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Dienstag, 10. Februar 2026

Neukauf

 

Iron Angels 3

Heute das deutsche Mediabook erhalten = DVD, Blu-Ray und Booklet. Zwar ist der Film schon im Set von Vinegar Syndrome enthalten (welches ich auch habe), aber die deutsche Fassung läuft ca. 30 Sekunden länger. Und es handelt sich ausschliesslich um Shoot-Outs, die z.T. auch relativ blutig geraten sind. Diese Extra-Szenen wurden in Singapur gefunden und ins Master integriert. Im Gegensatz zu früheren VHS-Schnipseln liegen die Szenen neu in einer besseren Bildqualität und nicht mehr in Vollbild vor. Der Film ist somit die weltweit längste Fassung und liegt auch im O-Ton mit Untertiteln vor. Im Booklet gibt es zudem ein Interview mit Katy Hickman, welches ich interessant fand. Sie spielt im Film die Anführerin der Bösewichte. Ich freue mich, den Film mit Moon Lee in Zukunft neu sichten zu dürfen.


Demon of Mount Oe

 

Demon of Mount Oe

Story:

Ein Dämon, der auf dem Berg Oe leben soll, versetzt die Gegend in Angst und Schrecken. Es wird erzählt, dass der Dämon seine Gestalt in monströse Gestalten ändern kann. Vor allem auf Frauen hat es der Dämon abgesehen. Ein Samurai (Shintarô Katsu), der sich zudem mit Banditen und mehreren Frauen «rumschlägt», nimmt sich der Herausforderung an…

Meine Meinung:

Nach der Sichtung von The Snow Woman freute ich mich, als Radiance Films eine 2. Daiei Gothic Box veröffentlichte und darin auch Tokuzo Tanakas Demon of Mount Oe zu finden war. Einen japanischen Film von Daiei, den es bis dato ausserhalb Japans nicht offiziell zu erwerben gab. Und der sah, was Bilder, Cover und Monster angehen, vielversprechend aus. Umso enttäuschter bin ich nun nach der Sichtung des Filmes über die Qualität und den Inhalt des Filmes.

Viele Internetseiten beschrieben den Plot um einen Dämon, der von einer Gruppe von Samurai bekämpft wird. Doch das und alle Monsterszenen machen nur ca. 5% des ganzen Filmes aus. Der Rest des Filmes ist langweilig, wirr, verworren, lahm und uninteressant. Der Film läuft dabei auch fast zwei Stunden statt die auf dem Cover angegebenen 83 Minuten. So wird aus einem kurzweiligen Film ein zweistündiger, kaum enden wollender Filmmarathon, der sich deutlich länger als zwei Stunden anfühlte. Die Optik weiss zu gefallen wie auch einige der Effekte (Ochse, Spinne). Aber das war es dann auch schon. Es geht zu 90% nicht wirklich um den "Dämon" sondern um andere Belanglosigkeiten.

Der Film ist sehr dialoglastig, es gibt Intrigen, Liebesgeschichten, uninteressante Figuren, lahme und uninteressante (unblutige) Schwertkampfszenen und vor allem Längen inklusive viele Flashbacks. Es geht primär nicht um eine Samurai-Gruppe, die den Kampf gegen den Dämon aufnimmt, wie der Plot in mehreren Quellen beschrieben wird. Schade. Auch die Darsteller reissen keine Bäume aus. Selbst Zatoichi Star Shintarō Katsu vermag den Film nicht aufzuwerten.

Fazit: Sehr langweiliger Film. Schade um die wenigen tollen Monster- und Make-Up Effekte.

Infos:

O: Ôeyama Shuten-dôji

Japan 1960

R: Tokuzo Tanaka

D: Kazuo Hasegawa, Raizô Ichikawa, Shintarô Katsu, Kojiro Hongo

Laufzeit der UK-Blu: 113:51 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, erste offizielle Fassung ausserhalb Japans mit englischen Subs (zum O-Ton), zwei andere Filme und Booklet im Set enthalten. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Counter Attack

Counter Attack

Story:

Tang Wei (Bruce Li) und sein Kumpel John (John Ladalski) decken eine unseriöse und illegale Betrugsmache auf, in denen das Leben von Stuntmännern auf dem Spiel steht. Als sich Tang Wei selbst als Stuntman für eine Produktion anstellen lässt, gerät auch sein Leben in Gefahr…

