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Freitag, 15. Juni 2018

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Neue Reviews

 

 

- Ninja Hunter (Archiv Review leicht angepasst)

- Rescue from Hades

- Die Todesfaust der Killerkralle 

Die Todesfaust der Killerkralle Review



Die Todesfaust der Killerkralle

Story:

Am Flughafen wird Lung (Yasuaki Kurata) Zeuge, wie ein kleiner Junge und dessen Mutter von Gangstern entführt werden. Lung schreitet ein und zieht somit den Zorn einer internationalen Killerbande auf sich. Diese schicken ihre Killer los (u.a. Bolo Yeung), um Lung zu töten und ihren ursprünglichen Auftrag zu erfüllen…

Meine Meinung:

Dieser Film stellt den Zusammenschnitt einer japanischen Serie als Film dar. Im Original hat die Serie 26 Folgen (je 23 Min. Laufzeit) zu bieten und der Film läuft knapp 90 Min. Kein Wunder also, dass die Story leicht wirr und sprunghaft wirkt, Figuren auftauchen und plötzlich wieder verschwinden (z.B. Bruce Liang als Interpol Agent) und so weiter und so fort. Allerdings soll der Film nur aus fünf Episoden zusammengeschnitten sein.

Trotzdem kann man den Film gut schauen. Es gibt jede Menge Fights und die Story erkennt man trotzdem ganz gut – Japaner Yasuaki Kurata (Bruce Li – Faust der Vergeltung) spielt den Helden, der sich gegen die Black Panther Gang wehren muss und von diesen einen Killer nach dem anderen ins Jenseits befördert. Da sind einige bekannte Namen dabei – z.B. Bolo Yeung (The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!). Weiter bekannt und erkannt habe ich Dean Shek (The Singing Killer), obwohl er in einigen Datenbanken zum Film nicht gelistet wird. Aber man weiss sofort, wen er spielt…

Die Killer sind sehr unterschiedlich, was ihre Waffen, Gimmicks und Fähigkeiten angehen. Das macht die Kampfszenen sehenswert und unterhaltsam. Längen kommen dank der vielen Actionsequenzen kaum auf. Wer sich nicht um das Prinzip und Logik schert, wird solide unterhalten. Aufgewertet wird der Film durch eine qualitativ hervorragende und amüsante deutsche Synchronisation mit vielen bekannten Sprechern. Als kleines Extra kann sich der Fan über viele verschiede Drehorte freuen (Film pendelt zwischen Japan – Hong Kong) – welche das typische, klassische Eastern Setting hinter sich lassen.

Fazit: Als Old Schoold Kung Fu Film Fan kann man sich den Film gut ansehen, ohne enttäuscht zu werden! Die Originalserie werde ich mir noch auf die Wunschliste setzen (gibt es als US-DVD in jap. mit englischen Subs).

Infos:

O: Shen Quan Fei Long

HK 1975

R: Peng Chien

D: Yasuaki Kurata, Lee Ka-Ting, Bolo Yeung, Chan Lau, Bruce Leung Siu-Lung, Dean Shek

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 01.04.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Schröder Media vor (Asia Line Vol. 12) = Wendecover, Deutsch/Englisch/Japanisch mit englischen Subs (dt. Sprachfassung hört sich jedoch toll an!), Uncut (zensierte Kinofassung ist als Bonus an Bord). Leider diesmal kein Bonusfilm dabei – aber machts nichts. Die Filme der Asia Line gefallen mir im Grossen und Ganzen bisher sehr – kaufe ich fleissig weiter ein – oft auch mangels Alternativen.

Rescue from Hades Review





Rescue from Hades

Story:

Mulian (David Tang Wei) begibt sich auf einen Pfad, um den Armen zu helfen und um Buddhas Lehren zu befolgen. Mulian wird im Verlauf zu einem Mönch. Sein Ziel: in den Hades einzudringen und seiner Mutter, die verstarb, aus der Hölle zu befreien…

Meine Meinung:

Rescue from Hades lag mir als Originalversion ohne englische Subs vor (mehr dazu unter Fassungen). Der Film könnte ein Remake des Filmes Mulian Saving His Mother (Taiwan, 1968, laut anderen Quellen 1977 was realistischer scheint, da David Tang Wei fast so aussieht wie in Rescue from Hades von 1982) sein – auch dort spielt David Tang Wei einen Mönch, der, zumindest laut dem englischen Titel, seine Mutter retten will und der Film stammt auch aus Taiwan wie Rescue from Hades.

