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Samstag, 16. Mai 2026

The Black Enforcer

The Black Enforcer

Story:

Kuan Yun-Fei (Tien Feng) hat 14 Menschenleben auf dem Gewissen und ist auf dem Weg, zum Gericht eskortiert zu werden. Nachts gelingt ihm die Flucht. Doch zuvor töten er und seine Männer die ganze Familie von Kung Tien-Lung (Tang Ching) inklusive vergewaltigen dessen Tochter. Kung Tien-Lung wird verletzt und wandert danach 15 Jahre ins Gefängnis. Danach sieht er die Zeit der Rache gekommen. Derweil lebt Kuan Yun-Fei, der inzwischen erblindet ist, mit seiner Familie ein ruhiges und abgelegenes Leben…

Meine Meinung:

The Black Enforcer war auch einer dieser Shaw Brothers Titel, die es mit Ausnahme der ZiiEagle Fassung nicht auf VCD und DVD gab. Celestial hat um das Jahr 2000 zwar begonnen, ca. 90% aller Shaw-Titel zu restaurieren und auf VCD und DVD zu veröffentlichen, doch einige Titel gingen ihnen, warum auch immer, durch die Lappen. Titel wie This Man Is Dangerous, To Kill a Mastermind, Ghosts Galore, I Will Finally Knock You Down, Dad!, Pursuit of a Killer, Curse of Evil, Spirit of the Raped, Revenge of the Corpse, Misfire, The Imperial Tomb Raiders, Crazy Nuts of Kung Fu, Karate King, The Psychopath, Mission Impossible, Die Wilden Engel von Hong Kong, Shadow Girl, Lovers Blades, Die Bande des gelben Drachen oder Na Cha and the Seven Devils.

Dank verschiedenen Labels wie Shout Factory, TVP, Koch Media und 88 Films sind nun einige dieser Filme auf physikalischem Medium erschienen. Einige der oben genannten gab es immerhin auf VHS oder LD. Zu diesen "verschollenen" Titeln gehörte auch The Black Enforcer. Ein Wuxia und eine angebliche Co-Produktion zwischen den Shaw Brothers (also Hong Kong) sowie Südkorea, wobei in Datenbanken nur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Shaolin Hand Lock, The Mighty Peking Man) als Regisseur und kein zweiter, koreanischer gelistet wird. Fakt ist, dass scheinbar der Cast während des Drehs ausgetauscht wurde. Gedreht wurde vor Ort im kalten und verschneiten Südkorea.

Der Film ist zwar kein Kracher, hat mir aber dennoch wirklich gut gefallen. Es sind vor allem zwei Dinge, dir mir zusagten. Zum einen die teilweisen Drehorte vor Ort in Südkorea. Die geben dem Film einen anderen Touch. Viele der Shaw-Filme sind reine Studio-Filme d.h. auch alle Outdoor-Aufnahmen sind nicht selten in Studios gedreht worden. So nicht in The Black Enforcer, auch wenn es selbstverständlich auch hier einige Studio-Aufnahmen gibt (z.B. das Finale = die Bildqualität der Blu-Ray ist so gut, dass an der übermalten Wand am Ende sogar Türen zu erkennen sind!).

Der andere Punkt, den ich mochte, war die grimmige Geschichte um Moral und Rache. Und dass sich diese eben oft auch nicht lohnt. Der Film nimmt sich für seine Figuren Zeit, das mochte ich. Einige der Duelle erinnerten an japanische Samuraifilm und/oder den Italo-Western. Tien Feng (The Awaken Punch, General Invincible) gibt einen soliden Bösewicht und Tang Ching (Bat Without Wings, Thirty Six Killers) einen soliden (Anti)Helden ab. Abgesehen von den beiden und von Choe Kwang-Ho haben mir ansonsten die Mädels gut gefallen. Auch in den ethischen Momenten. Da waren die Filmtöchter den Filmsöhnen überlegen. Cliff Lok (The Invisible Terrorist), den ich nicht wirklich charismatisch finde, hat nur eine kleine Rolle bekommen (zum Glück).  Die Kampfszenen sind hübsch blutig umgesetzt worden. Zusammen mit dem Weiss des Schnee ergibt das hier und da eine schöne Ästhetik.

