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Mittwoch, 2. April 2025

The Minotauress

The Minotauress

Inhalt:

"HELL'S BITCH IN HEAT...

Seething, slavering, and insane, it cringes, not wanting to slip forth from the noxious, bloated belly of its abyssal mother until the most hideous sexual atrocities beckon it from Hell's hot bowels: the dread monstrosity of unfathomable beauty and the most vile horror--revulsion and desire incarnated into one...

...PREGNANT TO BURSTING WITH ABOMINATIONS UNTOLD...

Atop the moon-drenched hillock sits the leaning manse, surrounded by ancient graves rich with the bones of witches, and amid the dense cricket-choruses of these ghastly twilight deeps, it stalks, thrashes and prowls, its nipples gorged with evil, its loins a frenzy of Luciferic lust...

RITES OF REDNECK PASSAGE... 

Behold Balls and Dicky (of THE BIGHEAD fame) as they embark on their first sociopathic epiphany teeming with down and dirty redneck whores, occult science, corpse-sex, and scatological gross-out the likes of which would make the BTK Killer faint. These boys think they're bad...but are they bad enough to face—

THE MINOTAURESS

Edward Lee's latest novel of irredeemable harder-than-hardcore horror...

This edition also contains the story "The Horn-Cranker"."

Meine Meinung:

In diesem Roman, der 2007 erschienen ist, sind zwei Edward Lee Romane hinterlegt. Zuerst die titelgebende Geschichte The Minotauress, dessen Artwork bereits sehr vielversprechend anmutet und Lust auf mehr macht. In dessen Plot gibt es ein Wiedersehen mit Balls und Dicky aus Edward Lees Roman The Bighead. Die Story aus The Minotauress spielt jedoch vor The Bighead. Fans der zwei Rednecks werden voll auf ihre Kosten kommen. The Minotauress endet enttäuschend, da offenes Ende. Auf der anderen Seite gibt mein Buch an, dass The Minotauress 2007 veröffentlicht wurde, während der 2. Roman in diesem Buch, The Horn-Cranker, bereits 2002 veröffentlicht worden sein soll.

Das ist spannend, da The Horn-Cranker als Fortsetzung zu The Minotauress zu verstehen ist. The Minotauress nimmt von 286 Seiten 176 ein. Um die Story, welche ich bereits einmal las, zu Ende zu lesen, brauchte ich heuer sehr lange. Oft waren lange Pausen dazwischen. Es wird vor allem Fokus auf Balls und Dicky gelegt. Zum einen ist das fiese, spassige und makabre Redneck-Action, auf der anderen Seite wird mit der Hauptfigur, die dem Roman auch den Namen gab, dem Minotauress, viel zu wenig Zeit gewidmet. Eigentlich geht es darum, dass Balls und Dicky einen reichen Mann bestehlen, in dessen Haus der Minotauress auf sie wartet. Dieser Sub-Plot nimmt aber nur ca. ein Viertel der Story ein und das offene Ende hat mich beim Lesen wirklich enttäuscht.

Die 3. Person, die nebst Balls und Dicky vorkommt, ist ein Autor. Dessen Szenen und sein Philosophieren gingen mir, ehrlich gesagt, auf den Sack. Diese Zeilen fand ich nervend und schwach. Daher ist The Minotauress, vor allem im Vergleich mit einem Highlight wie The Bighead, eine ziemliche Enttäuschung. Auch vom Vergleich losgelöst würde ich den Roman nur als qualitativ durchschnittlichen Roman betiteln. Umso erfreuter war ich, dass die Gottheit (der Minotauress) dann in der 2. Geschichte des Romans wieder auftaucht und der Plot quasi in einer neuen Geschichte weiter und vor allem zu Ende erzählt wird. Das gab Pluspunkte.

The Horn-Cranker hat mir besser gefallen als The Minotauress. Ich habe den Roman sehr schnell verschlungen. Der Plot ist ein Mix aus Redneck- und Backwood-Setting. Die Figuren waren, auch wenn mehr als 100% frauenfeindlich (und wie), sympathischer als jene in The Minotauress. In traditioneller Edward Lee Manier wird das so extrem übertrieben dargestellt, dass man das nicht ernst nehmen kann. Held der Geschichte ist Dean, der nach einer Weil an seinen Geburtsort zurückkehren muss, wo er der Held der Stunde war. Er hat alle Frauen flachgelegt und war der Champ der Region und der Weltmeister als Horn-Brecher. Ob es diese Disziplin überhaupt gibt, weiss ich nicht. Dean, der mehr und mehr Tagträume voller Gewalt hat, muss sich seiner Vergangenheit stellen, seinen verletzten Vater unterstützten, seine Jugendliebe retten und wird dabei von Ajax, seinem ebenso frauenfeindlichen Pseudo-Hobby-Psychologen aus der Grossstadt, begleitet, der sich in Deans 60 Jahre alte (!!!) Haushälterin verguckt. Und dann gibt es noch einen amüsanten Nebenplot mit einem schweinischen und korrupten Cop. Und Edward Lee scheint kein Hip-Hop und Rap-Fan zu sein. Das macht er im Roman auf amüsante Art und Weise mehrfach deutlich.

