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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Scanners Review

Horroktober 2018 Spezial



Scanners

Story:

Wegen einer unerwünschten Nebenwirkung von Medikamenten, welches Schwangeren verabreicht wurde, haben deren Babys nach der Geburt die Fähigkeit, die Gedanken der Menschen zu lesen, deren Willen und Handlungen zu steuern und/oder Gegenstände zu bewegen und/oder explodieren lassen zu können. Der verrückte Darryl Revok (Michael Ironside) hat diese Fähigkeit. Der Scanner plant die Menschheit zu vernichten und setzt seine Fähigkeit mit tödlicher Gewalt ein. Andere Scanner macht er sich zu Nutzen oder tötet sie. Wissenschaftler sehen in dem Scanner Cameron Vale (Stephen Lack) Potenzial, dass dieser Darryl aufhalten kann – doch zuerst muss Cameron um sein Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

Dem kanadischen Filmemacher David Cronenberg (Maps to the Stars) gelang mit Shivers ein Hit – viele andere Highlights im Horrorgenre sollten folgen: Die Brut, Videodrome, The Dead Zone, Die Fliege oder Naked Lunch. Dazu zählt auch Scanners aus 1981 – erster und bester Teil der dreiteiligen Scanners Reihe, die von zwei (was ich in Erinnerung habe) anspruchslosen, aber kurzweiligen B-Filmen fortgesetzt wurden inklusive qualitativ ähnlichen Rip-offs (Scanner Cop 1 + 2).

Scanners selbst ist anspruchsvolles und sozialkritisches Kino (wer erinnert sich z.B. nicht an den Softenon Skandal, bei welchem in der Schweiz viele Babys ohne Gliedmassen zur Welt kamen, weil das Medikament unerwünschte Nebenwirkungen hatte und Schwangeren verabreicht wurde) welches mir schon früher immer sehr gut gefallen hat. Dieser Eindruck bestätigt sich weiterhin und bleibt bestehen. Ich denke auch nicht, dass sich meine Meinung zu Scanners jemals (ins schlechte) ändern wird.

Die Story ist interessant, trotz ruhiger Phasen nie langweilig, spannend und bietet dem Fan ein typisches Ende à la David Cronenberg. Der von Pierre David produzierte Film, er produzierte viele Horrorfilme in der damaligen Zeit, z.B. Visiting Hours, indem auch Michael Ironside als Bösewicht überzeugt, Of Unknown Origin (Mann gegen Ratte), The Dentist (B-Movie von Brian Yuzna), Wishmaster (KNB-FX Ansammlungen, die lohnt, gesehen zu werden) oder Smash Cut (für Fans von David Hess), bietet einen wunderschönen Soundtrack (von Howard Shore), wenige aber hervorragende und nicht vorhersehbare Effektsequenzen von Dick Smith (der platzende Kopf war in Deutschland vor allem von Horrorfilmgegnern und Zensurbefürwortern das Argument der ersten Wahl) und superbe Leistungen der Darsteller.

Vor allem Michael Ironside als Bösewicht ist eine Wucht! Er spielte in seiner späteren Karriere oft Bösewichte, was Filme aufzuwerten vermochte, da er dies diabolisch, charmant und absolut überzeugend tat. Filme, die sich lohnen, mit Michael Ironside gesichtet zu werden: Visiting Hours (hier spielt er einen fiesen Psychopathen), Watchers (Dean R. Koontz Verfilmung – Ironside spielt auch hier herrlich überzeugend den fiesen Bösewicht), Total Recall (Michael Ironside als Bösewicht auf der Jagd nach Held Arnold Schwarzenegger in einem Paul Verhoeven Film = absoluter Klassiker) oder Starship Troopers (Paul Verhoeven zum Zweiten). Nur schon seine Rolle und Präsenz in Scanners macht den Film glaubhaft und unglaublich gut – ein anderer Darsteller oder eine Fehlbesetzung hätten den Film ruiniert.

Fazit: einer der besten und bekanntesten Filme von David Cronenberg, den es lohnt, gesichtet zu werden! 

Gefolgt von: Scanners II: The New Order

Infos:

O: Scanners

Kanada 1981

R: David Cronenberg

D: Michael Ironside, Stephen Lack, Jennifer O'Neill, Patrick McGoohan, Lawrence Dane

Laufzeit der jap. DVD: 102:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 11.10.18

Fassungen: Mir liegt die jap. Scanners Box (DVD, Teile 1-3) von Happinet Pictures vor = stabiler Schuber, Booklet, alle drei Teile Uncut mit O-Ton und mind. jap. Subs. Die Bildqualität ist gut. In Deutschland inzwischen von mehreren Labels auf Blu-Ray veröffentlicht worden (Uncut, Deutsch/Englisch, dt. Subs etc.).

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