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Montag, 1. April 2019

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

 - Neuer Neukauf (plus Ergänzungen zu alten Reviews / alten Neukäufen)



- It's Alive (Zu Ehren von Larry Cohen - RIP 23.03.19)

- New Killers in Town (Zu Ehren von Eddie Maher - RIP 19.03.19

- Prison (Zu Ehren von John Carl Buechler - RIP 17.03.19)

- Day of the Dead (Zu Ehren von Joseph Pilato - RIP 24.03.19)

- Flying Dragon Attacks


Neukauf Anfang April










Escape from Coral Cove
Nachdem sich mein VHS aus Südkorea als eine in Mandarin Dubbed und vor allem zensierte Fassung herausstellte, habe ich nun das Kapitel zum Film mit dem Kauf des US-VHS, welches Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs vorliegen soll, geschlossen. Von meinem Deutschenland-Dealer gekauft für 70 Euro. Review zum Film: HIER KLICKEN

The Black Magic with Buddha
Das Review zu diesem Film ging erst vor kurzem Online (HIER KLICKEN) und nun kann ich auch dieses Kapitel schliessen: ich habe mir, von meinem Deutschland-Dealer, das US-VHS für 150 Euro gekauft (habe es von 250 auf 150 Euro runtergehandelt). Uncut, O-Ton, englische Subs. 

0.38
Seltener Anfang 80er Jahre New Wave Crime-Film aus HK mit Addy Sung Gam-Loi. Nebst ultrararem (und teurem) VHS aus Südkorea (O-Ton, keine englischen Subs) gibt es den Film vor allem billig als spanische Kassette - Dubbed in Spanisch. Um den Film sichten zu können, dieses Variante erworben (Dank meinem Deutschland-Dealer, der das Teil für mich bestrellt hat). Sollte der Film ein Highlight sein, kann ich mir noch immer überlegen, nach anderen Fassungen Ausschau zu halten. Film ist aber selten und ich fand bei Recherchen keine weiteren Fassungen (VCD, LD, DVD...). 



Info wegen Neueinkäufen in Südkorea

Alle die mein Ferienspezial letzte Woche verpasst haben, hier nochmal der Link, wo ihr alle Bilder der 115 Filme seht plus alle Titel und Infos zu den Filmen:



Dann noch neue Infos zu der Hello Dracula Box aus Japan, welche ich vor paar Wochen erhielt:






Habe diese nun getestet und Inhalt ist folgender:

- Teil 1 in Japanisch/Mandarin mit jap. Subs
- Teil 2 Dito
- Teil 3 nur Japanisch Dubbed
- Teil 4 nur Japanisch Dubbed und soll ca. zehn Min. zensiert sein
- Teil 5 (Hello Dracula 5) fehlt - stattdessen liegt als "Teil 5" The 3-D Army vor 
  (nur Jap. Dubbed)
- 10teilige Hello Dracula Serie (Jap. Dubbed)

Die Quaität aller Scheiben = VHS Niveau

Die Reviews zu den Teilen 12, der Serie und Teil 4 wurden angepasst!


Flying Dragon Attacks Review




Flying Dragon Attacks

Story:

Dr. Kim untersucht am Meer mysteriöse Phänomene (z.B. das Auftauchen eines gigantischen Vogels und dessen Eier). Reporterin Kang Ok-hi will mehr darüber in Erfahrung bringen und gibt sich als Nanny aus – um auf Dr. Kims kleine Tochter aufzupassen und um Recherchen über die Arbeit von Dr. Kim durchzuführen. Derweil tauchen mehr und mehr Monster im Meer und zu Lande auf, welche vom Militär angegriffen werden, während die Menschen zu flüchten versuchen…

Meine Meinung:

Auf Flying Dragon Attacks, der eigentlich The Flying Monster heisst, freute ich mich sehr. Ich wurde durch einen anderen Schweizer Filme-Sammler auf den Film aufmerksam und kann sagen: absolute Kaufempfehlung! Vor allem für Freunde des Kaijū Genre ist der Film uneingeschränkt zu empfehlen!

