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Montag, 31. Dezember 2018

Update

Neues Review

 

 

Zu Ehren von Ringo Lam, der vor paar Tagen verstarb, gibt es ein komplett überarbeitetes Review zu:


- Burning Paradise



Nicht vergessen:

Das reguläre Update von gestern:

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Burning Paradise Review



Burning Paradise

Story:

Im ganzen Land werden Shaolin Mönche gejagt und getötet. Fong Sai Yuk (Willie Chi Tin-Sang) und sein Onkel fliehen vor den Regierungstruppen. Sie stossen auf eine Prostituierte (Carman Lee Yeuk-Tung), um danach von den Regierungstruppen gefangen genommen zu werden (der Onkel stirbt dabei). Fong Sai Yuk und Co. werden nun im Red Lotus Tempel, gespickt mit vielen tödlichen Fallen und einem irren und schier unbesiegbaren Gegner (Wong Kam-Kong) innehabend, gefangen gehalten. Der Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Ringo Lam, der unerwartet und im jungem Alter von nur 63 Jahren am 29.12.18 verstarb, hat einige tolle HK-Kracher auf die Leinwand gezaubert: Aces Go Places IV (der Mad Mission Reihe angehörend), Prison on Fire 1 + 2 (Knast-Drama mit Chow Yun-Fat und Tony Leung Ka-Fai), City on Fire (einige Storyinhalte und Szenen wurden 1:1 nachgestellt in Reservoir Dogs, daher auch der Bekanntheitsgrad), School on Fire (eine seiner besten Arbeiten mit Roy Cheung als menschlicher Abschaum), Undeclared War (moderne Action mit Buddy Movie Inhalten – Geweilo und Danny Lee als Cops), Touch and Go (Sammo Hung vs. Tommy Wong Kwong-Leung), The Twin Dragons (Jackie Chan Action-Komödie), Full Contact (einer seiner besten Arbeiten – Simon Yam vs. Chow Yun-Fat), The Adventurers (mit Andy Lau) oder Full Alert (Lau Ching-Wan vs. Francis Ng). Dabei darf man seine US-Actionfilme nicht vergessen (z.B. seine Van Darm Zusammenarbeiten à la Maximum Risk) und natürlich diesen Titel nicht: Burning Paradise!

Letzterer gehört nämlich, nebst School on Fire und Full Contact auch zu seinen besten Arbeiten, die Ringo Lam als Regisseur unter der Produktion von Tsui Hark abgeliefert hat. Ringo Lam wechselt ins klassische, bekannte Shaolin Setting Terrain und spendiert dem Fan eine willkommene Abwechslung in seiner Filmkarriere, die vor allem aus modernen Action(Dramen/Triaden/Krimis) bestand. Als grosser Old School Kung Fu Film Fan nehme ich dankend an – zwar ist das Thema um gejagte Shaolin Mönche alles andere als neu oder originell, aber der Film ist aufwändig und spektakulär in Szene gesetzt – und dabei sieht man Ringo Lams Film auch Tsui Harks Handschrift in jeder Sekunde an.

Soll heissen: aufwändige Actionszenen, wunderbare Choreographie, tolle Settings (Tempel voller Fallen, der Beginn und die Jagd durch die Wüste), Pferde die nichts zu lachen haben (wenn ich heute nicht arbeiten gehen müsste, gäbe es Pferde Fondue Chinoise) und nochmal: spektakuläre Kampfszenen, die schön, rasant und knackig mit viel Power und Körpereinsatz, choreographiert wurden. Die mir unbekannten Stars dürften echte Martial Arts / Shaolin Ressourcen haben. Auf Wire-Work wurde zwar nicht verzichtet (war halt Mitte der 90er Jahre Film), aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Auch die Kunst von Wire-Work Kampfszenen kann sehenswert sein, und in den Händen von Namen wie Ringo Lam oder Tsui Hark, braucht man keine Angst haben, dass dabei billige Action entsteht.

Die Darsteller kenne ich nicht, aber sie agieren sehr gut, vor allem Willie Chi Tin-Sang als frecher, junger Volksheld Fong Sai Yuk (eine Rolle, die auch von grossen Stars wie z.B. Jet Li oder Alexander Fu Sheng gespielt wurde) und Wong Kam-Kong als irrer Bösewicht, dessen Overacting und morbiden Hobbies im Red Lotus Tempel (auch dieser Tempel war schon Gegenstand von vielen klassischen HK-Filmen, z.B. der Shaw Brothers Arbeit Temple of the Red Lotus mit Lo Lieh und Jimmy Wang Yu von 1965) für viel Spass und amüsante Szenen sorgen!