Fazit: Solide, aber kein Meisterwerk. Dafür hatte The Minotauress zu viele Schwachstellen. Pluspunkte gibt es, da die «Fortsetzung» The Horn-Cranker auch im Roman verewigt wurde. Ich empfehle, beide Geschichten nacheinander zu lesen. Edward Lee hat schon zuvor mehrere seiner Geschichten in einem Roman veröffentlicht (The House/The Pig).

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Necro Publications

Anzahl Seiten: 286

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 01.01.2007

Samstag, 7. September 2024

Family Tradition

Family Tradition

Inhalt:

"In this Novel of Eldritch Horror and Gourmet cooking, the Authors whet your Appetite with a delectable Trip to the Pacific Northwest in Search of the rare Crackjaw Eel. This Romp through the Woods is flavored with Inbred Rednecks, sauced with generous Helpings of Sex and topped with an Ending that’s sure to have Food Critics Raving the World over. Only those with Strong Stomachs and a Taste for Heavy Spice should Attempt this Meal.

In Family Tradition, Lee and Pelan show that there are far more Terrible Things Lurking in the Rain Forests of the Pacific Northwest than Amphetamine-Crazed Rednecks…Secrets man was not meant to Sample. It’s «Kitchen Confidential» written by Jeffrey Dahmer on Acid, with Just a Touch of Lovecraftian Flavor and a Hint of Gritty Realism to Satisfy even the Most Discriminating Palate.

Indulge Yourself and Enjoy the Sumptuous Haute Cuisine Served up by these Two Masters of Guerilla Gastronomic Outrage. Not Only will you Think Twice before Visiting the Woods again, you Just Might Never Look at the Food Network in Quite the Same Way…

From the Duo that Brought you Goon, Shifters, and the Cult Favorite Splatterspunk, Family Tradition is a Feast of the Senses that is Best Devoured before it Devours You."

Meine Meinung:

Die Inhaltsangabe und Beschreibung, vom Back-Cover des Buches zitiert, hört sich in meinen Augen nicht speziell an. Dennoch gehört Family Tradition zu den besseren Werken von Edward Lee. Mit einer Länge von nur 150 Seiten ist es unglaublich kurzweilig, unterhaltsam und amüsant zu lesen. Trotz der Kürze wurden unglaublich viele verrückte und fantasievolle Themen in den Plot gesteckt inklusive vieler kaputter Typen (nicht nur die Rednecks). Und wie für Edward Lee üblich, gibt es gegen Ende einen Twist.

Dieser könnte aber auch von John Pelan stammen. Oder zumindest die letzte Szene des Romans, denn diese hat mir persönlich irgendwie nicht gefallen. Passte nicht zum Rest der Story. Da wäre ein anderes Ende mit ihr wünschenswerter gewesen. Die beiden haben schon für andere Romane zusammengearbeitet. In Shifters oder Goon. Family Tradition bietet viel Sex (Frau und Transsexuelle), Perversitäten (Würmer in die Selbstbefriedigung einbinden), Backwood- und Rednecks, absolut perverse Koch-Szenen (in denen Opfer als Lebensmittel herhalten müssen) und Monster- und Tierhorrorelemente. Jedoch immer mit viel schwarzem Humor. 

Ich hatte Family Tradition schon einmal gelesen. Ich wusste jedoch nicht mehr viel. Einige Dinge hatte ich auch mit Edward Lees Slither verwechselt. Die Innovationen und der Fantasiegehalt, vor allem in den Rezepten des Rednecks, der dazu lebende Menschen verwendet, war wohl eines der Highlights des Filmes. Da musste ich mehrfach staunen! Zumal auch mit grossem Ekelfaktor verbunden, Mal abgesehen von Szenen die Würmer oder Blutegel beinhalten. Die eher «normalen» Sex-Szenen sind diesmal eigentlich weniger «pervers». Da gibt es Momente mit Rollenspielen, Unterwerfung und Natursekt.

Fazit: Für Edward Lee Fans zu empfehlen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Nein

Sprache: Englisch

Verlag: Necro Publications

Anzahl Seiten: 150

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch 

Autor: Edward Lee, John Pelan

Erschienen: Feb. 2014

Dienstag, 9. Juli 2024

The Bighead

The Bighead

Inhalt:

"Rape. Murder. Brain-Eating.

THE BIGHEAD - Who is he? What is he? An inbred homicidal pervert? A supernatural psychopath? Who or whatever he is, he’s on a roll now, raging out of the Virgina backwoods, and leaving in his wake a trail of blood, guts, and disgust far beyond the limits of your reckoning.

 

JERRICA - Sex-addict, drug-addict - a woman so far out of control she would make Linda Lovelace look like a schoolmarm. And little does she know, The Bighead is coming…for her.