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Hei Ling Guan

HK 1972

R: Ho Meng-Hua

D: Tien Feng, Tang Ching, Wang Ping, Fang Jen-Tzu, Choe Seong, Chao Hsiung, Choe Kwang-Ho, Cliff Lok

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Juni 2015 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Früher sah ich davon eine ZiiEagle Kopie. Nun sah ich den Film via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. 6) = Wohl die erste Heimmedium Version (zuvor gab es weder eine VHS, LD, VCD, DVD oder Blu-Ray Fassung, zumindest nicht von Celestial), O-Ton mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Mittwoch, 29. April 2026

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Montag, 27. April 2026

Kung Fu Genius

Kung Fu Genius

Story:

Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…

Meine Meinung:

Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.

Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.

Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.

Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).

Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Tian Cai Gong Fu

HK 1979

R: Wilson Tong

D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

Freitag, 12. Dezember 2025

Drunken Master Slippery Snake

 

Drunken Master Slippery Snake

Story:

Cliff Lok und Peter Chan Lung geraten auf ihrer abenteuerlichen Weise an diverse Kämpfer (u.a. Chiang Tao, Kong Chuen), die ihnen ans Leder wollen. Sie können immer entkommen, bis sie auf den tödlichen Lung Yung Feng (Lee Hoi-Sang) treffen. Um ihn zu besiegen, braucht Cliff Hilfe von Bamboo Stick (Simon Yuen)…

Meine Meinung:

Aka Mad Mad Kung Fu. Aka Ol' Dirty Kung Fu. Nicht zu verwechseln mit Ol' Dirty & the Bastard aus dem gleichen Jahr und mit dem gleichen Cast (Simon Yuen). Drunken Master Slippery Snake stellt eine Produktion aus Taiwan dar, je nach Filmdatenbanken wird auch Hong Kong genannt. Bei Drunken Master Slippery Snake handelt es sich um eine typische Old School Kung Fu Komödie, die nach den Jackie Chan Erfolgen (Drunken Master und Co.) entstanden sind. Und dessen Niveau wird, selbstverständlich, nicht erreicht.

Dennoch empfand ich Drunken Master Slippery Snake als spassig, unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Mit einer Laufzeit von nur 81 Minuten ist der Film abwechslungsreich. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather, Shaolin Death Squads, The Ring of Death) und Peter Chan Lung (Crazy Safari) harmonieren gut miteinander. Da kommen etliche Buddy-Movie Motive zum Tragen, was das ungleiche Duo angeht. Spassig. Simon Yuen (Kiss of Death, Iron Bridge Kung-Fu, Sleeping Fist), der Meister aus Die Schlange im Schatten des Adlers, kommt hier nur am Anfang und im Finale vor. Ihm sieht man an, dass er in vielen der Kampfszenen gedoubelt werden musste.

In Nebenrollen und Gastauftritten sind Chiang Tao (Die Depesche des Todes, Schweig oder stirb) sowie Cheng Kang-Yeh (Challenge of the Masters, The Duel) zu sehen. Vor allem letzterer nervt mich oft in Shaw Brothers Filmen (z.B. Heroes of the East). Hier machte er in seinem Auftritt Spass. Hatte etwas von Dean Shek. Am meisten Freude hatte ich hingegen an Lee Hoi-Sang (The 36th Chamber of Shaolin, The Kung-Fu Warrior, Shaolin Prince). Ihn kenne ich vor allem aus Nebenrollen, selten aus Hauptrollen. Hier spielt er den Hauptbösewicht und Endgegner. Und er macht das toll. Die Kampfszenen sind auch sehenswert.

