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Freitag, 13. Oktober 2017

Update

13.10.17 - Neue Reviews


- Bruce Li - Faust der Vergeltung

- The Undertaker

- The Sleep Curse

- The Last Message (Archiv Review)

The Last Message Review



The Last Message

Story:

Ah Tim und Lee Hushi (Michael Hui Koon-Man und Samuel Hui Koon-Kit) arbeiten in einem Spital. Beide sind auf Gewinne scharf und träumen vom Reichtum. Im Spital wissen sie, wie sie zu Geld, Wertsachen etc. kommen. Doch der grosse Gewinn lockt, als sie von einer Angehörigen von einem möglichen Schatz auf dem Grund des Meeres erfahren. Doch die beiden naiven Möchtegerngangster wissen nicht, dass sie in eine Falle tappen...

Meine Meinung:

The Last Message fand ich okay und durchschnittlich, jedoch teilweise auch eher unlustig und höhepunktarm. Die Komödianten Brüder Michael, Sam und Ricky (nur Nebenrolle) haben wieder Mal als Multitalente gearbeitet d.h. sie waren Regisseur, Darsteller, Soundtrack Verantwortliche (gesungen von Sam) und Skriptschreiber in einem.

In anderen Filmen und allgemein auf ihre Karriere betrachtet hatten sie damit grossen Erfolg, doch The Last Message fand ich nur durchschnittlich. Mir gefiel da z.B. Security Unlimited deutlich besser und auch Games Gamblers Play funktionierte Dank den Gamble Szenen besser.

Die Leistungen der Darsteller waren solide. Der Titelsong war gut, aber nicht sehr gut bzw. fesselnd (zumindest nicht für meinen Filmsoundtrack-Geschmack). Die Story bietet am Ende dann auch zu wenig Überraschungen und kommt nur träge und schleppend vorwärts in ihrer Erzählung.

Was ich positiv fand war die Tatsache, dass der Film im Krankenhaus spielt und es dort zu einigen makabren Szenen kommt (Diebstähle, Leichenkammer...). Das hat mir als "Krankenschwester" natürlich gefallen, wie fast jeder Film, der im Spital/Heim spielt. Tolles Setting und gut geeignet für makabren Humor - doch es hätte ruhig mehr sein dürfen.

Durchschnittlicher Film, welchen ich sicher nicht so schnell wieder schauen werde. Nur Fans der Hui Brüdern zu empfehlen!

Neueinsteigern empfehle ich Security Unlimited aus der Box (mehr dazu unter Fassungen) - ist dies nämlich bisher der beste Streifen!

Infos:

O: Tian cai yu bai chi

HK 1975

R: Michael Hui

D: Michael Hui, Sam Hui, Ricky Hui, Roy Chiao, Yeung Chak-Lam

Laufzeit der TW DVD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 22.07.16

Fassungen: Siehe Security Unlimited! (Nachtrag 10.10.17: Review auf der Blog-Seite noch nicht Online!) Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016).

The Sleep Curse Review



The Sleep Curse

Story:

Ein Professor (Anthony Wong), spezialisiert in Sachen Schlaferkrankungen, wird vom Geist einer Frau heimgesucht, dessen Tod sein Vater (Anthony Wong Doppelrolle) zwischen 1941-1945 (Hong Kong unter Herrschaft von Japan) verursacht hat…

Meine Meinung:

The Sleep Curse, ein neuer reiner Hong Kong Film und CAT. III Streifen, ist am besten, zumindest was die filmische Qualität angeht, mit Gong Tau (aus 2007, vom gleichen Regisseur) zu vergleichen. Dieser hatte, zumindest was ich noch weiss (bisher kam es zu keiner 2. Sichtung), mehr CGI so dass hier The Sleep Curse die Nase vorne hat. Aber rein stimmungsmässig und inhaltlich gefiel mir Gong Tau besser.

Beim Dream Team Herman Yau (Regie) und Anthony Wong (Darsteller) muss man natürlich gleich an deren Zusammenarbeiten denken - Taxi Hunter, Cop Image, Ip Man – The Final Fight, The Untold Story und natürlich Ebola Syndrome. Aber man sollte nicht vergleichen – die Zeiten haben sich geändert und gerade die CAT. III Klassiker wie The Untold Story oder den grossartigen Ebola Syndrome wird man nie erreichen können. Das waren einfach andere Zeiten…

Regisseur Herman Yau blieb auch ohne Wong im Genre hängen (The Second Coming, The Untold Story III) und auch Anthony Wong kann auch eine beachtliche Anzahl Rollen in anderen CAT. III Streifen abseits seiner Herman Yau Arbeiten zurückblicken (Erotic Ghost Story II, Daughter of Darkness, Love to Kill, 3 Days of a Blind Girl, The Underground Banker, Brother of Darkness, The Untold Story 2, Rape Trap, The Demon's Baby). Reviews zu all den Filmen gibt es noch auf der alten Page zu lesen. Die Mehrheit wird früher oder später sicher auch hier auf dem Blog, jedoch komplett überarbeitet, zu lesen sein.

