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Dienstag, 24. März 2026

Violent Panic: The Big Crash

Violent Panic: The Big Crash

Story:

Takashi (Tsunehiko Watase) und sein Kumpel wollen sich mit dem letzten Banküberfall einen Traum erfüllen und nach Brasilien fliehen. Doch bei der Flucht stirbt Takashis Kumpel und seine Identität wird aufgedeckt. Zusammen mit einem Mädchen (Miki Sugimoto), mit welchem er eine Affäre hat, versucht er zu entkommen, während diverse Parteien hinter ihm und dem Geld her sind…

Meine Meinung:

Violent Panic: The Big Crash ist einer von zwei Filmen in einem Blu-Ray Set des US-Labels Film Movement. Der andere Film ist Set ist Wolves, Pigs and Men. Erfreut kann ich sagen, dass mir Violent Panic: The Big Crash besser gefallen hat und das Set dank dem Film in die Filmsammlung aufgenommen wird. Gleichzeitig handelt es sich bei Violent Panic: The Big Crash um einen etwas kuriosen Beitrag von Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Battle Royale, Virus). Er bleibt zwar seinen technischen Standards treu (verwackelte Kamera, viel Geschrei, Gewalt, Musik), aber bedient sich Genres, welche er zuvor so noch nicht erzählt hat.

Der Film ist mit seinen nur 85 Minuten sehr kurzweilig. Der Film ist praktisch nur eine einzig lange Flucht. Takashi und sein Mädchen sind die einzigen zwei Figuren, die etwas mehr beleuchtet werden. Nebst ihnen gibt es mehrere Nebenfiguren und einige Sub-Plots, die zuerst nichts mit Takashis Banküberfall zu tun haben, aber dann nach und nach und vor allem im (übertriebenen) Finale, integriert werden. Mehr zufällig, als gewollt. Der Film ist eine wilde, zuweilen auch überraschend komische, übertriebene oder je nach Szene auch sadistische Produktion, die einige unerwartete Szenen zeigt, die ich in dem Film so nicht erwartet hätte (sondern mehr im Pinky Violence Genre).

Speziell das letzte Viertel war mir zu doch hier und da etwas zu drüber (und zu unrealistisch), um es ernst nehmen zu können. Hier wäre mehr Ernsthaftigkeit statt komische Momente die etwas bessere Wahl gewesen. Es mutet doch fragwürdig an, dass sich so viele Zivilisten, die nichts mit der Sache zu tun haben, der Verfolgung, auch wenn im Affekt, anschliessen und sich und andere gefährden (zudem hätte es gerne auch mehr zivile Opfer geben dürfen).  Auf der anderen Seite war es dennoch sehr cool, so viele echte Fahrzeige, Crashs, Stunts und Explosionen zu sehen. Das verdient Anerkennung.

Mit Namen wie Tsunehiko Watase (Sympathy for the Underdog), Miki Sugimoto (Tokugawa Sex Ban: Lustful Lord), Hideo Murota (Wolf Guy), Takuzō Kawatani (The Street Fighter), Yayoi Watanabe (tolle Nebenrolle als Powerfrau, die den Männern zeigt, wo es langgeht), Ryō Nishida (Samurai Wolf), Nenji Kobayashi (Message from Space), Akira Shioji (The Magic Serpent) oder Harumi Sone (Gozu) ist der Film prominent besetzt. Nach vielen Yakuza-Geschichten stellt Violent Panic: The Big Crash doch eine willkommene und unterhaltsame Abwechslung dar, die sogar, untypisch für den Regisseur, ein Happy End bietet. Ein kleines Kuriosum in Kinji Fukasakus Schaffen!

Fazit: Kinji Fukasaku Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Daigekitotsu

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Tsunehiko Watase, Miki Sugimoto, Hideo Murota, Takuzō Kawatani, Yayoi Watanabe, Ryō Nishida, Nenji Kobayashi, Akira Shioji, Harumi Sone

Laufzeit der US-Blu: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 24.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Film Movement vor = zusammen mit Wolves, Pigs and Men in einem Set inklusive Schuber und Booklet. Der Film ist Uncut, O-Ton und japanische Subs sind vorhanden und die Bild- und Tonqualität ist exzellent. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Dienstag, 20. Januar 2026

Japan Organised Crime Boss

Japanuary 2026

Japan Organised Crime Boss

Story:

Kôji Tsuruta (Tetsuo Tsukamoto) wird nach acht Jahren Gefängnis entlassen. Das Yakuza-Mitglied findet sich mitten in einem Yakuza-Krieg wieder. Zwei Banden kämpfen um die Vorherrschaft in Yokohama. Als Kôjis Boss ermordet wird, tritt er in dessen Fussstapfen und nimmt den Kampf auf…

Meine Meinung:

Japan Organised Crime Boss ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Wolves, Pigs and Men, Yakuza Graveyard, Hokuriku Proxy War). Die Ende der 60er Jahre Produktion hat mir sehr gut gefallen. Inhaltlich hat mich der Streifen an Kinji Fukasakus Film-Reihen Battles Without Honor and Humanity sowie New Battles Without Honor and Humanity erinnert. Japan Organised Crime Boss geht es ernster, dramatischer und ruhiger an, als andere Yakuza-Filme des Regisseurs.

