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Sonntag, 20. Oktober 2019

Spider Review

Horroktober 2019




Spider

Story:

Die junge Vita (Aurelija Anuzhite) soll als Model für die Jungfrau Maria modellieren. Die Arbeit führt Künstler Albert (Liubomiras Laucevicius) durch. Doch nach und nach taucht Vita in eine bizarre Welt ein, dessen Folgen in Alpträumen enden. Nacht für Nacht wacht Vita auf, um festzustellen, dass sie merkwürdige Insektenbisse am Körper trägt. Ihre Mutter (Mirdza Martinsone) macht sich Sorgen und schickt sie aufs Land. Aber auch dort ist sie vor Albert und grotesken Alpträumen nicht sicher. Derweil versucht ein Priester (Algirdas Paulavicius) ihre Seele zu retten…

Meine Meinung:

Ein seltener Anfang 90er Jahre Film aus der Sowjetunion und ein Mix aus Arthouse, Erotik- und Horrorfilm und gleichzeitig eine Fabel Gut gegen Böse. Mit letztem kann man dem Inhalt am einfachsten Folgen: Priester = Gott, der Künstler/Maler = Teufel.

Den Film sollte man vor allem optisch geniessen. Der Film legt mehr Wert auf Symbole, Bildsprache, traumhafte, surreale Bilder und schöne Kameraeinstellungen, statt ausführlichen Inhalt. Der Film ist phasenweise wie ein Märchen und wunderschön gefilmt. Der Mix aus gotischem Ambiente, alptraumhaften Sequenzen (Alpträume) und Symbolen (Spinnen) vermag zu überzeugen.

Der Film hat einige erotische Bilder, wobei diese Szene nie explizit sind. Aurelija Anuzhite sieht jedoch nicht nur gut aus, sondern sie spielt es auch sehr gut. Der restliche Cast ist solide bis leider mir nicht gefallend: Liubomiras Laucevicius! Ihn fand ich als Figur und vom Aussehen her nicht sympathisch, zudem spielte er hölzern. Fehlbesetzung für den «Teufel».

Der Film wartet mit einigen überraschend effektiven und originellen Szenen auf, die man so einer Produktion, auch von den Effekten her, nicht zugetraut hätte. Sei es eine Riesenspinne, die mehrfach mit Vita Sex hat, bis hin zu Bodyhorror Mutationen im letzten Viertel des Filmes. Das sind dann noch überraschende Zusätze, die Spider ebenfalls sehenswert und dem Genre-Freund schmackhaft machen.

Fazit: Für Arthouse-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Zirneklis

Sowjetunion 1991

R: Vasili Mass

D: Aurelija Anuzhite, Liubomiras Laucevicius, Algirdas Paulavicius, Mirdza Martinsone

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Mondo Macabro vor = Uncut, Region All Disc, O-Ton mit englischen Subs, gute bis sehr gute Bildqualität inklusive exklusive Extras (Interview mit Regisseur). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2019).