Mit Blut und Härten wird auch nicht gespart wie auch nicht mit sonderbarem HK-Klamauk, welches schlussendlich nicht immer gut platziert wirkt – aber als HK-Filmfan ist man das gewohnt. Einziges echtes Manko: auf die filmischen Liebesgeschichten hätte man verzichten können und den Film somit rasanter, actionreicher und kurzweiliger halten können! Ist aber nur ein Detail, welches nicht gross ins Gewicht fällt.

Fazit: Eine von Ringo Lams besten Arbeiten und jedem echten HK-Filmfan zu empfehlen!

Infos:

O: Foh Siu Hung Lin Ji

HK 1994

R: Ringo Lam

P: Tsui Hark

D: Willie Chi Tin-Sang, Carman Lee Yeuk-Tung, Wong Kam-Kong, Yeung Sing, Maggie Lam Chuen

Laufzeit der US-DVD: 103:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 31.12.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Discotek Media vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs, Tsui Hark Interview als Bonus. Wer deutschen Ton braucht, muss zur dt. DVD von Mo Asia greifen (O-Ton und Subs positiv, Bildqualität jedoch deutlich schlechter als bei der franz. und/oder US-DVD Ausgabe).

Sonntag, 30. Dezember 2018

Update

Zu Ehren von Robert Kerman, der am 27.12.18 verstarb, gibt es ein überarbeitetes Review zu:


- Cannibal Holocaust




Nicht vergessen:

Das reguläre Update von heute:

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Cannibal Holocaust Review




Webmaster mit Ruggero Deodato 2008 und 2012 am NIFFF





Cannibal Holocaust

Story:

Ein Reporter-Team, welches im Dschungel einen Dokumentarfilm drehen wollte, verschwindet spurlos. Ein Professor (Robert Kerman) macht sich mit einem Suchtrupp auf, die Verschwundenen im Dschungel zu finden. Man findet jedoch nur Leichen und die gedrehten Filme der Crew, welche Grauenhaftes beinhalten…

Meine Meinung:

Cannibal Holocaust ist der beste Film, der die kurze Ital. Kannibalenfilmwelle hervorgebracht hat. Der Film von Ruggero Deodato ist sozialkritisch und zeigt uns den zivilisierten Menschen als Bestie, bis die Dschungel-Völker zurückschlagen. Er hält der modernen Gesellschaft einen Spiegel hin und spielt mit Vorurteilen und Klischees. Daher bietet Cannibal Holocaust am meisten Klasse, Niveau und Anspruch im Gegensatz zu den anderen Kannibalenfilmen à la Eaten Alive, Cannibal ferox oder Emanuelle and the Last Cannibals die meist nur unterhalten, Geld einspielen oder schockieren wollen.

Ausserdem muss Ruggero Deodato als heimlicher Erfinder des Found Footage Genre angesehen werden – das war nicht The Blair Witch Project, sondern kam schon in dem Kannibalenklassiker aus dem Jahre 1980 zum Tragen. Und genau dieses Detail kommt dem Film stimmungsvoll gut zu stehen und erhöht seine schockierende Intensität und Schlagkraft.

Der Film war gut gespielt, ernst. Man sieht einige bekannte Gesichter, die schon in anderen Kannibalenfilmen mitgewirkt haben. So z.B. der ehemalige Pornostar Robert Kerman, der Ende 2018 verstarb, spielte in Filmen wie Eaten Alive oer Cannibal ferox mit. Auch sonst sah man ihn im Horrorgenre durchaus nicht selten (z.B. Die Nacht der Creeps). Perry Pirkanen, er spielt eines der verschwundenen Crew-Mitglieder, sah man auch schon in Cannibal ferox oder anderen Italo Horror-Klassikern (z.B. City of the Living Dead). Wunderschön und ein grosses Plus des Filmes: der wunderbare Soundtrack von Riz Ortolani. Dieser war für viele Ital. Filme zuständig, wenn es darum ging, einen passenden Soundtrack zu kreieren (z.B. Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen, Orgie des Todes).

Was nebst der Ernsthaftigkeit, den stimmungsvollen Bildern, der rohen Intensität vieler Szenen, dem snuffartigen Doku-Film-im-Film Stil und dem Soundtrack für Entsetzen sorgte bzw. das Entsetzen verstärkte, waren auch die Spezialeffekte von Aldo Gasparri (mir ist er unbekannt, aber die Effekte sind sehr gut), der Snuff-Charakter (die Film-im-Film «Last Road to Hell» Sequenz zeigt echte Exekutionen) und leider auch die vielen Tier-Snuff-Szenen. Trauriger Höhepunkt dieser Ansammlung: Schildkröte! Daneben gibt es auch viele sexuelle Gewalt zu sehen. Das waren Szenen, an denen nicht alle Freude hatten. Voyeurismus pur!

