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Sonntag, 28. Dezember 2025

The Dragon, the Hero Review

The Dragon, the Hero

Story:

Tu Wu Shen (John Liu) ist ein Agent. Er ist hinter einem Gangster und Schmuggler (Phillip Ko Fei) her. Auf seinem Weg trifft Tu Wu Shen auf Tang (Tino Wong Cheung). Dieser sieht in Tu Wu Shen zuerst einen Feind, ehe sie sich später mit einem weiteren Verbündeten (Dragon Lee) auf den Weg machen, die Gangster zu besiegen…

Meine Meinung:

The Dragon, the Hero ist einer der besten Filme von Godfrey Ho (Ninja Terminator, Lethal Panther, Secret Ninja Roaring Tiger). Der taiwanesische Film von Asso Asia Films (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple, The Blazing Ninja) bietet zwar einen sehr dünnen und auch leicht wirren Plot, dafür gibt es bekannte Namen und jede Menge spektakuläre Kampfszenen zu sehen. Es wird sicherlich fast alle fünf Minuten gekämpft. Daher überrascht es nicht, dass es kaum einen Plot gibt.

Schon das Intro in den Film, das diverse Kämpfer vor rotem Hintergrund Kampfdemonstrationen vorführen lässt, dazu gibt es gestohlene Italo-Western Musik aus dem Film Der Gehetzte der Sierra Madre (Musik von Ennio Morricone = La resa dei conti: Run Man Run), ist eine Klasse für sich. Italo-Western Musik in Eastern liebe ich. Das gibt schon Pluspunkte. Leider war das Stück jedoch im Film weniger oft zu hören, als ich es erwartet hätte. Dafür gibt es auch gestohlene Goblin-Musik zu hören (aus Dawn of the Dead). Auch cool.

Der Film ist unterhaltsam. Längen gibt es eigentlich keine. Die Helden sind John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen) und Tino Wong Cheung (The Butterfly Murders). Beide beeindrucken. Dragon Lee (Muscle of the Dragon) spielt eine kleinere Rolle. Er taucht hier und da auf, um aus der Patsche zu helfen, hat aber deutlich weniger Screentime als die anderen beiden. Die Bösewichte sind Phillip Ko Fei (The Club) und Chan Lau (Crocodile Evil). In einem kleinen Gastauftritt ist noch Bolo Yeung (Bolo) zu sehen und in einer Nebenrolle darf Fatty Chiang Kam (Ghosts Galore) noch etwas Klamauk in den Film bringen.

Die Kampfchoreographie stammt von Tang Tak-Cheung. Er war als Darsteller (meist nur sehr kurze Rollen) und Martial Arts Director (My Heart Is That Eternal Rose, Super Power, Ambitious Kung Fu Girl) tätig. Sogar auf den Regiestuhl hat er es geschafft, wobei er nur zwei Filme realisierte (u.a. Demon of the Lute). Seine Arbeit für The Dragon, the Hero ist der Wahnsinn. Bei den Stars, die zur Verfügung standen, aber auch wenig überraschend. Vor allem Fans von John Liu und Phillip Ko Fei werden voll auf ihre Kosten kommen. Am Ende wird es zwar etwas übertrieben trashig, dennoch sehr sehenswert.

Fazit: Für Eastern Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Za Jia Gao Shou

Taiwan 1979

R: Godfrey Ho

D: John Liu, Tino Wong Cheung, Phillip Ko Fei, Bolo Yeung, Dragon Lee, Chiang Kam, Mars

Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 28.12.25

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Crash Cinema = Uncut, solide Bild- und Tonqualität (in einigen Nachtszenen etwas zu dunkel), O-Ton und englische Subs. Nicht anamorph. Zudem liegt mir die deutsche Fassung (Todesgrüsse aus Shanghai aka Todesgrüsse von Bruce Lee) in der John Liu Eastern Box Vol. 1 von MIG vor sowie die neue US-Blu-Ray von Severin Films (The Game Of Clones: Bruceploitation Collection - Volume 1). Letztere wird jedoch nie geschaut werden da nur Englisch Dubbed. Zudem ist das Master auch nicht Uncut. Alleine im Finale fehlen zwei Minuten an Kämpfen. Zudem soll Severin Films nicht die Rechte am Film haben. Diese liegen bei Toby Russell, der mit Severin Films vor Gericht steht («IFD Films and Services Ltd. v. Severin Films, Inc. (2:24-cv-10904). District Court, C.D. California»). Der Fall, der am 18.12.24 eröffnet wurde, ist noch immer offen und wird weiterhin vor Gericht behandelt.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Rage of the Dragon Review

Rage of the Dragon

Story:

Menschen sind verschwunden und/oder getötet worden. Auch Lei Lungs (Dragon Lee) Vater gehört zu den Vermissten. Das macht Lei Lung zum Verdächtigen. Vor allem Meister Wong Kwok (Choe Min-Gyu) hat es auf Lei Lung abgesehen. Er macht Lei Lung auf den Tod seines Vaters verantwortlich. Master Kwan (Carter Wong) versucht derweil, wie auch Lei Lung, die Sache aufzuklären…

Meine Meinung:

Rage of the Dragon ist eine sehr positive Überraschung der Bruceploitation Box von Severin Films. Bis auf wenige Ausnahmen und die Tatsache, dass Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) einer der Hauptrollen spielt, wäre der Film für mich nicht Mal per se ein typischer Bruceploitation-Vertreter, sondern mehr ein eigenständiger Kung Fu-Film. Und die mag ich definitiv lieber als reine Bruceploitation-Filme.

Es handelt sich um einen südkoreanischen Film, der auch vor Ort gedreht wurde. Der Film stammt von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever). Schon dessen Secret Ninja, Roaring Tiger hat mir in den letzten Monaten ausserordentlich gut gefallen und so steht es auch um Rage of the Dragon. Die südkoreanischen Settings heben den Film gekonnt von den Kollegen aus Hong Kong und Taiwan ab. Auch beim Plot versucht der Film, anders zu sein. Die Szenen in der Grotte erinnerte mich leicht an The Butterfly Murders.

Es gibt viele tolle Kampfszenen, die diverse Tier-Kampfstile anwenden (z.B. Schlange). Die komischen Kampfgeräuschen sind schräg, aber haben ihren Charme und geben dem Film, zumindest im Finale, eine leicht trashige Note. Nebst Dragon Lee tummeln sich hier noch Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), der den Bösewicht spielt. Choe Min-Gyu (Ninja in U.S.A.) hat in den Kampfszenen auch überzeugt. Etwas schade, dass Kim Ji-Hye, ich glaube es handelt sich um die einzige Frauenrolle, kaum Kampfszenen bekommen hat. Godfrey Ho (Ninja Terminator) hat den Film quasi ausserhalb Koreas vertrieben, aber war nicht wirklich dessen Regisseur.

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 매권 Cheer (Maegwon)

Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Carter Wong, Kim Ji-Hye, Im Ja-Ho, Yoon Il-Joo

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 18.11.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut «HK-Version» (= Godfrey Ho Version), Englischer Dub (sogar solide), Widescreen, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland als Im Auftrag der Todeskralle auch auf Blu-Ray erschienen. Da werde ich wohl, da Deutscher Ton dem Englischen Dub sicherlich überlegen, nochmals zugreifen. Inwieweit die koreanische Originalversion von Godfrey Ho verändert wurde, ist mir nicht bekannt. In mind. einem Review habe ich gelesen, dass Szenen mit Dragon Lee und Kim Ji-Hye (die Frau) rausgeflogen sind aber auch einige Kampfszenen von Dragon Lee gegen Carter Wongs Männer vor dem Finale.