Meine Meinung:

Counter Attack liegt schon länger ungesehen rum. Seit Feb. 2023. Interessant ist, dass diese VHS-Ausgabe eine sehr seltene Kantonesische Fassung mit festen Untertiteln darstellt. Ich bin z.B. gespannt, ob dies einer der Titel sein wird, der es in Severin Films kommende Bruceploitation Vol. 2 Box schaffen werden. Der Inhalt wäre mit einem Star wie Bruce Li (The Dragon Lives, Bruce Li – Die Killerkralle, Bruce Li – Faust der Vergeltung), der hier Regie führte und auch die Hauptrolle spielte, wie geschaffen dafür. Der Film ist sicherlich eine seiner besten Arbeiten und auch vom Inhalt, mit vielen Film-in-Film Sequenzen, abwechslungsreich.

Der Film bietet viele Kampfszenen. Nebst Bruce Li tummeln sich auch mehrere ausländische Kämpfer im Film. John Ladalski spielt Bruce Lis Kumpel und lässt sich im Film von ihm trainieren. Ihn sah man im späteren HK-Film oft in Gast- oder kleinen Nebenrollen als Gweilo-Gangster. Counter Attack dürfte eine seiner ersten grossen Rollen gewesen sein und das sieht man der Leistung von John Ladalski auch negativ an. Er spielt das nicht wirklich glaubhaft, sondern laienhaft. Sein echter Meister Dan Inosanto (Game of Death) spielt zudem mit. Letzterer war ein Freund von Bruce Lee. Er liefert auch hier ab und liefert sich einen starken Kampf gegen Bruce Li.

Wei Ping-Ao (Calamity of Snakes, The Way of the Dragon) spielt eine amüsante Nebenrolle als zwielichtiger Mann und Melvin Wong (Midnight Angel) kommt nur im letzten Viertel zweimal vor, wenn der Japaner aus James Bond (zusammen mit einem Zwerg) mit seinem tödlichen Hut gegen Bruce Li kämpft. Der Film bietet im Vergleich zu anderen Bruceploitation-Filmen weniger Plot und eine höhere Anzahl an Kampfszenen, die zudem sehenswert choreographiert sind. Die Anzahl nimmt auch gegen Ende hin mehr und mehr zu.

Fazit: Für Fans von Bruce Li uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Long De Ying Zi

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1981

R: Bruce Li

D: Bruce Li, John Ladalski, Sze-Ma Lung, Wei Ping-Ao, Chiang Yang, Chung Yu-Lee, Peng Gang, Chen Chin-Hai, Hui Man-Yui, Dan Inosanto, Chiang Tao, Melvin Wong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:34 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Home Video City Cinema vor = Kantonesisch mit chinesischen, englischen und koreanischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, k.A. ob 100% Uncut (ich glaube auf schnittberichte paar Szenen zu sehen, die ggf. im Film gefehlt haben. Vielleicht gibt es auch Import- Export-Versionen mit neuen Szenen die in der einen Fassung und umgekehrt fehlen), Vollbild. Mir ist unbekannt, ob Mandarin oder Kantonesisch O-Ton ist.  Ich finde beide Angaben im Netz. Der Film spielt z.T. in HK, ist teilweise auch vor Ort gedreht und die Produktionsfirma ist auch aus HK. Die Canto-Tonspur der VHS hörte sich Original an. In Deutschland als Bruce Lee - Der Unbesiegte von filmArt auf Blu-Ray zu haben (Deutsch in Widescreen, Uncut, jedoch ohne O-Ton).

The Bell from Hell

 

The Bell from Hell

Story:

Juan (Renaud Verley) wird unter Auflagen aus einer Nervenanstalt entlassen. Das passt Juans Tante, welche drei Töchter hat, nicht in den Kram. Diese kann im Moment über das Erbe verfügen, doch steht es eigentlich Juan zu. Juan vermutet, dass seine Tante ihn bewusst in die Anstalt steckte, um an das Gesamtvermögen seiner verstorbenen Mutter zu kommen. Oder ist Juan wirklich verrückt und krank?

