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Montag, 1. Januar 2018

Update

01.01.18 - Neue Reviews und neuer Neukauf


- Neuer Neukauf


- That Fiery Girl

- Battle of the Dragons

- Labyrinth des roten Todes

- Psycho Raman (Archiv Review)

Neukauf (30.12.17)

Ende 2017 erhalten:






Leatherface
Dt. DVD von Turbine. Der Film von den Inside Machern soll die Vorgeschichte zu Blutgericht in Texas erzählen. Wie schon der Vorgänger (Texas Chainsaw 3D) hat der Film vor allem schlechte Reviews erhalten. Ich halte meine Erwartungen klein. Wunschliste abgearbeitet. Vom Label sind diverse Auflagen im Umlauf - mir langte die Uncut Single DVD = am günstigsten. 

Hot Blood
HK Cop-Drama mit Chow Yun-Fat (Nebenrolle?). Frühwerk von 1977. HK DVD (Code 3, englische Subs vorhanden). Dürfte mir zusagen. Billig auf Ebay gekauft von einem amerikanischen Verkäufer, zudem wurde Preisvorschlag akzeptiert (Preis: 15 USD). Günstiger als bei HK Dealern (dort: zwischen 38-48 USD für DVD oder VCD).  

Gold Cyclone Whirlwind
Eastern von Lo Wei mit Nora Miao. Wird mir sicher zusagen. DVD aus China - kostete nur ca. 2.30 Fr. Sehr günstig. Bildqualität soll teilweise zu hell sein, so dass es manchmal schwer fällt, die englischen Subs zu lesen. Dies dürfte bei der HK DVD (Joy Sales/Fortune Star) besser sein (plus Bildformat). Mandarin O-Ton ist jedoch auf beiden Scheiben vorhanden. HK DVD nicht gefunden, daher die günstige DVD-Version aus China genommen. 

Frankenstein Conquers the World
Japanische Laserdisc mit wunderschönem Cover dieses japanischen Monsterfilmes. O-Ton, keine Subs. 79.90 USD (Ebay). Der Film mit schön verrückt-innovativer Story (2. Weltkrieg, Frankenstein, Atombombe etc.) ist sicher nicht so komplex, um englische Subs zu benötigen. Die dt. DVD kostet auf CH-Shops (cede.ch) auch fast 60 Fr.! Dort wären dt. Subs zum O-Ton an Bord. Sehr gespannt auf den Film.

That Fiery Girl Review




That Fiery Girl

Story:

Das Mei Dorf wird von Gangstern überfallen, einige getötet. Die Gangster haben eine Schatzkarte gesucht. Um Rache zu nehmen, dringt ein Kämpfer des Mei Dorfs in den Hu Lu Mountain Village Clan ein und infiltriert diesen. Er gewinnt das Vertrauen des Clan Bosses und dessen Tochter (Cheng Pei-Pei), welche sich in ihn verliebt, was seine geplante Rache erschwert…

Meine Meinung:

That Fiery Girl ist ein nur durchschnittlicher Shaw Brothers Schwertkampffilm. Der Film hat viele Schatten- wie auch Lichtseiten. Die Action ist allgemein gut in Szene gesetzt, vor allem im Beginn und im Finale. Vor allem gegen Finale und im Finale steigert sich der Action- und auch Blutanteil gewaltig, so dass gewisse Negativpunkte ein wenig kompensiert werden.

Dabei – und nicht nur in den Actionszenen, sondern auch rein schauspielerisch, macht Cheng Pei-Pei (Raw Courage) eine ganz starke Figur. Sie alleine trägt den Film und ihrem Schauspiel zuzusehen ist eine Klasse für sich. Nebst Lily Li oder Kara Hui war sie eine der bekanntesten Heldinnen der Shaw Brothers Ära. Sie ist ein grosses Plus für den Film. Auch weitere weibliche Nebenrollen (auch Lily Li macht es toll) überzeugen wie auch die Film-Bösewichte, gespielt von Tang Ti und Fan Mei-Sheng (The One-Armed Swordsman).

Leider verhält es sich mit den Helden-Figuren nicht so. Diese wirken allesamt blas, uninteressant, langweilig und unsympathisch. Zudem strahlen sie null Charisma aus (nicht wie ein Lo Lieh, Jimmy Wang Yu und Co.). Auch das Schauspiel der männlichen Helden ist nicht wirklich überzeugend. Dazu kommt, dass es im Mittelteil arge Längen gibt (und Intrigen wer wen heiraten soll – war sehr mässig und uninteressante Phase der Story). Daher kann man als Fan froh sein, dass der Film gegen Ende wieder die Actionschraube anzieht und mit viel Schwertkämpfen, viel Cheng Pei-Pei in Action und viel Blut aufwarten kann. Ansonsten wäre That Fiery Girl zu seinem recht enttäuschenden Shaw Brothers Beitrag geworden!