 

THE ABBEY - Closed for years, Wroxeter Abbey is back in business, haunted by two nuns…from hell. Erotopathic, clinically demented, gross beyond belief. Tot he faithful priest, Father Alexander, they will do things that absolutely beggar description…"

Meine Meinung:

Als ich The Bighead vor ca. über zehn Jahren das erste Mal gelesen habe, war ich, glaube ich, etwas enttäuscht. Ich kann mich jedoch nicht mehr wirklich erinnern. Nun, nachdem ich den Roman in den letzten Monaten erneut gelesen habe, ich nahm mir Zeit (aufgrund Norovirus auf der Arbeit, aufgrund BIFFF, aufgrund Brugggore Filmfestival, aufgrund NIFFF, aufgrund Die Macht der Kränkung = viel los und das Leben am Geniessen), fand ich Edward Lees Roman super. The Bighead, welchen es inzwischen auch in Deutsch zu lesen gibt (ich frage mich, wie sie den Redneck Slang übersetzen?!), hat mit seinen über 300 Seiten richtig viel Spass gemacht.

The Bighead ist mehr als nur einer 08/15 Monster- oder Backwood-Story. Und genau deshalb war ich eventuell früher auch enttäuscht und nun dafür umso positiv gestellter. Ich würde gar sagen, dass die Kreatur Bighead sogar nur eine Randerscheinung ist. Es ist so viel los in dem Plot und es kommen so viele Figuren vor, dass für genug Makabre, perverse und gewalttätige, aber immer auch bitterböse und schwarzhumorige, Elemente gesorgt ist. Langweilig wird es daher nicht und wer die Fantasie von Edward Lee aus anderem Romanen kennt, weiss, dass praktisch alles möglich ist.

Die zwei Rednecks waren besonders fies, dann gibt es zwei unterschiedliche Frauen. Eine mit einem mysteriösen Geheimnis, die andere bietet genug Stoff für ein eigenes Buch, da drogen- und sexabhängig. Dazu ermordete Nonnen, perverse Sex-Träume und ein fluchender Pfarrer, dessen Arsch regelmässig durch Traumvisionen und amüsanten Konversationen mit (einem rauchenden und coolen) Jesus gerettet wird. Abgerundet wird der Roman durch viel schmerzhafte Grausamkeiten, die der Leser nicht Mal seinem Feind wünscht (oder gerade deshalb doch) und, wie für Edward Lee typisch, nicht vorhersehbaren Twists im Finale. Cool!

Absolut empfehlenswert für Fans von Edward Lee!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Overlook Connection Press

Anzahl Seiten: 354

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 1999

Samstag, 17. Februar 2024

Teratologist

Teratologist

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

«Billionaire John Farrington is obsessed with the idea of offending God to the point that God would want to confront him in person. Farrington has abducted priests and nuns to commit sexual atrocities with the most grievously genetically deformed people he can find. People that he's also abducted and kept in such a high state of sexual intensity, with a drug his company produces, that they are just ravenous for physical contact. The abductees, with basically no self control, commit some of the most depraved sex acts, over, and over again. Westmore and Bryant, a photographer and journalist, are given the rare opportunity to interview the reclusive Farrington and see inside his mansion and operation. Only to find the horrors within, and who have become pawns in the mysteries they find behind every door. Farmington's plan may work, and to make sure he's successful, he will do whatever it takes to have the deity of man face him.»

Meine Meinung:

Die Inhaltsangabe von Teratologist erzählt schon fast zu viel. Den Roman habe ich, wie bereits Goon, in meinem damaligen Urlaub in Portland gekauft. Teratologist ist ein kurzes Buch und damit kurzweilig. Edward Lee hat dabei mit Autor Wrath James White zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit hat sich gelohnt. Wer für welche Parts zuständig ist, ist unklar und lassen die beiden Autoren auch im Interview unbeantwortet (um Überraschungen nicht zu verderben).

In dieser von Overlook Connection Press veröffentlichten Auflage gibt es nach dem Roman noch ein längeres Interview mit Edward Lee und Wrath James White, welches ich informativ fand. Der Roman hat mir gefallen. Im Vergleich zu anderen Werken von Edward Lee ist der Plot humorloser, weniger schwarzhumorig, ernster und düsterer. Ich mochte das, auch wenn ich seine bitterbösen, schwarzhumorigen und makabren Geschichten auch sehr mag. Von Wrath James White kenne ich ansonsten, wenn ich nicht irre, keine Romane.

Was ist ein Teratologist? Das Internet gibt folgende Definition wieder:

teratology /ˌtɛrəˈtɒlədʒi/

noun

1. MEDICINE•BIOLOGY the scientific study of congenital abnormalities and abnormal formations. "he has made a long study of teratology"

2. mythology relating to fantastic creatures and monsters.

