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Sonntag, 7. Juli 2024

She Loved Blossoms More

NIFFF 2024

She Loved Blossoms More

Story:

Drei Brüder bauen im Auftrag ihres Vaters eine Zeitmaschine. Damit hoffen sie, ihre verstorbene Mutter wieder zurück ins Leben holen zu können…

Meine Meinung:

Vor der Sichtung dieses griechischen Filmes waren gemischte Gefühle vorhanden, da es doch auch viele sehr schlechte Reviews zum Film gab. Und leider hatten diese absolut recht: She Loved Blossoms More lohnt sich absolut gar nicht und war sogar noch schlechter als der schon nicht wirklich tolle Toxic Daughter, mit welchem ich am 2. NIFFF Tag in das Filmfestival gestartet bin. Schade. Der Film bietet praktisch keine positiven Seiten.

Positiv sind vielleicht 1-3 innovative Effekte, wobei eine Szene dreist an David Cronenbergs Die Fliege erinnert (Tier ohne Haut und verstümmelt nach erfolglosem Experiment in der «Kammer»). Anhand des Trailers hoffte ich auf a) mehr solcher Effekte und b) auf mehr Retro-Look. Mehr digitale Spielereien und einen coolen Soundtrack. Doch leider gab es beides nicht. Kaum Effekte und die Musik waren nervend und schwach (schon im Vorspann war dies zu erahnen).

Der Plot ist konfus, langweilig und uninteressant. Ohne Sinn und Verstand. Der Film, ein Möchtegern Arthouse-Film, nervte höllisch. Schuld daran sind vor allem die «coolen» Figuren und deren Darstellung und die Dialoge. Wirklich furchtbar schlecht, zum Fremdschämen und zum Kopfschütteln anregend. So haben am NIFFF auch mehrere Gäste den Film verlassen, weil so schlecht und albern. Die 86 Minuten haben sich definitiv länger angefühlt. Die «Schauspieler» müssten aufgrund ihrer Qualität auf eine schwarze Liste gesetzt werden. Die können gar nichts.

Fazit: Selbstverliebter, nervender, langweiliger und schwachsinniger Arthouse-Schrott!

Infos:

O: She Loved Blossoms More

Griechenland, Frankreich, Neuseeland 2024

R: Yannis Veslemes

D: Dominique Pinon, Julio Katsis, Panos Papadopoulos, Sandra Abuelghanam, Aris Balis

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 86 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Am NIFFF 2024 gesehen in Englisch, Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Dienstag, 9. August 2022

Crimes of the Future Review

Crimes of the Future 

Story:

 

In einer möglichen Zukunft: Organe und Körper werden mithilfe von synthetischen, organischen Geräten verändert. Saul Tenser (Viggo Mortensen) und seine Partnerin Caprice (Léa Seydoux) führen an Live-Events als Künstler Darbietungen durch und sind in der Szene gefragt. Dies ruft aber auch diverse Gruppierungen auf den Plan: «Plastik-Fresser» (Scott Speedman), die wollen, dass die beiden einen kleinen Jungen Live sezieren, die Polizei (Welket Bungué) welche hinter den «Plastik-Fressern» her ist und die National Organ Registry (Kristen Stewart, Don McKellar)…

 

Meine Meinung:

 

Crimes of the Future ist der neuste Streich von David Cronenberg (Verzehrt, Nightbreed, Naked Lunch, Shivers, Jason X), der mit seinem Crimes of the Future aus dem Jahr 1970 kaum etwas gemeinsam hat. David Cronenberg arbeitet wie zuvor mit Star Viggo Mortensen (A History of Violence, Eastern Promises, A Dangerous Method) und Komponist Howard Shore (Die Fliege, Scanners, Videodrome) zusammen.

 

Der Trailer zum Film sprach mich an. Das sah interessant aus und hatte Videodrome, eXistenZ und Crash Vibes. Leider empfand ich Crimes of the Future nach Sichtung als durchschnittlich. Der Film wird nicht in die Sammlung aufgenommen. Es lag nicht am Budget oder den Effekten. Ich fand den Film technisch stark. Auch die Effekte und Gimmicks. Nur die Kostüme fand ich lahm, fad und eindimensional.

