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Mittwoch, 8. Dezember 2021

Guinea Pig: Android of Notre Dame Review

Guinea Pig: Android of Notre Dame

Story:

 

Ein Zwerg- Mad Scientist experimentiert an menschlichen Versuchsobjekten (gegen dessen Willen), um ein Heilmittel für seine schwer erkrankte Schwester zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Der in Deutschland als Teil fünf vermarktete Film soll trotz der «2» im Originaltitel der eigentlich sechste und somit letzte Teil der japanischen Guinea Pig Reihe sein, dessen Filme ich nun heuer alle neu angesehen habe. Ausser Teil zwei bleibt keiner der Filme in der Sammlung.

 

Android of Notre Dame ist jedoch okay. Der Abschluss ist kurzweiliger Trash und besser als die Teile 1, 3 und 4. Ich würde den in etwa gleich gut einstufen wie den Vorgänger. Die Laufzeit beträgt ca. 50 Minuten. Der Film ist dank der vielen Ideen, dem hohen Tempo und der kurzen Laufzeit kurzweilig.

 

Der Film erinnert an diverse andere Genre-Filme (Re-Animator, Hellraiser) und/oder an andere Genre-Inhalte (Frankenstein). Ob es in der Literatur wirklich einen «Android von Notre Dame» gibt, ist mir nicht bekannt. Der Film ist, wie gesagt, durch und durch okay aber absolut nichts Besonderes. Einige der Effekte waren besser, andere schlechter.

 

Der Mad Scientist Haupt-Plot um den Zwerg wartet mit vielen Effekte-Sequenzen, einem Hauch Schmuddel und nacktem Fleisch und Trash auf. Jedoch hätte ich mir in der Hinsicht mehr gewünscht, gerade was den Sexploitation Charakter und das Klischee mit dem Zwerg angehen (siehe den dänischen Film The Sinful Dwarf aka Das Haus der verlorenen Mädchen). Da wäre durchaus mehr Schmuddel- und Sleaze Potenzial vorhanden gewesen (z.B. eine schicke Inzest-Story um die Schwester).

 

Die Leistung der Darsteller war leider relativ beschränkt. Sah zu sehr nach Amateur aus und die Mucke war billig (und die Hellraiser Vibes ebenso). Lohnt sich nur vereinzelt für einige nette Gore- und Make-Up Effekte im Mad Scientist-Setting. Sonst nichts, was sich wirklich lohnt. Kann man 1x gucken, aber nichts für die Sammlung!

 

Fazit: Nur für die ultimativen Fans der Reihe zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Za ginî piggu 2: Nôtoru Damu no andoroido

 

Japan 1988

 

R: Kazuhito Kuramoto

 

D: Toshihiko Hino, Mio Takaki, Tochirô Taguchi

 

Laufzeit der deutschen DVD: 51:54 Min.

 

Neusichtung am: 19.09.21

 

Fassungen: Siehe Teil 1! Zu den Untertiteln (Egal ob Deutsch oder Englisch): diese sind verzögert so, dass Textpassagen erscheinen, wenn niemand spricht und/oder wenn bereits die nächste Person darauf Antwort gibt. Mühsam.

Sonntag, 28. November 2021

Guinea Pig 6 – Mermaid in a Manhole Review

Guinea Pig 6 – Mermaid in a Manhole

Story:

 

Ein Künstler/Maler (Shigeru Saiki), dessen Ehefrau vor kurzem verstarb, lässt sich von der düsteren Welt der Kanalisation für seine Arbeiten inspirieren. Eines Tages findet er dort eine Meerjungfrau (Mari Somei). Er nimmt sie zu sich nach Hause, wo er sie zu zeichnen beginnt. Sie wird jedoch krank, bekommt Geschwüre und ihr Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Mehr Inspirationen für den Künstler, der seinem Job mit Leidenschaft nachgeht…

 

Meine Meinung:

 

Im Vergleich zu den Vorgängern (He Never Dies & Devil Woman Doctor) ist Mermaid in a Manhole, der in Deutschland als Teil sechs betitelt wurde obwohl in Wahrheit Teil fünf (à la Demons und Demons 2) darstellend, eine klare Steigerung. Dennoch fliegt auch dieser Teil der Reihe (wie bisher fast alle Teile der Reihe) aus der Sammlung, da kein Bedarf, den Film in Zukunft nochmal zu sehen.

 

Der Plot ist zu dünn und zu schwachsinnig. Meerjungfrau in der Kanalisation? Auch wenn es am Ende, wie sich herausstellt, wohl seine tote Ehefrau war und gar keine Meerjungfrau, doch hilft dieser kleine Twist am Ende nicht darüber hinweg, dass der Film inhaltlich dünn ist. Immerhin kehrten die Macher zu den Wurzeln der ersten zwei Teile (Devil's Experiment & Flowers of Flesh and Blood) zurück.

