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Donnerstag, 13. August 2026

Manhood

Manhood

Story:

In Taipei herrscht zwischen zwei Gangsterbanden Krieg. Bei einer Schiesserei wird Drug Lord Lei Zhenxiao erschossen. Ma So (Ma Sha) stellt sich daraufhin der Polizei und wandert für sieben Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung will Ma So von den Gangs nichts mehr wissen. Doch zwei Banden sind hinter den Drogen vom damals geplatzten Deal her, die dazumal versteckt wurden. Doch Ma So bleibt standhaft, zumal ein mysteriöser Mann (Ga Lun) ihm mehrfach gegen die Attacken der Gangster hilft. Doch dann entführt Gangsterboss Jia (Chen Hung-Lieh) Ma Sos Schwester als Druckmittel…

Meine Meinung:

Manhood ist ein Taiwan Black Movie und einer der besseren dieser Sorte. Der Film bietet inhaltlich zwar nichts Neues und gewisse Klischees (Ex-Gangster arbeitet in Auto-Werkstatt), dafür war der Film unterhaltsam, bot viel Action und war auch in Sachen Gewalt nicht zurückhaltend. Inhaltlich erinnert der Film sogar etwas an den Italo-Kracher Milano Kaliber 9. Regie führte Lin Ying, von dem ich nur einen anderen Film kenne (= Little Flying Dragon). Ungesehen müsste mir noch Survival of a Dragon als holländische VHS vorliegen.

Der Plot ist simpel. Für Unterhaltung ist garantiert. Auch die Figuren überzeugen im Grossen und Ganzen. Als Lead und Antiheld wurde ein früherer Gangster gecastet, der in mehreren Taiwan Black Movies mitwirkte: Ma Sha (The Masks, Golden Fists of a Duo, Mad Rose), der im Vorspann in den Credits Maa Sha genannt wird.  Er ist natürlich die ideale Wahl für die Hauptrolle, auch wenn ich ihn etwas lieber als Bösewicht statt als Held sehe. Doch als Bösewicht ist auch ein bekannter Name an Bord = Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel, The Cannibals, On the Waterfront). Und diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht.

Etwas schade ist, dass es keinen wirklichen Finalkampf zwischen Ma Sha und Chen Hung-Lieh gibt. Abgesehen davon sind noch Violet Pan Ying-Zi (The Guy at Simenting) und Ga Lun (Red Spell Spells Red) als Co-Stars zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus Kampfszenen, Shoot-Outs, Folterszenen und Szenen, in denen mit Messern, Stichwaffen, Ziegelsteinen, Ketten oder Schwerkraft (aus der Höhe in den Tod fallen) gekämpft und getötet wird (inklusive einer abgebrochenen Flasche). Der Film ist härter und blutiger, als andere Filme dieser Art. Cool war auch, dass zu einer Kampfszene die Musik von Tangerine Dream aus Sorcerer zu hören ist.

Fazit: Für Fans von Taiwan Black Movies zu empfehlen!

Infos:

O: Nan Zi Han

Taiwan 1982

R: Lin Ying

D: Ma Sha, Violet Pan Ying-Zi, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Liu Chun, Han Hsiang-Chin, Yi Yuan

Laiufzeit der südkoreanischen VHS: 90:12 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Die VHS aus HK ist stark in Gewalt zensiert (5-6 Min.), hätte jedoch englische Subs. Die VHS aus China ist bis auf eine Szene mit Brüsten Uncut, aber ohne Englische Untertitel. Eine DVCD aus China ist komplett Uncut (auch keine englischen Subs). Ich sah den Film als südkoreanische VHS von Dae Joo Cinema Co. = Uncut-Status unbekannt, Audio mit koreanischen Subs, mässige (Nachtszenen) bis durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild statt Widescreen Es scheint auch in den USA eine VHS zu geben (von Tai Seng). Dazu habe ich jedoch keine weiteren Infos. Die VHS aus Südkorea sah in Sachen Action, Gewalt und Brüste Uncut aus.

