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Dienstag, 8. September 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

China im Jahr 528:

Ein Taoist-Priester (Chuan Yuan/ Chen Jen-Lei) trifft mit seinen Untergebenen in einer Stadt ein. Dort übernimmt er schnell die Kontrolle. Ihm gelingt es, das einfache Volk um den Finger zu wickeln. So lässt er z.B. Regen aufkommen. Danach sind ihm fast alle gehörig. Nur Chi Yun (Wen Chiang-Long) und Yen Chi (Judy Lee) erkennen die Gefahr, die vom Priester ausgeht. Da kommt ihnen ein Mönch (Chan Sing) gerade recht, um die Gefahr zu bannen…

Meine Meinung:

Shaolin Monk wird je nach Datenbank mit dem Film The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance verwechselt, da dieser je nach Fassung (z.B. die Betamax aus Indonesien) dort auch den Titel Shaolin Monk trägt und zudem gleicher Cast (Chan Sing, Philip Ko). Shaolin Monk, dessen On-Screen Titel Shaolin Tamo Buddhist Monk lautet, hat mir dabei deutlich besser gefallen als der andere «Shaolin Monk». Ich fand den Film besser, als ich es erwartet hätte. Ich konnte zwar nicht alle Motive verstehen, da keine englischen Untertitel, aber ich konnte dem Plot, nachdem ich ein anderes Review gelesen hatte, dennoch gut folgen.

Selten war es so einfach, Bösewichte (Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei) und Helden (Wen Chiang-Long, Judy Lee, Chan Sing) auseinander zu halten, wie hier. Erstes sind keine dunklen Nachtszenen vorhanden und zweitens erkennt man schon an der Kleidung, wer zu den Helden oder Bösen gehört. Chan Sing (Big Boss of Shanghai) mimt den kaum besiegbaren Mönch, der seine Kampffähigkeiten jedoch bewusst zurückhält, auch wenn er hier und da von den Bösewichten angegangen wird. Judy Lee (The Lady Constable) und Wen Chiang-Long (Tiger Jungle) sind die Helden, die den Kampf gegen die Bösewichte aufnehmen.

Chuan Yuan spielt den Bösewicht, der wie ein Sektenguru anmutet. Er macht das toll. Vor dem Finale entpuppt er sich als falsche Identität, da eine Maske tragend und daher wird der Bösewicht im Finale dann von Chen Jen-Lei gespielt. Er liefert sich einen tollen Kampf gegen Judy Lee und Wen Chiang-Long, den nicht alle davon überleben. Erst im Finale taucht ein zweiter Bösewicht auf, natürlich mit weissen, langen Haaren. Dieser wird von Phillip Ko Fei (The Criminal) gespielt und ihn mag ich immer als Bösewicht. Er liefert sich dann den Finalkampf gegen Chan Sing. Auch das ist ein toller Kampf. Mit einzelnen Ausnahmen wird auf Klamauk verzichtet und der Film bietet skurrile Outfits und Frisuren (vor allem jene von Chan Sing) und die Musik hat Italo-Western Vibes.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Zu Shi

HK 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lin Fu-Ti

D: Chan Sing, Judy Lee, Wen Chiang-Long, Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:52 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Videoproduction vor = Tai Seng Master in Vollbild (ggf. noch gezoomt), in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus. Es gibt den Film in den USA und UK auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Ebenso wenig deutsche Fassungen oder Blu-Ray Versionen (Stand: Sept. 2026).

Samstag, 5. September 2026

Big Boss of Shanghai


Big Boss of Shanghai

Story:

Nach einem Kampf und einem Todesfall fliehen die Freunde Wong Chun Yung (Chen Kuan-Tai) und Cheung Fu Sum (Lung Fong) nach Shanghai. Durch ihre Kampfkünste steigen sie schnell zu mächtigen Männern auf. Doch aus den Freunden werden Feinde, als sich Cheung Fu Sum von Wong Chun Yung abwendet und mit Gangster-Boss Lam Kin See (Chan Sing) eine Allianz eingeht, um Wong Chun Yung zu töten…

Meine Meinung:

Chen Kuan-Tai (New Pilgrims to the West, 14 Blades, Ghost Killer), eine Shaw Brothers Legende, feierte mit Der Pirat von Shantung seinen Durchbruch. Danach kamen viele Filme mit ähnlichen Inhalten. 1979 durfte Chen Kuan-Tai in einer Lo Wei Produktion selbst Regie führen und die Hauptrolle verkörpern und er orientierte sich dabei an seinem Erfolgsfilm Der Pirat von Shantung. So gibt es inhaltlich keine Überraschungen, dafür gibt es hochwertiges Eastern-Kino. Dank der Produktionsfirma von Lo Wei war das nötige Kleingeld vorhanden, und das sieht man der Produktion auch positiv an. Kostüme, Settings, Requisiten. Top.

Der Film ist von Anfang an simpel gehalten und unterhaltsam. Wer schon mehrere solche Eastern sah, wird dementsprechend auf wenig Überraschungen stossen. Dafür gibt es eine grosse Anzahl von sehenswerten und harten Kampfszenen, tolle Bilder- und Settings, einen starken Cast und, und das ist etwas sehr Tolles, gestohlene Italo-Western Musik. Ich kann nur nicht in Erfahrung bringen, aus welchem Italo-Western die Musik stammt. Aber sie passt, schon im Vorspann, perfekt zu den Settings. Und ich liebe Italo-Western Musik im Eastern-Genre. Dank der grossen Anzahl Kampfszenen wird es nie langweilig.

Chen Kuan-Tai macht, wenig überraschend, eine tolle Figur. Er spielt am Ende den Helden, während Lung Fong (The Rebellious Reign) zum Bösewicht mutiert. Und in solchen Rollen mag ich Lung Fong lieber. Apropos Lung Fong: dieser stand schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera, und zwar in Dangerous Person. Auch Chan Sing (Die Depesche des Todes, Black List, Das Geheimnis der Todesschlange) sowie Cheng Kang-Yeh (Heroes of the East) standen schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera. Nämlich in Filmen wie Tough Guy, The Bloody Fists, Return to Action oder Executioners from Shaolin. Und Action-Choreograph Chen Mu-Chuan (The Jade Fox) arbeitete schon in Hero Tattooed with 9 Dragons mit Chen Kuan-Tai zusammen.

