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Mittwoch, 23. September 2026

The Flag of Iron

The Flag of Iron

Story:

Cao Fung (Lu Feng) organisiert eine Falle, um seinen Clan-Leader (Liang Yao-Wen) zu töten. Nun wird er selbst zum Leader und will weitere ehemalige Clan-Mitglieder (Phillip Kwok) töten lassen…

Meine Meinung:

The Flag of Iron von Chang Cheh (Four Riders, Iron Bodyguard, The Bloody Escape) sah ich sehr lange nicht mehr (April 2008). Am kommenden Wochenende steigt ein Event in London, in welchem Venom- und Shaw Brothers Star Lu Feng (Fight Among the Supers, Masked Avengers, Crippled Avengers) als Gast geladen ist. The Flag of Iron hat ein schönes Artwork (HK-DVD) und ausserdem spielt Lu Feng dort, nachdem ich recherchiert habe, die Rolle des Bösewichts. Das find ich cool. Als Bösewicht gefiel er mit schon in anderen Filmen wie Masked Avengers, Crippled Avengers oder sein Kampf gegen Andy Lau und Beardy in The Shanghai 13.

The Flag of Iron mag nicht der allerbeste Venom-Film sein, aber im Grossen und Ganzen ist das natürlich trotzdem allemal sehenswerte Martial Arts Unterhaltung. Lu Feng, der u.a. auch die Kampfszenen inszeniert hat, spielt den Bösewicht, vor allem im Verlauf des Plots, immer besser. Zunächst wirkt er in seiner Rolle etwas steif und dass er für den Tod seines Meisters verantwortlich ist, ist eigentlich schnell klar. Der Plot ist wenig originell. Nett waren die Heroic-Bloodshed Momente mit Lung Tien-Hsiang (Usurpers of Emperor's Power, Little Dragon Maiden, Demon of the Lute). Letzterer hat nebst Lu Feng und Phillip Kwok (Ninja Kung Fu, The Big Heat, Das Höllentor der Shaolin) am meisten überzeugt.

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck. Ich fand, in den ersten 30 Minuten und auch kurz vor dem Finale, gab es Längen. Dialoge und zu wenig Kämpfe. Da hätte der 108 Minuten lange Film kürzer ausgefallen dürfen. Die Venoms schaffen es auch nicht, was ihr Charisma angeht, an andere Shaw-Stars wie Ti Lung (Death Ring), Jimmy Wang Yu (The Criminal), David Chiang (Vengeance!), Gordon Liu (Dirty Ho) oder Chen Kuan-Tai (Killer Constable) anzuknüpfen. Dafür haben es die Venoms halt in Sachen Kämpfen und Choreographie extrem drauf. Das, was sie an Charisma nicht haben, kompensieren sie mit absolut spektakulären Kampfszenen und ihrer physischen Fähigkeiten. Und das sind auch die Highlights des Filmes, auch wenn ich der Meinung bin, dass das Finale gerne noch etwas länger hätte laufen dürfen. Die Musik im Vorspann ist jene aus Shaolin and Wu Tang. Die passt perfekt zu einem Eastern und ist auch später immer wieder im Film zu hören.

Fazit: Für Shaw Brothers und Venom-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Tie Qi Men

HK 1980

R: Chang Cheh

D: Lu Feng, Phillip Kwok, Liang Yao-Wen, Chiang Sheng, Chan Shen, Lung Tien-Hsiang, Wong Lik

Laufzeit der HK-DVD: 108:06 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via HK-DVD von IVL = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland als 5 Kämpfer aus Stahl auf DVD raus (filmArt). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2026).

Freitag, 4. September 2026

The Bloody Escape



The Bloody Escape

Story:

Gu Hui (Chen Kuan-Tai) gehört zur Wolf Head Gang. Dessen neuer Chief (Wu Chi-Chin) ändert traditionelle Regeln. Es folgen Morde, Entführungen und Vergewaltigungen. Gu Hui kann dies moralisch nicht akzeptieren und hilft einer Geisel (Shih Szu) zur Flucht. Damit zieht er jedoch auch den Zorn der Bande und deren Mitglieder (Wu Chi-Chin, Chan Shen, Chiang Tao) auf sich und wird danach gejagt. Gleichzeitig macht sich ein Agent (Wai Wang) daran, die Mitglieder der Bande exekutieren zu lassen…

Meine Meinung:

The Bloody Escape ist eine Shaw Brothers Arbeit der Regisseure Sun Chung (The Proud Youth, City War) sowie Chang Cheh (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Chinatown Kid). Letzterer soll mit anderen Projekten beschäftigt gewesen sein, so dass Sun Chung den Film dann zu Ende gestellt hat. Diese Anfang der 70er Jahre Produktion mit Chen Kuan-Tai (Dragon Tiger Gate, Just Heroes, Thirty Six Killers) ist am Ende weniger blutig, als er der Titel vermuten lässt, hat aber die Zweitsichtung bestanden. Wie schon bei anderen Filmen sah ich The Bloody Escape sehr lange nicht mehr. 16 Jahre. Und wie bei anderen Filmen kannte ich nun viel mehr Gesichter, was den Cast des Filmes anging = macht einfach mehr Laune beim Schauen! Der Film hat mir gut gefallen.

Der Vorspann, teilweise in Zeitlupe gefilmt, hatte fast Italo-Western Vibes. Der Plot des Filmes ist sehr simpel und bietet, trotz der kurzen Laufzeit von nur 84 Minuten, einige Phasen zum Durchschnaufen. Der Plot und die Entwicklung der Figuren, insbesondere von Chen Kuan-Tai, der zu seinen moralischen Prinzipien steht und einen Wandel durchmacht, bekommen trotz den vielen Kampfszenen, Zeit zur Entfaltung. Daher bietet The Bloody Escape fast etwas mehr Anspruch, als andere Kung-Fu-Filme aus dieser Zeit. Chen Kuan-Tai macht in den Kampfszenen sowie in den dramatischen Momenten einmal mehr eine gute Figur. Die Kampfszenen (es wird praktisch nur mit Fäusten und Kicks gekämpft, selten mit dem Einsatz von Waffen) sollen eher realistisch und bodenständig aussehen, statt spektakulär. Diese wurden u.a. von Lau Kar-Wing (Skinny Tiger), der auch einen kurzen Auftritt vor der Kamera liefert, inszeniert.