Aber auch deshalb – und nicht nur seiner Qualität als Ganzes, ist der Film so berühmt und berüchtigt. Viele Zensuren, Verbote, aber auch Aufführungen an Filmfestspielen weltweit (am NIFFF) waren die Folge. Sogar vor Gericht musste Deodato antanzen (weil ihm echter Mord von Darstellern vorgeworfen wurde) und in Japan war der Film im Kino immens erfolgreich (nur E.T. war besser) und es gibt kaum Länder, in denen es keine reisserischen Covers und Bilder zum Film in Horrorfilmbüchern oder Medien (VCD, DVD, VHS, Laserdisc, Blu-Ray) gibt. Das soll schon was heissen – das hat Zeitgeistcharakter!

Fazit: Cannibal Holocaust ist ein Film, der sich unsterblich machte und eine der besten und anspruchsvollsten Arbeiten von Ruggero Deodato (Eiskalte Typen auf heißen Öfen) und der besten Kannibalenfilm aus Italien! Klassiker des Genres!

Infos:

O: Cannibal Holocaust

Italien 1980

R: Ruggero Deodato

D: Robert Kerman, Francesca Ciardi, Perry Pirkanen, Luca Barbareschi, Salvatore Basile

Laufzeit der US-DVD: 96:31 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 30.12.18

Fassungen: Mir liegen diverse DVDs vor (Italien, USA, 2x Japan), welche in der Sammlung bleiben, da originalvisiert von Regisseur Ruggero Deodato (zweimal an vergangenen NIFFF getroffen). Die beste Fassung ist die US-DVD von Grindhouse = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer Ton, viele exklusive Extras, Schuber. Gäbe es inzwischen auch als Blu-Ray. Wer gerne deutschen Ton braucht, muss zur XT-Video Fassung aus Österreich greifen.

Update

Neue Reviews

 

 

- Evil of Dracula

- Upgrade

- Downrange

- Cure

- China Salesman

China Salesman Review




China Salesman

Story:

Der chinesische Geschäftsmann Yan (Dong-Xue Li) versucht in Afrika einen Mobilfunk Deal über die Bühne zu bringen. Bürgerkriegsnahe Zustände, die fremde Kultur, Söldner (Steven Seagal), Konkurrenz und nichtmotivierte Stammesangehörige (Mike Tyson) erschweren die Durchführung des Deals…

Meine Meinung:

Wolf Warrior 2 war in Sachen Action eine Bombe, ein Kracher. Sonst aber nervend. Der zuletzt gesehen Operation Red Sea hingegen legte noch eins drauf in Sachen Action und war auch sonst ein Kracher – und weit weg von nervend! Chinesische Filme im Afrika-Setting sind der Renner – so wurde dem unbekannten Regisseur Tan Bing die Chance gegeben, sich in dieser Action-Kategorie verwirklichen zu dürfen.

Um den Mehrwert zu steigern, gerade für ausländische Fans, holte man sich Boxer Mike Tyson und B-Action-Star Steven Seagal an Bord. Steven Seagal, der Actionfans mit seinen Arbeiten wie Zum Töten freigegeben, Alarmstufe: Rot, Auf brennendem Eis oder Deadly Revenge – Das Brooklyn Massaker zu entzücken vermochte, ist seit vielen Jahren nur noch im B- oder gar C-Film tätig. Weit weg aus Erfolgen vergangener Zeiten. Mike Tyson, ehemaliger Boxer, versucht sich mehr und mehr in Actionfilmen in Szene zu setzen. Mir fallen spontan seine Rolle in Ip Man 3 (sehenswerter Kampf gegen Donnie Yen) und seine Nebenrolle im Trash-Film Kickboxer - Die Abrechnung ein.

Beide sind in China Salesman verschenktes Potenzial. Der Film ist grottenschlecht und hat mir in keiner Hinsicht gefallen. Ich war so genervt vom extrem miesen, billigen Treiben, dass ich nach 28 Minuten genug hatte und die Sichtung abbrach. Der Film nervt extrem, die Dialoge sind absolut lächerlich, billig, das Schauspiel miserabel, die Darsteller zum Teil nachsynchronisiert (billig), Story wirkt hölzern, Szenenabläufe völlig aus den Haaren gegriffen, miese Soundeffekte, miese Kameraführung in den Actionszenen (die auch alles andere als toll sind) und extrem peinliche CGI Einfälle / Effekte (einem Chinesen auf Motorrad wurde einfach Steven Seagals Gesicht digital draufkopiert).

Fazit: Grottenschlecht, billig, peinlich. Funktioniert nicht Mal als Trash und/oder unfreiwillige Komik!

Infos:

O: Zhong Guo Tui Xiao Yuan

China 2017

R: Tan Bing

D: Mike Tyson, Dong-Xue Li, Steven Seagal,

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 05.11.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Eurovideo vor = Uncut, Wendecover, Deutsch oder O-Ton (Chinesisch, Englisch, Afrikanisch OHNE Subs), gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es vom gleichen Label auch auf Blu-Ray. Fehlende Subs = ärgerlich.

