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Dienstag, 5. September 2017

Update

05.09.17 - Neue Reviews


- Close Range

- Tai Chi Hero

- Dr. Orloff’s Monster

- Brotherhood (Archiv Review)

Close Range Review



Close Range

Story:

Ein mexikanisches Kartell und korrupte Cops sind hinter einem Speicherchip her, welcher sich Besitz des Ex-Soldaten Colton (Scott Adkins) befindet…

Meine Meinung:

Close Range, eine kleine B-Actionperle von Isaac Florentine und Scott Adkins (für andere Filme HIER KLICKEN), habe ich 2015 bei Veröffentlichung verpasst.

Der Film kommt allgemein zu wenig gut weg – vor allem im Vergleich zu anderen B-Actionfilmen mit Adkins z.B. Hard Target 2. Ich wurde positiv überrascht. Der Film hat eine minimalistische Story, 90% der Figuren sind Kanonenfutter und billig gezeichnet (daher hätte man auf die Vorstellung der Gangster inklusive Namen, man kann sie sich sowieso nicht merken oder sie auseinanderhalten und zudem sind die nur Kanonenfutter wie oben bereits erwähnt, verzichtet werden können) aber sie erfüllen ihren Zweck wie auch die billige Story.

Der Zuschauer muss sein Gehirn nicht anstrengen und man wird kurzweilig und vor allem actionreich unterhalten. Adkins macht einen fabelhaften Job und ein actionerfahrener Regisseur wie Isaac Florentine weiss wie Action auszusehen hat und orientiert sich, gerade was die Kameraführung und Bilder angehen, einmal mehr am asiatischen Actionkino.

Es gibt sicherlich alle fünf Minuten Action, es gibt einen hohen Bodycount und Actionszenen bzw. einen Mix aus Martial Arts und blutigen Shoot-Outs. Was will man mehr? In den 80ern wäre ein solcher Film indiziert und stark geschnitten worden – heute ist man etwas liberaler und man kann die Action Uncut und ohne Zensur geniessen!

Scott Adkins, B-Action- und Isaac Florentine Fans greifen zu!

Infos:

O: Close Range

USA 2015

R: Isaac Florentine

D: Scott Adkins, Nick Chinlund, Caitlin Keats, Jake La Botz, Tony Perez

Laufzeit der dt. DVD: 81:40 Min.

Gesehen am: 11.08.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Uncut, Wendecover, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch keine Subs bzw. nur für spanische Dialoge.

Tai Chi Hero Review



Tai Chi Hero

Story:

Nach dem Ende von Teil eins Tai Chi Zero geht es wie folgt weiter:

Yang Lu Chan (Yuan Xiaochao) will eine geheime, familieninterne Kampfkunst lernen. Doch er gehört nicht zur Familie. Eine Heirat behebt das Problem und Yang Lu Chan wird von seiner Frau (Angelababy) und Meister Chen Chang Xing (Tony Leung Ka-Fai) in der Kampfkunst unterreichtet. Und das ist auch bitter nötig, denn böse Ausländer, korrupte Chinesen und ausgerechnet Chen Chang Xings Sohn machen dem Dörfchen und unseren Helden Probleme die es zu bekämpfen gilt…

Meine Meinung:

2012 waren die neuen China-Produktionen noch nicht so «schlimm» wie heute was Patriotismus, Propaganda oder miese CGI Effekte angingen. Im Gegenteil: man konnte Filme und Inhalte gar nicht als Hommagen zum alten, klassischen HK Kino sehen – so in etwa Stephen Fungs Tai Chi Zero (Teil eins) und auch Tai Chi Hero – ob dies auch für Teil drei gelten wird, den es noch immer nicht gibt, ist fraglich (auch warum es bis dato noch keinen dritten Teil gibt, der die Geschichte zu Ende erzählt).

Trotzdem würde ich mir diese zwei Filme (Tai Chi Zero und Tai Chi Hero) heute nicht mehr in die Sammlung stellen. Ggf. fliegen sie sogar aus der Sammlung, obwohl oberflächlich gemessen solide Unterhaltung ohne grössere Längen.

