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Montag, 16. April 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf



- Neuer Neukauf


- Gang War in Milan

- The Lair of the White Worm

- The Executioner II: Karate Inferno

Neukauf 16.04.18






Der Tollwütige
Die Erstsichtung ist über zehn Jahre her - damals als Anchor Bay DVD aus den USA beim Kumpel. Weiss kaum mehr etwas über den Film. Abarbeitung meiner Wunschliste von Ital. Gangster- und Polizeifilmen. In Deutschland von X-Cess neu veröffentlicht worden als Mediabook (Booklet, DVD, Blu-Ray). Neues Master, Uncut, Deutscher, Ital. und Englischer Ton mit Subs. Die dt. Synchro dürfte exzellent sein. Die Fassung war seit Jahren angekündigt, daher entschied ich mich gegen Importe (z.B. die UK Blu-Ray).  

A Pistol for Ringo / The Return of Ringo
UK Blu-Ray von Arrow Video = Uncut, beide Filme auf einer Blu-Ray, Ital. Ton, englische Subs, viele Extras, Wendecover, 43seitiges Booklet. Mir nicht bekannte Italo-Western. Ein Genre, welches ich noch immer zu wenig kenne. Die dt. DVDs sind Out of Stock (Schweizer Shops betreffend). Mir reichte aus, dass Giuliano Gemma die Hauptrolle spielt = Kauf. Günstig auf Ebay gekauft (günstiger als bei Arrow Shop).

The Suspicious Death of a Minor
Film von Sergio Martino. Soll Mix aus Giallo und Poliziotteschi Genre sein. Stand auf der Wunschliste. UK Fassung (DVD/Blu-Ray Combo) von Arrow Video. Uncut, Wendecover, 19seitiges Booklet, exklusive Extras, Ital. Ton, englische Subs. Günstig auf Ebay gekauft (günstiger als bei Arrow Shop).

Gang War in Milan Review




Gang War in Milan

Story:

Salvatore "Toto" Cangemi (Antonio Sabato) hat in Milan das Sagen. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, aber auch ein erfolgreicher Gangster- und Zuhälter. Französische Gangster um «Kapitän» Roger Daverty (Philippe Leroy) tauchen auf und breiten sich in Milan aus. Sie wollen Toto zur Zusammenarbeit zwingen. Dieser ist nicht gewilligt, auf den Deal einzugehen. Beide Parteien überlegen, wie sie die andere vernichten könnten mit Verlusten auf beiden Seiten…

Meine Meinung:

Umberto Lenzi (Cannibal Ferox, Eaten Alive) hat mit dem in Deutschland bis dato noch unveröffentlichten Gangster-Streifen Gang War in Milan einen unterhaltsamen und tollen, wenn jedoch nicht ganz an seine späteren Werke im Genre heranreichenden, Film geschaffen.

Der Film legt im Vergleich zu anderen Streifen mehr Wert auf die Handlung und die Figuren. Obwohl andere Werke deutlich mehr Action, Stunts oder Brutalitäten aufweisen können machte mir Gang War in Milan, gerade wegen der simplen, unterhaltsamen Story und den tollen Figurenzeichnungen, sehr viel Spass.

Man ist schnell in der Handlung und gefesselt, denn es ist amüsant und ideenreich, wie sich die zwei Persönlichkeiten im Film, beide genial gespielt von Philippe Leroy (genau so stelle ich mir einen Franzosen im Film vor) und Antonio Sabato (voller Elan und Emotionen, hat mich hier und da ans Schauspiel eines Mario Adorf erinnert, sehr charismatisch), kaputt machen wollen. Oft haben dabei die Frauen wenig zu lachen.

Man nimmt sich jedoch Zeit mit dem Verlauf des Inhaltes und es gibt Opfer auf beiden Seiten. Die Polizei kommt auch vor, aber steht mit ihren Ermittlungen nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Die Geschichte entwickelt zwischen den zwei Gangstern und das Ende hat mir gut gefallen. Auch die Nebenfiguren machen allesamt einen prima Job. Nur die von Alessandro Sperli gespielte Figur (Billy Barone, der Toto helfen soll, gegen den Franzosen anzukämpfen) war etwas schwächer, da relativ blass und 08/15 mässig dargestellt, aber für den Verlauf der Story nicht unwichtig.

Fazit: Kommt zwar nicht ganz an Lenzis Kracher ran (Der Berserker, Die Viper, Die Gewalt bin ich, Die Kröte), aber für Fans des Genres gut genug um amüsant und bestens unterhalten zu werden!

Infos:

O: Milano rovente

Italien 1973

R: Umberto Lenzi

D: Antonio Sabato, Philippe Leroy, Antonio Casagrande, Carla Romanelli, Alessandro Sperli, Franco Fantasia

Laufzeit er US-Blu Ray: 100:16 Min.

Gesehen am: 23.01.18

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Raro Video vor = Schuber, Booklet, erstklassige Bild- und Tonqualität, Englisch/Ital. mit englischen Subs. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Jan. 2018).

