Künstliche Intelligenz (KI), aktueller denn je, war der Film und seine Zukunftsangst vor autonomen Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die sich gegen die Menschen und ihre Schöpfer stellen, seiner Zeit voraus. Die Musik, nur schon im Vorspann, ist der Wahnsinn. Und die starken Effekte von Stan Winston (Congo, Wrong Turn, Predator) sind auch heute noch eine Wucht und toll anzusehen.

James Cameron bewies ein gutes Händchen beim Cast. Diese sind, bis auf die Nebenrollen, perfekt besetzt. Linda Hamilton, Michael Biehn (der danach, wie Lance Henriksen auch in Camerons Aliens mitwirkte), Lance Henriksen (House III, Harte Ziele, Pumpkinhead), Paul Winfield (White Dog) oder Earl Boen (Marked for Death, The Dentist) passen perfekt in ihre Rollen. Und der spätere Akte-X Star Brian Thompson (Nightwish) darf sogar zu einem der ersten Opfer des Terminators werden. 

Fazit: Zurecht ein wegweisender Klassiker und für mich der beste «Terminator»!

Gefolgt von: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Infos:

O: The Terminator

USA, Grossbritannien 1984

R: James Cameron

D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Dick Miller, Lance Henriksen, Paul Winfield, Bess Motta, Earl Boen, Brian Thompson

Laufzeit der deutschen DVD: 102:45 Min.

Gesehen am: Kind- Jugendzeit / Neusichtung: 16.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar. Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro ist stark), nur DD 5.1 Re-Mix (mit scheinbar hier und da neuen Schuss- und Soundgeräuschen) und kein Original-Mono Ton (ich finde die Tonspur trotzdem gut). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Die jap. DVD habe ich entsorgt und die Hülle für die deutsche Disc gebraucht. Die Terminator Box gefällt mir nämlich optisch gar nicht (mehr) und vom 2. Teil will ich für eine Neusichtung die Kinofassung anschaffen. Den DC empfand ich nämlich in Vergangenheit als zu lang und die neuen Szenen als zu uninteressant. Und der dritte Teil könnte ggf. aus der Sammlung fliegen. Mit anderen Worten: die Box wird wohl entsorgt! 

Samstag, 18. Januar 2025

Blue Velvet

Blue Velvet

Story:

Jeffrey (Kyle MacLachlan) findet ein menschliches Ohr und bringt es auf die Polizeiwache zu Detektiv Williams (George Dickerson). Jeffrey trifft danach auf die Tochter von Williams. Sandy (Laura Dern) ist ihr Name.  Sie erzählt Jeffrey, der über den Fall mit dem gefundenen Ohr neugierig ist, mehr. Dies führt die beiden zur Wohnung einer Sängerin (Isabella Rossellini). Jeffrey beschliesst, nachts in ihre Wohnung einzudringen…

Meine Meinung:

Blue Velvet wurde zu Ehren von Regisseur David Lynch angesehen, der Mitte Januar dieses Jahres verstorben ist. Ich kenne von David Lynch relativ wenige Arbeiten. Als ich vor 15 Jahren Blue Velvet das erste Mal sah, gefiel mir der Film, gemäss meinem alten Review, nicht sonderlich. Dazumal kannte ich keine anderen Arbeiten von David Lynch. Inzwischen habe ich Twin Peaks kennen und lieben gelernt und nachdem ich Eraserhead im Arthouse-Kino sah, wanderte der Film danach auch in meine Filmsammlung. Da ich Eraserhead auf dem Blog schon besprochen und keine anderen Filme ausser Blue Velvet habe, musste dieser ausgewählt werden, zu Ehren von David Lynch neu gesichtet zu werden. Und Blue Velvet hat die 2. Sichtung bestanden.

Ich fand Blue Velvet nicht nur besser als bei der ersten Sichtung, sondern ich empfand den Film schlicht als Meisterwerk. Ein cineastisches Juwel. Genau dafür wurde das Kino erfunden. Über Blue Velvet wusste ich seit Mai 2010 nicht mehr viel. Nur dass Kyle MacLachlan mitspielt und Dennis Hopper den Psychopathen darstellt. Mehr Erinnerung war nicht vorhanden. Blue Velvet aufzufrischen, fühlte sich definitiv mehr an wie eine Erstsichtung. Warum ich den Film so überragend fand? Der Film hat so unendlich viele Twin Peaks Momente und Vibes, dass das für mich als grosser Twin Peaks Fan ein feuchter Traum war (auch wenn Twin Peaks erst nach Blue Velvet entstand).

