Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 16. Mai 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- Der Todesking

- Sinister 2

- Humongous (komplett überarbeitet)

- Downhill (Archiv Review leicht angepasst)

Neukauf







Nightbreed
Der in Dautschland als Cabal - Die Brut der Nacht bekannte Film mit David Cronenberg in der Hauptrolle als jap. VHS mit wunderschönem Cover. Gekauft da David Cronenberg ans NIFFF kommt in der Hoffnung, das VHS signieren lassen zu können. Über Ebay direkt aus Japan (VHS Dealer). 

Taxi Quadrilogie
Zumindest die Teile 1-2 sollen gut sein. Filme, welche ich bisher nicht kannte (nur vom Hören her). Die ersten vier Teile dabei. Actionkomödien aus Frankreich. War sehr billig (Media Markt Basel). Wunschliste abgearbeitet. 

The Deuce
Serie (Season 1 als dt. DVD) wurde mir von Kollegen empfohlen. Sex-und-Crime Serie (New York 70er Jahre, Entstehung der Porno Branche) - könnte interessant sein. Für die lange Tage, an denen ich zu viel arbeite und keine Filme schauen mag...

Miraculous Flower
Teil drei der taiwanesischen Wolf Devil Woman Reihe. Nahezu unauffindbar. Uncut und im O-Ton sind anscheinend nur die HK LD oder VCD von Ocean Shores. Sah ich noch nie zum Kaufen. Auch Anfragen an diverse Dealer, Quellen, Ebay und Co. brachten nie Erfolg. Lt. HK Dealer muss man mit Preisen bis zu 100 USD (für die VCD) und 150 USD (für die LD) rechnen. Doch sie konnte mir das Teil, auch nach über einem Jahr, nicht auftreiben. Andere Fassungen sind voruzensierte Fassungen und wenig interessant. Dank einem deutschen Kollegen nun zugeschlagen und den Film über ein chinesisches Auktionshaus à la Ebay gekauft (bzw. kaufen lassen) als offizielle China VHS - bin ich sehr gespannt. Das Teil kostete fast nichts. Laut dem Kollegen sind ca. 70% aller VHS aus China Schrott da zensiert, nicht abspielbar, verschimmelt, nur der halbe Film drauf, aus minderwertigem Material (Taiwan und HK VHS sind qualitativ besser) etc. Bin trotzdem gespannt. Das VHS ist zumindest, vom blossen Auge her, nicht verschimmelt. Laut Angaben auf der Rückseite (alles in Chinesisch) laut dem deutschen Kollegen (er kann ausreichend Chinesisch) soll die Fassung in Mandarin mit englischen Subs sein - dies wäre sogar im Gegensatz zu den HK Fassungen (nur Mandarin oder Englisch Dubbed ohne Subs) ein Vorteil! Sehr gespannt ob das Teil läuft und Uncut ist - wäre der Wahnsinn! 

Nachtrag zum China VHS:

Schien nur mit Störungen zu laufen. VHS danach durchgespult und auch andere VHS eingelegt - danach lief es einwandfrei (war schon bei meinen drei taiwanesischen VHS so). Das beste: O-Ton und englische Subs vorhanden. Helle Bildqualität und die englischen Subs sind an den Seiten nicht beschnitten! Genial! Unten paar Beispiele die vom Laufenden VHS abfotographiert wurden (daher auch etwas unscharf da Bilder in Bewegung) - Uncut/Cut Faktor überprüfe ich erst, wenn ich Film dann komplett sichte!






Der Todesking Review



Der Todesking

Inhalt inklusive meiner Meinung:

In meinem Unterbewusstsein schwebte der Titel des Berliners Jörg Buttgereit, der durch seinen Erstling Nekromantik auch im Ausland eine beachtliche Fangemeinde aufbauen konnte bzw. sich einen Namen machen konnte, schon länger herum. Nekromantik habe ich als durchaus gelungen in Erinnerung, was ich von der Fortsetzung nicht sagen kann (zäh, viele Längen = wieder verkauft / entsorgt, lange ist es her). Andere Filme (Schramm wäre sicher noch erwähnenswert) des Regisseurs, der ansonsten viele Kurzfilme gedreht hat, kenne ich nicht.