Cure Review



Cure

Story:

Detektiv Kenichi Takabe (Koji Yakusho) untersucht eine mysteriöse Mordserie, in welcher Menschen plötzlich und grundlos Morde begehen. Die Abläufe sind in allen Fällen gleich, so dass Kenichi Takabe auf einen Zusammenhang zwischen den Morden schliesst. Er und sein Partner, ein Psychiater, vernehmen die Täter, in der Hoffnung, einen mysteriösen Mann (Masato Hagiwara), der zuvor mit den Tätern gesprochen haben soll, zu finden…

Meine Meinung:

Auf den japanischen Krimi Cure von 1997 wurde ich erst jetzt Dank dem UK-Label Eureka aufmerksam – die dem Film eine tolle Veröffentlichung spendiert haben (mehr dazu unter Fassungen). Ich mag japanischen Filme dieser Art, die ruhig und stimmungsvoll erzählt werden. Der Aufbau ist unheimlich und quälerisch langsam – mit offenen fragen musste ich rechnen, da dies im Genre oft der Fall ist. Ich hoffte einen Film à la The Hypnotist, Suicide Club oder Another Heaven zu sehen und wurde nicht enttäuscht.

Cure, von Regisseur Kiyoshi Kurosawa (Creepy), mit welchem er international bekannt wurde (Film lief vor japanischem Kinostart an diversen Fantasy Film Festivals), hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Krimis mit mysteriösem, fantastischem Touch und den langsamen Spannungsaufbau.

Die Geschichte ist mysteriös, spannend und trotz ruhigem Aufbau zu keiner Sekunde langweilig. Dafür ist der Film zu unheimlich, fesselnd und stark gefilmt. Mind. genau so stark war das Schauspiel der Figuren, vor allem Duell zwischen Detektiv Takabe (stark gespielt von Koji Yakusho) und dem «Killer» Mamiya (grossartig gespielt von Masato Hagiwara) knistert vor Spannung.

Die Settings sind schön abwechslungsreich und teilweise sehr abgelegen. Der Film verzichtet grösstenteils auf einen Soundtrack - das heisst man hört nur Umgebungsgeräusche (Wind, Witterung etc.) was dem Film zusätzlich eine sonderbare und intensive Stimmung gibt.

Über das Ende und offene Fragen kann man diskutieren – das kann, muss aber nicht gefallen. Ich persönlich freue mich in Zukunft bereits jetzt auf eine Zweitsichtung, um den Film erneut geniessen zu dürfen und eventuell neue Details im Film und der Story zu entdecken.

Fazit: Wer Fan japanischer Krimis mit mysteriösen Inhalten ist, sollte sich Cure nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Kyua

Japan 1997

R: Kiyoshi Kurosawa

D: Koji Yakusho, Masato Hagiwara, Tsuyoshi Ujiki, Anna Nakagawa, Yoriko Dôguchi, Yukijirô Hotaru

Laufzeit der UK Blu-Ray: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 05.11.18

Fassungen: Mir lag die UK Blu-Ray von Eureka vor = Blu-Ray, Schuber, DVD, Booklet, O-Ton, englische Subs, Uncut Fassung plus neue exklusive Extras. Die Bildqualität ist sehr gut. In Deutschland zumindest auf DVD zu haben (von Eye See Movies).

Downrange Review



Downrange

Story:

Eine vermeintliche Autopanne endet in einem Überlebenskampf, als ein Sniper die Insassen des Wagens unter Beschuss nimmt…

Meine Meinung:

Der neuste US-Film des japanischen Filmemachers Ryûhei Kitamura (Versus) konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Wie auch schon sein Vorgänger (No One Lives). Der Film, der kaum einen Plot bietet und Motive unerklärt lässt, ist phasenweise optisch nett in Szene gesetzt. Doch erinnert es nur teilweise an die japanischen Kracher, die uns Kitamura serviert hat (Versus, Godzilla: Final Wars, Azumi, Aragami, LoveDeath) oder seinen besten US-Film, The Midnight Meat Train.

Es machen sich hier und da gar Längen breit und die Figuren sind nicht sonderlich tiefgründig charakterisiert. Das heisst, eine Spannung baut sich nicht auf und es ist dem Zuschauer egal, wenn die Figuren vom irren Sniper getötet werden. Die Figuren gehen dem Zuschauer am Allerwertesten vorbei und deren Schauspiel ist auch nur durchschnittlich. Auch die Cops im Finale stellen sich nicht besser als die Teens an und agieren dämlich und unglaubwürdig.

Da ist das Ende (kein Happy End) nur konsequent. Nebst teilweisen schönen Kameraeinstellungen und Fahrten sorgt der Film für einen grossen Bodycount und viel Kunstblut – nur – das hat einen Film qualitativ noch selten allein gut gemacht – so auch hier nicht. Die Effekte sind teilweise aber sehr gut und blutig geworden – blutiger als erwartet.

