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Samstag, 21. April 2018

Neue Reviews und neuer Neuauf



- Neuer Neukauf


- Shaolin Temple Strikes Back

- Exposed to Danger

- Auge um Auge

- La mansión de Araucaima (Archiv Review)

Neukauf







Die neun Pforten
Thriller von Roman Polanski mit Johnny Depp. Könnte spannend und stimmungsvoll sein. DVD fast wie geschenkt (Ebay von einem Deutschen), Wunschliste abgearbeitet.

Shock Wave
Letztes Jahr am FFF in Berlin gesehen. Auf Wunschliste gesetzt, diese abgearbeitet. HK DVD war sogar billiger als die deutsche DVD...

A Taxi Driver
Neuer Film aus Südkorea. Beruht auf wahren Ereignissen. Soll gut sein. HK DVD im O-Ton mit englischen Subs. 

Re:Born
Japanische Martial Arts Action mit Versus Star Tak Sakaguchi. Trailer sah vielversprechend aus. UK Ausgabe (DVD, Blu-Ray) in Japanisch mit englischen Subs. 

Manhunt
Neuer John Woo Streifen. Bin sehr skeptisch (China Action), da HK-DVD aber sehr billig war trotzdem zugeschlagen. 

Port of Call
True Crime Thriller aus Hong Kong in der Director's Cut Version. Reiner Hong Kong Film. Keine Ahnung wie sich der DC von der Kinofassung unterscheidet - aber habe mich für den DC entschieden. 

The Hand That Feeds the Dead
Türkisch-ital. Euro Cult mit Klaus Kinski - als US-DVD. War sehr billig. 

Trivisa
Reiner HK-Film der gute Kritiken bekommen hat. Produziert von Johnnie To. Soll mit vielen HK-Stars aufwarten. HK DVD.

The Brink
Neue Action und reiner HK-Film mit Shawn Yu und Yasuaki Kurata. Trailer sah cool aus - bestellt. HK DVD.

Paradox
Teil drei der "SPL" Reihe. Bin sehr skeptisch, aber trotzdem gekauft da billig. HK-DVD. Wilson Yip führt wieder Regie, besetzt mit Louis Koo, Ken Lo und Tony Jaa.

The Rebel
Aka Poliziotto solitudine e rabbia aka Der Mann, der Venedig hieß - Abarbeitung meiner Wunschliste von Ital. Gangster- und Polizeifilmen. Jap. VHS 2x auf Facebook gesehen - aber nicht zum Kaufen. Dann zufällig günstig auf Ebay von einem Japaner gekauft.

Taeguk School and Shaolin Temple
Aka Shaolin and the Tae-keuk Martial Arts (Sorimgwa taegeukmun) und 소림과 태극문. Old School Kung Fu Film aus Südkorea 1983. Da selten und ich das Genre mag gekauft - als VHS aus Südkorea. 

Shaolin Temple Strikes Back Review




Shaolin Temple Strikes Back

Story:

Ming-Chinesen werden im ganzen Land gejagt und getötet. Die Ming-Prinzessin kann mit ihrem Helfer (Chen Kin-Cheong) in einen Shaolin Tempel entkommen. Doch der bösartige Qing-General Wong (Chen Shan) ist ihnen mit seinen Truppen bereits auf den Fersen…

Meine Meinung:

Ich dachte es handelt sich um einen der vielen The Shaolin Temple (der grosse Jet Li Klassiker und Festland Film, welchen Jet Li über Nacht zum gefragten Star machte) Nachzügler, die im Rahmen des Jet Li Filmes entstanden sind, aber Pustekuchen! Der Film ist, zumindest laut Internetangaben und Filmdatenbanken 1981 entstanden – also vor The Shaolin Temple.

Regisseur Joseph Kuo hat Erfahrungen im Shaolin und/oder Old School Kung Fu Genre: Dragon's Claws ist einer aber vor allem die Carter Wong Shaolin Filme hat man als Fan ihm zu verdanken, z.B. The Blazing Temple, The 18 Bronzemen (plus Fortsetzung), The Eight Masters, The Shaolin Brothers (Alias: Legend of the Living Corpse -was für ein TITEL!) oder The Shaolin Kids. Und überall ist Carter Wong dabei – nur in diesem Streifen nicht.

