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Donnerstag, 12. Juli 2018

Update

Neuer NIFFF Bericht inklusive Foto von David Cronenberg und neue NIFFF Reviews

 

 

- Neuer NIFFF Bericht plus Foto David Cronenberg 


- The War Dogs

- Satan's Slaves (NIFFF 2018 Spezial) 

- Liverleaf (NIFFF 2018 Spezial)

Liverleaf Review



Liverleaf

Story:

Nozaki (Anna Yamada), neu an der High-School, wird von den anderen Schülerinnen ausgeschlossen, verspottet und gemobbt. Das Mobbing geht so weit, bis Grenzen überschritten werden und Nozaki zum Racheplan übergeht…

Meine Meinung:

In den letzten Monaten habe ich selten einen Film gesehen, der so hassenswerte Figuren und Aktionen innehatte, wie der japanische Mobbing-Rache Film Liverleaf. Dazu zynische, verachtenswerte und derbe Kommentare, die genauso hart treffen wie die Gewalt im Film und die teilweise wie ein Schlag in die Magengrube wirken.

Da bleib dem Publikum mehr als nur einmal die Spucke weg. Und selten hiess man eine Selbstjustiz in einem Film gut bzw. fand diese nachvollziehbar, wenn nicht hier. Doch es gibt inhaltlich und zu den Figuren und der Story einige (derbe) Überraschungen, die an dieser Stelle noch verraten werden. Solches Kino kann nur aus Japan kommen.

Negativ ist, dass der Film einige unschöne und billige CGI Effekte bietet. Dies ist im japanischen Kino der Moderne jedoch als normal anzusehen. Es kommen auch nicht digitale Bluteffekte vor und die anderen schlechten CGI sind die Szenen, in denen die Opfer brennend zu sehen sind – sehr unschön, aber scheint in Japan niemand zu stören und Stuntmänner einzusetzen, wäre wohl aufwändiger, teurer und gefährlicher gewesen. Der Film ist recht blutig, wenn zum Teil nicht immer explizit oder man nur das Resultat und/oder Blut spritzen sieht. Der Gewaltlevel an sich (psychisch wie physisch) ist jedoch enorm hoch.

Auf jeden Fall ist der Film stark gespielt, wenn auch teilweise krasses Overacting vorhanden ist. Wobei viele Szenen übertrieben sind. Optisch ansprechend war die Kleinstadtstimmung. Jeder kennt jeden. Das mag ich. Abgelegenes Dorf und die Hauptgeschichte spielt im tiefsten Winter – es gibt also viel Schnee und weisse Bilder zu sehen – und das haben die Japaner einfach drauf, vor allem wenn sich die weisse Landschaft dann mehr als nur einmal rot färbt…

Fazit: Wer sich an paar schlechten CGI Effekten nicht stört und mit dem japanischen Kino vertraut ist (und es mag), sollte sich diese Manga Verfilmung nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Misumisô

Japan 2018

R: Eisuke Naitô

D: Anna Yamada, Hiroya Shimizu, Rinka Ôtani

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 114 Min.

Gesehen am: 11.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit eng. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). Nachtrag 01.06.19: Müsste in D raus sein vom Label extreme (als Mediabook). Dürfte Uncut sein. Discs aus Japan und Taiwan haben keine englischen Subs.

Satan’s Slaves Review

NIFFF 2018 Spezial


Satan’s Slaves

Story:

Nach dem Tod der kranken Mutter wird die Familie von Geistern heimgesucht…

Meine Meinung:

Remake zum Original Pengabdi Setan von 1982. Dieses kenne ich nicht. Das Remake ist okay und ganz ansehnlich, vor allem wenn man den heutigen indonesischen Geister- (oder auch Horror)film mit jenen vor ca. zehn Jahren oder älter vergleicht, die hier und da auch am NIFFF liefen (Amateur-Schund), kann man sehen, dass das indonesische Kino weit aufgeholt hat. Jedoch verdankt man das in dem Fall auch den Koreanern, die den Film mit produziert haben (CJ Entertainment).