Ich werde den Film vorerst in der Sammlung lassen und bei einer zukünftigen 2. Sichtung meine Erwartungen anpassen und schauen, ob mir Downrange dann besser zusagt.

Fazit: Noch immer ist und bleibt The Midnight Meat Train Kitamuras bester US-Film!

Infos:

O: Downrange

USA 2017

R: Ryûhei Kitamura

D: Kelly Connaire, Stephanie Pearson, Rod Hernandez, Anthony Kirlew, Alexa Yeames

Laufzeit der dt. DVD: 85:57 Min.

Gesehen am: 02.11.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Splendid Film vor = Uncut, Wendecover, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit dt. Subs. Gäbe es auch auf Blu-Ray.

Upgrade Review



Upgrade

Story:

Grey (Logan Marshall-Green) und Asha (Melanie Vallejo) haben einen Autounfall. Gangster tauchen auf (u.a. Benedict Hardie) und töten Asha und verletzen Grey schwer, der danach vom Hals abwärts gelähmt ist. Dank Eron Keen (Harrison Gilbertson) und seinem Mikro-Chip namens STEM, kann Grey wieder gehen. Und nicht nur das: STEM kann auch übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten entwickeln, mit denen Grey nun Jagd auf die Killer seiner Frau macht…

Meine Meinung:

Upgrade, ein australischer Low-Budget Film, der aber aufwändiger aussieht (der ist richtig toll gemacht – starke Zukunftseffekte etc.), wurde mir von einem Filmkumpel empfohlen und diese Empfehlung habe ich nicht bereut.

Auch in Filmforen kam Upgrade, ein Sience-Fiction Mix aus RoboCop und Ein Mann sieht rot, gut weg. Ich war gespannt, da man bei solchen Selbstjustiz-Geschichten kaum was falsch machen kann (Death Wish muss hingegen als Ausnahme genannt werden).

Der Film vom Insidious 3 Regisseur ist nicht nur technisch stark gemacht, sondern auch inhaltlich zeichnet der Film ein spannendes Zukunfts-Szenario, welches von modernster Technik und künstlicher Intelligenz handelt – und wie sie das Leben negativ und auch positiv zu beeinflussen vermag. Heute vergehen kaum Tage, in welchen nicht über Roboter, die den Menschen ihre Jobs wegnehmen, oder Unfälle durch selbstfahrende Autos, berichtet werden.

Der Film, der gradlinig und zielstrebig erzählt wird, krankt nicht durch Längen, sondern überzeugt durch eine fesselnde Handlung, sympathische Figuren, ein hohes Tempo, starke Effekte (Film hätte aber noch gerne hier und da etwas blutiger ausfallen dürfen) und einen grossen Unterhaltungswert. Die Darsteller haben ihre Rollen sehr gut gemeistert. Auch die Bösewichte waren stark gespielt – immer wichtig. So bekommt der sympathische Held auch einen starken Gegner präsentiert, der mich vom Aussehen her an John Steiner erinnert hat (Bösewicht aus Deported Women of the SS Special Section).

Einziges Manko: der Verlauf der Geschichte ist vorhersehbar und es gibt, bis vielleicht auf das Ende, keine inhaltlichen Überraschungen. Motive sind schnell erkannt – das ist aber zu verschmerzen, da ich bei einer Selbstjustiz-Handlung auch keine anspruchsvolle Handlung brauche.

Fazit: Upgrade ist unterhaltsamer und brachiales Selbstjustiz-Kino, welches ich nur empfehlen kan und welches einen spannenden Sience-Fiction Blick in die Zukunft garantiert! 

Infos:

O: Upgrade

Australien 2018

R: Leigh Whannell

D: Logan Marshall-Green, Betty Gabriel, Harrison Gilbertson, Christopher Kirby, Benedict Hardie

Laufzeit der kanadischen Blu-Ray: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 31.10.18

Fassungen: Mir lag die Blu-Ray von Universal aus Kanada vor = Uncut, Schuber, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt noch keine dt. Fassung (Stand: Okt. 2018).

Evil of Dracula Review




Evil of Dracula

Story:

Lehrer Shiraki (Toshio Kurosawa) tritt in einer ländlichen Gegend an einer Mädchenschule seine neue Stelle an. Schon auf dem Weg dorthin erfährt er, dass die Frau des Schulleiters bei einem Autounfall starb. Doch schon kurz nach seiner Ankunft machen Gerüchte die Runde, dass sie, vor allem nachts, gesehen wurde. Shiraki beginnt zu ermitteln und kommt einem Alptraum auf die Spur…

Meine Meinung:

Evil of Dracula ist nach The Vampire Doll und Lake of Dracula der dritte Teil von Arrow Videos «The Bloodthirsty Trilogy» und leider der schlechteste Teil der drei japanischen Vampirfilme geworden. Auch einzeln lohnt sich Evil of Dracula nicht d.h. das Set von Arrow Video lohnt sich «nur» wegen den anderen zwei Filmen.