 

Wer meint, der Film gehe in Richtung Crash, dürfte leicht enttäuscht werden. Es gibt zwar in zwei Szenen nackte Haut, aber Sex darf nicht erwartet werden. Der Plot ist irgendwie sinnlos. Das Ende endet offen. Das ist irgendwie schade. Zwar bot David Cronenberg auch in Filmen wie Scanners, Naked Lunch oder Videodrome spezielle Enden, aber dort passte es und gefielen sie mir. Die Darsteller agieren zwar gut, aber der Film hat für mich 2-3 grössere Kritikpunkte (nebst dem Plot-Sinn-Inhalt und dem offenen Ende).

 

Die Figuren liessen mich allesamt total kalt. Der Film hat auch allgemein überhaupt nicht gefesselt. Eine Spannung war nur leicht vorhanden (wo geht der Plot hin?) und ich fand das Gezeigte zu steril - es macht sich null Atmosphäre oder Stimmung breit. Das Gezeigte hat mich einfach nicht erfreut. Die Zeit ging beim Schauen dennoch vorbei. Die Settings sind wenig wechselhaft (Film wurde in einem Lagerhaus gedreht) und selbst Effekte-Sequenzen sind am Ende doch Mangelware und nur Beilage.

 

Fazit: Zwar sind genug Themen und Inhalte à la Cronenberg vorhanden (Mutationen, Metaphern, Maschinen und die Veränderung darauf auf den Menschen und dessen Körper), aber der Film hat mich ziemlich kalt gelassen. Cronenberg Fans können dennoch einen Bick riskieren!

 

Infos:

 

O: Crimes of the Future

 

Frankreich, Griechenland, Kanada 2022

 

R: David Cronenberg

 

D: Viggo Mortensen, Léa Seydoux, Scott Speedman, Welket Bungué, Kristen Stewart, Don McKellar

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 107 Min.

 

Gesehen am: 09.08.22

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Decal Releasing vor = Uncut, Schuber, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt noch keinen Termin für eine deutsche Vö (Stand: Aug. 2022).

Dienstag, 30. Januar 2018

Blind Sun Review

 
NIFFF 2016 Spezial
Blind Sun

Story:

In Griechenland wird das Wasser knapp. Ein Immigrant namens Ashraf Idriss (Ziad Bakri) beginnt seinen Job als Wächter und Reinigungskraft in einer privaten Villa, während die Besitzer in Paris Urlaub machen. Doch Probleme mit der Polizei (wegen seinen Papieren) und die Wasserknappheit gehen auch an Ashraf nicht spurlos vorbei...

Meine Meinung:

Bei Blind Sun war ich von Beginn an skeptisch, da sich der Film von Beginn an stark grün, links und zu sozialkritisch gibt. Der Film bietet schöne Kameraeinstellungen und Aufnahmen - was man Blind Sun nicht negativ ankreiden kann.

Der Film bzw. die Story wird langsam und quälend erzählt - die Hitze scheint man förmlich aus der Leinwand zu spüren. Doch im Grossen und Ganzen passiert am Anfang des Filmes auch kaum etwas - viel monotone Aufnahmen, die die Story nicht vorwärtsschreiten lassen, die sinnlos sind und in anderen Filmen nur als Füllszenen dienen würden.

Zudem war mir die Figur Ashraf Idriss auch nicht sympathisch (ausserdem gibt es Gewalt gegen Katzen zu sehen, was gar nicht geht!) so dass wir diesen Film Zugunsten einer Pause (damit mehr Kraft für die letzten zwei, wichtigeren Filme) nach nur 1/4 schon wieder verliessen. Der Beginn vermochte nicht zu fesseln, es war lange nicht klar und ersichtlich, worauf der Inhalt eigentlich abzielt…

Und dazu denke ich: Nichts verpasst! Keine Empfehlung von meiner Seite her! Kein Film für ein Fantasy Film Fest…

Infos:

O: Blind Sun

Frankreich, Griechenland 2015

R: Joyce A. Nashawati

D: Yannis Stankoglou, Ziad Bakri, Mimi Denissi

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 88 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Englisch. Nachtrag 14.01.18: Gibt es seit Oktober 2017 in Deutschland unter dem Titel Hitzewelle Wann wird sie uns erreichen? auf DVD – jedoch nur im O-Ton mit deutschen Subs. Ist in der Reihe «Femmes Totales - Filme von Frauen» erschienen.