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Donnerstag, 5. März 2026

China White

China White

Story:

Amsterdam:

Nachdem Onkel Chi (Ku Feng) getötet wurde, schwören seine Hinterbliebenen (u.a. Russell Wong, Steven Vincent Leigh, Tommy Wong Kwong-Leung) Rache an den Hintermännern und Tätern (Billy Drago, William Ho Ka-Kui, Saskia van Rijswijk, Cahit Ölmez). Derweil ermittelt auch die Polizei (Lisa Schrage, Frank Sheppard) in der Sache…

Meine Meinung (Hong Kong bzw. Langfassung):

Ronny Yu (The Postman Fights Back, Shogun and Little Kitchen, The Savior, Freddy vs. Jason, Family Man) drehte Ende der 80er Jahre einen Actionfilm mit Shoot-Outs à la John Woo (sehr blutig und sehr viel Zeitlupen-Einsatz). Der Film punktet in Sachen Abwechslung aufgrund seiner internationalen Zusammenarbeit mit westlichen Stars und den Drehorten. Der Film spielt zu 95% in Amsterdam und wurde auch vor Ort gedreht. Und das ist in der Tat begrüssenswert, da eine willkommene Abwechslung zu den Gangster-Filmen aus Hong Kong aus jener Zeitspanne.

Ich sah den Film bei dieser 2. Sichtung nun erstmals Uncut. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden, auch wenn der Film in meinen Augen kein Kracher darstellt. Dazu gab der 08/15 Plot zu wenig Action her. Vor allem im Mittelteil hätte es gerne mehr Actionszenen haben dürfen. Zudem empfand ich speziell die Love-Story zwischen Russell Wong und Lisa Schrage als schwach und unglaubwürdig. Diese Szenen hätten eigentlich auch entfernt werden können. Der Film hätte auch gut ohne Lisa Schrage (Die Stunde der Ratte) oder Frank Sheppard als «Rasta» funktioniert.

Die ca. zehnminütige Flashback-Szene mit Ku Feng (Bruce and the Iron Finger), Alex Man (The Big Brother), Andy Lau (Hard Killers - China White III) sowie Shing Fui-On (Ghost for Sale) mochte ich hingegen. Einerseits mag ich die Stars, zum anderen gibt die Szene auch Actionmomente her. Es gibt Gerüchte, dass Andy Lau und Carina Lau mit vorgehaltener Waffe von Triaden gezwungen wurden, an den Dreharbeiten in Amsterdam teilzunehmen. Bestätigt ist das jedoch nicht, aber auch nicht unbedingt unwahrscheinlich. Auf jeden Fall lässt sich mit einem Superstar wie Andy Lau, vor allem in Hong Kong, gut werben und somit Geld machen.

Seine besten Momente hat der Film, nebst dem willkommenen Amsterdam-Setting, in den Actionszenen. Diese bestehen hauptsächlich aus extrem blutigen Shoot-Outs, die in Zeitlupe gefilmt wurden. Die Mehrheit dieser Szenen ist vor allem am Anfang und Ende des Filmes zu sehen. Zwar gibt es auch zwischendurch Mal immer wieder eine Actionszene zu sehen, aber diese halten sich doch arg in Grenzen, so dass der Film im Mittelteil einige lahme Passagen bietet, die der Zuschauer relativ uninteressant überstehen muss, um am Ende wieder mit blutiger Action belohnt zu werden. Einige sehenswerte Stunts runden die Actionszenen ab.

Nebst den bereits erwähnten HK-Stars sind in weiteren Nebenrollen Tommy Wong Kwong-Leung (Justice My Fool) sowie William Ho Ka-Kui (Story of Ricky) zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugt Billy Drago (Invasion USA) sowie Saskia van Rijswijk. Letztere sah man auch in zwei weiteren HK-Actionfilmen aus der Zeit. Ihre Szene mit der Axt ist unverkennbar. Sie darf sich im Finale einen kurzen Kampf liefern, der auch in einem sehenswerten Stunt endet. Alles in allem handelt es sich bei China White um einen soliden Film, dem mehr Action im Mittelteil gutgetan hätte.

