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Freitag, 13. Oktober 2017

The Sleep Curse Review



The Sleep Curse

Story:

Ein Professor (Anthony Wong), spezialisiert in Sachen Schlaferkrankungen, wird vom Geist einer Frau heimgesucht, dessen Tod sein Vater (Anthony Wong Doppelrolle) zwischen 1941-1945 (Hong Kong unter Herrschaft von Japan) verursacht hat…

Meine Meinung:

The Sleep Curse, ein neuer reiner Hong Kong Film und CAT. III Streifen, ist am besten, zumindest was die filmische Qualität angeht, mit Gong Tau (aus 2007, vom gleichen Regisseur) zu vergleichen. Dieser hatte, zumindest was ich noch weiss (bisher kam es zu keiner 2. Sichtung), mehr CGI so dass hier The Sleep Curse die Nase vorne hat. Aber rein stimmungsmässig und inhaltlich gefiel mir Gong Tau besser.

Beim Dream Team Herman Yau (Regie) und Anthony Wong (Darsteller) muss man natürlich gleich an deren Zusammenarbeiten denken - Taxi Hunter, Cop Image, Ip Man – The Final Fight, The Untold Story und natürlich Ebola Syndrome. Aber man sollte nicht vergleichen – die Zeiten haben sich geändert und gerade die CAT. III Klassiker wie The Untold Story oder den grossartigen Ebola Syndrome wird man nie erreichen können. Das waren einfach andere Zeiten…

Regisseur Herman Yau blieb auch ohne Wong im Genre hängen (The Second Coming, The Untold Story III) und auch Anthony Wong kann auch eine beachtliche Anzahl Rollen in anderen CAT. III Streifen abseits seiner Herman Yau Arbeiten zurückblicken (Erotic Ghost Story II, Daughter Of Darkness, Love To Kill, 3 Days Of A Blind Girl, The Underground Banker, Brother Of Darkness, The Untold Story 2, Rape Trap, The Demon's Baby). Reviews zu all den Filmen gibt es noch auf der alten Page zu lesen. Die Mehrheit wird früher oder später sicher auch hier auf dem Blog, jedoch komplett überarbeitet, zu lesen sein.

The Sleep Curse hat Sonnen- wie auch Schattenseiten. Leider ist der Film inhaltlich vor allem fad und langweilig. Es kommt kaum Stimmung oder Spannung auf. Im Mittelteil herrschen Längen und die Zeitsprünge nerven. Der Beginn und das Finale retten Dank einigen derben Szenen und weniger Längen. Anthony Wong war gut bis nicht glaubhaft. Einige Szenen waren stark, andere wirkten unfreiwillig komisch und glaubt mir: der Film will nicht lustig sein, sondern ernst. Auf HK Humor wird verzichtet.

Der Film versucht möglichst zu schocken und bietet einige schmuddelige und derbe Schockeffekte. Teilweise wirken diese Szenen aufgesetzt und übertrieben. Sie kommen oft auch harmloser rüber, weil leider hier und da billiges CGI eingesetzt wurde – wobei dies nur auf einige wenige Szenen zutrifft wobei wir dann wieder bei einer Sonnenseite wären: es gibt einige nette Splattereffekte zu sehen, welche handgemacht sind (oder mit CGI verschlimmbessert wurden) und welche mich in diesem Ausmass in einem neuen HK Film überrascht haben (bitte keinen Dream Home erwarten). Vor allem im Finale dreht der Film auf und im ersten Viertel des Filmes gibt es eine nette, matschige und gut getrickste Hommage an Ebola Syndrome.

Fazit: Man sollte nicht zu viel von The Sleep Curse erwarten – aber der Film hat seine Momente (und Anthony Wong und Herman Yau Bonus) so dass der Film in der Sammlung bleiben darf! 

Infos:

O: Shi Mian

HK 2017

R: Herman Yau

D: Anthony Wong, Jojo Goh, Gordon Lam Ka-Tung, Michelle Wai, Bryant Mak

Laufzeit der HK DVD: 100:03 Min.

Gesehen am: 25.09.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Sept. 2017). Mir lag die DVD aus Hong Kong vor = Uncut (wobei man schon hörte dass zehn Sek. im "Asia Release" fehlen soll, wäre noch gut zu wissen was mit Asia Release gemeint ist, ist ein weiter Begriff), Schuber, vorzügliche Bild- und Tonqualität (DTS Tonspur), O-Ton und englische Subs vorhanden. Die DVD ist nicht Code Free (sondern Code drei). Gäbe es vom gleichen Label auch auf Blu Ray.

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