Freitag, 18. April 2025

Secret Ninja Roaring Tiger


Secret Ninja Roaring Tiger

Story:

Tiger So (Hwang Jang-Lee) und seine Ninja-Sekte entführen Susan (Yeo Yeong-Rim). Dessen Schwester (Seo Jeong-Ah), Chun Lo (Dragon Lee) und ein Wanderer (Im Ja-Ho) machen es sich zum Ziel, Tiger So das Handwerk zu legen und Susan zu retten…

Meine Meinung (Godfrey Ho Version):

Secret Ninja Roaring Tiger hat mir sehr gut gefallen. Der Film war deutlich besser als erwartet. Es handelt sich ursprünglich um einen Film aus Südkorea. Regie führte Kim Shi-hyeon (Devil Spider, Kung Fu Fever). Ich sah davon nur die ggf. veränderte, angepasste und neu synchronisierte Fassung von Godfrey Ho (Lethal Panther, Angel Enforcers, Angel’s Mission). Trotz englischem Dub mochte ich den Film. Von Kim Shi-hyeon dürfte mir, wenn ich nicht irre, noch Dragon, the Young Master ungesehen vorliegen.

Der dünne Plot hat dabei an den taiwanesischen Film Ninja vs. Shaolin Guards mit Alexander Lo Rei erinnert. Auch dort zog eine Gruppe von drei Kämpfern durch diverse Settings und musste sich immer wieder gegen diverse Gegner zur Wehr setzen. So auch hier. Seo Jeong-Ah, Bruceploitation Star Dragon Lee (in einer Szene im Finale imitiert er das grosse Vorbild tatsächlich) und The Uninvited Guest of the Star Ferry Star Im Ja-Ho machen sich auf den Weg, Bösewicht Hwang Jang-Lee, der Angst vor Brüsten hat (erinnerte etwas an die Szene aus Duel to the Death, wenn ein Priester von einer nackten Frau angegriffen wird), das Handwerk zu legen.

Ein wirklich dünner aber einfacher Plot. Perfekt zum Folgen. Und langweilig wird es praktisch nie, da viele Kampfszenen. Die Action, die Kämpfe und die Choreographie rocken und waren besser als erwartet. Mit Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!), Hwang Jang-Lee (Hard Bastard, Iron Angels) und Im Ja-Ho (The Postman Fights Back) sind auch Könner und Kicker ihres Fachs dabei. Auch der einzige (kämpfende) weibliche Star in der Runde, Seo Jeong-Ah (The Dragon's Snake Fist) überzeugt in den Kampfszenen. So sind die rasanten Kampfszenen sehr geniessbar und befriedigend. Die Musik wurde aus westlichen Filmen (Italo-Western und James Bond) gestohlen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Injamunsalsu

Südkorea, HK 1982

R: Godfrey Ho, Kim Shi-hyeon

D: Hwang Jang-Lee, Yeo Yeong-Rim, Seo Jeong-Ah, Dragon Lee, Im Ja-Ho

Laufzeit der holländischen VHS: 81:23 Min.

Gesehen am: 09.02.2025 / 2. Sichtung (deutsche DVD): 26.02.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Eagle 6 / Phoenix Home Video vor = Wahrscheinlich Uncut (die ggf. veränderte und Englisch synchronisierte Fassung von Godfrey Ho, nicht die koreanische Originalfassung), Englischer Dub (mässig), solide Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland unter dem Titel Die Vollstrecker der Ninja Uncut auf DVD. Die Godfrey Ho-Variante in Deutsch oder Englisch. Da werde ich wohl ein Upgrade tätigen und die VHS aus Holland verkaufen. Unter dem koreanischen Titel habe ich in Südkorea nur Poster, aber keine VHS gefunden. Nachtrag Feb. 2026: Für eine 2. Sichtung lag mir die deutsche DVD von Schröder Media vor = Widescreen, solide Bildqualität (Ausnahme 1-2 wenige Nachtszenen, die zu dunkel wirken), Uncut, Deutsche Sprachfassung (Englisch wäre auch auf der Disc), Wendecover. Der Film kommt in Deutsch deutlich besser als in Englisch. Der Film hat die 2. Sichtung locker bestanden. Hat fast Kracher Qualitäten, da viele tolle Kampfszenen, die einfach rocken und toll anzusehen sind. Dazu starker Cast. 