Fazit: HK-Actionfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gwang Tin Lung Fu Wui

HK 1989

R: Ronny Yu

D: Ku Feng, Russell Wong, Steven Vincent Leigh, Andy Lau, Lisa Schrage, Billy Drago, Tommy Wong Kwong-Leung, William Ho Ka-Kui, Alex Man, Saskia van Rijswijk, Frank Sheppard, Shing Fui-On, Cahit Ölmez

Laufzeit der deutschen DVD (Hong Kong bzw. Langfassung): 104:23 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 05.03.26

Fassungen: Früher lag mir die zensierte HK-DVD vor, die ich verkauft habe, als in Deutschland von Imperial Pictures eine Uncut-Fassung auf DVD angekündigt wurde. Dieses Set beinhaltet zwei Fassungen. Einmal die unzensierte Exportfassung (die DVD spricht dabei vom «Hauptfilm») und einmal die erweiterte Langfassung («Hong Kong Fassung»). Die Bildqualität ist gut bis mässig. Der Film liegt nur in Deutsch/Englisch vor. Es gibt keinen O-Ton. Die deutsche Synchronisation ist bis auf die Stimmen von Billy Drago und William Ho Ka-Kui in Ordnung.

Freitag, 24. November 2023

Legacy of Rage

Legacy of Rage

Story:

Brandon (Brandon Lee) wandert für ein Verbrechen, welches er nicht begangen hat, ins Gefängnis. Nach seinem Aufenthalt plant er zusammen mit Verbündeten (u.a. Mang Hoi) Rache an jenen (u.a. Michael Wong, Shing Fui-On), die ihn verraten und ins Gefängnis gebracht haben…

Meine Meinung:

Ronny Yu (The Postman Fights Back, The Savior, Freddy vs. Jason, Family Man, Bless This House) schickt Bruce Lees (The Big Boss) Sohn Brandon Lee (Showdown in Little Tokyo) ins Rennen und versuchte, aus ihm einen neuen Actionstar in Hong Kong zu etablieren. Zumindest kam er mir so vor. Dafür, dass Brandon Lee hier in einem Kinofilm sein Debüt gab, macht er seine Sache mehr als ordentlich. Sein Aussehen, Auftreten und auch die kurzen Kampfmomente erinnern dabei, sicherlich gewollt, an Bruce Lee.

Der Film ist dabei mehr Shoot-Out lastig. Kampfszenen gibt es fast keine. Diese sind meist auch kurz, so z.B. der Kampf von Brandon Lee gegen Bolo Yeung (Chinese Hercules, The Kung Fu Cook). Die Shoot-Outs sind toll eingefangen worden. Dazu auch Explosionen, coole Stunts (mit Fahrzeugen) und viele Verfolgungsjagden und Crashs (Fahrzeuge). Der Mix aus Action, Drama, Gangsterfilm und Knast-Setting (Mittelteil) macht den Film zu einem abwechslungsreichen Vergnügen.

Für die sehenswerten Action-Szenen zeigte sich der vor kurzem verstorbene Mang Hoi (Buddha Killer) zuständig, der im Film auch in einer Nebenrolle zu sehen ist. Er hat seine Sache wirklich gut gemacht, so auch Brandon Lee. Schade, dass er danach nicht in weiteren Produktionen aus Hong Kong zu sehen war. Der Bösewicht wird gekonnt von Michael Wong gespielt, der dazumal mit Rollen wie hier oder in Hongkong Cop - Im Namen der Rache oder In the Line of Duty 4 seine beste Zeit im HK-Kino hatte. Er spielt das Ekel gekonnt und herrlich fies.