Der in Taiwan billig entstandene und viel Natur aufweisende Film hat mir ausgezeichnet gefallen, war besser als erwartet. Grund: es gibt sehr viel Action, meist in Form von Kampfszenen und auch Trainingsszenen. Ich denke, man hat auch mit echten Shaolin Mönchen, echten Kämpfern, Stuntmännern und/oder Wushu Champs zusammen gearbeitet- gerade die Trainingsszenen waren extrem stark und immer, wie auch die Kampfszenen, sehr bodenständig und realistisch. Im Finale gibt es dann Dauer-Action, die teilweise auch recht brutal geworden ist (Arme abhacken).

Die mir nicht bekannten aber unverbrauchten und in den Actionszenen eine sehr gute Figur machende Schauspieler/Kämpfer, haben mir sehr gut gefallen. Haben einen fantastischen Job gemacht. Auf sonderbaren Humor und Klamauk wird zwar nicht verzichtet, aber man schraubt diesen schon nach unten und der Film ist mehr oder weniger ernst und düster. Von den Figuren haben mir die zwei Frauen, der Helfer der Prinzessin, der kämpfende Ober-Shaolin-Mönch am Ende und vor allem der Bösewicht (Chen Shan agiert sehr gut, gibt Pluspunkte, herrlich fieser Schurke vom Dienst) am besten gefallen.

Einziges Manko: das schmalzige Happy End kam dem Film nicht gut zu stehen – nachdem der Oberbösewicht besiegt ist, hätte sofort die The End Einblendung kommen können! Alles was danach noch ist, ist langweilig und wenig interessant.

Trotzdem: sehr hohe, überdurchschnittliche Qualität was die Actionszenen, Realismus oder Choreographie angehen: stark! Klare Empfehlung an jeden Old School Kung Fu Film Fan!

Infos:

O: He Nan Song Shan Shao Lin Si

Taiwan 1981

R: Joseph Kuo

D: Chen Shan, Chen Kin-Cheong, Mark Lung Koon-Mo, Chiang Nan, Cliff Ching Ching

Laufzeit der HK VCD: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 31.01.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Feb. 2018). Mir lag die HK VCD vor (Label unbekannt, steht nichts Englisches auf dem Cover) = k.A. ob Uncut/cut (hat viele Master-Fehler und Sprünge), durchschnittliche Bildqualität (in Nachtszenen leicht dunkel, li und re fehlt Bildmaterial, sonst recht hell und gut schaubar). Vom gleichen Label auf VCD veröffentlicht, alles Filme aus Taiwan: Sword With the Windbell mit David Chiang, New Pilgrims to the West mit Chen Kuan-Tai sowie der Fantasy Film The Imperial Sword Killing the Devil.

Exposed to Danger Review




Exposed to Danger

Story:

Chou Tien Chi (Lu Hsiao-Fen) verbüsst eine lange Haftstrafe für den angeblichen Mord an einem Mann, welchen sie jedoch gar nicht getötet hat. Da kommt ihr ein Jobangebot in einem kleinen, ruhigen Küstenort gerade recht. Doch dort bekommt sie es mit einer Psychopathin (Chang Fu-Mei) zu tun, welche ihr (und auch anderen) nach dem Leben trachtet…

Meine Meinung:

Exposed to Danger ist ein taiwaneischer Psychothriller / Slasher der sich zudem in einigen Szenenabläufen 1:1 im Finale an Freitag der 13. orientiert. Der Film ist solide und gut schaubar, aber kein Highlight. Was man dem Werk positiv anrechnen muss ist der Verzicht auf Humor, der düstere Grundton, der den ganzen Film durchzieht und dass der Film sich eben am westlichen Kino orientiert und dies gut gelingt. Und ganz schlimme 80er Jahre Frisuren zeigend...

Dass der Film dabei nicht an grosse US-Vorbilder herankommt, versteht sich von alleine. Teilweise hat es auch paar Längen und/oder Unglaubwürdigkeiten (Story, Logik, Verhalten der Figuren). Angeblich soll es eine in Handlung gestraffte Export-Version geben, welche sogar besser sein könnte, je nachdem was man alles weggelassen hat. Die Figuren waren solide. Chang Fu-Mei als «Pamela Voorhees» Verschnitt schrammt jedoch teilweise stark am Overacting vorbei.

Der Film ist nicht nur düster, sondern wird im Finale teilweise auch blutig, wobei man nicht zu viel erwarten sollte (also auch hier: keine Freitag der 13. Qualitäten erwarten was sichtbare Bluteffekte angeht). Es gibt aber einige gute Schockszenen (gefundene Leichen, blutige Messer, Maden in einer Augenhöhle) und auch paar Szenen, in denen Tiere nichts zu lachen haben (aufgehängter Affe, Huhn wird Kopf abgehackt, Schildkröte welche am Strang von Kindern mit Stöcken geschlagen wird).

