Shaolin Monk
Story:
Frank (Chen Sing) wird zu Unrecht beschuldigt, seinen Chef ermordet zu haben. Er flüchtet in den Shaolin Tempel. Danach ist die Zeit gekommen, den wahren Täter zu finden und seinen Namen aus dem Dreck zu ziehen…
Meine Meinung:
Aka The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance. Nicht nur bei südkoreanischen Filmen handelt es sich oft um eine Mogelpackung (falsche Titel, falsche Bilder, nicht der erwartete Film auf dem Band), sondern scheinbar auch in Indonesien. Der Film trägt den Titel Shaolin Monk. Chen Sing spielte in besagtem Film aus dem Jahr 1976 mit. Bei diesem «Shaolin Monk» handelt es sich jedoch um den zwei Jahren zuvor gedrehten The Furious Monk from Shaolin, ebenfalls mit Chen Sing in der Hauptrolle.
Warum ich den Film, obwohl der sogar länger läuft als die deutsche Fassung mit dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust (mehr dazu unter Fassungen), nicht in die Sammlung aufnehme? Das liegt an 2.5 sehr simplen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass der Film so gut wie keine Action- oder Kampfszenen bietet. In den ersten 67 Minuten passiert einfach Mal gar nichts. Super langweilig. Das ist der Hauptgrund. Danach gibt es zwar paar Kämpfe, aber da empfand ich nur den Endkampf als solide. Die Kämpfe zuvor waren total kurz und nicht spektakulär. Und einen solchen Film schaue ich halt wegen Kampfszenen und nichts anderem.
Der zweite Grund liegt an der Fassung. Da kann der Film per se nichts dafür. Die englische Sprachfassung meiner Version war ungeniessbar, grottenschlecht, nicht zum Aushalten und hat den Film qualitativ nach unten gezogen. Und da der Film in den ersten 67 Minuten sehr dialoglastig war, war das natürlich eine absolute Tortur. Der Film will eigentlich dramatisch und ernst sein, aber durch die Synchro wird es trashig und ungewollt lustig. Da passen einzelne Momente dazu, die komisch anmuten, z.B. wenn Chen Sing vor dem Finalkampf gegen mehrere Fettsäcke kämpft oder der Hauptbösewicht im Finale von einem Vogel Kot aufs Gesicht bekommt (trug nichts zur Story bei).
Der offene halbe Punkt beträgt Chen Sing. Der ist hier ohne Schnauz zu sehen, was irgendwie «weird» war. In den wenigen Kampfszenen macht Chen Sing (Two Great Cavaliers, The New One-Armed Swordsman, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger) einen mehrheitlich gelangweilten Eindruck. Nur im reinen Finalkampf wirkt er motivierter. Andere Namen wie Shan Mao (keine Kampfszene), Philip Ko (praktisch nicht zu sehen) oder Addy Sung Gam-Loi (rettet den Film auch nicht) sorgen auch nicht wirklich für mehr Kämpfe. Wer Chen Sing in einer sehenswerten Rolle als Shaolin Kämpfer sehen möchte, dem sei stattdessen Shaolin Warrior zu empfehlen!
Infos:
O: Shao Lin He Shang
HK 1974
R: Hou Cheng
D: Chen Sing, Joan Lin Feng-Chiao, Shan Mao, Gam Sai-Yuk, Betty Pei Ti, Shaw Luo-Hui, Philip Ko, Addy Sung Gam-Loi
Gesehen am: 30.04.26
Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video
mit dem englischen Titel Shaolin Monk vor. Und jetzt wird es richtig fies: Es
handelt sich nicht um Shaolin Monk (HK 1976 mit Chen Sing) sondern um The
Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance mit Chen Sing, Betty Pei Ti,
Philip Ko und Addy Sung Gam-Loi. Die Fassung ist Englisch Dubbed mit
indonesischen Subs. In Deutschland gibt es den Film nur zensiert und unter dem
kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust. Es gibt keine Blu-Ray
Fassung (Stand: April 2026). In D läuft der 81 Minuten, während
meine Betamax 86:33 Min. läuft. Die Bildqualität ist sehr gut, der englische
Dub hingegen ist absolut ungeniessbar und furchtbar schlecht. In den USA gibt es eine Englisch Dubbed DVD (auch nur 81 Minuten).

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