Der Todesking fand ich nicht uninteressant. Aber ich weiss auch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ob ich den Film jemals wieder ansehen werde? Eine gewisse kunstvolle Note kann man dem Amateur-Film definitiv nicht abschreiben. Der Film erzählt sieben Kurzgeschichten, die alle mit dem Thema Tod (Sterben, Suizid, Mord, getötet werden etc.) zu tun haben. Zusammengehalten werden die sieben Geschichten, die anhand von Wochentagen in Kapitel unterteilt sind und unterschiedliche Längen, Inhalte und auch qualitativ unterschiedlich ausgefallen sind, durch eine im Zeitraffer dargestellte Szenenreihe, die einen Kadaver (getrickst, aber mit echten Innereien gefüllt) beim Verwesen zeigen.

Dies war tricktechnisch toll gemacht. Ansonsten darf der Fan keine Nekromantik Qualitäten diesbezüglich erwarten. Die Episoden sind unterschiedlicher Natur. Gut fand ich z.B. die Kino-Episode (mit echtem Snuff-Film Charakter), die Videotheken Episode (Ilsa Hommage lässt Grüssen inklusive Werbung für die Videothek Videodrome) oder die Episode, in welcher der Mann einer Frau auf einer Bank sitzend von seinen Problemen erzählt (was mit einem Kopfschuss endet).

Gerade was Kamerafahrten und die tolle Musikuntermalung angeht, muss man von definitiven Stärken seitens Buttgereit sprechen und kann eine kunstvolle Note durchaus erkennen. Auch die düstere Grundstimmung (Buttgereit hat zuvor beide Elternteile verloren, liess seine Stimmung sicher in den Film einfliessen, eine Art «Prozess der Verarbeitung») wirkt sich positiv auf den Film aus.

Was man dem Film hingegen ankreiden kann, nebst teilweiser Überlänge und qualitativ auch schlechter Episoden, ist die Selbstverliebtheit und Zitierung des Regisseurs – welche in vielen Episoden ersichtlich ist, dass Buttgereit ein Horror- bzw. Filmfan ist und das Cover / Plakat zu Nekromantik taucht mehr als nur einmal auf – solches Eigenlob «stinkt» und passt nicht ganz zum düsteren Grundton des Filmes.

Fazit: Kann man sich, zumindest als Amateurfilm- und Buttgereit Fan, durchaus anschauen. Nekromantik Qualitäten (was Action, Tabubrecher und Effekte angehen) darf man allerdings nicht erwarten – dafür gibt es eindrückliche Einblicke zum Thema Tod und Sterben, was ich interessant finde.

Infos:

O: Der Todesking

Deutschland 1989

R: Jörg Buttgereit

D: Hermann Kopp, Heinrich Ebber, Michael Krause, Eva-Maria Kurz, Angelika Hoch

Laufzeit der UK Blu-Ray: Ca. 75 Min.

Gesehen am: 28.02.18

Fassungen: Mir lag die UK Blu Ray von Arrow Video vor = Schuber, Booklet, DVD und Soundtrack dazu als Extra, Uncut Fassung, Deutscher O-Ton, viele exklusive Extras.

Sinister 2 Review



Sinister 2

Story:

Eine Mutter (Shannyn Sossamon) mit ihren zwei Söhnen versteckt sich auf dem Lande vor ihrem (noch) Ehemann (Lea Coco), der das Sorgerecht für die Söhne für sich beansprucht. Im Haus lauert das Böse (siehe Vorgeschichte: Sinister). Ex-Deputy aus Teil eins (James Ransone) ermittelt und versucht das Grauen zu stoppen und die Mutter und ihre Kinder zu retten…

Meine Meinung:

Als ich Sinister 2012 in den USA im Kino sah, wurde ich positiv überrascht da schön stimmungsvoll und creepy/gruselig. Der Film gefällt mir auch heute noch sehr gut. Ob Teil zwei, der drei Jahre später veröffentlicht wurde, auch im Kino lief, weiss ich gar nicht.