 

Sprich auf Humor und Klamauk, welche die Vorgänger dominierten, wird verzichtet. Stattessen geht es ernst, dramatisch, philosophisch, grafisch und blutig zur Sache. Die Effekte sind das beste in diesem Film. Die Make-Up Geschwüre, die Zerstückelung am Ende und der Einsatz von richtigen Würmern, die auf Geschwüren platzen, sind hübsch eklig und innovativ. Teilweise fühlte ich mich an HK/TW-Filme wie Centipede Horror oder The Devil erinnert.

 

Fazit: Wer es braucht schlägt zu, alle anderen lassen die Finger davon!

 

Gefolgt von: Guinea Pig: Android of Notre Dame

 

Infos:

 

O: Ginî piggu: Manhôru no naka no ningyo

 

Japan 1988


R: Hideshi Hino

 

D: Shigeru Saiki, Mari Somei, Masami Hisamoto, Tsuyoshi Toshishige

 

Laufzeit der deutschen DVD: 57:16 Min.

 

Neusichtung am: 31.08.21

 

Fassungen: Siehe Teil 1!

Donnerstag, 18. November 2021

Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor Review

Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor

Story:

 

Eine durchgeknallte Ärztin (Peter) stellt verrückte und bizarre Krankheiten vor…

 

Meine Meinung:

 

Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor empfand ich früher als sehr schlecht. Ich glaube sogar, dass ich den bei Erstsichtung durch gespult habe. Aktuell empfand ich neu ja auch den dritten Teil der Reihe als sehr schlecht. Und neu ist sogar, dass ich Teil drei schlechter als diesen hier finde, obwohl mich gerade (Drag-Queen) Peter höllisch nervt. Eigentlich müsste ich somit Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor weniger mögen.

 

Aber aufgrund des Aufbaus des Filmes war Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor kurzweilig und abwechslungsreich. Und somit weniger lahm und langweilig als Teil drei und auch nur deshalb leicht besser (aber kein wirklich sehenswerter Kurzfilm). Man kann es mit Werbe-Sketches vergleichen: Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor ist eine Aneinanderreihung von Sketches. Inhalte: unterschiedliche Krankheitsbilder. Fiktive und nicht fiktive.

 

Und diese sonderbare Originalität und Fantasie, welche die Macher teilweise zeigten, gefiel mir im Ansatz. Das Sonderbare und Fantasievolle. Das mochte ich. Die beste Szene war die, als dem Baby der Kopf explodiert und auch der Start mit der Puppe fand ich cool (erinnerte an A Nightmare on Elm Street Part 5). Die Effekte sind bewusst total billig gehalten. Kein Vergleich zu den Vorgängern – weder was die Qualität oder Anzahl Splatter-Effekte angehen, kann Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor mit den Vorgängern mithalten.

 

Abgesehen von diesem kleinen Detail ein furchtbarer Film mit miesem Humor und einem nervenden Lead (und ich mag halt wirklich keine Männer in Frauenkleidern und Stöckelschuhe finde ich zudem furchtbar unsexy). Daher: Zusammen mit Teil drei der bisher schlechteste Film der Reihe. Es überrascht nicht, dass die Macher danach wieder umlenkten und ernste Filme produzierten – weg vom Slapstick und Comedy-Anteil…

 

Gefolgt von: Guinea Pig: Mermaid in the Manhole

 

Infos:

 

O: Ginî piggu 4: Pîtâ no akuma no joi-san

 

Japan 1986

 

R: Hajime Ejiki

 

D: Nezumi Imamura, Peter, Naoto Takenaka

 

Laufzeit der deutschen DVD: 48:27 Min.

 

Neusichtung am: 15.08.21

 

Fassungen: Siehe Teil 1!

Mittwoch, 22. September 2021

Guinea Pig 3: He Never Dies

Guinea Pig 3: He Never Dies

Story:

 

Ein Otaku verkriecht sich in seiner Wohnung und beginnt sich zu verstümmeln. Doch: er scheint unsterblich. Die Verletzungen und Verstümmelungen bringen ihn nicht um. Das stoppt ihn aber nicht, damit aufzuhören…

 

Meine Meinung:

:

Nach der Harakiri-Reihe bin ich dran, auch die alten Guinea Pig Filme aus Japan neu zu sichten. Heute stand Teil drei auf der Reihe und nach Teil eins wird dies der zweite Film, der die Sammlung verlassen wird. Der Film ist sogar noch schlechter als Teil eins.