Samstag, 15. Februar 2025

Enter Three Dragons Review

 

Enter Three Dragons

Story:

Sammy (Samuel Walls) ist in Gangster-Geschichten verwickelt und wird mit dem Tod bedroht. Er lässt sich Hilfe aus den USA einfliegen. Am Ende bekommt er sogar mehr Unterstützung, als erwartet. Er bekommt in Form von Dragon Lee, Bruce Lai und Nick Cheung Unterstützung, um gegen die Bösewichte (u.a. Phillip Ko, Bolo Yeung) bestehen zu können...

Meine Meinung:

Aka The Dragon on Fire. Rein von der Qualität der Kampfszenen, vor allem in der 2. Filmhälfte, ist Enter Three Dragons einer der besseren Bruceploitation-Streifen. Eigentlich. Warum eigentlich? Ich war zum einen durch Lärm in meinem Wohnblock abgelenkt und genervt. Es war allgemein ein sehr mühsamer Tag. Der Hauptgrund ist aber der Englische Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht, nervt und wertet den Film qualitativ ab. Das hat so wirklich nicht Spass gemacht. Und leider sind praktisch alle Filme (in der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) nur Englisch Dubbed.

Der Film von Joseph Kong (Bruce and the Shaolin Bronzemen, Concord of Bruce Lee, The Furious Killer) vereint gleich zwei Bruce Lee Klone in dem Film: Südkoreaner Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Kung Fu Fever, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache), wenn ich nicht irre in seinem ersten HK-Film, und Bruce Lai (Fury in Shaolin Temple, Braveful Police, The Challenge of the Lady Ninja). Zusammen mit einer dritten Person, gespielt von Nick Cheung Lik (The Kung Fu Cook, Killer of Snake, Fox of Shaolin, Bruce Lee the Invincible), helfen sie Samuel Walls (der frühere «Michael Woods») gegen die Bösewichte.

Der Plot, kaum vorhanden und wirr, ist unwichtig. Die US-Fassung basiert leider auch auf einer leicht zensierten, wie es scheint, Export-Fassung. Es handelt sich hauptsächlich um Handlung, wobei auch eine Trainingsszenen fehlt. Einige Szenen des Filmes, u.a. jene mit Bolo Yeung (Master Killers, Bolo), wurden für den Film The Blazing Ninja "geborgt". Nebst Bolo Yeung wird der Hauptbösewicht und Endboss von Phillip Ko Fei (The Gold Connection) gespielt. Und der macht das, einmal mehr, toll. Vor allem seine Kampfszenen in der 2. Hälfte sind spektakulär choreographiert und werten den Film deutlich auf. Auch die Kampfszene des 2024 verstorbenen Lee Hoi-Sang (Fists and Guts) war stark und sehenswert. In einer Nebenrolle ist noch Chiang Tao (Disciples of Shaolin) zu sehen.  

Fazit: Ein Film, der mir in Mandarin (oder ggf. Deutsch) mehr Spass machen wird! Aktuell bin ich dran, mir eine Mandarin Version zu besorgen. Aber in Englisch kann ich den Film eigentlich kaum empfehlen, da einfach nervend, mühsam und abwertend. Schade um die Action in der 2. Filmhälfte…

Infos:

O: Faai Kyun Gwaai Ziu

HK 1978

R: Joseph Kong

D: Dragon Lee, Bruce Lai, Nick Cheung Lik, Phillip Ko Fei, Tiger Yang Seong-Oh, Chiang Tao, Bolo Yeung Sze, Samuel Walls, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 09.12.24 / 2. Sichtung: 01.02.25