Der Film hat mir aber gar nicht zugesagt. Teilweise mehr klischeehaftes Drama (Frau rennt mit den Kindern vom gewalttätigen Ehemann weg) statt echtem Horror bietend, konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Dieser Blindkauf hat sich absolut NICHT gelohnt.

Die Figurenzeichnungen sind schwach und 08/15 (Figuren zudem alle unsympathisch) und die dramatischen Szenen nerven und sind lahm. Die Horrorparts hingegen sind vorhersehbar und schaffen es nie, auch nur ansatzweise, die Stimmung oder düsteren Grundton aus Teil eins zu erreichen. Wenig Gänsehautgarantie, wenig Suspense, kaum funktionierende Jump-Scares (nochmal: vorhersehbar).

Ich wollte mich stimmig gruseln und fürchten lassen, was Sinister 2 nicht schaffte = durchgefallen und daher nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Sinister 2

USA, Großbritannien 2015

R: Ciarán Foy

D: Shannyn Sossamon, Lea Coco, James Ransone, Nicholas King, Tate Ellington, Lucas Jade Zumann

Laufzeit der dt. DVD: 93:44 Min.

Gesehen am: 27.02.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Universal vor = Wendecover = ja, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und u.a. dt. Subs vorhanden.

Humongous Review



Humongous

Story:

Nach einem Bootsunglück landet eine Gruppe von Jugendlichen auf einer Insel namens Dog Island - auf welcher eine einsame Frau mit ihren Hunden leben soll. Am Stand angekommen hören sie kurze Zeit später ein schreckliches Gebrüll, das einem Bellen gleicht. Zudem verschwindet ein Jugendlicher aus der Gruppe. Der Rest macht sich auf die Suche. Man findet ein scheinbar unbewohntes Haus vor – von einer Frau und Hunden keine Spur – dafür findet die Gruppe viele Hundeskelette und es sollte nicht bei einem verschwundenen Jugendlichen bleiben…

Meine Meinung:

Humongous hatte ich als soliden Backwood-Film in Erinnerung, der mehr Wert auf Suspense legt, statt Gore und Gemetzel. Der Film hat es auf meine Wunschliste geschafft. Meinem alten Review entnehme ich zudem, dass die alte Fassung (US-DVD) qualitativ schwach war d.h. viel zu dunkel und man teilweise kaum was erkannt hat (Nachtszenen etc.).

Daher war ich auf die 2. Sichtung auf neuem Medium gespannt (mehr dazu unter Fassungen) und kann sagen: es hat sich gelohnt! In dieser Fassung empfiehlt es sich viel mehr, den Film erneut zu sichten. Der Film hat mir besser gefallen als bei der Erstsichtung.

Die Story ist nicht wirklich neu und auch nicht gross überraschend. Nach der harten Einleitungsszene kann man erahnen, was auf der Insel lauert. Der Film ist aber sehr solide und wie schon erwähnt sehr stimmungsvoll und atmosphärisch ausgefallen. Dies kompensiert dafür, dass der Film nicht allzu blutig ausgefallen ist, wobei es schon paar härtere Momente gibt, in denen auf Bluteffekte und Morde à la Jason Voorhees zu sehen gibt, vor allem im letzten Viertel des Filmes.

Weiter positiv erwähnenswert ist, dass die Jugendlichen Figuren im Vergleich zu anderen Filmen kaum nerven. Im Gegenteil: sie sind zum Teil sehr sympathisch und man fibert auch mit ihnen mit, wenn sie am Ende um ihr Leben kämpfen. Die einzige Figur, welche sehr nervt, stirbt auch als erstes = positiv! Und wie für einen damaligen (Slasher) und/oder Backwood Film, geizen die weiblichen Figuren mit ihren (nackten) Reizen. So muss es sein. Dazu kommt, dass der Film zum Teil sehr gut gefilmt und ausgeleuchtet wurde, was die spannenden und stimmungsvollen Momente einzelner Szenen intensiv verstärkt.

