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Samstag, 28. März 2026

Bullet for Hire

Bullet for Hire

Story:

Nach einem missglückten Attentat setzt Gangsterboss Mr. Dick (Dick Wei) die zwei Profikiller Shan (Jacky Cheung) sowie Han (Simon Yam) auf Ngok (Lo Lieh) an. Dieser wurde von der Polizei (u.a. Elaine Lui) erpresst und hat den Auftrag vermasselt und sich damit auf die Todesliste gesetzt. Doch Han kämpft mit Gewissensbissen, den Auftrag durchzuführen und seinen Mentor zu töten…

Meine Meinung:

Bullet for Hire sah ich nur einmal. Im April 2012. Ich wusste nur noch, dass es ein blutiger Actionstreifen im modernen Setting ist. Daher freute ich mich, den Film von Yuen Jun-Man aufzufrischen. Immerhin war er für Filme wie Forbidden Arsenal oder Night Life Hero zuständig und der Cast kann sich sehen lassen: Simon Yam (Run and Kill, Full Contact), Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Clan of the White Lotus, Fists and Guts), Jacky Cheung (A Chinese Ghost Story 2, Bullet in the Head), Dick Wei (Paper Marriage, Witch from Nepal) und Elaine Lui (Iron Angels II, Stone Age Warriors). Der Plot hörte sich auch vielversprechend an (= Mittel zum Zweck).

Und hat Bullet for Hire die 2. Sichtung bestanden? Nicht wirklich. Ja, die Action rockt, ist sehenswert und zuweilen wirklich sehr roh, schmerzhaft, blutig und brutal. Aber das allein macht noch keinen guten Film aus. Zudem ist der Film in den ersten 40-50 Minuten relativ langweilig. Der Ton zu wechselhaft, die Musik unpassend und gefiel mir oft nicht. Einige der Nebenfiguren funktionierten für mich auch nicht (Lo Liehs Filmtochter, die bewusst einen auf kognitiv eingeschränkt macht). Und wer bitte schön hat die Frisur, Kleidung und Co. für Dick Wei ausgewählt? Der sieht aus wie ein alter Uni-Professor. Die Längen machen viel kaputt.

Am Schlimmsten war jedoch ausgerechnet Jacky Cheung. Der war super nervend und der Film hätte eigentlich auch ohne diese Figur funktioniert. Damit hätte der Film gestraft und actionreicher (und weniger nervend) ausfallen können. Der wirkt dumm wie Stroh und naiv. So wie in Kung Fu Filmen, wenn das Landei in die Grossstadt kommt und keinen Plan hat. Hier war es aber zu extrem und übertrieben. Das passte nicht zum Film und Genre und hat sehr gestört, da oftmals einfach lächerlich und peinliche Darbietung. Simon Yam hingegen war cool. Und an Lo Lieh hatte ich Freude. Schade, dass Elaine Lui im Finale nicht mehr vorkam. Sie hat nämlich Pep in den Film gebracht.

Fazit: Längen, Humor und Jacky Cheung sind ärgerliche Attribute des Filmes, die den Film runterziehen und qualitativ schwächen. Schade um die tollen Actionsequenzen…

Infos:

O: Ji Dan Chut Jo

HK 1991

R: Yuen Jun-Man

D: Simon Yam, Jacky Cheung, Lo Lieh, Dick Wei, Elaine Lui

Laufzeit der HK-Blu-Ray: 92:49 Min.

Gesehen am: April 2012 / Neusichtung am: 28.03.26

Fassungen: Früher sah ich den Film als alte HK-DVD in Vollbild. Für die aktuelle Sichtung lag mir die HK-Blu-Ray von CN Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Widescreen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Cunning Kids

Cunning Kids

Story:

Little knight-errant und Little Monkey (Huang I-Lung und Ou Ti) führen eine Bettler-Gruppe (u.a. Pan Yao-Kun) in einem Dorf an. Sie sorgen für Chaos, stiften Unruhe aber setzen sich auch für Gerechtigkeit und die Schwachen ein. Sie geraten zwischen die Fronten, als Li Tie-Sheng (Xie Jian-Wen) von Fu Chun (Eddy Ko) und seinen Männern verfolgt wird…