Jeder spielt hervorragend. Kyle MacLachlan mag ich seit The Hidden und Twin Peaks. Und Dennis Hopper (Land of the Dead, True Romance, The Texas Chainsaw Massacre 2) als krimineller Psychopath macht einen ebenso grandiosen Job. Als schmierige Typen gefallen auch Jack Nance (spielte danach auch in Twin Peaks mit) und ein junger Brad Dourif (Halloween II, Cult of Chucky, Critters 4). In weiteren Nebenrollen überzeugen George Dickerson (Death Wish 4: The Crackdown) und Dean Stockwell (Beverly Hills Cop II). Letzterer arbeitete mit David Lynch bereits in Dune zusammen. Und bei den Mädels sollen Laura Dern und Isabella Rossellini (The Funeral) nicht unerwähnt bleiben.

Die Story ist interessant und wird vor allem ruhig und mysteriös erzählt. Erst gegen Ende nimmt der Plot langsam Fahrt auf. Langweilig wird es nie. Man muss sich aber auf die Art von Lynch einlassen können. Sonst wird es schnell «langweilig». Der Film und viele seiner Momente sind herrlich traumhaft-surreal. Das Highlight war für mich, als Frank Jeffrey auf die Spritztour mitnimmt und das spätere Treffen bei Ben. Herrlich komisch. Zum Brüllen komisch. Jetzt bin ich am überlegen, mir auch Mulholl Drive und Lost Highway anzusehen. Die sah ich beide noch nie…

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Blue Velvet

USA 1986

R: David Lynch

D: Kyle MacLachlan, George Dickerson, Laura Dern, Isabella Rossellini, Jack Nance, Dennis Hopper, Dean Stockwell, Brad Dourif

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 116 Min.

Gesehen am: Mai 2010 / Neusichtung: 17.01.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM/20th Century Fox vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (die deutsche Synchro ist jedoch absolut hervorragend), gute Bild- und Tonqualität. Der DVD sieht man das Alter in Sachen Bildqualität an. Könnte optimaler sein (Schärfer etc.). Da könnte ich über ein Upgrade nachdenken. In Deutschland wurde der Film inzwischen auch auf Blu-Ray veröffentlicht.

Montag, 23. September 2024

Rocky

Rocky

Story:

Ein Amateur-Boxer (Sylvester Stallone) bekommt die einzigartige Chance, sich mit einem Weltmeister (Carl Weathers) zu messen. Nebenbei baut er eine Beziehung zur Schwester (Talia Shire) seines Kumpels (Burt Young) auf und lässt sich von einem neuen Trainer (Burgess Meredith) trainieren…

Meine Meinung:

Aus filmhistorischer Sicht ist Rocky beeindruckend. Der dazumal unbekannte Sylvester Stallone schrieb selbst das Drehbuch und spielte die Hauptrolle und wurde mit Rocky, der Film war ein Überraschungserfolg, über Nacht zum gefeierten Star. Sylvester Stallone, der sogar für mehrere Oscars nominiert wurde (der Film war für zehn Oscars nominiert), wurde danach zu einem der gefragtesten Stars in Hollywood. Speziell im Actionfilm wurde Sylvester Stallone gern engagiert und der Film brachte es auf mehrere Fortsetzungen.

Ich sah Rocky bis heute nie. Warum? Box-Filme und der Sport des Boxens interessieren mich, wie viele andere Sportarten (Tennis, Eishockey, Basketball, Rugby, Formel 1), nicht. Finde ich langweilig. Rocky IV war immer die Ausnahme, da Mal im TV gesehen und ich an der klischeehaften Darbietung von Dolph Lundgren (The Punisher, Showdown in Little Tokyo, The Expendables 4) als russischen Bösewicht Freude hatte. Durch Zufall kam ich nun an Rocky, als Laserdisc aus Hong Kong. Mehr dazu unter Fassungen.

Und leider muss ich gestehen, dass ich den Film extrem schwach fand. Und das obwohl ich ansonsten die Filme mit Sylvester Stallone (Nighthawks, Rambo 1, 2 & 3, Cobra, Tango & Cash, Demolition Man) mag. Aber Rocky war nichts. Der Film hatte einfach Glück. Sein Erfolg war dem Zeitgeist und Zufall geschuldet, und weniger der filmischen Qualität. Der Film läuft zwei Stunden und mit Ausnahme des Beginnes und Finales, gibt es keine einzige Action-Szene zu sehen. Der Film ist schlicht langweilig.