Fazit: Besser als ich den in Erinnerung hatte! Jedem Backwood Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Humongous

Kanada 1982

R: Paul Lynch

D: Janet Julian, David Wallace, Janit Baldwin, Joy Boushel

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Nov. 2012 / 2. Sichtung am: 27.02.18

Fassungen: Die US Blu Ray von Scorpion Releasing kann ich nur empfehlen = Film liegt in R- und Unrated Fassungen vor. Das Master wurde neu restauriert vom Originalnegativ. Auch die Unrated Szenen wurden bearbeitet. Unterscheide sind kaum zu erkennen und im Vergleich zur alten US-DVD sind das Welten in Sachen Bildqualität. Die Bildqualität ist schlicht gesagt hervorragend und überwältigend! Es gibt keine englischen Subs, es gibt einen Schuber und exklusive Extras. Einziges Manko: es gibt ab ca. der 24. Minute für mehrere Minuten in beiden Filmfassungen Tonfehler (hallender Ton). Für mich in Anbetracht der vielen positiven Vorteile verschmerzbar. In Deutschland nur auf VHS veröffentlicht (Stand: Feb. 2018), k.A. ob Uncut / cut und/oder ob R- oder Unrated Version.

Downhill Review

NIFFF 2016 Spezial


Downhill

Story:

Chile: Joe (Bryce Draper) nimmt an einem Velorennen (Berg runterfahren) Teil. Einen Tag vor dem Start will er die Strecke mit seiner Freundin (Natalie Burn) testen. Sie finden jedoch einen schwerverletzten Mann mit Ausschlag im Gesicht und bald schon kämpfen sie um ihr Überleben...

Meine Meinung:

Auf Downhill war die Vorfreude gross - doch leider wurde es der bis dato schlechteste Filmbeitrag am diesjährigen NIFFF (2016). Und das in Anwesenheit von Cast & Crew, die vor dem Film noch über das Projekt erzählten und dann Mitte Film ins Kino schlichen um den Film mit dem Publikum zu Ende zu sehen.

Man merkt schnell, dass teilweise zu wenig Budget vorhanden war. Dazu kommt, dass die Filmemacher viel zu viel in ihren Film einbringen wollten: Backwood-Elemente, Survival Horror, Action, Bodyhorror à la The Thing, Okkultes/Rituale/Teufel und und und. Das hat jedoch nicht geklappt. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, viele Szenen sind arg billig (die Schiessereien sind so was von schlecht), die Kameraführung ist eine Katastrophe (auch ein sehr grosser Negativpunkt der nervte), die Figuren unsympathisch und nervend und gegen Ende hin wird es dann noch unfreiwillig komisch (hier und da konnte ich das Schmunzeln und die Lacher im Publikum sogar nachvollziehen).

Sehr blutig ist der Film dann auch nicht geworden (hier und da gibt es paar wenige, nette Make-Up Effekte), so dass man auch nicht als Splatterfan befriedigt wird. Im letzten Viertel gibt es hier und da noch etwas Stimmung und Atmosphäre und der Endgag ist auch okay. Doch durch den miesen Start und schwachen, nervenden Mittelteil hat man am Ende jedoch keine Nerven mehr, so dass sich diese Szenen nicht positiv auf das Gesamtwerk auswirken.

PS: Die Abfahrtsszenen waren schon billig und liessen erahnen, in welche Richtung der Film gehen würde...Das nächste Mal sollten die Filmemacher inhaltlich an folgendes denken: weniger ist manchmal mehr!

Infos:

O: Downhill

Chile, Frankreich, Kanada 2016

R: Patricio Valladares

D: Natalie Burn, Ignacia Allamand, Ariel Levy

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 82 Min.

gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch/Englisch mit englischen UT. Nachtrag 16.05.18: Gibt es in Deutschland Uncut von Tiberius Film unter dem Titel Wrong Trail - Tour in den Tod. O-Ton und dt. Subs sind anwählbar.