The Sleep Curse hat Sonnen- wie auch Schattenseiten. Leider ist der Film inhaltlich vor allem fad und langweilig. Es kommt kaum Stimmung oder Spannung auf. Im Mittelteil herrschen Längen und die Zeitsprünge nerven. Der Beginn und das Finale retten Dank einigen derben Szenen und weniger Längen. Anthony Wong war gut bis nicht glaubhaft. Einige Szenen waren stark, andere wirkten unfreiwillig komisch und glaubt mir: der Film will nicht lustig sein, sondern ernst. Auf HK Humor wird verzichtet.

Der Film versucht möglichst zu schocken und bietet einige schmuddelige und derbe Schockeffekte. Teilweise wirken diese Szenen aufgesetzt und übertrieben. Sie kommen oft auch harmloser rüber, weil leider hier und da billiges CGI eingesetzt wurde – wobei dies nur auf einige wenige Szenen zutrifft wobei wir dann wieder bei einer Sonnenseite wären: es gibt einige nette Splattereffekte zu sehen, welche handgemacht sind (oder mit CGI verschlimmbessert wurden) und welche mich in diesem Ausmass in einem neuen HK Film überrascht haben (bitte keinen Dream Home erwarten). Vor allem im Finale dreht der Film auf und im ersten Viertel des Filmes gibt es eine nette, matschige und gut getrickste Hommage an Ebola Syndrome.

Fazit: Man sollte nicht zu viel von The Sleep Curse erwarten – aber der Film hat seine Momente (und Anthony Wong und Herman Yau Bonus) so dass der Film in der Sammlung bleiben darf! 

Infos:

O: Shi Mian

HK 2017

R: Herman Yau

D: Anthony Wong, Jojo Goh, Gordon Lam Ka-Tung, Michelle Wai, Bryant Mak

Laufzeit der HK DVD: 100:03 Min.

Gesehen am: 25.09.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2017). Mir lag die DVD aus Hong Kong vor = Uncut (wobei man schon hörte dass zehn Sek. im "Asia Release" fehlen soll, wäre noch gut zu wissen was mit Asia Release gemeint ist, ist ein weiter Begriff), Schuber, vorzügliche Bild- und Tonqualität (DTS Tonspur), O-Ton und englische Subs vorhanden. Die DVD ist nicht Code Free (sondern Code drei). Gäbe es vom gleichen Label auch auf Blu Ray.

The Undertaker Review



The Undertaker

Story:

Ein verrückter Bestatter (Joe Spinell) ist ein perverser Triebtäter, dem diverse junge Frauen zum Opfer fallen. Als ihm sein Sohn und eine Lehrerin auf die Spur kommen, häufen sich die Leichenberge…

Meine Meinung:

The Undertaker hat mir recht gut gefallen. Ein Slasher/Serienkillerfilm im Bestatter Setting – herrlich. Und mittendrin Original «Maniac» Joe Spinell aus dem Klassiker Maniac (USA, 1980, R: William Lustig). Der Film lohnt sich für Fans des Maniac Stars – denn leider verstarb Joe Spinell ein Jahr später an einem Herzinfarkt. Die Rolle in The Undertaker ist also eine seiner letzten gewesen.

Er macht im Film auch eine gute Figur. Er spielt den irren Bestatter toll und das Setting passt natürlich perfekt zu einer Horrorstory. Es gibt einen hohen Bodycount und der Film bzw. die Morde sind recht blutig geraten und es gibt davon eine grosse Anzahl zu sehen, wobei einige tolle Effektkreationen (in wenigen Szenen) durch die schlechte Workprint Bildqualität, kaum zu erkennen sind bzw. nicht im Detail und explizit erkennbar sind. Diese Szenen sind am besten mit einem Slasher vergleichbar.

Der Film bietet auch paar makabre Szenen und Dialoge seitens Spinell, die zum Schmunzeln anregen. Ich mochte sein nicht ernstzunehmendes Overacting – eine willkommene Abwechslung zu seiner todernsten Rolle aus Maniac, mit welcher er in Horrorkreisen weltbekannt wurde. Nur schon die Dialoge zu einer alten Gehilfin oder wie er die Polizei in seine Todeskammer lockt und umbringt, waren sehenswert.