Der Film hat einen simplen Plot, der mir jedoch, auch aufgrund der tollen Figurenzeichnung und der Dramatik, gut gefallen hat. Dazu passt dann auch das nihilistische, aber für Kinji Fukasaku typische und wenig überraschende Ende. Tetsuo Tsukamoto gibt einen wunderbaren Lead ab. Er, der noch an Ideale, Ehre und Ehrenkodexe denkt, sieht sich Mitten in einem Yakuza-Krieg wieder, der seine Opfer fordert. Stark gespielt. Auch der restliche Cast um Ryōhei Uchida, Bunta Sugawara und Tomisaburō Wakayama überzeugt. Der Film ist toll besetzt.

Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs), oft im Yakuza-Kino von Kinji Fukasaku Zuhause, ist diesmal nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Ryōhei Uchida (Bakeneko: A Vengeful Spirit, Yakuza Wolf 2, Samurai Wolf), der Tetsuo Tsukamoto Blutsbruder spielt, macht das sehr gut. Ihm zur Seite steht der durchgehallte Yakuza-Boss Miyahara, gespielt vom grossartigen und wandelbaren Tomisaburô Wakayama (Sympathy for the Underdog). Spielte Tomisaburô Wakayama in Sympathy for the Underdog einen einarmigen, so spielt er hier einen drogensüchtigen Boss. Ein einarmiger kommt im Plot von Japan Organised Crime Boss dennoch auch zum Zuge. Die Action-Szenen sind blutig anzusehen und der Film ist optisch allgemein wunderschön anzusehen (vor allem die Sequenzen im Regen).

Fazit: Für Kinji Fukasaku und Yakuza-Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Nihon boryoku-dan: Kumicho

Japan 1969

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuo Tsukamoto, Bunta Sugawara, Ryôhei Uchida, Noboru Ando, Tomisaburô Wakayama

Laufzeit der UK-Blu: 96:17 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu von Radiance vor = Wendecover, Booklet, Uncut Fassung, O-Ton, Englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt ein Extra, indem Kinji Fukasaku über sein Leben erzählt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Mittwoch, 14. Januar 2026

Wolves, Pigs and Men

Japanuary 2026

Wolves, Pigs and Men

Story:

Jiro (Ken Takakura), ein Yakuza-Mitglied, wird nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Das passt dem Iwasaki Clan nicht. Diese wollen Jiro aus der Stadt wissen und beauftragen Jiros älteren Bruder Kuroki (Rentaro Mikuni), sich darum zu kümmern. Doch als Jiro und ein Kumpel (Shinjirō Ehara) zusammen mit Jiros jüngerem Bruder Sabu (Kinya Kitaoji) eine Geld- und Drogenlieferung des Iwasaki Clan stehlen und sich danach gegenseitig betrügen, sorgt dies für eine Spirale aus Gewalt und Tod…

Meine Meinung:

Wolves, Pigs and Men ist ein Frühwerk des späteren Meister-Regisseurs Kinji Fukasaku (Samurai Reincarnation, Battle Royale, The Green Slime). Ein in s/w gedrehter Yakuza-Film der die Genres Yakuza, Action und Drama miteinander verbindet. Der Film erinnerte mich z.T. an spätere Filme von Quentin Tarantino (vor allem an Reservoir Dogs). Letzterer war ein bekennender Fan von Kinji Fukasaku und Quentin Tarantino war bekannt dafür, sich von seinen Lieblingsfilmen- und Regisseuren inspirieren zu lassen. Wolves, Pigs and Men ist dabei aber kein Kracher, aber die Qualität, die Kinji Fukasaku in späteren Produktionen aufzeigen sollte, sind dennoch spür- und erkennbar.

Was mir am Film am meisten gestört hat d.h. nicht gefiel war einerseits die Musik inklusive musikalische Gesangsszenen sowie in einzelnen Szenen der Humor und Klamauk. Das wirkte peinlich und unpassend, aber passte zum Zeitgeist der Produktion (Halbstarke, Rock-’n’-Roll-Ära). Nebst Jazz bin ich kein Fan von Saxophon-Klängen und leider gibt es hier solche zu hören. Der Plot und seine Szenen sind z.T. etwas repetitiv (die Folter-Szenen). Und einige der Nebendarsteller agierten leicht laienhaft (die erste Sterbeszene von Sabus Kumpel).

