Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 8. Juli 2021

Frank & Zed Review

NIFFF 2021 Spezial

 

Frank & Zed

Story:

Zwei eigentlich friedliche Monster, Frank & Zed, werden durch einen Trick eines fiesen Magistraten zur Zielscheibe des Pöbels. Doch Frank & Zed wissen sich zu wehren – ein Blutbad folgt…

Meine Meinung:

In Frank & Zed, den ich am NIFFF sah, hegte ich grössere Hoffnungen ein amüsantes, kurzweiliges, anspruchsloses Schlachtfest mit coolen Effekten vorgesetzt zu bekommen. Leider wurde ich stark enttäuscht. Frank & Zed war nämlich vor allem eines: langweilig! Ich musste gegen das Einschlafen kämpfen!

Frank & Zed, eine Kickstarter Produktion, die nach einem Kurzfilm (der vor Frank & Zed gezeigt wurde) gezeigt wurde und der am 03.07.21 am NIFFF Premiere feierte (laut imdb), war laut Machern sechs Jahre in Produktion. Der Inhalt hat mich nicht überzeugt. Der Inhalt hätte konzeptionell besser als Kurzfilm funktioniert statt als Spielfilm. Vor allem alle Szenen ohne die Monster empfand ich als lahm.

Inhaltich bot der Film wenig. Für meinen Geschmack auch zu wenig Blut und Gore. Da muss der Fan eigentlich bis zum Ende des Filmes warten. Die Story war lahm, nicht fesselnd und wenig spektakulär. Der Sprecher war nervend und auch die Puppen-Figuren und deren Schicksal waren einem egal. Die zwei Monster geraten zuweilen auch arg in den Hintergrund, vor allem im Finale.

Frank (eine Art Frankenstein) hat mich leider zudem genervt. War irgendwie so langsam, so hölzern, so repetitiv. Aber auch von Zed sah man eigentlich zu wenig (vor allem auch im Finale). Die Puppen-Effekte (ich habe Effekte é la Pingu erwartet – also mit Knete) waren hingegen cool und niedlich – und vor allem gut getrickst. Gilt vor allem für die Monster, abgetrennte Körperteile (Köpfe bekommen X X Augen sobald Lebewesen tot) und Tiere (Fledermaus, Katze etc.).

Der Film war mir zu wenig unterhaltsam, zu langweilig und auch die Musik war leider nichts Besonderes. Hat Potenzial und coole Effekte mit viel Liebe zum Detail, aber hat mich doch mehr enttäuscht als erfreut.

Fazit: Was Puppen-Effekte angehen empfehle ich lieber Filme wie Meet the Feebles oder Team America!

Infos:

O: Frank & Zed

2020 USA

R: Jesse Blanchard

D: Jerry Bell Jr., Aaron Booth, Randolph F. Christen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit franz. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021).

Gaia Review

NIFFF 2021 Spezial

 

Gaia

Story:

Gabi (Monique Rockman) und Winston (Anthony Oseyemi) sind im afrikanischen Busch unterwegs. Als Gabi ihre Drohne verliert, willigt Winston ein, dass er ihr eine Stunde Zeit gibt, danach zu suchen. Doch Gabi gerät in eine Falle und schleppt sich verletzt in ein Holzhäuschen, welches von zwei Einsiedlern (Alex van Dyk, Carel Nel) bewohnt wird. Ob sie diesen trauen kann? Wo ist Winston, der bereits nach ihr suchte? Und was sind das für komische Geräusche und Laute, die von draussen ins Häuschen schallen?

Meine Meinung:

Gaia hat Vibes die an den auch am NIFFF gezeigten In the Earth erinnern. Ich war gespannt, so mochte ich den Trailer zum Film (sah ich bereits vor der NIFFF Ankündigung) - vor allem optisch schien der Film interessant. Ich malte mir aus: Ein Kult? Monster? Halluzinationen? Veränderungen (am Körper)? Optische Spielereien? Tönt nach einem tollen Genre-Film!  

Leider hat mich Gaia nicht überzeugt. Das Konzept ist zunächst interessant. Der Film ist optisch, wie erwartet, wunderschön und die Story entwickelt sich langsam (was ich mochte). Viel wird nicht erklärt, aber es gibt nichts Neues in dem Film zu sehen. Dreist ist sogar, und das erfuhr ich erst nach der Sichtung, dass sich der Film bei den Monstern am Videospiel The Last of Us orientiert hat bzw. die Monster quasi einfach 1:1 aus dem Videospiel geklaut hat. «Rechtestreit, ich hör dich trapsen»!

Die Monster sah man vielleicht auch deshalb immer nur ultrakurz (und natürlich nur CGI Geschöpfe). Body-Horror-Elemente à la David Cronenberg kommen auch vor. Diese gefielen mir. Eine gewisse Spannung ist gegeben, zumindest in den ersten ¾ des Filmes. Danach verschlechtert sich der Plot: es geht alles Schlag auf Schlag wo die Erzählweise und Entwicklung zuvor halluzinatorisch langsam erzählt wurde. Zudem wirkt der Plot danach mehr und mehr zu konstruiert. Die Monster geraten in den Hintergrund und die Sozialkritik mit der letzten Szene (Vorschlaghammer) ist doof und gefiel mir nicht.