Ich empfand die Ausgangslage des Romans als sehr vielversprechend:

durch Böses Gott herausfordern, ihn zwingen, zu erscheinen! Hübsch episch, verrückt und spannend! Ob es gelingen wird? Damit ist für genug Spannung garantiert. Es gibt Ekliges und Fieses zu lesen. Mehrheitlich sind es perverse Sex-Praktiken, welche deformierte Freaks und Missgeburten beinhalten. Der Anfang des Buches fand ich speziell hart und eklig, da in einer Pflegeeinrichtung spielend. Ich arbeite in der Pflege, daher fand ich diese Beschreibungen noch krass (und besonders eklig). Aber ein Edward Lee (auch wenn die Texte ggf. auch von Wrath James White stammen könnten) ist sich für kein Setting zu schade, sich die Finger mit Perversitäten und Tabubrüchen schmutzig zu machen.

Fazit: Inhaltlich interessante Story, kurzweilig und fesselnd erzählt. Edward Lee Fans können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Overlook Connection Press

Anzahl Seiten: 114 Seiten (ohne Interview)

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Hard Cover

Autor: Edward Lee, Wrath James White

Erschienen: 2003 (Interview 2007)

Mittwoch, 24. Januar 2024

Goon Buch

Goon

Story:

Zitat Back-Cover:

"Six-foot nine and four-hundred pounds, hailing from Parts Unknown, he is the one-man walking gore machine of the Deep South Wrestling Conference, and his name is…

GOON

But Detective Phillip Straker isn’t a wrestling fan. The bodies pile up like dirty laundry: sex-obsessed tramps used as playthings by some unspeakable creature. Straker is determined to solve the rash of mutilation murders with trimmings that beggar description. Is it just coincidence, or do all the victims have something in common?

GOON

Investigate reporter Melinda Pierce will do anything to find out, by offering herself up as a sexual spittoon in order to infiltrate the arcane and lust drenched warrens of the backstage of Professional Wrestling. There in malodorous locker rooms and unsavory motels she partakes in carnal forays so gross, so downright nasty they’d make a porn star puke. All to track down…

GOON

This human juggernaut, the masked rack of guts, muscle, and mayhem…Is Goon just a wrestler gone insane? Or is he something hideously worse? Relentless as a Texas Death-Match GOON is a no-holds-barred festival of body slams and insatiable orgy, of pile-drivers and sexual grotesqueries, of neck-breakers, drop-kicks, and more blood and guts than a fish-market floor…It just might leave you down for the count." 

Meine Meinung:

Goon kaufte ich damals, wenn ich mich nicht irre, in meinem Portland Urlaub im Powell's Books Shop ("The World's Largest Independent Bookstore"). Da kaufte ich Bücher über Jackie Chan, das HK-Kino aber vor allem viele Edward Lee Romane. Zum Teil auch limitierte und signierte Sonderausgaben wie jene von Goon. Goon hat die 2. Lesung bestanden. Ich fand Goon herrlich amüsant, unterhaltsam, kurzweilig und zum Schmunzeln anregend.

Wer Edward Lee (The House) mag, wird Goon lieben. Edward Lee hat nicht immer nur alleine geschrieben. Es gibt auch tolle Zusammenarbeiten, z.B. Dahmer's Not Dead, welches Edward Lee zusammen mit Elizabeth Steffen geschrieben hat. So auch in Goon: hier arbeitete Lee mit John Pelan zusammen. Das tut dem Spass, der Unterhaltung und der Qualität aber keinen Abbruch. Mit nur 129 Seiten ist die Geschichte herrlich kurzweilig und schnell verschlungen. Edward Lee sollte noch weitere Male mit John Pelan zusammenschreiben (Shifters, Family Tradition).

Der Roman Goon ist ein Mix aus Serienkiller, Krimi/Polizeiarbeit, Backwood-Plot inklusive Sex/Erotik- und Ekelmomente und paar Sci-Fi Überraschungen. Angesiedelt ist der Undercover-Plot im Wrestling-Setting. Die Hauptpersonen sind Polizist Straker und Reporterin Melinda, die sich als Ringrat ausgibt, um an Goon zu gelangen. Goon selbst ist nicht die Hauptperson und kommt relativ wenig vor. Nur, um Enttäuschungen aufgrund falscher Erwartungen zu verhindern. Die Beschreibungen der Wrestler und "der Szene" sind zum Schreien komisch.

Den Roman fand ich, auch aufgrund der Beschreibungen, der Übertreibungen und aufgrund des Settings als sehr amüsant und schwarzhumorig. Kein Plot, den man ernst nehmen kann. Paar hübsch eklige und perverse Sachen gibt es. Fans werden auch in der Hinsicht nicht enttäuscht. Wer jedoch viel Gewalt erwartet, sollte auch diese Erwartungen reduzieren. Straker fährt heimlich auf Melinda ab, was auch zu einigen amüsanten Handlungen führt. Und, zu, meiner Überraschung, gibt es eine Verbindung zu Bullet Through Your Face.