Abgesehen davon war ich auch positiv überrascht, wie viel Tiefe der Plot, die Hauptcharaktere und die Dramatik bekommen. Das hatte schon fast Heroic Bloodshed Vibes und die Brüder auf beiden Seiten zu sehen, erinnerte mich an John Woos Filme A Better Tomorrow 1 + 2. Auch dort trugen die Protagonisten Sonnenbrillen, um cool zu wirken. So auch in Wolves, Pigs and Men. Seine stärksten Momente hat der Film in seinem nihilistischen Ende. Etwas, was auch in späteren Filmen von Kinji Fukasaku immer wieder zu sehen sein würde.

Beim Cast haben mich die Hauptdarsteller am meisten überzeugt. Ken Takakura (A Fugitive from the Past), Rentaro Mikuni (The Fugitive Samurai) sowie Kinya Kitaoji (Battles Without Honor and Humanity: Deadly Fight in Hiroshima) haben ihre Sache sehr ordentlich und glaubhaft verkörpert. Shinjirō Ehara (Outlaw: Kill!, Invasion of the Neptune Men), der Jiros Komplize mimt, spielte auch überzeugend. Der Rest fällt leicht bis deutlich ab. Teilweise gab es auch Momente, die fast an einen Western erinnert haben. Tierfreunde werden in einer Sequenz schlucken, wenn Hunde verängstigt durch die Müllberge gescheucht werden.

Fazit: Lässt das Talent von Kinji Fukasaku aufblitzen, ist aber noch kein Must Have Titel aus seiner Filmographie.

Infos:

O: Ôkami to buta to ningen

Japan 1964

R: Kinji Fukasaku

D: Ken Takakura, Shinjiro Ehara, Kinya Kitaoji, Rentaro Mikuni

Laufzeit der US-Blu: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Film Movement vor = zwei Filme in einem Set, Schuber, Booklet, New 2K Restorations, Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt als Extras Interviews mit Beteiligten der Produktion. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 6. Januar 2026

Yakuza Graveyard

Japanuary 2026

Yakuza Graveyard

Story:

Detektiv Kuroiwa (Tetsuya Watari) verliebt sich in die Ehefrau eines Yakuza-Bosses. Dem Yakuza-Boss der Nishida Gang. Der Boss sitzt im Gefängnis, als sich Kuroiwa in Keiko (Meiko Kaji) verliebt. Derweil bahnt sich zwischen der Nishida und dem Yamashiro Gang ein Krieg an und auch die Polizei ergreift Partei für eine der beiden Gangs…

Meine Meinung:

Yakuza Graveyard ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (The Boss's Head, Graveyard of Honor, Tora! Tora! Tora!). Diesmal konnte mich seine Arbeit jedoch nicht überzeugen. Das hat mich überrascht und das kam unerwartet. Der Plot war nichts Besonderes. Die Inhalte kennt der Fan irgendwie schon, wie auch die Musik, die sich gefühlt immer nach der Battles Without Honour and Humanity Klängen anhört. Was ich dem Film positiv anmerken muss, sind einige optische und psychedelische Spielereien mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und dem Spiel mit Farben.

Aufgrund der Tatsache, dass es eher wenig Action gibt (auch der Blutgehalt ist niedrig), kommt es zu Längen. Die Liebesgeschichte und Dramatik haben nicht funktioniert. Das wirkte nicht glaubhaft und steril. Diese Szenen haben nichts in mir ausgelöst. Der Funke sprang nicht rüber. Zudem fand ich Tetsuya Watari und Meiko Kaji (Female Prisoner #701: Scorpion) in ihren Rollen als Leads schwach. Und auch in der Hinsicht war ich überrascht, vor allem von der Leistung und Darbietung von Tetsuya Watari. Das hat er in anderen Werken (Tokyo Drifter, Outlaw: Gangster VIP) deutlich besser gemacht.

Leider waren auch die anderen Figuren nicht interessant. Tetsuya Watari soll zwar cool wirken (trägt fast immer die Sonnenbrille), aber er war am Ende nur ermüdend und nicht wirklich sympathisch. Zuweilen wirkt der Film auch etwas zu lustig und das Ende war wenig überraschend und vorhersehbar.

Fazit: Schafft es leider nicht in meine Filmsammlung!