Kann man sich ansehen (wegen Cheng Pei-Pei), aber kein Must Have Titel!

Infos:

O: Hong La Jiao

HK 1968

R: Yen Chun

D: Cheng Pei-Pei, Tang Ti, Fan Mei-Sheng, Fan Dan, Lily Li, Chan Leung, Ku Feng

Laufzeit der Originalversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 29.11.17

Fassungen: Gesehen via Ziieagle Box = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs. Gäbe es in HK oder Taiwan (IVL oder Deltamac) auch auf DVD. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Nov. 2017).

Battle of the Dragons Review



Battle of the Dragons

Story:

Im alten Japan: Der machthungrige Yuki Daijo (Bin Amatsu) bemächtigt sich des Thrones, tötet den Kaiser und dessen Frau. Yuki Daijo wird dabei von Oroki-maru (Ryûtarô Ôtomo) unterstützt, welcher der Magie mächtig ist. Der Prinz kann als kleines Kind entkommen. Viele Jahre später: aus dem Kind-Prinz, dem rechtmässigen Nachfolger auf den Thron des Kaisers, ist nun ein junger Mann geworden. Und Ikazuki-maru (Hiroki Matsukata) will Rache an Yuki Daijo für das, was er seinen Eltern angetan hat...

Meine Meinung:

Battle of the Dragons ist ein seltener Klassiker von Toei, der ausserhalb Japans kaum veröffentlicht wurde (in den USA zensiert, mit neuen Toneffekten versehen) und legal mit englischen Subs nicht zu beziehen ist (in den USA nur Englisch Dubbed).

Der Film von 1966, der auch George Lucas zu seiner Star Wars Trilogie inspiriert haben soll, ist ein Mix aus klassischem Samurai Film, magischen Fantasy-Elementen und japanischem Monsterfilm (Kaiju Genre à la Godzilla und Co. = Shin Godzilla, Weltraumbestien, The Space Amoeba, Matango - Attack of the Mushroom People, Daigoro vs. Goliath, Gappa – Frankensteins fliegende Monster) und vor allem für seine magischen Fantasy-Szenen, Settings, Verschmelzung von Genres und den Monstereffekten bekannt.

Der Inhalt ist weniger komplex als gedacht (ich habe mir nebst jap. Laserdisc, ohne Subs, auch die US Bootleg DVD gekauft, da ich dachte, der Film sei in der Handlung komplex) und die Story ist, losgelöst vom Monsteranteil, kaum der Rede wert und eher schwach. Das gilt auch für die Samurai-Actionszenen, die allesamt überhaupt nicht spektakulär geworden sind (gilt für Anzahl, Choreographie und in den Schwertkampfszenen gibt es nicht einen Tropfen Blut zu sehen). Die magischen Fantasy-Elemente sind da schon besser, aber teilweise auch sehr billig (schwebender Kopf z.B.).

Der Mehrwert und die grosse Qualität liegen klar auf den Monsterszenen! Es gibt einen fliegenden Vogel, eine grosse Spinne, ein im Meer lebender Drache (= das böse Monster) und als Gegenspieler eine Kröte! Diese Spezialeffekte und der lange Finalkampf, in welchem zuerst die Burg in Schutt und Asche gelegt wird, bevor die Monster aufeinander losgehen, sind absolut herrlich anzusehen und rechtfertigen schon den Kauf dieses Filmes. Genau solche Szenen haben ich mir erwünscht und auch erhalten.

Daher kann ich diesen seltenen Film allen Fans von japanischen Monsterfilmen auch nur empfehlen! Reine Samurai-Fans sollten sich bewusst sein, dass diese Szenen recht billig in Szene gesetzt sind und der Film mehr Wert auf die Effekte und Monsterszenen legt!

Infos:

O: Kairyu daikessen

Japan 1966

R: Tetsuya Yamauchi

D: Hiroki Matsukata, Tomoko Ogawa, Ryûtarô Ôtomo, Bin Amatsu, Nobuo Kaneko

Laufzeit der jap. LD: 94 Min. (87 Min.) – steht beides auf dem Cover

Gesehen am: 29.11.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und es gibt offiziell keine Fassung in Japanisch mit englischen Subs (Stand: Nov. 2017). In den USA (VHS/DVD) nur Englisch Dubbed und zensiert erhältlich. In Japan nur ohne englische Subs auf Laserdisc von Toei und DVD erhältlich. Mir lag zum einen die japanische Laserdisc, ein wunderschönes Sammelstück, vor (Preis: 129.90 USD) und zum anderen die US-Bootleg DVD von Kurotokagi Gumi welches eine 1:1 Kopie der japanischen DVD sein dürfte jedoch MIT englischen UT zum jap. O-Ton. Die Bildqualität der DVD ist auch sehr gut und im Vergleich besser als zur jap. Laserdisc. Mir war es jedoch wichtig, auch eine offizielle Version zum Film zu haben um damit den Filmemachern gerecht zu werden!

