The Dragon's Executioner
Story:
China in den 30ern:
Japaner haben das Sagen und gehen mit der chinesischen Bevölkerung nicht gerade zimperlich um. Ma Ta-Lang (Barry Chan) Angehörige werden zu Opfern der Japaner. Ebenso der Bruder von Hsu Hsiao-Chun (Doris Lung Chun-Erh). Beide nehmen den Kampf gegen die Japaner auf…
Meine Meinung:
Aka Chinese. The Dragon's Executioner ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty, Chase Step by Step, The Green Dragon Inn) und eigentlich müsste ich den Film zum Verkauf anbieten, da ein 5/10er. Auf der anderen Seite war ich heute ausserordentlich schläfrig und es ist nicht auszuschliessen, dass ich sogar ein- bis zweimal beim Schauen eingeknickt bin. Also wurde ich dem Film nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite kann ich Kritikpunkte klar benennen, und die würden mir auch bei einem Rewatch wohl nicht besser gefallen.
Der Inhalt ist weder neu noch originell. Das ist auch nicht wirklich kritisch zu betrachten. Aber solche Inhalte mit 08/15 Bösewichten (= Japanern), gefallen mir als Setting immer weniger. Das ist ähnlich wie neue Zombiefilme. Das spricht mich auch kaum mehr an. Ich finde die Themen ausgelutscht. Dann hätte ich z.B. lieber eine typische Meister-Schüler-Rache-Story gesehen, als jene der bösen Japaner. Es wäre noch was Anderes gewesen, wenn es charismatische oder wirklich fiese Antagonisten gehabt hätte. Wenn möglich noch mit Namen wie Lung Fei oder Yasuaki Kurata. Aber Fehlanzeige. Die Bösewichte sind Luschen und Barry Chan fehlt es einem würdigen Gegner.
Dazu kommt, dass das Schauspiel in einigen Szenen unfreiwillig komisch anmutete, so z.B. ausgerechnet in der Schlussszene, obwohl diese dramatisch und ernst gedacht ist. Die Mimik von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Death Player) oder dem Japaner, der noch durch das Schwert getötet wird, waren wirklich peinlich und die Sterbeszenen einfach schlecht gespielt. Ich denke, der miese Englische Dub hat das Gefühl und die Negativität zusätzlich verstärkt. Ansonsten gab es viele solide Kampfszenen. Barry Chan war solide. Etwas, was mich jedoch, vor allem beim den Kampfszenen, auch störte, war die Tatsache, dass in diesen meistens keine Musik zuhören ist. Nur Kampfgeräusche. Wie hätte z.B. ein Italo-Western Theme diese Szenen aufgewertet! Richtig toll war eigentlich nur Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu, The Cavalier, A Brave Girl-Boxer in Shanghai).
Fazit: Durchschnittlicher Basher!
Infos:
O: Chung Kuo Ren
Taiwan 1972
R: Wu Min-Hsiung
D: Barry Chan, Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, David Tang Wei, Ko Yu-Min, Shao Lo-Hui, Wu La-Yun
Laufzeit der holländischen Betamax: 88:44 Min.
Gesehen am: Sept. 2026
Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von EVC vor =
Statt 2,35:1 in 1,66:1, Englischer Dub (miese Synchro), wahrscheinlich Uncut, sehr
gute Bild- und Tonqualität. Gibt es vom gleichen Label auch auf VHS. Andere
Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).