Weil der Film dabei westlicher als andere asiatische Filme aus der Zeit wirkt, ragt Exposed to Danger trotzdem aus der Masse hervor und kann daher gut geschaut werden.

Fazit: Solider Psychothriller mit actionreichem Finale und guten Schocksequenzen.

Infos:

O: Leng Yan Sha Ji

Taiwan 1982 (andere Seiten sagen 1984)

R: Yang Chia-Yun

D: Alan Tam, Luk Siu-Fan, Cheung Foo Mei, Lam Joi Pau, Hua Lun

Laufzeit der HK LD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 30.01.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Jan. 2018). Mir lag die HK LD von Ocean Shores vor = Uncut (ob die Enthauptung in den anderen Versionen zu sehen ist, wage ich zu bezweifeln, wohl nicht gedreht, weil keine Effekte Techniker à la Tom Savini an Bord), solide Bildqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es in den USA auf DVD in einer Sammelbox mit über 30 Filmen (Englisch Dubbed, fürchterliche Ton- und Bildqualität, k.A. ob Uncut). Es scheint noch ein VHS aus den USA zu geben (Tai Seng).

Auge um Auge Review



Auge um Auge

Story:

Gangster entführen den Sohn eines reichen Geschäftsmannes (James Mason). Zufällig gerät der Sohn von Mario (Luc Merenda), einem einfachen Mechaniker, zwischen die Fronten und wird ebenfalls entführt. Die Polizei ermittelt, doch der Geschäftsmann sträubt sich, die geforderte Summe zu zahlen. Die Gangster erhöhen den Druck und töten Marios Sohn. Dieser schwört daraufhin Rache…

Meine Meinung:

Auge um Auge, ein ital. Gangster/Polizeistreifen, hat mir gut gefallen und kann ich Fans des Genres wärmstens empfehlen. Fernando Di Leos Können und Erfahrungen, er ist kein unbekannter im Genre, sieht man im ganzen Film an. Von ihm stammen auch Filme wie Toy, Killer Vs. Killers, Shoot First, Die Later, Der Teufel führt Regie oder Milano Kaliber 9. Darunter sind einige starke Filme, die es zu empfehlen gilt.

Luc Merenda, ein Franzose, war im Poliziottesco Genre nebst Stars wie Tomas Milian, Franco Nero, John Saxon, Mario Adorf oder Maurizio Merli ein gefragter Mann. Doch nicht alle Hintergrundinfos, welche man über Merenda findet, stimmen auch. Wiki gibt z.B. an, dass Merenda nie in Rollen mit Selbstjustiz aufgetreten sei – was in der Rolle in Auge um Auge schon wiederlegt wird.

Das ehemalige Modell macht seine Sache sehr gut, sowohl in den ruhigen Momenten (1. Filmhälfte, z.B. als er seinen toten Sohn identifizieren muss, die ganzen Gespräche mit dem Inspektor) als auch in den Actionszenen (2. Filmhälfte = Selbstjustiz à la Charles Bronson). Von den Bösewichten gefällt vor allem der Mittelsmann, der auch den Film-Sohn von Luc Merenda getötet hat. Die obersten Bosse bleiben blass und kommen erst während der Hinrichtungsszene vor (die Szene ist sehr cool, aber auch etwas naiv von den Bossen, dass Merenda gar nicht durchsucht wird).

James Mason als harter Geschäftsmann, der um das Leben der Kinder pokert und teilweise verliert, macht seine Sache auch sehr gut. Schade ist, dass seine Person, nachdem Luc Merenda seinen Rachefeldzug startet, einfach so von der Bildfläche verschwindet und keine Erwähnung mehr findet.

Der wild um sich gestikulierende Inspektor, der mit vielen emotionellen Szenen und politischen Themen aufwartet (die ganzen Gespräche mit Luc Merenda), fand ich gelungen und sympathisch. Genau aus dem Grund hat mir die sehr ruhige erste Hälfte, welche vor allem vom Schauspiel, der Zeichnung der Figuren und von Emotionen her geprägt sind, sehr gut gefallen bzw. genau so gut gefallen wie die actionreiche 2. Hälfte (Shoot-Outs, paar Motorrad-Stunts, Verfolgungsjagd durch enge Gassen). Zu den gefühlsvollen Momenten stösst der grandiose Soundtrack von Luis Bacalov positiv dazu, der letztes Jahr leider verstorben ist.