Der Film beginnt interessant, fesselnd und stimmungsvoll. Ein Lehrer nimmt in einer ländlichen Gegend eine neue Stellung an und merkt schon bald, dass etwas nicht stimmt. Solche Settings und Ausgangslagen liebe ich immer. Zudem ist alles, wie fast immer bei japanischen Filmemachern, wunderschön eingefangenen worden.

Der Film krankt aber an einem umspannenden Plot, viel zu vielen Längen, kaum vorhandenen Gruselparts, zu wenig Effekten (kaum welche vorhanden d.h. praktisch nur im Finale), einem extrem schwachen und enttäuschenden Finale und einem, leider von Beginn an, total unpassenden und deplatziert wirkenden Soundtrack, der jegliche Stimmung sofort abtötet und nicht aufkommen lässt.

Nebst schönen Bildern überzeugen zumindest die Darsteller, die ihre Sache gut machen. Und der Mutationseffekt im Finale ist gut geworden. Leider ist dies zu wenig, um komplett überzeugen zu können! Schade – aber immerhin sind die anderen zwei Filme besser, so dass sich dieses Set von Arrow Video trotzdem lohnt, in die Sammlung aufgenommen zu werden!

Infos:

O: Chi o suu bara

Japan 1974

R: Michio Yamamoto

D: Toshio Kurosawa, Kunie Tanaka, Katsuhiko Sasaki, Shin Kishida

Laufzeit der UK Blu-Ray: 82:47 Min.

Gesehen am: 29.10.18

Fassungen: Siehe The Vampire Doll!

Dienstag, 25. Dezember 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Futureworld

- Bloody Bloody Bible Camp

- Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale

- Ghost for Sale

- The Incredible Melting Man


- Neuer Neukauf

Neukauf Ende Dez. 2018











The Black Magic with Buddha
Durch Kollegen DVD aus China kaufen lassen in der Hoffnung, eine legale Fassung von einem chinesischen Billig-Label zu erhalten. Leider handelt es sich um ein Bootleg (eine Kopie der US-Bootleg DVD von Far East Flix). 

The Inferno
Nach Jigoku erneute japanische Variante, die in der Hölle spielt. Der Film von 1979, der leider ausserhalb Japans nicht veröffentlicht wurde, soll eine sehr gute und vor allem aufwändige Produktion sein. Bin ich sehr gespannt. Von einem Japaner über Amazon (letzte amazon.com Bestellung für mich als Schweizer:-( gekauft.

Bewitched Area of Thousand Years
Durch FB auf VHS aus Amerika (glaube von World Video) auf den Anfang 90er Jahre CAT. III Streifen aus Taiwan aufmerksam geworden. Nun gefunden als HK Laserdisc von meiner HK-Dealerin die meine Wunschliste abgearbeitet hat.

The Incredible Melting Man Review




The Incredible Melting Man

Story:

Steve (Alex Rebar), ein Astronaut, der den Saturn besuchte, überlebt als einziger diese Mission. Schwer entstellt erwacht er in einem Krankenhaus, wo er ein Blutbad anrichtet und flüchtet. In der Umgebung ist keiner sicher vor Steve – während Behörden und Polizei die Jagd nach ihm eröffnen…

Meine Meinung:

Vor sehr vielen Jahren habe ich von dem Film als deutsche Fassung unter dem kultigen Titel Der Planet Saturn läßt schön grüßen die ersten 20 Minuten beim Kollegen gesehen – danach haben wir ausgemacht. Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen, da mir heute schon die ersten 20 Minuten gut gefallen haben. Vielleicht habe ich damals mehr Gore erwartet den praktisch alle Attacken von Steve geschehen im off Screen – danach ist meist nur das Resultat zu sehen. Erst gegen Ende hin, werden Attacken auch gezeigt.

Der Low-Budget Film ist aus einem Grund sehenswert: wegen den hervorragenden Spezialeffekten von Rick Baker und seinem alten Charme, der dieser Sience-Fiction Film verbreitet! Der Beginn ist stimmungsvoll und gar spannend – danach gibt es obligatorische Füllszenen und Längen. Die Story ist an sich sehr dünn – Steve bringt einen nachdem anderen um, die Polizei und Behörden jagen ihn. Das Ende hat mir dabei gut gefallen und wird nicht verraten.