Shih Szu (The Naval Commandos) spielt ebenso stark in den dramatischen Momenten (Mord an ihren Eltern, die versuchte Vergewaltigung). Bei den Bösewichten gefallen vor allem Chan Shen (Kiss of Death), Chiang Tao (hier noch ohne Schnauz) und Wu Chi-Chin (The Bastard). Kurze Auftritte haben zudem noch The One-Armed Swordsman Bösewicht Yang Chi-Ching (The Sword of Swords) sowie Wong Ching (The Prodigal Boxer, The Shanghai Thirteen). Bei letzterem fand ich es fast schade, als ich sah, dass er auch an Bord ist, dass er nur einen Gastauftritt hinlegt und zudem keinen der Gangster spielte. Weil ihn sehe ich immer gerne als Bösewicht. Dafür hat er in seinen Kampfszenen absolut überzeugt. Wer damit leben kann, dass es im Mittelteil doch die ein oder andere längere Handlungssequenz ohne Kämpfe gibt und letztere praktisch blutlos inszeniert sind, kann sich problemlos an den Streifen wagen!

Infos:

O: Tao Wang

HK 1973

R: Sun Cung, Chang Cheh

D: Chen Kuan-Tai, Shih Szu, Wai Wang, Wu Chi-Chin, Chan Shen, Chiang Tao, Yang Chi-Ching, Lau Kar-Wing, Wong Ching

Laufzeit der HK-DVD: 84:23 Min.

Gesehen am: Okt. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde, vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Montag, 24. August 2026

The Proud Youth

Shawgust 2026

The Proud Youth

Story:

Nangong Song (Wong Yu) wird von seinem Clan durch Clan Führer Luo Chaojun (Stanley Fung) verstossen. Er trifft auf Sacred Lady (Shih Szu), die nach ihrem vermissten Vater (Ku Feng) sucht. Nangong Song trifft auf Shi (Wang Chung), der weiss, wo Sacred Ladys Vater gefangen gehalten wird. Sie befreien ihn. Danach beginnt ein Killer (Michael Chan Wai-Man), etliche Clan-Anführer zu töten…

Meine Meinung:

Diese Shaw Brothers Arbeit von Sun Chung (The Devil’s Mirror, Revenge of the Corpse, A Fistful of Talons) basiert auf dem Roman The Smiling, Proud Wanderer. Mein letzter Shawgust Beitrag in diesem Jahr. Ich habe den Film ausgewählt, da Michael Chan Wai-Man (Prince Charming, Broken Oath, Talk to Me, Dicky) als Co-Star dient und da seit meiner Erstsichtung im Jahr 2013 nichts mehr wusste = die neue Sichtung würde sich mehr wie eine Premiere als ein Auffrischen anfühlen!

Der Film ist, was den Plot betrifft, sonderbar und auch wirr. Am besten ist, wenn man als Vorbereitung das weiss, was ich oben bei Inhaltsangabe geschrieben habe. Der Rest ist unwichtig, wenig nachvollziehbar und bestehend aus Füllszenen. Anhand der oben genannten Beschreibung kann der Fan dem Plot gut folgen, sofern der Zuschauer Namen wie Wong Yu (The Spiritual Boxer, Dress Off for Life), Ku Feng (Bruce and the Iron Finger, The Furious Killer), Shih Szu (The Great Cheat, Lady of the Law), Wang Chung (The Delinquent, Police Force), Stanley Fung (Thrilling Story, Ghost in Me) sowie Michael Chan Wai-Man kennt.

Der Hauptplot formt sich jedoch erst gegen ca. 50 Minuten oder noch später. Einige Figuren (Ku Feng, Wang Chung) kommen fast noch später vor und Michael Chan Wai-Man kommt nur in den ersten fünf Minuten und danach erst wieder im Finale vor. Das war sonderbar und passte irgendwie nicht ganz zusammen. Quasi wie zwei Plots, die dann zu einem verlaufen. An Michael Chan Wai-Man hatte ich Freude, da fies, Bösewicht und coole Waffe. Wong Yu war sehr solide, so auch Ku Feng, Shih Szu und Wang Chung (auch hier: coole Waffe). In Nebenrollen sind noch Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire), Alan Chui Chung-San (Two Fists Against the Law) und ein junger Yuen Wah (Iceman Cometh) zu sehen. An Stanley Fung hatte ich auch Freude, da er einen Dreckssack spielt. Das Ende hat mir daher gut gefallen und gab unerwartete Pluspunkte.

Fazit: Solide Shaw Brothers Arbeit!

Infos:

O: Xiao Ao Jiang Hu

HK 1978

R: Sun Chung

D: Wong Yu, Shih Szu, Stanley Fung, Michael Chan Wai-Man, Wang Chung, Ku Feng, Chan Shen, Yang Chi-Ching, Alan Chui Chung-San, Yuen Wah

Laufzeit der thailändischen DVD: 92:38 Min.

Gesehen am: Aug. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via DVD aus Thailand von United und Celestial = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität (jedoch soll die neue DD 5.1 Tonspur neue Musik, die nichts mit der Originaltonspur zu tun haben soll, beinhalten). In Deutschland als Die Todeskammern der Shaolin auf VHS zu haben (zensiert). Es scheint noch keine Blu-Ray oder UHD zu geben (Stand: Aug. 2026).