In Bullet Through Your Face gibt es drei Geschichten. Eine heisst The Refrigerator Full of Sperm, in welcher der frauenfeindliche PFC Hays von seinen bizarren Frauengeschichten erzählt, was seinen Boss zum Kotzen bringt. Ihm wurde u.a. auch ein eigener Roman spendiert (Splatterspunk: The Micah Hays' Stories) und in einer Passage in Goon wird ihm eine weitere Ekel-Story über seine Sex-Geschichten spendiert - herrlich amüsante Füllszenen! Das hatte ich nicht mehr in Erinnerung bzw. die Verbindung fiel mir beim 1. Lesen nicht auf.

Fazit: Amüsante Pflichtlektüre für Edward Lee Fans!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Necro Publications

Anzahl Seiten: 129

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee, John Pelan

Erschienen: September 1996

Donnerstag, 7. Dezember 2023

The House

The House

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

"Two of Edward Lee’s most infamous grossout Horror Novellas in one Book!

The Pig

You know…the traditional tale of a Man with big City Dreams of Becoming the Next Huge Movie Director and how One Wrong Deal put him Deep, Deep into the Woods filming the Most Vile and Obscene Porn with Junkie Whores, an Endless Parade of Sexual Freaks, Psycho Mobsters and, oh Yeah…a Pig.

The House

Thirty Years ago this House was Scarred Forever. Now the Story continues.

Melvin has Come to Investigate the «Snuff» House Deep in the Woods. People Say It’s Haunted. Melvin doesn’t Believe in Haunted Houses.  But that Will Soon Change as His Dreams Smash Head First Into the Memories of a Man Sentenced to Film the Most Atrocious Sex Acts Imaginable. As Melvin Begins to Unravel the Clues to What Happend so Long Ago, the House sends Him and All those Around Him Into a Whirlwind of Depraved Sex and Despicable Horror."

Meine Meinung:

Der im Sept. 2010 erschienene Roman The House von Edward Lee beinhaltet gleich zwei Romane von ihm. Nämlich die bereits erwähnte Story The House (ursprünglich aus dem Jahr 2005) und den Vorgänger The Pig (ursprünglich aus dem Jahr 1997). The House ist eine Fortsetzung, die rund 30 Jahre später spielt. Ich hatte beide Geschichten bereits einmal gelesen, wusste aber nicht mehr allzu viel. 2-3 Momente waren mir noch im Kopf. Wer Edward Lee mag, wird beide Geschichten mögen!

The Pig bietet, wie der Titel bereits suggeriert, Zoophilie-Momente. Jedoch mehr als Rahmenhandlung. Es geht nicht primär darum, so viel sei an der Stelle erwähnt. Es sind auch weniger die Junkie-Prostituierten noch die Mafia-Mitarbeiter die Hauptfiguren, sondern der verschleppte Jung-Regisseur Leonard, dem die «Mobsters», um ihn gefügig zu machen, einen Hoden abgeschnitten haben. Das wird in grausamen, aber auch amüsanten Rückblenden erzählt. Leonard träumt von einer Karriere als erfolgreicher Regisseur und landet dann in einem Mafia-Haus, wo gefoltert, getötet und Snuff-Filme (und andere Sex-Werke) gedreht werden.

Die Story bietet viel Perversitäten, Grausamkeiten, weitere Trademarks, die Edward Lee mag (Gangster, Rednecks, Junkies…) aber auch viel schwarzen, bitterbösen Humor. Und es gibt ein Wiedersehen mit Gangster-Boss Vinchetti, noch bekannt aus Geschichten wie Header 2, The McCrath Model SS40-C, Series S (in Brain Cheese Buffet), der hier am Rande auch vorkommt. Das Einzige, was man dem Plot ankreiden kann, ist der Ausgang. Und ich mochte die Story von Leonard nicht (The Confessor), die im Roman mit Regisseuren wie Bergman, Polanski, Fulci und Hitchcock vergleichen wird. Diese habe ich beim Lesen dann übersprungen. Der Roman war schnell verschlungen. An der Fortsetzung, The House, hatte ich länger.

Warum? Seit Mitte November hatte ich 20 Tage frei. Zuvor habe ich vor allem in meinen Nächten (arbeitete als Nachtwache) gelesen. Daher hat sich das Lesen von The House unnötig in die Länge gezogen. Die Story knüpft lose auf den Ereignissen von The Pig an. Kam im ersten Roman Vinchetti vor, so gibt es hier einen Link zu Miss Torso (auch in Brain Cheese Buffet enthalten). The House hat mir dabei besser gefallen. Ich mochte die Flashbacks und Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart und ich mochte die Ausgangslage:

Ein verfluchtes Haus, ein jungfräulicher Autor und Nerd, der das Haus zusammen mit seiner fast immer nackt umherwanderten, sexuell provozierenden Stiefmutter bewohnen soll, während er an einem Artikel für eine Lokal-Zeitung arbeitet und recherchiert. Das gibt natürlich viel Stoff für feuchte Träume und sexuelle Darbietungen - auch im amüsanten Sinne. Ich glaube die meisten Worte in diesem Roman lauteten «mastruabted in grand style». Armer Melvin.