Meine Meinung:

Cunning Kids ist eine Anfang der 80er Jahre Produktion aus HK/Taiwan (je nach Quelle). Cunning Kids ist nach Sleeping Fist, Kung Fu Kids Break Away, The Jade Fox sowie The Thundering Mantis eine weitere Zusammenarbeit mit dem Kinderstar Huang I-Lung (Snuff-Bottle Connection) sowie Eddy Ko (Drugs Area, The Butterfly Murders, Blood Sister) als Bösewicht. Nebst Huang I-Lung ist mit Ou Ti (The Devil, The Woman from Hell, Love and Sword) ein weiterer Kinderstar mit von der Partie. Regie führte Teddy Yip Wing-Cho (The Black Tavern, Miss Magic, Slickers Vs Killers).

Aufgrund eines Online-Kommentars konnte ich mich relativ gut auf den Film einstellen, so dass ich daran, auch wenn kein Kracher, Freude hatte. Der Film startet zunächst mit Funky Disco-Sound. Geklaut. Das Intro kommt damit aber gut. Die Musik kommt auch später stellenweise immer wieder zum Einsatz. Die Filmemacher aus Hong Kong und Taiwan nahmen es dazumal nicht so genau, mit Rechten und dem Einsatz von geklauter Musik. Regisseur Lee Tso-Nam meinte in einem Interview (Challenge of the Lady Ninja Blu-Ray) zur geklauten Star Wars Musik, dass dies i.d.R. vom Komponisten des Filmes entschieden wird.

Etwas, was heute undenkbar wäre. Der Film startet mit Eddy Ko und endet mit Eddy Ko. Die besten Szenen hat der Film selbstverständlich im Finale. Dort überzeugen Eddy Ko, Huang I-Lung und der mir unbekannte Xie Jian-Wen als Held. Er spielte in vielen Filmen kleine Rollen (Princess and the Toxicant, Dragon Fist, Retreat of the Godfather) und war auch als Martial Arts Regisseur tätig und soll zu Jackie Chans Stuntteam gehört haben. Er überzeugt in den Kampfszenen, wie auch Eddy Ko, den ich als Bösewicht immer gern sehe. Der Humor ist wie erwartet debil, infantil aber dennoch auch amüsant. Ein echter Plot ist jedoch kaum vorhanden. Nach dem Start blödeln die Kids und die Bettler-Bande umher, ehe es am Ende mit dem eigentlichen Plot weitergeht.

Fazit: Wer sich vom Klamauk und Blödelhumor aus den damaligen asiatischen Filmen nicht abschrecken lässt (und «nervenden» Kinderfiguren), kann durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Xiu Xiao Zi

HK, TW (je nach Quelle) 1980

R: Ip Wing-Cho

D: Eddy Ko, Huang I-Lung, Ou Ti, Xie Jian-Wen, Pan Yao-Kun, Chang Hai-Fen, Ma Chin-Ku, Hung Ji-Yue

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 79:11 Min.

Gesehen am: 28.03.26

Fassungen: Ich habe den Film in zwei Versionen Zuhause. Einmal als indonesische Betamax von Trio Tara (= ungesehen, Englisch Dubbed) und die VHS von Sam Boo Production aus Südkorea. Letzteres sah ich mir an und holte ich mir in der Hoffnung auf eine O-Ton Fassung. Zu meinem Glück hat das VHS sogar englische Untertitel (nebst koreanischen und chinesischen). Diese sind zudem, es scheint wohl ein Widescreen Master zu sein, zu 95% an den Seiten auch nicht beschnitten. Ob der Film Uncut ist, weiss ich nicht. Die Bild- und Tonqualität ist okay. Ton ist Kantonesisch (Mandarin soll O-Ton sein). In Deutschland unter dem gleichen Titel auf VHS zu haben (auch Widescreen). In HK gibt es eine VHS in Canto oder Mandarin von Lex Video (super selten). Es gibt keine DVD und Blu-Ray (Stand: März 2026).

Update

Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag inklusive neuer Bilder:


- Challenge of the Lady Ninja