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Montag, 31. August 2020

Eagle Shadow Fist Review

Eagle Shadow Fist

Story:

2. Weltkrieg im durch Japan besetzten China:

Peking Oper Aufführungen werden verboten und auch sonst tun und lassen die Japaner was sie wollen. Dies lässt sich eine Peking Oper Gruppe unter der Führung von Tang Jing Fong (Wong Ching) und dessen rechte Hand Shi Tzer (Jackie Chan) nicht länger gefallen - sie nehmen den Kampf gegen die Japaner (u.a. Alex Lung Ji-Fei, Chu Mu) auf…

Meine Meinung:

Low-Budget Anfang der 70er Jahre Basher aus Hong Kong, der solide Unterhaltung für Fans des Genres garantiert. Es gibt zwei nennenswerte Punkte an Eagle Shadow Fist, in welchem die Japaner Mal wieder die Bösewichte und Feindbilder der Chinesen darstellen:

1. Shaw Brothers Darsteller Wong Ching, der in seiner Karriere vor allem Bösewichte spielte, spielt hier die Hauptrolle und den Helden. Dies ist ungewöhnlich. Wong Ching war mir immer sympathisch, so dass dieses Detail für mich bereits ein grosser Pluspunkt darstellt. Wong Ching spielte u.a. Bösewichte in Filmen wie Shanghai 13, Mobfix Patrol, The Beasts, Kuan - Der unerbittliche Rächer, Heroes Two, The Chinese Boxer oder The Turning Point.

2. Jackie Chan (The Young Master, Kung Fu Yoga, Dragon Fist, Skiptrace, Railroad Tigers, The Foreigner, Mr. Nice Guy) in sehr jungen Jahren (Durchbruch schaffte er erst 1979) ist in einer grossen Rolle als rechte Hand von Held Wong Ching zu sehen. Für Jackie Chan Fans ist der Film nur schon deshalb interessant.

Ansonsten bietet der Film inhaltlich keine Überraschungen und Originalität darf nicht erwartet werden. Es gibt nebst einer schlechten Bildqualität auch Längen. Die Action-Szenen sind solide. Die Kampfszenen werden erst gegen Ende besser und härter.

Allgemein wartet der Film mit einigen Härten auf, die in ihrer Hinsicht überraschend waren (Folterszene an Jackie Chan, die Auslöschung der Familie vor dem Finale). Die Kampfchorographie ist solide und bis auf einige Ausnahmen versuchen die Kampfszenen realistisch auszusehen. Ich empfand diese im Vergleich zu anderen Bashern (z.B. The Martial Hero, Furious Dragon) als leicht besser.

Fazit: Solider Anfang 70er Jahre Kung Fu Action aus Hong Kong!

Infos:

O: Ding Tian Li Di

HK 1973

R: Chu Mu

D: Wong Ching, Jackie Chan, Alex Lung Ji-Fei, Chu Mu

Laufzeit der HK-DVD: 86:04 Min.

Gesehen am: 28.06.20

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Winner’s Video Entertainment vor = Durchschnittliche bis schlechte und zu dunkle Bildqualität, Englisch/Mandarin ohne Subs. Die Fassung hat wahrnehmbare Jump-Cuts aufgrund von Master-Fehlern / Filmrissen. In Sachen Gewalt sah die Fassung hingegen Uncut aus, wobei mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Die englische Synchro ist schlecht. In Deutschland zumindest auf DVD erschienen (Bildqualität soll auch schlecht sein plus auch Filmrisse, wobei auch zweimal Gewaltszenen betroffen sein sollen).

Sonntag, 19. August 2018

The Nude Body Case in Tokyo Review




NIFFF 2014 Special

The Nude Body Case in Tokyo

Story:

Ling (Elsa Yeung) ist eine Tanzlehrerin aus HK. Ihre beste Freundin Meihua wird in Japan von Gangstern getötet. Um mehr Hinweise über die Tat zu erfahren, reist Ling nach Japan und trifft sich mit Meihuas Schwester Meifeng. Doch beide bekommen ebenso die Gewalt der Gangster zu spüren. Ling kann verletzt entkommen (u.a. ein Auge verloren) und sinnt auf blutige Rache…

Meine Meinung:

Auf die Retro-Reihe von alten taiwanesischen Filmen ("Taiwan Black Movies") war ich sehr gespannt und so hatte ich, als Fan von alten asiatischen Filmen, auch an Woman Revenger (On Screen Titel des Filmes) meinen Spass! Der Film ist eine sichtliche Anlehnung an die japanischen Pinky Violence Filme aus den 70ern mit Themen wie Rache, Prostitution, Gangster und Frauen, die den Ton durchgeben und, wenn es hart auf hart kommt, auch gut zulangen können!

Viele Szenen haben mich ans japanische Kino erinnert, halt einfach paar Nummern billiger, schliesslich haben wir es hier auch "nur" mit einer Billigproduktion aus Taiwan zu tun. Der Film braucht auch ein wenig, um in Fahrt zu kommen und hier und da gibt es eine lahme Füllszene. Das Alter sieht man dem Film auch an (Kleider, Frisuren...), wobei es auch schöne Musikstücke und gestohlene Filmmusik (Dawn of the Dead, mind. zweimal zu hören) aus anderen Filmen gibt, die gut zu den ausgewählten Szenen passen.

Hat man die erste, eher lahme Filmhälfte erst einmal hinter sich gebracht, wird der Fan solcher Film bestens belohnt: Folterungen (Frau wird an ein Kreuz gebunden, umgedreht, dann mit Sirup übergossen und Ameisen machen sich ans Werk), angedeutete Vergewaltigungen, Rachestory, Kung Fu Kämpfe (in denen macht vor allem Elsa Yeung, bekannt aus Challenge of the Lady Ninja und Co., eine sehr gute Figur) und einen Brocken Gewalt.

Besonders die Szene mit dem Auge (à la Christina Lindbergs Figur im schwedischen Rape and Revenge Streifen Thriller) oder der Hand waren etwas härter, ansonsten gibt es nur wenig Blut zu sehen, nackte Haut interessanterweise nur wenig aber dafür gibt es eine coole Gamble Szene die mich an die Zatoichi Reihe erinnert hat.

Weiter positiv ist das Japan-Setting. Es gibt viele schöne Bilder aus Japan zu sehen, die dem Film auch optisch interessanter machen (die Szenen im Badehaus, im Schnee, Fuji im Hintergrund).

Sicher kein Highlight aber diese kleinen Schmuddel-Perlen sind für meinen Geschmack alles andere als uninteressant und ich denke, gerade aus Taiwan gäbe es diesbezüglich noch einige Perlen zu entdecken…

Infos:

O: Shin Sung Ga Jok

Taiwan 1981

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Elsa Yeung, Liu Dekai, Ko Keung, Ma Sha

Laufzeit der HK VCD: Ca. 80 Min.

Gesehen am: Erstsichtung im Juli 2014 am NIFFF / 2. Sichtung 04.06.18 (HK VCD)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2014 gesehen in Mandarin mit englischen UT. Leider scheint es von dem Film keine DVD / VCD zu geben. Mir ist nicht bekannt, was für ein Master dem NIFFF zur Verfügung stand. Der Film lief 2013 auch am New Yorker Festival (auch Taiwan Black Movies Reihe), allerdings liefen dort viel mehr solche Filme und der Regisseur war anwesend. Das NIFFF Master könnte in 1-2 Szenen auch zensiert gewesen sein. Die Qualität glich einem VHS, für meinen Geschmack war es aber zufriedenstellend, selbst auf der grossen Kinoleinwand (und ich bin deutlich miesere Filmmaster gewohnt). Nachtrag 04.06.18: vier Jahre später fand ich eine HK VCD von Winner’s = O-Ton, keine Subs, solide Bildqualität. Sehr selten, sehr teuer (100 USD war der Preis den ich zahlen musste) aber möglicherweise Uncut (im Vetgleich mit einem VHS aus China oder Youtube Fassungen ist die VCD "Uncut" - im China VHS fehlen sämtliche Nacktszenen und auch Gewalt (z.B. die Szene mit dem Kreuz und den Ameisen soll völlig fehlen). 

Dienstag, 9. Mai 2017

Dancing King Review

Dancing King

Story:

Akrobat, Tänzer und Kämpfer Ricky Cheng beendet seine Karriere in Hong Kong und verlässt das Land nach einem Streit. Er schlägt sich in den USA als Strassenkünstler durch und weckt das Interesse des Kung Fu Lehrers Dennis Brown. Dieser nimmt Ricky in seine Schule auf, wo er unterrichten darf. Gleichzeitig lässt sich Ricky von Gangstern dazu anheuern, im Ring für sie zu kämpfen. Als es zu einem getürkten Kampf kommt, in welchem Dennis stirbt, sieht Ricky rot…

Meine Meinung:

Dancing King ist ein sonderbarer Chang Cheh Film geworden. Nachdem die Shaw Brothers ihre Tore schlossen, drehte Chang Cheh weiterhin einige sehr interessante Film. Ein eher seltener Titel ist Dancing King. Der Film vereint akrobatische Tanz- mit Trainings- und Kampfszenen.

Die Mischung kann, muss aber nicht gefallen. Das Ganze ist teilweise sehr theatralisch und fast ohne wirkliche Handlung abgespielt worden. Hauptplot baut sich nur langsam auf, teilweise wurde in den USA gedreht.

Es gibt hier und da gar Längen und die Mehrheit der Tanz- und Trainingsszenen sind nett, aber was die Qualität angeht nicht auf Chang Cheh Standard. Z.B. sowie Ricky Cheng und der Schwarze Dennis Brown vor Show-Publikum oder in der Kampfschule trainieren war nett und teilweise sehr gut choreographiert, aber durch den Humor und da keine ernsten Kämpfe / Szenen fehlte diesen Martial Arts Szenen der letzte Biss.

Dass beide Namen – Ricky Cheng und auch der mir total unbekannte Dennis Brown, Kung Fu erfahren sind, sieht man den beiden in jeder Szene an. Leider fand ich Ricky Cheng nur wenig sympathisch in dem Film. Chen Kuan-Tai, nebst Chang Cheh weitere Shaw Brothers Legende (jedoch Darsteller), wird auch als Cast gelistet aber er hat ur einen Kurzauftritt (ca. 30 Sekunden bzw. eine Szene).

Nur das Finale ist die positive Ausnahme – auch wenn der Blood Heroic Teil nicht wirklich funken will. Aber das Finale ist hart, dramatisch, stark choreographiert und hat grossen Spass gemacht. Da kommt Chang Cheh Feeling auf! Zuvor war mir er Film teilweise viel zu zahm, zu harmlos und hier und da wirklich auch zu «schwul» wirkend. Chang Cheh musste sich dies ja immer wieder gefallen und anhören lassen, dass seine Filme oder Szenen oder das Auftreten seiner zumeist männlichen Stars homosexuelle Anleihen mit sich bringen. In Dancing King ist dies sicherlich am meisten ausgeprägt bzw. ist mir das am meisten aufgefallen (ob es einen stört ist wie immer Geschmackssache).

Für mich sicher nicht eine der besten Arbeiten des legendären Shaw Brothers Regisseurs, aber seinen Fans empfehle ich den skurrilen Film trotzdem – nur schon wegen dem tollen Finale und weil eben etwas anders und skurril.

Infos:

O: Pik Lik Ching

HK 1985

R: Chang Cheh

D: Ricky Cheng Tien-Chi, Lui Fong, James Wong Jim, Dennis Brown, Wong Kwok-Fai

Laufzeit der HK VCD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 03.04.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung. Mir lag die HK VCD vor = Uncut, O-Ton (80% Chinesisch, 20% Englisch), keine UT. Gibt es scheinbar nur in den USA auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir unbekannt.