Die Darsteller sind Mal besser, Mal schlechter (z.B. das alte Ehepaar, welches nachts im Auto unterwegs ist, fand ich doof und unglaubwürdig gespielt). Zum Glück agierten die Hauptpersonen gut und solide. Da gibt’s nichts zu motzen. Nochmals auf die Effekte zurückzukommen: diese sind sehr stark und zeigen das vielfältige Talent von Rick Baker. Jeder Gore-Effekte (entstellte Leichen, Körperteile etc.) sind toll getrickst und auch das Make-Up von Steve und wie er sich mehr und mehr zersetzt, bevor er am Ende schmilzt – nimmt das «Sub-Genre» «Melting-Movies» vorneweg! Beeindruckend fand ich das actiongeladene Finale und vor allem der Effekt / Stunt mit der Hochspannungsleitung! War toll.

Fazit: Wenn man Längen und Füllszenen zwischen den Attacken von Steve in Kauf nimmt, wird man mit hervorragenden und sehenswerten Spezialeffekten von Rick Baker belohnt! Das lohnt sich!

PS: Rick Baker war für die Effekte in Filmen wie The Food of the Gods, Der Exorzist, It's Alive, Squirm, Das Tier, Videodrome oder Body Bags zuständig.

Infos:

O: The Incredible Melting Man

USA 1977

R: William Sachs

D: Alex Rebar, Burr DeBenning, Myron Healey, Michael Alldredge, Ann Sweeny

Laufzeit der UK Blu-Ray: 86:17 Min.

Gesehen am: 29.10.18

Fassungen: Mir lag die UK Blu-Ray von Arrow Video vor = Wendecover, erstklassige, unglaubliche gute Bild- und Tonqualität, englische Subs zum O-Ton vorhanden, Unmengen an Extras und Booklet (hat bei meiner Ausgabe jedoch gefehlt obwohl auf dem Cover vermerkt). Film ist selbstverständlich Uncut. Überrascht hat mich die 18er Freigabe – da kommt anderes heute in England ab 15 raus, was mind. so blutig ist wie The Incredible Melting Man. In Deutschland von 84 Entertainment Uncut auf Blu-Ray zu haben (auch mit O-Ton, dazu aber keine Subs und weitaus weniger Extras als die UK Ausgabe).

Ghost for Sale Review



Ghost for Sale

Story:

Durch den Tod von Uncle Kau (Ku Feng) erwachen bei Vorbereitungen zu einer Ausstellung Leichen zum Leben. Das ruft die Geisterjäger Oi Oi (Ricky Hui Koon-Ying), Shella (Sheila Chan Suk-Lan), Uncle Shui (Shing Fui-On) und Qing (Wilson Lam Jun-Yin) auf den Plan. Unterstützt werden sie von Tsao Siu Yu (Maggie Siu Mei-Kei), welche Hintergrundwissen zu den Biographien der Leichen beisteuert…

Meine Meinung:

Ghost for Sale ist ein spassiger und unterhaltsamer Anfang der 90er Jahre HK Geisterfilm bzw. Komödie inklusive Hommagen an Ghostbusters. Wer das Genre und die Filme aus der Zeit mag, macht mit dem Kauf von Ghost for Sale nichts falsch = man wird bestens unterhalten!

Die Story ist unterhaltsam. Es gibt viel zu lachen, wobei es auch stimmungsvolle und fantasievolle Geister- und Zeremonien-Szenen gibt – inklusive hier und da einige Kampfszenen im klassischen Setting. Es ist also ein Genre-Mix und daher ist für Abwechslung garantiert. Am meisten dominieren jedoch die lustigen Szenen und Ghost for Sale ist auch als Komödie zu verstehen.

Die Actionszenen sind dabei sehr solide in Szene gesetzt und ansehnlich choreographiert. Das überrascht nicht, den kein geringerer als Fung Hak-On fungierte als Action Director. Fung Hak-On, der oft auch als Darsteller in Kung Fu Filmen mitwirkte, hat grosse Erfahrung in Sachen Kampf-Choreographie. Er war in unzähligen HK-Actionstreifen für die Action-Szenen zuständig, z.B. Last Hurrah for Chivalry (John Woo Meisterwerk), The Young Master (Zusammen mit Jackie Chan), Police Story (zusammen mit Jackie Chan und Co.), Edge of Darkness, Godfather's Daughter Mafia Blues, Fun and Fury und A Warrior's Tragedy.

Die Darsteller machen allesamt einen grossartigen Job. Wie immer, sehr vielfältig, wie sie sich geben – egal ob sie ernste Rollen in Gangsterfilmen oder in Komödien spielen mit viel Hingabe, Spass und Overacting: die Figuren sind sympathisch gezeichnet und machen Spass! Ricky Hui steht seinen Brüdern Michael und Sam in Sachen Schauspiel und Humor in nichts nach, die Mädels sind hübsch und niedlich (Sheila Chan und Maggie Siu), Shing Fui-On in einer ungewohnten Hauptrolle (sonst oft in Nebenrollen vertreten, z.B. Ebola Syndrome, Ghost Killer, The Vengeance of Six Dragon) zu sehen, Charlie Cho Cha-Lee ist Charlie Cho Cha-Lee (Funny Ghost, Return of the Demon) und Shaw Brothers Fans haben Freude am Auftritt von Ku Feng (The One-Armed Swordsman, Cheap Killers, Revenge of the Corpse, My Son, Misfire).