Sonntag, 23. August 2026

The Spiritual Boxer

 
Shawgust 2026

The Spiritual Boxer

Story:

Hsiao Chien (Wong Yu) wird von seinem Meister (Chiang Yang) getrennt. Er zieht allein durchs Land und täuscht diverse Parteien in der Hinsicht, dass er Spirits bekämpfen und befreien kann. Dafür schlüpft er in diverse Identitäten (z.B. Monkey King, God of War etc.). Er trifft auf Jin Lian (Lin Chen-Chi), die ihn unterstützt. Hsiao Chien Bekanntheitsgrad steigt. Er findet viele Schüler (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Liu Chia-Liang), die er neu ausbildet. Örtliche Gangster (Shih Chung-Tien, Fung Hak-On) sehen dem Treiben kritisch zu und als sich diese mit zwei gesuchten Kriminellen (Lee Hoi-Sang, Ng Hong-Sang) vereinen, scheint Hsiao Chiens Fassade zu bröckeln…

Meine Meinung:

The Spiritual Boxer gilt als Liu Chia-Liangs (Challenge of the Masters, Heroes of the East, The Eight Diagram Pole Fighter) Regie-Debüt, auch wenn er paar Jahre zuvor bereits für den Film Breakout from Oppression (nebst Gordon Liu und Yang Fan) als Regisseur geleistet wurde. Laut KI wurde Breakout from Oppression jedoch erst nach dem Erfolg von The Spiritual Boxer und Die 36 Kammern der Shaolin veröffentlicht und daher gilt offiziell The Spiritual Boxer als Liu Chia-Liangs Regiedebüt. Der Film markiert auch leichte Ghost-Vibes (noch vor Sammo Hungs Encounters of the Spooky Kind) und gilt als Kung-Fu-Komödie (noch vor Die Schlange im Schatten des Adlers sowie Drunken Master).

Eigentlich wollte ich heute The Flying Guillotine schauen, aber die Disc von Shout Factory scheint irgendwie beschädigt (= unbekannte Disc), was mich sehr genervt und viele Nerven gekostet hat. Also sah ich mir aus einer anderen Shout-Box The Spiritual Boxer an. The Spiritual Boxer empfand ich aktuell als mittelmässig und durchschnittlich. Das lag an folgenden Gründen: Wong Yu (Dirty Ho, Thirteen, Executioners from Shaolin) mag ich in den Shaw Brothers Produktionen weniger als in unabhängigen Eastern von kleineren Studios (z.B. The Young Avenger). Dort nervt er mich weniger. Er gehört nicht gerade zu meinen Favoriten in Sachen Shaw Brothers Darstellern.

Der Plot von The Spiritual Boxer gibt eigentlich nur wenig Kampfszenen her und überzeugen tun eigentlich praktisch nur jene aus dem Finale. Das ist auch schade. Es gibt Längen und der Plot wirkt episodenhaft. Für den Inhalt empfand ich die Laufzeit auch als zu lang. Der Film läuft über 100 Minuten. Da wäre eine Laufzeit von nur 80 Minuten angenehmer gewesen, um den Film actionreicher wirken zu lassen. Nebst dem Finale, in dem u.a. Lee Hoi-Sang (Der Superfighter) als Bösewicht zu sehen ist, hat vor allem der Anfang des Filmes mit Gastauftritten von Ti Lung (Black Magic II), Wilson Tong (The Two Jolly Cops) sowie Chen Kuan-Tai (Ambitious Kung Fu Girl) gut gefallen. Die Kämpfe, vor allem jene im Finale, wurden von Liu Chia-Liang choreographiert.

In weiteren Rollen sind u.a. noch Liu Chia-Liang (zweimal kurz als Schüler von Wong Yu zu sehen), Lin Chen-Chi (Dangerous Encounter - 1st Kind, Haunted Tales) als Tomboy, Fung Hak-On (eher enttäuschende Nebenrolle), Chan Shen (auch ohne wirkliche Kampfszene) und Addy Sung Gam-Loi (nur einmal für einen Bruchteil einer Sekunde zu sehen). Es gibt zudem weitere, spätere Stars in Miniauftritten zu sehen. Diese sind mir jedoch beim Schauen nicht aufgefallen. Dies wären Namen wie Lam Ching-Ying (Mr. Vampire), Eric Tsang (Ghost Punting) sowie Simon Yam (Run and Kill) gewesen. Der Film war so erfolgreich, dass vier Jahre später eine Fortsetzung folgte, die mir gemäss meinem alten Review besser gefiel!

Gefolgt von: Spiritual Boxer, Part II

Infos:

O: Shen Da

HK 1975

R: Liu Chia-Liang

D: Liu Chia-Liang, Wong Yu, Lin Chen-Chi, Chiang Yang, Shih Chung-Tien, Fung Hak-On, Lee Hoi-Sang, Ng Hong-Sang, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Wilson Tong, Chan Shen, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 103 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. Seven) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität.

Samstag, 22. August 2026

The Brave Archer 2

 
Shawgust 2026

The Brave Archer 2

Story:

Kuo Tsing (Alexander Fu Sheng) wird von Clan Leader Ouyang Fung (Johnny Wang Lung-Wei) und seinem Schüler (Danny Lee) zur Herausgabe eines Manuskripts gezwungen. Dieses soll Kuo Tsing im Gegenzug zur Freilassung seiner Frau (Niu Niu) aushändigen. Doch Kuo Tsings Ehefrau gelingt die Flucht. Bei einer späteren Konfrontation wird Kuo Tsing verletzt. Ihm gelingt die Flucht. Während sich Kuo Tsings im Hintergrund versteckt hält und gesund wird, gehen die Kämpfe der diversen Clans weiter…

Meine Meinung:

Wie schon bei The Brave Archer konnte mich auch die Fortsetzung nach der Neusichtung nicht mehr überzeugen. Ich fand den Inhalt wirr, überladen und schnell war das Interesse an Inhalt, dem Verlauf und dem Film verflogen. Das ist definitiv nicht Chang Chehs (Friends, Man of Iron, Heroes Two) Setting, wo er sich wohlfühlt. Ich empfinde die beiden Filme aktuell als reine Auftragsarbeiten ohne eigene Identität und Seele. Und was merkt man. Dennoch gab es noch zwei weitere Filme, wobei der dritte Teil bei Fans am besten ankommt. Mal schauen.