Donnerstag, 25. Juli 2024

Golden Fists of a Duo

 


Golden Fists of a Duo

Story:

George (Liu Shang-Chien) kehrt an seinen Heimatort zu seiner blinden Mutter und seinem jüngeren Bruder Jimmy (Eagle Lee Siu-Fei) zurück. Er beginnt eine neue Stelle bei Mr. Lee (Yi Yuan) und verguckt sich in dessen Nichte Nancy (Lily Lan Yu-Li). Jimmy arbeitet derweil zusammen mit seinem Kumpel Alan (Ma Sha) als Gangster. Als Jimmy Mr. Lee töten soll, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Golden Fists of a Duo ist ein unbekanntes Crime-Drama, welches zu den damaligen «Taiwan Black Movies» gehört. Filme mit moralischem Zeigefinger, die den Zuschauern aufzeigen, dass sich Kriminalität nicht lohnt. Dazu gehört der Anschluss an eine Gangsterbande, das Morden, Schlägereien aber auch Themen wie Drogen oder Glückspiel. Der Film ist ein Action-Drama. Es gibt nicht allzu viel Action, und meist auch harmlos und unblutig. Regie führte Chang Chih-Chao (The Mob Family, Handsome Vagabond).

Dennoch vermag Golden Fists of a Duo zu unterhalten. Das liegt am glaubhaften Cast und den Figuren, die sie verkörpern. Die Figuren sind dem Zuschauer nicht egal und so war es ein kluger, wenn auch wenig origineller Schachzug, die Storyline um zwei Brüder zu schreiben. Einer erfolgreich, der andere nicht. Beide geraden unfreiwillig aneinander. Dann gibt es noch Heroic Bloodshed Momente (Bruderschaft, Verrat) zwischen den von Eagle Lee und Ma Sha gespielten Figuren, auch wenn diese etwas kühl wirken, da Ma Sha eigentlich nur wenig Präsenz geniesst.

Zudem hätte ich Ma Sha lieber als Bösewicht gesehen. Das kann er einfach. Hier kommt er definitiv zu kurz. Ansonsten können die Stars um Ma Sha (The Mad Rose, I Want to Be a Good Person), Eagle Lee (The Guy at Simenting, Virago), Liu Shang-Chien (The Thrilling Sword, The Witch with Flying Head) oder Lily Lan Yu-Li (Fury of a Virgin, Deadly Duo) auf viel Erfahrung im Genre zurückblicken, was man der Produktion auch positiv ansieht. Die Actionszenen, die meist aus Prügeleien bestehen, sind solide in Szene gesetzt. Jene im Regen mit Slow-Motion Einsatz, waren optisch sogar richtig sehenswert inszeniert. Schade, dass es nicht mehr davon gab.

Fazit: Fans solcher Taiwan Black Movies können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Xian hei an tiao zhan

Taiwan 1981

R: Chang Chih-Chao

D: Eagle Lee Siu-Fei, Liu Shang-Chien, Ma Sha, Hsieh Wan-Yi, Lily Lan Yu-Li, Chiang Yu, Yi Yuan, Kao Ming

Laufzeit der ägyptischen VHS: 86:26 Min., inklusive vier Werbeunterbrechungen während (!) dem Film (für Zigaretten, Seife, Staubsauger und Chips)

Gesehen am: 15.05.24

Fassungen: Der Film ist selten. Ich sah einmal eine VHS aus dem Libanon, welche ich verpasst habe und schlug später bei dem VHS aus Ägypten zu: k.A. ob Uncut/Cut und/oder im Gegensatz zur Originalversion verändert, 1,33:1, Englischer Dub mit arabischen (?) & franz. Untertiteln, gute Bild- und Tonqualität. Das Band musste ich in ein anderes VHS-Gehäuse stecken (siehe VHS-Abenteuer - 4. Teil). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Ich finde Online keine einzige Inhaltsangabe zum Film = seltener Titel.