Fazit: Jedem Poliziottesco Fan ans Herz zu legen!

Infos:

O: La Città sconvolta: caccia spietata ai rapitori

Italien 1975

R: Fernando Di Leo

D: Luc Merenda, James Mason, Irina Maleeva, Marino Masé, Daniele Dublino

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 95 Min.

Gesehen am: 30.01.18

Fassungen: Mir liegen zwei Fassungen vor: Dt. DVD von NEW, die es wegen der deutschen Sprachfassung, meist qualitativ exzellent und die Filme gar aufwertend, zu bevorzugen gilt (Englisch/Ital. und dt. Subs wären auch an Bord). Uncut ist die Scheibe auch, die Bildqualität ist sehr gut, aber «nur» auf DVD Standard. Zudem liegt mir die US-Blu Ray von Raro Video vor = Fernando Di Leo Crime Collection 2, gekauft wegen dem dort enthaltenen Film Shoot First, Die Later.

La mansión de Araucaima Review

 NIFFF 2016 Spezial


La mansión de Araucaima

Story:

In einer alten, abgelegenen Behausung wohnen diverse Bewohner unter sich, isoliert von der Aussenwelt: Don Graci (der Chef und Besitzer des Landes), La Machiche (die einzige Frau und Haushure), Paul (der Aufpasser der im Garten im Zelt schläft), The Priest (ein ehemaliger Priester), Camilo (ein im Mitleid versunkener, ehemaliger Pilot ohne Manneskraft) und Cristobal (der schwarze Diener des Hauses, der von Paul gehasst wird). Als die junge wie bildhübsche Angela (Adriana Herrán) im Anwesen auftaucht sind zunächst alle erfreut - doch nach und nach kommen negative Gedanken und Veränderungen und Feindseligkeiten auf, denn Angelas Lieblichkeit verändert die Strukturen der einzelnen Bewohner…

Meine Meinung:

Dieser seltene aber durch und durch zu einem Fantasy Film Festival passende und phantastische Film lief am NIFFF in der Retroperspektive (Filme über Südamerika). Jemand aus Cast und Crew (glaub Produzent oder Editor, auf jeden Fall hatte er auch noch einen kleinen Part im Film als Darsteller) war anwesend und hat zuvor über den Film berichtet (in Englisch). War sympathisch.

Den Film fand ich gut, auch wenn es geschmacklich dann nicht für die Sammlung reicht. Aber für den frühen Auftakt am Mittag war der Film wirklich gut und ich fühlte mich keine Sekunde gelangweilt, zumal ich von der Story kaum was wusste (Inhalt diesmal erst nach dem Schauen geschrieben bzw. korrigiert & angepasst). Die Story war gar spannend, sehr atmosphärisch.

Der im Vorgespräch erwähnte Sub-Genre Titel "Tropical Gothic" war gar nicht schlecht gewählt, wobei ich dem Begriff Gothic dann doch eher etwas Gruseliges oder Unheimliches gleichsetze, was dann doch nicht ganz zum Film passte. Jedoch passt es zur Behausung des Filmes - denn durch diese und das seltsamen Zusammenleben der in der Inhaltsangabe genannten Figuren entsteht eine sonderbare, jedoch zu jederzeit fesselnde und anziehende Atmosphäre, welche durch das tolle Set-Design und die starken Leistungen der mir unbekannten Darsteller verstärkt wird.

Dazu kommt, dass der Film sehr erotisch ist - auch wenn nur vereinzelt Sex- oder Nacktszenen zu sehen sind, so ist viel öfters eine latente, unterschwellige Erotik auszumachen. Der Film hat mich am meisten an ein erotisches, surreales Märchen erinnert mit dramatischen Einflüssen (Story Verlauf am Ende). Und das beste: alles passt zusammen und der Mix funktioniert.

Fazit: Ein recht schöner und ansehnlicher Film, den man sich gut einmal ansehen kann! Da wurde ich am NIFFF schon schlechter unterhalten. Nun freue ich mich noch mehr auf Pura Sangre der von den ähnlichen Filmemachern zu sein scheint, jedoch dann im Horrorgenre zu Hause ist!

Infos:

O: La Mansión de Araucaima

Mexiko 1986

R: Carlos Mayolo

D: Carlos Mayolo, Adriana Herrán, José Lewgoy

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Juli 2016 am NIFFF

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch mit englischen UT. Es scheint nur in Südamerika eine DVD zu geben ohne englischen Ton / UT. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: April 2018).