Meine Meinung:

The Bell from Hell ist der erste Spielfilm, den ich mir aus Severin Films Box Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain angesehen habe. Und die Sichtung hat sich gelohnt. Ich wurde positiv überrascht. Der Film und Inhalt boten mehr, als ich erwartet hätten und waren definitiv weniger 08/15, als ich zuerst dachte. Teilweise hat der Film fast schon Gialli Vibes und mutet zudem schön surreal an. Der Film von Claudio Guerín ist extrem stimmungsvoll inszeniert. Der Dreh endet für Claudio Guerín tragisch: er verstarb am letzten Drehtag und der Film wurde von seinem Onkel fertiggestellt.

Ich empfand den Inhalt und dessen Verlauf als interessant, spannend, rätselhaft, mysteriös und fesselnd. Bevor ich mich in den Film einverleiben konnte, musste ich aber erst den Vorspann des Werkes überstehen. In diesem wurden echte Schlachthof-Sequenzen gefilmt und diese Szenen waren alles andere als leicht zu ertragen, besonders die Schreie der Kühe. Immerhin wurden die Tiere nicht extra für den Film getötet, dennoch unschöne Momente, die im späteren Verlauf jedoch so was wie eine Metapher darstellen sollten (und erinnerte leicht an den spanischen Film Cannibal Man).

Der Film ist gut gespielt und bleibt bis zum überraschenden Ende sehenswert. Mir hat es sehr gut gefallen. Auffallend waren auch einige sehr innovative und spezielle Kameraeinstellungen. Auch der Einbezug von diversen Tieren war spannend. Hier und da fühlte ich mich fast leicht an Phenomena von Dario Argento erinnert. Die Musik passte auch immer wunderbar dazu. Und hier und da gibt es nebst fiesen, sleazigen Hintergrundgedanken auch ab und zu einen Hauch unterschwellige Erotik zu erhaschen, ohne dabei jedoch sonderlich explizit zu werden.

Die mir unbekannten Darsteller um Renaud Verley (Franzose), Viveca Lindfors (Creepshow), Alfredo Mayo (In the Folds of the Flesh), Maribel Martín (The Blood Spattered Bride), Nuria Gimeno (The Orgies of Dr. Orloff) und Christina von Blanc (A Virgin Among the Living Dead) haben ihre Sache mehr als ordentlich gemacht. Zudem waren sie im damaligen europäischen Genre-Kino, wie man sieht, gut vertreten und bringen Erfahrung und Talent mit. So darf es (mit der Box von Severin Films) gerne weitergehen. Ich wurde durch und durch positiv überrascht! Bitte mehr davon!

Infos:

O: La Campana del Infierno

Frankreich, Spanien 1973

R: Claudio Guerin Hill, Juan Antonio Bardem

D: Viveca Lindfors, Renaud Verley, Alfredo Mayo, Christine Betzner, Juan Cazalilla

Laufzeit der US-Blu: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain Box) vor = absolut hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, spanischer O-Ton mit englischen Subs (2-3 Dialoge sind auch in der spanischen Originalfassung nur auf Englisch). Als Bonus gibt es u.a. einen Kurzfilm von Regisseur Claudio Guerin Hill. In Österreich wurde eine deutschsprachige Uncut-DVD veröffentlicht. Deren Titel lautet: Ein Toter lacht als Letzter.

The Big Brother

The Big Brother

Story:

Stephen See (Alex Man) begleitet seinen Nachbarn und Kumpel Willie (Michael Miu Kiu-Wai) an eine Party (so eine Art Bachelor Party, Gentlemen's Club, Maid-Café). Dort gewinnt Stephen See zufällig den Wettbewerb und plötzlich hat er eine Dame an der Seite: Randy (Emily Chu). Diese stellt sein Leben auf den Kopf. Auf dieser Party sah Willie, dass seine Frau Kit Man (Kitman Mak Kit-Man) dort arbeitet, was er nicht wusste. Kit Man verliebt während der Party in den Gastgeber Kar Ho Tsuen (Simon Yam). Willie will dies verhindern und fragt bei Stephen um Hilfe. Dieser findet zudem heraus, dass Kar Ho Tsuen Dreck am Stecken hat und ein Menschenhändler ist…

Meine Meinung:

The Big Brother war, als ich 2019 in Südkorea war, ein Blindkauf. Es handelt sich um die HK-Actionkomödie aus dem Jahr 1987 nicht zu verwechseln mit The Big Brother aus dem Jahr 1990 (auch mit Alex Man). Der Film von Tommy Fan, der durch Golden Harvest vertrieben wurde, hat mir sehr gut und besser als erwartet gefallen. Von Tommy Fan kenne ich sonst nur The Last Duel, ebenso mit Alex Man in der Hauptrolle. Ungesehen liegt (auch als südkoreanische Videokassette) noch The Gang of Five rum.