Fassungen: Gesehen via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 = basiert scheinbar nur auf einer in Handlung leicht zensierten Export-Fassung, wobei auch eine Trainingskampfszene fehlt. Bild- und Tonqualität (dazu Englische Subs) sind zwar sehr gut, der Englische Dub ist aber grauenhaft schlecht, wertet den Film ab und nervt. Leider kein O-Ton vorhanden. Die deutschen Fassungen (Bruce Lee - Die Todesklaue des Tigers) basieren auch auf dieser leicht zensierten Version. Uncut ist die UK-DVD (franz. Print, Englisch Dubbed). Legale O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024). Auf taiwanesischen Auktionshäusern finde ich mind. zwei Bootleg-DVDs in Mandarin und in China fand ich eine VHS (leider mit ziemlich viel Schimmel) und eine VCD. Letztere versuche ich, in der Hoffnung eine Mandarin Ausgabe zu erhalten, zu bestellen. Nachtrag Feb 2025: The Dragon on Fire (On-Screen Titel der VCD aus China) sah ich vorletzten Monat als US-Blu-Ray. Aufgrund des miesen Englischen Dubs war die Sichtung wenig befriedigend. Daher in China nach einer Mandarin Fassung gesucht und fündig geworden. Zum Glück war auf der VCD der richtige Film drauf (Bilder stammen u.a. aus In the Line of Duty 4) Der Film kommt in Mandarin definitiv besser und angenehmer. Das Vollbild war halt schade, aber was will man machen? Der Film ist sehr actionreich. Es gibt fast alle fünf Minuten einen Kampf zu bestaunen, kaum Plot (so oder so etwas wirr) und am besten waren die Kampfszenen von Bösewicht Phillip Ko. Das letzte Viertel hatte dann fast schon Old School Kung Fu Qualitäten statt Bruceploitation-Feeling. Die Kämpfe von Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang waren auch solide. Ggf. fehlt Handlung in der Mandarin Fassung, die nur 77 Minuten läuft. Alles in allem macht der Film in Mandarin definitiv mehr Laune und ich bin froh, die VCD gefunden zu haben.

Donnerstag, 5. September 2024

Muscle of the Dragon

Muscle of the Dragon

Story:

Eine «Mond-Sekte» treibt ihr Unwesen. Ihre Tatwaffe: Heroin und dessen Schmuggel. Ein Agent aus Korea (Dragon Lee) und ein Agent aus Hong Kong (Nick Cheung Lik) machen es sich zum Ziel, die Bande zu infiltrieren und aufzuhalten. Sie finden heraus, dass der Anführer der Bande verschleppt und durch «The Bishop» (Kim Ki-Ju) ersetzt wurde. Weiter wurde ein Chemiker entführt, der helfen muss, die Drogen herzustellen.

Meine Meinung:

Aka Dragon Lee Fights Again. Bei Muscle of the Dragon handelt es sich in Wahrheit um einen südkoreanischen Film namens Two Fighters in Moonlight aka Fist of Fury in the Moonlight. Bei dieser mir vorliegenden Fassung, Englisch gesprochen und mit portugiesischen Untertiteln versehen, handelt es sich um eine veränderte Fassung. Es gibt keine koreanischen Credits und es wurden Szenen aus dem HK-Film Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache integriert. In denen sind vor allem Bruce Le und Bolo Yeung zu sehen. Scheinbar stammt diese veränderte Fassung von To Man-Bo (Magic Curse), während die Ursprungsfassung von Kim Jin-Tae realisiert wurde.

Bei Muscle of the Dragon handelt es sich daher nicht, wie fälschlicherweise in einigen Datenbanken erwähnt, um folgende Filme: The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! oder The Dragon, the Hero. Kim Jin-Tae, der Regisseur aus Südkorea, hat fast in all seinen Regiearbeiten mit chinesischen Regisseuren zusammengearbeitet. Soll heissen Co.-Produktionen und/oder es gibt veränderte koreanische Fassungen, davon auch von zwei Lo Wei Jackie Chan Filmen wie Spiritual Kung Fu oder To Kill with Intrigue. Muscle of the Dragon fliegt nach dieser 2. Sichtung aus der Sammlung.