Fazit: Sehenswerter Eastern mit vielen tollen Kämpfen!

Infos:

O: Shang Hai Tan Da Heng

HK 1979

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Lung Fong, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh, Chen Hui-Lou, Lee Ho, Cheng Fu-Hung

Laufzeit der HK-DVD: 92:46 Min.

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Montag, 3. August 2026

Das Geheimnis der Todesschlange

Das Geheimnis der Todesschlange

Story:

Wan Li (Bruce Li) und Chuen Sing (Larry Lee Gam-Kwan) wollen auf der Schlangeninsel ein altes Volk studieren. Dort treffen sie jedoch auf einem Perlen suchenden Gangster (Nick Cheung Lik) ehe Wan Li knapp ein Kampf mit dem Stammesanführer Great Wizard (Chan Sing) überlebt. Er wird von Princess Ankawa (Dana) gefunden und gesundgepflegt. Beide verlieben sich, sehr zur Missgunst von Great Wizard. Dennoch lässt Great Wizard Wan Li nach Hong Kong zurückkehren. Dafür muss Princess Ankawa jedoch Great Wizards Sohn (San Kuai) heiraten. Derweil plant Wan Li, auf die Insel zurückzukehren, um seine grosse Liebe zu retten…

Meine Meinung:

Aka Bruce Lee in New Guinea. Das Geheimnis der Todesschlange sah ich seit Ewigkeiten nicht. Ob ich den überhaupt schonmal auf Deutsch sah (die Erstsichtung muss dazumal beim Kumpel als US-DVD gewesen sein)? Es wird immer offensichtlicher, dass der Film in der kommenden Box von Severin Films (The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2) enthalten sein wird. Zudem gibt es Gerüchte über eine Langfassung d.h. Uncut- und Alternativfassung. Ich war also motiviert, den Film aufzufrischen.

Bei Das Geheimnis der Todesschlange handelt es sich um einen trashigen Bruceploitation-Streifen mit Bruce Lee Klon Bruce Li (Counter Attack, The Dragon Lives, The New Game of Death) in der Hauptrolle. Ansonsten hat der Film und dessen Inhalt nichts mit Bruce Lee zu tun. Regie führte Yang Chi-Yao und scheinbar wurde echt vor Ort in New Guinea gedreht. Mehrheitlich spielt die Handlung auf der «Schlangeninsel». Der Film ist solide, kurzweilig und unterhaltsam. Aber dennoch nicht ganz ein Kracher. Dafür war der Film zu harmlos und die Kampfszenen doch zu unspektakulär.

Der Trash-Faktor entsteht durch das Overacting der Bösewichte, durch den grenzdebilen Humor (die Söhne von Chan Sing oder die zwei schielenden Begleiter von Bruce Li), in der Uncut-Fassung auch durch die Nacktszenen und durch einen Fake-Gorilla (Kostüm tragender Mensch), der auch einmal kämpft, nachdem Addy Sung Gam-Loi (4 Robbers) die Mädels am Strand erschreckt hat. Die Outfits und Kleider waren sehr exotisch und erinnerten an den taiwanesischen Film Return of the Kung Fu Dragon mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (und auch mit Chan Sing). Beim Plot sollte nicht nach Realismus gesucht werden.

Bruce Li macht seine Sache ordentlich. In Nebenrollen als Kämpfer sind noch Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, Enter Three Dragons) sowie Lee Hoi-Sang (The Kung-Fu Warrior, Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) zu sehen. Letzteren habe ich aufgrund seiner ungewohnten (langen) Haarpracht inklusive Schnauz zuerst fast nicht erkannt. Beide machen ihre Sache ordentlich. Als Bösewicht und Endgegner ist Chan Sing (Shaolin Monk, Two Great Cavaliers) zu sehen, der mit seinem Overacting begeistert, ohne lächerlich zu wirken. Und Dana (The Super Inframan) bringt so was wie eine Spur Marketing und Erotik in den Film. Aufgewertet wird der Film durch die Tatsache, dass die deutsche Synchronisation sehr gelungen ist.

Fazit: Bruce Li und Chan Sing Fans können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: She Nu Yu Chao

HK 1978

R: Yang Chi-Yao

D: Bruce Li, Larry Lee Gam-Kwan, Nick Cheung Lik, Chan Sing, Dana, San Kuai, Bolo Yeung, Lee Hoi-Sang, To Siu-Ming, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 84:17 Min.

Gesehen am: Dez. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von cmv-Laservision vor. Die Vorteile dieser Version sind a) das Widescreen-Format und b) die deutsche Qualitätssynchronisation (dem englischen, miesen Dub klar vorzuziehen). Leider handelt es sich bei der deutschen Fassung um eine alternative, harmlose Fassung (in vier Szenen sind Frauen bekleidet statt nackt). Die Uncut-Nacktszenen sind als Bonus auf der DVD. Warum man keine echte Uncut gebastelt und z.B. als Bonusversion angeboten hat, ist mir nicht bekannt. Die Bildqualität ist sehr mässig und entspricht nicht dem DVD-Zeitalter = sehr unscharf und in Wald- und Nachtszenen viel zu dunkel, so dass kaum was zu erkennen ist. Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs), eine Blu-Ray oder UHD sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Es ist gut möglich, dass der Film in der kommenden The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2, die 2027 erscheinen soll, enthalten sein wird.