Zwar ist der Film an sich solide gemacht, aber es gibt keine Highlights. Nichts, was mich wirklich sprachlos zurückliess oder in mir Freude ausgelöst hat. Stumpf nahm ich das Gezeigte neutral zur Kenntnis. Nicht mehr, nicht weniger. Viele der Stars haben nur kleine Rollen oder nerven durch ihr Overacting, durch die Kostüme oder ihr Aussehen. Der Humor war zuweilen peinlich. Die Actionszenen, und das ist der grösste Kritikpunkt, sind auch nur solide. Es gibt keine einzige Kampfszenen die ich als wirklich toll bezeichnen würde. Dazu gab es viele Längen (der Film läuft fast wieder zwei Stunden).

Dazu kommt, dass Star und Hauptfigur Alexander Fu Sheng (The Treasure Hunters, The Fake Ghost Catchers) nach dem Start fast den ganzen Film über versteckt in einem Kämmerchen ausharrt und geheilt wird, während sich der Plot ohne ihn weiterentwickelt. Und vor dem Finale ist der als Gefangener zu sehen. Das ist irgendwie schon schräg. Am besten gefiel mir tatsächlich Venom-Star Lo Meng (Men from the Gutter). Da waren erstmals typische Chang Cheh Vibes zu erkennen. Er taucht jedoch nur im letzten Viertel auf. Johnny Wang Lung-Wei (My Young Auntie) war solide. Der restliche Cast war eigentlich, auch wenn ich viele der Namen gerne sehe, nicht wirklich erwähnenswert.

Fazit: Keine Must See Reihe!  

Gefolgt von: The Brave Archer 3

Infos:

O: She Diao Ying Xiong Chuan Xu Ji

HK 1978

R: Chang Cheh

D: Alexander Fu Sheng, Johnny Wang Lung-Wei, Danny Lee, Niu Niu, Ku Feng, Li Yi-Min, Yue Wing, Phillip Kwok, Tsai Hung, Lo Meng, Kara Hui, Sun Chien, Chan Shen, Lu Feng, Dick Wei, Norman Tsui, Robert Tai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 115 Min.

Gesehen am: Jan. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Shout Factory (The Brave Archer Collection) = O-Ton und englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es eine Doku über die Film-Reihe in Spielfilmlänge, in der auch Shaw Stars zu Wort kommen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Mittwoch, 19. August 2026

The Magic Blade

 
Shawgust 2026

The Magic Blade

Story:

Fu Hung Hsueh (Ti Lung) und Yen Nan Fei (Lo Lieh) duellieren sich. Sie gelten Beide als weltweit beste Kämpfer in der Martial Arts Welt. Schon zweimal standen sie sich gegenüber und das aktuelle Duell soll nun einen Sieger hervorbringen. Doch das Duell wird durch Angriffe von Dritten gestört. Die beiden finden heraus, dass es Master Yu (Tang Ching) auf sie abgesehen hat. Er will sie töten und schickt seine fünf Killer (Fan Mei-Sheng, Ku Feng, Norman Tsui, Liu Hui-Ling, Lily Ly) los, sie zu töten. Derweil suchen unsere Helden nach einer spezifischen Waffe, um es mit Master Yu aufzunehmen…

Meine Meinung:

The Magic Blade ist sicherlich einer der besten Filme von Regisseur Chu Yuan (Full Moon Scimitar, The Duel of the Century, Die Bande des gelben Drachen). Ein echter Leckerbissen und Kracher mit einem ultimativ coolen Ti Lung (The Avenging Eagle, The Master Strikes Back, Shatter) als schwarz gekleideter Held in der Hauptrolle (und eine total coole Waffe, die er benutzt). Den Film sah ich seit 16 Jahren nicht mehr und ich wusste absolut nichts mehr über die Shaw Brothers Produktion. Ich war sehr gespannt auf die neue Sichtung.

The Magic Blade ist düster, dunkel und reich an stimmungsvollen und fantastischen Settings, Ideen und fiesen Gegnern, Gimmicks und Waffen. Wer meint, nur in One Armed Against Nine Killers gibt es ein menschliches Schachspiel, der irrt. Und Kannibalen, die ihre Opfer kochen? Gibt es auch hier! Zuweilen kratzt der Film leicht am Grusel- und Horrorgenre. Obendrauf gibt es vor dem Finale einen Hauch Erotik zu sehen. Ansonsten ist das starke Wuxia Action vom Feinsten! Die Optik und diversen Settings sind hübsch abwechslungsreich (aber fast immer passend d.h. dunkel gehalten).

Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig. Der Plot ist simpel und Ti Lung Fans kommen voll auf ihre Kosten. Mit Co-Stars und Namen wie Lo Lieh (Clan of the White Lotus, The Concrete Jungle), Fan Mei-Sheng (Die Eroberer, Last Breath), Ku Feng (Mighty Peking Man, The Deadly Breaking Sword), Norman Tsui (Wing Chun, The Challenger) sowie Lily Li (Shadow Girl, One Foot Crane) ist der Film zudem stark besetzt. Praktisch alle der genannten Namen sind Bösewicht im Film (was cool ist). Der Hauptbösewicht hingegen wird von Tang Ching (Rendezvous with Death) verkörpert. Das Finale ist sehenswert.

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers und Ti Lung Fans!

Infos:

O: Tien Ya Ming Yue Dao

HK 1976

R: Chu Yuan

D: Ti Lung, Lo Lieh, Tang Ching, Fan Mei-Sheng, Ku Feng, Norman Tsui, Liu Hui-Ling, Lily Ly, Ching Li, Tanny Tien Ni, Chan Shen

Laufzeit der UK-Blu: 101:11 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Three) = O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut. Als Extras gibt es viele exklusive Extras, u.a. Interviews mit Chu Yuan und Ti Lung. Es handelt sich um eine eigene Restauration seitens Arrow Video = keine Frame Cuts. In Deutschland ist der Film als Der Todesschlag der Stahlfinger von Lucky 7 auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Mandarin mit Subs).