Der Film, der in dieser Englisch Dubbed Fassung grauenhaft tönt, ist kein speziell guter Film. Zwar ist Muscle of the Dragon absolut nicht langweilig und es gibt viele Kampfszenen, was dem Film aber fehlt sind interessante Figuren und Sympathieträger bei den Helden oder Bösewichten, die Charisma bieten. Daher wirken die Kampfszenen belanglos, da mich die Figuren nicht abgeholt haben. Der Plot ist dünn und Mittel zum Zweck. Dragon Lee (The Kung Fu Fever) finde ich äussert wenig sympathisch. Da sind mir andere Bruce Lee Klone (wie Bruce Le) doch lieber, auch wenn ich sagen muss, dass ich allgemein kein besonders grosser Bruceploitation-Fan bin.

Fazit: Wer Dragon Lee mag, wird den Film lieben. Mich holte Muscle of the Dragon  leider nicht ab.

Infos:

O: 雙龍追踪, 월광쌍수, Two Fighters in Moonlight

Südkorea 1981

R: To Man-Bo, Kim Jin-Tae

D: Dragon Lee, Nick Cheung Lik, Kim Ki-Ju

Laufzeit der US-DVD: 90:00 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 09.06.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = ein Double Feature mit Kungfu Superman, Vollbild, Englischer Dub mit festen portugiesischen Subs. Den Film zu identifizieren fiel zu Beginn nicht einfach. In einigen Datenbanken ist der Film nicht gelistet oder wird fälschlicherweise als falscher Film angegeben (= als The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! oder The Dragon, the Hero). Es handelt sich bei Muscle of the Dragon um diesen Film: Dragon Lee Fights Again. Einen südkoreanischen Film (dort bekannt als Two Fighters in Moonlight), jedoch noch mit Szenen aus Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache ausgeschmückt.

Freitag, 15. März 2024

The Kung Fu Fever

The Kung Fu Fever

Story:

Nach dem Tod von Bruce Lee suchen diverse Parteien nach dessen Buch mit Kampftechniken. Auch Ricky Chan (Dragon Lee) ist auf der Suche nach dem Buch. Aber auch ein japanischer Gangster (Choe Min-Gyu), ein Nachtclubbesitzer (Shih Chung-Tien) oder ein angeheuerter Söldner (Ron Van Clief) sind hinter dem Buch her…

Meine Meinung:

The Kung Fu Fever ist ein durchschnittlicher Bruceploitation-Film, der nicht aus der Masse herausragt. Zumindest nicht in diesem Englisch synchronisierten VHS aus Holland. Vielleicht wäre mit der deutschen Synchronisation ein Mehrwert gegeben, eventuell. Die Produktion aus Südkorea von Kim Shi-Hyeon (Devil Spider) versuchte aus dem Erfolg der Bruceploitation-Wellt mitzuschwimmen.

Der Film startet mit einem coolen Intro und danach schlägt man aus dem Tod von Bruce Lee (The Big Boss) Profit. Da gibt es etliche Bilder zu sehen, die Mondo-Charakter haben, da echte Archivaufnahmen aus Bruce Lees Beerdigung. Danach übernimmt der dünne Plot den Film: ein Buch von Bruce Lee, in welchem er eine Technik beschreibt, wird von allen Helden und Bösewichten gesucht. Überraschungen gibt es inhaltlich keine.

Wo der Film, trotz Mangel an Highlights, überzeugt, ist ein Unterhaltungswert: Zwar ist der Film auch gewollt trashig, aber eins ist The Kung Fu Fever nicht: langweilig! Es ist immer was los und der Film unterhält einfach. Vor dem Finale werden dann auch einige kleine Stunts ausgepackt und der Finalkampf, in welchem Dragon Lee in den gelben Bruce Lee Anzug schlüpft, kann sogar überzeugen. Besonders amüsant war die Todeszone des Bösewichtes.