Donnerstag, 30. April 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

Frank (Chen Sing) wird zu Unrecht beschuldigt, seinen Chef ermordet zu haben. Er flüchtet in den Shaolin Tempel. Danach ist die Zeit gekommen, den wahren Täter zu finden und seinen Namen aus dem Dreck zu ziehen…

Meine Meinung:

Aka The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance. Nicht nur bei südkoreanischen Filmen handelt es sich oft um eine Mogelpackung (falsche Titel, falsche Bilder, nicht der erwartete Film auf dem Band), sondern scheinbar auch in Indonesien. Der Film trägt den Titel Shaolin Monk. Chen Sing spielte in besagtem Film aus dem Jahr 1976 mit. Bei diesem «Shaolin Monk» handelt es sich jedoch um den zwei Jahren zuvor gedrehten The Furious Monk from Shaolin, ebenfalls mit Chen Sing in der Hauptrolle.

Warum ich den Film, obwohl der sogar länger läuft als die deutsche Fassung mit dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust (mehr dazu unter Fassungen), nicht in die Sammlung aufnehme? Das liegt an 2.5 sehr simplen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass der Film so gut wie keine Action- oder Kampfszenen bietet. In den ersten 67 Minuten passiert einfach Mal gar nichts. Super langweilig. Das ist der Hauptgrund. Danach gibt es zwar paar Kämpfe, aber da empfand ich nur den Endkampf als solide. Die Kämpfe zuvor waren total kurz und nicht spektakulär. Und einen solchen Film schaue ich halt wegen Kampfszenen und nichts anderem.

Der zweite Grund liegt an der Fassung. Da kann der Film per se nichts dafür. Die englische Sprachfassung meiner Version war ungeniessbar, grottenschlecht, nicht zum Aushalten und hat den Film qualitativ nach unten gezogen. Und da der Film in den ersten 67 Minuten sehr dialoglastig war, war das natürlich eine absolute Tortur. Der Film will eigentlich dramatisch und ernst sein, aber durch die Synchro wird es trashig und ungewollt lustig. Da passen einzelne Momente dazu, die komisch anmuten, z.B. wenn Chen Sing vor dem Finalkampf gegen mehrere Fettsäcke kämpft oder der Hauptbösewicht im Finale von einem Vogel Kot aufs Gesicht bekommt (trug nichts zur Story bei).

Der offene halbe Punkt beträgt Chen Sing. Der ist hier ohne Schnauz zu sehen, was irgendwie «weird» war. In den wenigen Kampfszenen macht Chen Sing (Two Great Cavaliers, The New One-Armed Swordsman, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger) einen mehrheitlich gelangweilten Eindruck. Nur im reinen Finalkampf wirkt er motivierter. Andere Namen wie Shan Mao (keine Kampfszene), Philip Ko (praktisch nicht zu sehen) oder Addy Sung Gam-Loi (rettet den Film auch nicht) sorgen auch nicht wirklich für mehr Kämpfe. Wer Chen Sing in einer sehenswerten Rolle als Shaolin Kämpfer sehen möchte, dem sei stattdessen Shaolin Warrior zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin He Shang

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Chen Sing, Joan Lin Feng-Chiao, Shan Mao, Gam Sai-Yuk, Betty Pei Ti, Shaw Luo-Hui, Philip Ko, Addy Sung Gam-Loi

Gesehen am: 30.04.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video mit dem englischen Titel Shaolin Monk vor. Und jetzt wird es richtig fies: Es handelt sich nicht um Shaolin Monk (HK 1976 mit Chen Sing) sondern um The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance mit Chen Sing, Betty Pei Ti, Philip Ko und Addy Sung Gam-Loi. Die Fassung ist Englisch Dubbed mit indonesischen Subs. In Deutschland gibt es den Film nur zensiert und unter dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust. Es gibt keine Blu-Ray Fassung (Stand: April 2026). In D läuft der 81 Minuten, während meine Betamax 86:33 Min. läuft. Die Bildqualität ist sehr gut, der englische Dub hingegen ist absolut ungeniessbar und furchtbar schlecht. In den USA gibt es eine Englisch Dubbed DVD (auch nur 81 Minuten). 

Montag, 23. März 2026

Two Great Cavaliers

 

Two Great Cavaliers

Story:

Ming-Rebellen (u.a. Angela Mao, John Liu) versuchen ihren Kollegen (Leung Kar-Yan), der aufgrund einer gestohlenen Namensliste vergiftet wurde, zu retten und dabei die tyrannische Regierung und dessen Truppen (u.a. Chan Sing) zu Fall zu bringen…

Meine Meinung:

Aka Two Great Cavalier. Two Great Cavaliers von Yang Ching-Chen (Shaolin Heroes, Gambling Ghost Are Ready) ist eine kleine, unabhängig von grossen Studios produzierter Eastern aus Taiwan. Und ein extrem sehenswerter dazu. Im Vergleich zu anderen Filmen aus der Zeitspanne wird auf einen Schüler-Meister-Rache Plot sowie Klamauk (oder komische, billige «Archivmusik») verzichtet. Dafür gibt es verhältnismässig viel Kampfszenen zu sehen. Und das von Beginn an. Somit freue ich mehr auf ungesehene Filme des Regisseurs (Trouble Maker Coming, 18 Fatal Strikes).

Ich habe mich vor der Sichtung um den Plot bemüht, da zuerst als südkoreanisches VHS (Nicht Englisch freundlich) gesehen. Und der Plot ist simpel. Dünn. Mittel zum Zweck. Ming-Rebellen gegen Verräter. Eine Namensliste. Das übliche. Dem Plot kann problemlos gefolgt werden. Die Hauptfiguren sind Angela Mao (The Association, The Great Cheat), John Liu (Mars Villa, The Death Duel of Kung Fu) sowie Wen Chiang-Long (Tiger Jungle). Alles Helden. Leung Kar-Yan (Legend of a Fighter) kommt nur am Anfang und Ende vor. Chan Sing (Tiger Force) als Bösewicht und Endgegner auch. Die drei genannten Helden prügeln sich durch den Film, um am Ende zusammen gegen Chan Sing bestehen zu können. Simpel.