Fazit: Wer Old School Kung Fu Filme mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1979

R: Ho Meng-Hua, Yu Cheng-Chun

D: Cliff Lok, Peter Chan Lung, Chiang Tao, Kong Chuen, Lee Hoi-Sang, Simon Yuen, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 04.11.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor = Mandarin mit englischen Subs, gute Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Als Master diente scheinbar die deutsche Widescreen Fassung. Als Bonus gibt es nebst zwei Kampfdemos und einer Bildergalerie noch eine zensierte Szene (in Mandarin mit «forced» englischen und chinesischen Untertiteln). Die Szene ist amüsant und es wird gekämpft. Diese fehlt im Print. Daher weiss ich nicht, ob die Fassung als Uncut durchgeht. Die Szene scheint im Original-Print nämlich verwendet worden zu sein. Vielleicht fehlt die Szene im deutschen Print und da das Label dieses als Master nahm, fiel das nicht auf. In Deutschland heisst der Film (VHS und DVD) Schnapsnase und Schlappohr. Es gibt keine Blu-Ray. Ich hatte davon noch kurz die VHS aus Japan (Mad Mad Kung Fu). Als ich dieses kaufte wusste ich nicht, dass ich die UK-DVD schon habe. Ich finde das VHS aber nicht mehr und habe es auch nicht auf meiner Liste von ungesehenen Filmen gelistet. Gut möglich, dass ich das VHS schon vor Jahren verkauft habe, nachdem ich bemerkte, dass ich den Film doppelt habe. 

Mittwoch, 4. Dezember 2024

The Mysterious Heroes

The Mysterious Heroes

Story:

Lo Tien Fung (Sek Kin) wird von den Schergen des Baron (Wang Hsieh) gefangen genommen. Zwei Helden (Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) machen es sich zur Aufgabe, Lo Tien Fung zu befreien. Dabei werden sie von einem Bettler (Cliff Lok) unterstützt…

Meine Meinung:

The Mysterious Heroes ist nebst Filmen wie Shaolin Traitorous, Shaolin Death Squads oder The Shaolin Kids eine weitere Zusammenarbeit zwischen Carter Wong (The Mad Cold-Blooded Murder), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Return of the Kung Fu Dragon) und Regisseur Chan Siu-Pang (Curse). Der Eastern aus Hong Kong, 1977 veröffentlicht und in Taiwan gedreht, erzählt auf den ersten Blick einen wirren, konfusen und wenig gradlinigen Plot.

Ich muss gestehen, dass mir simplere Plots mehr liegen. Wer viele dieser Filme gesehen hat, wird aber schlussendlich auch in The Mysterious Heroes am Ende nichts Neues vorfinden. Durch die Tatsache, dass das VHS aus Japan nicht Englisch freundlich ist, ist es wichtig, die Schauspieler, die die Figuren verkörpern, zu kennen. Sonst dürfte es kompliziert und ungeniessbar werden. Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielen natürlich die Helden.

Sie sind die Kinder von der von Sek Kin (The Virgin Sword) gespielten Figur. Das wird aber erst im Finale aufgeklärt. Cliff Lok (Killer from Above), den ich einmal mehr wenig charismatisch finde, spielt einen Bettler. Ich mag solche Figuren heuer immer weniger. In Wahrheit spielt er eine Art Undercover-Agent bzw. einen Studenten von Sek Kin, der immer dann auftaucht, wann unsere zwei Helden (Carter und Polly) Hilfe brauchen. Wang Hsieh (Fury of a Virgin) spielt die obligatorische Schurken-Rolle wie auch Phillip Ko Fei (Fatal Termination), wobei letzterer nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen ist.

Die Kampfszenen sind solide. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Schon bevor der Film startet, dürften die Charaktere ihr Können zeigen (was ggf. auf der US-DVD fehlt). Vor allem Carter Wong und Polly Shang-Kuan Ling-Feng machen ihre Sache ordentlich (z.B. der Kampf von Carter Wong gegen vier Gangster in einem Gasthaus). Auch die Kämpfe von Carter Wong gegen Sek Kin oder die ganzen Finalkämpfe gefallen. Auch die am Ende immer mehr wechselhaften Settings und Zunahme von Kampfszenen machen The Mysterious Heroes zu einem sehr unterhaltsamen und soliden Eastern.

Fazit: Eastern-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yin Xia En Chou Lu

HK 1977

R: Chan Siu-Pang

D: Sek Kin, Wang Hsieh, Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Cliff Lok, Phillip Ko Fei

Laufzeit der jap. VHS: 91:40 Min.

