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Samstag, 7. Oktober 2017

Update

07.10.17 - Neue Reviews und Neukauf

- Neukauf


- Premutos - Der gefallene Engel (komplett überarbeitet)

- A Touch of Zen

- The Silver Fox

The Silver Fox Review



The Silver Fox

Story:

Ein Bruder wird eines Diebstahls verdächtigt, von seinem Vater und von seinem eigenen Bruder verletzt. Es stellt sich heraus, dass der des Diebstahls beschuldigte Bruder von seinem anderen Bruder hineingelegt wurde. Der Bösewicht tötet den Vater, der verletzte Bruder kann entkommen. 18 Jahre später: die Tochter (Lily Ho Li-Li) des dazumal verletzen und geflohenen Bruders soll nun die Rache am anderen Bruder vollenden. Dafür tarnt sie sich als Silver Fox und macht die Gegend unsicher…

Meine Meinung:

The Silver Fox stellt solide Shaw Brothers Schwertkampf-Action dar. Die Story bietet Rachemotive, Romanzen, etwas Humor und am Ende fiese Fallen und Twists. Die Action ist okay. Es gibt blutige Kampfszenen, auch wenn die Choreographie hier und da etwas statisch und langsam wirkt.

Die Figur Silver Fox (gespielt von der überzeugenden Lily Ho Li-Li) und ihr Filmvater machen eine gute Figur. Sie bringt auch etwas Charme in den Film, wenn sie die anderen weiblichen Figuren, vor allem von unserem Helden, eifersüchtig macht. Zudem bietet sie viele gute Szenen, weil sie mit Gift und Gegengiftmittel spielt und so ihre Feinde in der Hand hat.

Die restlichen Darsteller sind gut bis durchschnittlich. Der Held und Hauptdarsteller fand ich hingegen relativ naiv und unglaubwürdig bzw. unpassend. Gleiches gilt für seine Handlungen und/oder Dialoge. Alles mit Sparflamme und teilweise naiv.

Es handelt sich definitiv nicht um einen sehr spektakulären Film, auch wenn der Beginn effektiv und schlagartig in Szene gesetzt ist (aber auch hier agieren fast alle Beteiligten total naiv). Danach nimmt der Film das hohe Tempo raus. Es wurde oft draussen gedreht – erst gegen Ende werden mehr und mehr stimmungsvolle Sets eingesetzt (Untergrund Höhle mit Fallen), was dann auch Pluspunkte gibt.

Fazit: Solider Film, den ich nur ultimativen Shaw Brothers Fans empfehlen würde!

Infos:

O: Yu Mian Fei Hu

HK 1968

R: Hsu Tseng-Hung

D: Lily Ho Li-Li, Chang Yi, Jeanette Yu, Huang Chung-Hsin, Helen Ma

Laufzeit der TW DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 11.09.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2017). Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Uncut, Code drei Scheibe, O-Ton und englische Subs vorhanden. Sehr gute Bildqualität.

A Touch of Zen Review





A Touch of Zen

Story:

Zeichner Ku Shen-Chai (Shih Chun) lebt in einem verlassenen, ehemaligen Fort. Er lebt zusammen mit seiner Mutter (Chang Ping-Yu). Bald schon nimmt Ku seltsame Figuren in der Gemeinschaft wahr. Es sind Gesandte der Regierung, welche nach einem General und einer jungen Frau (Hsu Feng) suchen. Letztere lebt unter falscher Identität im selben Fort wie Zeichner Ku, welcher sich in sie verliebt. Doch die Schergen der Regierung sind ihnen bereits auf den Fersen…

Meine Meinung:

A Touch of Zen stellt den wichtigsten und bekanntesten Beitrag des taiwanesischen Regisseurs King Hu dar, der u.a. für Filme wie Come Drink with Me (Shaw Brothers Arbeit), Dragon Inn (weiterer Klassiker der mehrere Remakes erhielt, u.a. Arbeiten mit Tsui Hark, Donnie Yen und Jet Li), Painted Skin (mit Sammo Hung und Wu Ma) oder Legend of the Mountain (der 2018 von Eureka in England auf Blu Ray erscheinen soll) verantwortlich war.

A Touch of Zen ist mehr als ein gewöhnlicher 08/15 Wuxia, welche es zu der Zeit viele gab. Es überrascht nicht, dass der Film auch international grossen Anklang fand, an Cannes aufgeführt wurde (und einen Preis gewann) und von den HK Film Archiven unter den 100 besten chinesischen Filmen aller Zeiten auf Platz neun aufgeführt wird.