Infos:

O: Yakuza no hakaba: Kuchinashi no hana

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuya Watari, Meiko Kaji, Hideo Murota, Tatsuo Umemiya

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Radiance vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland unter dem gleichen Titel von REM auf DVD erschienen.

Freitag, 2. Januar 2026

Hokuriku Proxy War

Japanuary 2026

Hokuriku Proxy War

Story:

Yakuza Kawada (Hiroki Matsukata) hat einen Disput mit seinem Boss, der sich nicht an Versprechen hält. Kawada holt sich diese mit Gewalt. Mr. Yasuhara schwört Rache und setzt ein Kopfgeld auf Kawada aus. Die Kanai Gruppe um Boss Kanai (Sonny Chiba) sieht das grosse Geld und Kanai schickt 50 Killer los, um sich Kawada zu schnappen…

Meine Meinung:

Hokuriku Proxy War ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Battle Royale 2, Crest of Betrayal, Virus). Das soll Kinji Fukasaku letzter Yakuza-Film gewesen sein, der sogar einen Mord inspiriert haben soll und/oder umgekehrt auf einem Mord beruhen soll. Es handelt sich natürlich um eine gängige Yakuza-Geschichte, wie Fans sie aus anderen Filmen von Kinji Fukasaku kennen. Am ehesten hat mich der Film an Battles Without Honour and Humanity erinnert, was die chaotische Kameraarbeit in den Actionszenen und z.T. die Musik angehen. Und dank dem verschneiten Setting kamen auch Tokyo Drifter Vibes auf.

Ich würde sagen, dass der Film etwas weniger ernst wirkt als andere Gangster-Filme des Regisseurs. Ob dies gewollt oder durch das Overacting ungewollt ist, sei Mal dahingestellt. Ich ging mit etwas falschen Erwartungen an den Film. Sonny Chiba, der eine kleine Nebenrolle spielt, erwartet ich in einer grossen Hauptrolle. Aber das ist nicht korrekt. Er bekommt nur wenig Szenen, keine Action-Szene spendiert und schade ist die Tatsache, dass er, nachdem seine Figur verhaftet wurde, auch nicht mehr vorkommt. Das passt allgemein zum offenen Ende, das mir nicht gefallen hat.

Sonny Chiba (Doberman Cop, The Golden Bat, Legend of the Eight Samurai) spielt einen Yakuza Boss und fällt vor allem durch seine extravaganten Kleidungstil auf. Die Hauptrolle spielt Hiroki Matsukata (Cops vs. Thugs, Battle of the Dragons, New Battles Without Honor and Humanity). Er macht das gut und mit all seiner Erfahrung. Er spielte in unzähligen Yakuza oder Ninja-Filmen mit. Dennoch fühlt der Zuschauer, dass er nie Angst um die von Hiroki Matsukata gespielte Figur haben muss. Er steht über allen und gerät nie ernsthaft in Gefahr. Das wirkt in der Tat zu cartoonhaft, um wirklich eine Spannung zu generieren. Dennoch ist überraschend für dramatische Szenen gesorgt, was die Frauenrollen angehen. Und diese funktionieren gut.

Fazit:  Wer das Yakuza Kino von Kinji Fukasaku mag, dürfte nicht enttäuscht werden!

Infos:

O: Hokuriku dairi sensô

Japan 1977

R: Kinji Fukasaku

D: Hiroki Matsukata, Sonny Chiba, Yumiko Nogawa, Mikio Narita, Yôko Takahashi, Takeo Chii, Tatsuo Endo

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Radiance Films = auf 3000 Stück limitiert, Wendecover, Booklet, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse exklusive Extras (Interviews). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Sympathy for the Underdog

Japanuary 2026

Sympathy for the Underdog

Story:

Nach zehn Jahren Gefängnis kehrt der ehemalige Gangster-Boss Gunji (Kôji Tsuruta) in die Freiheit zurück. Sein damaliger Feind hat nun das Sagen, seine Territorien übernommen und führt ein gigantisches Gangster-Syndikat. Gunji beschliesst, sich eine neue Truppe aufzubauen und danach Okinawa anzusteuern…

Meine Meinung:

Sympathy for the Underdog ist sehenswertes Yakuza-Kino des japanischen Ausnahme-Regisseurs Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Street Mobster, Battle Royale), der viele Yakuza- und Gangsterstreifen realisiert hat. Sympathy for the Underdog gehört dabei sicherlich zu den besten Werken des fleissigen Japaners. Ich hatte an dem Film und den Figuren grosse Freude. Im Vergleich zu anderen Filmen von Kinji Fukasaku, die im Yakuza-Universum angesiedelt sind, geht es in Sympathy for the Underdog weniger komplex und immer verständlich zu und her.

