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Montag, 29. März 2021

Haruschi – Das blanke Schwert der Rache Review

Haruschi – Das blanke Schwert der Rache

Story:

 

Ein kleiner Junge (You Long) gerät zufällig an eine Liste, die er einem Helden überbringen muss. Der junge wird vom Speerkämpfer Lung Tai (Jimmy Wang Yu) begleitet. Viele Gegner stellen sich diesen in den Weg – denn um an die Liste zu kommen, gehen die Bösewichte (u.a. Lung Fei) über Leichen…

 

Meine Meinung:

 

Haruschi – Das blanke Schwert der Rache, der laut Cover-Zitat «härter als die chinesische Mauer» sei, ist solide, kurzweilige und unterhaltsame Anfang 70er Jahre Eastern-Unterhaltung im klassischen Setting mit Shaw Brothers Star Jimmy Wang Yu (The Lantern Street) in der Hauptrolle.

 

Ich mag diese Jimmy Wang Yu Filme (z.B. Der Silberspeer der Shaolin), die abseits der grossen Studios wie Golden Harvest oder Shaw Brothers entstanden sind. Und genau so einer ist auch Haruschi – Das blanke Schwert der Rache. Der Film bietet eine simple Geschichte und reichert diese noch mit einem Hauch Okami – Das Schwert der Rache an (der kleine Junge).

 

Jimmy Wang Yu, der bereits in anderen Filmen weissgekleidet (Golden Swallow) und/oder langhaarig (The Magnificent Chivalry) auftrat, ist der Star und grosse Name des Filmes. Daher überrascht es nicht, dass dieser auch immer im Mittelpunkt steht. Wer ihn mag, sollte sich Haruschi – Das blanke Schwert der Rache nicht entgehen lassen. Andere bekannte Namen: Lung Fei (Kung Fu Mama) als Bösewicht in einer Nebenrolle mit cooler Waffe.

 

Die Kampfszenen gefallen durch fantasievolle Idee, spezielle Waffen und Gimmicks und den Blutgehalt. Im Mittelteil gibt es paar (zu) ruhige Phasen (in welcher auch der kleine Junge hier und da nervt). Dafür wird man mit einem Action lastigen Finale und einem hohen Bodycount belohnt. Daneben haben vor allem die Kampfszenen gegen Lung Fei und Co. gut gefallen.

 

Fazit: Für Jimmy Wang Yu Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Zhui Ming Qiang

 

Englischer Titel: The Desperate Chase

 

HK 1971

 

R: Kao Pao-Shu

 

D: Jimmy Wang Yu, Chiao Chiao, Yang Yang, Yu Lung, Miao Tien, Lung Fei

 

Laufzeit der deutschen DVD: 90:34 Min.

 

Gesehen am: Juni 2007 / Review überarbeitet: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Retrofilm vor = O-Ton/Deutsch (sehr gute Synchronisation), Subs, Uncut, sehr gute Bildqualität, Widescreen. Beste Vö zum Film! Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).

Samstag, 16. Januar 2021

Giganten der Vorzeit Review

Japanuary 2021

Giganten der Vorzeit

Story:

 

Ein Forscher vermutet am Lake Sai Dinosaurier und beginnt zu ermitteln. Zeugenberichte stützen seine These und trotzdem soll das traditionelle Fest am See stattfinden. Ein Fehler…

 

Meine Meinung:

 

Giganten der Vorzeit unterscheidet sich in drei Punkten von anderen Kaiju-Filmen:

 

1. Der Film ist sicherlich der blutigste Kaiju-Film den ich kenne. Der Film wirkt nicht per se für ein junges Publikum: dafür ist der Tonfall des Filmes zu ernst, es sterben mehrere Personen, es gibt einige dramatische Szenen (Verlust von Angehörigen die man liebt, Todesangst) und mit blutigen Details hält sich der Film nicht zurück.

 

2. In diese Sparte passt auch, dass es, und dies ist für das Genre sehr ungewöhnlich, eine Nackt-Szene gibt.

 

3. Es sind hier keine Monster, die sich bekämpfen, sondern Dinosaurier.

 

Allgemein könnte Giganten der Vorzeit, dessen englischer Titel Legend of Dinosaurs and Monster Birds lautet, als Tierhorrorfilm durchgehen. Der Film wirkt mehr wie ein westlicher Tierhorrorfilm statt ein 08/15 Kaiju-Titel.