Zudem kommt, dass der Plot mit vielen kitschigen, klischeehaften und melodramatische Szenen ausgestattet wurde, die nervend wirkten. Davon hätte man viele zugunsten einer kürzeren Laufzeit straffen können. Die ganze Love-Story zwischen Talia Shire und Sylvester Stallone hätte es nicht gebraucht. Dass Sylvester Stallone noch frisch hinter den Ohren und ein Greenhorn war, sieht man ihm auch an. Ich nahm sein Schauspiel als optimierungsbedürftig war. Seine ganzen Monologe waren nervend und anstrengend. Seine Figur erinnerte an ADHS erkrankten Menschen. Der Rest des Casts war i.O. Carl Weathers (Predator, Death Hunt) war sehr solide und in einer Nebenrolle überzeugt Maniac-Star Joe Spinell.

Fazit: Überbewerteter Klassiker!

Gefolgt von: Rocky II

Infos:

O: Rocky

USA 1976

R: John G. Avildsen

D: Sylvester Stallone, Carl Weathers, Burt Young, Talia Shire, Burgess Meredith, Joe Spinell

Laufzeit der HK-LD: Ca. 120 Min.

Gesehen am: 14.08.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von ERA Home Video und MGM vor = Uncut, O-Ton mit chinesischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. War bei einer LD-Lieferung dabei. Ich wollte eine LD kaufen und Verkäufer hat nur alle drei angebotenen LDs zusammen verkauft. Da so billig, dem Vorhaben zugestimmt und somit auch Rocky erhalten. Gibt es in Deutschland natürlich auf DVD, Blu-Ray und auch schon als UHD.

Samstag, 22. Juni 2024

Die Körperfresser kommen

Die Körperfresser kommen

Story:

Sporen aus dem Weltall sorgen auf der Erde, zuerst in San Francisco, für den Untergang der Menschheit: durch die Sporen wachsen Pflanzen. Schläft der Mensch, entsteht ein Duplikat ohne Gefühle und Emotionen. Das «Original» zerfällt, der Mensch ist tot. So übernimmt die ausserirdische Lebensform mehr und mehr die Kontrolle. Elisabeth (Brooke Adams) bemerkt zuerst, dass mit ihrem Freund Geoffrey (Art Hindle) etwas nicht stimmt. Später vertraut sie sich ihrem Kollegen Matthew (Donald Sutherland) an, der beim Gesundheitsamt arbeitet. Zusammen mit ihren Freunden (u.a. Leonard Nimoy, Jeff Goldblum und Veronica Cartwright) versuchen sie, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Erstes Remake des Filmes Die Dämonischen aus dem Jahr 1956, dessen Plot aus dem Roman The Body Snatchers stammt. Ich kenne nur diese Version aus dem Jahr 1978 und das zweite Remake aus den 90ern von Abel Ferrara (Body Snatchers, 1993). Die Körperfresser kommen ist dabei die beste Fassung, auch wenn ich das Original aus dem Jahr 1956 nicht kenne. Aber an so alten Filmen habe ich selten Freude. Das war einfach nicht meine Zeit.

Die Körperfresser kommen ist für mich ein nahezu perfekter, stimmungsvoller und sehenswerter Science-Fiction-Film. Schon als ich den im Juni 2006 das erste Mal beim Kumpel sah, war ich begeistert und hin und weg. Die Wirkung hält an, auch nach wiederholtem Schauen. Zu Ehren von Donald Sutherland und dessen Tod, gab es eine Neusichtung. Von Donald Sutherland kenne ich mit Ausnahme von Die Körperfresser kommen nur drei Filme: The Setting Sun mit Yuen Biao, Citizen X und The Art of War.

Meine Wahl, ihn zu Ehren, fiel sofort auf Die Körperfresser kommen von Philip Kaufman. Mir gefiel der Drehort vor Ort d.h. das San Francisco-Setting. Ich war ja dort im Urlaub und es fiel mir sofort auf. Regisseur Philip Kaufman hat bei der Wahl der Darsteller ein gutes Händchen bewiesen: Egal ob Brooke Adams, Donald Sutherland, Leonard Nimoy (verbachte fast seine ganze Karriere im Sci-Fi Genre), Jeff Goldblum (Die Fliege) und Veronica Cartwright (Alien), alle spielen sie grandios. Tolle Akteure, glaubhaftes Schauspiel, sehr überzeugend. Denen hätte ich noch stundenlang zusehen können.