Der Film ist technisch gut gemacht und erreicht westliche Gruselstandards. Allerdings liegt auch hier genau das Problem des Filmes: wer Filme wie Annabelle, The Conjuring und Co. kennt, der wird in Satan’s Slaves in Sachen Kamerafahrten, Jump-Scares und Gruselmomente / Ideen nichts Neues vorfinden. Ich bin nicht einmal zusammengezuckt – hier und da gab es eine stimmungsvolle Atmosphäre, aber angsteinflössend, unheimlich oder schreckhaft war der Film, zumindest für mich, nie. Da war Hereditary am gleichen NIFFF ein ganz anderes Kaliber.

Der Mix aus Tradition, Religion, Glauben, Sekten und Moderne kommt gut zur Geltung. Die Darsteller agieren gut und auch optisch ist der Film ansprechend in Szene gesetzt. Inhaltlich gibt es wenig Überraschungen (vielleicht das Ende oder die LKW-Szene). Gegen Ende wird der Film immer weniger fesselnd und es entstehen Längen. Irgendwann einmal kann man die Glocke nicht mehr hören…ein dezenter Einsatz à la The Autopsy of Jane Doe ist manchmal besser – nichtumsonst lautet das Sprichwort manchmal ist weniger mehr.

Seine stärksten Szenen hatte der Film in der ersten Filmhälfte. Da war, zumindest inhaltlich, noch am meisten Feuer im Spiel und Spannung vorhanden.

Fazit: Kann man sich einmal ansehen, aber wer sich gerne richtig gruseln lassen will, sollte Filme wie The Witch, Der Babadook, Hereditary oder The Autopsy of Jane Doe vorziehen. Dessen Qualität erreicht ein Satan’s Slaves nicht Mal ansatzweise.

Infos:

O: Pengabdi Setan

Indonesien, Südkorea 2017

R: Joko Anwar

D: Bront Palarae, Tara Basro, Endy Arfian, Dimas Aditya

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 11.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit franz./eng. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). Nachtrag 01.06.19: Gibt es in HK auf DVD und Blu-Ray (mit englischen Subs).

The War Dogs Review



The War Dogs

Story:

Ehemalige Kriminelle (u.a. Lin Hsiao-Lan) werden von der Armee rekrutiert, trainiert und auf eine tödliche Mission im Dschungel geschickt – es gilt, ein Tötungskommando auszuführen…

Meine Meinung:

Taiwanesischer Film der sich bei grossen HK Filmen wie The Inspector Wears Skirts (1988) oder Eastern Condors (1987, aber auch von einem US-Film kopiert) bedient. Dazu kommen gestohlene oder in anderen Settings eingesetzte Szenen aus amerikanischen Filmen aus dieser Zeit (Die nackte Kanone und Day of the Dead von George A. Romero).

Speziell was die geklaute und nachgemachte Szene aus Die nackte Kanone und Day of the Dead angeht, war ich überrascht. Die Day of the Dead Sequenz geschieht in einer originellen Trainingsszene im Militär – in einem Geister Setting. War ganz amüsant und hebt sich von anderen Ausbildungsfilmen, die reihenweise nach dem Erfolg von The Inspector Wears Skirts gedreht wurden (in Hong Kong sowie Taiwan inklusive mehrerer Fortsetzungen), ab.

Der Film stand nur wegen der Taiwanesin Lin Hsiao-Lan auf der Wunschliste und weil selten (mehr dazu unter Fassungen). Von Lin Hsiao-Lan versuche ich praktisch alles zu sehen, was im Genre Action oder Fantasy angesiedelt ist. Der Film ist gutes Mittelmass. Es gibt nichts Neues oder Spektakuläres zu sehen.

Die Mission ist relativ schnell erledigt und ich hätte mir dort mehr Spannung / Action gewünscht – das selbe gilt für das Finale. Die Rekrutierungs- und vor allem Ausbildungsszenen haben für meinen Geschmack etwas zu viel Platz für sich beansprucht. Da Lin Hsiao-Lan nur eine von vielen in der Gruppe ist, ist sie auch hier und da Mal länger von der Bildfläche verschwunden.

