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Sonntag, 30. August 2026

Mean Mother

 

Mean Mother

Story:

Die zwei US-Soldaten Beauregard (Dobie Gray) und Joe (Dennis Safren) drücken sich vor dem Einsatz in Vietnam. Beide flüchten, trennen sich und finden sich in Europa wieder. Beauregard landet in Rom, während es Joe nach Spanien zieht. Beide geraten in illegale Machenschaften und planen, danach in Kanada ein neues Leben zu beginnen…

Meine Meinung:

Mean Mother ist ein weiteres Schundwerk von Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Nurses for Sale). Und leider kein wirklich gutes. Der Hauptgrund ist die Tatsache, dass es sich um ein Flickwerk à la Godfrey Ho (Copy and Paste) handelt. Die Produzenten nahmen sich León Klimovsky (The People Who Own the Dark) spanischen Film El hombre que vino del odio zur Brust und haben die US-Recht erworben. Al Adamson drehte dann mit schwarzem Cast neuen Szenen und baute diese in das «El hombre que vino del odio» Gerüst ein um daraus einen neuen, eigenen Film zu «kreieren».

Al Adamson erkannte nämlich den Ruf der Zeit und drehte damit, wenn ich es richtig im Kopf habe, seinen ersten Blaxploitation-Streifen. Leider ist Mean Mother wirklich nicht gelungen und kann nicht wirklich empfohlen werden. Da waren spätere Blaxploitation-Filme von Al Adamson sehenswerter (Black Samurai). Das Problem von Mean Mother sind zwei Dinge. Erstens ist der Streifen einfach total langweilig. Action ist extrem Mangelware. Auch Sleaze gibt es bis auf 1-2 Szenen nicht zu sehen und der tolle Mean Mother Song, der fetzt, ist praktisch nie zu hören.

Als zweites sind die negativen Folgen zu nennen, die neu gedrehten Szenen in einen anderen Film einzufügen und daraus einen neuen Film zu zaubern. Der Plot ist total hohl und wirr. Da passt hinten und vorne nichts zusammen. Dobie Gray als schwarzer Lead ist ganz passabel, auch wenn er kein Jim Kelly ist. Bei den Mädels überzeugt, auch in den fleischigen Szenen, Marilyn Joi (Nurse Sherri, Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks), die schon in anderen Filmen von Al Adamson vor der Kamera stand. Dennis Safren war eine Schlaftablette und die wenigen Action-Momente (z.B. die Prügelei in der praktisch leeren Bar) war ultraschwach und fast schon trashig inszeniert.

Fazit: Nur für Hardcore Al Adamson Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Mean Mother

USA, Italien, Spanien 1974

R: Al Adamson, León Klimovsky

D: Dobie Gray, Dennis Safren, Luciana Paluzzi, Lang Jeffries, Bedy Moratti, Marilyn Joi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Der Produzent hatte die Rechte am spanischen Film El hombre que vino del odio (von León Klimovsky) erworben und Al Adamson hat den Film danach mit neuen Szenen, neuen Sub-Plots, neuen Darstellern aufgepeppt = Copy and Paste Produktion à la Godfrey Ho.

Mittwoch, 22. September 2021

T.N.T. Jackson Review

T.N.T. Jackson

Story:

 

Karate-Kämpfern Diana 'T.N.T.' Jackson (Jeannie Bell) sucht in Hong Kong nach dem Mörder ihres Bruders…

 

Meine Meinung:

 

T.N.T. Jackson bekam ich gratis vom Kollegen geschenkt (bzw. mehrere Tauschgeschäfte). T.N.T. Jackson war mir bis dato gänzlich unbekannt. Es handelt sich um einen Blaxploitation Film à la Coffy und Co., wobei der Film nicht an Kracher wie Coffy heranreicht.

 

Dennoch braucht sich «Black-Chick» Jeannie Bell, so wie sie im Film teilweise genannt wird, nicht hinter Grössen wie Pam Grier zu verstecken. Jeannie Bell macht eine gute Figur und überzeugt auch in den vielen Action- bzw. Kampfszenen.