In weiteren kleinen Nebenrollen und/oder Kurzauftritten sind Namen wie Michael Chan Wai-Man (The Kung Fu Kid, The Handcuff), Shaw Brothers Legende Ku Feng (Revenge of the Corpse, The Gambling Syndicate), Ng Man-Tat (Rape and Die, Tiger Cage), Shing Fui-On (Running Mate, Brave Young Girls), Teddy Yip (Miss Magic, People’s Hero) oder Kirk Wong (Rock N'Roll Cop, The Club) zu sehen. Michael Chan Wai-Man ist dabei nicht in einer Actionrolle zu sehen. Shing Fui-Ons und Brandon Lees Kampf im Finale ist sicherlich eines der (brutalen) Highlights des Filmes. Regina Kent (Love Me Vampire, The Inspector Wears Skirts) bringt genug Dramatik in den Film, damit die Szenerie auch glaubhaft wirkt.

D & B Films haben schon immer sehenswerte Actionfilme hervorgebracht (Brotherhood, In the Line of Duty III, Forbidden Arsenal, In the Blood) und Legacy of Rage macht dabei keine Ausnahme!

Infos:

O: Lung Joi Gong Woo

HK 1986

R: Ronny Yu

D: Brandon Lee, Michael Wong, Michael Chan Wai-Man, Mang Hoi, Regina Kent, Bolo Yeung, Ku Feng, Ng Man-Tat, Shing Fui-On, Teddy Yip, Kirk Wong

Laufzeit der US-DVD: 86:48 Min.

Gesehen am: Aug. 2006 / Neusichtung am: 22.10.23

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Fortune Star / 20th Century Fox vor = O-Ton mit neuen Soundeffekten, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Dienstag, 9. März 2021

Bless This House Review

Bless This House

Story:

 

Eine Familie (Bill Tung Biu, Dik Boh-Laai, Chan Cheuk-Yan, Rachel Lee Lai-Chun) zieht in ein Haus, welches von einem Geist bewohnt wird. Der Vater wird vom Geist besessen…

 

Meine Meinung:

 

Bless This House ist typischer Hong Kong Mix aus Geisterfilm und Komödie, wie es die Filme Ende der 80er / Anfang der 90er in Hülle und Fülle gab. Spezialist Ronny Yu (The Saviour) hat den Film technisch einwandfrei und teilweise sehr westlich in Szene gesetzt. Pate stand wohl Tobe Hoopers Poltergeist.

 

Der Film bietet alles, was der damalige Fan des Hong Kong Kinos mag: einen guten, sonderbaren HK und Klamauk, Mut zur Hässlichkeit was einige Figuren angehen (Bruce Leung Siu-Lung), relativ professionelle Effekte und hohe Standards, bekannte Namen und einen passenden Mix aus Komödie und Grusel.

 

Das Tempo, welches der Film vorgibt, ist hoch. Die Story hinggen ist nicht wirklich spannend. Dafür ist der Film einfach höchst unterhaltsam, kurzweilig und im Grossen und Ganzen wie auch die Figuren sehr sympathisch. Bill Tung (Esprit D'amour), Stephen Ho Kai-Nam (Legend of the Wolf) oder Manfred Wong Man-Chun (Raid on Royal Casino Marine) sind einfach sympathisch. Ricky Yi Fan-Wai (The Killer) spielt das typische «Arschloch» und Rachel Lee Lai-Chun (Saga of the Phoenix) bietet etwas fürs Auge.

 

Fazit: Für Fans von Filmen wie Funny Ghost, Ghostly Vixen, The Haunted Cop Shop, Ghost for Sale und Co. uneingeschränkt zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Mang Gwai Fat Tiu Cheung

 

HK 1988

 

R: Ronny Yu

 

D: Bill Tung Biu, Dik Boh-Laai, Chan Cheuk-Yan, Rachel Lee Lai-Chun, Stephen Ho Kai-Nam, Ricky Yi Fan-Wai, Bruce Leung Siu-Lung, Manfred Wong Man-Chun

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 84 Min.

 

Gesehen am: 28.12.20

 

Fassungen: Mir lag die neue HK-DVD von Panorama vor, die zeitgleich mit der Blu-Ray vom gleichen Label veröffentlicht wurde (nur massiv billiger im Preis). Zur DVD: Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2020).