Der Film braucht am Anfang ein wenig Zeit, um in Fahrt zu kommen. Ca. 30 Minuten. In dieser Zeit wird die Story begründet und die Figuren eingeführt. Diese agieren solide und sind sympathisch. Die Reporterin als Nanny ist zudem auch alles andere als unattraktiv (aber halt typische 80er Jahre Frisur). Sie spielt sehr gut, so auch das kleine Kind, welches nicht nervt.

Nach dieser halben Stunde folgen Monster-Action-Szenen – Monster die Monster bekämpfen, auftauchen, vom Militär angegriffen werden und/oder die Stadt in Schutt und Asche legen und/oder für Naturkatastrophen sorgen (Explosionen, Tsunamis etc.). Diese Szenen halten bis zum Ende an d.h. es gibt sehr viel abwechslungsreiche Kaijū Daueraction bis zum Ende zu sehen.

Längen sind Geschichte, durch die vielen diversen auftauchenden Monster (u.a. Vogel, Menschen in Gummikostümen à la Godzilla und ein See-Ungeheuer / Drache) macht das Gezeigte einfach unglaublich viel Spass und Freude! Die Monster- und Effekte-Szenen sind auch die Highlights des Filmes. Dazu sei aber gesagt, dass diese wohl alle (bin nicht 100% sicher) aus anderen Filmen (!!!) gestohlen wurden wie auch der Soundtrack (Star Trek, Star Wars…).

Ich kenne keine der Filme, woher die ursprünglichen Monster-Szenen stammen. Laut dem Review meines Kollegen stammen die Szenen z.T. aus der japanischen Ultraman Serie und dem unbekannten taiwanesischen Film Tsu Hong Wu (1971), wobei ich letzteren, ein Glückstreffer sozusagen, als HK VCD fand und diesen gleich bestellte. Wie ich solche naiven Fantasy-Filme mit Monstern, kämpfenden Affen und Martial Arts aus Taiwan liebe!

Regisseur Kim Jung-yong ging geschickt vor, so dass die Szenen aus den anderen Filmen nicht störend wirken, sondern zur Handlung, die um die Monsterszenen konzipiert wurde, passt und den Zuschauer nicht verwirrt. Man kann der Story auch ohne englische Subs (mehr dazu unter Fassungen) gut folgen – immerhin handelt es sich bei Flying Dragon Attacks um einen ultraseltenen Kaijū-Titel, der nur in Südkorea auf VHS veröffentlicht wurde.

Fazit: Für Kaijū Fans absolut empfehlenswert!

Infos:

O: Bicheongoesu

Südkorea 1984

R: Kim Jung-yong

D: Kim Ki-ju, Nam Hye-gyeong, Kim Da-hye, Moon Tai-sun, Kim Uk, Jang Cheol, Lim Hae-lim

Laufzeit des südkoreanischen VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 23.01.19

Fassungen: Mir lag das VHS von D & S aus Südkorea vor = Uncut, in Koreanisch, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2019). Titel des VHS: Flying Dragon Attacks. Der Film heisst aber eigentlich The Flying Monster.

Day of the Dead Review


Von George A. Romero signierte DVD 
Webmaster 2006 mit George A. Romero am NIFFF



Day of the Dead

Story:

Die Welt wird von Zombies überrannt. In einer unterirdischen Einrichtung kämpfen Ärzte (Richard Liberty), Zivilisten (Lori Cardille, Terry Alexander, Anthony Dileo Jr.) und Soldaten (Joseph Pilato, Gary Howard Klar, Greg Nicotero) ums Überleben – doch die Isolation und gegenseitige Erwartungen heizten die Spannungen zwischen den Parteien mehr und mehr an – mit tödlichen Folgen…

Meine Meinung:

Nachdem George A. Romero 2017 verstarb sichtete ich ihm zu Ehren Night of the Living Dead, Dawn of the Dead und The Crazies – es gab von den Filmen neue, überarbeitete Reviews! Nun folgt dasselbe Spiel bzw. Hommage zu Ehren von Joseph Pilato, der als irrer Soldatenkapitän, der über Leichen geht, mit Day of the Dead in die Horrorfilmgeschichtsbücher einging – ebenso legendär wie sein Schauspiel, welches sich in meine Erinnerung brannte (wohlmöglich kenne ich noch andere Filme mit Joseph Pilato, aber daran erinnere ich mich im Gegensatz zu seiner Rolle als Rhodes nicht), war sein filmischer Abgang im Finale, wo Spezialeffekte-Meister Tom Savini einmal mehr alle Register seines Könnens zog und ihm einen blutig-brutalen Abgang bescherte, welche die Figur Rhodes mehr als verdiente (die Figur ist ein echtes Ekel und kommt herrlich fies rüber).

Der zweite Teil von George A. Romeros Zombiereihe steigerte sich nach etlichen Jahren und vielen Sichtungen zu meinem Favoriten der Reihe – es ist der beste Film und vereint all das, was Romero immer wichtig war: nicht die Zombies sind die Bösewichte, sondern die Menschen (plus mind. ein dunkelhäutiger Schauspieler in einer der Hauptrollen). Das Dilemma der unterschiedlichen Gruppierungen (Zivilisten, Ärzte, Militärs) und die zwischenmenschlichen Spannungen, die daraus entstehen, wurden authentisch angefangen. Dies macht Day of the Dead anspruchsvoller, als x-beliebige 08/15 Splatter- bzw. Zombiefilme. Ausserdem ist der Film ernster als der Vorgänger und die Effekte toppen jene aus Dawn of the Dead locker – was vor allem für die Zombie-Make-Up Effekte gilt.

Zwar ist Goblin nicht mehr an Bord, nichtsdestotrotz wartet der Film mit einem starken, wuchtigen und in Erinnerung bleibenden Soundtrack auf, der es problemlos mit dem Goblin Theme aus Teil eins aufnehmen kann. Der Vorspann mit dieser Musik und die Titeleinblendung sind eine optische Wucht. Tom Savini, der in Teil eins als Nebendarsteller und Effekte-Künstler zu sehen war, übertrifft sich in Day of the Dead, was seine Kreationen angehen. Ich finde sogar, dass Day of the Dead die besten Savini Effekte bietet, welche er je auf die Leinwand gezaubert hat! Die Zombies sehen einfach nur gut aus und die Splattereffekte sehen nahezu realistisch aus – gerade die Szenen mit Frankenstein und den Versuchen an Soldaten und Zombies wie auch Fress-Szenen oder die Amputation von Miguels Arm oder die Alptraum-Sequenzen sind einfach bombastisch, was die Qualität der Effekte angehen. Da kommt CGI, egal was die Zukunft bringen wird, nie heran was die Authentizität solcher Effekte angehen.

Was mir erst bei dieser Sichtung ins Auge sprang: Greg Nicotero wird in den Credits als Darsteller erwähnt. Und er spielt im Film als Nebenrolle einen der Soldaten und Tom Savini wurde später sein Mentor – denn Greg Nicotero wurde später selbst ein grossartiger Künstler war Filmeffekte angeht – er war Mitglied (eines von dreien) der KNB-FX Group (Auswahl von Filmen: From Beyond, Evil Dead II, Creepshow II, Predator, Das Böse 2, House 3, Nightwish, Night Angel, Dr. Giggles, Body Bags, Cabin Fever, Deer Woman). So als kleine Randnotiz. Auch die anderen Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht, auch wenn sie mir unbekannt sind.

