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Donnerstag, 9. Februar 2023

James Bond jagt Dr. No Review

James Bond jagt Dr. No 

Story:

 

De britische Top-Geheimagent James Bond (Sean Connery) wird nach Jamaika geschickt. Dort soll er klären, was es mit dem Verschwinden seines Vorgängers und dessen Sekretärin auf sich hat…

 

Meine Meinung:

 

1962 schickte Regisseur Terence Young (Verflucht und verkommen) einen Super-Agenten ins Kino, der zu einem absoluten Welterfolg werden sollte: 007 James Bond! Und startete damit nebst Godzilla eine der längsten Film-Reihen überhaupt. Terence Young bleib der Reihe mit der Fortsetzung Liebesgrüße aus Moskau und dem 4. Teil (Feuerball) der Reihe treu, ehe er sich später Charles Bronson annehmen sollte (Rivalen unter roter Sonne, The Valachi Papers, Kalter Schweiß).  

 

James Bond jagt Dr. No ist die erste Verfilmung von Flemings Roman. Sean Connery (Goldfinger) darf stolz sein, sich der erste James Bond überhaupt zu nennen und er macht seine Sache sehr gut - egal ob in den Action-Szenen oder wenn es darum geht, tödlichen Attentaten zu entkommen oder schöne Frauenherzen zu brechen. 90% aller James Bond Filme sah ich bisher nur einmal. Zu 90% weiss ich gar nichts mehr über die Filme. Daher werden die 007-Filme nun nach und nach neu gesichtet.

 

James Bond jagt Dr. No mag zwar ein Klassiker sein, der den Stein ins Rollen brachte, aber der Film fliegt nach Neusichtung aus der Sammlung. Schlecht ist der Film definitiv nicht, aber schon früher fand ich den Film doch eher etwas mager im Vergleich zu Bonds späteren Abenteuern. Der Grund ist vor allem die 2. Filmhälfte, auch wenn diese z.B. in Austin Powers parodiert werden sollte: Spannung weg, lahme, billige Action, Ursula Andress (Mountain of the Cannibal God) Rolle eigentlich deplatziert. Zudem war die 2. Hälfte des Vorspannes in den Film schwach.

 

Die 1. Filmhälfte hat hingegen viel richtig gemacht und hat mir ausserordentlich gut gefallen. Diese Hälfte bietet einen tollen Agenten-Krimi Plot im exotischen Ferienparadies Jamaika. Wie es sich für die Bond-Filme gehört wurde vor Ort in Jamaika gedreht. Die erste Filmhälfte empfand ich als durch und durch herrlich amüsant, spassig, spannend und unterhaltsam mit extrem tollem Schauspiel aller Beteiligten. Da kam die 2. mässige Filmhälfte nicht mehr ran, zumal es vom Bösewicht auch viel zu wenig zu sehen gibt.

 

Fazit: Wegweisender Klassiker, der eine 2. bessere Filmhälfte verdient gehabt hätte!

 

Gefolgt von: Liebesgrüße aus Moskau

 

Infos:

 

O: Dr. No

 

Großbritannien 1962

 

R: Terence Young

 

D: Sean Connery, Ursula Andress, Joseph Wiseman, John Kitzmiller, Bernard Lee, Jack Lord, Anthony Dawson, Zena Marshall, Lois Maxwell, Eunice Gayson

 

Laufzeit der deutschen DVD: 105:12 Min.

 

Neusichtung am: 11.01.23

 

Fassungen: Mir lag der James Bond Koffer vor = 20 James Bond Filme (je als Ultimate Edition / 2-Disc DVD Set) enthalten, Uncut, restauriert, Deutsch/Englisch mit diversen Subs. Hervorragende Bild- und Tonqualität. Die Filme gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Den Koffer habe ich inzwischen entsorgt (das Ding hat sich, was die Farbe angeht, an paar Stellen verfärbt, warum auch immer = sah unschön aus).

Dienstag, 3. November 2020

Liebesgrüße aus Moskau Review

Liebesgrüße aus Moskau

Story:

Die Gangster-Organisation «Das Phantom» nutzt den kalten Krieg und die damit verbundenen Ängste aus, um einen Plan zu schmieden, um Endländer und die Russen gegeneinander aufzuhetzen und damit James Bond (Sean Connery) zu eliminieren und den Tod von Dr. No (siehe Teil eins) zu rächen…

Meine Meinung:

Die James Bond Filme sind zusammen mit der Godzilla und Zatoichi Reihen eine der längsten Film-Reihen überhaupt. Wie besagte Reihen sah ich die James Bond Filme zum ersten Mal spät – erst im Jahr 2008 startete ich mit den Erstsichtungen zu den Bond Klassikern. 2. Sichtungen sind bisher Mangelware (wie auch bei den Zatoichi und Godzilla Filmen).

Zu Ehren von Sean Connery, der an Halloween 2020 verstorben ist, gab es eine James Bond Neusichtung. Ich wählte den 2. Film aus der Reihe aus - Liebesgrüße aus Moskau, da ich diesen als sehr gut in Erinnerung hatte. Die Neusichtung hat der Film bestanden, aber ich empfand den Film als weniger als bei meiner 2008er Erstsichtung.  

Der Film ist absolut ok und man kann sich Liebesgrüße aus Moskau gut ansehen, ohne wirklich enttäuscht zu werden. Aber es handelt sich um keinen Kracher der Bond Ära. Sogar die Fortsetzung, Goldfinger, ist in meinen Augen der klar bessere Bond.