Mittwoch, 12. August 2026

Hex vs. Witchcraft

 
Shawgust 2026

Hex vs. Witchcraft

Story:

Cai Tou (James Yi Lui) hat Spielschulden, die er nicht bezahlen kann. Er verspricht Gangster-Boss Brother Nine (Chan Shen) daher eine Nacht mit seiner eigenen Ehefrau (Jenny Leung Jan-Lei). Doch diese ist «not amused» und attackiert Brother Nine. Letzterer wird durch die Attacke impotent. Brother Nine stellt Cai Tou vor die Wahl: er soll sich innert 24h suizidieren, ansonsten lässt er ihn töten…

Meine Meinung:

Hex vs. Witchcraft war ursprünglich nicht als Fortsetzung zu Hex gedacht. Nach dem Erfolg von Hex wurde der ursprüngliche Titel des Filmes jedoch in Hex vs. Witchcraft geändert. Kommerzielle Gründe. Die Macher versuchten, damit auf den Erfolg des ersten Filmes anzuknüpfen. Dies scheint sich gelohnt zu haben, da danach noch eine weitere Fortsetzung folgen sollte. Zufälligerweise fungierte mit Kuei Chih-Hung (The Reckless Cricket, Die Wilden Engel von Hong Kong, The Criminals 4: Assault) der gleiche Mann auf dem Regiestuhl.

Leider ist Hex vs. Witchcraft mit Hex nicht vergleichbar. Hex vs. Witchcraft ist eine lahme Klamotte, in der der Geist erst nach über 30 Minuten erscheint. Und der Film bleibt mehrheitlich eine Klamotte mit vereinzelten Gamble- und Nacktszenen inklusive vielen Längen. Echter Horror, Make-Up Effekte oder Gore? Keine Spur davon! Das ist schon irgendwie enttäuschend. Zudem hat Hex vs. Witchcraft die Zweitsichtung nicht bestanden. Gemäss meinem alten Review fand ich den Film okay und solide. Eine Meinung, die ich nicht mehr teilen kann.

Die Handlung wirkt chaotisch und der Humor unlustig, doof und infantil. Zudem fand ich praktisch alle Figuren wenig interessant und sogar nervend. Das gilt besonders für James Yi Lui (Adventure in Denmark). Und Szenen die Männer mit Frauenstimmen zeigen und dabei lustig gemeint sind, haben mir noch nie gefallen (sogar Lam Ching-Yings Auftritt in The Prodigal Son mit Frauenstimme fand ich bescheuert, Klassiker hin oder her). Das ist wie Affengeräusche, wenn im Monkey Stil gekämpft wird. Das find ich auch blöd. Sogar die zwei schielenden Trottel, die ich sonst in ähnlichen Rollen mag, waren nicht lustig. Nur Chan Shen (Kiss of Death, Lost Souls) als Bösewicht war solide. Und die Frauen z.T. immerhin hübsch.

Fazit: Schwache Fortsetzung und Zeitverschwendung!

Gefolgt von: Hex vs. Hex

Infos:

O: Che Dau Che

HK 1980

R: Kuei Chih-Hung

D: James Yi Lui, Chan Shen, Jenny Leung Jan-Lei, Pei Ju-Hua, Yang Chi-Ching, Lam Fai-Wong, To Siu-Ming, Shirley Yu Sha-Li, Yue Tau-Wan

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 100:59 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Four) = O-Ton Kantonesisch, Englische Subs, Uncut, neue Restauration durch Arrow Video (d.h. keine Frame-Cuts). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Freitag, 8. Mai 2026

Haunted Tales

Haunted Tales

Story:

Es werden zwei Kurzgeschichten erzählt:

In der ersten ziehen Ya-Li (Ching Li) und ihr Ehemann (Ling Yun) in eine neue Wohnung. Dumm nur, dass es dort zu spuken scheint. In der zweiten Geschichte bricht ein Versager (Chan Shen) gegenüber einem Fox-Ghost seine Versprechen. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Haunted Tales sah ich seit Sept. 2014 nicht mehr. Den Film hatte ich nicht als Kracher abgespeichert. Ich wusste nur noch, dass es sich um einen Episodenfilm handelt und ich nach der Sichtung etwas enttäuscht war. Details warum dies so ist, waren mir nicht mehr bewusst. Dem Film spreche ich auch nach dieser neuen Sichtung den «Kracher Status» ab. Dennoch war Haunted Tales zusammen mit Hell Has No Boundary der beste Film in Vinegar Syndromes Edition. Nur Sex Beyond the Grave war noch etwas schwächer. Jedoch handelt es sich bei allen drei Titeln um keine Kracher.

Erstaunlich, denn mit Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Bat Without Wings, Killer Clans) und Mou Tun-Fei (Lost Souls, The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare, Men Behind the Sun) waren zwei fähige Männer an Bord d.h. führten Regie. Und am Drehbuch, welches zuerst für einen Kurzfilm geschrieben wurde, war Alex Cheung Kwok-Ming beteiligt. Der Erfolgsregisseur von New Wave Titeln wie Cops and Robbers sowie Man on the Brink. Was die Darsteller angeht, wird auf die ganz grossen Stars verzichtet. Kein Ti Lung, kein Fu Feng, kein Chen Kuan-Tai, kein David Chiang, kein Gordon Liu. Die wurden für grössere Projekte gebraucht.

Dennoch sind einige wenige Namen dabei, welche ich kenne. In der ersten Story überzeugt vor allem Lin Chen-Chi, deren bekannteste Rolle sicherlich jene in Tsui Harks Söldner keinen keine Gnade sein dürfte. In einer kleinen Nebenrolle als Priester konnte ich zudem The One-Armed Swordsman Bösewicht Yang Chi-Ching entdecken. In der zweiten Episode, wobei fast nicht erkannt, spielt Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Five Element Ninjas, The Psychopath) die Hauptrolle. Er war oft als Bösewicht zu sehen und passt gut in die Rolle des Versagers.