Was Zombie-Action-Szenen (also Gewalt, Gore, Fress-Szenen angehen) muss man warten – der Film nimmt sich Zeit, baut das Unheil langsam auf – bedrohlich und langsam, wie auch die Zombies agieren, laufen, sich bewegen. Dies wirkt manchmal viel bedrohlicher, als wenn sie, wie in modernen Filmen, rennend daherkommen. Der langsam bzw. schleichende, unausweichliche Tod!

Fazit: Day of the Dead ist DAS Meisterwerk von George A. Romero und der beste Film seiner Zombie-Reihe und einer der besten Filme, in denen sich Tom Savini auszeichnen konnte bzw. er bietet hier einigeseiner besten, wenn nicht sogar die besten Effekte, welche er je auf die Leindwand getrickst hat! 

Leider ging es danach bergab, was die Qualität von Romero und seinen Zombies anging – aber er bleib sich bis zum Ende treu, was man Romero immer zugutehalten muss... 

Gefolgt von: Land of the Dead

Infos:

O: Day of the Dead

USA 1985

R: George A. Romero

D: Lori Cardille, Terry Alexander, Joseph Pilato, Anthony Dileo Jr., Gary Howard Klar, Greg Nicotero, Richard Liberty

Effekte von: Tom Savini

Laufzeit der US-DVD: 100:43 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Ende März 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay (Divimax Series) vor = Doppel DVD, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (u.a. DTS Tonspur), O-Ton, keine englischen Subs. Bei so guten DVDs muss ich kein Blu Ray Upgrade tätigen – wer dies tun will sollte sich die Disc von Shout Factory aus den USA besorgen (neueste Master und nebst der Anchor Bay Blu-Ray die einzige Blu Ray die auch englische Subs zum O-Ton bietet).

Prison Review

DVD wurde von Renny Harlin 2013 am NIFFF signiert
Webmaster 2013 am NIFFF mit Renny Harlin


Prison

Story:

In einem Gefängnis kommt es zu mysteriösen Todesfällen. Ein Gefangener (Viggo Mortensen) und eine externe Behördenaufsicht (Chelsea Field) versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der Gefängnisdirektor (Lane Smith), der den Betrieb mit eiserner Hand führt, stellt sich bei den Untersuchungen allerdings unkooperativ – weitere Todesfälle sind die Folge…

Meine Meinung:

Zur Neusichtung des soliden 80er Jahre Horrorfilms Prison kam es nach dem Ableben von John Carl Buechler Ende März 2019 – ihm zu Ehren wurde der Film gesichtet! Zuletzt sah ich mir einige Filme an, in denen er auch für die Effekte zuständig war (Carnosaur, To Die For, Halloween: The Curse of Michael Myers, Re-Animator) und genau das tat er auch in Prison: er zeichnete sich für die gelungenen, absolut fantastischen Spezialeffekte verantwortlich, die jedem 80er Jahre Horrorfan gefallen dürften!

Prison ist ein solider Horrorfilm ohne grössere Überraschungen. Eine echte Spannung ist nicht zu verzeichnen. Dafür baut sich der Film langsam auf und das Knast-Setting kommt dem Film gut zu stehen inklusive aller gängigen Klischees (Figurenzeichnung etc.). Das Unheil bahnt sich an und nebst eindrücklichen Lichtspielerein im Gemäuer à la The Keep wartet der Film vor allem mit abgefahrenen, kreativen Tötungsszenen auf, die z.T. herrlich fies und sehr schmerzhaft sind – und in diesen Szenen konnte das Studio von der Erfahrung eines John Carl Buechler nur profitieren (Stange im Kopf, Stacheldraht Szene, verbrannte Leiche…).

Nebst John Carl Buechler dürften Horrorfans auch Namen wie Hauptdarsteller Viggo Mortensen (Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III) und Kane Hodder (spielte in vielen Freitag der 13. Streifen Jason), der für die Stunts verantwortlich war, kennen. Auch andere Gesichter kamen mir bekannt vor, z.B. Chelsea Field (spielt in Last Boy Scout Bruce Willis betrügende Ehefrau) oder Lane Smith (bin erstaunt dass ich nur einen Film mit ihm kenne - Die Rache des Gelynchten – denn er kam mir so bekannt vor).

