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Samstag, 26. Mai 2018

Killer Vs. Killers Review



Killer Vs. Killers

Story:

Vier Gangster (u.a. Henry Silva) sollen nach einem Job zum Schweigen gebracht werden – doch zwei entkommen (einer davon natürlich Henry Silva) und planen die Rache an den Auftraggebern…

Meine Meinung:

1985 war das Poliziotteschi Genre aus Italien schon nahezu tot. Doch der nicht unbekannte Regisseur in diesem Genre, Fernando Di Leo, zuständig für Werke wie Milano Kaliber 9, Der Teufel führt Regie, Der Mafiaboss – Sie töten wie Schakale, Shoot First, Die Later oder Auge um Auge, hat mit Killer Vs. Killers einen weiteren gut schaubaren und sehenswerten Film in diesem Genre auf die Bildfläche gezaubert.

Der Film ist laut zwei Filmdatenbanken die letzte Regiearbeit von Fernando Di Leo gewesen, der hauptsächlich im Poliziotteschi Genre tätig war. Zwar wirkt Killer Vs. Killers hier und da leicht trashig und Budget war wohl nicht gross vorhanden (es gibt bei den vielen Shoot-Outs nicht einen blutigen Einschuss zu sehen), aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Der Film wurde auch erst spät (mit der Veröffentlichung der Ital. DVD) in Italien veröffentlicht und vor Ort in Monaco gedreht (schöne Drehorte).

Die Story ist simpel und manchmal etwas sprunghaft. Es geht um vier Gangster, welche zusammengetrommelt werden, einen Auftrag auszuführen um danach beseitigt zu werden. Silva und ein weiterer entkommen und führen die Rache aus. Und diese kann sich sehen lassen. Es gibt viele Shoot-Outs, Autos werden via Granate in die Luft gejagt, schnelle Motorradfahrten durch die schönen Strassen von Monaco bis hin in die Alpen, Bazooka Action (mehr als einmal), explodierende Schiffe und Fabriken (tolle Effekte, denke dafür ging viel vom Budget drauf) und ein tolles Finale in welchem sogar Tiere eine Rolle spielen und gegen die Gegner eingesetzt werden.

Fernando Di Leo wollte dem Film Asphalt-Dschungel (1950), der eine ähnliche Story bietet, Respekt zollen und hat seine Version der Geschichte gedreht. Es gibt auch diverse Anleihen. So heisst Henry Silvas Figur Sterling wie der Schauspieler aus Asphalt-Dschungel (Sterling Hayden). Ein anderer Gangster heisst Jaffe wie Schauspieler Sam Jaffe aus Asphalt-Dschungel.

Die oben beschrieben Action bezieht sich vor allem auf die 2. Filmhälfte. Der Film lebt aber nicht nur von seinen zum Teil übertriebenen Action-Szenen und vom Trash-Charakter, sondern überzeugt auch durch die Bilder aus Monaco und vor allem die die Figuren, die allesamt hübsch charakterisiert werden. Zum Teil sehr übertrieben, aber sie regen zum Schmunzeln an (z.B. der Safeknacker mit seinen nackten Mädels). Auch der dicke Zwischenmann, der im Auftrag der Oberbosses handelt und die vier Gangster zusammentrommelt, passt perfekt in eine solch schmierige Rolle. Stark gespielt, perfekt passend. Henry Silva, schon gealtert und im Poliziotteschi Genre nicht unbekannt, siehe Titel wie Weapons of Death (Die Killermeute), Blutiger Schweiss, Manhunt in the City, Die Rache des Paten, Der Berserker, Der Teufel führt Regie, Killer kennen keine Gnade, Der Mafiaboss – Sie töten wie Schakale oder Bezahlt wird in Marseille, macht eine super Figur und ist schauspielerisch natürlich das Highlight des Filmes wie alle Szenen von ihm. Das Alter tut ihm entsprechend gut, so lässt er viel Erfahrung walten nebst Charme, Klasse und Sympathie.

Fazit: Für Fernando Di Leo Fans uneingeschränkt zu empfehlen! Schade, dass der Film so unbekannt ist…

Infos:

O: Killer Contro Killers

Italien 1985

R: Fernando Di Leo

D: Henry Silva, Dalila Di Lazzaro, Albert Janni, Edmund Purdom, Fernando Cerulli, Agostino Crisafulli

Laufzeit der Ital. DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: 03.03.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: März 2018). Mir lag die DVD von Raro Video & Nocturno aus Italien vor = Booklet, zweiter Film an Bord (Il Boss), Uncut, gute Bildqualität, Ital. O-Ton und englische Subs.

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