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Sonntag, 22. Februar 2026

Shaolin Invincible Guys


Shaolin Invincible Guys

Story:

Raymond Lui will seine Freundin, die von Gangstern zur Prostitution gezwungen wird, retten. Dazu kommt ihm Kung Fu Kämpfer Chi Kuan-Chun gerade recht. Beide nehmen den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Shaolin Invincible Guys ist ein Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von und mit Raymond Lui Shing-Gung (Kendo – Der tödliche Hammer, Honeymoon Killer, Thirty Six Killers) und seiner gegründeten Firma Success Film (H.K.) Company Lt. Er wirkte auch am Drehbuch mit. Ein simpler Plot und mit überraschend wenig Klamauk. Immerhin Mal ein etwas anderer Plot als andere Filme, die um 1978/1979 veröffentlicht wurden.

Shaolin Invincible Guys hat mich überzeugt. Dies vor allem durch die Tatsache, dass es viele Kampfszenen zu sehen gibt. Mehr als in anderen Filmen dieser Art. Zudem ist die Qualität der Choreographie sehr gut. Das sorgt für wenig Längen. Der Plot gibt ansonsten nicht viel her und das Gezeigte ist nicht wirklich originell. Die Bösewichte sind hübsch fies und verfügen über coole Waffen. Der Film ist in Studios aber auch Outdoor gedreht.

Der Film nimmt sich eher ernst, auch wenn es trotzdem hier und da auch lustige Momente gibt. Ansonsten gibt es auch blutige Kampfszenen, Verrat und eine überraschende Nacktszene zu sehen. Das Finale ist dramatisch. Etwas zu dramatisch und einem Raymond Lui nahm ich die Selbstopferung im Gegensatz zu einem gewissen Jimmy Wang Yu, der das auch oft in seine Filme integriert hat, nicht ab. In den Kampfszenen machte Raymond Lui jedoch, wie auch Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet, 7-Man Army, Eagle’s Claw) eine gute Figur.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Shuang Xing Ying Zhao Shou

Taiwan 1978

R: Raymond Lui Shing-Gung

D: Raymond Lui Shing-Gung, Chi Kuan-Chun, Chi San-Yang, Wen Chiang-Long, Tso Yen-Yung, Shih Chung-Tien, Tseng Chao, Chu Shao-Hwa

Laufzeit der chinesischen VHS: 87:15 Min.

Gesehen am: 22.02.26

Fassungen: Mir lag eine VHS aus China vor. Bei der Kassette handelt es sich um eine Kopie. Die charmante Karton-Hülle gibt auf der Front-Seite «Vision Star» und auf der Back-Seite «LEX Company» als Label an. Der Film sah Uncut aus, aber ich würde nicht darauf wetten, da mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen und die Bildqualität eher mässig und im Finale leide rauch störend war (in den letzten fünf Minuten, ausgerechnet auch beim Finalkampf, gibt es ziemliche Bildstörungen). Im O-Ton Mandarin ohne Untertitel. Ansonsten ist mir nur eine UK-DVD (jedoch nur Englisch Dubbed) und eine UK-VHS bekannt. Andere Fassungen kenne ich nicht (Stand: Feb. 2026).

Donnerstag, 18. Dezember 2025

The Iron Monkey Review

The Iron Monkey

Story:

Die Regierung schlachtet seine Feinde, darunter ganze Familien, ab. Nur Chen (Chen Kuan-Tai) kann entkommen. Er flüchtet sich ins Shaolin Kloster und lässt sich dort im Kampf ausbilden. Später lernt er bei einem Meister die Affenkampftechnik. Danach lässt er sich als General beim Feind (u.a. Chin Kang, Leung Kar-Yan, Wilson Tong) anstellen, um diese von innen heraus zu zerstören und Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

The Iron Monkey, nicht zu verwechseln mit dem 90er Jahre Streifen mit Donnie Yen, stellt eine unabhängige, kleine Perle von und mit Shaw Brothers Star Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Challenge of the Gamesters) dar. Es war seine 2. Regie-Arbeit und auch für die Kampfszenen und deren Choreographie war er zuständig.

Zwar ist der Inhalt des Filmes nicht wirklich was Neues oder originell, doch die extrem hohe Anzahl von Trainings- und Kampfszenen machen den Film zum Pflichtprogramm. Gut ist, dass der Film komplett aus Humor und Klamauk verzichtet. Das kommt dem Film gut zu stehen. Allgemein ist der Ton düster und hart und selbst vor Kindern wird keinen Halt gemacht. Dasselbe gilt für die Kampfszenen: hart und mit viel Power. Ein Genuss!