Besonders Fans von Angela Mao und John Liu werden mit dem Film bestens bedient und kommen voll auf ihre Kosten. Die beiden spielen die Hauptrollen, haben viel Screentime und beide zeigen viel von ihrem Können. Es gibt sicher fast alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Die Kampf-Choreographie rockt und macht Spass. Daneben gefällt der Film auch durch sonderbare, bunte Kostüme und Gimmicks (z.B. der Schlag von Chan Sing, der seine Opfer lebensbedrohlich vergiftet). Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen gefallen, sogar in der mir vorliegenden Vollbild Fassung (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Chan Sing gibt, einmal mehr, einen wunderbaren Fiesling und Endgegner ab.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Ci Xiong Shuang Sha

Taiwan 1978

R: Yang Ching-Chen

D: Angela Mao, Leung Kar-Yan, John Liu, Chan Sing, Wen Chiang-Long, Lin Mei-Ling, Shih Chung-Tien, Chin Lung, Ching Kuo-Chung

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 86:32 Min. / Laufzeit der VHS aus Amerika: 93:03 Min.

Gesehen am (als Korea-VHS): 22.03.26 / Sichtung der US-VHS: 23.03.26

Fassungen: Ich bin im Besitz der US-VHS von Tai Seng = statt Mandarin Dubbed in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs, Vollbild, sehr gute (im Vergleich zum VHS aus Südkorea heller und schärfer) Bild- und Tonqualität. Das ich diese VHS habe, wusste ich nicht mehr, als ich einige Jahre später die VHS aus Südkorea kaufte. Diese ist im O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, auch Vollbild, mässige (zu unscharf und in Nachtszenen zu dunkel) Bild- und störende Tonqualität (Mal leise, Mal laut, nach ca. 50 Min. Ton ca. 1-1.5 Sek. asynchron). Ob beide Fassungen Uncut sind, ist mir nicht bekannt. US-DVDs (nur Englisch Dubbed) und eine franz. Fassung (die ich als DVD-R von einem Deutschen bekam) sind zensiert. Was fehlen soll, ist mir nicht bekannt. Die koreanische VHS wirkte komplett, ebenso das US-VHS, welches jedoch sogar länger läuft (1:1 kann ich leider nicht vergleichen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2026).

Freitag, 6. März 2026

The New One-Armed Swordsman

 

The New One-Armed Swordsman

Story:

Durch List und Intrige gelingt es Long Yizhi (Ku Feng), dem jungen Helden und Schwertkämpfer Lei Li (David Chiang) ein Verbrechen anzuhängen, ihn zu provozieren und im Kampf zu besiegen. Dies hat zur Folge, dass sich Lei Li einen Arm abtrennt und sich aus der Martial Arts Welt zurückzieht. Als Long Yizhi dies später wiederholt und Lei Lis Freund Hero Fung (Ti Lung) dabei ums Leben kommt, schwört Lei Li blutige Rache…

Meine Meinung:

Der dritte und letzte Teil der «The One-Armed Swordsman» Reihe von Chang Cheh (The Savage 5, The Nine Demons) kommt nicht ganz die die Vorgänger (The One-Armed Swordsman und Return of the One-Armed Swordsman) heran. Dennoch ist auch The New One-Armed Swordsman ein sehenswerter Eastern, der noch immer aus der Masse herausragt. Superstar Jimmy Wang Yu (The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin) stand für die neuste Fortsetzung nicht zur Verfügung und wurde durch David Chiang (Kuan - Der unerbittliche Rächer, It Remains) ersetzt.

Der Hauptgrund, warum mir die zwei vorherigen Teile mehr zugesagt haben, ist die Tatsache, dass es hier im Mittelteil doch einige Längen gibt. Das ist der Grund. Und die Musik fand ich stellenweise unpassend. Was ich nicht wusste ist, dass sich die Musik im O-Ton und z.B. der englischen Sprachfassung unterscheiden. Ggf. wäre jene vom englischen Dub besser gewesen. Abgesehen davon ist der Film unterhaltsam. David Chiang gibt einen wunderbaren Jimmy Wang Yu Ersatz ab und Ku Feng mag ich als Bösewicht so oder so. Auch hier liefert er in der Hinsicht ab, auch wenn sein Umfeld etwas naiv agiert.

Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) spielt diesmal nur eine grosse, tragische Nebenrolle. Er macht das jedoch stark und sein Heldentot ist äussert derb in Szene gesetzt. In weiteren Nebenrollen sind Namen wie Wang Chung (The Delinquent), Chan Sing (Tiger Force) oder Cheng Kang-Yeh (Drunken Master Slippery Snake) zu sehen. Und selbst eine Frau (Li Ching) kommt vor und spielt einen nicht unwichtigen Charakter. Immerhin ist es ihr Schwert, welches sie David Chiang geschenkt hat, mit welchem er am Ende, einem sehenswerten Finale auf einer Brücke, voller blutiger Momente und einem hohen Bodycount, für Rache sorgt.

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Xin Du Bi Dao

HK 1971

R: Chang Cheh

D: Ku Feng, David Chiang, Ti Lung, Li Ching, Wang Chung, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-Blu: 102:33 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung am: 06.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Three) = Uncut und ohne Frame Cuts, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gemeldete Asynchronitäten sind mir beim Schauen nicht aufgefallen. In Deutschland von TVP (als Das Schwert des gelben Tigers) auf Blu-Ray zu haben.

Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

Montag, 9. Februar 2026

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Story:

Chan (Chan Sing) verübt ein Attentat und schiebt es Carter (Carter Wong) in die Schuhe. Letzterer kann entkommen. Dabei wird die Prinzessin vergiftet und später von einem Affen (!!!) gerettet. Die Folge: die Prinzessin muss den Affen heiraten, um danach das Land ins Exil verlassen zu müssen. Zehn Jahre später: Carter ist zurück und trifft auf die Prinzessin und den Affen. Carter plant, sich an Chan zu rächen und seinen Namen rein zu waschen…

Meine Meinung:

Aka The Monkey Love. Aka Kung Fu Arts: Horse, Monkey, and Tiger. Aka Kung Fu Arts. Auf diesen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan freute ich mich. Der Titel hörte sich interessant an, das Artwork wirkte auf mich vielversprechend und wenn Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) oder Chan Sing (Black List, Jumping Ash, Die Depesche des Todes) dabei sind, kann ein Film praktisch nicht schlecht sein. Regie führte King Wenig (Elephant Wife, Art of War by Sun Tzu, The Snake Girl Drops In).