Die Story nimmt sich Zeit, da die Hauptgeschichte scheinbar in mind. drei Filmen erzählt wird. Die erste Hälfte des Filmes widmet sich der Film dem Film-Sohn von Tony Leung Ka-Fai. Die 2. Filmhälfte erzählt die Reise und das Abenteuer von Yang Lu Chan, der durch die Heirat mehr und mehr akzeptiert wird und seinen Meister im Kampf gegen die bösen Mächte unterstützt.

Der Film von Stephen Fung ist aufwändig. Auf Humor wird ebenso wenig verzichtet wie auf Romanzen, klassische Settings, moderne Spezialeffekte die jedoch keinesfalls billig wirken. Hier und da erinnert der Film ans klassische HK Kino. Mehr Action in Form von Martial Arts hätte dem Film jedoch sichtlich gutgetan.

Eigentlich überzeugt nur der Kampf am Ende – den, und das finde ich schön, sichtlich Yuen Biao (nur in dieser Szene als Nebenrolle) gewidmet ist. Das gab Pluspunkte.

Ansonsten stellt Tony Leung Ka-Fai den 2. grossen Namen des Hong King Kinos dar als Hauptrolle. In Kurzrollen oder Rückblenden sind noch zu sehen: Shu Qi, Daniel Wu und Stephen Fung. Und Sammo Hung war Action Director.

Was sonstige Effekte (Bauten des Dörfchens oder wie dieses durch die Kanonen zerstört werden, inklusive vielen Explosionen oder einstürzenden Gebäuden/Türmen) angehen darf nicht gemotzt werden: hochwertig und nicht auf dem PC stammend = auch das gab Pluspunkte.

Mehr Action und mehr Action nach alter Schule analog zum Kampf Yuen Biao Vs Yuan Xiaochao hätten den Film sogar richtig gut gemacht. So bleibt nette Kommerzunterhaltung, welche man als Fan nicht gesehen haben muss.

Infos:

O: Tai Ji 2: Ying Xiong Jue Qi

China 2012

R: Stephen Fung

D: Tony Leung Ka-Fai, Yuan Xiaochao, Angelababy, Eddie Peng, Feng Shaofeng, Yuen Biao

Laufzeit der TW DVD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 11.08.17

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von Koch Media erschienen (auch mit O-Ton, dt. Subs, DVD oder Blu Ray).

Dr. Orloff’s Monster Review



Dr. Orloff’s Monster

Story:

Melissa (Agnès Spaak) kehrt in ihr Anwesen zurück. Dort trifft sie auf den mysteriösen Wissenschaftler Dr. Conrad Jekyll (Marcelo Arroita-Jáuregui), der an einer frankenstein-ähnlichen Kreatur arbeitet, welche er mit hoher Tonfrequenz steuern kann – als Mordwerkzeug. Melissa versucht hinter das Geheimnis um den Tod ihres Vaters zu kommen und gerät damit auf die Abschussliste von Dr. Conrad Jekyll – dessen Pläne erschwert werden, weil sein «Roboter» (Hugo Blanco) plötzlich Erinnerungen von früher wahrnimmt und dann ist da noch die Polizei (Pastor Serrador), der rumzuschnüffeln beginnt…

Meine Meinung:

Im Vergleich zu anderen ähnlichen Filmen von Jess Franco, die wären:


Der Schreckliche Dr. Orloff (Dr. Orloff’s Monster stellt die Fortsetzung dar, auch wenn eher ein Remake)


Dann doch eher ein durchschnittlicher Film von Jess Franco. Allerdings bin ich mir nicht bewusst, ob die mir vorliegende Fassung der Originalfassung entspricht oder nicht. Der Film ist okay und kann man schauen, aber es gibt so gut wie keine Höhepunkte in dem Film.

Action, Gewalt oder Sex sucht man vergebens und die Story erinnert eher an eine billige Frankenstein Kopie als etwas Eigenes. Dazu kommen Längen und der typische, platte Humor (z.B. Polizist der die Frau des Etablissements befragt und sichtlich irritiert ist wegen ihrem heissem Aussehen) so dass ich den Film nur hartgesottenen Jess Franco Fans empfehlen kann, welche noch so jeden Schund ihres Lieblings ansehen und verschlingen.

