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Sonntag, 19. Oktober 2025

Creepshow Review

Horroktober 2025

Creepshow

Story:

Ein Vater (Tom Atkins) nimmt seinem Sohn (Joe Hill) das Horrorcomic Creepshow weg und entfernt es im Müll. Der Film erzählt danach fünf Kurzgeschichten mit diversen Inhalten. Es geht um Rache, Monster, Beziehungen, Gefahren aus dem All und Angst vor Käfern…

Meine Meinung:

Creepshow ist unter Horrorfans bekannt. Es handelt sich um den ersten Teil einer dreiteiligen Horrorreihe. 2019 folgte noch eine TV-Serie, welche und das überrascht mich, es doch bisher schon auf vier Staffeln schaffte (ich startete mit der 1. und brauch während der Staffel ab, da zu wenig gut und zu viel CGI). Creepshow ist eine Hommage an 50er Jahre Horrorcomics und der Film wartet mit diversen Persönlichkeiten auf, die Horrorfans kennen. Daher überrascht der Erfolg des Episodenfilmes auch nicht.

Mit Creepshow bringen sich Namen wie George A. Romero (Die Nacht der Lebenden Toten, Dawn of the Dead, Day of the Dead), Stephen King (Menschenjagd, Es, Im Kabinett des Todes), Tom Savini (Land of the Dead, From Dusk Till Dawn, Friday the 13th: The Final Chapter), Adrienne Barbeau (stand schon in Two Evil Eyes in einem George A. Romero Film vor der Kamera) oder Tom Atkins (Halloween III – Season of the Witch) in Verbindung. George A. Romero hatte mit seinen Zombiefilmen grossen Erfolg. Tom Savini ebenso (plus seine Arbeit in Filmen wie Freitag der 13. und Co.).

Adrienne Barbeau war damals die Ehefrau von Halloween Regisseur John Carpenter und spielte daher in einigen Horrorfilmen mit. Creepshow hat, trotz dieser Namen, die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus meiner Filmsammlung. Der Film war mir mit einer Laufzeit von zwei Stunden zu lang. Die Episoden (der Film hat fünf Episoden und eine Rahmenhandlung) waren vor allem durchschnittlich und wenig interessant. Dazu kommt, dass mir der Film zu lustig und zu harmlos war, Tom Savini Effekte hin oder her (er legt auch einen Cameo-Auftritt ab).

Es gab für meinen Geschmack im ganzen Film nur zwei Highlights, die wirkliche Freude in mir ausgelöst haben. Das «Affenmonster» (aus der Kiste) inklusive zwei Make-Up-Effekte, welche es verursacht, und wie in der letzten Episode die Käfer aus der Leiche brechen. Ansonsten gab es überraschend wenig Effekte zu sehen. Die Story mit Stephen King hatte The Curse & Die Farbe aus dem All Vibes. Gut gespielt hat nur Leslie Nielsen. Nebst Leslie Nielsen, Tom Savini, Stephen King, Adrienne Barbeau und Tom Atkins wartet der Film noch mit einem jungen Ed Harris (Love Lies Bleeding, In einer kleinen Stadt, A History of Violence) auf.

Fazit: Durchschnittlicher Episoden-Film.

Gefolgt von: Creepshow 2

Infos:

O: Creepshow

USA 1982

R: George A. Romero

D: Tom Atkins, Leslie Nielsen, Tom Savini, Stephen King, Adrienne Barbeau, Ed Harris, Ted Danson, E.G. Marshall, Hal Holbrook, Fritz Weaver, Joe Hill

Laufzeit der franz. DVD: Ca. 120 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von TF1 Video vor = Uncut, Englischer O-Ton mit festen franz. UT, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland, auch auf Blu-Ray. In Deutschland heisst der Film Die Unheimlich verrückte Geisterstunde.

Dienstag, 11. Februar 2025

Two Evil Eyes

Two Evil Eyes

Story:

1. Geschichte:

Jessica (Adrienne Barbeau) und Dr. Robert Hoffman (Ramy Zada) betrügen Jessicas sterbenden Ehemann (Bingo O'Malley) um viel Geld. Doch am Ende läuft ihr Coup nicht so, wie geplant…

2. Geschichte:

Roderick Usher (Harvey Keitel) ist Künstler und Alkoholiker. Er hat eine Blockade. Seine Ehefrau und dessen Katze nerven und stören ihn. Es kommt, wie es kommen muss. Roderick lässt zuerst die Katze verschwinden, später wird die Ehefrau getötet. Doch das ist erst der Anfang vom Grauen für Roderick Usher…

Meine Meinung:

Nun sah ich Two Evil Eyes das erste Mal in Deutsch. Der Film bleibt knapp in der Sammlung. Two Evil Eyes ist ganz sicher kein Kracher, aber dennoch kann man den Film irgendwie ganz gut schauen und anspruchslos unterhalten werden, auch wenn viel mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre. George A. Romero und Dario Argento, die schon mit Dawn of the Dead zusammen zu tun hatten, führten bei dieser 1990er Produktion Regie. Romero für die 1. und Argento für die 2. Kurzgeschichte. Es handelt sich um eine Italienisch-Amerikanische Produktion.

Two Evil Eyes ist eine Anthologie mit zwei Kurzgeschichten. Deren Inhalte basieren auf Geschichten des Autors Edgar Allan Poe. Diese wurden oft, vor allem im Horror-Genre, verfilmt. Wohl am meisten nebst Geschichten von H.P. Lovecraft und Stephen King, nehme ich Mal an. Wenn ich die zwei Verfilmungen vergleiche, hat mir jene von Dario Argento (Dracula 3D, The Card Player, Jenifer - Masters of Horror) mehr zugesagt, auch wenn diese bei weitem nicht perfekt ist. Ich hätte gerne mehr seiner typischen Kamerafahrten gesehen und die Musik war schwach. Letzteres war aber auch bei Romeros Episode der Fall.

Die Geschichte von Argento hatte mehr Action und Effekte zu bieten. Die Make-Up Masken und Effekte, viele gibt es nicht zu sehen, sind jedoch toll getrickst. Und als Katzen-Vater von zwei Katzen, mag ich es immer, wenn Katzen auch in einem Film vorkommen, auch wenn jene aus Two Evil Eyes stirbt. Der Film wartet mit diversen bekannten Namen auf. In Romeros (The Dark Half) Geschichte spielt die Ex-Frau von John Carpenter die Hauptrolle. Adrienne Barbeau. Argento zieht mit From Dusk Till Dawn Star Harvey Keitel nach. Und ausgerechnet er, hat in der deutschen Fassung eine eher unpassende Stimme verpasst bekommen. In Gastauftritten sind noch Tom Atkins (Halloween III – Season of the Witch) sowie Tom Savini (Night of the Living Dead) zu sehen.

Fazit: Kein Kracher, aber Horrorfans können dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Due Occhi Diabolici

Italien, USA 1990

R: George A. Romero, Dario Argento

D: Adrienne Barbeau, Ramy Zada, Bingo O'Malley, Harvey Keitel, Sally Kirkland

Laufzeit der deutschen DVD: 115:01 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 07.12.24

Fassungen: Mir lag bisher die UK-DVD von Arrow Video vor. In der Zwischenzeit bekam ich die deutsche DVD von '84 Entertainment geschenkt. Der deutsche Dub ist in solchen Fällen oft besser als der Englische oder der Italienische. Den Film daher erstmals in Deutsch gesichtet. Die UK-DVD wird danach verkauft/entsorgt. Die deutsche DVD ist Uncut und es gibt auch Englischen und Ital. Ton (aber keine Subs). Die Bild- und Tonqualität sind gut. Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen, bist vielleicht die Stimme von Harvey Keitel. Ich fand ich eher unpassend. Es gibt keine Untertitel. Blu-Ray Fassungen gibt es schon in England (88 Films), Japan (Gruppo Bema / ADC Films), «Österreich» (NSM) und den USA (Blue Underground).

Mittwoch, 27. November 2024

The Dark Half

The Dark Half

Story:

Thad Beaumont (Timothy Hutton) ist Universitätsprofessor und Schriftsteller. Jahrelang schrieb Thad unter einem Pseudonym Schund- und Horrorromane, die sich gut verkauft haben. Nun wird er erpresst, da jemand herausgefunden hat, dass er dessen Autor ist. So kommt Thad, sein Management und seine Ehefrau zum Schluss, an die Öffentlichkeit zu gehen und die beliebte Horrorfigur in einem letzten Roman sterben zu lassen – und somit nicht mehr erpressbar zu sein. Doch kurze Zeit später beginnt eine mysteriöse Mordserie, und alle Indizien lassen Thad als Täter dastehen…

Meine Meinung:

Im ersten Quartal dieses Jahres habe ich den Roman gelesen (siehe Review) und war begeistert. Danach wollte ich mir den Film ansehen, um vergleichen zu können und stellte erschrocken fest, dass ich die DVD nicht habe. Ich fand heraus, dass ich den Film nie hatte, sondern im Januar 2012 beim Kumpel (als deutsche DVD) während eines Filmabends gesehen habe. Der Film stand auf der Wunschliste, doch andere Filme hatten Priorität. Im Sommer kaufte ich mir die Blu-Ray und nun, im Herbst, auch durch meinen Geburtstag an den Film erinnert (quasi eine Horror-Zwillinge-Story = ich habe auch einen Zwilling), war es endlich so weit.

Der Film ist solide und okay. Jedoch kann ich die ganz grosse Euphorie der 1. Sichtung nicht mehr teilen. Das liegt vor allem auch einfach daran, dass der Roman deutlich besser, spannender, fesselnder und stimmungsvoller war. Zudem gibt es diverse Änderungen zwischen Roman und Film, welche im Booklet von Thorsten Hanisch perfekt erläutert werden. Endlich Mal ein Booklet, welche das bietet, was ich von diesem erwarte. Ausserdem werden einige tolle Momente des Romans im Film viel zu schnell behandelt, was aber auch normal ist, da weniger Zeit, um alles aus dem Roman filmisch darzustellen.

Dem Stoff des Stephen King Romans nahm sich Dawn of the Dead Regisseur George A. Romero (Day of the Dead, Land of the Dead, Die Nacht der lebenden Toten, The Crazies) an. Die Umsetzung ist durch und durch solide. Langweilig wird es nicht. Timothy Hutton Schauspiel wird vor allem dann deutlich, wenn er Stark, seinen Filmmörder, spielt. Das Gegenteil vom Schriftsteller. Gekonnt, solide. Der wohl bekannteste Name wird von Michael Rooker gespielt, den vor allem Horrorfans aus Filmen wie Henry: Portrait of a Serial Killer oder Slither kennen dürften.  Die Horrorparts sind weniger stimmungsvoll und brutal/explizit als im Roman.

Es gibt wenig Effekte zu sehen. In der Hinsicht sei vor allem die Operation zu beginnt des Filmes erwähnt, 1-2 Wunden (Gesicht) und der wunderbare Make-Up-Effekt im Finale! Absolut sehenswerte und tolle Kreationen, die die Effekte-Macher da kreiert haben. Auch Tom Savini (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, From Dusk Till Dawn) wird im Team der Künstler gelistet. Als «special makeup effects production assistant». Er hat schon zuvor mit Regisseur George A. Romero (in Dawn of the Dead) zusammengearbeitet. Die Musik besorgte Christopher Young, der auch für viele Horrorfilme als Komponist  tätig war (A Nightmare on Elm Street 2: Freddy's Revenge, Hellraiser, Die Fliege 2, Düstere Legenden). Ich kann mir vorstellen, dass der Film besser gefällt, wenn nicht mit dem Roman vergleichen wird. Ist das aber nicht fast immer so?

Fazit: Horror- und Stephen King Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Dark Half

USA 1993

R: George A. Romero

D: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris, Robert Joy, Chelsea Field, Royal Dano

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 121:28 Min.

Gesehen am: Januar 2012 / Neusichtung am: 14.10.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von OFDb Filmworks vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray Fassung zum Film, Booklet von Thorsten Hanisch (sehr zu empfehlen), Deutsch/Englisch mit Untertiteln, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Mittwoch, 22. September 2021

Land of the Dead

 

Mit George A. Romero am NIFFF 2006

Land of the Dead

Story:

 

Zombieapokalypse:

 

Die letzten Menschen wohnen in einem geschützten Stadtteil unter der Führung des reichen und mächtigen Kaufman (Dennis Hopper). Dieser hat jedoch Dreck am Stecken und jeder seiner Helfer ist für ihn austauschbar. Als Helfer Cholo (John Leguizamo) sterben soll, entkommt dieser & erpresst Kaufman. Dieser schickt Leute los (u.a. Asia Argento & Simon Baker) um Cholo ausfindig zu machen. Diese verbünden sich jedoch mit Cholo, während die Zombie-Armee (u.a. Eugene Clark, Tom Savini) Richtung geschützten Stadtteil marschiert…

 

Meine Meinung:

 

Land of the Dead hat die Neusichtung nicht bestanden. Land of the Dead ist per se kein schlechter Film, aber er motiviert nicht, in Zukunft nochmal angesehen zu werden. Der Film wirkt im Grossen und Ganzen wie eine etwas bessere The Walking Dead Episode auf Spielfilmlänge und ohne den Soap Opera Mist.

 

Land of the Dead ist die Überraschungs-Fortsetzung von Romeros Klassiker Day of the Dead aus dem Jahre 1985. Der Erfolg des Dawn of the Dead Remake im Jahr 2004 half mit, Land of the Dead zu realisieren. Beide Filme sind von Universal und das Budget war dementsprechend hoch, vor allem im Vergleich zur Trilogy of the Dead.

 

Land of the Dead ist zwar relativ unterhaltsam, aber sticht aus den vielen neueren 08/15 Zombiefilmen nicht hervor. Zwar bleibt George A. Romero seiner Linie und Inhalten treu und spannt diese weiter, doch so recht überzeugen mag das nicht (mehr). Die drei Hauptprobleme für mich waren: die Figuren waren uninteressant, die Musik war enttäuschend und der Film bot weder Spannung noch Stimmung.

 

Da halfen auch Genre-Namen wie Tom Savini (realisierte die Effekte im Original und spielte dort mit), Asia Argento (Tochter von Dario Argento, der Dawn of the Dead produzierte) oder Dennis Hopper (The Texas Chainsaw Massacre 2) nichts. Die Figuren waren klischeehaft und eindimensional gezeichnet. Schwarz und weiss.

 

Der Unterhaltungswert hingegen ist klar gegeben. Der Splattergehalt ist hoch, auch wenn es hier und da schon billiges CGI Blut und Effekte zu sehen gibt. Hauptsächlich sind die Effekte jedoch handgemacht und der Film war blutiger, als ich den in Erinnerung hatte. Die Mitarbeiter der KNB-FX Group haben gute Arbeit geleistet. Vor allem im letzten Viertel, als die Stadt gestürmt wird, gibt es viele Opfer zu beklagen inklusive einer Massenpanik. Da kam eine grössere Freude auf.

 

Alles in allem aber knapp zu wenig, um den Film weiterhin in der Sammlung stehen zu lassen. Stark Geschmackssache. Zombiefans werden mit Land of the Dead einen guten Genre-Beitrag vorfinden und können einen Blick riskieren. Ich hingegen habe die signierte DVD bereits verkauft...

 

Gefolgt von: Diary of the Dead

 

Infos:

 

USA, Kanada, Frankreich 2005

 

R: George A. Romero

 

D: Asia Argento, Dennis Hopper, Tom Savini, Eugene Clark, John Leguizamo, Simon Baker

 

Laufzeit der US-DVD: 96:45 Min.

 

Gesehen am: Sept. 2005 / Neusichtung am: Mitte Juli 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-Unrated DVD von Universal vor = Unrated Fassung, englischer O-Ton, englische Subs, wurde am NIFFF von George A. Romero originalsigniert, gute aber im Vergleich zu heute eher durchschnittlicher Bild- und Tonqualität. Gibt es in den USA und Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 1. April 2019

Day of the Dead Review


Von George A. Romero signierte DVD 
 
Webmaster 2006 mit George A. Romero am NIFFF
Day of the Dead

Story:

Die Welt wird von Zombies überrannt. In einer unterirdischen Einrichtung kämpfen Ärzte (Richard Liberty), Zivilisten (Lori Cardille, Terry Alexander, Anthony Dileo Jr.) und Soldaten (Joseph Pilato, Gary Howard Klar, Greg Nicotero) ums Überleben – doch die Isolation und gegenseitige Erwartungen heizten die Spannungen zwischen den Parteien mehr und mehr an – mit tödlichen Folgen…

Meine Meinung:

Nachdem George A. Romero 2017 verstarb sichtete ich ihm zu Ehren Night of the Living Dead, Dawn of the Dead und The Crazies – es gab von den Filmen neue, überarbeitete Reviews! Nun folgt dasselbe Spiel bzw. Hommage zu Ehren von Joseph Pilato, der als irrer Soldatenkapitän, der über Leichen geht, mit Day of the Dead in die Horrorfilmgeschichtsbücher einging – ebenso legendär wie sein Schauspiel, welches sich in meine Erinnerung brannte (wohlmöglich kenne ich noch andere Filme mit Joseph Pilato, aber daran erinnere ich mich im Gegensatz zu seiner Rolle als Rhodes nicht), war sein filmischer Abgang im Finale, wo Spezialeffekte-Meister Tom Savini einmal mehr alle Register seines Könnens zog und ihm einen blutig-brutalen Abgang bescherte, welche die Figur Rhodes mehr als verdiente (die Figur ist ein echtes Ekel und kommt herrlich fies rüber).

Der zweite Teil von George A. Romeros Zombiereihe steigerte sich nach etlichen Jahren und vielen Sichtungen zu meinem Favoriten der Reihe – es ist der beste Film und vereint all das, was Romero immer wichtig war: nicht die Zombies sind die Bösewichte, sondern die Menschen (plus mind. ein dunkelhäutiger Schauspieler in einer der Hauptrollen). Das Dilemma der unterschiedlichen Gruppierungen (Zivilisten, Ärzte, Militärs) und die zwischenmenschlichen Spannungen, die daraus entstehen, wurden authentisch angefangen. Dies macht Day of the Dead anspruchsvoller, als x-beliebige 08/15 Splatter- bzw. Zombiefilme. Ausserdem ist der Film ernster als der Vorgänger und die Effekte toppen jene aus Dawn of the Dead locker – was vor allem für die Zombie-Make-Up Effekte gilt.

Zwar ist Goblin nicht mehr an Bord, nichtsdestotrotz wartet der Film mit einem starken, wuchtigen und in Erinnerung bleibenden Soundtrack auf, der es problemlos mit dem Goblin Theme aus Teil eins aufnehmen kann. Der Vorspann mit dieser Musik und die Titeleinblendung sind eine optische Wucht. Tom Savini, der in Teil eins als Nebendarsteller und Effekte-Künstler zu sehen war, übertrifft sich in Day of the Dead, was seine Kreationen angehen. Ich finde sogar, dass Day of the Dead die besten Savini Effekte bietet, welche er je auf die Leinwand gezaubert hat! Die Zombies sehen einfach nur gut aus und die Splattereffekte sehen nahezu realistisch aus – gerade die Szenen mit Frankenstein und den Versuchen an Soldaten und Zombies wie auch Fress-Szenen oder die Amputation von Miguels Arm oder die Alptraum-Sequenzen sind einfach bombastisch, was die Qualität der Effekte angehen. Da kommt CGI, egal was die Zukunft bringen wird, nie heran was die Authentizität solcher Effekte angehen.

Was mir erst bei dieser Sichtung ins Auge sprang: Greg Nicotero wird in den Credits als Darsteller erwähnt. Und er spielt im Film als Nebenrolle einen der Soldaten und Tom Savini wurde später sein Mentor – denn Greg Nicotero wurde später selbst ein grossartiger Künstler war Filmeffekte angeht – er war Mitglied (eines von dreien) der KNB-FX Group (Auswahl von Filmen: From Beyond, Evil Dead II, Creepshow II, Predator, Das Böse 2, House 3, Nightwish, Night Angel, Dr. Giggles, Body Bags, Cabin Fever, Deer Woman). So als kleine Randnotiz. Auch die anderen Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht, auch wenn sie mir unbekannt sind.

Was Zombie-Action-Szenen (also Gewalt, Gore, Fress-Szenen angehen) muss man warten – der Film nimmt sich Zeit, baut das Unheil langsam auf – bedrohlich und langsam, wie auch die Zombies agieren, laufen, sich bewegen. Dies wirkt manchmal viel bedrohlicher, als wenn sie, wie in modernen Filmen, rennend daherkommen. Der langsam bzw. schleichende, unausweichliche Tod!

Fazit: Day of the Dead ist DAS Meisterwerk von George A. Romero und der beste Film seiner Zombie-Reihe und einer der besten Filme, in denen sich Tom Savini auszeichnen konnte bzw. er bietet hier einigeseiner besten, wenn nicht sogar die besten Effekte, welche er je auf die Leindwand getrickst hat! 

Leider ging es danach bergab, was die Qualität von Romero und seinen Zombies anging – aber er bleib sich bis zum Ende treu, was man Romero immer zugutehalten muss... 

Gefolgt von: Land of the Dead
Infos:

O: Day of the Dead

USA 1985

R: George A. Romero

D: Lori Cardille, Terry Alexander, Joseph Pilato, Anthony Dileo Jr., Gary Howard Klar, Greg Nicotero, Richard Liberty

Effekte von: Tom Savini

Laufzeit der US-DVD: 100:43 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Ende März 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay (Divimax Series) vor = Doppel DVD, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (u.a. DTS Tonspur), O-Ton, keine englischen Subs. Bei so guten DVDs muss ich kein Blu Ray Upgrade tätigen – wer dies tun will sollte sich die Disc von Shout Factory aus den USA besorgen (neueste Master und nebst der Anchor Bay Blu-Ray die einzige Blu Ray die auch englische Subs zum O-Ton bietet).

Freitag, 21. Juli 2017

Dawn of the Dead Review



 
Webmaster mit George A. Romero am NIFFF 2006
Dawn of the Dead

Story:

Problem: Zombie Apokalypse
Rettung: Hubschrauber und grosses Einkaufszentrum
Inhalt: Eine Gruppe bestehend aus drei Männern und eine Schwangeren (u.a. David Emge, Ken Foree)
Problem: Zombies
Problem Nr. 2: Rockerbande (u.a. Tom Savini) versuchen ins Kaufhaus zu kommen und mit ihnen die Zombies…

Meine Meinung:

Dawn of the Dead, der 2. Teil nach Die Nacht der lebenden Toten, führt Romeros Zombie Trilogie (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, Day of the Dead), welche später aufgerundet wurde mit Land of the Dead, Diary of the Dead, Suvival of the Dead, weiter.

Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg und gilt als Klassiker im Horror- und Zombiefilm. Es existieren mehrere Versionen zum Film der an unzähligen Festivals lief und viele Preise gewann und 2004 folgte ein Remake.

Der Film führt Themen aus seinem Vorgänger weiter. Die Apokalypse ist da – unerklärt und der Vorspann setzt mitten im Chaos ein. Danach werden die Figuren eingeführt und die eigentliche Story beginnt – die Flucht aus dem Chaos ins Kaufhaus, wo sich eine Gruppe Menschen versteckt um zu überleben. War es in Teil eins ein Haus ist es hier ein ganzes Kaufhaus – dieser Wandel und die Szenen am Ende (mit den Rockern und dem Plündern, obwohl die Welt im Chaos versinkt und Geld nicht mehr wichtig scheint) soll gar die Konsumgesellschaft kritisch darstellen.

Vordergründig ist Romero jedoch ein starker Horror- bzw. Zombiefilm gelungen, der mir jedoch im Argento Cut besser gefällt. Regisseur George A. Romero hat mit Dario Argento, dem Regisseur und Italiener von solch namhaften Klassikern wie Tenebre, Deep Red oder Suspiria, einen Deal abgeschlossen, der es Dario Argento ermöglichte, für Europa bzw. Italien und nicht englischsprachige Ländern, seine eigene Version rauszuhauen. Diese hat Argento auch selbst geschnitten. Dabei blieben u.a. einige humoristische Szenen und Handlung auf der Strecke, was den Film etwas ernster und actionreicher macht, was ich begrüsse. Zudem wartet der Film mit dem tollen Soundtrack der Ital. Band Goblin auf – nur schon deshalb schaue ich mir lieber diese Fassung an.

Jedoch scheint es in beiden Fassungen auch unterschiedliche Gewaltszenen zu geben, d.h. in einer Fassung fehlt etwas oder ist expliziert als in der anderen. Das ist jedoch nur in 1-2 Szenen erwähnenswert (Hubschrauber köpft Schädeldecke vom Zombie gibt es z.B. nur im Romero Cut zu sehen, dafür werden in der Argento Fassung die Kinder-Zombies expliziter erschossen) und ansonsten gibt es genug Effekte im Argento Cut, damit auch der Splatterfan auf seine Kosten kommt.

Die Spezialeffekte stammen von Tom Savini, den Horrorfans ein Begriff ist – er war u.a. für die Effekte in Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel, The Prowler, Deathdream, Nightmare, Creepshow 2, The Burning oder The Texas Chainsaw Massacre 2.

Mit Zombie und einigen der anderen erwähnten Filme machte er sich einen Namen und durfte in einer Vielzahl von Streifen sein Können, welches er live im Vietnamkrieg erlebte bzw. sich davon inspirieren liess, zeigen. Er ist auch in einer Nebenrolle als Rocker am Ende zu sehen. Nebst vielen blutigen Shoot-Outs sind es sicherlich die Machete im Kopf, der explodieren Kopf und die Fressszenen am Ende, welches die Highlights in Sachen Effekte im Film darstellen. Was das Aussehen der Zombies angeht muss man, vor allem aus heutiger Sicht, Abstriche machen. Make-Up Veränderungen wurden nur selten vorgenommen, meist wurde die Hautfarbe einfach anders bemalt (bläulich). Dafür hat Savini dann im 3. Teil Day of the Dead einige seiner bis dato besten Effekte Kreationen auf die Leinwand gezaubert, so dass das Dawn of the Dead Make-Up Thema vom Tisch ist bzw. ihm verziehen sei.

Nebst Tom Savini, Dario Argento und George. A. Romero machte sich der Schwarze Darsteller Ken Foree nach dem Film einen Namen in Sachen Horrorfilme. Unter anderem war er zu sehen in: From Beyond, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, The Dentist oder Joshua Tree (mit Dolph Lundgren).

Dario Argento war also für seinen Schnitt, die Wahl der Musik und als Skript-Berater zuständig. Dessen Bruder Claudio hat Romeros Werk zudem produziert – wahrscheinlich resultiere daraus der Deal zwischen Argento und Romero.

Mir gefällt der Film wegen seiner Stimmung, der Action, den Effekten, dem Kammerspiel, dem Soundtrack von Goblin und weil die Figuren sympathisch gezeichnet sind – was deren Schicksal also nicht egal macht. Verbesserungswürdig wäre das Aussehen der Zombies und als negativ müssen, auch im Argento Cut, einige Längen und paar humoristische Szenen in Kauf genommen werden (gerade die Rocker am Ende betreffend).

Fazit: Ein toller Klassiker den jeden Horrorfilmfan gesehen haben sollte! 

Gefolgt von: Day of the Dead

Infos:

O: Dawn Of The Dead

USA 1979

R: George A. Romero

D: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Tom Savini

Laufzeit der US DVD: 119:09 Min. (Argento Cut)

Erstsichtung: Schulzeit (7. 8. Klasse) (Noch als Trilogy Of The Dead Version)

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag vor: jap. Blu Ray = Booklet, Sonderverpackung, drei Blu Ray Discs = US Kinofassung, Langfassung, Argento Cut. Gesehen als Argento Cut = Englischer Ton, u.a. in 5.1. Die Bildqualität ist sehr gut. Es gibt nur jap. UT (nicht fest im Bild). Mir liegt zudem noch die US DVD Box von Anchor Bay vor, ebenfalls mit allen drei Fassungen (auch hier: keine englischen UT). Wer englische UT will muss zur Arrow Fassung aus England greifen. In Italien bereits als Blu Ray in 4K Restauration und als Ultra HD Blu Ray erhältlich (jedoch auch hier: keine englischen Subs). In Deutschland in diversen Fassungen Uncut erhältlich (Deutschland und/oder als angebliche Fassungen aus Österreich, da Film unverständlicherweise noch immer "verboten").

Die Nacht der lebenden Toten Review


 
Webmaster mit George A. Romero am NIFFF 2006
Die Nacht der lebenden Toten

Story:

Barbara (Judith O'Dea) und deren Bruder Johnny (Russell Streiner) besuchen das Grab ihres Vaters. Dort angekommen passiert eine schreckliche Tragödie: Ein herumirrender Mann (Ein Zombie) fällt sie an und tötet Johnny. Barbara flieht und flüchtet sich in ein Haus und trifft dort auf Ben (Duane Jones), welcher die Situation unter Kontrolle zu haben scheint. Zusammen schliessen sie sich in dem Haus ein, doch die lebenden Toten kommen langsam aber unaufhaltbar näher…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist ein absoluter Klassiker des Genres, der Mutterfilm aller Zombiefilme und George A. Romeros Erstlingswerk, welches mit mehreren Fortsetzungen belohnt wurde, von denen sicherlich Dawn of the Dead und Day of the Dead erwähnenswert sind (alles danach kann man eigentlich vergessen).

1968 wurde der Film veröffentlicht und sorgte überall für Entsetzen und für Staunen, und so wurde der Film als erster seiner Art, ein Film eines nicht familienfreundlichen Genres, ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen, wo er heute noch steht (Später folgte z. B. Blutgericht in Texas).

George A. Romeros Idee, den Film vollkommen in s/w zu drehen, gibt dem Film eine dichte und beklemmende Atmosphäre, welche bis zum heutigen Tag nichts an ihrer Faszination verloren hat. Die Geschichte ist simpel, doch wurde sie sehr spannend umgesetzt. Es gibt kein Entkommen, langsam aber sicher schreiten die lebenden Toten immer näher an das Haus heran, einfach geniale Szenen.

Ausserdem kritisierte der Regisseur den Vietnamkrieg, was vor allem in den schrecklichen Schlussszenen sehr deutlich wird inklusive Rassismus (Tipp dazu: Abspann nicht vergessen bis zum Ende zu gucken). George A. Romero, der Regisseur des Filmes, setzte auf gute aber unbekannte Darsteller. Der Sound und die Kameraführung sind ebenfalls sehr gut gelungen (z.B. das Spiel mit Licht und Schatten im Keller am Ende mit der Leiche).

Die wenigen Make-up Effekte sind gut und für die damalige Zeit sicher auch sehr krude ausgefallen, so sieht man ganz deutlich, wie lebende Tote Gedärme und Körperteile zu fressen beginnen.

Auch in der heutigen Zeit hat dieser Klassiker nichts von seiner magischen Aura oder dem schonungslosen Ende verloren, ganz im Gegenteil: Das Thema Zombie ist bis heute nicht aus dem Kino/TV verschwunden (Serien wie Walking Dead, Filme Dead Shack oder It Stains the Sands Red um paar 2017 Beispiele zu nennen, Neuveröffentlichungen von Dawn of the Dead und Land of the Dead von Shout Factory 2017). Jeder versucht, ein Stück vom Kuchen haben und origineller als der andere sein zu wollen.

1990 folgte von Effektkünstler Tom Savini das Remake zu Night of the Living Dead, welches zwar gelungen ist, jedoch nicht an das Original heranreichen konnte.

Sicher einer der besten Klassiker dieses Genres und ein wegweisendes Werk, welches man als Horrorfan gesehen haben sollte!

Gefolgt von: Dawn of the Dead

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1968

R: George A. Romero

D: Duane Jones, Judith O'Dea, Russell Streiner

Laufzeit der deutschen DVD: 95:51 Min.

Review überarbeitet: 17.07.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Marketing vor = Uncut, Deutscher Ton (früher zensierte Stellen sind in Englisch mit Subs), O-Ton auch an Bord, sehr gute Bildqualität. Die deutsche Synchro Fassung ist gut geworden.