The Big Brother ist mehrheitlich eine Komödie. Jedoch eine wirklich amüsante, lustige und abwechslungsreiche. Obwohl die mir vorliegende Fassung nicht Englisch freundlich war, empfand ich den Film und die darin gezeigte Situationskomik als lustig. Wer HK-Filme aus der Zeit (Ende der 80er, Anfang der 90er) mag, wird den Film sicherlich mögen. Mit englischen Subs kommt der Film sicherlich noch leicht amüsanter und ggf. derber. Immerhin sind es für heutige Zeiten heikle Themen (der Wettbewerbspreis ist eine Sklavin) und ggf. wird der dunkelhäutige Kämpfer im Finale noch rassistisch beschimpft. Das war im HK-Kino der Zeit nicht unüblich (in The Cyprus Tigers wird der Schwarze Kämpfer in den Untertiteln immer als Affe betitelt).

Geholfen hat, dass ich die Stars kenne und mich vor der Sichtung um den Plot informiert habe. Damit war das Sehvergnügen, fehlende englische Untertitel hin oder her, nicht eingeschränkt. Der Film vermag mit Sympathie und Charisma zu überzeugen. Das gilt auch um den Cast um Namen wie Alex Man (Fatal Recall), Simon Yam (natürlich als Bösewicht), Michael Miu Kiu-Wai (Scared Stiff), Emily Chu (The Plot), Kitman Mak Kit-Man (To Spy with Love) und Jimmy Au Shui-Wai (The Dragon Fighter). Als Handlanger von Simon Yam sind in Nebenrollen der schielende Yue Tau-Wan (der im Finale als Ninja verkleidet auftritt) und ein junger Robin Shou (mit Schnauz) zu sehen. Der Name des schwarzen Kämpfers konnte ich leider nicht ausmachen.

Die Mehrheit der Actionszenen kommt erst im Finale vor (Lagerhallen-Setting). Die Actionszenen bestehen aus kleineren Stunts, Dingen, die kaputt gehen und Kampfszenen. Dabei fallen Personen schon Mal in Kisten oder Tische oder machen Bekanntschaft mit dem harten Boden. Dabei macht vor allem der Kampf von Jimmy Au Shui-Wai gegen einen jungen Robin Shou richtig viel Spass. Knackig und rasant gefilmt und choreographiert. Stark! Dabei werden auch schon Gegenstände à la Born to Fight in die Kampfszene integriert. Und das Brüste Leben retten, sieht man auch hier wieder. Die Szene mit der Aktentasche im Finale war jedoch vorhersehbar. Was jedoch überraschend war, war die Tatsache, dass es keine Szene mit Urin zu sehen gab. Fast ein Wunder in einer HK-Komödie aus der Zeitspanne!

Fazit: Schön, auch heute noch solche positiven Überraschungen erleben zu dürfen. Da hole ich mir sicher noch eine Englisch freundliche Fassung von!

Infos:

O: Yat Goh

HK 1987

R: Tommy Fan

D: Alex Man, Simon Yam, Robin Shou, Michael Miu Kiu-Wai, Emily Chu, Kitman Mak Kit-Man, Jimmy Au Shui-Wai, Lee Heung-Kam, Yue Tau-Wan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 92:18 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Dong-A Export Co., Ltd. und Seo Jin Trading Co., Ltd. vor = Vollbild, Kantonesischer O-Ton mit koreanischen Subs, gute Bildqualität, sah Uncut aus (Alex Mans nackter Arsch oder Brüste der ausländischen Flamme mit Simon Yam im Bett sind zu sehen). Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026). Die HK-LD von Star hat keine englischen Subs. Die HK VCD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) soll englische Subs haben.