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Sonntag, 15. Juli 2018

Update

Neue Reviews und letzter NIFFF Bericht inklusive NIFFF Fazit

 

 

- NIFFF Fazit



- The Most Assassinated Woman in the World (NIFFF 2018 Spezial)

- What Keeps You Alive (NIFFF 2018 Spezial)

NIFFF Fazit und Bericht letzter Tag

Nach einem NIFFF Tag mit mässigem Programm, zunehmender Müdigkeit und einer sehr schlechten Nacht (= müde) kam ich am letzten NIFFF Tag nur schwer in die Gänge. Reviews vom Vortag wurden erst ab Mittag geschrieben. Das Schreiben fiel mir schwer. Kaufte auch noch viel im Internet ein (1 HK LD, 1 US VHS, 11 HK VCDs...).

Die ersten zwei Filme liess ich bewusst aus. Etwas Zeit zum Erholen und mir wurde erst das WM Spiel um Platz drei (bin England Fan) gestern durch meinen Kollegen aus Zürich ins Gedächtnis gerufen, welches am Samstag Nachmittag laufen sollte. Das wollte ich mir nicht nehmen lassen, dieses anzusehen. (Nachtrag: leider haben sie verloren).



Fazit NIFFF 2018: 

+

+ Stimmung
+ See
+ Filme die auf der Wunschliste landen werden
+ mehr Kinos, kein Theater du Passage 2 und keine Filme mehr im "Tempel" 
+ Autogramme
+ Wetter
+ Gutes Essen 
+ Daneben Filme auf youtube geschaut, Kollegen zu Besuch gehabt, viel
   geshoppt 
- Gäste sympathisch (Cronenberg und Noé)
- Von Dritten angesprochen worden wegen meinem Blog und kleines Lob
  erhalten, was mich freute:-)


-

- Wetter
- Verspätungen
- Infos werden nicht auf Englisch kommuniziert (an einem internat. Filmfest)
- Programm wird immer breiter = mehr Zuschauer, weniger "Horror-Kram"
- Mehr und mehr Werbung bevor ein Film startet
- Selbstverliebte Filmvorsteller 
- Publikum unverändert zu den letzten Jahren
- Unpassender Abschlussfilm
- Buybust fliegt aus Programm und NIFFF kann nicht sagen warum
- Falsche und/oder unterschiedliche Infos im Programmheft (klein, gross), 
  Homepage und dem aufklappbarem Programm (Version Woman in the Dunes)
- Miese Retro (kein Bad Taste, kein Braindead...) 
- Kinos Studio und Arcades = keine Klimaanlage oder diese nicht gebraucht


Filme die auf die Wunschliste kommen (ohne spezielle Reihenfolge):

- Hereditary
- Murder Me, Monster
- Woman in the Dunes
- An Evening with Beverly Luff Linn 
- Piercing 
- Operation Red Sea
- Under the Silver Lake


Plan für nächstes Jahr:

Werde ich Filme, die nicht meinem Geschmack entsprechen, gar nicht erst schauen gehen - auch wenn das längere Pausen und weniger Reviews bedeutet - shoppe ich halt in der Zeit, lese mehr oder gucke Filme auf youtube und Co. 

Gedanken zu den offiziellen NIFFF Gewinnern:

Der H.R. Giger "Narcisse" Preis ging an Climax - finde ich cool wenn auch unerwartet - hätte auf Hereditary getippt! Noé mag ich es gönnen. Zudem gewann der Film auch den Méliès d’Argent Preis. 

Piercing erhielt von den internationalen Filmkritikerin, die anwesend waren, den Preis. Finde ich auch cool - nur schon, dass die tolle Italo Musik Gehör und Anlank findet!Weiter erhielt Piercing den Preis für das beste Production Design. Nachvollziehbar bei den Bildern!

Und auch Under the Silver Lake, den ich auch toll fand, gewann den Jugend Jury Preis!

Selten war ich so einveratnden mit den gewonnenen Titeln, wie dieses Jahr! 

PS: Die zwei letzten NIFFF Filme werden zwar nicht gekauft, waren aber deutlich besser als die vom Freitag! Zufrieden! 

What Keeps You Alive Review

NIFFF 2018 Spezial



What Keeps You Alive

Story:

Zwei verheiratete Frauen feiern ihr erstes Jahr in Ehe – und suchen dazu eine Waldhütte auf – um in voller Einsamkeit feiern zu können. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Bei diesem Terrorfilm ist es gut, möglichst wenig über die Story zu wissen, damit er die volle Wirkung erzielen kann. Wer das Backwood- oder Terrorkino mag, kann sich den Film gut ansehen. Es ist doch viel spannender, wenn man nicht weiss, was passiert?! Ist es ein Mörder mit Maske? Ein Monster? Rednecks, die einer Edward Lee Geschichte entsprungen sein könnten? Eine kannibalistische Familie à la Saw Family (aus Blutgericht in Texas)? Aliens (à la Extraterrestrial vom gleichen Regisseur der auch am NIFFF gezeigt wurde)? Drogenkonsum und die Folgen (à la One Way Trip 3D)? Die Nachbarn? Sekten und Kulte à la Mandy?

