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Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

November

 

November

Story:

Estland im 19. Jahrhundert, im November und zu Zeiten der Pestgefahr:

Für das einfache Volk, Bauern und Dorfbewohner sind es schwere Zeiten. Zwar helfen die Kratts bei der Arbeit, doch nicht selten verlieren Menschen ihre Seele, um mit dem Teufel zu Geschäften und sich Vorteile zu erhoffen. Liina (Rea Lest) verliebt sich in Hans (Jörgen Liik). Dieser hat jedoch nur Augen für die Tochter (Jette Loona Hermanis) des Barons (Dieter Laser). Da beschliesst es Liina mit einem Zauber…

Meine Meinung:

November, in wunderschönen Schwarzweiss-Bildern gedreht, basiert auf dem Roman Der Scheunenvogt (Rehepapp ehk November) von Andrus Kivirähk. Einem Roman, der als unverfilmbar galt. Den Film, den ich via Severin Films Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 sah, ist ein Mix aus Romann-Verfilmung, Folklore, Märchen und Arthouse-Film. Ob der Roman 1:1 übernommen und verfilmt wurde, weiss ich nicht, da ich diesen nicht kenne.

Regisseur Rainer Sarnet hatte die Idee zum Film bereits im Jahr 2005. Es dauert jedoch bis 2014, ehe der den Film drehen konnte (innerhalb von 60 Tagen zwischen 2014-2016). Ich sah mir den Film ohne jegliches Vorwissen an. Optisch sind die Bilder ein Genuss und zuweilen sehr stimmungsvoll. Absolut zum Geniessen. Der Fantasy- und Märchen-Anteil ist ebenfalls sehr hoch. Ich hätte gerne etwas mehr von den Kratt gesehen. Die Kratt sind die «Kreaturen», die in der estnischen Folklore aus Gegenständen zusammengebaut und dann dank einer Seele Leben eingehaucht bekommen. Diese könnten direkt (optisch) aus einem Horrorfilm stammen.

Es geht jedoch primär nicht um die Kratt. Inhaltlich könnte ich fast von einem Style over Substance Faktor sprechen. Mit einer Laufzeit von fast 120 Minuten war mir der Film jedoch zu lang, der Plot zu dünn, der Humor unpassend und die Figuren und deren Schicksale (eine tragische Love-Story gibt es obendrein) uninteressant. Das ist schade. Die Dramatik und Tragik färben nicht auf den Zuschauer ab, da die Figuren einem nichts an Herz wachsen, auch wenn ich das Ende, da kein Happy End, doch mochte. The Human Centipede Star Dieter Laser ist hier in einer kleinen Nebenrolle und übrigens in seiner letzten Rolle zu sehen, bevor er kurze Zeit später starb.

Fazit: Optisch toll, sonst weniger mein Fall.

Infos:

O: November

Estland, Polen, Holland 2017

R: Rainer Sarnet

D: Jörgen Liik, Dieter Laser, Katariina Unt, Rea Lest, Mari Abel, Arvo Kukumägi, Jaan Tooming, Jette Loona Hermanis

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 119 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von donau film / ALIVE (Uncut, Deutsch/Estnisch mit deutschen Subs).

Tapa La Boca

Adresse: Aarestrasse 2a, 3601 Thun


Nach zwei Nächten (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich neun Tage frei. Perfekt. Zudem sonniges, schönes Wetter. Toll. Nach dem Schlafen schaute ich mir zwei Filme an. Zeit, um darüber zu schreiben, blieb allerdings keine. Ich verabredete mich spontan mit der Kollegin. In Thun. So nahm ich am Nachmittag den Zug und traf sie am sonnigen Thun am Bahnhof. Auf dem Weg dorthin las ich den neuen Roman Blutige Nachrichten von Stephen King. Die 1. von vier Kurzgeschichten habe ich bereits durch und ich muss gestehen, dass mich der Roman bisher nicht überzeugt. Schade. Die Kollegin musste arbeiten und kam direkt vom Klinikalltag in die Stadt. Wir gingen zuerst noch etwas an den See laufen, damit sie Hunger bekam. Ich selbst hatte bereits Hunger, da seit dem Morgen nur Süsses gegessen (diverse Duplo Schokoladenriegel, diverse Kinder Schokoladenriegel, diverse Kinder Schoko Bons).

Die Kollegin führte mich ins Tapa La Boca. Das ist ein Pop-Up Lokal in Thuner Kino Rex, welches bis Ende März dort spanische Küche anbietet. Zuvor war dort für zwei Jahre das Lokal MISTER CORDON Thun eingemietet. Dieses überzeugte jedoch nicht. Es kamen zu wenig Besucher und nach nur zwei Jahren war es aus an dem Standort. Wir hatten nicht reserviert und die Lokalität war sehr voll. Wir bekamen jedoch noch einen Platz. Ein bis zwei Tische waren noch frei. Das Tapa La Boca sollte vorteilhaft durch eine grössere Gruppe besucht werden. Es gibt keine Vorspeisen. Die Speisekarte bestehen mehr aus vielen kleinen Häppchen, die dann zum Teilen bestellt werden. Das ist ein Konzept, welches ich persönlich etwas weniger mag. Zudem habe ich viele Speisen nicht gerne, was das Teilen dann auch nicht möglich macht.