Ob der Film wirklich in Okinawa gedreht wurde oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Setting wirkt aber authentisch und ist die perfekte Wahl, für eine Gangster-Geschichte. Zudem ist das hier das erste Mal in einem japanischen Film, in dem auch von Personen vom «Mainland» gesprochen wird. Etwas, was ich sonst nur aus dem Hong Kong Kino kenne, wenn sich in diesen Filmen z.B. Gangstern oder Polizisten aus China nach Hong Kong «verirren». Das fand ich amüsant.

Der Plot ist simpel und nichts Neues. Dafür sehr unterhaltsam und cool inszeniert. Das gilt auch für die Figuren. Speziell zwei Namen möchte ich erwähnen. Zum einen Kôji Tsuruta (Killer’s Mission). Die Hauptfigur des Filmes. Er, der immer eine Sonnenbrille trägt ist die Coolness in Person. Egal in welcher hitzigen Situation er sich befindet. Wie er mit dem Gegner verhandelt und/oder Forderungen stellt, liess mich schmunzeln. Ultra coole Darbietung. Kôji Tsuruta trägt den Film allein. Seine Männer sind solide, fallen aber, vor allem im Vergleich, etwas ab. Ungesehen liegt mir noch Japan Organized Crime Boss vor. Auch von Kinji Fukasaku. Und der wird im Japanuary folgen…

Der zweite Name, der mir grosse Freude bereitet hat, war Tomisaburō Wakayama (Zatoichi and the Chest of Gold, Samurai Reincarnation, Eight Men to Kill). Der Star der Okami-Reihe, besser bekannt als Lone Wolf & Cub. Er spielt den Boss in Okinawa. Den einarmigen Boss. Er hat was von einem «Comic-Charakter» aufgrund seines Aussehens: nur ein Arm, Narben im Gesicht, mit Granaten bewaffnet. Eine auffällige und intensive Erscheinung.  Toll, ihn hier als Gangster-Boss zu sehen. Ich hatte an jeder Szene mit ihm Freude.

Die Darsteller haben ihre Sache im Grossen und Ganzen alle ordentlich gemacht. An der Frauenrolle hatte ich auch Freude. Sie hatte etwas Tragisches an sich, vor allem bei dem Ende. Wer das Kino von Kinji Fukasaku kennt, dürfte in etwas erraten, wie der Film endet. Das ist vielleicht das einzige kleine Manko des Filmes: das Finale ist vorhersehbar und ¨überrascht nicht. Im Gegenteil: es wird genauso eintreffen, wie erwartet. Die wenigen Action-Momente (vor allem Shoot-Outs) sind blutig geraten.

Fazit: Für Yakuza- und Kinji Fukasaku Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Gefolgt von: Gambler's Counterattack

Infos:

O: Bakuto gaijin butai

Japan 1971

R: Kinji Fukasaku

D: Kôji Tsuruta, Tomisaburō Wakayama, Noboru Ando, Akiko Kudo, Hideo Murota

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:53 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse Extras (Booklet, Audiokommentar etc.). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Samstag, 21. Juni 2025

Last Days of the Boss

Last Days of the Boss

Story:

Shuichi Nozaki (Bunta Sugawara) plant einen Yakuza Boss zu töten, mit dem er eine offene Rechnung zu begleichen hat. Dies zum Missfallen seines und anderer Clans, die sich währenddessen chaotischen und feindseligen Situationen ausgesetzt sehen…

Meine Meinung:

Last Days of the Boss ist der dritte und letzte Teil von Kinji Fukasakus (Crest of Betrayal, Message from Space, The Green Slime) New Battles Without Honor and Humanity Reihe und der Film der Reihe, der die grösste Anzahl von Actionszenen bietet. Dafür war der Plot nach meiner Meinung nach am schwächsten. Was Actionszenen angehen, gibt der Film vor allem am Anfang mächtig Gas, ehe sich nach und nach der Plot und die Figuren entwickeln und vorgestellt werden.

Der Doku-Stil kommt dem Film, wie in den Filmen zuvor oder der Original-Reihe Battles Without Honour and Humanity, erneut gutzustehen. Kinji Fukasaku versteht sein Handwerk wie kein anderer, wenn es darum geht, blutige und chaotische Action-Szenen zu generieren. Meist wird mit Schusswaffen oder Stichwaffen verletzt und getötet. Bunta Sugawara ist erneut die Hauptfigur und der Antiheld der Stunde. Er macht eine tolle Figur und spielt die Hauptfigur, die den Yakuza Clans Kopfzerbrechen bereitet.