Gesehen am: 28.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD unter dem Titel Wu Tang Swordsman (ein Double Feature mit Shaolin Traitorous) von Xenon vor. Englisch Dubbed (grottenschlecht) und Vollbild, ggf. fehlt der Vorspann mit Kampf Demonstrationen. Desweitern liegt mir das jap. VHS von Victor vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit jap. Subs und Widescreen. Laut HK- und Taiwan-Film-Koryphäe Toby Russell ist das VHS sehr zu empfehlen (= "one of the Best Japanese tapes") da das Originalmaster scheinbar zerstört wurde (= «the negative was ruined, it had turned to liquid»). Abgesehen davon, dass die Bildqualität ist einigen Nacht-Szenen zu dunkel aussieht, ist die VHS wirklich schön anzusehen. Eine O-Ton Fassung mit Untertiteln, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 24. November 2024

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen

Story:

Shang Li (Charlie Chin Chiang-Lin) verlässt seinen Clan. Grund ist eine Frau namens Pearl (Pearl Chang Ling), die von Shang Lis Kollegen begehrt wird und Shang Li wollte diesem nicht im Wege stehen. Da wird plötzlich Shang Lis Meister getötet. Der Clan beginnt, nach ihm zu suchen. Shang Li taucht mit Gewissensbissen in einem Bordell unter. Er ist nicht der Täter. Im Bordell verliebt sich eine Frau (Nora Miao) ihn in, die den Tod ihrer Eltern rächen möchte. Derweil plant Lo Lieh den Kaiser in den Tod zu schicken, um seinen Platz einzunehmen. Shangs Ex-Clan sieht in Shang den Mörder ihres Meisters. Doch der wahre Täter und Verräter ist ein anderes Clan-Mitglied, welches in Pearl verliebt ist und ihn Shang Li und dessen Kollegen zwei Stolpersteine auf dem Weg zu seinem Glück sieht. Derweil sieht Cliff Lok in Shang Li einen Gegner, mit welchem er sich in einem Tempel voller Fallen duellieren möchte…

Meine Meinung:

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen aka Men of the Hour ist ein durchschnittlicher Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1977. Der Film krankt an einem mässigen Whodunit-Plot, der wirr ist und es mangelt dem Film vor allem an sehenswerten Kampfszenen und Duellen. Da gibt es wirklich nur 2-3 bessere Kampfszenen zu sehen. Der Plot ist konfus und der Film bietet mehrere Story-Stränge, die locker Platz für drei Filme geboten hätte. Einerseits ist Shang Li «auf der Flucht» und es geht darum, wer den Meister getötet hat. Dann gibt es den Sub-Plot mit Lo Lieh, der eigene Ziele verfolgt und mit dem eigentlichen Plot gar nichts zu tun hat. Und der kleinste Sub-Plot ist der mit Cliff Lok. Der will sich mit einem starken Gegner duellieren. Er kommt praktisch nur in den ersten und letzten fünf Minuten vor, ebenso der mit Fallen gespickte Tempel, der als Austragungsort gilt.

Leider sorgt das für Längen. Ich musste in lahmen Füllszenen zocken, damit ich nicht einschlief (Broforce). Immerhin gibt es wechselhafte Settings, bunte Kostüme und paar coole Waffen und Gimmicks. Und es wird, das muss ich der Produktion von Regisseur Chen Ming-Hua (The Invincible Swordswoman), der auch das Drehbuch verbrochen hat, hoch anrechnen, dass auf Humor, Klamauk und Slapstick verzichtet wird. Immerhin etwas. Chen Ming-Hua, der mehrfach mit Wolf Devil Woman Star Pearl Chang Ling (The Elimination Pursuit, The War of the Boundary, Inheritor of Kung Fu) zusammengearbeitet hat, erreicht mit Shang Li - Der Tod hat tausend Namen nicht die Klasse und Qualität eins The Invincible Swordswoman. Die anderen Filme der beiden kenne ich (noch) nicht.

Nebst Settings, Ausstattung, Kostüme und Waffen überzeugt vor allem Star Pearl Chang Ling. Sie bekommt nach 54 Minuten auch die erste (!!!) sehenswerte Kampfszene des Filmes präsentiert. In einem Wald, der an King Hus Ein Hauch von Zen erinnert. Einer der Antihelden wird von Charlie Chin Chiang-Lin (On the Run) gespielt, der mir namentlich nicht bekannt ist. Der macht das mässig bis solide. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather) bekommt kaum Screentime. Mit Nora Miao (The Beauty Escort) hingegen liess sich, wie auch mit Shaw Brothers Legende Lo Lieh (City War), gut werben. Lo Lieh, obwohl nicht den Hauptbösewicht spielend und auch nur eine Nebenrolle, überzeugt von den Männern am meisten, was das Schauspiel und sein Charisma angeht.

