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Donnerstag, 7. Oktober 2021

Aktion Mutante Review

Horroktober 2021

Aktion Mutante

Story:

In einem futuristischen Setting entführt eine Gruppe von benachteiligten und hässlichen Krüppeln die bezaubernde Tochter eines Millionärs um auf ihr Schicksal und das von anderen, die nicht dem Ideal des Mainstreams entsprechen, aufmerksam zu machen und um Lösegeld zu erpressen. Doch als das Raumschiff auf einem fremden Planeten zum Absturz kommt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Aktion Mutante war dazumal als Jugendlicher mein erster filmischer Álex de la Iglesia, den ich, so glaube ich, im FREE-TV auf Sat 1 oder so gesehen habe. Schon damals mochte ich den Film und dies tue ich auch heute noch. In meinen Augen einer der besten Filme von Álex de la Iglesia (Crimen ferpecto, My Big Night, El Bar).

Herrlich abgedrehter Genre-Mix aus Horror, Satire, Gesellschaftskritik, schwarzer Komödie und Sci-Fi inklusive From Dusk Till Dawn Anleihen (Finale in der Bar). Der Film macht einfach von Anfang an Spass und Laune. Würde man heute ein Remake drehen, wären die Opfer im Film wohl Influencer und andere Social Media Stars. Ein Inhalt, der immer funktioniert.

Der Film legt ein schnelles Tempo an den Tag, es gibt genug (blutige) Action, die jedoch immer comicartig übertrieben ist. Die Effekte sind für die Produktion allgemein gut gelungen und genau nach meinem Geschmack.

Das gilt nicht nur für die Splatter-Szenen, sondern auch das Raumschiff, die Settings, die Requisiten oder das Aussehen der Krüppel. Dazu gibt es mit einer Monster-Katze noch ein cooles Ungeheuer als Effekte-Kunst zu sehen, wenn auch mehr oder weniger als Gastauftritt. Die Musik hat gepasst und der Humor war derb und schwarz. Der Film funktioniert auch prächtig in Deutsch. Kaum zu glauben, was für Ideen da eingeflossen sind (Raumschiff mit der hübschen Patricia stürzt auf einem Planeten ohne Frauen ab = Rest kann man sich ja denken).

Der Unterhaltungswert ist gegeben. Langweilig wird Aktion Mutante nie. Im Gegenteil: kurzweilige Unterhaltung garantiert. Dazu ein sympathischer Cast, dessen Wahl zu den Rollen/Figuren perfekt gepasst hat. Alles mit viel Overacting und übertrieben – muss man mögen, dann klappt es mit dem Gefallen.

Wie immer griff Álex de la Iglesia auf Cast und Crew zurück, mit denen er schon gearbeitet hat/noch zusammenarbeiten sollte: Juan Viadas (The Last Circus), Álex Angulo (El día de la bestia), Santiago Segura (My Big Night). Interessant ist, dass ausgerechnet die zwei Hauptpersonen nicht dazu gehören: Antonio Resines als Ramon (Haupt-«Bösewicht») und Frédérique Feder als Patricia.

Fazit: Für Fans von Álex de la Iglesia Pflichtprogramm!

Infos:

O: Acción Mutante

Spanien 1993

R: Álex de la Iglesia

D: Antonio Resines, Álex Angulo, Frédérique Feder, Juan Viadas, Karra Elejalde, Saturnino García, Fernando Guillén

Laufzeit der deutschen DVD: 90:40 Min.

Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die Doppel-DVD von Alamode Film aus D vor = Uncut, Deutsch/Spanisch mit Subs, gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Es scheint bisher nur in Spanien eine Blu-Ray zu geben. (Stand: Okt. 2021).

Samstag, 2. Januar 2021

Marebito Review

NIFFF 2005 / Japanuary 2021

Marebito

Story:

Ein paranoider Kameramann (Shinya Tsukamoto) und Voyeur entdeckt auf einem Selbstmord-Video, dass das Opfer vor etwas panische Angst gehabt haben muss und sich deshalb tötete. Vor war hatte das Opfer solche Angst? Der Kameramann beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Marebito sah ich 2005 am NIFFF und danach höchstens noch einmal (wenn überhaupt) auf DVD. Mit anderen Worten: ich wusste nicht mehr viel über den Film. Ich wusste, dass Shinya Tsukamoto (Ichi the Killer), Regisseur des Kultfilmes Tetsuo: The Iron Man, die Hauptrolle spielte und er im «Untergrund» irgendwie an ein komisches Wesen gerät. Mehr wusste ich nicht mehr.

Ob Marebito vom The Grudge Regisseur Takashi Shimizu die Neusichtung bestehen würde? Leider nicht. Ähnlich wie bei Another Heaven ist Marebito alles andere als schlecht. Man kann den Film als gut und absolut ok bezeichnen. Die Zeit geht beim Schauen vorbei.

Aber hat mich der Inhalt gefesselt? Nein. Gibt es Momente wo ich extrem staunen musste? Nö. Gibt es Gründe, den Film je wieder anzusehen? Negativ! Im Gegenteil: der Inhalt gibt eigentlich nicht sonderlich viel her und es gibt Längen. Teilweise fühlte ich mich an einen japanischen Urban Explorer erinnert.

Ich denke, es wäre sinnvoller gewesen, wenn Shinya Tsukamoto selbst Regie geführt hätte. Takashi Shimizu Arbeit ist solide und technisch versiert, aber der Inhalt ist zu dünn. Man merkt, dass er vor allem Filme wie The Grudge und Co. («hundertfach») gedreht hat. Nicht sehr ausgeglichene Filmauswahl…

Es gibt einige Momente, die für Gänsehaut-Momente sorgen und die Stimmung und Atmosphäre heraufbeschwören. Es gibt Momente, die sind cool gefilmt. Aber alles in allem deutlich zu wenig. Teilweise hat man das Gefühl, der Regisseur versucht mehr Tiefgang und Phrasen in die von Shinya Tsukamoto gespielte Figur und dessen Dialoge zu packen, als dass die Umsetzung hergibt. So als ob der Film auch sozialkritisch sein möchte (so à la Tetsuo). Doch das ist Marebito definitiv nicht…

Fazit: Hat seine Momente, ist absolut ok, gut schaubar aber weit davon entfernt ein Kracher, Highlight, Schocker, oder Kult-Hit zu sein. Wer sich gruseln lassen will, dem empfehle ich die Sichtung von The Grudge (die 2004er Version von Takashi Shimizu).

Infos:

O: Marebito

Japan 2004

R: Takashi Shimizu

D: Shinya Tsukamoto, Tomomi Miyashita, Kazuhiro Nakahara, Miho Ninagawa, Shun Sugata

Laufzeit der deutschen DVD: 91:35 Min.

Gesehen am: NIFFF 2005 / Überarbeitet am: Jan. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Alamode Film / Al!ve vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2021).