 

Ich bestellte mir…

 

als Hauptgang

Tortilla de Patata

Spanischer klassiker aus Ei, Kartoffel, Zwiebel

20 CHF

 

Albóndigas de ternera en salsa picante de tomate

Saftige Rinderbällchen in würziger Tomatensauce

12 CHF

 

Bao de cerdo con salsa La Boca

Asiatisches Bao-Brötchen gefüllt mit Schweinefleisch und „La Boca“-Sauce

12 CHF

 

als Dessert 

Crema catalana (2x)

10 bzw. 20 CHF

 


Die Bestellungen wurden eine nach dem anderen serviert. Das von der Kollegin kam sehr früh, meins erst später. Ich habe drei Köstlichkeiten bestellt, sie zwei. Ihr zweites kam erst, als ich meine drei schon gegessen hatte. Zudem hatten die Angestellten hier und da Kommunikationsprobleme. Als ich z.B. nach dem Preis für das Dessert (es gab nur ein Dessert und keine Dessertkarte) fragte, wurde ich zuerst nicht verstanden. Als der Kellner drei Crema catalana Desserts brachte, schnallte er auch nicht, dass ich zwei für mich bestellt hatte. Das waren aber nur Kleinigkeiten. Die drei Gerichte, welche ich bestellt habe, waren alle drei sehr fein. Zuerst wurden die Rinderbällchen gebracht. Davon gab ich der Kollegin auch welche ab. Die waren sehr gut. Die Tomatensauce rassig und leicht scharf. Meine Kollegin hat diese dann noch mit Brot, welches sie zu ihrem Gericht bekam, ausgegessen. Als nächstes war die Tortilla dran. Das grösste und teuerste Gericht der Karte. Das war vom Geschmack her wenig intensiv, aber gut essbar. Es wirkte leicht und am meisten spürte ich die Kartoffeln heraus. Der Mix aus Kartoffeln, Ei und Zwiebeln war lecker. Auch davon gab ich der Kollegin etwas ab. Das Bao-Brötchen mit Schweinefleisch erinnert an das taiwanesische Gericht mit gleichen Brötchen und Schweinebauch, welches ich so u.a. in Bern und Zürich schon ass. Das war sehr lecker. Die Crema catalana war zwar nicht sonderlich gross, aber dicker und somit mehr Menge, als erwartet. Und die Creme war sehr mastig, so dass ich am Ende froh war, «nur» zwei statt drei, was ich mir am Anfang überlegt habe, bestellt zu haben (der Preis von 10 CHF pro Dessert schreckten mich am Ende davor ab). Alles in allem war das Essen durch die Bank sehr gut. Sympathisch fand ich auch, dass nicht mit Twint bezahlt werden konnte. Danach begleitete ich die Kollegin noch nach Hause. Wir liefen in einer schönen Vollmondnacht lange am See, was sehr stimmungsvoll anmutete.

 


Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend
















Death Dimension

 

Death Dimension

Story:

Terrorist The Pig (Harold Sakata) will mit einer Bombe, die Gegner einfriert, die Welt erobern. Detektiv J. Ash (Jim Kelly) nimmt den Kampf gegen The Pig und seine Männer (u.a. Bob Minor) auf…

Meine Meinung:

Death Dimension ist eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schund-Regisseur Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror, Dracula's Castle) sowie Enter the Dragon Star Jim Kelly. Im direkten Vergleich fand ich Black Samurai unterhaltsamer. Der war mehr drüber, hatte mehr Action und war auch härter/blutiger. Und auch der Trash-Faktor war höher. Death Dimension geht inhaltlich ähnliche Wege. Es handelt sich um einen Mix aus James Bond Klon und Karate-Film. Ein Terrorist mit Superwaffe muss aufgehalten werden.

So darf hier auch James Bond Star George Lazenby ran (Nebenrolle). Jim Kelly macht seine Sache, wie erwartet, ordentlich. Er darf sich durch diverse Gangster-Gruppen prügeln und macht dabei eine gute Figur. Ein Vorteil, wenn man der Kampfkunst auch im echten Leben mächtig ist. Wo ich hingegen sehr enttäuscht war, war der Hauptbösewicht. Dieser wird von Harold Sakata gespielt. Und er passte absolut nicht in diese Rolle. Unglückliche Besetzung. Ihn konnte ich als Schurken nicht ernst nehmen. Ggf. wurde er aus kommerziellen Gründen gecastet, da auch im James Bond Film Goldfinger zu sehen.

Besser machte es Bob Minor als Sakatas rechte Hand und Mann fürs Grobe. Sein muskulöser Körper und seine Präsenz waren perfekt für die Killer-Rolle. Da freute ich mich schon während dem Film auf den Finalkampf zwischen Bob Minor, der seine Opfer mit einem Ring tötet (Kehle aufschlitzt), und unserem Helden und Star Jim Kelly. Der Kampf war solide, hätte aber gerne länger, dramatischer und härter ausfallen dürfen. Ich mochte es auch nicht, wie Bob Minor besiegt wurde. Das erinnerte mich an das Ende von Michael Woods in In the Line of Duty 4 im Finalkampf gegen Donnie Yen.

Fazit: Für Jim Kelly Fans zu empfehlen. Erreicht aber nicht die Qualität und den Unterhaltungswert von Black Samurai

Infos:

O: Death Dimension

USA 1978

R: Al Adamson

D: Jim Kelly, Harold Sakata, George Lazenby, Bob Minor, Aldo Ray

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am:  03.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Al Adamson: The Masterpiece Collection = O-Ton Englisch mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von diversen Anbietern mit unterschiedlichen Titeln (Death Dimension oder Der Einzelkämpfer) auf Blu-Ray zu haben.