What Keeps You Alive, der politisch korrekt mit einem Lesbenpaar aufwartet, überzeugt nicht nur durch eine spannende, fesselnde und intensive Story, sondern auch durch schöne Naturbilder die jeden Camp-Slasher verzücken würden. 

Inhaltlich gibt es einige Twists, wobei diverse Handlungen von diversen Figuren zum Teil sehr fragwürdig sind d.h. einfach nur dumm und nicht nachzollziehbar. Ob die Figuren dafür bestraft werden? Vielleicht...

Was das Lesbenpaar angeht spielt vor allem Hannah Emily Anderson stark. Sie ist eine echte Bereicherung und ihre Szenen sind voller Kraft und Härte. Brittany Allen hingegen hat mich eher genervt, zumal sie typischen Stereotypen entspricht.

Das sind aber nur kleine Details - der Film funktioniert relativ schnörkellos mit hohem Tempo und vergeudet dabei nicht mit Füllszenen und/oder einer langsamen Einleitung - nein danke! Es geht ohne Pause mit hohem Tempo dem Ende entgegen, welches Geschmackssache ist - einige Punkte fand ich gut, andere etwas zu konstruiert.

Regisseur Colin Minihan hat mit seinem neusten Film immerhin seinen letzten NIFFF Beitrag, It Stains the Sands Red, den ich grottenschlecht fand, bei weitem überboten. Bravo! 

Fazit: Kann sich jeder Horror/Backwood/Terrorkino Fan ansehen! Am besten ohne Trailersichtung und ohne zu viel zu wissen, damit Überraschungen nicht verdorben werden...

Infos:

O: What Keeps You Alive

Kanada 2018

R: Colin Minihan

D: Hannah Emily Anderson, Brittany Allen, Martha MacIsaac, Joey Klein, Charlotte Lindsay Marron

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 14.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit franz. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). 01.06.19 Nachtrag: inzwischen raus auf Blu-Ray oder DVD in D.

The Most Assassinated Woman in the World Review


 NIFFF 2018 Spezial



The Most Assassinated Woman in the World

Story:

Montmartre, Paris, 30er Jahre:

Paula Max (Anna Mouglalis) ist der grosse Bühnenstar eines Pariser Horrortheaters, im welchen sie unzählige Tode stirbt. Die Show gerät ins Wanken, als politische Einflüsse und ein echter Mörder Paris unsicher machen…

Meine Meinung:

Zum Abschluss des NIFFF 2018 wurde ich nach einem gestrigen eher schwachen Programm noch versöhnlich gestimmt. Der Film, scheinbar, wie der Vorspann vermuten lässt, eine Netflix Produktion (und läuft im Kino?! - wobei war mit Okja am Cannes auch so), bietet siolide Unterhaltung, die ohne Ansprüche gut zu unterhalten vermag. Nicht mehr, und nicht weniger.

Soll heissen: kein Film, den ich mir jetzt in die Sammlung stellen würde, aber durch und durch okay. Solche gab es am NIFFF 2018 einige (Gonjiam: Haunted Asylum, Climax, Liverleaf, Tiere etc.). Interessant fand ich die Tatsache, dass die Story auf einer wahren Begebenheit beruht. Dies wusste ich nicht.

Das Setting, vor allem das Pariser Horrortheater, hat mir gut gefallen und die Shows und die tollen Effekten waren für mich das Highlight des Filmes. Die Schauspieler haben ihre Rollen auch sehr solide und überzeugend gespielt, so dass auch in dieser Hinsicht nicht gemotzt werden darf. Der Film ist jedoch nicht übermässig blutig und der Grossteil der Effekte sind Film-im-Film Effekte für die Bühnenshow.

Die Story ist nicht allzu kompliziert, doch hat sie einige kleinere Twists (die Figuren und ihre Vergangenheit betreffend inklusive Alpträume, Halluzinationen etc.) parat. Wenn man also nicht bei der Sache ist, wird man gewisse Fragezeichen am Horizont aufleuchten sehen. Auf der anderen Seite sollte man die solide Produktion einfach geniessen - am Ende vor dem Abspann wird auf die realen Eriegnisse und Schicksale der Figuren eingagen, so dass spätenstens dort alles erklärt wird.

Fazit: Kann man sich gut ansehen! Kein Highlight - aber ein solches Theater hätte ich früher als Horrorfilmfan sicher auch täglich besucht!

Infos:

O: The Most Assassinated Woman in the World

Belgien, Großbritannien, USA 2018

R: Franck Ribière

D: Anna Mouglalis, Niels Schneider, Eric Godon, André Wilms, Sissi Duparc

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 14.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit eng. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018).