Leider, und da war ich selbst überrascht, kommt Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, für dessen Kampf-Choreographie auch Carter Wong verantwortlich war, nicht in meine Filmsammlung. Ich empfand den Film als zu mittelmässig und es gibt für meinen Geschmack zu viele negative Punkte, die dazu führen, dass kein Interesse besteht, den Film (in Zukunft) wieder anzusehen. Der Hauptgrund ist, dass der Film lahm und langweilig war. Es gibt viel zu wenig Kampfszenen und ich würde sogar behaupten, dass es nicht eine wirklich gute Kampfszene gibt. Und als Kung Fu Fan schaue ich mir diese Filme vor allem wegen Kampfszenen an.

Weiter negativ, nebst der Tatsache, dass es Längen und kaum Kung Fu Kämpfe gab, war u.a. die billige Standard-Musik des Filmes. Diese passt zum Klamauk, erfreute mich aber nicht. Ich denke, hätte ich eine Englisch Dub Fassung gesehen, wäre das Sehvergnügen noch unbefriedigender gewesen. Zwei weitere Punkte, welche mich am Film sehr störten, waren die Affen und der Junge. Das ist einmal eine schlimme Kombination: ich mag Affen mit Ausnahme von Horrorfilmen (Link - Der Butler oder Primate) oder in japanischen Filmen (King Kong Vs. Godzilla oder King Kong Escapes) nicht und mich nerven nervende Kinder in Filmen. Und beides kommt im Film vor.

Fazit: Wenig interessanter Eastern aus Taiwan!

Infos:

O: Hou Fu Ma

Taiwan 1978

R: Hui Keung

D: Carter Wong, Chan Sing, Chi Kuang-Lung, Huang Huiling, Chin Chi-Min, Yu Heng

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.02.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Wild West Video (Ocean Shores vor) = Vorspann in Widescreen um danach in Vollbild zu wechseln (am Anfang in einer Kampfszene störend), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton Mandarin ohne Subs. Es gibt in den USA eine Englisch Dubbed DVD. Der Dub soll eine sehr schlechte Qualität haben. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Die Stunde der tödlichen Fäuste


Die Stunde der tödlichen Fäuste

Story:

Chen Sing wird aus dem Gefängnis entlassen. Er will mit dem Gangster-Leben aufhören. Dennoch findet er sich bald in der Gangster-Truppe wieder. Er plant, diese zu zerstören. Als der Boss davon erfährt, beauftragt er ausgerechnet Chen Sings Freund Michael Chan Wai-Man, ihn zu töten…

Meine Meinung:

Aka Tiger Force. Bei Die Stunde der tödlichen Fäuste handelt es sich um eine weitere Zusammenarbeit zwischen Chen Sing (The Ape Girl, Rage of the Wind, Dragon Squad) und Michael Chan Wai-Man (The Delivery, The Club, The Kung Fu Kid) nach Titeln wie Black List, The Good and the Bad, Thou Shall Not Kill, The Double Crossers, Jumping Ash und Bruce Lee the Invincible. Der Film, auf den Philippinen gedreht, ist ein Mix aus Gangster- und Actionstreifen im modernen Setting.  Regie führte Joseph Kong, der bereits mit Chen Sing und Michael Chan Wai-Man Filme drehte (= Tough Guy, Bruce's Fingers, The Furious Killer).

Ich mag diese 70er Jahre Gangster-Streifen mit Michael Chan Wai-Man. Vor allem dann, wenn er Bösewichte spielt. Hier ist es jedoch interessant zu sehen, dass seine Figur und jene von Chen Sing Freude sind und er von Gewissensbissen geplagt wird, als er vom Boss den Auftrag erhält, seinen Freund zu töten. Das gibt dem Plot eine spezielle Note. Schon fast leichte Heroic Bloodshed Motive. Das passt, da im Film auch viel Schusswaffen-Action vorkommt. Mir wären mehr Kämpfe hingegen lieber gewesen. Die Kampfszenen sind sehr solide und realistisch choreographiert.

Und wer war dafür verantwortlich? Einmal mehr der fleissige Yuen Woo-Ping (Hero Among Heroes, Wing Chun, Magnificent Butcher). Vor allem der erste Kampf von Michael Chan Wai-Man gegen den philippinischen Cop (eine Art-Sub Plot) war stark gefilmt und eindrücklich. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Der philippinische Cop kommt danach erst wieder im Finale vor, wenn natürlich das Gute, also die Polizei und Justiz, siegt. Es darf nicht sein, dass Selbstjustiz belohnt wird. Ein Merkmal, welches viele Filme der damaligen Zeit (zum Teil mit alternativen Enden, die für einige Märkte gedreht wurden) prägte. Der Film wird durch eine grandiose deutsche Synchronisation zusätzlich aufgewertet. Dank der kurzen Laufzeit ist der Film sehr kurzweilig und es gibt praktisch keine Längen.

Fazit: Fans von Michael Chan Wai-Man zu empfehlen!

Infos:

O: Da du xiao

HK 1975

R: Joseph Kong

D: Chen Sing, Michael Chan Wai-Man, Cheung Lik, Jimmy Lung Fong, Yukio Someno, Wong Mei, Sham Tsim-Po, Mung Lai-Sha, Protacio Dee, Rodolfo 'Boy' Garcia, Mark LeBuse

Laufzeit der deutschen VHS: 73:25 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 89:23 Min.