Fazit: Für Sammler und Fans von Lo Lieh oder Pearl Chang Ling ok, aber definitiv kein Must See Titel.

Infos:

O: Feng Yun Ren Wu

Taiwan 1977

R: Chen Ming-Hua

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Pearl Chang Ling, Nora Miao, Lo Lieh, Cliff Lok, Tien Yeh, Chiang Ming

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 13.10.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von TVP vor = DVD/Blu-Ray, Mediabook, Schuber, Uncut-Fassung, Deutsch/Englisch (kein O-Ton an Bord, schade) und Weltpremiere eines HD-Masters in Widescreen (hervorragende Bildqualität). Die Qualität der deutschen Sprachfassung ist nicht hervorragend, aber besser als der Englische Dub. Auf YouTube gibt es einen Mandarin-Cut des Filmes (ohne Untertitel) zu sehen. Eine O-Ton Fassung abseits der YouTube-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 12. Mai 2024

The Shaolin Kids

The Shaolin Kids

Story:

Der Kaiser (Ko Hsiang-Ting) ist in Gefahr. Es geht um eine Liste, welche zu ihm gelangen soll. Rebellen (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng) gelingt es, diese dem tyrannischen Premier Minister, der den Kaiser stürzen lassen will, zu entwenden. Der Premier Minister schickt seine Killer (Huang Feilong, Cliff Lok) los, um die Liste zu finden und die Rebellen zu töten…

Meine Meinung:

The Shaolin Kids erzählt die ewige Geschichte von einem Tyrannen, der die Herrschaft an sich reissen, und den Kaiser vernichten will und dabei von heldenhaften Rebellen gestört wird. Am Rande kommen in dem grundsoliden Film von Regisseur Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) auch böse Japaner vor, aber keine «Shaolin Kids», was nicht weiter schlimm ist. Und es gibt viel Pathos, Rache-Motive und Aufopferungen.

Es handelt sich um eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1975. Der Film wartet mit einem grossen Cast auf. Es sind fast zu viele Parteien dabei, so das nicht allen gerecht wird. Allgemein würde ich den Film als gut und solide betiteln, aber nicht als Meisterwerk. Dazu waren die Kampf- und Schwertkampf-Szenen mehrheitlich zu wenig speziell und/oder zu wenig spektakulär, um aus der Masse herauszuragen. Für die Kampfszenen zeigte sich u.a. Cliff Lok (Shaolin Death Squads) zuständig, der mir als rechte Hand des bösen Premier Minister gefallen hat.

Nebst Cliff Lok wartet der Film mit Stars wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone), Carter Wong (Good Bad & Losers), Chang Yi (Gambling for Gold) oder Tien Peng (The Lost Swordship) auf. Polly Shang-Kuan Ling-Feng macht ihre Sache ordentlich. Carter Wong sieht mit Bart ungewohnt aus und Chang Yi sehe ich definitiv lieber als Bösewicht statt als Held. Gegen Ende werden die Kampfszenen besser, vor allem im Finale oder jene mit Huang Feilong und Cliff Lok. Letztere haben Pillen, mit denen sie nicht sterben und die sie einnehmen, wenn sie am Sterben sind. Das fand ich cool.

Fazit: Solide Kung Fu Unterhaltung!

Infos:

O: Yi Dai Zhong Liang

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo

D: Ko Hsiang-Ting, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng, Huang Feilong, Cliff Lok

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 87:59 Min.

Gesehen am: 21.02.24

Fassungen: Siehe The 7 Grandmasters! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Zudem lag mir die Betamax aus Indonesien von Asaka Vision vor = Bekam ich geschenkt und behalte ich deshalb.