Ich erhoffte mir bei diesem unbekannten, raren Anfang 80er Jahren Film aus Taiwan ein Fantasy-Spektakel – mit viel charmanten Effekten, ggf. Action/Martial Arts, Monster/Gummikostüme, coole Settings und Make-Up Effekte und ebenso charmante CGI (Laserstrahlen und so). Da haben die Taiwanesen z.T. schöne Fantasy Kracher auf die Leinwand gezaubert – z.B. die Wolf Devil Woman Reihe, General Invincible, die Child of Peach Reihe, The Twelve Fairies, Kung Fu Wonder Child, The Imperial Sword Killing the Devil, The Thrilling Sword, Three-Head Monster, Friendly Shock, New Pilgrims to the West, The Devil, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf oder Devil Design.

Nicht alle der genannten Titel sind Highlights - und das trifft auch auf den hier vorliegenden Rescue from Hades vor, dessen VHS Cover mit seiner Bildauswahl auch schummelt – einige der Bilder auf der Rückseite des Covers, welche auf oben genannte Phänomene hoffen lassen, kommen nämlich im Film nicht vor und dürften von einem anderen Film schauen. Ein Phänomen, welches ich auch schon auf anderen südkoreanischen VHS Covern gesehen und erlebt habe. Zur Verteidigung der Südkoreaner sei gesagt, dass auch das Cover des VHS aus Taiwan einige der falschen Bilder auf dem Cover zeigt – das Label aus Südkorea hat sich als Quelle dort bedient.

Der Film hat seine Schwächen in der ersten Filmhälfte: gemächliche und unspektakuläre Story-Entwicklung ohne grosse Überraschungen, keine Martial Arts, keine Fantasy, nicht wirklich sympathische Figuren und dümmlicher Humor. Dazu Längen. Ausnahme stellt das eine Mädel (die Amazone) dar – die war sympathisch und versucht, die von David Tang Wei gespielte Figur zu verführen. Die 2. Filmhälfte ist besser – es folgen Rituale, David Tang Wei gespielte Figur wird zu einem Mönch und mit Hilfe von Drittpersonen reist er in den Hades – um seine Mutter zu finden.

Da kommen die Stärken des Filmes auf – die Settings werden ansehnlicher, aufwändiger und spiegeln diverse Höllen-Kammern wieder. Dazu kommen vereinzelt charmante Effekte und 2-3 Kampfszenen, die allerdings nicht wirklich spektakulär ausgefallen sind. Chen Sing (The Singing Killer) ist dort in einer kleinen Nebenrolle als rotgekleideter Kämpfer zu sehen.

Am besten haben mir die diversen Höllen gefallen – etwas, was im Asiatischen Kino nicht neu ist – man sehe Filme wie Hell (Thailand 2005), Japanese Hell (Japan 1999), Jigoku (Japan 1960 – wohl der Klassiker zu dem Thema) oder die Shaw Brothers Arbeit Heaven and Hell von Chang Cheh (Hong Kong 1980).

Fazit: Die Höllenszenen retten Rescue from Hades von einem langweiligen zu einem soliden Durchschnittswerk – welches man nicht zwingend gesehen haben muss – aber man kann nicht bei jedem potenziellen, unbekannten Fantasy-Film aus Taiwan Glück haben was die Qualität angeht…

Infos:

O: 新目蓮救母

Taiwan 1982

R: Liang Che-Fu

D: David Tang Wei, Gua Ah-Lei, Linda Liu Shui-Chi, Ha Ling-Ling, Chi Kuan-Chun, Chen Sing