Gesehen am: 12.09.15 / 2. Sichtung (Korea-VHS): 05.03.26

Fassungen: Mir lag das deutsche VHS von Monte Video vor. Der Vorspann fehlt. Ansonsten sah es in Sachen Action und Kämpfe Uncut aus. Weitere Vorteile: Widescreen Format und eine exzellente deutsche Synchro. O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt. Ob die deutsche DVD inhaltsgleich mit der VHS ist, ist mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025). Nachtrag Dez. 2025: Es gibt eine VHS in Südkorea im O-Ton mit koreanischen Subs. Die läuft ca. 89 Minuten und ist deutlich länger als die deutsche VHS. Ich habe das VHS in einem Auktionshaus gesehen und versuche, es zu kaufen. Die Infos zu Laufzeit, Audio und Subs habe ich von meinem London-Dealer, der das VHS in der Sammlung stehen hat. Nachtrag März 2026: Für die 2. Sichtung lag nun die südkoreanische VHS von Samwon Production vor. In Mandarin mit koreanischen Subs und in einer längeren Fassung (Korea VHS = 89:23 Min., deutsche VHS = 73:25 Min.). Jedoch in Vollbild, während die deutsche VHS in Widescreen war. Ich hatte den Film gar nicht so actionreich in Erinnerung. Der Plot ist nichts Besonderes, aber es kommen, obwohl eine 1975er Produktion, schon fast Heroic Bloodshed Motive zum Tragen (zwischen Chan Sing und Michael Chan Wai-Man). Die Action ist abwechslungsreich (Prügeleien, Shoot-Outs, Messer, echte Autos, echte Speedboote, echte Flugzeuge, echte Hubschrauber). Die Bildqualität ist solide (Tag-Szenen) bis durchschnittlich (Nacht-Szenen).

Dienstag, 9. September 2025

The Legend of Eight Knights

The Legend of Eight Knights

Story:

Eine Schlange greift in Yong-City einen Hund an. Die Schlange wird getötet, doch auch der Hund stirbt. Die Schlange war in Wahrheit ein Schlangen-Dämon. Dessen Tochter tut sich mit einer Hexe aus Meteor-City zusammen. Ihr Ziel: sich für den Tod des Schlangen-Dämons zu rächen. Nach dem Kampf (Schlange Vs. Hund) blieben acht Perlen zurück, aus denen acht Kämpfer (u.a. Wang Kuan-Hsiung, Tsai Hung) mit magischen Kräften wurden. 20 Jahre später finden sich diese acht Kämpfer zusammen, um Yong-City vor den magischen Kräften und Monstern aus Meteor-City zu beschützen…

Meine Meinung:

Bei The Legend of Eight Knights handelt es sich um einen sehr seltenen Film aus Taiwan. Der Film vereint die Genres Fantasy, chinesische Mythologie, Kaiju und Kung-Fu und stammt aus dem Jahr 1980. Damit war der Film älter als seine Kollegen wie A Valiant Villain (1969) oder The War God (1976). Regie führte Hsu Ta-Chun, der schon Kaiju-Erfahrungen vorweisen konnte (1971 in Tsu Hong Wu). Für die Effekte holte man sich Hilfe aus Japan. Diese kam in Form von Chujio Shintaro, der u.a. für King of Snake die Effekte beisteuerte.

Der Film, der in einigen Datenbanken nicht gelistet ist (ofdb) und/oder in Datenbanken keine Reviews vorzuweisen hat (imdb, hkmdb, Letterboxd), ist sehr selten und gehört zu den besseren taiwanesischen Filmen mit Kaiju-Effekten. Inhaltlich erzählt der Film den Seven Samurai Plot im Fantasy-Setting. Acht "Helden"(= Knights) sagen den Bösewichten den Kampf an und beschützen die Stadt. Mit Wang Kuan-Hsiung (Deadly Duo), Elsa Yang (Deadly Silver Angels) und Wang Hsieh (Fury of a Virgin) in den Hauptrollen. In einer Nebenrolle ist noch Chan Sing zu sehen (mehr Gastauftritt).

Die Fantasy-Momente und diversen Monster(Effekte) sind die Highlights des Filmes. Zwar hätte es davon im Mittelteil etwas mehr haben dürfen, dafür wird ansonsten stellvertretend viel gekämpft. Und im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art (Young Flying Hero, The Legend of Mother Goddess, The Boy and a Magic Box) ist der Film unterhaltsamer, auf nervenden Klamauk wird fast komplett verzichtet und es gibt keine störenden Kinderfiguren. Nur die Musik hätte einen Tick interessanter sein dürfen und bestand zum grössten Teil sicherlich aus Archivklängen.

Fazit: Kaiju-Fans werden mit einigen coolen Monster-Effekten, Kreationen und Masken belohnt!

Infos:

O: Ling long pei zhu ba xia chuan

Taiwan 1980

R: Hsu Ta-Chun

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Wang Hsieh, Tsai Hung, Chan Sing

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:19 Min.

Gesehen am: 09.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Goldstar Home Video vor = bis auf die Titeleinblendung (0.5 Sek) wohl Uncut, im O-Ton mit koreanischen Subs, in Vollbild statt in 2,35:1, bietet die Fassung jedoch eine gute Bildqualität. Im Vergleich zu einer Fassung auf YouTube sind die Farben in der südkoreanischen VHS deutlich besser und intensiver und es gibt an den Seiten mehr Bildinformation zu sehen (siehe Bild unten). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Der Film ist extrem selten. Das war mein teuerster Kauf (450 USD) eines Filmes. Das VHS war massiv verschimmelt und wurde vom Verkäufer gereinigt (siehe Bild unten). Es lief ohne Probleme.




Mittwoch, 27. August 2025

Dragon Squad

Dragon Squad

Story:

Eine Gangsterbande (u.a. Lung Fei, Phillip Ko, Shan Mao) terrorisiert ein Dorf. Diverse Parteien (u.a. Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chin Kang und Chen Sing) nehmen den Kampf gegen die Bande auf…

Meine Meinung:

Aka Four Real Friends. Bei Dragon Squad handelt es sich um einen Mitte der 70er Jahre Basher und eine First Films Produktion aus Hong Kong, welche in Taiwan gedreht wurde. Der Film hat kaum Plot. Der Inhalt erinnert ans japanische Samurai Kino und/oder an den Italo Western. Dazu passen auch der wunderbare Vorspann und die Musik. Regie führte Shaw Brothers Legende Jimmy Wang Yu (The Shanghai Thirteen, The Killer Meteors, Boxers of Loyalty and Righteousness), der im Film auch noch gleich einer der Hauptrollen spielt.