The Lair of the White Worm Review




The Lair of the White Worm

Story:

Ein Archäologe findet bei Ausgrabungen einen Schädel – der Anfang vom Schrecken. Danach taucht eine seltsame Frau auf – in Wahrheit eine Schlange im Menschengestalt, welche sich ihre Opfer holt. Der Archäologe, ein Landlord (Hugh Grant) und dessen beiden Freundinnen versuchen dem Geheimnis und Mythos auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

The Lair of the White Worm hat mir gar nicht gefallen. Der Film war mir nur über seinen deutschen Titel (Der Biss der Schlangenfrau) und entsprechende Berichte aus TV-Programmzeitschriften wie TV Movie oder TV Spielfilm mit Bildern ein Begriff. Sonst wusste ich nichts über den Film.

Dieser Blindkauf hat sich gar nicht gelohnt. Ich konnte mit dem Film, einer Bram Stoker Adaption (soll mit der Urgeschichte aber fast nichts mehr gemeinsam haben), kaum was anfangen. Ich fand den Film oft langweilig, habe sogar gespult (was ich zu 95% nie mache), fand alle Figuren mehr oder weniger total unsympathisch (auch wenn stark gespielt) und vor allem der Humor fand ich total doof und beknackt – war gar nicht meine Wellenlänge.

Gut waren mehrere Effekte Szene und die Traumsequenzen (bis auf jene mit dem Flugzeug und den kämpfenden Flugbegleitern), in welchen Regisseur Ken Russell einmal mehr scharf gegen die Kirche und den christlichen Glauben schiesst.

Wenn wir schon bei Ken Russell und Kritik an der Kirche sind: da empfehle ich den deutlich ernsteren und besseren Film The Devils mit Oliver Reed. Nach oberflächlichem Durchsuchen seiner Regiewerke, sind ca. 90% seiner Filme für mich uninteressant. Zwei weitere Titel hören sich interessant an, aber geniessen nach der Sichtung von The Lair of the White Worm keine Priorität in ihrer Anschaffung.

Stark Geschmackssache – kein 08/15 Mainstream Film – mir war der Film teilweise zu abgedreht, jedoch vor allem zu langweilig, die Figurenzeichnungen haben mir gar nicht zugesagt und der Humor war zu albern und unpassend.

Infos:

O: The Lair of the White Worm

Großbritannien, USA 1988

R: Ken Russell

D: Amanda Donohoe, Hugh Grant, Catherine Oxenberg, Peter Capaldi, Sammi Davis

Laufzeit der US-Blu: 93:20 Min.

Gesehen am: 23.01.18

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Lionsgate vor (Vestron Video Reihe) vor = Schuber, erstklassige Bild- und Tonqualität, Uncut, englische Subs, exklusive Extras vorhanden. In Deutschland bisher nur auf DVD erhältlich (Uncut).

The Executioner II: Karate Inferno Review




The Executioner II: Karate Inferno

Story:

Die reiche Lady Sabine beauftragt einen Haufen Gauner und Gangster (u.a. Sonny Chiba), ihr entführtes Kind zu retten und einen gestohlenen Juwel zurückzuholen…

Meine Meinung:

Der Film hat mit Teil eins (The Executioner), auch mit Sonny Chiba (Wolf Guy) und von Regisseur Teruo Ishii, kaum mehr was gemein. Ich habe selten einen solchen Film aus Japan gesehen. Bei The Executioner II: Karate Inferno handelt es sich nicht um einen typischen Sonny Chiba Gangster/Karate-Film, sondern um eine total übertriebene Buddy-Komödie mit derbem Humor (sehr ans Hong Kong Kino der 80er/90er erinnernd) und Mix aus Action (Karate-Szenen und viel übertriebener Gewalt im Finale).

Rein von der Story kann man den Film mit japanischen Klassikern wie Danger Pays vergleichen. Dort sind auch drei Gangster unterwegs, die zusammenarbeiten müssen, viel Humor und Buddy Movie Anleihen und ein derbes Finale. The Executioner II geht jedoch in Sachen Brutalität und Derbheit in den humoristischen Szenen (z.B. Schuppenflechten ins Trinken mischen) weiter, was sicher nicht jedermanns Geschmack treffen wird, aber ich fühlte mich, weil eben an Hong Kong Film-Klamauk erinnernd, sehr gut unterhalten.

Sonny Chiba muss sich den Screen mit zwei anderen Stars teilen, was aber nicht negativ zu werten ist. Das Trio, das sich auch untereinander bekämpft, ist herrlich sympathisch und deren Szenen amüsant. So gefällt die japanische Komödie sehr gut, auch wenn es eigentlich kaum Action gibt (am meisten im Finale). Der derbe und grenzdebile Humor war auch sehr amüsant und originell.

Tolle Gangster-Komödie mit speziellem Humor und Exploitation-Anstrich vom erfahrenen Teruo Ishii (Shoguns Joy of Torture, Yakuza's Law, Horrors of Malformed Men, Blind Woman's Curse, Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight, Female Yakuza Tale), allen Sonny Chiba Fans zu empfehlen die ihren Star Mal in einer sehr untypischen Rolle sehen möchten.

Infos:

O: Chokugeki jigoku-ken: Dai-gyakuten

Japan 1974

R: Teruo Ishii

D: Sonny Chiba, Eiji Gô, Yutaka Nakajima, Etsuko Shihomi, Kanjuro Arashi, Ryô Ikebe

Laufzeit der US-DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 29.01.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Jan. 2018). Mir lag die US-DVD von Adness vor (in deren Reihe The Sonny Chiba Collection erschienen) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden.