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Freitag, 21. Juli 2017

The Crazies Review




George A. Romero und ich 2006 am NIFFF




The Crazies

Story:

In einer Kleinstadt wird ein Kampfstoff getestet, der eine beträchtliche Anzahl Einwohner gewalttätig durchdrehen lässt. Das Militär übernimmt das Kommando und macht Jagd «auf die Verrückten». Eine Gruppe von «nicht infizierten» versucht zu überleben und muss sich gegen Verrückte und/oder schiesswütige Militärs schützen…

Meine Meinung:

The Crazies ist ein interessanter und auch gesellschaftskritischer Film geworden (Testversuche, Militär gegen Bevölkerung, erneut die Frage: «Wer ist der Feind?» Der Mensch oder der Verrückte analog zu die Zombies oder die Rocker am Ende von Dawn Of The Dead), der damals die Gemüter sicherlich zum Kochen gebracht hat, sprich: einige Zuschauer zu schockieren vermochte (auch mit dem Ende und «der finalen Lösung, welche im Film präsentiert wird).

Ich habe den Film als Kind zum ersten Mal im Free -TV gesehen (Sender wie SF1 und SF2 brachten damals viele Horrorfilme Uncut, meist spätnachts) und fand den Streifen damals sehr gruselig. Allerdings konnte ich mich später an kaum was erinnern (ausser die Feldszene mit der Mistgabel). Es dauerte viele Jahre bis ich den Film wieder sah: und auch zu diesem Zeitpunkt sagte mir der Film zu.

Man erkennt hier einige Gesichter wieder, die Regisseur Romero später auch in seinem Dawn Of The Dead einsetzte (der Bärtige Wissenschaftler z.B.).
Auch erinnern einige Szenenabläufe und Situationen an seine späteren od. auch an seinen früher gedrehten Zombiefilm (die Wiese wo es zu Exekutionen via erschiessen kommt).

Die Darsteller sind gut und kommen glaubhaft und realistisch rüber. Aus Genrefilmen bekannt dürfte vor allem Lynn Lowry sein – Shivers und Hauptrolle in I Drink Your Blood (Debüt). Im gleichen Jahr wie The Crazies spielte sie eine Doppelrolle in Sugar Cookies – ein Film aus einer ganze Zeitepoche, ähnlich wie I Drink Your Blood mit viel nackter Haut was damals lt. Interview auf der The Crazies DVD mit der Schauspielerin normal war (jeder Fotograph oder Filmemacher versuchte sie ins Bett zu bekommen, die Zeit der freien Liebe, Drogen etc.). Sie wurde sogar für das The Carzies Remake (2010) für eine Rolle gebucht und interessanterweise ist sie auch heute noch im Filmgeschäft tätig (Serien, Filme, Kurzfilme), jedoch mir unbekannte Werke. Ihr Gesicht ist jedoch unverkennbar und sie passt gut in die von Romero geschaffene Rolle.

Die Story selbst ist etwas spannend, aber leider kommt es auch zu Längen. Es ist nicht durchgehend eine Spannung oder Action geboten und teilweise wird hier und da auch etwas zu viel geredet. Das gleiche gilt für die Stimmung – vereinzelte Szenen haben eine dichte, unheimliche Atmosphäre und sind optisch toll in Szene gesetzt (die Szene mit der Stricknadel z.B.), andere Szenen wiederrum vermissen Stimmung und Spannung. Im Grossen und Ganzen hat Romero aus diesem Low-Budget Film jedoch eine starke und ordentliche Arbeit abgeliefert, die auch nach mehr aussieht, als sie sicherlich gekostet haben dürfte.

Effekte: man darf keine Dawn of The Dead Qualitäten erwarten, aber bisschen Blut gibt es zu sehen was ich schön fand und nicht mehr in Erinnerung hatte (Shoot Outs, Szene mit der Heugabel, Stricknadel etc.). Die weissen Anzüge der Militärs kommen natürlich den Shoot-Outs gelegen und entgegen. Die Effekte sind simpel, aber effektiv und ausreichend in Szene gesetzt.

Wen man gerne alte Klassiker schaut, dem sei dieser Film von George A. Romero zu empfehlen! Das Remake stammt von 2010 und habe ich bis heute nicht gesehen…

Infos:

O: The Crazies

USA 1973

R: George A. Romero

D: Lane Carroll, Harold Wayne Jones, Lloyd Hollar, Richard Liberty

Laufzeit der BU DVD: Ca. 103 Min.

Erstsichtung: als Kind im FREE TV SF 1 oder SF 2

2. Sichtung: muss zwischen meiner Schulzeit (Ende Schule) und 2006 gewesen sein, weil die DVD nahm ich 2006 ans NIFFF für Autogramm

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = Code Free, Uncut, sehr gute Bildqualität (damals waren vor allem Labels wie Anchor Bay, Shriek Show, Blue Underground marktführend und für viele DVD Weltpremieren verantwortlich, in Deutschland gab es dazumal oft noch keine DVD Ausgabe), exklusive Extras (u.a. AK vom Regisseur). Einziges Manko: keine UT zum O-Ton. Wer englische UT will muss zur Anchor Bay UK DVD greifen oder die neue US Blu Ray von Blue Underground erwerben. In Deutschland Uncut auf DVD zu erwerben (u.a. mit O-Ton und zumindest dt. UT).

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