Der Verlauf der Story gefiel mir besser als beim Vorgänger und es gibt auch hier einige total abgefuckte, perverse (Kot verzehren) und fantasievolle Momente, die man einfach gelesen haben muss, um sie zu glauben. War The Pig mehr eine Backwood-Story, so gibt es in The House mehr eine Kleinstadt-Stimmung, da noch andere Personen vorkommen (der Sheriff, eine Biker-Gang und eine Hure namens Squirrelly). Das einzige negative war das Schicksal von Squirrelly. Die war sympathisch und so authentisch, die hätte gerne überleben dürfen.

Fazit: Wer es gerne pervers-humorvoll-unterhaltsam-amüsant mag, macht mit dieser Lektüre alles richtig! Gefundenes Fressen für Fans von Edward Lee!  

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja (aber einzeln)

Sprache: Englisch

Verlag: Necro Publications

Anzahl Seiten: 189

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: Sept. 2010

Donnerstag, 16. November 2023

Bullet Through Your Face

Bullet Through Your Face

Inhalt:

«No writer is more extreme, perverted, or gross than Edward Lee. His world in one of psychopathic redneck rapists, sex-addicted demons, and semen-stealing aliens. Brace yourself, the king of splatterspunk is guaranteed to shock, offend, and make you laugh until you vomit. Bullet Through Your Face collects three novellas demonstrating Lee’s mind-blasting talent.


Ever Nat

One man is forced to endure an unimaginable torment just to stay alive, one night at a time.


The Salt-Diviner

A touching story of one couple and the quadriplegic, homeless fortune teller locked in their basement.


The Refrigerator Full of Sperm

Why are all the men of Luntville falling into comas with their pants down and dicks up?


Meine Meinung:

Bullet Through Your Face war damals vor ca. zehn Jahren nach Brain Cheese Buffet mein 2. Buch von Edward Lee (Header 2), welches ich gelesen habe. Der Roman umfasst die drei Kurzgeschichten Ever Nat, The Salt-Diviner sowie The Refrigerator Full of Sperm. Ich wusste nicht mehr allzu viel vom Inhalt, so dass ich beim erneuten Lesen gut unterhalten wurde. Ich würde den Roman zusammenfassend zwar nicht zu seinen besten Werken zählen, aber unterhaltsam waren die abwechslungsreichen Geschichten allemal.

Die ersten zwei Geschichten sind dabei solide, die 3. gefiel mir hingegen klar besser und nur schon wegen dieser lohnt der Roman. Die Themen sind dabei jene, welche Edward Lee mag: Extreme Gewalt, viel Ekel, Sex und Perversionen aber auch immer viel bitterböser schwarzer Humor inklusive Redneck-Inhalten. Was die drei Kurzgeschichten allesamt innehaben, sind Slangs. Ever Nat und The Refrigerator Full of Sperm haben viel Redneck-Slang, was auf den ersten Blick nicht immer einfach zu lesen ist. Aber nach Mr. Torso (in Brain Cheese Buffet) war ich es gewohnt.

Die 1. Story ist wohl die typische Backwood-Story mit gewissen 08/15 Elementen wie ein abgelegenes Farmhaus, Rednecks und dem Klischee, das es nie gut ist, eine Anhalterin mitzunehmen. Es gibt viel Ekel in dem Buch mit diversen Ausscheidungen (Durchfälle z.B.) und viel Sex und Male to Male Rape-Kram. Die Hauptfigur hätte sich anders und besser verhalten können. Das Schicksal hätte ich z.B. nicht akzeptiert und aufgegeben, aber es passt zum Titel Ever Nat – die Pointe wird dem Zuschauer erst in den letzten Zeilen ersichtlich.

Die 2. Story bringt einen interessanten Inhalt um einen «Salt-Diviner». Es geht um Salz und einen Wahrsager. Auch hier: viel Sex, herrlich verschrobene Figuren aber die Auflösung war vorhersehbar. Die 3. Story war das amüsante, fantasievolle, auch hier und da super eklige Highlight der drei Geschichten mit dem wohl frauenfeindlichsten Cop der Welt. Füllszenen, die nichts zum Plot beitragen, bestehen aus sonderbaren Frauengeschichten, die PFC Hays zum Besten gibt. Herrlich eklig. Die Gegensätze des alten Chief Kinion, der seiner Traumfrau nachjagt, und PFC Hays, der sie alle erobert, sind einfach herrlich amüsant zum Lesen. Dazu mochte ich die Kleinstadt-Stimmung und auch den aberwitzigen, fantasievollen Plot um Sperma, Verschwörungen und Aliens. Interessanterweise sehe ich, dass Edward Lee seiner Figur PFC Hays sogar einen eigenen Roman spendiert hat. 2016 erschien Splatterspunk: The Micah Hays' Stories, wobei ich annehme, dass einige seiner Frauen-Geschichten aus Bullet Through Your Face auch dort erneut integriert wurden. Der Roman wird auf die Wunschliste gesetzt.