Fazit: Jedem Fan von HK Ghost Comedys zu empfehlen!

Infos:

O: Chuk Gwai Chuen Moon Dim

HK 1991

R: Guy Lai

D: Ricky Hui Koon-Ying, Shing Fui-On, Wilson Lam Jun-Yin, Sheila Chan Suk-Lan, Maggie Siu Mei-Kei, Ku Feng, Charlie Cho Cha-Lee

Laufzeit der malaysischen DVD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 26.09.18

Fassungen: Mir lag die DVD aus Malaysia vor (Label: Speedy Video) = O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es auch in HK auf DVD (Label: Widesight – auch O-Ton und englische Subs). Es gibt keine Blu-Ray und keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2018).

Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale Review



Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale

Story:

Don Vito Tressoldi (Adolfo Celi), Mafia-Boss in Milano, bestiehlt seinen Mafia-Boss Kollegen aus den USA, New York (Heroin im Wert von 3 Milliarden). New York lässt dies untersuchen und schickt zwei Killer nach Milano (u.a. Henry Silva) – währenddessen gibt Don Vito Tressoldi als Sündenbock den Kleingangster- und Zuhälter Luca Canali (Mario Adorf) an – und die zwei Killer wollen ihn tot sehen…

Meine Meinung:

Dieser Poliziotteschi hat mir sehr gut gefallen. Hat Kracher und Highlight-Qualitäten! Sicher einer der besten Poliziotteschi Titel, welche ich seit längerem gesehen habe und sicher einer der besten Filme von Regisseur Fernando Di Leo (Killer Vs. Killers, Auge um Auge, Zwei Supertypen räumen auf).

Der Film erzählt eine simple aber höchst unterhaltsame Story, die durch eine grandiose deutsche Sprachfassung zusätzlich aufgewertet wird. So macht jeder Dialog Spass und auch die Wahl der Darsteller und dessen Schauspiel sind einfach grandios! Der Film gefällt vor allem wegen den Figuren und den Dialogen, weniger durch die Action, die eigentlich relativ billig und uneffetkiv in Szene gesetzt ist.

Vor allem Stars Mario Adorf, Henry Silva und Adolfo Celi machen herrlich viel Spass! Aber auch alle anderen Figuren- und Nebenfiguren agieren sehr gut – da hat Fernando Di Leo ein gutes Händchen erwiesen, was die Auswahl der Darsteller angeht.

Mario Adorf, der dem Ital. Kino (The Bird with the Crystal Plumage, Fahrt zur Hölle, ihr Halunken) und dem Poliziotteschi Genre (Der Tod trägt schwarzes Leder, Gewalt - Die fünfte Macht im Staat, Das Syndikat, Milano Kaliber 9) vertraut ist, gibt eine hervorragende Leistung ab. Perfekte Wahl für den Kleinganoven und Zuhälter, dem am Ende sämtliche Emotionen durchgehen!

Adolfo Celi hat eine grosse Nebenrolle als Boss von Milano – der den Druck seiner US-Kollegen spürt und der auf unerwarteten Wiederstand seitens Mario Adorf stösst – was ihn in eine brenzlige Situation bringt. Grosses Schauspiel auch von ihm – er agiert als schmieriger, dreckiger Gangster einfach nur überzeugend! Er selbst war in dem Genre auch vertreten (z.B. Eiskalte Typen auf heißen Öfen und Die Klette).

Als Killer aus den USA sind der Afroamerikaner Woody Strode (inklusive paar politisch unkorrekter Dialoge gegen ihn) und Henry Silva zu sehen. Die beiden machen ihren Job auch einfach nur gut! Henry Silva ist in dem Genre auch kein Unbekannter (Killer Vs. Killers, Blutiger Schweiß, Die Rache des Paten, Der Berserker, Der Teufel führt Regie) und ich mag ihn einfach als Bösewicht!

Fazit: Uneingeschränkt dedem Poliziotteschi und Fernando Di Leo zu empfehlen! 

Infos:

O: La Mala Ordina

Deutschland, Italien 1972

R: Fernando Di Leo

D: Mario Adorf, Henry Silva, Adolfo Celi, Woody Strode, Luciana Paluzzi

Laufzeit der dt. DVD: 91:41 Min.

Gesehen am: 21.09.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von VZ-Handelsgesellschaft vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover, Uncut (ehemals zensierte Szenen sind in Englisch mit dt. Subs), Deutsch/Englisch mit dt. Subs. Die dt. Synchronisation ist grandios!