Ein nicht unwichtiger Sub-Plot beinhaltet Chieko Matsubara. Den Star aus der Outlaw: Gangster VIP-Reihe und/oder Tokyo Drifter. Aber ausgerechnet dieser Sub-Plot fand ich erschreckend unspektakulär. Chieko Matsubara spielt im Film die Schwester von Bunta Sugawara und dessen Ehemann steht vor der Entscheidung, Bunta Sugawara zu töten oder nicht was für innere Konflikte in den Beziehungen führt. Der Film hätte aber genau so gut ohne diese Szenen funktioniert. Der Sub-Plot war eigentlich unnötig, auch wenn versucht wird, damit etwas Dramatik in den Plot zu packen. Die Musik war das bekannte Theme und stark.

Fazit: Actionreicher Abschluss einer sehenswerten Yakuza-Trilogie!

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho saigo no hi

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Isao Bitô, Takeo Chii, Takuya Fujioka, Seizo Fukumoto, Eiji Gô, Takuzo Kawatani, Chieko Matsubara

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 24.03.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy US-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, leider eine viel zu dunkle Bildqualität, was an der Restauration liegt. Egal in welchen Modus ich den TV einstelle, das Bild war mir praktisch die ganze Zeit über zu dunkel, was sehr genervt hat. Das Interview mit dem Drehbuchautor (als Bonus auf der Disc) war hingegen informativ. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Montag, 24. März 2025

The Boss's Head

The Boss's Head

Story:

Juni 1968:

Als der drogensüchtige Schwager (Tsutomu Yamazaki) des Bosses der Owada-Familie (Ko Nishimura) einen Auftrag nicht ausführen kann, übernimmt Shuji Kuroda (Bunta Sugawara) diesen Job. Dafür wandert er sieben Jahre hinter Gitter. Als er entlassen wird, fordert er seine Bezahlung für den Job, doch das Geld bleibt zunächst aus. Kuroda bleibt hartnäckig und sorgt zusammen mit weiteren Machtspielen innerhalb der Owada-Familie und mit Intrigen gegenüber anderen Clans für Unruhe…

Meine Meinung:

The Boss's Head ist der zweite Teil der neuen Trilogie von Kinji Fukasakus New Battles Without Honor and Humanity Reihe. The Boss's Head hat mir dabei mehr zugesagt als sein Vorgänger (= New Battles Without Honor and Humanity). Zudem und im Vergleich zur Original-Reihe (= Battles Without Honour and Humanity) mag ich die Tatsache, dass die Geschichten von Film zu Film zu Ende erzählt werden und Star Bunta Sugawara (Cops Vs. Thugs, Yakuza Law) jeweils immer wieder neue Charaktere spielt. Das macht die Werke leicht unterhaltsamer und weniger komplex.

The Boss's Head, der eine angenehme Laufzeit von ca. 94 Minuten bietet, unterhält dabei von Beginn an. Der Plot ist an sich nichts Neues: einmal mehr wandert Bunta Sugawara für eine Yakuza-Gang in den Knast und sieht sich danach genötigt, dort für Chaos und Unruhe zu Sorgen, um eigene Gerechtigkeit walten zu lassen. Dass macht den Plot relativ simpel und unterhaltsam. Der Film bietet dabei auch mehr Action-Sequenzen als der Vorgänger, der mir fast zu ruhig erzählt wurde. An blutigen Momenten und abgefahrenen, wilden und chaotischen Kameraeinstellungen à la Kinji Fukasaku mangelt es dem Werk definitiv nicht.

Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Samurai Reincarnation, Crest of Betrayal) schöpft in der Fortsetzung aus dem Vollen. Der Plot ist Mittel zum Zweck, Längen entdeckte ich nicht, starke Kamera Arbeit, blutige Action, cooler Antiheld (Bunta Sugawara). Aber auch der restliche Cast ist sehenswert: Meiko Kaji (Female Prisoner #701: Scorpion, Lady Snowblood), Yuriko Hishimi (bringt Erotik in den Film), Junkichi Orimoto (Message from Space, The Mole Song: Undercover Agent Reiji, Samurai Wolf), Asao Uchida (Tora! Tora! Tora!, Living Skeleton, Sister Street Fighter) oder Kō Nishimura (The Sword of Doom, Hanzo the Razor: Sword of Justice, Gorath). The Street Fighter Legende Sonny Chiba legt zudem einen Cameo-Auftritt hin.

Fazit: Für Fans von jap. Yakuza- und Gangsterfilmen zu empfehlen!

