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Samstag, 7. Oktober 2017

Premutos – Der gefallene Engel Review



Premutos – Der gefallene Engel

Story:

Matthias (Olaf Ittenbach) verwandelt sich während der Geburtstagfeier von einem Vater Walter (Christopher Stacey) in Premutos, einen gefallenen Engel, der zusammen mit einer Horde Zombies die Partygäste und Umgebung als Speiseplan auserwählt hat…

Meine Meinung:

Premutos – Der gefallene Engel war der dritte Spielfilm des deutschen Amateur Filmers Olaf Ittenbach nach Black Past und The Burning Moon, welche alle in Amateur-Splatterfilm-Kreisen Kultstatus geniessen und teilweise auch im Ausland vermarktet wurden.

Zwar kann Ittenbach mit seinen neuen Filmen nicht an alte Zeiten anknüpfen (für meinen Geschmack ging es nach Garden Of Love bergab), doch hat er sich, vor allem im deutschsprachigen Raum, einen Namen aufgebaut.

Premutos kannte ich selbst aus Jugendzeiten und fand ihn schon damals, obwohl ich mit deutschen Filmen nicht gross was anzufangen vermochte, herrlich amüsant. Das liegt daran, dass Premutos ein perfekter Partyfilm darstellt.

Es gibt eine fantasievolle Geschichte, welche auch vor Zeitsprüngen nicht Halt macht und auch stimmig wirkt, es gibt jede Menge tollen Gore und handgemachte, blutige Spezialeffekte die von Olaf Ittenbach selbst kreiert wurden. Olaf Ittenbach führte auch Regie und produzierte den Film. Die Vielzahl von blutigen Effekten, Zombie Make-Up und/oder Dämonenfratzen sind wirklich sehenswert, und alle, die Freude haben an solch schönen Effekten, werden in Premutos bestens bedient.

Der Film hat zwar nicht ganz Braindead Qualitäten, aber fast. Der Bodycount ist hoch und der Mix aus Komödie und Splatter funktioniert, wie so oft im Genre, sehr gut. Dazu zählen unfreiwillige Komik, amüsante Dialoge, nervende Figuren die den Tod verdient haben (und auch bekommen), Trash und politisch unkorrekte Dialoge (paar Dialoge gegen die von Darsteller Fidelis Atuma gespielte Person). Mir gefallen sowohl die erste, eher ruhige Filmhälfte sehr gut wie auch das effektive Splatter-Finale! Wobei ich sagen muss, dass ich die erste Hälfte, weil gerade herrlich amüsant (Dialoge, Figuren, Trash) und unfreiwillig komisch, nicht missen möchte.

Man muss sich jedoch bei einem bewusst sein: es handelt sich bei allen Beteiligten um Amateure (ausser die Effekte sind hoch professionell) und um einen Amateurspielfilm! Das heisst wer mit Amateurfilmen nicht vertraut ist, sollte sich den Film am besten gar nicht anschauen…

Infos:

O: Premutos – Der gefallene Engel

Deutschland 1997

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Fidelis Atuma, Anke Fabré

Laufzeit der dt. Blu Ray (Director’s Cut): 1h 50m 53s

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 09.09.17

Fassungen: Mir lag für die Überarbeitung meines alten Reviews die neue Fassung von Cinestrage Extreme vor, einem Label, welches mit seinen bisherigen Vös nicht für sich begeistern konnte (fehlende O-Töne, fehlerhafte Discs etc.). Premutos kommt im Mediabook daher und bietet: informatives Booklet, Soundtrack CD, den Film auf DVD (reguläre Fassung) und auf Blu Ray eine neue, erweitere Fassung – den so genannten Director’s Cut zum Film – Weltpremiere. Was sind die Unterschiede? Fangen wir beim Negativen an, wohl auch um den Film möglichst mit Mehrwert verkaufen zu können: Neues CGI Intro (billig, total unpassend, Fremdkörper), neuer Sprecher im Vorspann (schlecht, unpassend, Fremdkörper), neue Texteinblendungen im Vorspann die teilweise die Hälfte des Bildes verdecken (unpassend, störend, Fremdkörper). Das nimmt von den 5 Minuten, welche der DC länger ist als die bisher bekannte Fassung, schon drei Minuten in Anspruch. Dann zum Positiven: es gibt in mind. sieben Szenen mehr Gore zu sehen exklusive wurde die Zahnarztszene verlängert und die Bildqualität ist besser als bei der alten Fassung (grobkörnig, heller um somit ist der Gore besser zu erkennen). Was besser gewesen wäre: Alter Vorspann, alter Sprecher zusammen mit dem neuen Gore und der besseren Bildqualität! Aber der Anfang passt gar nicht mehr zum Film, empfand ich als störend und unpassend. Zum Glück liegt der Fassung die DVD mit der alten Fassung auch noch bei und sonst bin ich auch im Besitz der DVD aus Spanien, welche ich zu Jugendzeiten im Spanienurlaub erworben habe (O-Ton ist auch an Bord und Spanisch Dubbed). Diese hat zudem ein besseres Bildformat als die DVD Version von Cinestrange.

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