Die erste Episode braucht zu lange, um in Fahrt zukommen. Zudem gibt es eigentlich kaum wirklich Spannung oder Grusel zu sehen, auch wenn es einige stimmungsvolle Momente gibt, die die Kamera einfängt. Am aufwändigsten waren fast noch die Stunts in den Rückblenden (Klippe, Auto, Unfall). Dennoch war das Ende als Gesamtfazit nett und die Figuren, auch wenn zumindest Ching Li eine leicht naive Person darstellt, in ihren Darbietungen solide. Die 2. Episode hat mir hingegen besser gefallen, da mehr Effekte, mehr Tempo, mehr Gewalt und mehr nacktes Fleisch. Ich glaube praktisch alle Frauenrollen ziehen (bis mind. auf die Unterwäsche) blank. Die Moral der Geschichte ist zwar ebenfalls wenig originell, dafür jedoch schön schmierig und sleazig anzusehen. Und damit sicher auch an den Kinokassen erfolgreich.

Fazit: Kein Kracher, aber solide. Shaw Brothers Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Dip Sin

HK 1980

R: Chu Yuan, Mou Tun-Fei

D: Ching Li, Ling Yun, Lin Chen-Chi, Lau Luk-Wah, Chan Shen, Liu Lai-Ling, Sa Sa, Hon Lai-Fan, Lau Nga-Ying

Laufzeit der US-Blu: 99:26 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung am: 08.05.26

Fassungen: Früher sah ich vom Film nur eine Kopie der ZiiEagle Box. Inzwischen habe ich die ZiiEagle Box selbst und die Kopie verkauft. Für diese Neusichtung lag die Shaw Scares Vol. 1 Edition (US-Blu-Ray) von Vinegar Syndrome vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton Kantonesisch mit englischen Subs. Als Extras gibt es ein Interview mit Alex Cheung Kwok-Ming und Teddy Robin (12 Minuten). Den Film gab es bis jetzt nur via ZiiEagle Box und VCD aus Hong Kong. Nach der Sichtung dieser US-Blu habe ich die grösste und längste Nacktszene mit der ZiiEagle Fassung vergleichen und siehe da: die Fassung ist in der Szene stark zensiert. Die US-Blu-Ray läuft 99:26 Min. während die ZiiEagle Fassung nur ca. 93 Minuten läuft. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai. 2026).

Freitag, 6. Februar 2026

Bat Without Wings

 

Bat Without Wings

Story:

Lei Feng (Susanna Au-Yeung Pui-San), die Tochter von Sicherheitschef Chief Lei Xun (Wang Yong), wird ermordet. Als Täter wird der mysteriöse Bat Without Wings (Tang Ching/Ku Feng) identifiziert, der jedoch seit fünf Jahren nach einer Reihe von Morden und Vergewaltigungen in einem Duell getötet worden sein soll. Plötzlich fällt der Verdacht auf den Schwertkämpfer Xiao Qi (Derek Yee). Xiao Qi tut sich mit Lei Fengs Freund Han Shen (Ku Kuan-Chung) und Chief Lei Xun zusammen, um den Fall zu klären und den wahren Täter zu ermitteln…

Meine Meinung:

Bat Without Wings ist ein solider Wuxia der Shaw Brothers. Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Die Bande des gelben Drachen, Killer Clans), der hier so viel Nebel präsentiert, dass selbst Lucio Fulci vor Neid erblassen würde, führte Regie. Er macht das gekonnt. Im Vergleich zu anderen Wuxia dieser Art ist der Plot weniger komplex und verständlicher. Ich mag taiwanesische Wuxia von kleinen, unabhängigen Studios jedoch fast lieber, als diese Shaw Produktion. Die Produktionen aus Taiwan sind meist noch mehr drüber und noch fantasievoller, was mir besser gefällt. 

Bat Without Wings ist solide, aber kein Kracher. Die Kampfszenen ebenso. Da bin ich seitens Shaw Brothers auch Besseres gewohnt (mehr Spektakel, schnellere Fights, mehr spektakuläre Choreographien, höherer Blutgehalt etc.). Zudem gehören die männlichen Hauptfiguren um Derek Yee und Co. nicht gerade zu meinen Shaw Lieblingen. Bekannte Gesichter wie Yang Chi-Ching (The Swordmates), Jason Pai Piao (Bolo) sowie Chan Shen (The Psychopath) haben nur Mini-Auftritte. Yuen Wah ist in einer grossen Nebenrolle zu sehen. Aber auch er war in besseren Shaw Arbeiten zu sehen, die mehr in Erinnerung bleiben (Killer Constable) als seine Beteiligung in Bat Without Wings.

Ein Name machte es besser als Derek Yee (Shaolin Prince): Ku Feng (The Avenging Eagle). Er spielt den Bösewicht gekonnt. Nur im Finale, wenn er «verblödet» (durch ein Gift), fand ich das, ehrlich gesagt, etwas albern. Das gefiel mir nicht. Die diversen Mädels im Film haben auch stark agiert. Von anderen Leads wie z.B. Ku Kuan-Chung (In the Line of Duty V - Middle Man) war ich nie ein grosser Fan. Wo der Film dafür nebst Ku Fengs Leistung auftrumpft und punktet sind die nebligen, stimmungsvollen Bilder, die innovative Kameraführung und abwechslungsreichen Settings. Optisch waren die Filme von Chu Yuan immer prachtvoll und toll anzusehen. Bat Without Wings macht dabei keine Ausnahme.

Fazit: Solide Arbeit der Shaw Brothers!