Sonntag, 28. Februar 2021

The Savior Review

The Savior

Story:

 

Cops (Pai Ying, Kent Cheng) sind hinter einem irren Frauenmörder (Chow Gam-Hoi) her…

 

Meine Meinung:

 

The Savior stellt 1980 nicht nur einen New Wave HK-Film dar, sondern auch die 2. Regiearbeit von Ronny Yu (The Postman Fights Back). Ich ging mit falschen Erwartungen an den Film heran (ich las, dass der Film «ein knallhartes Heroic Bloodshed» Stück sein soll). The Savior ist ein Mix aus Thriller mit Vergleichen zum späteren CAT. III True Crime Kino und eine Dirty Harry Kopie.

 

Die Cops jagen zwar einen «Gangster», aber keinen gewöhnlichen, sondern einen traumatisierten Serienkiller, der es auf Frauen bzw. Prostituierte abgesehen hat und diese blutig meuchelt. The Savior ist also mehr Thriller statt Action-Film. Ronny Yu hat den Film stark in Szene gesetzt. Ich mochte Setting und Inhalte.

 

Pai Ying, wie bereits Tien Feng (The Concrete Jungle) zuvor in Shaw Brothers Filmen zu sehen, macht als knallharter Cop und Dirty Harry Verschnitt eine gute, sympathische Figur. Auch sein Gegenüber, Chow Gam-Hoi, als irrer Frauenmörder, steht dessen Performance in nichts nach. Tien Feng ist Nebengemüse und Kent Cheng (The Beasts), adipös wie eh und je, hat seine damalige 08/15 Standart-Rolle, wie er sie oft spielte, verkörpert. Die Mädels machen ihren Job auch gut.

 

Gut ist, dass der Film sehr westlich wirkt. Null Humor. Im Gegenteil: die Figuren sind einsam, gestört, krank. Der Film düster. Frauen verkaufen sich, Frauen (sterben) blutig. Geld ist Macht = Tien Feng als des Mörders reicher Vater lässt sogar Zeugen liquidieren, damit sein Sohnemann freigelassen werden muss…

 

Der Nebenplot mit dem kleinen Jungen hätte man zugunsten einer noch strafferen Laufzeit und weniger Längen weglassen können. Dies ist aber Jammern auf hohem Niveau…

 

Fazit: Wer die frühen 80er Jahre Cop und New-Wave Filme aus Hong Kong mag, sollte in Sachen The Savior zugreifen!  

 

Infos:

 

O: Jiu Shi Zhe

 

HK 1980

 

R: Ronny Yu

 

D: Pai Ying, Gigi Wong, Kent Cheng, Tien Feng, Cheung Kwok-Keung

 

Laufzeit der HK-VHS: 80:30 Min.

 

Gesehen am: 16.12.20

 

Fassungen: Mir lag das seltene HK VHS von Vision Mix International Ltd. vor = ich glaubte dies wäre Uncut (stand auch so in der ofdb im Eintrag zur DVD/VCD) aber es ist in der einen Szene genau so zensiert wie die VCD/DVD. Papp-Packung, gute bis in Nachtszenen durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, englische Subs (sehr gross und gut lesbar, aber teilweise an den Seiten beschnitten). Die DVD soll eine dürftige Bildqualität haben. Eine Uncut-Fassung, eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2020). Nachtrag 28:02.21: es fehlen drei Szenen in der Fassung...

Freitag, 13. November 2020

The Blonde Fury Review

The Blonde Fury

Story:

Eine Undercover-FBI Agentin (Cynthia Rothrock) soll sich in die Gangster Organisation von Boss Huang Te (Ronny Yu) schmuggeln. Dabei wird sie von einem weiteren Agenten (Chin Siu-Ho), ihrer Freundin (Elizabeth Lee Mei-Fung) und einem Reporter (Mang Hoi) unterstützt…

Meine Meinung:

The Blonde Fury ist HK-Actionkino aus einer seiner besten Zeitspannen und eine der besten Arbeiten der US-Kampfkünstlerin Cynthia Rothrock im Hong Kong Kino nebst Magic Crystal, Above the Law oder Police Assassins. Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen!