Die Story ist beklemmend, eine Spannung ist stets gegeben, der Film ist atmosphärisch und stark gespielt. Die wenigen aber starken Effekte (Duplikate, Verwandlungsszenen) und ein tolles Ende runden den Film ab. Das Ende war genau nach meinem Geschmack, wie auch die starken Spezialeffekte. Da diese so selten und erst spät zu sehen sind, wirken sie dafür umso intensiver. Und so unglaublich schön getrickst. Das wird CGI niemals so (authentisch) hinbekommen. Eine wahre Kunst.

Fazit: Spannender, absolut zu empfehlender und sehenswerter Sci-Fi-Klassiker!

Infos:

O: Invasion of the Body Snatchers

USA 1978

R: Philip Kaufman

D: Donald Sutherland, Brooke Adams, Jeff Goldblum, Veronica Cartwright, Leonard Nimoy, Art Hindle

Laufzeit der deutschen DVD: 110:34 Min.

Gesehen am: Juni 2006 / Neusichtung am: 20.06.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (die deutsche Synchronisation ist jedoch sehr gelungen). Die DVD ist nicht anamorph. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD.

Freitag, 17. Mai 2024

Das Gesetz bin ich

 




Das Gesetz bin ich

Story:

Melonen-Züchter Vince Majestyk (Charles Bronson) lehnt sich gegen korrupte Kleinkriminelle (Paul Koslo) auf und landet im Knast. Zusammen mit dem mafiösen Profikiller Frank Renda (Al Lettieri) entkommt er diesem. Vince Majestyk plant, den Profikiller den Behörden auszuliefern, sofern die Anschuldigungen gegen ihn fallen gelassen werden. Doch Frank Renda entkommt und schwört Rache am Melonen-Züchter…

Meine Meinung:

Richtiges Männerkino serviert von Regisseur Richard Fleischer (Tora! Tora! Tora!, Amityville 3-D) mit Death Wish Star Charles Bronson (Death Hunt, Ein stahlharter Mann) in der Hauptrolle, der hier Mal wieder Selbstjustiz üben darf, da er sich mit einem Profikiller anlegt. Das Gesetz bin ich ist genau das, was Fans von diesem Film erwarten: Prächtig unterhaltsam, amüsant, toll gespielt und obwohl der Film nicht Unmengen an Action-Szenen bietet, nie langweilig!

Vor allem Charles Bronson-Fans werden von ihrem Liebling und Idol bestens bedient. Der Plot ist dabei Mittel zum Zweck und trotz Lächerlichkeit mit dem nötigen Ernst in Szene gesetzt, so dass der Plot und die Handlungen dennoch glaubhaft wirken. Sei es Bronson, dem seine Melonen alles bedeuten oder der Profikiller, der sich in seinem Stolz verletzt sieht und Rache üben möchte und dabei Gefahr läuft, von der Polizei entdeckt zu werden.

Mir gefallen viele Momente und Szenen im Film. Sei es das Setting, das Overacting der Schauspieler, das Macho-Gehabe. Das 1. Aufeinandertreffen zwischen Vince Majestyk und Bobby Kopas (gespielt von Paul Koslo) z.B. ist einfach nur herrlich und regt zum Schmunzeln an! Oder das spätere Zusammentreffen von Bronson und seinem Feind in der Bar, in welcher Bronson noch die Frechheit besitzt, ihm eine zu verpassen. Einfach genial! Und dazu ein wunderbarer, passender und cooler Soundtrack, den ich mir u.a. auch anhöre, wenn ich z.B. am Notebook arbeite.

Die Actionszenen sind solide in Szene gesetzt: ein paar Schlägereien, eine coole Autoverfolgungsjagd und blutige Shoot-Outs runden den Film ab. Al Lettieri, der mir sonst gar nicht bekannt war, spielt Bronsons Gegner und mafiösen Profikiller, der (im Film) wegen mehrerer Morde im Gefängnis sass und sich nun ein Duell der Machos liefert: Herrlich! Er spielt ebenfalls, wie eigentlich alle Figuren, stark und so, wie es der Fan solcher Filme erwarten darf.

