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Sonntag, 13. Oktober 2019

Dark Waters Review

Horroktober 2019
Dark Waters

Story:

Elizabeth (Louise Salter) reist nach dem Tod ihres Vaters an die russische Küste. Dort befindet sich ein Kloster, welches ihr Vater jahrelang finanziell unterstützte und auch im Erbe bedachte. Elizabeth will herausfinden wieso und kommt einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur…

Meine Meinung:

Dark Waters vom Ital. Regisseur Mariano Baino ist eine kleine, vergesse Euro-Cult Perle, die leider weitaus weniger bekannt und geschätzt wird, als Arbeiten von anderen Ital. Regisseuren wie Dario Argento, Mario Bava, Lucio Fulci und Michele Soavi. Das ist schade und wird dem grossartigen Dark Waters, einem echten Geheimtipp (wobei der Film heute doch aktueller ist als noch vor 10+ Jahren), nicht gerecht.

Der Film, der von der Stimmung, den Settings, den Inhalten und Bildern an H.P. Lovecraft erinnert, ist eine spannende und mysteriöse und höchst unterhaltsame Angelegenheit. Schon im Vorspann beginnt der Film zu fesseln. Sehr stimmungsvoll, dichte und intensive Atmosphäre, welche die Bilder aus der Küstenregion und die Ausstattung des Klosters (und die Tunnelsysteme darin) vermitteln.

Die Optik und Bildersprache bleiben weiterhin tadellos schön – eine Pracht fürs Auge. Das Ganze ist auch unheimlich toll eingefangen und gefilmt worden. Im Zusammenhang mit dem spannenden, unheimlichen und mysteriösen Inhalt (coole Auslösung), den starken Effekten (nur einige, aber die haben es in sich!) und den starken Leistungen der mir unbekannten Darsteller (allesamt mit starker Performance) macht dies Dark Waters zu einem phänomenalen Genre-Beitrag, der, berücksichtigt man das Herstellungsjahr 1993, fast seines gleichen sucht!

Interessant ist, dass weder Star Louise Salter noch Regisseur Mariano Baino (drehte sonst praktisch nur Kurzfilme) auf eine grosse Karriere zurückblicken konnten. Es handelt sich um eine russisch-englische Co-Produktion. Der Film wirkt aber, wohl wegen Mariano Baino und dessen Talent, sehr «italienisch». Dass man Mariano Baino wegen Dark Waters kennt, seinem einzigen Feature Film, spricht ebenso für das Talent des Italieners. Schade, dass er nicht mehr solche Filme gedreht hat!

Fazit: Absolut zu empfehlender Genre-Beitrag aus Europa!

Infos:

O: Temnye vody

Großbritannien, Russland 1993

R: Mariano Baino

D: Louise Salter, Venera Simmons, Mariya Kapnist, Lubov Snegur, Alvina Skarga

Laufzeit der US-DVD: 92:06 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die limitierte DVD aus den USA von NoShame Films vor = Uncut, zum ersten Mal DC vom Regisseur bearbeitet & restauriert (= sehr gute Bild- und Tonqualität). Zum Englischen Ton gibt es auch englische Subs. Die Bildqualität ist mir ausreichend. Es gäbe seit ca. 2018 auch Blu-Ray Neuauflagen von Severin Films (USA) und Wicked-Vision Media (Deutschland).

Donnerstag, 24. August 2017

Uno Bianca Review

Uno Bianca

Story:

Eine Gangsterbande treibt in Italien ihr Unwesen. Als zwei Cops knapp dem Tod entrinnen, machen sie es sich zur Aufgabe, die Gangster, die einen Kollegen auf dem Gewissen haben, zu stoppen. Doch die Mühlen mahlen langsam und Probleme in den eigenen Reihen erschweren die Aufgabe, so dass das Duo nahezu auf sich allein gestellt ist…

Meine Meinung:

Der auf wahren Ereignissen beruhende Film (die Gang wütete Ende der 80er und Anfang der 90er in Italien) wurde fürs Ital. TV gedreht als 2teiler und hat eine Laufzeit von mehr als drei Stunden.

Der Film wurde gekonnt von Michele Soavi, der vor allem für seine Ausflüge ins Horror-Genre bekannt ist (Stagefright, The Church, The Sect, Dellamorte Dellamore), solide und sehenswert in Szene gesetzt. Soavi blieb auch danach dem TV Film und Genre (Polizei Vs Gangster Vs Mafia) treu. Das Skript stammt von George Eastman (dem Kannibalen aus Man-Eater).

Die Darsteller selbst sind mir nicht bekannt aber machen ihre Sache gut und sind sympathisch. Der Film versucht sich an Fakten zu halten und erscheint realistisch. Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden fand ich den Film zu keiner Sekunde langweilig.

Im Gegenteil: ich fand die Story fesselnd, unterhaltsam und auch teilweise sehr spannend. Ich will auch nicht zu viel verraten – am besten schaut man sich den Film einfach an und geniesst ihn! Umso weniger man von der Geschichte und den wahren Hintergründen kennt, umso besser wirkt sich das auf die Spannung beim Schauen aus.

Wer gerne Ital. Polizei Vs. Gangster Streifen hat, sollte sich diesen tollen, packenden und intensiven Film anschauen – lohnt sich!

Infos:

O: Uno Bianca

Italien 2001

R: Michele Soavi

D: Kim Rossi Stuart, Dino Abbrescia, Bruno Armando, Pietro Bontempo

Laufzeit der US DVD: Ca. 200 Min.

Gesehen am: 04.08.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = Film auf zwei Discs aufgeteilt, Bildqualität okay (halt TV Film), Ital. Ton, englische UT, Uncut. Booklet mit Extras. Auf Disc eins hat es zusätzlich viele Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2017).