Der Film von und mit Mang Hoi (Kidnap in Rome) bietet einige superbe Actionszenen in Form von Stunts und Kung Fu Kämpfen, in welchen sich die Figuren mehrere spektakuläre Duelle liefern. Auch Gweilos kommen vor. Die Story hingegen ist dünn.

Die Story wirkt fast nicht vorhanden und aus mir unbekannten Gründen gab es auch längere Drehpausen. Daraus resultieren die verschiedenen Frisuren, die Cynthia Rothrock im Film trägt. Dies tut dem Spass aber keinen Abbruch. Bei der Story und dem Humor muss man teilweise Defizite annehmen – so ist z.B. die Gerichtsverhandlung mit Roy Chiao (A Touch of Zen) purer Unsinn.

Hier und da macht der Klamauk Spass (ich sage nur: Ratte!) und obwohl es sogar hier und da par lahme Füllszenen gibt, gefällt der Film nebst Action und Dank einem vielfältigen Cast mit bekannten Namen. Nebst Mang Hoi, Roy Chiao und Cynthia Rothrock sind zu sehen:

Ronny Yu (The Postman Fights Back), Chin Siu-Ho (Fist of Legend), Billy Chow (Point of No Return), Wu Ma (Die Eroberer), Melvin Wong (The Rape After), Tai Bo (Two Jolly Cops), Chung Fat (Encounters of the Spooky Kind) oder Jeff Falcon (Caged Beauties). Ronny Yu ist selten als Darsteller zu sehen während Billy Chow ist obligatorische Schurken-Rolle zufrieden ausfällt und Jeff Falcon darf auch als Gweilo Bösewicht ran. Melvin Wong, Tai Bo, Wu Ma und Co. haben die obligatorischen Kurzauftritte.

Die Kampf- und Action-Highlights: Cynthia Rothrock Vs. Bösewichte auf Bambus-Gerüst, Cynthia Rothrock Vs. Chin Siu-Ho, Cynthia Rothrock Vs. Billy Chow, Chin Siu-Ho Vs. Billy Chow, Cynthia Rothrock Vs. Gweilos. Die Kampf- und Stunt-Szenen sind eindrucksvoll, übersichtlich gefilmt und von aller höchster Qualität. Mang Hoi hat diese zusammen mit Corey Yuen inszeniert. Viel Erfahrung hinter der Kamera, was man den Szenen auch ansieht!

Sieht man von paar Längen und einer schwachen Story ab, ein absolut sehenswerter HK-Actionfilm, den ich allen Fans von Cynthia Rothrock nur empfehlen kann!

Infos:

O: Si Je Dai Sai

HK 1989

R: Mang Hoi

D: Cynthia Rothrock, Ronny Yu, Chin Siu-Ho, Elizabeth Lee Mei-Fung, Mang Hoi, Billy Chow, Kwan Chiu-Chung, Wu Ma, Roy Chiao, Tai Bo, Chung Fat, Jeff Falcon, Melvin Wong

Laufzeit der HK-DVD: 84:02 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Review überarbeitet am: 01.08.20

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Hong Kong von Deltamac vor = Uncut (= HK Fassung), O-Ton, englische Subs, nicht anamorph. Die Bildqualität ist gut. Exportfassungen laufen ca. 30 Sekunden länger (u.a. mehr Kämpfe auf dem Bambusgerüst). Die DVD aus Deutschland lässt aber Widescreen und O-Ton missen.

Sonntag, 20. September 2020

The Postman Fights Back Review

The Postman Fights Back

Story:

Vier Männer (Leung Kar-Yan, Chow Yun-Fat, Fan Mei-Sheng, Yuen Yat-Choh) werden mit einer Lieferung beauftragt. Über den Inhalt wissen sie nicht Bescheid. Der Weg führt an gefährlichen Stellen vorbei und viele zwielichtige Personen (u.a. Lim Ja-Ho, Eddy Ko) sind am Inhalt interessiert und gehen dafür auch über Leichen…

Meine Meinung:

Durch eine Forumsdiskussion angetan, habe ich mir The Postman Fights Back nach etlichen Jahren wieder angesehen und stelle fest: ich mag den Film von Ronny Yu noch immer! Sehenswert und voller Qualität! Ronny Yus Filme sind in der Tat mehrheitlich interessant.