Fazit: Einer der besten Filme mit Charles Bronson. Klare Kaufempfehlung!

Infos:

O: Mr. Majestyk

USA 1974

R: Richard Fleischer

D: Charles Bronson, Paul Koslo, Al Lettieri, Lee Purcell, Linda Cristal

Laufzeit der deutschen DVD: 99:22 Min.

Gesehen am: Dez. 2008 / Neusichtung am: 01.03.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Habe im O-Ton mit englischen Subs geschaut, daher kann ich zur Synchronisation nichts sagen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Vor zwei Jahren erwarb ich ein seltenes und schönes Sammelstück zum Film: eine Betamax aus Ägypten! Diese war ein Geburtstagsgeschenk für einen guten Kumpel, der den Film auch liebt. Das Ding sieht wunderschön aus = siehe Bilder oben.

Dienstag, 14. Mai 2024

Piranha


Mit Joe Dante & Barbara Steele am NIFFF

Piranha

Story:

Per Zufall geraten tödliche Piranhas, Resultat von militärischen Wissenschaftlern (u.a. Barbara Steele), in einen Fluss und bewegen sich in die Richtung eines Camps und eines Wasserparks. Ein örtlich anwesender Säufer (Bradford Dillman) und eine Reporterin (Heather Menzies) versuchen das Unheil abzuwenden und die Menschen zu warnen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Meine Meinung:

Piranha ist nicht nur eine nostalgische Kindheitserinnerung, sondern in meinen Augen ist der Film von Joe Dante auch einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Piranha war dabei einer der ersten Filme von Joe Dante und sein Sprungbrett nach Hollywood. Später sollte er Filme wie Das Tier oder Gremlins realisieren. Das verdankt er auch Produzent Roger Corman, der für viele Talente verantwortlich war und ihnen den Weg nach Hollywood ebnete. Piranha entstand nach dem Erfolg von Jaws, wobei der später entstandene Jaws 3-D wiederum an Piranha erinnert.

Der Film wartet mit einer kurzweiligen, sozialkritischen und spannenden Story auf. Zwar alles Klischees, aber filmtechnisch erfolgreich. Dazu hat der Film zwei sympathische Hauptfiguren, die von Heather Menzies und Bradford Dillman verkörpert werden. In Nebenrollen sind noch Namen wie Dick Miller (Ritter der Dämonen) oder die Euro-Cult Queen Barbara Steele (Shivers) zu sehen. Für die Effekte zeichneten sich mehrere Könner aus. Dabei fällt mit Rob Bottin (The Incredible Melting Man, Maniac, The Thing) auch ein bekannter Name, zumal er in weiteren Roger Corman Produktionen mitwirken sollte.

Interessant ist Produzentin Chako Van Leeuwen. Die fiel mir auch im Vorspann auf. Bei dieser handelt es sich um die Japanerin Hisako Tsukuba (The Golden Bat), die ein Faible für Piranhas zu haben scheint. Denn sie hat nicht nur Piranha (nebst Roger Corman und Co.) produziert, sondern auch die späteren Filme Piranha II: The Spawning, Piranha (TV-Remake 1995), Piranha 3D sowie dessen Fortsetzung Piranha 3DD. Spannend.  Nebst Figuren und Plot überzeugen in Piranha auch die Effekte. Der Film ist blutiger, als ich es in Erinnerung hatte. Und da auf Humor jeglicher Art verzichtet wird und auch Kinder angegriffen und zu Opfern werden inklusive mehrerer Massenpaniken, wirkt der Film auch härter als z.B. der deutlich blutigere Piranha 3D, der jedoch dem Fun-Splatter Genre zuzuordnen ist (und dessen Humor nimmt dem Film die Härte).

Fazit: Wer 70er Jahre Tierhorrorfilme wie Jaws, Grizzly oder Squirm mag, sollte sich diesen Klassiker des Tierhorrorfilmes nicht entgehen lassen!

Gefolgt von: Piranha II: The Spawning

Infos:

O: Piranha

USA 1978

R: Joe Dante

D: Barbara Steele, Bradford Dillman, Heather Menzies, Kevin McCarthy, Dick Miller, Paul Bartel

Laufzeit der deutschen DVD: 89:58 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung am: 12.05.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGMG vor, welche am NIFFF von Joe Dante (NIFFF 2008) und Barbara Steele (NIFFF 2011) signiert wurde = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.