Laufzeit des koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 01.04.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und weltweit keine DVD oder Blu-Ray Fassung (Stand: April 2018). Mir lag das VHS aus Südkorea vor von Dong Young Home Video. Der Titel auf dem Cover ist falsch geschrieben («A Rescus from Hades»). Der Film liegt in der ungeschnittenen (Film ist harmlos) Originalfassung in Mandarin mit koreanischen Subs vor. Die Bildqualität ist sehr gut. Auf dem Cover sind drei Bilder abgebildet, welche nicht aus dem Film stammen. Das VHS habe ich von einem Privatverkäufer/Sammler (einem Experten in Sachen südkoreanische VHS) direkt aus Südkorea erhalten. Als einzige mir bekannte Alternative ist mir noch ein VHS aus Taiwan bekannt (auch hier die gleichen, falschen Bilder auf dem Cover) – dieses könnte eventuell mit englischen Subs sein, wobei dies bei VHS aus Taiwan auch nicht zwingend der Fall sein muss. Youtube und Co. Fassungen sind alle im O-Ton ohne Subs. Story jedoch verständlich durchs Schauen – daher sind fehlende, englische Subs nicht gross negativ zu werten (hätte die erste lahme Filmhälfte auch nicht interessanter gemacht). Preise für südkoreanische VHS von Sammlern: zwischen 50-200USD. Vor Ort sollen, gerade für sehr seltene Kung Fu VHS (aus HK, Taiwan oder Südkorea stammend), auch bis 800 USD gezahlt werden…

Ninja Hunter Review





Ninja Hunter

Story:

Zwei Kämpfer (u.a. Alexander Lo Rei) stellen sich einem bösen Wu Tang Meister (Jack Lung Sai-Ga), der mit Hilfe von japanischen Ninjas alle Shaolin Kämpfer töten will, in den Weg und nehmen den Kampf auf…

Meine Meinung:

Das Cover der UK DVD verspricht nicht zu viel, wenn vom Shaolin Vs Lama Team und Non-Stop Action die Rede ist. Wer Old School Kung Fu / Wald-und-Wiesen Kung Fu Filme mag, wird an Ninja Hunter grosse Freude haben.

Der in Taiwan gedrehte Film vereint einen Lama Kämpfer als Bösewicht, Shaolin Kämpfer die auf der Abschussliste stehen und zudem als exotisches und fantasievolles Detail noch japanische Ninjas (inklusive Hitler Bärtchen) die den bösen Lama Kämpfer unterstützen.

Jack Lung Sai-Ga macht als Bösewicht eine gute Figur, auch wenn er mir von Namen her nicht bekannt ist (hat mich an Lo Lieh erinnert, den in Shaw Brothers Filmen oft auch Bösewichte spielte mit gleicher Perücke). Der Held auf der anderen Seite ist kein geringerer als Taiwans "Ninja Star" Alexander Lo Rei, der einmal mehr in seiner Filmkarriere gegen Ninjas kämpfen darf.

Er und sein Mitbestreiter treten gegen den Bösewicht an und beide tauchen jedoch erst in der 40. Minute auf. Doch das tut dem Spass keinen Abbruch, da auch vorher fast immer nur gekämpft und/oder trainiert wird!

Daher: Klare Kaufempfehlung an alle Old School Kung Fu Film Fans!

Infos:

O: Ren Zhe Da Jue Dou

Taiwan 1984

R: Wu Kuo-Jen

D: Alexander Lo Rei, Jack Lung Sai-Ga, Chen Shan

Laufzeit der HK LD: 89:35 Min.

Gesehen am: April 2016 (UK DVD), 2. Sichtung (HK LD) am: Ende März 2018

Fassungen: Mir lag die HK LD vor. Vorteile gegenüber der UK DVD: O-Ton vorhanden und Uncut. UK DVD ist zensiert und nur Englisch Dubbed. Die HK LD bietet als Tonspuren an: Mandarin, Kantonesisch und Englisch – keine Subs aber braucht es bei der kaum vorhandenen Story auch nicht. Die Bildqualität ist recht gut und besser als jede VCD (gäbe es vom gleichen Label, Ocean Shores, auch). Von einem deutschen Privatdealer Ende 2017 abgekauft bzw. auftreiben lassen. Die UK DVD wird entsorgt.