Der dreistündige Film, der ursprünglich sogar noch länger gelaufen sein soll, überzeugt nicht nur durch seine exzellenten Kampfszenen, die in den Duellen oft ans japanische Samurai Kino erinnern (auch optisch so eingefangen), sondern bietet auch inhaltlich mehr:

der aufwändige und toll gespielte Film ist trotz seiner Laufzeit von drei Stunden zu keiner Sekunde langweilig. Das Schauen kommt einem deutlich kürzer vor. Der Film baut teilweise eine unheimliche und atmosphärische dichte Stimmung auf, welche für das Genre ungewöhnlich ist. Zudem ist eine knisternde Spannung vorhanden, vor allem gegen Ende im «2. Finale» wie ich es nenne. Als dort die Mönche auftauchen und sich dem Bösewicht in den Weg stellen, wird die Spannung gar unerträglich!

Diesbezüglich ist die Geschichte auch viel komplexer als gedacht und hochphilosophisch, wenn über Buddhas Lehren gesprochen wird analog zu den Taten und Gesprächsinhalten der Mönche im Film. Den Weg der Protagonisten am Ende kann man als Weg ins Nirvana vergleichen und die Darsteller machen allesamt einen ausgezeichneten Job. Teilweise geraten Shih Chun und Hsu Feng im letzten Viertel gar in den Hintergrund und die Mönche und Chief Commander Hsu Hsien-Chen und seine Filmsöhne (u.a. Sommo Hung in einer Nebenrolle mit Actionszene, wird hier auch der «der dicke» genannt) stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Han Ying-Chieh als Commander Hsu ist eine extreme Präsenz im Film. Er kommt nur im Finale vor, aber seine Präsenz und sein Auftreten lassen ihn im Gedächtnis zurück. Ganz starke, in Erinnerung bleibende Leistung von ihm! Sein Kontrahent, Gaststar Roy Chiao, als Mönch, macht da keine Ausnahme. Ebenso starke Leistung.

Philosophische Grundsätze in eine Wuxia Actionhandlung mit politischen Seitenhieben verpackt, Geister-Themen und starken Actionszenen und wunderschönen Naturkulissen (man sieht war Taiwan alles bietet) in einem Film vereint – das ist King Hus Meisterwerk A Touch of Zen!

Wunderschöner Film, absolute Empfehlung meinerseits!

Infos:

O: Xia Nu

Taiwan 1971

R: King Hu

D: Hsu Feng, Shih Chun, Pai Ying, Tien Peng, Sit Hon, Roy Chiao, Sammo Hung

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 187 Min.

Gesehen am: 10.09.17 (Kino in Bern, Schweiz)

Fassungen: Die dt. DVDs sind nicht zu empfehlen. Die UT sollen in der O-Ton Fassung viel zu kurz zu sehen sein, die O-Ton Fassung soll sich schlecht anhören. Bei dem Film ist eine gute Bildqualität wichtig, daher sollte man die UK oder US Blu Ray erwerben (Uncut, viele Extras, O-Ton, englische Subs). Mir lag die DVD aus Taiwan vor (vor paar Jahren in Taiwan gekauft aber Film nie gesehen da lange Laufzeit) bzw. Film sah ich in Bern im Kino im Arthouse Kino (mit dem Master, welches das taiwanesische Filmarchiv 2014 selbst restauriert hat). Film lief in der OV mit dt. Subs. Die Bildqualität war sehr gut.

Premutos – Der gefallene Engel Review



Premutos – Der gefallene Engel

Story:

Matthias (Olaf Ittenbach) verwandelt sich während der Geburtstagfeier von einem Vater Walter (Christopher Stacey) in Premutos, einen gefallenen Engel, der zusammen mit einer Horde Zombies die Partygäste und Umgebung als Speiseplan auserwählt hat…

Meine Meinung:

Premutos – Der gefallene Engel war der dritte Spielfilm des deutschen Amateur Filmers Olaf Ittenbach nach Black Past und The Burning Moon, welche alle in Amateur-Splatterfilm-Kreisen Kultstatus geniessen und teilweise auch im Ausland vermarktet wurden.

Zwar kann Ittenbach mit seinen neuen Filmen nicht an alte Zeiten anknüpfen (für meinen Geschmack ging es nach Garden Of Love bergab), doch hat er sich, vor allem im deutschsprachigen Raum, einen Namen aufgebaut.