Der Trash-Gehalt besteht aufgrund der komischen Musik, Klamauk und doofen Dialogen. Gewalt, Sex oder Schmuddel-Szenen gibt es hingegen keine zu sehen. Die Musik ist ansonsten unauffällig. Dasselbe gilt für den Cast: ausser Dragon Lee (Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache) sind für mich keinen bekannten Namen dabei. Was die Helden und Bösewichte angehen ist es schade, dass alle Figuren belanglos wirken. Null Sympathie, null Charisma. Das war schade.

Was Dunkelhäutige Kämpfer angehen, kann Ron Van Clief der Konkurrenz wie Carl Scott (Die Depesche des Todes) oder Eugene Thomas (Ninja in U.S.A.) nicht das Wasser reichen. Zudem ist Ron Van Clief im Film mit paar vereinzelten Szenen kaum zu sehen und spielt mehr einen Gastauftritt, statt eine Neben- oder gar Hauptrolle. Aber der Film wurde scheinbar mit ihm vermarktet, so erscheint sein Name als einer der ersten, wenn nicht als erstes, in den Credits. Der Plot und die Szenen mit Mondo-Charakter zu Beginn geben dem Film eine Godfrey Ho (Copy and Paste) Duftmarke.

Fazit: Kein Kracher, aber unterhaltsam. Bruceploitation-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Jeongmujibo

Südkorea 1979

R: Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Shih Chung-Tien, Tam Yan-Mei, Ron Van Clief

Laufzeit der holländischen VHS: 86:28 Min.

Gesehen am: 24.01.24

Fassungen: Mir lag das VHS von King Movies aus Holland vor = Englischer Dub mit holländischen Subs, k.A. ob Uncut/Cut, Vollbild, gute Bildqualität. Dub qualitativ gut bis mässig. Gibt es in Deutschland von Mr. Banker Films auf DVD = Deutsch/Spanisch, keine Subs, zwei Fassungen, k.A. ob Uncut oder nicht. Titel in Deutschland: Das blutige Vermächtnis der Shaolin.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache Review

Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache

Story:

Nach dem Tod von Bruce Lee beauftragt das FBI einen Wissenschaftler, aus dem verstorbenen Star drei Klone zu erstellen - Bruce Lee 1, Bruce Lee 2 und Bruce Lee 3 (Dragon Lee, Bruce Le, Bruce Lai). Diese sollen einigen Gangstern, welche die Weltherrschaft an sich reisen wollen, das Handwerk legen. Als diese besiegt ist, dreht jedoch der Professor (Jon T. Benn) durch und will mit dem stärksten seiner Klone, selbst die Macht über die Welt gewinnen…

Meine Meinung:

Aka The Clones of Bruce Lee. Herrlicher Trash und Versuch, aus Bruce Lee Tod Kasse zu schlagen und unfreiwillig der Legende auch Respekt zu erweisen!

Es folgten viele solcher Filme und Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache, war sehr kurzweilig und fantasievoll wie auch trashig und unfreiwillig komisch (Dialoge).

Es gibt viele innovative Ideen wie:

Filmemacher die hinter dem Tod von Bruce stecken (gab es ja auch in der Wirklichkeit Gerüchte diesbezüglich), diverse Bruce Lee Klone (gespielt vom Trio Dragon Lee, Bruce Le und Bruce Lai), viel Old School Trainings- und Kampfszenen (90% des Filmes besteht nur aus Action), viel Trash (Dialoge, Roboterkämpfer die durch giftiges Gras sterben, FBI), Gweilos (u.a. FBI und der Professor), Bolo Yeung in einer Nebenrolle am Anfang und Endes des Filmes (Endgegner von Van Damme in Bloodsport), Mad Scientist Motive (der Professor der am Ende wegen schwachsinnigen Gründen durchdreht) und etwas exotischem Flair und Schmuddel (Wechsel zu Thailand und den vielen nackten Frauen, die sich die Brüste einreiben und einem Mann am Strand hinterherjagen).