Technisch ist der Film gut und das s/w sorgt hier und da für eine tolle Optik und Stimmung – gerade in den Szenen mit dem Gewitter kommt dies schön zur Geltung. Leider sind auch diese Szenen eher Mangelware, so dass der Film auch nicht durchgehend mit einer dichten, stimmigen Atmosphäre aufwarten kann.

Die Darsteller sind solide und bemüht. Agnès Spaak ist hübsch und agiert gut – sie spielt jedoch im Gegensatz zu anderen Frauenrollen auf welche Franco gerne zurückgriff (Lina Romay, Montserrat Prous) eher ein wehrloses Opfer als eine Frau mit «Frauenpower», die sich ihrer Haut zu wehren weiss. Beides hat seinen Reiz.

Fazit: Wie oben bereits erwähnt nur ultimativen Franco Allessehern zu empfehlen da wenig Highlights und mit Längen...

Infos:

O: El Secreto del Dr. Orloff

Frankreich, Spanien, Österreich 1965

R: Jess Franco

D: Hugo Blanco, Agnès Spaak, Perla Cristal, Marcelo Arroita-Jáuregui, Pepe Rubio, Pastor Serrador

Laufzeit der US DVD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 11.08.17

Fassungen: Mir lag die US DVD von Kino Lorber / Redemption vor = Franz. O-Ton, englische UT, gute Bildqualität, Laufzeit ca. 84 Min. Als Bonus sind Alternativszenen vorhanden, die auf eine härtere Fassung (Nacktszenen) schliessen lassen. Daher bin ich nicht sicher, ob diese US Fassung die ungeschnittene Originalfassung darstellt. Alternative Importfassungen und/oder die deutschsprachigen Fassungen dürften der US DVD entsprechen…

Brotherhood Review



Brotherhood

Story:

Ah Lui (Danny Lee) kommt in einen Gewissenskonflikt nachdem sein Partner Ah Keung (Alex Man) wegen Gewalt seinen Job als Polizist aufgibt. Und nicht nur das: Ah Keung hat bei Gangstern Schulden und willigt ein, bei Raubüberfällen mitzumachen. Dies findet auch bald schon Ah Lui heraus...

Meine Meinung:

Brotherhood ist sehr solider Durchschnitt d.h. nicht origineller als manch anderer seiner Art, aber dafür in allen Belangen grundsolide so dass der HK Actionfan perfekt unterhalten wird. Danny Lee Fans sehen ihren Liebling Mal wieder als Polizisten - eine Rolle welche er oft verkörpert hat, gar schon stigmatisiert wurde.

Alex Man spielt seinen Partner, der auf den falschen Pfad gerät (und dort u.a. auf Ku Feng und Shing Fui-On als Bösewichte und in Nebenrollen trifft). Der Film handelt von Treue, Loyalität, Freundschaft - typische Themen des Heroic Bloodshed Genre die seit John Woos Klassiker (A Better Tomorrow) Einzug hielten im modernen neuen Hong Kong Kino (zu Shaw Brothers Zeiten war dafür Chang Cheh zuständig).

Die Story ist im Verlauf dramatisch, die Actionszenen sind cool (Schlägereien, aber jedoch vor allem blutige Shoot-Outs). Die engen Gassen und Behausungen von Hong Kongs Grossstadt tragen viel zur Spannung und Intensität bei, so dass die Actionszenen auch optisch gelungen sind.

Wer das HK Actionkino aus dieser Zeit mag, macht mit diesem Cop-Streifen nichts falsch.

Infos:

O: Hing Dai

HK 1986

R: Stephen Shin

D: Danny Lee, Alex Man, Ku Feng, Shing Fui-On, Vincent Lam Wai

Laufzeit der HK VCD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 28.07.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016). Mir lag die HK VCD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Zumindest in Action und Gewalt Uncut (ob hier auch Handlung fehlt wie bei anderen Fassungen ist mir nicht bekannt), für eine VCD sehr gute Bildqualität, O-Ton und englische UT vorhanden. Die DVD Fassungen aus HK (anderes Label), Frankreich und Südkorea sind in Handlung zensiert (warum auch immer).