Mittwoch, 21. Februar 2024

Killer from Above

Killer from Above

Story:

Chen Wu-Hai (Lo Lieh) sorgt in der Martial Arts Welt für Sorgen, als er einige namhafte Meister (u.a. Robert Tai, Wilson Tong) tötet. Der aktuelle Präsident der Martial Arts Welt, Hsueh Ko-Shu (Carter Wong), setzt auf Chen Wu-Hai ein Kopfgeld aus und spielt in Wahrheit ein falsches Spiel, welches Chen Wu-Hai aufzudecken versucht…

Meine Meinung:

Als ich im Jahr 2011 Killer from Above, einen taiwanesischen Low-Budget Kung-Fu-Film, beim Kollegen sah, hatte ich den nach der Sichtung als Kracher abgespeichert. Trotz schlechter Fassung (Vollbild, Englischer Dub). An Einzelheiten, warum mir der Film so gefiel, konnte ich mich aber nach so langer Zeit nicht mehr erinnern. Nun habe ich den Film in einer besseren Fassung (Mandarin mit englischen Subs) neu gesichtet und bleibe dabei: Killer from Above ist ein sehenswerter Kung Fu-Film!

Killer from Above, der leider zu unbekannt und somit unterschätzt wird, kann ich Fans des Genres nur empfehlen. Der Film erzählt eine Geschichte, die im Verlauf aufgeklärt wird. Bis auf zwei Comic-Charaktere wird auf Klamauk verzichtet. Romanzen gibt es keine, dafür gibt es praktisch Non-Stop Martial Arts. Vor allem in den ersten 30-40 Min. wird dauernd nur gekämpft, so dass kaum Zeit zum Luft holen bleibt.

Dabei sind die Kampfszenen stark inszeniert und vor allem auch optisch interessant und cool gefilmt. Das muss an der Stelle erwähnt werden: schräge Kameraeinstellungen- und Winkel, Einsatz von Slow-Mo = die Kampfszenen sehen einfach toll aus. Aber natürlich sind im Film von Regisseur Joe Law Chi (Haunted House Elf, Huge Brothers, The Crippled Masters) auch viele Könner des Fachs dabei. Der Cast kann sich, bis in die Nebenrollen, sehen lassen.

Namen wie Lo Lieh (Fatal Needles vs. Fatal Fists), Robert Tai (Ninja - The Final Duel), Wilson Tong (Daggers 8), Carter Wong (Shaolin Death Squads), Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather), Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) oder Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) sind zu sehen. Robert Tai und Wilson Tong haben nur Gastauftritte. Lo Lieh und Carter Wong spielen den Helden und Bösewicht und sind die Hauptrollen, während Cliff Lok, Lung Fei und Chang Yi in grossen und längeren Nebenrollen zu sehen sind. Wang Ping (The Silver Spear) als Poison Queen hat auch gefallen.

Fazit: Klarer Must See Titel für Kung-Fu-Film-Fans!

Infos:

O: Dao Jian Ba Wang Quan

Taiwan 1977

R: Joe Law Chi

D: Lo Lieh, Carter Wong, Chang Yi, Robert Tai, Wilson Tong, Cliff Lok, Lung Fei, Wang Ping, Ko Yu-Min

Laufzeit der VHS aus China: 86:22 Min.

Gesehen am: Feb 2011 / Neusichtung am: 02.01.24

Fassungen: Im Feb. 2011 guckte ich den Film beim Kollegen als Vollbild und Englisch Dubbed DVD von Tai Seng. Die DVD kaufte ich später auch. Nun liegen mir aber zwei VHS aus China vor (wohl Bootlegs). Das VHS von «Mei Ai / Star Art» läuft nur fehlerhaft. Das 2. VHS läuft einwandfrei. Die Bildqualität würde ich als gut betiteln. Film wohl Uncut. Und wichtig: O-Ton Mandarin mit festen englischen und chinesischen UT. Eine legale Fassung im O-Ton mit Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Sonntag, 5. Februar 2023

Duell der 7 Tiger Review

Duell der 7 Tiger

Story:

Sieben Kämpfer (Sharon Yeung Pan-Pan, Lin Wen-Wei, Charlie Chan Yiu-Lam, Lee Goon-Hung, Cliff Lok, Pomson Shi, Han Ying-Chieh, Chiu Chi-Ling) tun sich zusammen, um den tyrannischen und mordlustigen Kämpfer Hsi Man Kung (Phillip Ko Fei) zu besiegen…


Meine Meinung:


Duell der 7 Tiger aka Duel of the 7 Tigers ist eine 1979er Old School Kung Fu-Produktion von Goldig Films, die dem Fan schon den ein oder anderen sehenswerten Kung-Fu-Film auf die Leinwand gezaubert haben, z.B. Titel wie Two Wondrous Tigers, Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown oder 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange. Andere Titel liege ungesehen rum und/oder ist die Sichtung zu lange her (Two on the Road, Tiger Over the Wall, Cunning Kids, The Gold Connection), um aktuell eine Meinung aussprechen zu können.