Woran liegt es? Für meinen persönlichen Geschmack sieht man dem Film sein Alter an. Die Action-Szenen sind grösstenteils nichts Besonderes und ich empfand es als unglaubwürdig, dass sich die Russin so schnell in Bond verliebt und es diesem auch so kommuniziert. Die grössten Knackpunkte sind aber die Szenen in der Türkei. Diese sind zuerst interessant, nutzen sich aber schnell ab. Es folgen in dieser Phase im Mittelteil die lahmsten Szenen des Filmes. Ab dem Zeitpunkt, in welchem der Film im Zug spielt, wird der Film besser da actionreicher und spannender. Auch die Szenen im Finale fand ich stark (Helikopter, Boot).

Die Drehorte sind natürlich schön, der Inhalt war dazumal aktuell und die Darsteller sind allesamt toll anzusehen – nebst Bond bzw. Sean Connery vor allem die Bösewichte. Nur Tatiana Romanova bleibt hinter den Erwartungen zurück, da sie viel zu schnell dem Charm vom Bond verfällt und ihre Figur sehr eindimensional und wenig wandelhaft wirkt. Bei den Bösewichten haben durchs Band alle gefallen und überzeugt – egal ob der spätere Jaws Star Robert Shaw oder die unbekannte Nr. 1 oder die alte und kleine Killer-Lady (Nr. 3.).

Fazit: Besser als der Vorgänger, schlechter als der Nachfolger aber jedem James Bond selbstverständlich trotzdem zu empfehlen…

Gefolgt von: Goldfinger

Infos:

O: From Russia with Love

Großbritannien 1963

R: Terence Young

D: Sean Connery, Daniela Bianchi, Pedro Armendáriz, Lotte Lenya, Robert Shaw

Laufzeit der deutschen DVD: 110:15 Min.

Gesehen am: Feb. 2008 / Review überarbeitet am: 31.10.20

Fassungen: Siehe Goldfinger!

Donnerstag, 9. April 2020

Goldfinger Review


Goldfinger

Story:

James Bond (Sean Connery), Geheimagent aus England, bekommt einen neuen Job: er soll den reichen Schweizer Geschäftsmann Goldginer (Gert Fröbe) überwachen und bald findet sich Bond in einer neuen, tödlichen Mission wieder…

Meine Meinung:

Goldfinger, die zweite James Bond Fortsetzung, hat die Neuprüfung d.h. die Neusichtung bestanden. Ich bin kein allzu grosser Kenner der Filme und ich habe die James Bond Filme bisher auch je nur einmal gesehen. Die neuen Filme der Reihe hingegen interessieren mich nicht mehr, da diese mit den alten Bond Filmen kaum mehr was zu tun haben (sondern mehr mit 08/15 US-Actionfilmen).

Goldfinger besticht durch eine unterhaltsame Geschichte, durch einen starken Sean Connery, durch tollen Witz, exotische und wechselhafte Drehorte (u.a. Schweizer Alpen) und starke Action und Effekte. Der Film hat ein hohes Budget und den Bond-Titelsong empfand ich als stark – gefiel mir sehr gut.

Nebst Sean Connery überzeugen Honor Blackman als Bond-Girl mit dem provozierenden Namen Pussy Galore und vor allem der Deutsche Gert Fröbe (Es geschah am helllichten Tag) als Bond-Gegner und Bösewicht. Er spielt absolut genial und jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Goldfinger hat im Film ein Imperium aufgebaut mit einer Kleinarmee von Koreanern und Pussy Galore und ihren fliegenden Mädels. Seine rechte Hand und «Mann für alles» (Fahrer, Killer, Leichenentsorger) wird von Harold Sakata gespielt, mit japanischen Wurzeln, auch wenn er im Film einen Koreaner spielt.

Er gibt einen harten Gegner ab und liefert sich im Finale, welches sonst leicht enttäuscht, einen harten und langen Kampf mit Bond. Körperlich hat Bond keine Chance, so dass er sich was anderes einfallen lassen muss, um den Kampf zu gewinnen. Aber im improvisieren war Bond schon immer klasse. Harold Sakata ist nebst Richard Kiel sicher einer der bekanntesten Killer-Figuren im Bond Universum.

Weitere Action-Highlights bestehen aus einem Attentat-Versuch in einem Hotelzimmer, einer Flucht mit Bonds neuem Wagen inklusive des Austestens dessen neuen Funktionen, Bonds Ausbruch aus einer Gefängniszelle und dem Finale, wobei das Finale für meinen Geschmack leicht enttäuschend war. Es ist auch fraglich, wie Goldfinger entkommen konnte – was immerhin in einem Action-Twist am Ende nochmals aufgegriffen wird. Vergleiche mit den anderen Bond Filmen kann ich nicht liefern, da dessen Sichtungen viel zu lange her sind...

Fazit: Wer die alten Bond Filme mag, kann bedenkenlos zugreifen! Sehr gute Bond Unterhaltung!

Gefolgt von: Feuerball

Infos:

O: Goldfinger

Großbritannien 1964

R: Guy Hamilton

D: Sean Connery, Honor Blackman, Gert Fröbe, Shirley Eaton, Tania Mallet

Laufzeit der deutschen DVD: 105:29 Min.

Gesehen am: Feb. 2008 / Review überarbeitet: 08.04.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM/20th Century Fox vor (James Bond Koffer) = alle Teile enthalten bis und mit Stirb an einem anderen Tag, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Die DTS Tonspur ist sehr gut. Extras gibt es jeweils auf einer 2. Bonus-Disc. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray. Die Filme kann man auch bedenkenlos in Deutsch schauen.