Infos:

O: Miu Yik Bin Fook

HK 1980

R: Chu Yuan

D: Susanna Au-Yeung Pui-San, Wang Yong, Derek Yee, Ku Kuan-Chung, Ku Feng, Jason Pai Piao, Chan Shen, Yuen Wah, Tang Ching, Yang Chi-Ching

Laufzeit der UK-Blu: 88:22 Min.

Gesehen am: April 2009 / Neusichtung: 06.02.26

Fassungen: Für meine 1. Sichtung lag die US-DVD vor, welche ich inzwischen verkauft habe. Für die 2. Sichtung lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor (Shaw Scope Vol. 4) = Eigene Restauration ohne Frame Cuts, O-Ton, englische Subs, Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent. Gibt es in Deutschland als Der Killer mit der Todesmaske von Lucky Seven auf Blu-Ray (Deutsch/Mandarin mit deutschen Untertiteln).

Mittwoch, 5. November 2025

Kiss of Death

Kiss of Death

Story:

Chu Ling (Chen Ping) wird aus dem Nachhauseweg von einer Gruppe Männer (Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao) vergewaltigt und steckt sich mit einer Krankheit an. Hilfe findet sie später im Nachtclub von Krüppel Wong Ta (Lo Lieh). Dort bereitet sich Chu Ling, als sie einen der Täter wiedererkennt, auf ihre Rache vor…

Meine Meinung:

Als ich Kiss of Death zum ersten Mal sah (vor elf Jahren), war mir nicht bewusst, dass Her Vengeance ein Remake zu Kiss of Death darstellt. Ich scheine Her Vengenace zu dem Zeitpunkt noch nicht gekannt zu haben. Kiss of Death wurde nun Ehren von Hui Siu-Hung gesichtet, der von paar Tagen aufgrund einem Multiorganversagen (Krebs war der Auslöser) verstorben ist. Das hat im westlichen Social Media mehr Aufmerksamkeit erregt, als bei anderen HK-Stars, die verstorben sind.

Ich bin ehrlich. Mir sagte Hui Siu-Hung weder vom Namen noch vom Gesicht etwas. Ich weiss auch nicht, ob er in den 70ern und 80ern Haupt- oder eher kleine Rollen spielte. Eine seiner ersten Rollen spielte er in Kiss of Death. Einer mehr, der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Hier spielt er einen Vergewaltiger. Der Film erinnert in der Tat an Her Vengeance, den ich erst vor paar Monaten (als US-Blu-Ray) aufgefrischt habe. Ich könnte fast von einem 1:1 Remake sprechen. Die Macher hielten sich an die Vorgaben. Beide Filme sind lohnenswert.

Kiss of Death macht «Spass» und stellt beste 70er Jahre Exploitation à la I Spit on Your Grave dar. Chen Ping (Queen Hustler, The Psychopath) spielt die Rächerin überzeugend. Lo Lieh mimt den Part, den später (in Her Vengeance) Lam Ching-Ying spielte sollte: den Krüppel, der sich ins Mädchen verliebt und sie in ihrer Rache unterstützt und sie beschützt. Lo Lieh (The Concrete Jungle, The Big Boss Part II, Ghosts Galore) gefällt in dem Part. Die hübsch überzeichneten Bösewichte gefallen auch. Nebst Hui Siu-Hung sind da noch namhafte Personen wie Fan Mei-Sheng (Die Eroberer, Last Breath), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Lost Souls) oder Chiang Tao (The Savage 5, The Mysterious Foot-works of Kung Fu) an Bord. Simon Yuen (Ol' Dirty & the Bastard, Crystal Fist) legt einen amüsanten Gastauftritt hin.

Fazit: Für Fans des Rape & Revenge Genres zu empfehlen!

Infos:

O: Du Nu

HK 1973

R: Ho Meng-Hua

D: Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao, Chen Ping, Lo Lieh, Lily Chen Ching, Simon Yuen

Laufzeit der US-DVD: 98:25 Min.

Gesehen am: Okt. 2014 / Neusichtung: 30.10.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Sonntag, 24. August 2025

Challenge of the Gamesters


Shawgust 2025

Challenge of the Gamesters

Story:

Im Auftrag von Lieutenant Guo Sheng (Melvin Wong) plant Gambler Luo Sihai (Patrick Tse) den mächtigen Spieler-Meister Zhang Lie (Chen Kuan-Tai) aufzuspüren um ihm eine politisch wichtige Liste abzunehmen. Beide sind Meister ihres Fachs und Meister des Betrugs. Luo Sihai nimmt sich den jungen Lei Li (Wong Yue) zum Schüler. Mit diesem hofft er, Zhang Lie knacken zu können…

Meine Meinung:

Challenge of the Gamesters hat die 2. Sichtung bestanden. Den Film sah ich seit Ewigkeiten nicht mehr (es muss vor dem Jahr 2006 gewesen sein). Es handelt sich nicht nur um einen Shaw Brothers Film, sondern auch um das Regie-Debüt von Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star). Auch er startete seine Karriere bei den Shaw Brothers. Er sollte später mit God of Gamblers (mit Chow Yun-Fat) einen Riesenerfolg feiern und dem Gambler-Genre ein Revival bescheren.

King Gambler dürfte 1976 wohl einer der ersten Gambler-Filme aus Hong Kong gewesen sein. Auch mit Chen Kuan-Tai (Return of Bastard Swordsman, The Master, Gang Master) und ebenso eine Shaw Brothers Produktion. Chen Kuan-Tai spiele dort wie auch hier in Challenge of the Gamesters eine der Hauptrollen. In Challenge of the Gamesters spielt er den Bösewicht. Der Mix aus Gambling, Komödie und Kung Fu funktioniert ausgezeichnet.

Auf jeden Fall ist ein Challenge of the Gamesters ein starkes, fantasievolles, originelles und unterhaltsames Regie-Debüt, in dem Chen Kuan-Tai, Patrick Tse Yin (The Raiders) als Held und Wong Yu (Thirteen) als dessen Schüler perfekt miteinander harmonieren. Natürlich sind auch noch paar andere bekannte Gesichter in Nebenrollen dabei (Melvin Wong, Yang Chi-Ching, Chan Shen). Auch Cecilia Wong Hang-Sau (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) als Chen Kuan-Tais Filmtochter war überzeugend.