Und natürlich kennt man auch Regisseur Renny Harlin, den ich am NIFFF 2013 traf, aus dem Horrorgenre: Nightmare on Elm Street 4, Deep Blue Sea, Exorzist: Der Anfang oder Devil's Pass. Aber auch im Action-Genre hat Renny Harlin sehenswerte (Stirb Langsam 2, Cliffhanger) und weniger sehenswerte (Tödliche Weihnachten) Filme gedreht. Die Erfahrung all dieser bekannten und erfahrenen Namen sorgt dafür, dass Prison ein solider, guter und effektegeladener Horrorfilm geworden ist, denn man sich als 80er Jahre Horrorfan problemlos ansehen kann – auch dank John Carl Buechler!

Infos:

O: Prison

USA 1987

R: Renny Harlin

D: Viggo Mortensen

Laufzeit der franz. DVD: 98:45 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Review überarbeitet: Ende März 2019

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von Sidonis Calysta / MGM vor = Schuber, erstklassige Bild- und Tonqualität, Uncut, Englischer Ton, feste franz. Subs. Film gibt es inzwischen auch in Deutschland mit neuem Master und Uncut (DVD oder Blu-Ray von Koch Media).

New Killers in Town Review





New Killers in Town

Story:

Zwei Brüder aus China (Chin Siu-Ho & Dickson Lee Ga-Sing) besuchen in Hong Kong ihren Onkel (Liu Chia-Liang) und ihre Cousine (Moon Lee). Durch einen Zufall geraten sie in die Schlusslinie einer Gangsterbande (u.a. Karel Wong Chi-Yeung, Sophia M. Crawford, Eddie Maher)…

Meine Meinung:

Dieser moderne 90er Jahre HK-Actionfilm hat mir sehr gut gefallen! Ich liebe diese Filme, die sehenswerte, kurzweilige und unkomplizierte Action bieten, wo man nicht zu viel nachdenken muss was Inhalt und Figuren angehen. Die Story ist nämlich Mal wieder nicht wirklich originell (sondern Mal wieder herrlich naiv mit dem Klischee von den Festland-Chinesen, welche in HK actiongeladene Abenteuer bestehen müssen), aber ich erwarte auch keine Innovationen bei dieser Art Film.

Es zählt die Unterhaltung und die Action, und von beidem bietet New Killers in Town mehr als genug. Es gibt in regelmässigen Abständen Trainings-, Kampf- und Actionszenen zu sehen. Viele der Kampfszenen sind sehr solide und spektakulär eingefangen worden. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft inklusive Shoot-Outs und Verfolgungsjagden. Shoot-Outs finden vor allem im Finale statt und es gibt 1-2 eindrückliche Stunts zu sehen (brennender Rollstuhlfahrer, Sprung von der Brücke etc.).

Man griff beim Cast auf gute Martial Arts Darsteller zurück, welche die Actionszenen ohne Probleme meistern konnten:
Ex-Shaw Brothers Stars Chin Siu-Ho (Brothers From Walled City) und Liu Chia-Liang (Friends), wobei letzterer auch gleich selbst für die Kampfszenen verantwortlich war. Liu Chia-Liang taucht vor allem am Anfang und Ende als Retter in Not auf, im Mittelteil gewichtet der Film das Gezeigte auf die anderen Figuren. Seine Trainingsszene im ¼ und sein Finalkampf am Ende alleine sind es schon Wert, den Film als HK-Filmfan der 90er Jahre, anzusehen.