Labyrinth des roten Todes Review



Labyrinth des roten Todes

Story:

Spanien: Ein unbekannter Killer tötet Mitglieder einer Touristengruppe. Ein alter Polizist nimmt die Ermittlungen auf…

Meine Meinung:

Dieser typische Giallo von Umberto Lenzi (Eaten Alive, Cannibal Ferox) hat mir sehr gut gefallen. Ich habe genau das bekommen, was ich von dem Genre erwarte. Der Film war spannend, sehenswert und bot durch die Drehorte vor Ort in Spanien, Barcelona (sogar Les Rambles, in welchen es vor kurzem einen Terroranschlag gab, kam vor), einen exotischen Touch und eine willkommene Abwechslung.

Es geht um die Frage: Wer ist der Mörder? Was ist das Motiv? Was steckt hinter den dunkeln Geheimnissen einzelner Figuren? und wer wird das nächste Opfer sein? Das sorgt für Spannung bis zuletzt. Einige Figuren haben bewusst etwas Mysteriöses an sich, für genug Motive und Gründe ist gesorgt. Das macht Lenzi inhaltlich prima, so dass einem nicht langweilig wird.

Dazu kommen schöne Giallo-Attacken, blutige Morde, hier und da etwas Schmuddel, Sex und ein Hauch Erotik und einige hübsche Darstellerinnen. Die perfekte Mischung, ohne zu billig oder zu schmuddelig zu wirken.

Mir hat der Film durch und durch gefallen. Nichts Besonderes (im Sinne von originell den Inhalt betreffend), aber recht gute und solide Arbeit die einfach unterhält und gefällt. In dem Sinne: klare Empfehlung für alle Giallo Fans!

Infos:

O: Gatti rossi in un labirinto di vetro

Italien, Spanien 1975

R: Umberto Lenzi

D: John Richardson, Martine Brochard, Ines Pellegrini, Andrés Mejuto, Mirta Miller, Daniele Vargas

Laufzeit der dt. Blu Ray: 92:04 Min.

Gesehen am: 29.11.17

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray von X-Rated vor = Mediabook, Booklet mit Infos, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, Ital. O-Ton und u.a. dt. Subs an Bord, exklusive Extras. Zudem befindet sich auf DVD ein Bonusfilm an Bord (Dark Night of the Scarecrow). Tolle Vö zu einem tollen Giallo.

Psycho Raman Review


NIFFF 2016 Spezial



Psycho Raman

Story:

In Mumbai geht ein psychopatischer Killer um der von einem Polizisten gejagt wird...

Meine Meinung:

Ähnlich wie der zuvor gesehene Creepy kommt auch Psycho Raman mit einer stolzen Laufzeit von etwas mehr als zwei Stunden daher. Und auch wie Creepy war der Film ein überraschend guter Festivalbeitrag, dem man die lange Laufzeit nicht angemerkt hat. Zum einmaligen Schauen war der Film in der Tat okay.

Die indische Millionenstadt mit ihren Schluchten zwischen Arm und Reich und dem damit verbundenen, sozialen Problemen (Armut, Stand der Frau in der Gesellschaft, Drogen, Gleichgültigkeit gegenüber dem Anderen...) wird gekonnt und nicht störend in die Serienkiller Geschichte eingebaut.

Die Darsteller machen einen guten Job, vor allem er, welchen den Killer darstellt. Der Cop war ein wenig klischeehaft (auch die Wandlung am Ende, hat ein wenig an Killers erinnert) aber trotzdem würde ich dessen Leistung noch als okay bezeichnen. Der Film war technisch gut gemacht - man merkt, wie die Inder in den letzten Jahren mehr und mehr Kohle in ihre teilweise bombastischen Filme pumpen. Wobei hier das Budget noch eher klein gewesen sein dürfte (sagte auch der Regisseur, der zu Besuch anwesend war vor der Vorführung) - doch technisch war das gut umgesetzt, wenn auch etwas andere Filme erinnernd (z.B. die diversen Kapitel à la Tarantino).

Trotzdem: okay und besser als erwartet! Zeit ging relativ schnell vorbei und auch vom 2. Film am vorletzten NIFFF Tag waren wir positiv überrascht und wurden gut unterhalten!

Infos:

O: Raman Raghav 2.0

Indien 2016

R: Anurag Kashyap

D: Nawazuddin Siddiqui, Vicky Kaushal, Sobhita Dhuliwala

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 127 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 (Juli)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Indisch mit englischen UT. Nachtrag 14.12.17: Der Film wurde inzwischen von REM Uncut in Deutschland auf DVD oder Blu Ray veröffentlicht - auch mit O-Ton und dt. Subs.