 

Der Film ist exotisch interessant, da zu grossen Teilen in Hong Kong spielend und auch vor Ort gedreht. Das gibt dem Film ein spezielles Flair, welches mir gefallen hat. Die Action-Szenen bestehen zur Mehrheit aus Kampfszenen. Diese sind zwar ordentlich choreographiert, hätten aber härter sein dürfen (ich zählte nur einen Knochenbruch).

 

Ich hätte mir insgeheim jedoch noch etwas mehr Knochenbrüche und/oder Action-Szenen mit Stichwaffen oder Faustfeuerwaffen gewünscht. Auch mehr Schmuddel/Nackt-Szenen hätte dem Setting gutgestanden. Aber man kann nicht alles haben. Ansonsten war der Film kurzweilig, unterhaltsam und auch der Cast hat seine Sache ordentlich gemacht!

 

Fazit: Blaxploitation-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: TNT Jackson

 

USA, Philippinen 1974

 

R: Cirio H. Santiago

 

D: Jeannie Bell, Stan Shaw, Pat Anderson, Ken Metcalfe, Chiquito

 

Laufzeit der UK-DVD: 71:21 Min.

 

Gesehen am: 05.07.21

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von GMVS vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, Uncut. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Juli 2021). Die Shout Factory DVD aus den USA könnte eventuell technisch besser sein (Bild- und Tonqualität).

Montag, 3. Mai 2021

Coffy Review

Coffy

Story:

Krankenschwester Coffy (Pam Grier) begibt sich auf einen Rachefeldzug, nachdem ihre Schwester durch Drogenmissbrauch starb…

Meine Meinung:

Coffy war ein Geschenk meines Kumpels (Vielen Dank nochmal dafür!): Coffy hat mir sehr gut gefallen! In Sachen Pam Grier, Jack Hill und dem Blaxploitation Kino bin ich ein absolutes Greenhorn. Von Pam Grier sah ich glaube nur einen Film (Frauen in Ketten; Nachtrag: auch Class of 1999, Above to Law und Jackie Brown kenne ich), von Jack Hill ebenso (Spider Baby) und vom Blaxploitation-Genre sah ich nur zwei Filme = Hell Up in Harlem und Cotton Comes to Harlem.

Coffy ist nun der dritte Blaxploitation-Film den ich kenne und Dank der Selbstjustiz-Story und Pam Grier der beste Film aus dem Sub-Genre, denn ich bisher sah. Ein Film mit Selbstjustiz-Setting à la Ein Mann sieht rot/Naked Vengeance hat schnell Pluspunkte und bei dem Exploitation-Film Coffy konnte die Filmemacher fast nichts falsch machen.

Und wenn der Zuschauer nicht gerade schwul ist, so überzeugt der Film nur schon durch die starke optische Besetzung (Pam Grier plus viele andere hübsche Frauen, die mit viel Körpereinsatz dabei sind). Als Bösewicht gefällt Jack Hill Liebling Sid Haig (House of 1000 Corpses) als Fiesling und rechte Hand, der auch Mal Opfer mit fahrenden Auto zu Tode quält. Sid Haig spielte auch in anderen Streifen von Jack Hill mit (Spider Baby, The Big Doll House etc.). Toller Genre- und Charakter-Darsteller.

Der Film macht von Anfang an Spass: Over the Top Action, viel Coolness, viel Overacting, fetziger und immer passender Soundtrack, fiese Szenen, blutige Action, amüsante Dialoge und viel nackte Haut und Exploitation-Momente machen den Film zu einem abgefahrenen, kurzweiligen und immer unterhaltsamen Rachefeldzug einer extrem sehenswerten und wandelhaften Pam Grier! Perfekte Rolle für die Dame, was heute dank der politischen Korrektheit wohl ein Ding der Unmöglichkeit wäre!

Fazit: Für Selbstjustiz, Pam Grier & Blaxploitation Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Coffy

USA 1973

R: Jack Hill

D: Pam Grier, Sid Haig, Booker Bradshaw, Robert Doqui, Allan Arbus

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 90:02 Min.

Gesehen am: 21.01.21

Fassungen: Mir lag die UK-Blu Ray von Arrow Video vor = Booklet, Uncut, Englischer Ton, englische Subs, exklusive Extras. Gibt es in Deutschland Uncut auf Blu-Ray von Studio Hamburg Enterprises GmbH (Deutsch/Englisch, keine Subs).