 

Der ganze Aufbau erinnert an einen Tierhorrorfilm: die langsame Bedrohung, dem Helden, dem niemand Glauben schenkt, die «Monster», die einem lange vorenthalten werden, blutige Effekte und natürlich eine Massenpanik.

 

Wiki und Co. geben mir recht: Jaws, der Tierhorror-Klassiker schlechthin, war, wie jeder weiss, ein grosser Erfolg. Dies soll Toei inspiriert haben, auf den «Tierhorror»-Zug aufzuspringen und wahrscheinlich wirkt Giganten der Vorzeit deshalb ernst, düster, erwachsener und westlicher als seine "Kollegen".

 

In meinen Augen eine willkommene Abwechslung zu anderen Kaiju-Titeln und schade, dass nicht mehr solche Filme produziert wurden, auch wenn es auch einige Punkte gibt, die mir leicht missfallen haben (zuerst sprunghafte, episodenhafte Erzählweise, Musik war weniger mein Geschmack etc.). Die Darsteller waren ok, aber nichts Besonderes. Auch der Regisseur ist mir unbekannt.

 

Das beste am Film sind die Spezialeffekte: diese sind sehr gelungen! Die Dinosaurier wirken böse, gross, bedrohlich und gut getrickst – japanische Effekte-Kunst in Perfektion! Nur schon deshalb lohnt sich der Film, der unter anderem auch am Fuji gedreht wurde (schöne Bilder und Kulissen).

 

Fazit: Jedem Tierhorror- und vor allem Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Kyoryu: Kaicho no densetsu

 

Japan 1977

 

R: Junji Kurata

 

D:  Tsunehiko Watase, Nobiko Sawa, Shotako Hayashi, Tomoko Kiyoshima, Fuyukichi Maki

 

Laufzeit der deutschen DVD: 88:39 Min.

 

Gesehen am: Aug. 2008 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Retrofilm Film vor = Uncut, Deutsch/Jap. mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die LD aus Japan hat ein wunderschönes Cover-Motiv! Es gibt (noch) keine Blu-Ray zum Film (Stand: Jan. 2021).

Mittwoch, 1. Juli 2020

Frankensteins Kung-Fu Monster Review

Frankensteins Kung-Fu Monster

Story:

Aliens wollen die Menschheit in die Knie zwingen, doch die vier Super Rider stellen sich ihnen in den Weg…

Meine Meinung:

Die Taiwanesen haben anhand einer japanischen Serie (Kamen Rider V3) einen Film zusammengeschnitten und den Cast durch taiwanesische Schauspieler nachgedreht / ersetzt und diesen so in die Kinos gebracht. Dies taten sie später erneut und/oder auch mit anderen Serien (aus Sûpâ robotto Reddo Baron und Sûpâ robotto Mahha Baron wurde z.B. Roboter der Sterne).

Der Film, der in Deutschland auch im Kino lief, entwickelte sich, auch gerade wegen der deutschen Sprachfassung, zum Kult. Da ich ohne Kamen Rider und Co. aufwuchs, fehlt mir dieses Nostalgie-Detail, welches ältere Fans haben könnten. Im Gegensatz zu Roboter der Sterne empfand ich Frankensteins Kung-Fu Monster als schwächer.

Ich mag lieber Riesen-Monster à la Godzilla als Monster in Menschengrösse. Mir fehlte die Abwechslung in Frankensteins Kung-Fu Monster. Dass man aus einer Serie einen Film machte merkt man dem Film auch negativ an:

die Story ist wirr, es gibt trotz kurzer Laufzeit auch Längen und wie ich bereits sagte: die Action-Szenen sind immer dasselbe. Es wird wenig Abwechslung geboten. Auf der anderen Seite kann man mit dem Film auch seinen Spass haben, wenn man sich darauf einlässt. Zudem sind die vielen Monster-Kostüme und Masken absolute Klasse.

Fazit: für Fans von japanischen Tokusatsu Filmen/Serien zu empfehlen!

Infos:

O: Shan Dian Qi Shi V3

Taiwan 1975

R: Lin Chung-Kuang

D: Wen Chiang-Long, Li Yi-Min, Lu Bi-Yun, Chang Feng, Wu Kuo-Liang

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 74 Min.

Gesehen am: 30.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Retrofilm vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray, Booklet, neues Master in erstklassiger Bildqualität, Deutscher Ton, englische Subs. Film liegt auch unrestauriert vor (läuft ca. 15 Sek. länger = quasi ohne Frame-Cuts) und exklusive Extras (z.B. Vergleich mit der Original-jap. Serie). Besser wird man den Film nie zu Gesicht bekommen.