Da waren Titel darunter wie: The Savior (liegt ungesehen als HK VHS rum), The Trail (Horrorfilm), The Occupant (Horrorkomödie mit Chow Yun-Fat), Legacy of Rage (mit Bruce Lees Sohn Brandon), Bless This House (steht noch auf Wunschliste, kam vor kurzem in HK auf Blu-Ray raus), China White (Heroic Bloodshed), The Bride with White Hair (wohl der bekannteste Film aus HK von Ronny Yu) oder Fearless (grandioses Jet Li Comeback).

Dies überrascht nicht, da Ronny Yu ähnlich wie Tsui Hark und Co. zu den New Wave Regisseuren zählt. The Postman Fights Back war gemäss Ronny Yu Interview der härteste Film, was die Produktion anging: er drehte Übersee (gedreht wurde 4-6 Monate in Südkorea = wunderschöne Landschaften), die Korea Crew sprach weder Englisch noch Kantonesisch, sehr kalte Witterungsbedingungen (Wintersturm), fremdes Essen und sich Cherie Chung beim Dreh das Bein brauch und dieses fast amputiert werden musste.

Die harten Bedingungen sieht man dem Endprodukt zum Glück nicht negativ an. Die Landschaften aus Korea sind wunderschön und Schnee als Setting passt immer wunderbar zum asiatischen Film (siehe Filme wie Lady Snowblood, Wolf Devil Woman, Der Silberspeer der Shaolin, The One-Armed Swordsman, Wolf Guy, Sympathy for Lady Vengeance, The Black Tavern, The Raid 2, Liverleaf) – das mag ich einfach.

Technisch ist der Film stark und aufwändig gemacht. Die Kameraführung ist übersichtlich und schön. Gerade auch in den sehenswerten Kampfszenen. Die Story fand ich ebenso interessant, da Mal was Anderes. Zu den Martial Arts Highlights zählen:

Endkampf zwischen Eddy Ko und Leung Kar-Yan, Fan Mei-Sheng, der das Lager der Bösewichte sprengt, Chow Yun Fat Vs. Eddy Ko, Chow Yun-Fat mit Schal als Waffe gegen die zwei Killer (eine von zwei Szenen, die mir nach Erstsichtung im Gedächtnis blieben) und der Kampf auf dem Eis mit Explosionen und fliegenden Dummies (die 2. Szene die mir nach Erstsichtung hängen blieb) – nebst diesen gibt es noch vereinzelt Actionszenen, die auch solide geworden sind.

Auch am Cast hatte ich Freude: Leung Kar-Yan (The Thundering Mantis), Fan Mei-Sheng (Last Breath) und Chow Yun-Fat (The Romancing Star) sind als Helden zu sehen, während Eddy Ko (The Avenging Eagle) einen wunderbar fiesen, harten und bösen Bösewicht abgibt, der sogar vor Kindstötung nicht zurückschreckt. Besonders an den Kampfszenen von Chow Yun-Fat (er war ja vor allem im Heroic Bloodshed Genre zu Hause), Eddy Ko (als böser Japaner mit Ninja-Geheimtechniken) und Leung Kar-Yan hatte ich Freude.

Fazit: Jedem HK-Filmfan der alten Schule zu empfehlen!

Infos:

O: Chun Shing Ma

HK 1982

R: Ronny Yu

D: Leung Kar-Yan, Chow Yun-Fat, Fan Mei-Sheng, Yuen Yat-Choh, Lim Ja-Ho, Eddy Ko

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: März 2008 / Review überarbeitet am: 10.07.20

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Fortune Star vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton (auch in DTS), englische Subs und als Bonus gibt es Kurz-Interviews mi Regisseur Ronny Yu und Star Leung Kar-Yan (englische Subs positiv).