Im Film geht es quasi um vier Einzelkämpfer, die sich am Ende vereinen müssen, um gegen den Gegner bestehen zu können. Es geht um Gold, das zu Beginn des Filmes gestohlen wird. Alle vier Helden haben persönlich negative Erfahrungen mit den Gangstern gemacht und tun sich im Finale zusammen, um das Dorf von der Plage zu befreien. Jimmy Wang Yu spielt einen der vier Helden. Nebst ihm sind Chen Sing (The Kung Fu Emperor, Tough Guy, The 13 Styles Strike), Chin Kang (Shaolin Warrior, A Girl Called Tigress, The Legendary Strike) sowie Chang Yi (7 Commandments of Kung Fu, Two Assassins of the Darkness, The Ming Patriots) als Helden zu sehen.

Von den vier Kämpfern dürfen Jimmy Wang Yu und Chang Yi am meisten zeigen. Die andern beiden halten sich relativ bedeckt. Dass nicht alle gleich viel Kampfszenen abbekommen, versteht sich bei der Anzahl Figuren von selbst. Die Bösewichte werden von Lung Fei (Tai Chi Shadow Boxing, Little Flying Dragon, The New Game of Death), Phillip Ko (Enter Three Dragons, The Gold Connection, The Mysterious Heroes), Shan Mao (Showdown) sowie dem mir unbekannten Luk Chuen (Deadly Chase for Justice, Soul of Bruce Lee, Fire on the Great Wall) gespielt. Letzterer ist zu meiner Überraschung sogar der Hauptbösewicht (ich hatte zuerst auf Lung Fei getippt). Seine Kampfszenen und Waffen sind stark. Ansonsten bekommt Phillip Ko erstaunlich viele Kampfszenen spendiert.

Die Kampfszenen sind hart und zum Teil blutig anzusehen. Auf Humor wird, bis vielleicht eine Szene, verzichtet, was dem Film gut bekommt. Der Film verzichtet bis auf wenige Ausnahmen auch auf Musik. Diese fiel mir vor allem im Intro und kurz vor dem Finalkampf auf (Erneut: Italo Western Vibes). Dass Chen Sing einen bemitleidenden Säufer spielt, fand ich leicht schade. Von ihm hätte ich zudem gerne auch mehr Kampfszenen gesehen. Aber man kann nicht alles haben…

Fazit: Starker Basher, sehr zu empfehlen!

Infos:

O: Si Da Tian Wang

HK 1974

R: Jimmy Wang Yu

D: Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chen Sing, Lung Fei, Chin Kang, Yee Hung, Luk Chuen, Shan Mao, Phillip Ko

Laufzeit der jap. VHS: 89:34 Min.

Gesehen am: 27.05.25

Fassungen: Mir lag die jap. VNS von CBS/FOX vor = Uncut, Vollbild (fällt nicht störend auf und die Bildqualität ist gut), Mandarin Print, jap. Subs. Andere Fassungen (DVD aus Japan, alle deutschen Fassungen = Die stahlharten Vier) sind zensiert. Fassungen im O-Ton und mit englischen Subs sind mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Mai 2025).

Dienstag, 19. August 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Shawgust 2025

Return of the One-Armed Swordsman

Story:

Fang Gang (Jimmy Wang Yu) wird angefragt, an einem Kampfturnier anzutreten. Er sagt ab. Er will das Leben als Farmer geniessen. Hinter dem Turnier stehen Bösewichte (u.a. Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia Lau Kar-Wing), die über alle Ressourcen (= die besten Kämpfer) verfügen wollen. Wer nicht mit macht, wird gezwungen, entführt oder getötet. Als Fangs Ehefrau (Lisa Chiao Chiao) entführt wird, gerät er definitiv zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Nach dem sensationellen Erfolg von The One-Armed Swordsman war eine Fortsetzung eine logische Konsequenz. Der Vorgänger machte Jimmy Wang Yu (Die Todesbucht der Shaolin, Das Todeslied des Shaolin, Boxers of Loyalty and Righteousness) zu Hong Kongs ersten Superstar (noch vor Bruce Lee) und der Film war der erste, der mehr als eine Million HKD an den Kinokassen einspielte. Jimmy Wang Yu genoss danach diverse Freiheiten und sollte nur ein Jahr später bereits auf dem Regiestuhl sitzen (The Chinese Boxer).

Return of the One-Armed Swordsman, den ich seit Mai 2008 nicht mehr sah, hat die 2. Sichtung bestanden. Der erste Teil gehört zu meinen Lieblingsfilmen im Shaw Brothers Universum. Wie sollte sich da die Fortsetzung machen? Ich empfand den zweiten Film der dreiteiligen Reihe als stark und sehenswert. Der Film ist qualitativ stark anzusehen und erreicht Kracher-Qualitäten. Dennoch mochte ich den ruhigeren Vorgänger etwas mehr, was aber nicht heissen soll, dass mir der in Actionszenen zahlenmässig viel höhere 2. Teil nicht gefällt.

Nebst Jimmy Wang Yu kehrten aus dem Vorgänger Lisa Chiao Chiao (The Dragon Family, Kwan Fu – Die Bande der Tigerkralle) als seine Film-Freundin und Chang Cheh (The Duel, Journey to the West, The Nine Demons) als Regisseur zurück. Der Film bietet massiv mehr Kämpfe, massiv mehr Blut-Effekte und einen massiv höheren Bodycount als der Vorgänger. Der Plot ist sehr dünn. Dass zwei weibliche Charaktere nicht unwichtige Rollen spielen (und eine auch bei den Bösewichten dabei ist), gefiel mir. Jimmy Wang Yu Fans werden voll auf ihre Kosten kommen. Sein Ego und Selbstvertrauen bringt er gekonnt und souverän in den Film ein. Ultracoole Darbietung von ihm!

