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Montag, 30. März 2026

Shelter

Shelter

Story:

Mason (Jason Statham) lebt einsam in einem Leuchtturm. Als die verletzte Jessie (Bodhi Rae Breathnach) anspült wird, rettet Mason das Mädchen. Als Mason auf dem Festland von einer Überwachungskamera gefilmt wird taucht später ein Trupp bewaffneter Soldaten auf, die Mason umbringen wollen…

Meine Meinung:

Shelter ist der neuste Streich mit Jason Statham (Death Race, Safe, The Expendables, The One). Der Film von Ric Roman Waugh wurde u.a. auch selbst von seinem Star und Hauptdarsteller mit produziert. Ich habe etwa das erwartet, was Jason Statham auch zuletzt abgeliefert hat. Für mich persönlich ist Shelter dabei schlechter als The Beekeeper aber besser als A Working Man. Aber, und das ist das Gesamtfazit, handelt es sich bei Shelter im Grunde genommen nicht um einen Film, der ins Kino gehört.

Und keiner seiner letzten Filme gehört (in meine) Filmsammlung. Mit anderen Worten denke ich, dass das Kapitel Jason Statham und Low-Budget Actionfilme im Kino, für mich in Zukunft der Vergangenheit angehören (The Beekeeper 2 wird sicher noch geschaut, aber sonst werde ich auf weitere Werke verzichten). Shelter ist okay und kann einmal angesehen werden, aber hier wird absolut nichts Neues oder Spektakuläres erzählt. Alles solide Mittelmass.

Die Laufzeit war mit über 100 Minuten zu lang, Höhepunkte fehlen und leider rockt der Film auch nicht in den Actionszenen (Schiessereien, Autoverfolgungsjagd, kurze Kämpfe). Jason Statham macht als einsamer Held dennoch eine gute Figur. Er spielt gut. So auch Bodhi Rae Breathnach als Jessie. Sie hat für eine Kinder-Figur so gut wie nicht genervt. Sie wird später dieses Jahr in Robert Eggers Werwulf vor der Kamera stehen. Schwach waren hingegen die Bösewichte und billig die aufgesetzte Sozialkritik an Gesichtserkennung und Geheimdienstmethoden.

Fazit: Unspektakuläre Action-Unterhaltung mit zu ruhigem Start. Nur für Hardcore Jason Statham Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shelter

Grossbritannien, USA 2026

R: Ric Roman Waugh

D: Jason Statham, Harriet Walter, Bill Nighy, Daniel Mays, Naomi Ackie, Bodhi Rae Breathnach

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 30.03.26

Fassungen In Bern im Kino gesehen = Uncut, Originalton mit Untertiteln. Soll Ende Jahr in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

They Will Kill You

They Will Kill You

Story:

Asia Reaves (Zazie Beetz) nimmt in einem Hotel eine Stelle als Putzkraft an. Doch dort erwartet sie eine unerwartete Überraschung…

Meine Meinung:

Vor vielen Monaten sah ich im Kino den Trailer zu They Will Kill You. Einem Film, von welchem ich noch nie gehört hatte. Der Trailer sah vielversprechend aus. Gestern ging es ins Kino. Ich wusste praktisch nichts über den Film, die Produktion oder Cast und Crew. Obwohl der Trailer schon einige Story-Inhalte verrät, wusste ich das nicht mehr. Ich wusste nur, dass der Lead eine neue Stelle annimmt und sich in Gefahr begibt und dass es u.a. eine südafrikanische Produktion ist (u.a. in Kapstadt gedreht). Dass es sich um den neuen Film von Kirill Sokolov handelt, schnallte ich erst nach der Sichtung. Dessen Why Don't You Just Die! fand ich toll.

Daher überrascht es mich auch nicht, dass ich an They Will Kill You Gefallen fand. Selten hat mich ein Kinofilm in den letzten Monaten so gut unterhalten, wie They Will Kill You. Es ist gut, vor der Sichtung möglichst wenig über den Film zu wissen und zu sehen. Der Film hat mich an Filme wie The Raid, Kill Bill: Vol. 1 oder Bride of Re-Animator und Co. erinnert. Der Film war besser und deutlich blutiger als erwartet. Es gab zwei kleine Mankos, die aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen = dreimal gefiel mir die Musik (Rap) nicht, da nicht meinem persönlichen Geschmack entsprechend und der Schweinekopf im Finale war billig (CGI).

Abgesehen davon waren die Effekte toll und stark anzusehen. Die Kampfszenen waren cool inszeniert. Es gibt mehrere epische Szenen, die optisch ein Genuss waren. Style over Substance Faktor. Die Splattereffekte waren auch cool. Der Plot war dünn und Mittel zum Zweck. Der Inhalt wird in Rückblenden und Kapiteln erzählt. Der Inhalt ist an sich nicht wirklich originell, aber perfekt geeignet, um spassig, blutig und actionreich zu unterhalten. Kirill Sokolov scheint zudem ein Fan von Quentin Tarantino zu sein. Viele Momente erinnern an das kultige Vorbild. Der schwarze Humor war speziell, hat für mich auch nicht immer, aber meistens, funktioniert.