 

Aber der Reihe nach: Nachdem es aufgrund von Teil zwei Probleme gab (Snuff-Gerüchte) haben die Macher nun einen komplett anderen Ton eingeschlagen, was schon Mal, zumindest für Fans der Originale, enttäuschend sein dürfte.

 

Es handelt sich noch immer um einen Kurzfilm von lediglich 40 Minuten Laufzeit. Statt einem «Fake-Snuff» Film bekommen es die Zuschauer nun mit einer dümmlichen aber auch sozialkritischen Horrorkomödie zu tun. Kritik wird laut am Arbeitssystem in Japan, der Aufopferung an diese und auch das Otaku-Phänomen wird gestreift (sich tage- wenn nicht gar jahrelang in der Wohnung verschanzen etc.).

 

Die Sozialkritik ist löblich. Alles andere ist schlecht: die Effekte sind zwar blutig aber hauen nicht vom Hocker und machen nur paar Minütchen aus. Ansonsten herrschen gähnende Langeweile, nervende Figuren und nervender und peinlicher Humor vor. Und dass trotz einer Laufzeit von nur 40 Minuten. Man stelle sich vor, der wäre 90 Min. gelaufen. Absolut tödlich.

 

Es gibt nur zwei gute Szenen: Eine Frau zieht sich Strümpfe an und der coole Demons Soundtrack im Finale (sicher ohne die Rechte gekauft zu haben)...

 

Fazit: Schrott, langweilig und Zeitverschwendung!

 

Gefolgt von: Guinea Pig 4: Devil Woman Doctor

 

Infos:

 

O: Ginî piggu 3: Senritsu! Shinanai otoko

 

Japan 1986

 

R: Masayuki Hisazumi

 

D: Keisuke Araki, Eve, Masahiro Sato

 

Laufzeit der deutschen DVD: 40:37 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung 07.07.21

 

Fassungen: Siehe Teil 1!

Sonntag, 12. September 2021

Guinea Pig 2: Flowers of Flesh & Blood Review

Guinea Pig 2: Flowers of Flesh & Blood

Story:

 

Ein Mann entführt und betäubt eine Frau, um sie danach zu zerstückeln…

 

Meine Meinung:

 

Teil zwei der Guinea Pig Reihe ist berühmt berüchtigt. Die Macher sollen nach Snuff-Film-Anschuldigungen ein Making of veröffentlicht haben, nachdem angeblich Charlie Sheen in den «Genuss» des Filmes kam und beim FBI Anzeige erstattet haben soll.

 

Bevor ich die Reihe verkaufe werden die einzelnen Teile nochmals geschaut. Das waren damals Grenzerfahrungen in der Pubertät. In der Regel sagen mir solche Filme heute nicht mehr zu. Zu meiner Überraschung hat Teil zwei, für viele der beste und härteste Teil der Reihe, die Neusichtung jedoch bestanden.

 

Guinea Pig 2: Flowers of Flesh & Blood ist richtig gut gemacht. Die Spezialeffekte sind der absolute Wahnsinn! ich hatte diese gar nicht mehr als so gut in Erinnerung! Eine wahre Kunst! Blutig, derb und innovativ! So was sah der Fan zuvor nie! Die Zerstückelung als perverse Kunst nimmt die Mehrheit des ca. 40minütigen Kurzfilmes ein.

 

Einen richtigen Plot gibt es nicht. Freude hatte ich am Samurai: der und dessen Weisheiten, die er zwischen seinen Taten philosophisch zum Besten gibt, haben mir sehr gut gefallen! Sinn ergibt das Ganze nicht, aber es hebt den Film etwas über das Niveau. Statt sinnlose zu metzeln versteckt sich möglicherweise eine Tiefere Bedeutung hinter dem Ganzen…

 

Nebst den superben und blutigen Effekten fehlt es dem Film auch nicht an einer Spur Sadismus und Perversität inklusive Würmer/Maden/Spulwürmer im Finale, was dem Film einen morbiden «Höhepunkt» beschert. Der Film fesselt, ist intensiv und es gelingt den Machern, eine bedrohliche, düstere und spezielle Stimmung und Atmosphäre zu generieren. Zudem empfand ich den Film deutlich weniger langweilig (oder gar nicht) als Teil eins.

 

Fazit: Für Fans des japanischen Splatter-Filmes und für angehende Make-Up Künstler als Lehrfilm eine Bereicherung für das Genre!

 

Gefolgt von: Guinea Pig: He Never Dies

 

Infos:

 

O: Ginî piggu 2: Chiniku no hana

 

Japan 1985

 

R: Hideshi Hino

 

D: Hiroshi Tamura, Kirara Yugao

 

Laufzeit der deutschen DVD: 41:58 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: Ende Juni 2021

 

Fassungen: Siehe Guinea Pig: Devil's Experiment.