Der zweite Grund heisst Moon Lee (The Nocturnal Demon) – sie bietet viele tolle Kampfszenen und überzeugt in diesen wie auch in den Trainingsszenen. Einige der Kampfszenen bieten originelle Settings und Einfälle (Kampf mit Rollschuhen). Sie darf jedoch im Finale nicht ran, da sie von den Bösewichten gefangen gehalten wird – diese Erwartungen sollten Fans korrekt einstellen, sonst wird man enttäuscht. Randnotiz: auch im sehenswerten The Nocturnal Demon kämpft Moon Lee mit Rollschuhen (gegen Yueh Wah wenn ich mich recht erinnere!).

Die Bösewichte haben mir sehr gut gefallen: als Hauptbösewichte agieren Sophia Crawford (The Big Deal) und Eddie Maher – letzterer ist Ende März 2019 verstorben und ihm zu Ehren kam er zu dieser Neusichtung. Eddie Maher ist relativ unbekannt und westliche Seiten haben gar nicht erst von seinem Tod berichtet – chinesischen Seiten hingegen schon.

Er spielte in vielen HK-Filmen der goldenen Generation mit, auch wenn oft nur in kurzen Rollen die oft keine Actionszenen inne hatten. Daher wählte ich bewusst New Killers in Town aus, da er hier den Hauptbösewicht spielt und sich am Ende einen sehenswerten Kampf gegen Shaw Brothers Legende Liu Chia-Liang liefern darf – welch Ehre.

In einer kurzen Action-Szene war er in In the Line of Duty 4 zu sehen, in Proud and Confident spielt er auch eine grössere Rolle und darf kämpfen (gegen Andy Lau) und in dem sehenswerten Geister-Film Mad Mad Ghost agiert er an der Seite von Mark Houghton (weiterer Gewilo, der oft in HK Filmen der 90er zu sehen war) als böser Gweilo gegen Lam Ching Ying und hat auch mehr Screentime als üblich, da er eine der grösseren Rollen spielt. An andere Rollen, in denen er zu sehen ist (in sehenswerten HK Actionfilmen wie Queen's High, Sea Wolves oder Don't Give a Damn), kann ich mich schlicht nicht erinnern, da die Sichtung zu lange in der Vergangenheit liegt.

Beide Hauptbösewichte tauchen im Mittelteil unter und überlassen das Feld der jungen Generation in Form von Karel Wong Chi-Yeung, welcher ebenfalls sehr solide agiert und den Konflikt mit Moon Lee, Chin Siu-Ho und Co. in ein dramatisches Finale eskalieren lässt – dabei wechselt der Grundton des Filmes von einer Seite zur anderen (dazu unpassend dann wieder der Klamauk in der letzten Szene bevor der Abspann kommt).

Fazit: Wer die fetzigen, solide heruntergekurbelten aber actionreichen 90er Jahre HK Actionfilme mag, sollte sich New Killers in Town nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Choh Diy Gwai Ging

HK 1990

R: Lau Kar-Yung

D: Chin Siu-Ho, Dickson Lee Ga-Sing, Moon Lee, Eddie Maher, Karel Wong Chi-Yeung, Sophia M. Crawford, Liu Chia-Liang

Laufzeit der UK DVD: 86:10 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Review überarbeitet am: Ende März 2019

Fassungen: Mir lag die UK DVD von Eastern Heroes vor = Double Feature mit dem grossartigen aber nur zensiert aufgespieltem Escape from Brothel, Uncut, im O-Ton mit englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität.

It's Alive Review

Signierte DVD von Larry Cohen (li unten über der Kinderwiege)
Webmaster mit Larry Cohen am NIFFF 2013



It’s Alive

Story:

Frank und Lenore (John P. Ryan, Sharon Farrell) sind überglücklich: die Geburt des 2. Kindes steht bevor. Doch das Baby ist abnormal, monströs. Es richtet im Geburtssaal ein Massaker an und flieht. Während die Mutter psychisch angeschlagen ist, versuchen Behörden und Vater Frank, das Baby zu finden…

Meine Meinung:

It’s Alive wurde zu Ehren von Regisseur Larry Cohen, den ich am NIFFF 2013 traf, erneut gesichtet, da Regisseur Larry Cohen Ende März 2019 verstarb wie schon andere Gäste, welche ich am NIFFF traf (George A. Romero, Jess Franco, Herschell Gordon Lewis). Nun hat es den Amerikaner erwischt, der auf eine solide Karriere in diversen Funktionen zurückblicken kann.