Fazit: Wer Edward Lees Romane mag, kommt um Bullet Through Your Face nicht herum!

Infos:

In Deutschland erschienen: Nein

Sprache: Englisch

Verlag: Deadite Press

Anzahl Seiten: 203

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 2010

Freitag, 15. September 2023

Brain Cheese Buffet

 

Brain Cheese Buffet

Inhalt:

"You've seen Cannibal Holocaust.

You've seen Salo.

You've seen Nekromantik.

You ain't seen shit!

Zombie prostitutes, religious rapists, horny werewolves, death by vomit, and sexual fetishes scraped off the sidewalk. From sex prisons to mafia torture chambers, hold on tight because you're about to enter the perverted and twisted mind of Edward Lee. Once you've seen what he hast o show you - there's no coming back.

Brain Cheese Buffet collects nine of Lee's most sought after tales of violence and body fluids. Featuring the Stoker-nominated «Mr. Torso, »the legendary gross-out piece «The Dritiphilist, »the notorious» The McCrath Model SS40-C, Series S» and six more stories to test your gag reflex."

Meine Meinung:

Brain Cheese Buffet war zwischen 2010-2011 das erste Buch von Edward Lee (The Stickmen, The Dunwich Romance, Sacrifice, Header 3, Portrait of the Psychopath as a Young Woman), welches ich gelesen habe. Es ist eine Ansammlung von mehreren, älteren Kurzgeschichten. Dazumal fand ich es extrem gut, heute noch immer, auch wenn ich bei einigen Geschichten paar Abstriche machen muss. Die Wirkung war nicht mehrt 100% die gleiche, da ich paar Sachen noch wusste.

Es handelt sich um neun Kurzgeschichten. Starten tut das Buch mit Mr. Torso. Diese Story fand ich nach wie vor sehr gut bis auf die philosophischen Ansätze. In anderen Romanen von Edward Lee dient das Thema Philosophie hier und da als Hauptthema – und das Gebiet finde ich halt eher zäh und lahm. Deswegen gab es bei der Story Abstriche. Rein von der perversen Fantasie und dem Backwood- und Redneck-Thema, immer gern gesehen bei Edward Lee, war die Kurzgeschichte aber hübsch innovativ und pervers.

Miss Torso, die 2. Geschichte, nimmt am Ende in einer amüsanten Pointe, Bezug zu Mr. Torso. Diese Story war überzeugt durch das Gangster-Setting und die vulgären Kraftausdrücke. Und viel perversen Sex. Apropos Bezüge: die Story handelt auch von Gangster-Boss Vinchetti bzw. dieser findet an mehreren Stellen eine Erwähnung. Und der kommt auch in anderen Kurz- und Lang-Romanen von Edward Lee immer wieder vor = The McCrath Model SS40-C, Series S, The Pig oder Header 2. Das finde ich cool.

Grub Girl in the Prison of Dead Women ist einer der schwächeren Kurzgeschichten in diesem Buch. Noch immer kurzweilig, amüsant und unterhaltsam, aber inhaltlich nichts Besonderes und nichts Spezielles: Zombies, Endzeit-Setting, WIP-Feeling und viel Splatter- und Gewalt! Gefolgt von The Dritiphilist, der wohl perversesten Geschichte des Buches mit viel Ekelfaktor und daher genau nach meinem Geschmack! Ob es dieses Krankheitsbild/Fetisch wirklich gibt? Wohlmöglich! Wer es gerne eklig, sonderbar und krank mag, wird die Story lieben! Makak war cool: Dschungel-Setting mit US-Kriminellen im südamerikanischen Busch, Drogen- und Gangstergeschäfte mit bizarrem, wenn auch vorhersehbarem Ende.

The Mother war guter Durchschnitt, kommt aber nicht an den Grossteil der anderen Geschichten heran. Vielleicht die 3. schlechteste Story in dem Buch. Paar amüsante Details (Ehemann als Voyeur), aber ansonsten auch relativ zahm. Danach folgt mit The Wrong Guy die für mich persönlich schwächste Geschichte: zwei Frauen bringen Männer um. Gegen die Patriarchen. Würde gut zur heutigen Woke-Zeit passen. Lee hat das aber sicher nicht deswegen geschrieben, sondern mehr à la Psycho Sisters (USA, 1988, Film) plus Werwolf-Inhalt. Schmerzhafte Folter- und Sex-Beschreibungen, aber sonst nichts Spezielles.

The Baby war sehr eklig. Und beinhaltet, fast schon grenzüberschreitend, auch ein Baby. Kranke Fantasie mit fiesem Ende. Wieder Redneck- und Backwood-Setting. An die letzte Geschichte mit dem langen und sonderbaren Namen The McCrath Model SS40-C, Series S konnte ich mich beim 2. Durchgang nicht mehr erinnern. Ich dachte zuerst, es handelt sich um eine Story, in der es um ein Auto geht = langweilig. Doch ich wurde eines Besseren belehrt: Mafia-Folter-Porno-Gangster Boss Vinchetti, Folterinhalte, Mad-Scientist (auch wenn ungewollt, da der Arzt dazu gezwungen wird) und viel Ekel-Fantasien bestimmen den Inhalt = sehr lesenswert, fies und amüsant!