Gefolgt von: Last Days of the Boss

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho no kubi

Japan 1975

R: Kinji Fukasaku

D: Seizo Fukumoto, Meiko Kaji, Hideo Murota, Mikio Narita, Bunta Sugawara, Tsunehiko Watase, Ko Nishimura, Tsutomu Yamazaki, Sonny Chiba

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 09.01.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy UK-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es u.a. ein Interview mit dem co-screenwriter des Filmes (welches relativ mässig war, ca. 12 Minuten). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Mittwoch, 10. Januar 2024

New Battles Without Honor and Humanity

Japanuary 2024

New Battles Without Honor and Humanity

Story:

1950 Hiroshima, Stadt Kure:

Yakuza Makio Miyoshi (Bunta Sugawara) versucht einen rivalisierenden Yakuza-Boss zu töten und wandert dafür für acht Jahre ins Gefängnis. Als Miyoshi entlassen wird stellt er fest, dass die Gang gewachsen und zu Wohlstand gekommen ist. Zudem findet er in einer Hostess (Reiko Ike) eine Frau fürs Leben. Auf der anderen Seite herrscht zwischen Miyoshis Boss Yamamori (Nobuo Kaneko) und seinem «Bruder» Aoki (Tomisaburô Wakayama) böses Blut. Als Miyoshi vom Boss aufgefordert wird, Aoki zu töten, gerät er in die Fronten eines Yakuza-Kriegs…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg seiner Battles Without Honor and Humanity-Reihe wurde Regisseur Kinji Fukasaku (Battle Royale, Crest of Betrayal, Message from Space) beauftragt, eine neue, jedoch unabhängige Reihe zu produzieren. Deren Start machte 1974 New Battles Without Honor and Humanity. Etliche Namen aus der Original-Reihe sind wieder mit dabei, jedoch spielen sie neue Charaktere und die Reihe kann unabhängig und losgelöst von den «Vorgängern» geschaut werden.

Star des Filmes ist Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs, Exzesse im Folterkeller). Er gerät zwischen den Konflikt seines Bosses und seines «Bruders», mit dem er aufgrund eines Blutschwures «verbunden ist». Und diesen Schwur soll er nun brechen, seinen «Bruder» hintergehen und ihn ermorden? Darum geht es in New Battles Without Honor and Humanity. Der Plot ist zunächst leicht unübersichtlich, da episodenhaft.

Aus dem Thema und den Differenzen zwischen dem Boss und Miyoshis Bruder wird aber nicht lange zugewartet - die von Bunta Sugawara gespielte Figur wird darauf schon, als er im Gefängnis sitzt, konfrontiert. Die Differenzen zwischen den Parteien werden in vielen Situationen und Begegnungen spannend dargestellt. Oft kam ich mit wie in einem ruhigen, dialoglastigen James Bond Film vor, in welchem Bond bereits vor dem Finale dem Bösewicht gegenübersteht.

Der Film bietet sehr wenig Action und Gewalt. Der Film legt mehr Wert auf den Verlauf der Handlung und wie die Figuren agieren und reagieren. Sehr ruhig, sehr dialoglastig. Das dürfte nicht allen gefallen. Die Sichtung der Original-Battles Without Honor and Humanity-Filme ist schon paar Jahre her. Ich würde aber meinen, dass diese actionreicher gewesen sind. 

Bunta Sugawara und der restliche Cast machen ihre Sache aber gut und man ist dennoch gefesselt vom Inhalt. Als Fan will man schliesslich wissen, wie Bunta Sugawara am Ende entscheiden wird und wie er «den Job» angehen wird. Für Spannung ist also, wenig Action hin oder her, gesorgt. Musik aus der Original-Reihe findet erneut Verwendung und die Kameraführung ist, typisch für den Regisseur, ruhig (Dialoge) oder hektisch (Actionszenen).

Fazit: Gespannt auf die Fortsetzungen!

Gefolgt von: The Boss's Head

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai

Japan 1974

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Hiroki Matsukata, Nobuo Kaneko, Tomisaburô Wakayama, Tsunehiko Watase

Laufzeit der US-Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die Box von Arrow Video aus den USA (es gibt auch eine UK-Ausgabe) vor = Alle drei Teile Uncut, restauriert, im O-Ton und mit englischen Subs. Waren die ersten legalen Fassungen mit englischen Subs nebst der UK-Box. Booklet (58 Seiten) und stabile Box runden die Vö ab. Die Filme habe alle auch ein Wendecover. Es gibt keine deutschen Fassungen (Stand: Jan. 2024). 