Der Film startet bereits vielversprechend mit Kampfdemonstrationen (nebst einigen Tier-Szenen, in denen ein Affe auf einen Adler losgelassen wird). Ein gern gesehener Start im Old School Kung Fu Kino, der Lust auf mehr macht. Quasi eine Art schmackhafter «Trailer» vor dem Film der zeigt, worauf sich der Zuschauer im Film freuen kann. Nebst Chan Kuan-Tai gefallen vor allem die Bösewichte um Wilson Tong (Snake Deadly Act), Leung Kar-Yan (Profile in Anger) sowie Chin Kang (The Mysterious Heroes). Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet) ist nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.

Fazit: Must See Titel für Chen Kuan-Tao Fans!

Infos:

O: Tit Hau Ji

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1977

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Leung Kar-Yan, Wilson Tong, Chin Kang, Shih Chung-Tien, Viola Ku Yin, Wu Ma

Laufzeit der HK-VHS: ?

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung am: 27.11.25

Fassungen: Ich sah den Film früher als US-DVD (nur Englisch Dubbed). Die deutsche DVD von Ascot Elite/Shamrock Media (soll eine kultige deutsche Synchro haben, aber keinen O-Ton) soll eine Langfassung darstellen = Export-Fassung plus erweiterten Handlungsszenen aus einem Mandarin-Print. Angeblich sollen einige Mandarin Fassungen dafür in Gewaltmomenten zensiert sein. Mir lag eine VHS aus Hong Kong oder China vor. Auf der Rückseite steht Inter-Continental Video. Copyright 1980. Das Label gab es damals in HK und den USA. 2022 riss mir jedoch das Band von der Spule und das VHS-Gehäuse ging kaputt. Doch mir gelang es, das Band wieder an der Spule zu befestigen und danach packte ich das Band und die Spule in ein leeres VHS-Gehäuse aus Südkorea. Das könnt ihr hier nachlesen: Link. Heute sah ich mir dieses VHS an. Der Ton ist etwas leise und der Ton rauscht. Abgesehen davon lief der Film gut durch. Die Bildqualität war gut und es handelt sich um einen Mandarin Print mit englischen und chinesischen Subs. Auffällige Schnitte bemerkte ich keine.

Samstag, 23. August 2025

Shaolin Temple

Shawgust 2025

Shaolin Temple

Story:

Die Regierung (Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung) plant den Shaolin Tempel und dessen Mönche und Schüler (Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Yueh Hua, Wang Chung, Lau Wing, Wai Wang) zu töten. Verräter (Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei) im Shaolin Tempel machen es der Regierung einfach, sich auf den Kampf vorzubereiten…

Meine Meinung:

Chang Cheh (The Generation Gap, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Heaven and Hell) spannte mit Wu Ma (Haunted House Elf, Heroic Brothers, Into the Night) zusammen und veröffentlichte Mitte der 70er Jahre mit neuem Choreographen-Team (Liu Chia-Liang und Tong Kai waren Geschichte) und in Taiwan gedreht einen der sehenswertesten Shaolin-Kloster-Beiträge aus dem Shaw Brothers Universum. Der Film gilt zu Recht als sehenswert und Klassiker des Genres. Ich sah den Film seit 15 Jahren nicht mehr und der Steifen hat die 2. Sichtung locker bestanden.

Der Plot ist zwar sehr dünn, nichts Neues und dient praktisch nur dem Selbstzweck, dafür rocken die vielen spektakulären Kampf- und Trainingsszenen. Vor allem das lange Finale bietet Spektakel pur. Der Film wird aber nicht jedem Star gerecht. Folgende Namen bekommen am meisten Kampfszenen spendiert: Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet), Alexander Fu Sheng (Friends), Johnny Wang Lung-Wei (My Rebellious Son), Li Yimin (7 Commandments of Kung Fu), Bruce Tong Yim-Cha (Shaolin Abbot) und Shan Mao (Tiger). Vor allem letzterer, den ich vor allem von 70er Jahre Basher kenne, hat mich in den Kampfszenen positiv beeindruckt.

Namen wie Ti Lung (Young Lovers on Flying Wheels), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal) und David Chiang (The Revenge of the Shaolin Kid) dürfen eigentlich fast nur im Finale zeigen, was sie können. Andere Namen kommen so gut wie nicht (Wang Chung und Yueh Hua) oder gar nicht (Ku Feng) zum Zug. Als Bösewichte (nebst den zwei Verrätern) und daher nur im Finale kämpfend überzeugen Namen wie Lu Feng (The Rebel Intruders), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer). An dem Trio hatte ich grosse Freude. Die passen immer hervorragend in die Schurken-Rollen.

Fazit: Must See Titel!

Infos:

O: Shao Lin Si

HK 1976

R: Chang Cheh, Wu Ma

D: Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei, Yueh Hua, Wang Chung, Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung, Lau Wing, Wai Wang, Shih Szu

Laufzeit der UK-Blu: 119:45 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es eine Fassung ohne Frame-Cuts und ein Special über Chang Cheh vorgetragen von Tony Rayns (Ca. 30 Min.). Letzteres ist zu empfehlen. Weitere Extras (u.a. ein Interview mit Chiang Tao) muss ich noch schauen. In Deutschland (als Der Tempel der Shaolin) von diversen Labels auf Blu-Ray und DVD zu haben (Deutsch, Mandarin mit Subs, Uncut).

Samstag, 29. März 2025

The Shanghai Thirteen


The Shanghai Thirteen

Story:

Ein brisantes Dokument macht die Runde. Diverse Killer (u.a. Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Sonny Yue) versuchen, den Besitzer zu töten und in den Besitz des Dokumentes zu gelangen. Doch diverse Helden (u.a. Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chiang Sheng) setzen ihr Leben aufs Spiel, um den Träger und das Dokument an ihren Zielort zu bringen…

Meine Meinung:

Ich sah den Film länger nicht. Dies dürfte meine 3. Sichtung sein. The Shanghai Thirteen ist eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Taiwan von Meister-Regisseur Chang Cheh (The Boxer from Shantung, Chang Cheh: A Memoir, Chinatown Kid) der hier seine ganzen Stars (plus einige Neulinge), die er zu Shaw Brothers Zeiten entdeckte und förderte, in einem Film à la The Expendables oder Just Heroes zusammen vor der Kamera vereint. Im Gegensatz zu meiner 1. Sichtung (alte HK-DVD, nur Vollbild = englische Subs, wie das Bildformat, stark beschnitten) schaute ich den Film heuer ohne englische Untertitel an (dafür in Widescreen).

Fehlende englische Untertitel sind zu verschmerzen, da der Film praktisch keinen Plot an. Bis auf Jimmy Wang Yu (der Dieb zu Beginn), Danny Lee (Attentäter zu Beginn) und Chen Kuan-Tai (Executioners from Shaolin, Gang Master, Dirty Trick) bekommen alle mind. eine absolut spektakuläre Kampfszene spendiert. Nach dem Diebstahl und Attentat folgt etwas Gelaber, aber nach ca. 20-25 Min. folgt ein Kampfsetting nach dem anderen. Ohne Pause bis zum Ende. Die Kampf-Choreographie ist der Wahnsinn und es wird heldenhaft und blutig gestorben wie zu besten Chang Cheh Zeiten. Ein feuchter Traum für Shaw Brothers Fans.

Nebst Jimmy Wang Yu (The Killer Meteors), Danny Lee (Undeclared War) und Chen Kuan Tai sind Namen zu sehen wie Raiders of the Shaolin Temple Star Sonny Yue (tolle Kämpfe im Finale), Venom Star Chiang Sheng (Crippled Avengers), Wang Chung (tolle Kampfszene, bevor er erschossen wird), Leung Kar-Yan (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), ein junger Andy Lau (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), David Chiang (tolle Kampfszenen im Casino gegen Chi Kuan-Chun und Wong Ching), Ti Lung (darf im Finale kämpfen und ist einer der wenigen Überlebenden), Venom Star Lu Feng (tolle Kampfszenen gegen Andy Lau und Beardy), Chi Kuan-Chun (Casino Bösewicht, liefert sich tolle Kampfszenen mit u.a. David Chiang), Wong Ching (toller Fächer-Kampf mit Dauergrinsen und starken Overacting, Kampf gegen u.a. David Chiang), The Nine Demons Star Ricky Cheng (Dancing King) und Chan Sing als Art Endboss (Kampf gegen Ti Lung).

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O:  Shang Hai Tan Shi San Tai Bao

Taiwan 1984

R: Chang Cheh

D: Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Jimmy Wang Yu, Sonny Yue, Ricky Cheng

Laufzeit der jap. DVD: 86:48 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: 18.01.25 / Sichtung der HK-Blu: 28.05.25

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Victor Entertainment vor. Die ist zwar Uncut (und somit länger als die DVDs aus Deutschland und England) und bietet eine recht anständige Bildqualität (plus Widescreen), aber leider liegt der Film nur in Kantonesisch vor. O-Ton wäre Mandarin. Es gibt keine englischen Subs. Uncut, mit O-Ton und englischen Subs ist die HK-Blu-Ray. In Deutschland wurde der Film als 13 Kämpfer von Shanghai veröffentlicht. Nachtrag Mai 2025: Mit der HK-Blu-Ray von CN Entertainment erfolgte nun die erste Sichtung im O-Ton und mit englischen Subs. Der Film ist, wie bereits erwähnt, ein Kracher! Die Blu-Ray hat eine bessere Bildqualität als die DVD aus Japan. Allerdings war ich mit der Tonspur qualitativ nicht zufrieden. Vor allem im letzten Viertel gab es meiner Meinung nach hörbare Probleme. Dialoge und Geräusche, die dumpf waren und die man kaum gehört hat oder wo sich die Tonlage während eines Dialogs verändert hat. Zudem hatte ich auch den Eindruck, dass einige der Kampfszenen plötzlich schneller ablaufen als bei der DVD aus Japan, was unecht aussah. Da ich die DVD aus Japan nicht mehr habe, kann ich das aber nicht mehr vergleichen. 

Montag, 27. Januar 2025

Little Flying Dragon

Little Flying Dragon

Story:

Ein weisshaariger Bösewicht (Chan Sing) wird von diversen Personen bekämpft: zum einen von einem kleinen Jungen mit Axt bewaffnet und mit magischen Kräften ausgestattet sowie dessen Meister, dann von Chi Kuan-Chun und Doris Lung Chun-Erh. Und Chen Kuan-Tai und ein kämpfender Gorilla mischen auch noch mit…

Meine Meinung:

Little Flying Dragon ist ein seltener Film aus Taiwan. Die Produktion aus dem Jahr 1982 bietet einen interessanten Cast und einen fantasievollen Inhalt. Leider fand ich zu der Produktion von Dai Peng Film Co. keine Hintergrundinfos. Ich sah den Film zudem in Mandarin ohne Untertitel und ich fand auf die schnelle im Netz auch keine Inhaltsangabe. Soll heissen, der Plot und die Motive waren mir nicht wirklich bekannt.

Gut ist, dass ich immerhin die Schauspieler kenne und diese auseinanderhalten kann. Bis auf Ma Sha (Golden Fists of a Duo, Mad Rose, The Guy at Simenting) habe ich alle erkannt und konnte sie zuordnen. Das half. Das, was ich sah, erinnerte mich an die japanische Comic-Verfilmung Watari, the Ninja Boy. Kleiner Junge als Hauptfigur, mit Axt bewaffnet, er wie auch seine Gegner beherrschen Magie. Zudem war auch die Musik, wenn ich mich nicht irre, aus einem japanischen Film geklaut: Ninja Scope. Zudem ist einmal das Pink Panther Theme zu hören…

Der Junge spielt die Hauptfigur. Chan Sing (Die Todespagode des gelben Tigers, Die Rückkehr im Schatten des Adlers, The Legendary Strike) den Hauptbösewicht. Da es gleich mehrere Figuren mit weissen Haaren zu sehen gibt, kann das für Greenhorns auch zu einem Problem führen. Er spielt auf jeden Fall den Hauptbösewicht. Die anderen Namen, vor allem sehr Shaw Brothers lastig, sind nur sporadisch zu sehen und Nebenrollen. Da hätten wir Lung Fei (Eunuch of the Western Palace), Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox), Chen Kuan-Tai (Butcher) sowie Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet). Chi Kuan-Chun sieht man von den vier am Meisten. In welcher Beziehung sie zu dem Jungen stehen, ist mir nicht bekannt.

Der Film ist zwar nicht unbedingt ein Kracher, aber sehr solide und wartet mit charmanten Effekten und Fantasy-Szenen nach meinem Geschmack auf. Soll heissen: Laserstrahlen, Feuerspucken, einige wenige blutige Kampfszenen und ein Gorilla-Kostüm d.h. ein kämpfender Gorilla kommt auch vor (gabs ja im Eastern schon 1-2 zu sehen, z.B. in Bruce Lee the Invincible oder Shaolin Invincibles). Sympathisch. Die Kostüme sind auch bunt und fantasievoll und die geklaute Musik passt immer gut zum Gezeigten. Und das Wichtigste: es ist fast immer was los, der Film ist kaum langweilig. Klar, als Kung Fu-Film Fan hätte ich von Chen Kuan-Tai und Co. gerne mehr gesehen, aber es ist halt so, wie es ist.

Fazit: Trashige Fantasy aus Taiwan!

Infos:

O: Xiao Fei Long

HK 1982

R: Tu Lu-Po

D: Chi Kuan-Chun, Chen Kuan-Tai, Chan Sing, Lung Fei, Doris Lung Chun-Erh, Ma Sha, Liao Li-Chun, Li Chin-Chan

Laufzeit der VCD aus China: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 29.11.24

Fassungen: Gesehen als VCD aus China = O-Ton Mandarin, keine Subs, Vollbild, solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024).

Dienstag, 23. Januar 2024

Revenge of Shaolin Kid

Revenge of Shaolin Kid

Story:

Li Tian-Zhou (Chi Kuan-Chun) trainiert 18 Jahre mit einem Mönch (Woo Wai), um sich an den Mördern (Lo Lieh) seiner Eltern zu rächen. Doch dieser ist gerissen, lässt seine Untertanten (Chiang Tao, Stephen Yip Tin-Hang) verschwinden und lässt einen Doktor (Chan Sing) als «Mörder» von Lis Eltern dastehen, in der Hoffnung, dass Li den Doktor tötet…

Meine Meinung:

2020 kaufte ich über Facebook eine VHS aus Südafrika: The Revenge of the Shaolin Kid! Wie sich später beim Schauen herausstellte, handelte es sich nicht um besagten Film, sondern die Shaw Brothers Produktion Shaolin Hand Lock mit Michael Chan Wai-Man, Lo Lieh und David Chiang. Nun, drei Jahre später kam ich in den Genuss des richtigen Filmes und muss sagen: Wow!

Revenge of Shaolin Kid ist ein echter Knaller und besser als manch andere Filme aus der Zeit. Das liegt an drei Gründen: der Plot ist von Beginn an bekannt und wird gradlinig erzählt. Nicht episodenhaft, wie dies in vielen Old School Komödien aus jener Zeit war. Desweitern war der Film düster, ernst und humorlos in Szene gesetzt. Völliger Verzicht auf Humor und Slapstick. Kommt gut. Der wichtigste Punkt: die von Beginn an grosse Anzahl von spektakulären Kampfszenen.

Die Produktion aus Taiwan von Regisseur Chui Hon Cheung (The Dwarf Sorcerer) spielt hauptsächlich in Taiwans Natur. Die spektakulären Kampfszenen stammen aus der Feder von Lee Chiu. Der Film hat einen qualitativ hochwertigen Cast. Der Star und Held des Filmes ist Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet, Crazy Horse and Intelligent Monkey, Disciples of Shaolin). Er macht eine hervorragende Figur. Sicherlich eine seiner besten Rollen abseits seiner Shaw-Zeiten.

Lo Lieh (The Thundering Sword, Revenge of the Corpse, Oath of Death) spielt den Bösewicht. Er macht dies, wie so oft, sehenswert, auch wenn er nur im letzten Viertel vorkommt. Überrascht war ich von seinen Kampfszenen: stark und sehenswert! Der dritte im Bunde ist der in Thailand geborene Chan Sing (Shaolin Warrior, Rescue from Hades, The Beasts). Er hat mehr eine kleine Nebenrolle als Arzt, der durch List in die Rache-Geschichte integriert wird. Er darf zwei sehenswerte Kampfszenen gegen Chi Kuan-Chun demonstrieren. Auch diese Kämpfe sind toll gefilmt und choreographiert worden.

In Cameo-Auftritten sind noch Wu Ma (A Chinese Ghost Story) und Judy Lee (Revengeful Swordswoman) zu sehen. Letztere darf in einem Casino kämpfen und in einer Nebenrolle als Bösewicht und rechte Hand von Lo Lieh ist Carter Wong lookalike Chiang Tao (The Kung Fu Cook) zu sehen. Dieser überzeugt auch in seinen Kampfszenen und sehe ich gerne in solchen Rollen. Die Musik passte mehrheitlich gut zu den Action-Szenen und zur Dramaturgie.

Fazit: Sehenswerter Eastern! Sehr empfehlenswert!

Infos:

O: Gu Tong Xiao

Taiwan 1978

R: Chui Hon Cheung

D: Chi Kuan-Chun, Woo Wai, Lo Lieh, Chiang Tao, Stephen Yip Tin-Hang, Chan Sing, Judy Lee, Wu Ma

Laufzeit der chinesischen VCD: 1. Disc (54:08 Min.) / 2. Disc (38:38 Min.*) *Die 2. Disc zeigt zu Beginn einen längeren Kampf, der bereits am Ende der 1. Disc zu sehen war.

Gesehen am: 12.12.23

Fassungen: Mir lag eine VCD aus China vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, im O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Freitag, 16. Juni 2023

Shaolin – Eine Faust die tötet

Shaolin – Eine Faust die tötet 

Story:

 

Lung Chun-San (Chi Kuan-Chun) wird von einem Mann, der sein Gesicht hinter einer goldenen Maske verbirgt, beauftragt und bezahlt, einen Mord zu verüben. Gesagt, getan. Dumm nur, dass sich das Opfer als Lungs Bruder herausstellt. Lung sinnt nun auf Rache. Doch wer ist der Mann hinter der goldenen Maske?

 

Meine Meinung:

 

Aka The Golden Mask. Auf Shaolin – Eine Faust die tötet freute ich mich. Die Bilder zum Film liessen mich auf einen fantasievollen Taiwan-Eastern mit hübschem Trash-Gehalt hoffen. Coole Waffen, coole Gimmicks. Die Maske und die Waffen, welche ich auf den Bildern sah, entsprachen genau meinem Geschmack. Dazu Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Relentless Broken Blade, The Naval Commandos, Crazy Horse and Intelligent Monkey). Was will man mehr?

 


Der Film beginnt auch stark. Die deutsche Synchronisation ist zum Glück gelungen, so dass das Sehvergnügen trotz fehlendem O-Ton nicht beeinträchtigt wird. Die gestohlene Musik (z.B. aus James Bond Filmen) passt auch gut dazu. Und die Kampfszenen waren erste Sahne. Der Film wirkt am Anfang wie ein Videospiel, in welchem Chi Kuan-Chun von einem Gegner zum nächsten hetzt, um "ein Level weiterzukommen". So weit, so gut.

 

Leider gibt es danach Längen. Im Mittelteil, aber auch vor dem Finale bremst der Film immer wieder unangenehm aus. Der Krimi-Plot ist lahm, hier und da wirr und eigentlich wenig interessant. Da wäre mir ein unkonventioneller Plot lieber gewesen. Plus mehr Action. Chi Kuan-Chun macht seine Sache sehr gut. Er darf viel von seinem Können zeigen und in den Kämpfen braucht er oft nur einen Arm. Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick, Chase Step by Step, Chivalry Deadly Feud) ist der mysteriöse Fremde. Feind oder Freund?

 

Doris Lung Chun-Erh (Eunuch of the Western Palace, The Secret of Shaolin Poles, 7 Men of Kungfu), unglaublich schön anzusehen, bekommt leider zu 99% keine Kampfszenen spendiert. Das war schade! In einer Nebenrolle überzeugt hat Stephen Tung Wai (Hard Boiled), der auch für die Choreographie zuständig war. Wie es der Zufall will, sah ich vor kurzem einen weiteren Film mit ihm: Killer Wears White! Ein doch unterschätzter und zu wenig bekannter Martial Arts-Star. Die Highlights an Verrücktheit bietet das Ende, in dem auch die fliegende Guillotine mitmischen darf. Eine Waffe, die Eastern Fans aus The Flying Guillotine und dem Jimmy Wang Yu Klassiker The One-Armed Boxer vs. The Flying Guillotine kennen.

 

Fazit: Nicht der perfekte Eastern aus Taiwan, aber ein Film, der seine Momente hat und den sich Fans des Genres gut ansehen können!

 

Infos:

 

O: Hong Yi Leng Xue Jin Mian Ren

 

Taiwan 1977

 

R: Ting Chung

 

D: Chi Kuan-Chun, Wang Kuan-Hsiung, Stephen Tung Wai, Doris Lung Chun-Erh

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: 03.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von TVP vor = restauriertes 35mm (?) Master, Deutsch/Englisch, keine Subs, Uncut, Mediabook mit Blu-Ray, DVD und Booklet. Schade, dass kein O-Ton dabei ist! Die deutsche Synchro ist jedoch mehr als gelungen. Die Edition ist auf 333 Stück limitiert (es gibt mehrere Cover-Motive).

Mittwoch, 9. November 2022

Crazy Horse and Intelligent Monkey Review


Crazy Horse and Intelligent Monkey

Story:

 

Hou Ah Tsai (Hon Kwok-Choi) wird in einem Casino beim Betrügen erwischt und verprügelt. Ihm eilt Big Brother Ma (Chi Kuan-Chun) zur Rettung. Beide freunden sich an. Ma ist auf einem Weg zu seiner Mutter, um zu erfahren, dass diese getötet wurde. Drahtzieher ist der schier unbesiegbare Boss Li (Chu Tit-Wo). Hou und Ma lassen sich von Meister Kwan (Kwan Hoi-San) und dessen Tochter (Candy Wen Xue-Er) im Kampf ausbilden, um den Tod von Mas Mutter rächen zu können…

 

Meine Meinung:

 

Crazy Horse and Intelligent Monkey wurde zu Ehren von Alan Chui Chung-San (13 Poles from Shaolin) geschaut, der am 02.11.22 verstorben ist. Er besorgte nebst Chin Yuet-Sang die Kampfszenen und war als Martial Arts Director angestellt. Diesmal spielt er im Film nicht mit. Crazy Horse and Intelligent Monkey ist eine typische Old School Kung Fu Komödie aus Hong Kong, welche es ab 1979 unzählige gab. Leider ist Crazy Horse and Intelligent Monkey dabei nur ein durchschnittlicher Beitrag geworden, der nicht aus der Masse herausragt.

 

Warum der Film mit Chan Hei (Unbekannter Regisseur) und Tony Lou Chun-Ku (The Master) gleich zwei Regisseure brauchte, ist mir nicht bekannt. Die Produktionsfirma hinter dem Film (Ka Wah Film (H. K.) Ltd.) war auf jeden Fall wenig erfolgreich. In Datenbanken wird einzig Crazy Horse and Intelligent Monkey unter deren Fittiche genannt. Nebst Regisseur Tony Lou Chun-Ku ist Star Chi Kuan-Chun (Eagle’s Claw) aus dem Shaw Brothers Universum zu sehen.

 

Der Humor und vor allem Sidekick Hon Kwok-Choi (spielte ja oft solche Rollen, z.B. auch in Vier Schlitzaugen rechnen ab) waren mir zu albern. Das hat dem Film Härte und Qualität geraubt. Candy Wen Xue-Er (Coffin Homes) Gesicht sah selbst aus wie ein Pferd und die Idee, dass sich Chi Kuan-Chun im Finale an einem Pferd orientiert, um Bösewicht Chu Tit-Wo (Crystal Fist) zu besiegen, wurde praktisch relativ wenig nachvollziehbar auf die Leinwand gezaubert. Schlechte praktische Umsetzung. Pferd gehört höchstens als Filet auf den Grill! Ein Sprichwort sagt: Mit dem Essen spielt man nicht!

 

Auf der 1. VCD hatte mir der Film auch zu wenig spektakuläre Kampfszenen zu bieten. Und das Ding läuft immerhin fast eine Stunde. Zudem hätte ich gerne mehr von Kwan Hoi-San (Devil Curse) gesehen, denn vor allem dessen Kampfszenen (u.a.  gegen den Bösewicht) waren stark choreographiert und haben viel Spass gemacht. Dafür rockt die 2. VCD mit qualitativ besseren Kampfszenen. Chu Tit-Wos Kampf gegen die drei Gangster oder die finalen Kämpfe waren dann wirklich gut und haben für die erste Hälfte kompensiert.

 

Fazit: Alles in allem für einen Low-Budget Wald-und-Wiesen Kung Fu Film ok, aber kein Must Have Titel!

 

Infos:

 

O: Dian Ma Ling Hou

 

HK 1980

 

R: Tony Lou Chun-Ku, Chan Hei

 

D: Chi Kuan-Chun, Hon Kwok-Choi, Candy Wen Xue-Er, Chu Tit-Wo, Kwan Hoi-San

 

Laufzeit der HK-VCD: Seite A (55:27 Min.) / Seite B (39:17 Min.)

 

Gesehen am: 08.11.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mei Ah vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Widescreen. Die deutschen Fassungen (VHS) unter dem Titel Der Irre mit dem Superschlag sind zensiert (ca. 74 Min. während die VCD ca. 93 Min. läuft). Eine DVD/Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2022).

Freitag, 3. Dezember 2021

Lucky Dragon Review

Lucky Dragon

Story:

 

Die Story dreht sich um drei Gangster (Ken Lo, Lam Wai, Shing Fui-On), gemeinsame Geschäfte aber auch Verrate und Hinterhalte. Plus: die ermittelnde Polizei (Chi Kuan-Chun).

 

Meine Meinung:

 

Lucky Dragon ist ein Low-Budget Taiwan-Actioner, wie sie Anfang der 90er oft in Taiwan entstanden sind. Wer Filme dieser Art mag, kann sich bedenkenlos an Lucky Dragon wagen, auch wenn es sich beim Film um keinen Kracher handelt. Der Plot ist dünn und wenig originell. Statt Wu Ma, Dick Wei und Co. wurden andere «HK-Genre-Grössen» gecastet:

 

Dauer-Bösewicht Shing Fui-On (Drug Tiger), Japaner Ken Lo (Drugs Fighters) sowie Lam Wai, der in vielen ähnlichen solchen Filmen mitwirkte (The Dignified Killers) sind die drei Hauptfiguren. In Nebenrollen sind ausserdem Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Relentless Broken Blade), «Psycho» Mark Cheng (A Taste of Killing and Romance) oder Shum Wai (Hong Kong Godfather) zu sehen, wobei ich letzteren nicht Mal bemerkt habe.

 

Die Musik ist sicherlich grösstenteils gestohlen oder billig, die anderen Figuren sind unbedeutende No-Names, deren Rollen man ihnen nicht wirklich abnimmt und der ganze Look des Filmes ist billig und die Settings wenig originell (Hinterhof, Fabrik etc.). Dafür ist der Film, vor allem in der zweiten Hälfte, dank Actionszenen flott und kurzweilig unterwegs.

 

Es gibt kleinere Stunts, kürzere Kampfszenen (vor allem von Ex-Kicker Ken Lo) und vor allem blutige Shoot-Outs. Es wird vor allem Gebrauch von Faustfeuerwaffen (Pistolen) gemacht, auch wenn es in einzelnen Szenen blutige Action mit Messern zu sehen gibt. In der Hinsicht gibt es also nur wenig zu motzen und das sind die stärken des Gangster-Action-Filmes aus Taiwan. Lustig ist, dass Getroffene oft sehr akrobatisch von hohen Ebenen runterfallen und noch einen Salto einbauen oder irgendwo beim Runterfallen aufschlagen. Solch kleinen Stunts sind cool, Low-Budget hin oder her.

 

Fazit: Wer die ganzen Anfang 90er Jahre Low-Budget Action-Filme aus Taiwan im modernen Setting und mit «Zweitklassigen» Namen als Stars mag, kann sich bedenkenlos an Lucky Dragon wagen!

 

Infos:

 

O: Fu Xing Wei Long

 

Taiwan 1991

 

R: Wong Siu Jun, Yip Wai

 

D: Ken Lo, Lam Wai, Shing Fui-On, Chi Kuan-Chun, Mark Cheng

 

Laufzeit der HK-LD: ?

 

Gesehen am: 02.09.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Canto/Mandarin mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: US-VHS von PAN-ASIA Video. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2021).

Donnerstag, 5. August 2021

Relentless Broken Blade Review




Relentless Broken Blade

Story:

 

Chiu Yi-Han (Chi Kuan-Chun) will sein Schwert niederlegen und nicht mehr kämpfen – er hat genug von der Martial World und zerbricht sein Schwert. Nur kurze Zeit später gibt es ein Todesopfer und die Spuren bringen Chiu Yi-Han ins Spiel. Dieser ist jedoch unschuldig und bekommt Zeit, zusammen mit seinem Gefährten (Addy Sung Gam-Loi), den wahren Täter zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Bei Relentless Broken Blade handelt es sich um eine taiwanesische Produktion und um eine Gu Long Verfilmung. Gu Long Geschichten standen oft im Taiwan und Hong Kong Kino Pate. Meist sind es wirre Erzählungen voller Clans, unzähligen Figuren, Nebenplots und Twists. Meist geht es um Intrigen, Liebe, Verrat und eine Mördersuche.

 

Oft sind die Filme gespickt mit bekannten Namen, wunderschönen, abwechslungsreichen Sets und stimmungsvollen Bildern. Oft rate ich, in solchen Filmen nicht krampfhaft zu versuchen, der Story und jedem einzelnen Nebenplot bis in Detail folgen zu wollen (meist auch fast unmöglich), sondern einfach die Action, Kämpfe, Choreographie, die Sets/Bilder und die Gimmicks und fantastischen Elemente zu geniessen.

 

Dann unterhalten diese Filme auch. Zudem gibt es meist einen Helden. Der kämpft einfach gegen das Böse und jede andere Partei kann grundsätzlich Mal als verdächtig und potenziellen Feind angesehen werden. So machen diese Filme dann auch richtig Bock. Auch Relentless Broken Blade. Dessen Story war aber noch irgendwie nachvollziehbar, auch wenn man aufpassen muss, da selbst ab Mitte des Filmes noch immer neue Figuren auftauchen.

 

Die Sets und Aussenaufnahmen aus Taiwans Natur sind wunderschön. Dazu gibt es coole Waffen (Schwert, an dessen Ende eine Hand befestigt ist) und sogar eine Art fast unsterblicher Kung Fu Zombie, der in den Bambus-Wäldern Taiwan sein Unwesen treibt. Die Action-Szenen sind cool, fantasievoll, rasant und schön anzusehen.

 

Für die Action-Szenen zeichnete sich Addy Sung Gam-Loi (0.38) aus, der im Film auch eine der grösseren Nebenrollen spielt. Ihn mag ich, vor allem wenn er in klassischen Eastern mitspielt und auch kämpfen darf (z.B. in Kung Fu from Beyond the Grave oder Two Crippled Heroes). Abgesehen davon warten mehrere Shaw Brothers Stars als Cast auf:

 

Shih Szu (Lady of the Law), Chi Kuan-Chun (Disciples of Shaolin), Lily Li Li-Li (Daggers 8) oder Phillip Ko (The Club). Phillip Ko spielt nur eine kleine Nebenrolle (cooler Kampf gegen Tien Ho) und Chi Kuan-Chun als langhaariger Held war eine willkommene Abwechslung zu seinen ganzen Shaolin-Kämpfer und Kung-Fu-Rollen.

 

Fazit: Jedem Swordplay/Wuxia/Gu-Long Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Duan Jian Wu Qing

 

Taiwan 1979

 

R: Chang Peng-I

 

D: Shih Szu, Chi Kuan-Chun, Lily Li Li-Li, Addy Sung Gam-Loi, Phillip Ko Fei, Tien Ho

 

Laufzeit des Filmes: Ca. 96 Min.

 

Gesehen am: 21.04.21

 

Fassungen: Den Film gibt es offiziell in zwei Fassungen: VHS aus Taiwan von NS (Uncut, O-Ton, Subs aber Vollbild) und als US-VHS (Mandarin, neue englische Subs, Vollbild aber 13 Minuten zensiert = ganzer Anfang soll fehlen). Titel des US-VHS: Lyrical Blades. Es gibt vom Film eine 35mm Widescreen Kopie = O-Ton, englische Subs (nicht abgeschnitten da Widescreen), Uncut, gute Bildqualität! Diese Kopie liegt mehreren Sammlern vor. Ich sah diese bei meinem Kumpel, der gleichzeitig auch das VHS aus Taiwan besitzt. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: April 2021).