Fazit: Wer sich einen Einblick in die perverse und innovative Fantasie von Edward Lee machen möchte, sollte sich dieses Werk auslesen, um ins Universum Edward Lee reinschnuppern zu können.

Infos:

In Deutschland erschienen: Nein

Sprache: Englisch

Verlag: deadite Press

Anzahl Seiten: 179

Roman/Sachbuch: Kurzgeschichten

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 2010

Sonntag, 23. Mai 2021

Portrait of the Psychopath as a Young Woman Buch-Tipp

Portrait of the Psychopath as a Young Woman

Inhalt:

 

Zitat Back-Cover:

 

"She is utterly beautiful, and utterly insane.

A full-force, hardcore psycho thriller. Unlike anything you've seen from Ed Lee before.

 

Psychopath

She shackles them to the bed. She glues their eyes closed. She punctures their eardrums. She sews their lips shut.

 

Torturess

They can't move. They can't see or hear. They can't scream. All they can do is feel. And with her tools -- her scalpels and needles, her bonesaws and her knives -- She gives them a lot to feel..."

 

Meine Meinung:

 

Von Edward Lee habe ich schon über 30 Romane gelesen. Sein Schreibstil, seine Figurendarstellungen, Settings und Gewohnheiten sind mir bestens bekannt und ich mag diese einfach. Ich schätze die kranke aber auch immer schwarzhumorige Welt eines Edward Lee sehr. Allerdings tat ich mir schwer, neue Romane von ihm zu kaufen.

 

Nun habe ich mit Portrait of the Psychopath as a Young Woman eine neue Lektüre für die ruhigen Stunden auf Arbeit gefunden (ich arbeite als Nachtwache) und auch diese Edward Lee (The Stickmen, The Dunwich Romance, Sacrifice, Header 2, Header 3) Geschichte hat sich gelohnt. Wie bereits in Dahmer's Not Dead hat Lee auch hier mit Elizabeth Steffen zusammen gearbeitet, was dem Realismus guttat.

 

Ich habe gelesen, dass Steffen wohl bei der Polizei oder FBI (oder so was) arbeitet und Lee wohl mit Infos zu Täter-Profilen und Hintergrundwissen über Missbrauch, psychischen Erkrankungen und anatomischen Details gefüttert hat – wie eben schon in Dahmer's Not Dead, in meinen Augen eine der besten Romanen von Edward Lee. Interessanterweise gibt das Buch zu Elizabeth Steffen keine Infos Preis…

 

Portrait of the Psychopath as a Young Woman hat mehrere Haupt- und Nebenpersonen und es gibt zunächst mehrere Plots, die nebeneinander erzählt werden. Die Figuren werden, wie oft bei Lee, übertrieben dargestellt. Teilweise sind die Figuren auch bewusst satirische Ebenbilder der heutigen Gesellschaft: Feministin, Missbrauchsopfer, homosexueller Cop, «Intellektuelle» Psychiater, der «gute» Zuhälter und sogar auf Rednecks muss man nicht verzichten…

 

Die Darstellung der Figuren fand ich amüsant. Diese regte mich mehr als nur einmal zum Schmunzeln an. Die Story ist in einigen Parts sogar spannend, wobei Twists im Finale jedoch spannungsarm- und vorhersehbar sind (zumindest für jene, die schon viele Edward Lee Romane gelesen haben).

 

Es gibt auch in diesem Roman viele Grausamkeiten, viel Gore und Perversionen. Auf der einen Seite die Taten der Killerin, auf der anderen Seite werden sexuelle Missbräuche beschrieben, die fast schockierender sind da mind. zwei der Figuren sexuellen Missbrauch als Kind / Jugendliche erfahren haben und dieses Detail für den Verlauf der Story wichtig ist. Als Link zu anderen Edward Lee Büchern wird auch Paul Vinchetti in Portrait of the Psychopath as a Young Woman mehrfach erwähnt. Der Hauptbösewicht aus Header 2 und ich glaube, wenn ich mich nicht irre, wird er auch in The House / The Pig erwähnt. Das immer Mal wieder Verbindungen zu anderen Romanen geschaffen werden, ist ein kleines Detail, welches ich an den Romanen von Edward Lee auch mag.

 

Fazit: Wer die Romane von Edward Lee und allen voran dessen Arbeit Dahmer's Not Dead mag, kann sich bedenkenlos an diesen Edward Lee Arbeit wagen! Makaber-spassige Unterhaltung garantiert!

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Unbekannt

 

Sprache: Englisch

 

Verlag: Necro Publications

 

Anzahl Seiten: 284

 

Roman/Sachbuch: Roman

 

Art: Taschenbuch

 

Autoren: Edward Lee, Elizabeth Steffen

 

Erschienen: 1998 (meine Ausgabe stammt von 2012)