Duell der 7 Tiger ist actionreich, solide und sehenswert. Aber dennoch kein Kracher. Das liegt zum einen am absolut kaum vorhandenen, dünnen Plot, hier und da am störenden Humor und vor allem am Charisma der Figuren. Die meisten Stars können Kämpfen und zeigen dies eindrücklich, aber sie überzeugen weder von ihrer Sympathie noch Charisma. Phillip Ko (Angel’s Mission) als Bösewicht macht eine gute Figur, kommt aber nur in gefühlt drei Szenen vor. Seine Overacting ist etwas zu viel des Guten (ich sage nur Haare).

 

Der Plot wirkt episodenhaft und wenig fesselnd. Die Trainingsszenen waren auch wenig spektakulär. Immerhin gibt es schöne Naturkulisse zu bestaunen. Star mit Charisma haben nur Nebenrollen (Casanova Wong z.B.). Von dem Team, das gegen Phillip Ko antritt haben eigentlich nur Sharon Yeung Pan-Pan (die einzige Frau im Bunde) und Han Ying-Chieh Charisma. Leider stirbt letzterer und Sharon Yeung Pan-Pan wird im ersten Duell gegen Ko auch verkrüppelt. Sie sah man später noch im modernen HK-Actionkino (Angel Enforcers, Princess Madam, Angel Terminators, The Way of the Lady Boxers).

 

Chiu Chi-Ling z.B. war oft nur in Nebenrollen zu sehen. Das hat schon seine Gründe: er bietet zu wenig, um als Hauptfigur zu überzeugen. Man identifiziert sich zu wenig mit ihm, auch wenn er, wie die anderen, in den Kampfszenen überzeugt. Die Affen-Kampftechnik gefällt mir persönlich wenig, da ich Affen nicht mag. Lead und Held, der es am Ende alleine mit Phillip Ko aufnimmt, ist Cliff Lok (The Ring of Death). Der wirkt jedoch sehr hölzern, förmlich und wenig charismatisch. Schade.

 

Fazit: Kein Kracher aber durch und durch actionreich und gut. Old School Kung Fu-Film-Fans können einen Blick riskieren! Was die Anzahl von Action-Szenen angehen, ist auf Goldig Films definitiv Verlass!

 

Infos:

 

O: Luk Gap Chin Sau

 

HK 1979

 

R: Richard Yeung Kuen

 

D: Phillip Ko Fei, Sharon Yeung Pan-Pan, Lin Wen-Wei, Charlie Chan Yiu-Lam, Lee Goon-Hung, Bruce Mang Long, Cliff Lok, Pomson Shi, Han Ying-Chieh, Chiu Chi-Ling, Casanova Wong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 92:28 Min.

 

Neusichtung am: 01.01.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film / Intergroove vor = Wendecover, Deutsch/Englisch (Deutsche Synchro sehr gut bis ok), 2,40:1, keine Subs. Ehemals zensierte Szenen sind z.T. in Englisch und haben ein anderes Bildformart. Die US-DVD von Videoasia soll im O-Ton mit englischen Subs sein, aber eine grauenhaft schlechte Bildqualität haben (viel zu dunkel, Subs nicht lesbar etc.). In einer Auktionsseite in China sah ich eine VHS (Kopie der TW VHS?). O-Ton soll aber gemäss einer Datenbank Kantonesisch sein (also wäre das VHS aus China wohl ein Mandarin Dub). Mit anderen Worten: kann ich genau so gut bei der deutschen DVD bleiben!