Donnerstag, 2. März 2023

Mad Rose Review



Mad Rose

Story:

Lu I-Chan wird von einem Unbekannten (Ma Sha) vergewaltigt. Sie sinnt auf Rache. Zusammen mit anderen Frauen/Opfern tut sie sich zusammen, um sich an vergewaltigenden Männern zu rächen. Hauptziel ist aber Ma Sha. Männliche Opfer ruft jedoch auch die Polizei (u.a. Ng Yuen-Jun) auf den Plan…

Meine Meinung:

Mad Rose ist ein Taiwan Black Movie à la Underground Wife, The Nude Body Case in Tokyo, Don’t Love Any Stranger, The Lady Avenger, Who Knows About Me, The Guy at Simenting, Fury of a Virgin, Kill for Love, Golden Fists of a Duo oder Virago. Was ist ein Taiwan Black Movie? Ende der 70er und Anfang der 80er wurden B-Filme mit diversen Inhalten wie Sex, Gewalt, Rape & Revenge, Selbstjustiz, Exploitation aber auch Themen wie Glücksspiel, Liebesgeschichten, Dramen und Sozialkritik (quasi gegen das Gesetz zu verstossen lohnt sich nicht!) auf de Menschhit losgelassen, nachdem die Zensur (im Film/Kino) gelockert wurde!

Oft mit/von bekannten Namen wie Ma Sha (angeblich ein Real-Life Gangster), Eagle Lee, Elsa Yang (The Woman from Hell), Wang Kuan-Hsiung (Chase Step by Step), Chester Wong Chung-Gwong (Butcher), Chen Sing (Die Depesche des Todes), Ulysses Au-Yeung Jun (The Woman from the Hell), Lu I-Chan oder Chang Chih-Chao (Handsome Vagabond). Es sei jedoch zu sagen, dass die Filme dennoch meist, gerade im Bezug mit anderen Ländern, noch relativ harmlos und zahm waren. Richtig derb blutige wurde es selten, explizit schon gar nicht und nackte Tatsachen sind praktisch, trotz hier und da Rape & Revenge Inhalten, Fehlanzeige.

Im Vergleich zu Mad Rose gibt schlechtere aber auch bessere solche Filme. Was man Mad Rose nicht vorwerfen kann ist, dass er langweilig ist. Da geht die Post ab und das Ganze ist mehr oder weniger relativ unterhaltsam und kurzweilig, auch in der Mandarin Fassung mit (für mich unverständlichen) koreanischen Subs (ggf. wurde das Vollbild noch gezoomt, wer weiss das schon). Der Film ist zwar wenig explizit, sah aber, und das überrascht, Uncut aus (die Koreaner zensieren nicht selten willkürlich).

Lu I-Chan trommelt im Film eine ganze Frauenbande zusammen, die Selbstjustiz verüben (hatte was von den Mädels im The Dignified Killers Finale). Während der Rape und/oder den Action-Szenen hört man Dauerschleifen-Musik aus Dawn of the Dead. Ein weiteres Musikstück konnte ich nicht zuordnen, kam mir aber auch sehr bekannt vor. Teilweise auch trashig und unfreiwillig komisch (die "Trainingsszene", welche an Virago erinnert). Ma Sha war als Gangster, Frauenschläger und Vergewaltiger-Hauptbösewicht fies sympathisch. Starke Leistung von ihm. Oben ohne kamen sogar Michael Chan Wai-Man Vibes auf (dank den Tattoos).

Fazit: Solider Taiwan Black Movie!

Infos:

O: Fen Nu De Mei Gui

Taiwan 1982

R: Chester Wang Chung-Kuang

D: Lu I-Chan, Ma Sha, Ng Yuen-Jun,

Laufzeit der koreanischen VHS: 89:07 Min.

Gesehen am: 17.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Production vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild (vielleicht noch gezoomt), O-Ton, koreanische Subs. Daneben gibt es noch VHS aus China (keine englischen Subs, zensiert), HK (dito, aber weniger stark zensiert) und eine Uncut DVCD (China). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).

Montag, 20. Februar 2023

Fury of a Virgin Review



Fury of a Virgin

Story:

Lily Lan Yu-Li wird von Gangster Wang Hsieh gefoltert und traumatisiert zurückgelassen. In der Zeit sitzt ihr Bruder Yun Chung-Yueh im Gefängnis. Als er entlassen wird und über den Zustand von Lily informiert wird, sinnt er zusammen mit einem Kollegen (Addy Sung Gam-Loi) auf Rache…

Meine Meinung:

Der Kauf des VHS aus Spanien (ab 13 Jahren freigegeben) war ein Risiko, da es theoretisch auch Executioner (Sonny Chiba) oder Don't Love Any Stranger hätte sein können (falsche Bilder auf dem Cover). Fury of a Virgin ist ein Taiwan Black Movie, der, wie es scheint, im Westen von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Der Film ist kein Kracher (wären z.B. Filme wie Who Knows About Me, The Nude Body Case in Tokyo oder The Lady Avenger), aber ich sah schon deutlich lahmere Taiwan Black Movies (The Guy at Simenting).