Ein Film, der durch viel Action, Trash und Komik besticht und nicht durch Ernsthaftigkeit oder wunderschön choreographierte Kampfszenen. Wem oben genannte Schwachsinns-Beispiele nicht abschrecken (sondern für Freudentränen sorgen) sollte sich diesen Bruce Lee «Klon» nicht entgehen lassen! Trash und Unterhaltung pur!

Infos:

O: Shen Wei San Meng Long

HK 1980

R: Joseph Kong

D: Bruce Le, Dragon Lee, Bruce Thai, Jon T. Benn, Chiang Tao, Bolo Yeung

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 22.06.17

Fassungen: Gesehen als Bonusfilm auf der DVD zu The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! Film ist Uncut, die Bildqualität sehr gut, Deutsch und Englischer Ton (einzelne Szenen auch in Englisch die dazumal in Deutschland zensiert waren). Die deutsche Sprachfassung ist gut und garantiert Spass. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt (also Mandarin).

Mittwoch, 12. Juli 2017

The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! Review

The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!

Story:

Böse Japaner (unter der Führung von Bolo Yeung) kämpfen gegen gute Chinesen (Dragon Lee macht auf Bruce Lee).

Meine Meinung:

Aka Dragon Bruce Lee, Part II. Dieser Film, der in Südkorea gedreht wurde, ist wirklich nur für Old School Kung Fu Film Fans interessant. Den Film würde ich als gut und okay bezeichnen, aber nicht als Highlight. Da gibt es dann doch noch ganz andere Kaliber dieser Art.

Der Film wurde im Rahmen nach Bruce Lees überraschendem Tod gedreht, die eine ganze Welle von «Bruce Lee» Klonen und Filmen, die sich diesem Thema zum Nutzen machten, auslöste und nach sich zog. Einer dieser Filme war auch The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! Der deutsche Titel macht dabei den direkten Link zum Bruce Lee Klassiker The Big Boss.

Inhaltlich handelt es sich aber nicht um eine Fortsetzung, sondern eher um eine Art Remake. Die bösen Japaner gegen die guten Chinesen, wie man es im HK Kino der damaligen Zeit oft gesehen hat.

Dragon Lee mimt den Helden. Er war okay, mir aber überhaupt nicht sympathisch und auch als Bruce Lee Hommage ist er mehr schlecht als recht. Philip Ko, dieses Jahr verstorben, spielt eine grosse Nebenrolle. Van Damme Endgegner in Bloodsport, Bolo Yeung, spielt hier den Anführer der Japaner inklusive obligatorischem Hitlerschnauz. Unfreiwillig komisch, aber er macht seine Sache insgesamt besser als Dragon Lee.

Es handelt sich um einen Low Budget Film. Man darf nicht eine zu hohe Qualität erwarten. Dasselbe gilt auch für Trainings- und Kampfszenen. Diese sind okay, aber nichts Besonderes. Mit realistischen Erwartungen wird man, zumindest als Fan dieses HK Genres, solide und kurzweilig unterhalten, so dass man sich den Film gut in die Sammlung stellen kann – auch wenn es, wie bereits erwähnt, bessere Titel gibt.

Infos:

O: Jie Quan Da Dong Kau

HK, Südkorea 1981

R: Tu Lu-Po

D: Dragon Lee, Philip Ko, Cheung Lik, Lau Ying-Hung, Bolo Yeung

Laufzeit der dt. DVD: 88:09 Min.

Gesehen am: 01.06.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Wendecover, wahrscheinlich Uncut, Deutscher & Englischer Ton, keine Subs, Bonusfilm vorhanden = Bruce Lee - Seine Erben nehmen Rache (erstmals uncut & remastered). Es scheint keine Fassung mit O-Ton mit Subs oder Alternativen zu gebe, daher muss man sich mit der deutschen DVD "beglücken". Die deutsche Synchronisation ist hörbar und anschaubar und sicher nicht schlechter als die Englische Sprachfassung.