Der Film wartet mit Unmengen an bekannten Gesichtern auf. Nebst Jimmy Wang Yu gefallen vor allem die Besetzungen der Bösewichte. Da sind Namen dabei wie Tien Feng (Oath of Death, The Snake Girl Drops In, The Savior), Ku Feng (Bruce and the Iron Finger, Revenge of the Corpse, The Furious Killer), Tong Kai (auch Choreograph des Filmes), Lau Kar-Wing (The Treasure Hunters, His Name Is Nobody), Lau Kar-Leung (auch Choreograph des Filmes) und Wu Ma (Ghost in Me, The Dead and the Deadly). Bei den Helden sind Namen dabei wie Cliff Lok (The Shaolin Kids), Chan Sing (The Ape Girl) und sogar die späteren Chang Cheh Stars David Chiang (A Mad World of Fools) und Ti Lung (The Convict Killer). In Mini-Auftritten sind auch noch Yuen Woo-Ping oder Yuen Cheung-Yan (Star aus Filmen wie Shaolin Drunkard oder Drunken Tai Chi) zu sehen.

Fazit: Für Shaw Brothers, Jimmy Wang Yu und Chang Cheh Fans Pflichtprogramm!

Gefolgt von: The New One-Armed Swordsman

Infos:

O: Du Bei Dao Wang

HK 1969

R: Chang Cheh

D: Jimmy Wang Yu, Lisa Chiao Chiao, Liu Chia-Liang, Ku Feng, Tang Chia, Lau Kar-Wing, Tien Feng, Essie Lin Chia, Yuen Cheung-Yan, Ti Lung, Cliff Lok, Chan Sing, David Chiang, Yuen Woo-Ping, Wong Ching

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 109 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Vol. 3) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland von TVP auf Blu-Ray erscheinen (Die Rückkehr des Königstigers).

Samstag, 28. Juni 2025

Death Ring

 

Death Ring

Story:

Sun (Lee Chung-Yat) kämpft um das Herz einer Frau und tötet dabei unwillentlich seinen Gegenspieler. Der Vater der Frau (Chen Kuan-Tai) empfiehlt Sun, zu fliehen. Er geht nach Thailand. Dort wird er u.a. mit dem Vater der Verstorbenen (Chan Sing) konfrontiert, der im Kampf schwer verletzt wird (Ti Lung mischt dort auch noch mit). Viele Jahre später geht es um die Söhne der Protagonisten, welche ihren Rachedurst stillen und nach ihren Vätern suchen und zusammen in einem Thai.-Box-Turnier aufeinandertreffen…

Meine Meinung:

Death Ring ist ein komischer Film und kein Kracher. Wirklich schlecht ist die Mitte der 80er Jahre und zum Teil in Thailand gedrehte Produktion aber auch nicht. Der Film stellt eine Zusammenarbeit des Godfather of Kung Fu, Regisseur Chang Cheh (The Shanghai Thirteen, Chinatown Kid, Vengeance!), und Venom-Star Lu Feng (The Rebel Intruders, Vier gnadenlose Rächer, Ninja Kids) dar, der im Film auch eine Nebenrolle spielt. Chang Cheh hat wohl die Szenen in Hong Kong gedreht und Lu Feng jene in Thailand. Das dürfte auch das wirre und zusammenhängende Skript erklären.

Der wirre Plot war zusätzlich durch fehlende englische Untertitel, viele Zeitsprünge im Setting und hier und da durch eine mässige Bildqualität zusätzlich erschwert. Der lahme und sehr wirre Teil betrifft den Mittelteil des Filmes, wo es gar zu Längen kommt. Die besten Szenen und auch die besten Kampfszenen hat der Film in den ersten 20 Minuten. Die sind sehenswert. Die dort vorgeführten Kampfszenen sind rasant, knackig und spektakulär choreographiert. In diesen mischen dann auch Alt-Stars wie Chen Kuan-Tai (Heroes Two), Ti Lung (trägt eine ähnliche Kleidung wie in The Shanghai Thirteen) und Chen Sing (Tough Guy) mit. Deren Kämpfe gehören natürlich auch zu den Highlights des Filmes.

Danach flacht der Film, wie erwähnt, ab. Zwar gibt es hier und da Mal einen Kampf zu sehen, doch die Qualität der Kampfszenen der ersten 20 Minuten wird danach nie mehr erreicht. Es gibt mind. zwei solide Turnier-Thai.-Box-Szenen und auch im Finale folgen noch einige Prügeleien. Die erreichen aber nur noch solide Qualität. Lu Feng taucht erst später im Film auf und spielt nur eine Nebenrolle. Die Hauptfigur wird von Lee Chung-Yat (The Nine Demons) gespielt. Nebst ihm hat auch Co-Star Cheung Tai-Lun schon oft mit Chang Cheh gedreht (The Naval Commandos).

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu gibt es im Mittelteil zu wenig Action und der Plot ist zu konfus. Nur für Hardcore-Fans von Chang Cheh zu empfehlen!

Infos:

O: Lei Tai

HK 1984

R: Chang Cheh, Lu Feng

D: Lu Feng, Chan Sing, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Lee Chung-Yat, Cheung Tai-Lun, Chai Kuang-Ning, Ho Kang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:19 Min.

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung: Ende März 2025

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung lag mir die US-DVD von Tai Seng vor. Uncut, Vollbild, nur Englisch Dubbed. Die DVD wurde 2011 von Chen Kuan-Tai signiert. Für die 2. Sichtung lag mir die VHS aus Südkorea vor. Dieses hat den Vorteil des Mandarin O-Tones. Dazu gibt es koreanische Subs. Die Bildqualität ist durchschnittlich bis mässig (dunkle Szenen). Vollbild. Sah Uncut aus. Eine O-Ton Fassung mit Subs ist mir nicht bekannt (Stand: März 2025). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).