Premutos kannte ich selbst aus Jugendzeiten und fand ihn schon damals, obwohl ich mit deutschen Filmen nicht gross was anzufangen vermochte, herrlich amüsant. Das liegt daran, dass Premutos ein perfekter Partyfilm darstellt.

Es gibt eine fantasievolle Geschichte, welche auch vor Zeitsprüngen nicht Halt macht und auch stimmig wirkt, es gibt jede Menge tollen Gore und handgemachte, blutige Spezialeffekte die von Olaf Ittenbach selbst kreiert wurden. Olaf Ittenbach führte auch Regie und produzierte den Film. Die Vielzahl von blutigen Effekten, Zombie Make-Up und/oder Dämonenfratzen sind wirklich sehenswert, und alle, die Freude haben an solch schönen Effekten, werden in Premutos bestens bedient.

Der Film hat zwar nicht ganz Braindead Qualitäten, aber fast. Der Bodycount ist hoch und der Mix aus Komödie und Splatter funktioniert, wie so oft im Genre, sehr gut. Dazu zählen unfreiwillige Komik, amüsante Dialoge, nervende Figuren die den Tod verdient haben (und auch bekommen), Trash und politisch unkorrekte Dialoge (paar Dialoge gegen die von Darsteller Fidelis Atuma gespielte Person). Mir gefallen sowohl die erste, eher ruhige Filmhälfte sehr gut wie auch das effektive Splatter-Finale! Wobei ich sagen muss, dass ich die erste Hälfte, weil gerade herrlich amüsant (Dialoge, Figuren, Trash) und unfreiwillig komisch, nicht missen möchte.

Man muss sich jedoch bei einem bewusst sein: es handelt sich bei allen Beteiligten um Amateure (ausser die Effekte sind hoch professionell) und um einen Amateurspielfilm! Das heisst wer mit Amateurfilmen nicht vertraut ist, sollte sich den Film am besten gar nicht anschauen…

Infos:

O: Premutos – Der gefallene Engel

Deutschland 1997

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Fidelis Atuma, Anke Fabré

Laufzeit der dt. Blu Ray (Director’s Cut): 1h 50m 53s

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 09.09.17

Fassungen: Mir lag für die Überarbeitung meines alten Reviews die neue Fassung von Cinestrage Extreme vor, einem Label, welches mit seinen bisherigen Vös nicht für sich begeistern konnte (fehlende O-Töne, fehlerhafte Discs etc.). Premutos kommt im Mediabook daher und bietet: informatives Booklet, Soundtrack CD, den Film auf DVD (reguläre Fassung) und auf Blu Ray eine neue, erweitere Fassung – den so genannten Director’s Cut zum Film – Weltpremiere. Was sind die Unterschiede? Fangen wir beim Negativen an, wohl auch um den Film möglichst mit Mehrwert verkaufen zu können: Neues CGI Intro (billig, total unpassend, Fremdkörper), neuer Sprecher im Vorspann (schlecht, unpassend, Fremdkörper), neue Texteinblendungen im Vorspann die teilweise die Hälfte des Bildes verdecken (unpassend, störend, Fremdkörper). Das nimmt von den 5 Minuten, welche der DC länger ist als die bisher bekannte Fassung, schon drei Minuten in Anspruch. Dann zum Positiven: es gibt in mind. sieben Szenen mehr Gore zu sehen exklusive wurde die Zahnarztszene verlängert und die Bildqualität ist besser als bei der alten Fassung (grobkörnig, heller um somit ist der Gore besser zu erkennen). Was besser gewesen wäre: Alter Vorspann, alter Sprecher zusammen mit dem neuen Gore und der besseren Bildqualität! Aber der Anfang passt gar nicht mehr zum Film, empfand ich als störend und unpassend. Zum Glück liegt der Fassung die DVD mit der alten Fassung auch noch bei und sonst bin ich auch im Besitz der DVD aus Spanien, welche ich zu Jugendzeiten im Spanienurlaub erworben habe (O-Ton ist auch an Bord und Spanisch Dubbed). Diese hat zudem ein besseres Bildformat als die DVD Version von Cinestrange.

Neukauf

Gestern bekommen (als Geburi Geschenk)








Moebius
Koreanischer Film als HK DVD. Englische Subs vorhanden. Noch nie vom Film gehört - Reviews hören sich aber noch interessant an (Film soll weder Musik noch Dialoge haben).