Trotzdem war es schön, sie Mal ausserhalb des Fantasy-Settings zu sehen und auch als Frau – und nicht als Junge gespielt von einer Frau wie es in der Child of Peach Reihe der Fall ist. Letztere sind nach wie vor die Must See Filme, die man mit ihr gesehen haben muss. Dazu gesellen sich auch noch: Kung-Fu Wonder Child, A Heroic Fight, Emergency Police Lady, King of the Children, Kung Fu Student, The Twelve Fairies, The Dignified Killers und The Magic Amethyst. Gut aber schwächer waren: Haunted House Elf, You Xia Er und Thunder Cops II. Nur den grössten Lin Hsiao-Lan Fans zu empfehlen: Strange Tales of Ghosts.

Sie bekommt nebst paar lustigen Szenen (sie imitiert Bruce Lee und kämpft mehrfach mit einem Nunchaku) auch einige gute Kampfszenen spendiert. Nebst Martial Arts gibt es vor allem Explosionen (eher Rauchbomben) und Shoot-Outs bzw. Schiessereien zu sehen. Die anderen Figuren sind mir unbekannt, aber es hat mehrere Darsteller dabei, die in den gut und solide choreographieren Kampf- und Trainingsszenen auch eine gute Figur machen.

Fazit: Sehr solide auch wenn nichts Neues geboten wird. Fans von Lin Hsiao-Lan können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da Tou Bing Shang Zhan Chang: Za Pai Jun

Taiwan 1991

R: Kevin Chu Yen-Ping

D: Tou Chung-Hua, Lin Hsiao-Lan, Ku Paoming, Liao Chun, Shirley Lui

Laufzeit der Originalversion: 92:12 Min.

gesehen am: 11.07.18

Fassungen: Film gesehen via Youtube = Kopie des Taiwan VHS = in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, gute Bildqualität. Mir sind keine legalen Fassungen bekannt und ebenso gibt es keine dt. Fassung (Stand: Juli 2018).

NIFFF Bericht Tag 6

Heute stand David Cronenberg an erster Stelle. Auf dem Programm standen nur drei Filme - Film Nr. 1, Toby Dammit, ein Kurzfilm der von David Cronenberg vorgestellt wurde, liess ich bewusst aus. Der Film hat mich, wenn ich ehrlich bin, so oder so nicht interessiert sondern mehr die Tatsache, dass David Cronenberg anwesend sein würde.

Und es hat geklappt: wie schon bei Woman in the Dunes hat David Cronenberg die Vorstellung nach seiner Einführung verlassen - ich habe draussen vor dem Kino gewartet wie paar andere auch. David Cronenberg war konsequent - das mag ich - jeder Fan = nur ein Autogramm. 

Daher nahm ich Cabal aka Nightbreed als japanische VHS - da dort Cronenberg auch auf dem Cover zu sehen ist und es ein sehr schönes Motiv ist (Japaner halt)! Cronenberg hatte daran auch Freude!

Foto gabs auch:






Sonst:

Am Vormittag Zahlungen gemacht (die Tante in der Bank konnte nicht Mal Deutsch - das kann man von einer Bankangestellten schon erwarten, in der mehrsprachigen Schweiz, du meine Fresse!) damit ich am Freitag oder Samstag meinen deutschen Dealer zahlen kann, damit das Korea VHS Geschäft auch erledigt ist! Ansonsten, vor allem am Vormittag und Mittag, viel am See gewesen und Header 3 weitergelesen. 

Und da  Toby Dammit verpasst, habe ich einmal mehr, da lange Pause, auf Youtube einen Taiwanesischen Film geschaut: The War Dogs! Damit es bei der Anzahl von drei Filmen bleibt...

Einen der zwei NIFFF Filme habe ich dann mit den NIFFF Kollegen geschaut. England hat leider das Fussball Halbfinale (WM) verloren:-( Sehr schade...

Am Donnerstag kommt Kumpel aus Zürich zu Besuch ans NIFFF für zwei Tage = gehen am Mittag richtig essen! Freue ich mich darauf! Seit einer Woche nur Sandwich und Hamburger - habe ich langsam die Nase voll...

PS: Wetter war heute recht angenehm, leider soll es am Donnerstag wieder wärmer werden...