Die mir unbekannte Zazie Beetz hat eine starke Leistung abgegeben. Man nahm ihr die Actionrolle durchaus ab. Man darf gespannt sein, was sie in Zukunft für Rollen annehmen wird. Dasselbe gilt für Regisseur Kirill Sokolov. Bitte mehr davon! Daneben ist der Film mit Namen wie Heather Graham (From Hell) und Patricia Arquette (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) auch prominent besetzt. Aber auch (mir unbekannte) Namen wie Tom Felton, Gabe Gabriel oder Myha'la (Bodies Bodies Bodies) waren überzeugend. Nur das vielgelobte Finale fand ich persönlich am schwächsten. Das hohe Niveau, welches der Film zuvor hält, kann nicht bis zum Ende mitgetragen werden.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: They Will Kill You

Südafrika, USA, Kanada 2026

R: Kirill Sokolov

D: Zazie Beetz, Heather Graham, Tom Felton, Gabe Gabriel, Patricia Arquette, Myha'la, Paterson Joseph

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 29.03.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Englisch mit Untertiteln, Uncut, ab 16 Jahren freigegeben. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: März 2026).

Deadly Angels Strike Back

 

Deadly Angels Strike Back

Story:

Herman (Barry Prima) wird von Gangstern (u.a. George Rudy) erpresst, gezwungen und gefügig gemacht. In dem Zustand muss er Windy (Eva Arnaz) vergewaltigen. Die anderen Angels (Dana Christina, Dewi Debbie Cynthia) bekommen davon mit und rächen die Vergewaltigung…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von 5 Deadly Angels kehrten die Angels ein Jahr später zurück. Deadly Angels Strike Back wurde erneut von Danu Umbara (Jungle Virgin Force) realisiert und aus dem Vorgänger kehren Namen wie Dewi Debbie Cynthia (Mystics in Bali), Dana Christina (Blazing Battle), Eva Arnaz (Special Silencers) sowie Barry Prima (The Devil’s Sword) zurück. Barry Prima und Eva Arnaz waren zwei der damaligen Top-Stars und sollen zu der Zeit auch verheiratet gewesen sein. George Rudy (The Hungry Snake Woman) mimt einen der Bösewichte und Gangster (natürlich dunkel gekleidet und Sonnenbrille tragend).

Der Film startet mit einem Art Trailer zum Film und danach folgt die erste, ruhigere Hälfte des Filmes. Diese erinnert ans Taiwan Black Kino und der Inhalt entspricht dem Rape & Revenge Genre. Das heisst die Szenen sind zwar nicht zu explizit (d.h. keine I Spit on Your Grave «Qualitäten») in Sachen nackte Tatsachen, dennoch sind die Szenen nicht ohne und verfehlen nicht ihre Wirkung. Die erste Hälfte des Filmes würde ich als Mix aus Drama und Rape & Revenge-Film bezeichnen. Die Action, die der Zusammenschnitt des Filmes zeigt, kommt erst in der zweitem Filmhälfte zum Tragen.

In der gibt es dann Verfolgungsjagden, Kampfszenen (mit oder ohne Waffen) und auch einige blutige Details. Besonders die Kampfszenen im Dschungel oder die Zeitlupensaufnahmen der Stunts (Crashs mit Auto etc.) sind toll inszeniert. Das sind die Stärken des Filmes. Und diese Szenen erinnern ans HK-Kino der Zeit und scheinen von dort inspiriert zu sein. Barry Prima ist solide, wird aber von den Mädels an die Wand gespielt. George Rudy gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Dass sich im Finale die Selbstjustiz nur bedingt lohnt und auch die Helden hinter Gittern laden, war im asiatischen Kino der Zeit nichts Aussergewöhnliches.

Fazit: Wer den ersten Teil mochte, kann sich bedenkenlos an die Fortsetzung wagen!

Infos:

O: Cewek Jagoan Beraksi Kembali

Indonesien 1981

R: Danu Umbara

D: Dewi Debbie Cynthia, Dana Christina, Eva Arnaz, Barry Prima, George Rudy, Eddy S. Jonathan

Laufzeit der libanesischen VHS: 81:00 Min.

Gesehen am: 29.03.26

Fassungen: Ich habe den Film beim Kumpel gesehen der davon nebst einer VCD drei VHS-Fassungen hat (aus Indonesien, aus Malaysia und aus dem Libanon). Wir schauten uns die VHS aus dem Libanon von Video Lebanese International an = einzige bekannte Englische Fassung zum Film mit franz. und arabischen Subs, gute Bildqualität, leicht Widescreen, k.A. ob Uncut oder nicht (sah nicht zensiert aus). Der in Deutschland von Schröder Media veröffentlichte Film Tödliche Engel 2 ist nicht der korrekte Deadly Angels Strike Back d.h. nicht die offizielle Fortsetzung, sondern der Film Fire of Vengeance. Das sind zwei unterschiedliche Filme und die ofdb hat daraus einen Film "gemacht" (wurde in deren Forum heute gemeldet d.h. dürfte demnächst korrigiert werden). Ob das auch für das deutsche VHS gilt, ist mir nicht bekannt (aber sehr wahrscheinlich). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026).