Sonntag, 30. Juni 2019

Evil Dead Trap 3 Review

Evil Dead Trap 3

Story:

Eine Schülerin springt vom Dach der Schule in den Tod. Die Polizistin Yoko (Megumi Yokoyama) untersucht den Fall. Es stellt sich heraus, dass die Schülerin vom Lehrer Muraki (Shirô Sano) schwanger war. Weitere Recherchen zeigen, dass schon einst eine Schülerin von Muraki, vor vielen Jahren, spurlos verschwand. Ob angespülte Leichen ohne Kopf und Extremitäten auch mit dem Fall zu tun haben? Yoko beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Evil Dead Trap 3 unterscheidet sich von den Vorgängern: der ganze Splatter ist gewichen, zurück bleibt ein Mystery-Thriller bzw. japanischer Krimi mit Serienkiller-Plot, der komplex und mit Twists (die z.T. jedoch nicht sonderlich überraschen) aufwartet. Man muss beim Schauen aufpassen. Arthouse-Story-Elemente taten sich bereits in Teil zwei auf, werden hier nun weitergesponnen.

Da ich japanische Krimis mag (z.B. Cure), hat mir der Film gut gefallen. Die Figuren agieren gut, eine Spannung ist zunächst gegeben und optisch ist der Film schön in Szene gesetzt. Es gibt viele symbolträchtige Inhalte (Mythologie, japanische Folklore, Verweisungen auf andere literarische Werke). Ich fühlte mich durch einige Szenen an Sieben und Twin Peaks erinnert.

Der Film ist oft sehr ruhig, Gewalt- bzw. Splatter darf man nicht erwarten (man sieht vor allem abgetrennte Körperteile von Opfern). Das braucht es aber auch nicht, damit der Film gefallen kann. Die verschiedenen Settings trugen viel zur Stimmung bei (auch das Einbringen von japanischen Folkloren etc). Das Finale gefiel mir vor allem optisch sehr gut.

Regisseur Toshiharu Ikeda hat mit Evil Dead Trap 3 eine sehr solide Arbeit inszeniert. Er war auch für Teil eins, der auch in Horrorfilmkreisen, aufgrund seiner Gewaltdarstellung und Nähe zum Giallo (bzw. Dario Argento Filme) bekannt ist, verantwortlich. Toshiharu Ikeda startete seine Karriere im erotischen Film (Sex Hunter: 1980, Sukeban mafia: Rinchi, Angel Guts: Red Porno) und wechselte danach zum Mystery/Horrorfilm – da liegt mir u.a. noch ungesehen rum: Mermaid Legend (auf welchen ich mich sehr freue).

Megumi Yokoyama, welche die junge Polizistin spielt, war mit dieser Rolle gerade einmal am Anfang ihrer Karriere. Sie spielte danach in vielen japanischen Filmen mit (u.a. Gonin, Ichi - Die blinde Schwertkämpferin und vor allem nur in Japan veröffentlichten Filmen und/oder TV-Serien) die man ausserhalb Japans aber kaum kennt. Auf eine grössere Karriere konnte Shirô Sano zurückblicken: Lucky Sky Diamond (inoffizieller Guinea Pig Film), Violent Cop (mit Takashi Kitano), Godzilla, Mothra and King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack (einer der besten Godzilla Fortsetzungen) oder im südkoreanischen Blockbuster My Way.

Fazit: Wer japanische (Mystery)Krimis mag, kann sich Evil Dead Trap 3 problemlos ansehen!

Infos:

O: Chigireta ai no satsujin

Japan 1993

R: Toshiharu Ikeda

D: Shirô Sano, Megumi Yokoyama, Kimiko Yo, Tatsuo Yamada, Kenji Imai

Laufzeit der deutschen DVD: 96:33 Min.

Gesehen am: 07.05.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Retrofilm vor = Uncut, wohl ein (uraltes) VHS Master (Bildqualität nämlich sehr dürftig) aber halt die einzige Chance, den Film ausserhalb Japans und vor allem mit verständlichen Subs (Deutsch) zu sehen. Immerhin liegt auch Japanischer Ton vor. Andere Fassungen (z.B. mit englischen Subs) sind mir nicht bekannt. Der Film scheint es ausserhalb Japans kaum zu geben…