Mittwoch, 25. Januar 2023

Swords of Vengeance Review

Japanuary 2023

Swords of Vengeance

Story:

 

14. März 1702:

 

Fürst Asano (Teruhiko Saigô) muss rituellen Selbstmord, also Seppuku, verüben. Warum? Bei einer Zeremonie für den Shogun wird Asano vom älteren Fürsten Kira (Nobuo Kaneko) beleidigt. Als sich Asano dafür revanchiert, verletzt er Kira mit dem Schwert. Der Tod von Asano hat zu Folge, dass das Schloss Ako an den Shogun geht und unzählige Samurai danach herrenlos sind. Asanos rechte Hand (Kinnosuke Nakamura) plant danach mit der Hilfe von 47 Ronin (u.a. Sonny Chiba) die Ermordung von Kira…

 

Meine Meinung:

 

Im Vergleich zu den anderen Samurai-Filmen (Samurai Reincarnation, Legend of the Eight Samurai etc.) von Regisseur Kinji Fukasaku (Virus, Battle Royale) mit Star Sonny Chiba (Soul of Bruce Lee) ist das Epos Swords of Vengeance aka Fall of Ako Castle leider eine kleine Enttäuschung und im Vergleich zu Samurai Reincarnation oder Legend of the Eight Samurai klar weniger gut geworden! Kinji Fukasaku verfilmte für Toei die bekannte Geschichte der 47 Ronin, dessen Plot er auch in späteren Filmen wieder aufgreifen sollte (Crest of Betrayal).

 

Kinji Fukasaku ist um viel Authentizität bemüht. Geschichtlich, aber auch rituell. Allerdings soll, was ich gelesen habe, Darsteller Kinnosuke Nakamura Forderungen an die Art und Weise, wie Kinji Fukasaku den Film dreht, gestellt haben. So kam es, dass der Film bis auf die letzten 30 Minuten so gut wie keine Action-Szenen bietet. Und das ist, bei einem Film, der 159 Minuten läuft, einfach zu lang. Klar sind die Handlungen, Motive, Schickale und das Einführen der Figuren nicht unwichtig. Aber in einem Film von Kinji Fukasaku und mit Sonny Chiba erwarte ich halt auch (blutige) Action-Sequenzen.

 

Ich habe notiert: erst in den 90. Minute gibt es die erste Schwertkampf-Szene zu sehen. Und die dauert verdammt kurz. Das ist schade. Das Finale haut dann definitiv auch nicht vom Hocker: die Szenen sind weitgehend unübersichtlich, wenig explizit (harmlos) und setzen keine Massstäbe. Cool war nur das Duell von Sonny Chiba gegen den starken Kämpfer von Kira. Und die Tatsache, dass Sonny Chibas Kampf / Stürmung von Kiras Residenz im Finale im Schnee stattfand. Einzelne Szenen erinnerten an Kill Bill: Vol. 1. Wohl ein Film mehr, woraus Tarantino abgekupfert hat. Auch wie es nach Kiras Ermordung weitegeht, fand ich intensiv. Man sieht übriges keinen einzigen Seppuku im Film, obwohl insgesamt 48 Menschen auf diese Art und Weise im Film ihr Leben verlieren. Intensiv waren die Szenen trotzdem.

 

Der Cast ist durchschnittlich d.h. sehr gut bis etwas teilnahmslos und blass. Sonny Chiba ist cool, kommt aber in den ersten 90 Minuten kaum vor. Vor allem in den Kampfszenen macht er eine sehr gute Figur. Kinnosuke Nakamura fand ich wenig intensiv. Vor allem seine Rede vor seinem Selbstmord, fand ich dann doch eher schwach gespielt. Und den Gastauftritt von Alt-Star Toshirô Mifune (The Three Treasures) wirkte unpassend und deplatziert. Wie ein Fremdkörper. Und trug wenig zum Plot bei. Aber ein Name mehr, mit dem man werben kann.

 

Fazit: Stark in Szene gesetzt und authentisch wertvoll, aber viel zu wenig Action und einfach lahm, bei einer Laufzeit von fast drei Stunden! Dass können Kinji Fukasaku und Sonny Chiba besser, viel besser! Schade!

 

Infos:

 

O: Akô-jô danzetsu

 

Japan 1978

 

R: Kinji Fukasaku

 

D: Sonny Chiba, Teruhiko Saigô, Nobuo Kaneko, Kinnosuke Nakamura, Toshirô Mifune

 

Laufzeit der US-Blu: 159:24 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Lange lag mir die US-DVD von Adness vor (The Shogun Collection zusammen mit Filmen Shogun's Samurai, Shogun's Shadow, Shogun's Ninja & Swords of Vengeance) = Uncut, O-Ton, englische Subs. Den Film habe ich nun aber als US-Blu-Ray von Shout Factory gesehen = via neuer The Sonny Chiba Collection = Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität und mit sechs weiteren Sonny Chiba Filmen in einer Box. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2023).