Die Gamble-Szenen sind toll anzusehen. Das Highlight war für mich das Mahjong Duell zwischen den Parteien. Köstlich. Einfach amüsant anzusehen. Aber auch andere Details sind äussert gelungen, z.B. dass das ganze Haus von Chen Kuan-Tai nachgebaut wird oder die fotografierenden Augen von Yang Chi-Ching. Die Kampfszenen sind toll anzusehen und etwas nackte Haut und blutige Shoot-Outs dürfen auch nicht fehlen. Was Kämpfe angehen, ist mehrheitlich Wong Yue integriert. Das Finale in einer Lagerhalle bietet dann Feuer-Stunts und besagte Shoot-Outs.

Fazit: Starkes Debüt, toller Film und einfach super unterhaltsam!

Infos:

O: Qian Wang Dou Qian Ba

HK 1981

R: Wong Jing

D: Chen Kuan-Tai, Wong Yue, Patrick Tse, Melvin Wong, Yang Chi-Ching, Chan Shen, Wong Jing, Lam Wai, Cecilia Wong Hang-Sau, Pei Ju-Hua, Chan Sze-Kai

Laufzeit der HK-DVD: 99:17 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde von Chen Kuan-Tai signiert. Am 30.09.25 erscheint in den USA eine Blu-Ray von Shout Factory. Der Film wird in der Box Hong Kong Gamblers & Gangsters zu finden sein.

Sonntag, 17. August 2025

The Brave Archer

Shawgust 2025

The Brave Archer

Story:

Kuo Tsing (Alexander Fu Sheng) wächst bei den 7 Seltsamen (u.a. Tsai Hung, Lam Fai-Wong, Lo Meng, Lu Feng) auf. Er macht sich nach einem Angriff auf den Weg zu einem Duell. Unterwegs trifft er auf neue Freunde (u.a. Dick Wei und Kara Hui) und trifft auf diverse Meister (u.a. Ku Feng und Phillip Kwok), welche ihn trainieren. Am Ende muss er gegen Ouyang Ke (Danny Lee) antreten, um das Herz seiner Liebe (Tien Niu) zu gewinnen…

Meine Meinung:

The Brave Archer stellt die Verfilmung chinesischer Literatur dar. Die Shaw Brothers verfilmten The Legend of the Condor Heroes. Insgesamt umfasst die Reihe vier Filme. Ende der 70er Jahre wurde Chang Cheh (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Five Element Ninjas, Dancing King) beauftragt, den Stoff mit seinem damaligen Star Alexander Fu Sheng (Chinatown Kid, Heroes Two, Disciples of Shaolin) zu verfilmen. Der Film ist sehr komplex und konnte mich während der 2. Sichtung nicht 100% überzeugen. Es kommen etliche Figuren vor, die alle im Vorspann vorgestellt werden. Einige der Darsteller kommen nur im Vorspann vor und dessen gespielte Figuren sind nicht Mal im Film zu sehen. Schräg.

Nebst Alexander Fu Sheng tummeln sich hier Namen wie Phillip Kwok (einer der Meister, den Fu Sheng trifft), Ku Feng (Dito), Johnny Wang Lung-Wei (taucht nur im Finale auf und kämpft unspektakulär gegen Ku Feng), Danny Lee (mit ihm werde ich ihn Shaw Produktionen nicht warm), Dick Wei (Vater von Kara Hui), Kara Hui (Tochter von Dick Wei), Chan Shen (spielt fast immer die gleichen Rollen), Fan Mei-Sheng, Lo Meng (Venom-Star), Lu Feng (Venom-Star) oder Ti Lung (kommt nur im Vorspann vor). Tsai Hung sah durch seine Perücke doof aus und Ku Kuan-Chung und Lam Fai-Wong waren wenig sympathisch und (durch ihr Aussehen) fast schon nervend.

Für Chang Cheh Verhältnisse ist das Fazit eigentlich (vor allem in Sachen Action, Blutgehalt und Choreographie) enttäuschend. Die 1. Hälfte mochte ich mehr als die 2. Eigentlich geht es darum, dass sich Alexander Fu Sheng in die Welt auf macht, um sich zu duellieren. Zuerst denkt der Zuschauer noch, dass es eine Rache-Story gibt. Am Ende muss Fu Sheng dann gegen Danny Lee antreten, um das Herz seiner Liebe (Niedlich: Tien Niu) zu erobern. Zwischendurch lässt er sich von diversen Meistern weiter trainieren. Alexander Fu Sheng wirkt gehemmt/lustlos und viele der anderen Stars kommen viel zu kurz oder können kaum bis nichts von ihrem Können zeigen. Schade. Der Film wirkt überladen und verschenkt viel Potenzial. Die beste Szene ist jene mit der grossen Gummi-Schlange. Warum nicht mehr davon?

Fazit: Da wäre mehr möglich gewesen!

Gefolgt von: The Brave Archer 2

Infos:

HK 1977

R: Chang Cheh

D: Alexander Fu Sheng, Tien Niu, Phillip Kwok, Ku Feng, Johnny Wang Lung-Wei, Danny Lee, Dick Wei, Kara Hui, Chan Shen, Fan Mei-Sheng, Lo Meng, Ti Lung, Tsai Hung, Ku Kuan-Chung, Lam Fai-Wong, Lu Feng

Laufzeit der US-Blu: Ca. 122 Min.

Gesehen am: Jan. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (The Brave Archer Collection) = O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, 15minütiges Extra mit David West. In Deutschland lief der Film als Der Schwur des Karateka in einer stark zensierten Form im Kino. Es gibt in Deutschland keine VHS, DVD oder Blu-Ray (wohl, weil ca. 50 Min. an Handlung entfernt wurden).

Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).