Mir war Larry Cohen vor allem als Regisseur ein Begriff und ich fand seine meisten Filme durch und durch solide und sehenswert. Ich fand es auch schön, dass 2013 ihm zu Ehren am NIFFF eine Retroperspektive lief. So kam man auch dazu, weniger bekannte Werke von ihm zu sehen (z.B. Bone). Denn dieser zählt z.B. nicht zu seinen bekannten Filmen wie It’s Alive (Teil eins einer dreiteiligen Reihe inklusive durchschnittlichem Remake), Q: The Winged Serpent (in D als American Monster erschienen), Ambulance oder Salem II – Die Rückkehr (welcher mir deutlich besser als Teil eins gefiel).

Eine seiner besten Arbeiten, meinen Geschmack betreffend, war God Told Me To – interessante Handlung, spannend, eindrücklich. Für mich sein bester Film. Nur selten mochte ich seine Arbeiten nicht (The Stuff) und andere Filme von ihm kenne ich noch nicht, stehen aber noch auf der zu langen Wunschliste (z.B. Full Moon High – Werwolf Komödie).

It’s Alive, der das heutige Kinopublikum nicht mehr ansprechen dürfte, hat mir bei der neusten Sichtung sehr gut gefallen. Würde sogar sagen hatte den nicht so gut in Erinnerung. Auch war ich überrascht, dass der Film ein PG 13 Rating bekommen hat, da doch mit einigen blutigen Details nicht gespart wird (auch wenn man praktisch immer nur das Resultat sieht und dies ultrakurz). Und viel mehr ist es die seelische Gewalt, die der Film bietet – da gehört die Geburt, das laute Schreien, die seelischen Veränderungen, welche das Ehepaar, vor allem auch die Mutter nach der Geburt durchmachen, dazu und sind nicht ohne wegzustecken.

Der Film bedient sich klassischer «Tierhorror»-Motive – d.h. das Monsterbaby ist lange nicht zu sehen. Dies soll Spannung generieren, was auch gelingt. Die Effekte sind nach meinem Geschmack und bieten Charme. Die heutigen Zuschauer dürften damit jedoch nichts mehr anzufangen wissen und einzelne Szenen würden sicherlich belächelt werden, statt zu erfreuen.

Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich, glaubhaft. Auch dies ist wichtig, damit man die Inhaltsangabe als realistisch betrachtet und sich in die Figuren hineinversetzen- und fühlen kann. Immerhin ist es, Monsterbaby hin oder her, trotzdem ihr Kind. Die Konflikte der Eltern mit der Situation und ihrer Umgebung werden intensiv und glaubhaft dargestellt. John P. Ryan dürften Horrorfans noch als Killerlehrer/Roboter aus dem Streifen Class of 1999 kennen. Hier macht er als Vater des Monsterkindes eine gute Figur.

Fazit: Für Fans von Larry Cohen zu empfehlen! 

Gefolgt von: It's Alive 2

Infos:

O: It’s Alive

USA 1974

R: Larry Cohen

D: John P. Ryan, Sharon Farrell, Andrew Duggan, Guy Stockwell, James Dixon

Laufzeit der US-DVD: 90:59 Min.

Gesehen am: Feb. 2009 / Review überarbeitet: Ende März 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Warner vor = alle drei Teile auf 2 DVDs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs vorhanden. Die dt. DVD von Warner dürfte der US-Ausgabe entsprechen. Gibt es in den USA von Shout Factory auch auf Blu-Ray.