Das Ende versteht sich dann als Hommage (oder Kopie) an Maniac – wie auch die ganzen Toten im Anwesen von Joe Spinells Figur (hier Leichen, in Maniac Schaufensterpuppen mit Körperteilen der Getöteten). Maniac hat ihn gebrandmarkt im Horrorgenre – kann man positiv aber auch negativ sehen. Das Image wurde er, zumindest bis zu seinem Tod, nicht mehr los!

Fazit: Für Horrorfans zu empfehlen! Nette kleine Slasher-Perle!

Infos:

O: The Undertaker

USA 1988

R: Franco Steffanino

D: Joe Spinell, Rebeca Yaron, Patrick Askin, Susan Bachli, Martha Somoeman

Laufzeit der US Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 24.09.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2017). Mir lag die US Blu Ray vor = Diese bietet weltweit zum ersten Mal die komplett unzensierte Version des Filmes (Scanned and restored in 2k from 35mm camera negativ inklusive eingefügter Szenen aus einem VHS). Die ältere Code Red US DVD enthielt nur eine stark veränderte Version des Filmes in welcher etwa 40 Minuten vom Originalfilm fehlen, welchen es bis vor paar Jahren nur als Bootleg gab. Mit Ausnahme der eingefügten VHS Szenen ist die Bildqualität erstklassig. Auch der Ton. Exklusive, neues Extras und englische Subs sind ebenso an Bord. Erstaunlich und lohnenswert, wie Vinegar Syndrome an solch kleine B-Perlen herangeht. Eine DVD liegt auch bei und die Blu Ray ist Region Free.

Bruce Li – Faust der Vergeltung Review



Bruce Li – Faust der Vergeltung

Story:

Fong Pao (Bruce Li) arbeitet für seinen Boss als Fahrer und Aufpasser für dessen Sohn. Als der Boss in Thailand wegen illegalen Geschäften (Drogen) zum Tode verurteilt wird, gerät Fongs Leben aus den Fugen. Denn Fongs Frau und andere Gangster (u.a. Yasuaki Kurata) machen Fong Pao von nun an das Leben schwer. Grund: der inzwischen hingerichtete Arbeitgeber hat viel Geld zu erben…

Meine Meinung:

Typische 70er Jahre Old School Action im modernen Gewand (zumindest dazumal bei Veröffentlichung). Bruce Li, einer der bekanntesten Bruce Lee Klone, welche nach dem Tod des grossen Meisters für viele Bruce Lee Imitationen und Rollen zuständig war, spielt hier die Rolle des (naiven) Helden. Er macht das aber okay. Gute Leistung. Für gewöhnlich sieht man die Schauspieler in klassischen Rollen – aber die Moderne steht Bruce Li gut.

Ebenso gut war die Wahl des Bösewichts: Japaner Yasuaki Kurata, der Martial Arts beherrscht (Karate, Judo, Aikido), spielt den Gegner von Brcue Li und tut das auch gut. Ihn sehe ich immer gerne im HK Actionfilm und er war in diesem Genre kein unbekannter – arbeitete u.a. sogar für die Shaw Brothers, spielte in unzähligen Werken mit (z.B. Gegner von Jet Li in Fist of Legend oder als Gegner von Chen Kuan-Tai in A Life of Ninja) und seine Karriere hält bis heute an (zuletzt im chinesischen Kino, z.B. God Of War 2017 mit Jet Li oder in John Woos Manhunt 2018).

Zwei bekannte Namen, viele Bilder aus Hong Kongs Stadt, solide 70er Jahre Martial Arts und hier und etwas Schmuddel und Gewalt machen diesen Streifen zu einem sehr soliden Sehvergnügen wenn man dem Genre nicht abgeneigt ist.

Infos:

HK 1978

R: Lee Tso-Nam

D: Bruce Li, Yasuaki Kurata, Michelle Yim, Tsen Shu-Yi, Chin Ming, Cheng Ta-Wie

Laufzeit der dt. DVD: 85:13 Min.

Gesehen am: 22.09.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Wendecover, Uncut (ehemals zensierte Szenen in deutscher Sprache aber mit festen holländischen Subs da von einem holländischen VHS stammend). Die Bildqualität der regulären Fassung ist sehr gut, jene der eingefügten Szenen absolut ausreichend. Deutscher oder Englischer Ton. Die dt. Synchronisation ist sehr gut gelungen und wertet den Film zusätzlich auf.