Fury of a Virgin bietet ziemlich viel Action, so dass es wenig Längen gibt. Dem Plot kann man auch ohne Sprachkenntnisse (mir lag nur ein spanisch synchronisiertes VHS vor) gut folgen. Lily Lan Yu-Li wird von Wang Hsieh, der besonders lustvoll und schmierig wirkt (wirkte wie ein taiwaneischer Weinstein), gefoltert und dann wie Charles Bronsons Tochter (in Death Wish 2) traumatisiert zurückgelassen. Dies hat zur Folge, dass dessen Filmbruder (Yun Chung-Yueh) und dessen Kollege (Addy Sung Gam-Loi) sie rächen.

Simpel. Die genauen Motive sind nicht ganz klar. Weitere Dinge wie Frauenhandel, Drogen und gestohlene Juwelen sind weitere Film-Inhalte. Am Ende siegt natürlich die Polizei. Immerhin zeigen die Taiwan Black Movies auf, ass es nie gut ist, illegale Aktionen durchzuführen und dass das am Ende allen, die gegen das Gesetz verstossen, nicht gut bekommt. Das ist auf eine Art aber auch schade (das Ende). Ich hätte lieber gesehen, dass Wang Hsieh getötet statt verhaftet (zusammen mit den "Helden") wurde.

Wang Hsieh (Queen Hustler) war stark in seiner Rolle. Overacting ja, aber ohne lächerlich zu wirken. Zudem sieht man, dass er sichtlich Spass an seinem Auftritt hatte. Teilweise führt er sich (wenn er Frauen angeht) so auf, als sei er ein Kind im Süsswarenladen. Highlight ist die Folterszene mit Mäusen und Bohrer. Yun Chung-Yueh hat in den Kampfszenen gefallen und Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) war der einzige Star, der mir im Voraus was sagte. Ihn sehe ich immer gerne. Lily Lan Yu-Li hingegen hat mich enttäuscht (plus furchtbare 80er Jahre Frisur).

Die Mehrheit der Action-Szenen sind unspektakuläre Kampfszenen gefolgt von unspektakulären Shoot-Outs. Ein-zwei blutige Treffer (oder Messer-Action) gibt es zu sehen.  Im Finale gibt es nebst wenig gestohlener Italo-Western Musik vor allem das Goblin Theme aus Dawn of the Dead zu hören. Das hingegen fand ich cool! Alles in allem bin ich froh, nicht 205 Euro für den Film gezahlt zu haben:-)

Fazit: Es gibt bessere aber auch schlechtere Taiwan Black Movies. Fury of a Virgin ist solider Durchschnitt!

Infos:

O: Yu Mian Zhi Zhu

Taiwan 1982

R: To Pak-Hon

D: Lily Lan Yu-Li, Wang Hsieh, Yun Chung-Yueh, Addy Sung Gam-Loi, Fanny Fang Fang-Fang, Wang Pao-Yu

Laufzeit des spanischen VHS: 80:13 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Spanien vor = Label unbekannt, Widescreen (Ausnahme Intro), Spanisch Dubbed, diverse Bildfehler da Schimmel und verschmutzt. Im Westen wurde der Film von IFD Films and Arts veröffentlicht wurde. Inwiefern die Fassung abgeändert, zensiert oder ergänzt wurde, ist mir nicht bekannt (Laufzeit der VHS: 80:13 Min.). Alternativen: VHS aus Holland (Englisch Dubbed), welches auf einer FB-Gruppe (Auktion) für 205 Euro wegging (2019). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022).

Sonntag, 13. März 2022

Dirty Trick Review

Dirty Trick

Story:

 

Chen Kuan-Tai wird von Lo Lieh getäuscht und landet im Gefängnis. Dort freundet er sich mit Wang Kuan-Hsiung an. Sie werde zu Brüdern und Wang Kuan-Hsiung verspricht Chen Kuan-Tai, sobald er entlassen wird, Rache an Lo Lieh zu nehmen. Mittels eines Tricks versuchen sie, Lo Liehs Casino auszunehmen. Doch dieser hetzt bereits seine Wachhunde (Lung Fei) auf seine Gegner. Dann ist da noch der mysteriöse Mann (Norman Tsui) der im Hintergrund agiert…

 

Meine Meinung:

 

Dirty Trick ist ein seltener Film aus Taiwan. Ein, um genauer zu sein, Anfang der 80er Jahre Taiwan-Film mit an sich tollem Cast, wenn man auf die Namen wie Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, Deadly Duo, Chivalry Deadly Feud), Lo Lieh (Clan of the White Lotus, The Concrete Jungle, Human Lanterns), Chen Kuan-Tai (Killer Constable, Butcher, The Bloody Fists), Lung Fei (Kung Fu Mama, Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) oder Norman Tsui (Wing Chun, Blood Ritual, Mission to Kill) blickt. In einem Film von Regisseur Hsieh Kuang-Nan (The Phantom Chivalry). Offizielle Fassungen sind mehr oder weniger kaum bis nicht zu bekommen (mehr dazu unter Fassungen).

 

Toll sollte man meinen. Doch Dirty Trick ist leider alles andere als «toll» geworden, auch nicht für Fans dieses Genres und/oder für Fans der oben genannten Stars. Dirty Trick ist ein wirrer Mix aus Taiwan Black Movie, Action, Knastfilm, Racheplot und Gamble-Film. Auch mit verständlichen Subs ist der Plot hohl und erst am Ende warten unglaubwürdige Aufklärungen im Finale auf den Zuschauer (z.B., dass Norman Tsui ein Agent oder Lo Lieh Wang Kuan-Hsiuns Vater ist – das Motiv von Wang Kuan-Hsiun hat mich fast etwas an das Motiv von Billy in Scream erinnert).

 

Dirty Trick lohnt sich leider nicht. Trotz tollem Cast (Chen Kuan-Tai, Lo Lieh, Norman Tsui), der total verschenkt ist. Hauptperson ist Wang Kuan-Hsiung, der in vielen solchen Filmen jedoch schon bessere und Action lastigere Rollen spielte (I Want to Be a Good Person, The Guy at Simenting, Who Knows About Me). Chen Kuan-Tai, Lo Lieh und Norman Tsui tauchen nur wenige Minuten auf. Lo Lieh ist zudem in keiner Action-Szene zu sehen. Chen Kuan-Tai bringt es nur auf zwei Action-Szenen. Die sind aber teilweise so dunkel, dass man nichts erkennt.

 

Die Probleme, die teilweise schon angesprochen wurden zusammengefasst: zu viel wirrer Plot, zu miese Bildqualität (mehrfach so dunkel, dass nichts zu erkennen ist) und vor allem so gut wie keine Action. Daher bin ich froh, dieses Bootleg Disc gesehen zu haben statt teuer das Taiwan-VHS gekauft zu haben…

 

Fazit: Lohnt sich leider nicht. Nur für Sammler zu empfehlen, die unabhängig der Filmqualität sammeln…

 

Infos:

 

O: Long tou lao da

 

Taiwan 1982

 

R: Hsieh Kuang-Nan

 

D: Wang Kuan-Hsiung, Chang Fei, Ma Sha, Ding Xiao-Hui, Lily Lan Yu-Li, Lung Fei, Norman Tsui, Lo Lieh, Chen Kuan-Tai

 

Laufzeit der FLK DVD: Ca. 86 Min.

 

Gesehen am: 22.01.22

 

Fassungen: Gesehen als Bootleg von FLK = sehr schlechte Bildqualität (mehrfach so dunkel, dass nichts zu erkennen ist), O-Ton mit zuschaltbaren englischen Subs. Als offizielle Vö ist mir nur das VHS aus Taiwan und eine US-VHS bekannt (Stand: Jan. 2022).

Montag, 3. Mai 2021

Don’t Love Any Stranger Review

Don’t Love Any Stranger

Story:

Chuu Chuu (Lu I-Chan) wird Zeuge, wie ihre Schwester, die als Prostituierte arbeitet, von Gangster Black Blind (Shih Chung-Tien) getötet wird. Chuu Chuu macht es sich zum Ziel den Tod der Schwester zu rächen. Sie schleusst sich in die Organisation ein und wird schnell zur rechten Hand von Lady Poison (Phoenix Chu Mei-Yin). Doch Black Blind passt dies nicht: er will sich mit dem Feind (Michael Chan Wai-Man) verbünden um die zwei Frauen loszuwerden. Derweil ermittelt die Polizei (u.a. Chen Kuan-Tai, Hsiang Yun-Peng) ebenso im Mordfall…

Meine Meinung:

Don’t Love Any Stranger ist ein seltener Anfang 80er Jahre Crime-Streifen aus Taiwan mit Themen wie Drama, Rache, Selbstjustiz, Cops Vs. Gangster und Gangster Vs. Gangster. Der Film fällt damit perfekt unter die Fittiche der Taiwan Black Movies aus der damaligen Zeit, die, nachdem Zensurbemühungen immer liberaler wurden, die Kinos fluteten.

Auch hier zeigt sich: wer unseriöse Wege geht, auf den und dessen Umgebung wartet das Verderben! Sozialkritik direkt in die Magengrube!  Don’t Love Any Stranger hat mir gut gefallen, was besser als erwartet. Bei den Flashback-Szenen (als Lady Poison an vergangene Situationen denkt und sich in Chuu Chuu widerspiegelt) kam es mir so vor, als stammen die Szenen aus einem anderen Film aus Taiwan – 1:1 geklaut – aus The Lady Avenger (Taiwan 1981)?

Don’t Love Any Stranger bietet eine fiese, böse, dramatische und brutale Rache-Story. Dabei ist der Film düster und das Geschehen humorlos und schmerzhaft. Der Film war brutalter und blutiger als ich es erwartet hätte. Vor allem die Mädels, Phoenix Chu Mei-Yin und Lu I-Chan (The Mad Rose) haben mich sehr überzeugt. Vor allem Lu I-Chan als knallharte Rächerin. Legendär ist ihr Ausraster im Club und wie sie sich erfolgreich gegen eine Horde von Männern zur Wehr setzt.

Die Action besteht aus Shoot-Outs, Verfolgungsjagden, kleineren Stunts/Kampfszenen und vor allem dem Einsatz von Stichwaffen. Bei den Männern überzeugt vor allem Hsiang Yun-Peng (bringt noch etwas mehr Dramatik in die Story) während Michael Chan Wai-Man (A Man from Holland) immerhin drei Szenen und auch etwas Action abbekommt. Solide Leistung von ihm. Chen Kuan-Tai (DeadlyDuo) hingegen bleibt als Chef der Polizei brav hinter dem Bürotisch sprich er kommt ohne Kampf- und Actionszenen aus. Leicht schade. Auch gegen mehr Michael Chan Wai-Man Szenen hätte ich nichts gehabt, aber die zwei Darsteller spielen diesmal mehr eine unbedeutende Nebenrolle.

Fazit: Wer das Anfang 80er Jahre Exploitation und Crime/Gangster-Kino aus Taiwan mag (à la The Mad Rose, The Lady Avenger, The Nude Body Case in Tokyo oder Virago), kann sich bedenkenlos an diesen seltenen Film wagen! Nicht nur wegen Chen Kuan-Tai und Michael Chan Wai-Man in Nebenrollen interessant!

Infos:

O: 別愛陌生人

Taiwan 1982

R: Richard Tung Chin-Hu

D: Lu I-Chan, Shih Chung-Tien, Phoenix Chu Mei-Yin, Michael Chan Wai-Man, Hsiang Yun-Peng, Chen Kuan-Tai

Laufzeit der chinesischen DVD(-R?): 84:56 Min.

Gesehen am: 22.01.21

Fassungen: Mir lag eine DVD (oder DVD-R) ohne Cover aus China vor = Durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, feste englische und chinesische Subs, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2021). Einige Szenen des Filmes wurden für Mission Thunderbolt entwendet (da IFD Films & ARTS Produktion).