Das ist schade. Das Drehbuch liess den Film am Ende im Stich. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, die Macher wussten selbst nicht, auf das sie den Fokus legen sollten. Optisch ist der Film ein Hochgenuss und der Mix aus gefährlichem Kult, Wahnsinn, Monstern, Sozialkritik und Szenen die aus dem japanischen Film Matango: Attack Of The Mushroom People hätten stammen können plus ein sehr gutes Schauspiel der Darsteller machen Gaia vordergründig zu einem interessanten Genre-Werk.

Fazit: Kann man einmal ansehen aber endete für mich enttäuschend! Ich empfehle den klar sehenswerteren In the Earth!

Infos:

O: Gaia

Südafrika 2021

R: Jaco Bouwer

D: Monique Rockman, Carel Nel, Alex van Dyk

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit englischen Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021).

NIFFF 5. Tag

Vor dem 5. NIFFF Tag hatte ich einen Tag Pause d.h. kein NIFFF Programm. An jenem Tag erfuhr ich, dass Regisseur Richard Donner verstarb (RIP). Normalerweise hätte ich mir jetzt gleich alle vier Teile der Lethal Weapon-Reihe reingezogen, zwecks Ehrung, Neusichtungen und neue Reviews. Aber ich hatte keine Zeit da NIFFF und am Abend eingeladen gewesen (es gab Fleisch!)...
 


 
Nebst genannter Film-Reihe habe ich nur zwei andere Filme von Donner in der Sammlung: Assassins – Die Killer und The Omen. Diese beiden Streifen wurden am Ende neu gesichtet und deren Reviews wurden mit dem gestrigen Update Online gestellt = HIER KLICKEN!

An diesem Tag hat es phasenweise stark geregnet. Dies war auch letzte bzw. vorletzte Woche in der ganzen Schweiz der Fall gewesen – inklusive Gewitter. Es gab nun wieder diverse Wetterwarnungen, auch für den 5. NIFFF Tag. Ich beschloss also, an diesem NIFFF Tag früher nach Neuchatel zu reisen. Man weiss ja nie, ob wegen der Witterung Zugausfälle zu beklagen sind (Störungen, Erdrutsche etc.).

Zu meiner Überraschung war das Wetter in Bern und Neuchatel schön und Frei vor Regen. So kann man sich auf die Vorhersagen nicht verlassen. Erst als ich nachts um ca. 01.30 Uhr in Bern ankam, regnete es. Die Zeit vor dem NIFFF verbrachte ich noch zu Hause, wo ich zwei weitere VHS kopierte (One Arm Against Nine Killers & They Fought Shoulder to Shoulder), eine Pizza genoss und Guinea Pig 3 schaute. 
 





One Arm Against Nine Killers hat eine tolle Bildqualität (für ein VHS und im Vergleich) und ggf. sogar wenig mehr Bild-Infos als andere VHS zum Film. Und englische Subs, ABER es handelt sich nicht um den Original-Ton d.h. es ist eine neue Chinesische Vertonung – billig, gewöhnungsbedürftig und nicht synchron zu den Lippenbewegungen! Schade! Zum Film gibt es auch bereits ein Review = HIER KLICKEN

 


 

In Neuchatel standen zwei Filme auf dem Programm (Gaia & Frank & Zed). Ich habe vor Film Nr. 1 viel gelesen. Im Moment ist die H.P. Lovecraft Kurzgeschichte Der Fall Charles Dexter Ward dran. Eine seiner längsten Geschichten (glaube über 100 Seiten). Ich las bereits im Zug 1h und vor dem ersten NIFFF-Film. Bisher eine seiner besten Geschichten finde ich. Nach dem 1. Film hatte ich erneut ca. 1h Pause. In dieser konnte ich zumindest die ersten 45 Minuten des EM-Halbfinales (England) schauen. Mässige Partie bis zu dem Zeitpunkt.

Leider war die Filmauswahl an diesem NIFFF-Tag enttäuschend. Von beiden Streifen hatte ich mir mehr erhofft. Die Vorstellungen waren relativ gut besucht und sie starteten ohne Zwischenfälle. Bei Gaia hatte es in der Reihe vor mir auch Zuschauer ohne Masken (ein Paar). Und sie hat mehrfach gehustet. Da kam mir Ebola Syndrome in den Sinn. Zum Glück bin ich geimpft! Nach Frank & Zed guckte ich auf dem Weg zum Neuchatel Bahnhof noch die letzten zehn Minuten der Verlängerung – England entschied die Partie 2:1 für sich und steht am Sonntag gegen Italien im Finale! Cool!

 



 

(Zug)Reisen: waren mühsam. Auf dem Weg nach Neuchatel war es extrem warm und es hatte keine Klimaanlage im Zug. Bin fast geschmolzen! Auf dem Weg nach Bern (der letzte Zug) standen wir vor Bern lange Zeit rum. Die SBB oder Zugführer haben natürlich nicht informiert, warum das so ist. Dass Verspätungen nicht zeitnah kommuniziert wurden, ist für mich ein schlechter Service und optimierungsbedürftig. Auch auf der SBB App sah man lange Zeit nicht, dass es zur Verspätung kommen würde (warum eigentlich um diese Uhrzeit?). Wir standen einfach vor Bern still und niemand wusste warum. Das (mühsame) Warten in Bern ging weiter, als bei beiden Taxi-Ständen (in starkem Regenfall) kein einziges Taxi stand. Mühsamer Abschluss eines dürftigen, eigentlich zeitverschwenderischen NIFFF Tages.