Freitag, 25. September 2020

Shaolin Death Squads Review


Shaolin Death Squads

Story:

Manchu Kaiser Yung Cheng (Carter Wong) fühlt sich von General Nien bedroht und will ihn durch seine acht Kämpfer (u.a. Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Cliff Lok) töten lassen. Der Plan geht auf, doch am Ende lässt Yung Cheng auch seine acht Kämpfer töten, von denen nur zwei Überleben und auf Rache sinnen…

Meine Meinung:

Shaolin Death Squads hat mir gut gefallen. Der 1977er Old School Kung Fu Film erzählt die Story von einem wahnsinnigen und tyrannischen Herrscher (gespielt von Carter Wong), der seinem eigenen General nachjagt, welcher sich im Shaolin Tempel versteckt = diese müssen ebenfalls, wie später auch seine acht Kämpfer, getötet werden!

Simple Story, wenig Originalität, wenig Neues (sogar eine Flying Guillotine kommt vor). Dass die Story wenig Neues bietet, ist für mich persönlich nicht schlimm. Simple Geschichten sind meist unterhaltsam, da man diesen gut folgen kann. Was wirklich zählt ist der Cast, die Kameraführung die Kampfszenen. Und in diesen Punkten überzeugt Shaolin Death Squads.

Die Kampfszenen sind solide bis gut. Vor allem ab dem Zeitpunkt, in welchem Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Green Dragon Inn, Little Hero, Return of the Kung Fu Dragon, The Ghostly Face) und Cliff Lok (The Ring of Death) im Shaolin Tempel unzählige Geheimpassagen, Räume und Shaolin Kämpfer und dessen Formationen brechen müssen, wird der Film richtig gut. Das hohe Tempo, die viele Action und der Unterhaltungswert bleiben bis zum Ende bestehen.

Gewisses Füllmaterial ist nur in den ersten 30 Minuten zu sehen. Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Cliff Lok spielen zwei der acht Killer/Kämpfer/Leibwächter von Carter Wong (Way of the Lady Boxers). Diese sind nebst diesem und dem fliehenden General die Hauptfiguren des Filmes, die am Ende gegen Carter Wong zum Finalkampf antreten und zuvor sogar verkrüppelt werden.

Carter Wong geht zudem als Bösewicht immer. Starke Präsenz von ihm. Sein Tod im Finale wirkt unausgegoren und möglicherweise (vor Veröffentlichung?) zensiert. Auf jeden Fall ist die Szene in der Mandarin Version identisch, so dass die Szene wohl überall gleich «abgehackt» wirkt.

Fazit: Jedem Fan von klassischen Eastern zu empfehlen!

Infos:

O: Lü Si Niang Chuang Shao Lin

HK 1977

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Cliff Lok, Lung Fei, Wu Chia-Hsiang, Lung Fong, Phillip Ko Fei

Laufzeit der holländisches VHS: 81:12 Min. / Laufzeit der koreanischen VHS: 84:41 Min.

Gesehen am: 17.07.20 / 2. Sichtung als VHS aus Korea: 13.02.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von VML vor = Englisch Dubbed (durchschnittlich bis ok), Widescreen, k.A. ob Uncut. Im Finale könnte es mind. einen Schnitt haben (Nachtrag: schaut in der Mandarin Fassung als VHS aus Südkorea identisch aus). Die deutschen Fassungen (plus US-DVD) sind zensiert. In Südkorea gäbe es den Film in Mandarin mit englischen Subs auf VHS (aber nur in Vollbild). Nachtrag Feb. 2026: 2. Sichtung aber 1. Sichtung im O-Ton (sogar mit englischen Subs, auch wenn diese leider diesmal oft von den koreanischen Subs verdeckt werden) via Korea-VHS von Samwon Production Co., Ltd. Im Gegensatz zum Englisch Dubbed VHS in Vollbild. Film gefällt nach wie vor. Carter Wong als Bösewicht geht immer und auch wenn ich z.B. kein allzu grosser Fan von Cliff Lok bin, macht er zumindest in den Kampfszenen eine gute Figur (und Polly Shang-Kuan Ling-Feng gibt immer Pluspunkte). Der Film hat sehr viele Kampfszenen. Jene im Shaolin Tempel sind fast die besten Kampfszenen und nehmen fast am meisten Platz der Laufzeit ein.